Gewerkschaftsbewegung
Das Märchen von den hohen Arbeiterlöhnen.
Parteinachrichten.
Um die Haltung der Frankfurter Volksstimme".
fügen aber selbst hinzu, daß man von warmem Wetter und Regen eine Erholung auch der Kartoffeln erhoffen fönne. Immerhin wird man mit mäßigen Schädigungen der wachsenden Feldfrüchte durch den Wetterfturz rechnen mänien, jedoch hat der Eintritt des langIn der Generalversammlung der Frankfurter Parteiorgani- erfehnten Regens sicherlich beträchtlich böheren Nugen geAnscheinend, um die Löhne umio ungenierter reduzieren zu fation fonnte Nehr forn die erfreuliche Tatsache hervorheben, daß stiftet, als der Frost Schaden. Nach neuerdings aus dem Lande können, sind seit längerer Zeit Kräfte am Werke, die von Zeit zu feit August v. J. von Monat zu Monat die Zahl der Abonnenten eingelaufenen Meldungen macht die Heuernte im allgemeinen Zeit besondere Fälle" von riesigen Löhnen der Industriearbeiter in gestiegen ist. Das ist zu danken dem Wiederzusammenschluß der gute Fortschritte, wenn sie auch stellenweise durch die Knapp die Deffentlichkeit bringen. Selbst Seelsorger glauben ihre Mission Wahlkreise und der Ausnutzung der politischen Lage in der Haltung heit Beförderungsmitteln etwas verzögert wird. Trozz in der Aufdeckung hoher Löhne erblicken zu sollen. So hat sich des Blattes. Im letzten Jahre sind über 5000 neue Abon- der Trockenheit der letzten Wochen soll sie mit geringen 3. B. im heinisch- westfälischen Industriegebiet ein Pfarrer Wa61 nenten gewonnen worden. Der Straßenverkauf weist be- Ausnahmen den Erwartungen entsprechen. Nach dem ſtatiſtiſchen die Aufgabe gestellt, während der Kriegszeit den riesigen Löhnen" achtenswerte Biffern auf, die je nach der politischen Lage schwanken. Bureau von F. D. Licht ist die Witterung der letzten Woche für die der Industriearbeiter nachzugehen. Aus dortigen Gewerkschafts- Mit der Feld post gehen täglich 3000 Nummern fort, 1000 mehr Weiterentwicklung der 8uderrüben nicht gerade günstig gefreifen wird hierzu geschrieben: Der Pfarrer Wahl, ein Ver- als im verflossenen Jahre. Die Geschäftslage und das finan- wesen. Trotzdem ist der Stand der Rübenfelder noch immer recht treter der stodfonservativ- pieristischen Richlichkeit, teilt in der zielle Ergebnis waren gut, infolge der sehr gut beschäftigten zuverlässig und im Durchschnitt mindestens befriedigend „ Rheinischen Korrespondenz" mit, er habe eine Arbeiterfamilie. Druckerei. oder gut. fennen gelernt, die ein Monatseinfommen von 2000 In der Nedaktion find Veränderungen eingetreten. Genoffe Marf habel Räber betrachtet stellt sich heraus, daß an diesem Quard ist ausgeschieden. Für seine langjährige Tätigkeit ist ihm Die Hapag im rumänischen Petroleumgeschäft. Einkommen der Vater mit drei Söhnen und eine Tochter, sämtlich der Dank der Organisation auszusprechen. Die Preßkommission hat Die Hamburg- Amerika- Linie will sich an den großen Trans schwerindustriell tätig, beteiligt find. Pro Verdiener kommen alio ihn der Zeitung durch ein festes Mitarbeiterverhältnis erhalten. porten beteiligen, die aus dem deutsch - rumänischen Betroleum400 Mart Monaiseinfommen heraus. Das flingt ichon mensch Ebenso gewann sie den Genossen Dr. Braun aus Nürnberg . In abfommen in Zukunft zu erwarten sein werden. Da der Hapag licher", zumal wenn man bedenkt, daß der Herr Pfarrer für eine den Redaktionsverband ist als Redakteur neu eingetreten Genosse teine geeigneten Transportmittel zur Verfügung stehen, schweben weniger anstrengendere Berufstätigkeit sicherlich erheblich mehr als Alt maier. gegenwärtig Verbandlungen mit der Deutschamerikanischen Petroleum400 Mart Monatseinfommen besitzt. Leider bezeichnet der Herr In der Debatte tamen die verschiedenen parteipolitischen Mei- gesellschaft, um deren für den überfeeischen Leuchtöltransport be die Familie nicht derart, daß man seine Angaben fontrollieren nungen zum Ausdruck. Die Mehrzahl der Redner, die Genossen stimmten Schiffspark diesen Zwecken dienstbar zu machen. fann. Je nachdem, was die Männer für eine Arbeit haben Kirchner, Leydendecker, Ulrich und Sinzheimer, erflärten sich mit ift es leicht möglich, daß sich der Herr Pfarrer gerade der Haltung der Redaktion völlig einverstanden. Es sei notwendig, einen Monatslohn aussuchte, der sich infolge vorgenommener daß die Volfsstimme" eine fritische Note anschlage. Die wachsende Affordabrechnung ganz erheblich höher als seine Vor- und Abonnentenzahl sei ein Beweis dafür. Sinzheimer legte beNachgänger stellt. Wir erfahren auch nicht, wieviel Schichten sonders dar, daß auch, wer nicht in allen Einzelheiten mit der Hal diese glückliche" Arbeiterfamilie für den Lohn gemacht hat. Sind tung der Volksstimme" einverstanden sei, ihr doch das große Veres nur 30 pro Kopf und Monat- und diese Schichtzahl wird viel dienst lassen müsse, folgerichtig eingetreten zu sein für ein flares fach starf überschritten Bekenntnis der Kriegsziele. dann beträgt der Verdienit pro Schicht
glatt 13.30 W. Jit denn das ein angemessener Lohn in einer Zeit. wo das Prund Butter mit 15 bis 20 M., das Pfund Speck mit 18 bis 25 M., ein Paar Schuhe mit 40 bis 60 m. bezahlt werden müssen? Wenn die glückliche" Arbeiter familie vor dem Kriege nur den dritten Teil ihres jetzigen Lohneinkommens hatte, dann war sie damals wirtschaftlich mindestens ebensogut gestellt wie heute mit ( angeblich) 2000 M. Monatseinfommen. Von dieser folossalen Geldentwertung macht der Pfarrer natürlich gar kein Aufhebens.
Es ist überhaupt ein grober Unfug, wie heute von Agenten und Gönnern der Industriellen die Deffentlichkeit irregeführt wird mit der Hervorhebung einzelner bober Arbeiterlöhne. Was hilft es der Masse, wenn nur einzelne einen austömmlichen Lohn haben? Mit den Durchschnitte verdiensten aber ist kein Staat zu machen. Im
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Lehmann und Wittich, wandten ein, man mache der VolksDie andere Gruppe der Redner, die Genossen Dorsch u, stimme" nicht so sehr ihre kritische Haltung zum Vortourf, man tabele, daß sie die Gründe für die Mehrheitspolitif ungenügend zum Ausdruck bringe. Infolgedessen würden die Arbeiter an der Fraktionspolitik irre. Redakteur Wittrisch rechtfertigte in längeren Ausführungen die politische Haltung des Blattes. Kirchner begründete kurz folgende Entschließung:„ Die Generalversammlung erklärt sich mit der politischen Haltung der Redaktion der Volksstimme" einverstanden." Die Entschließung wird angenommen,
Aus den Organisationen.
Soziales.
Berufsberatung.
Neue Bestimmungen über Lehistellenvermittlung und Berufs. die richtige und zweckmäßige Verteilung der nach Friedensschluß zur beratung hat das fal. bayerische Staatsministerium erlassen, welche Verfügung stehenden Arbeitskräfte bezwecken.
oder mit Abschluß der 6. Klasse abgebenden Schüler zu verfabren. Die Bormerfungsblätter werden für die Schüler, welche unmittelbar ins Erwerbsleben übertreten wollen und noch ferne Lehrstelle ges funden haben, gleich nach der ersten Erhebung vorgelegt. Ergänzt werden die Angaben auf den Vormerkungsblättern durch den Schularzt nach dem Befund seiner Untersuchung. Die Blätter werden für Knaben und Mädchen gefondert, nach. Familiennamen alphabetisch geordnet, bom Schulvorstand der Gemeindebebörde bzw. dem Arbeitsamt übermittelt und die Schüler auf die Nüßlichkeit einer persönlichen Vorstellung beim Arbeitsamt aufmerfiam gemacht.
Der Erlag will bezüglich der Lehrstellenvermittlung ein gu sammenwirten von Schule, Arbeitsämtern und Arbeitsnachweisen herbeiführen. Bei Beginn des letzten Schuljahres hat der Klassenlebrer jedem abgehenden Schüler einer Volts: oder höheren Schule ein Merkblatt nach vorgeschriebenem Muster auszuhändigen. worin auf die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Berufswahl, auf die Pflicht der Eltern, ihre Kinder dabei zu unterstügen, bingewiesen wird. Zugleich wird nachdrücklich darauf aufmerfiam ge= macht, die Kinder, wenn irgend die Verhältnisse es gestatten, für einen bestimmten Beruf ausbilden zu lassen und dabei die Neigungen gesamten preußischen Bergbau betrug im letzten Viertel 1917 Am Sonntag wurden im Chemnitzer Agitationsbezirk vier und Fähigkeiten der Kinder und nicht eine zufällige Moderichtung oder falschen Ehrgeiz entscheidend sein zu lassen. Da zur Wahl des der Durchschnitts- Schichtverdienst nur 8,04 M. Er hatte sich Kreisgeneralversammlungen abgehalten, und zwar die des feit Striegsbeginn nur um 73 Broz. gehoben, obgleich selbst vor- 10. Reichstagswahlkreises( Döbeln ), des 15.( Mittweida - Limbach), kenntnis der förperlichen und geistigen Anlagen, sondern auch die geeignetsten Berufes für einen Jugendlichen nicht nur eine genaue fichtige amtliche Statistiker die gleichzeitige Steigerung der des 17.( Glauchau - Meerane ) und des 21. Kreises( Annaberg- Stenntnis von den Anforderungen und Aussichtsmöglichkeiten der wichtigsten Lebensmittelpreise auf 150 bis 200 Proz. be: Schwarzenberg). ziffern. Der höchste im preußischen Bergbau gegen Ende 1917 Im 10. Wahlkreise ist die Bahl der männlichen Mitglieder einzelnen Berufe gehört, so empfiehlt das Merkblatt zugleich auch gezahlte Durchschnittslohn tam im Ruhrgebiet vor; hier be- gegenüber dem Vorjahre infolge der weiteren Einberufungen wieder die Benutzung der bei den gemeindlichen Arbeitsämtern errichteten Berufsberatungestellen, bei denen Angehörige der ver lief er fich für die erste Lohnklasse der Hauer auf 11,52 m. pro etwas zurückgegangen, während die Zahl der weiblichen Mitglieder Schicht. In sechs von den großen deutschen Bergwerfsbezirken in den meisten Orten des Kreises gleichgeblieben, in einigen größe- fchiedensten Berufe mit Lehrern und Aerzten zum Wohle der stand gegen Ende 1917 sogar der Hauerlohn noch unter 8 M. ren Orten gestiegen ist. Der Kussenabschluß zeigte ein verhältnis Jugend zusammenarbeiten. Auf Antrag des Arbeitsamtes noch einmal am Ende des Schuljahres bat der Klassenlebrer festzustellen, Dro Schicht. Die weitaus größere Menge der übrigen mäßig günstiges Resultat. Die Beiträge wurden ab 1. Juli um erwachsenen Bergwerksindustriearbeiter blieb überhaupt, großen- 5 Pf. für die Woche für männliche und weibliche Mitglieder erhöht. weichen Beruf die zu entlasseuden Schüler gewählt haben oder ob teils selbst erheblich, unter 8 M. Durchschnittslohn. Bei Im 15. Wahlkreise kann das Ergebnis der Organisationstätig die Wahl noch unentschieden ist und das Ergebnis der Erhebung ber von gewerfichaftlicher Seite veranstalteten Lohnzäh ung feit um so mehr als erfreulich angesehen werden, als es sich um in den Schullisten vorzumerken und der Gemeindebehörde beam. auf der großen westfälischen Kohlenzeche„ Viftoria"( Harpener einen Wahlkreis handelt, in dem die frühere Leitung zu den Un- dem Arbeitsamt unter Benutzung von bestimmten Formularen mitB.-G.) stellte fich Heraus, daß bon über 1100 Ar- abhängigen abschwenkte und das Vereinsvermögen den Becsplitte- zuteilen. Entsprechend ist in bezug auf die Schüler und Schülerinnen beitern nur zwei einen Lohn von über 15 m. batten! vern der Organisation zuführte. Die Organisation mußte also neu- der höheren Unterrichtsanstalten mit Beichränkung auf die vor Wenn die Wahl und Genossen gerade diese zwei erwischten, würden aufgebaut werden. Man kann sagen daß dies trotz der großen fie als die„ Normalarbeiter" der Deffentlichkeit vorgestellt. Laut Schwierigkeiten, die gerade in diesem Kreise bestehen, sehr gut geBericht der deutschen Knappschaftsbeau'sgenossenschaft hat 1917 der fungen ist. Der Wahlkreis zählt 38 Orte. Die BersplitterungsDurchschnittslohn pro Versicherten( einschließlich Unterbeamte) tätigkeit der früheren Arbeitsgemeinschaftler" hatte erreicht, daß 2406. betragen, das sind nur 51 Broz. mehr als im Jahre 19131 in 18 Orten die Organisation zugrunde gegangen war. Jetzt steht Angesichts der inzwischen eingetretenen ungeheuerlichen Teuerung das Verhältnis so, daß wir in 19 Orten Ortsvereine haben und in muß doch jeder ehrliche Sozialpolitiker zugeben, daß sich der Real- zahlreichen anderen eine hübsche Anzahl Mitglieder. Der Kassen bericht weist ein befriedigendes Ergebnis der Einnahmen nach. Die aber auch ausdrücklich festgestellt, daß sich in jüngster Zeit die Beiträge sollen ab 1. Juli wöchentlich 15 Pf. betragen. Als ReichsMeldungen über Herabiegung der Gedingelöhne im tagskandidat für die nächsten Wahlen wurde der gegenwärtige Abgeordnete des Kreises, Genosse Stüdlen, einstimmig wieder auf- Die einzelnen Uebersichten der Lehrer über die Berufswahl der Bergbau auffallend vermehren. gestellt.( Die Unabhängigen haben dem Kaufmann Gustav Sem m abgebenden Schüler hat die Gemeindebehörde oder das Arbeitsomt Ter die Ehre übertragen, bei den nächsten Wahlen durchzufallen.) zu einer Gesamtübersicht nach demselben Muster zu verarbeiten und Eine Steigerung seiner Mitgliederzahl fann der GI asarbeiter Jm 21. Wahlkreis erstattete den Geschäfsbericht Genoffe eine Ausfertigung derselben dem Bezirksamt zur Weitergabe an das 3immer- Johanngeorgenstadt . Eine kleine Besserung der Or- Hauptarbeitsamt vorzulegen. Die Gemeinden ohne Arbeitsamt verband im Bericht über 1917 buchen. Während im 1. Quartal ganisationsverhältnisse fann fonstatiert werden, so daß im laufen- ienden die Vormerfungsblätter an das nächstgelegene Arbeitsamt, des Berichtsjahres 6264 Mitglieder vorhanden waren, fonnten am Schlusse des 4. Quartals 7861 gemustert werden. Der Bericht be- den Geschäftsjahre bessere Aussichten vorhanden sind. Im Anna- und sie geben ferner an Lehrstellensuchende, welche die Volksschulen tont, daß wenn die Arbeiterinnen der Glasindustrie den Organi- berger und Eibenstocker Bezirk sind die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht mehr besuchen, Formblätter unentgeltlich ab und geben bei der noch sehr trübe. Die Parteiarbeit ist dort sehr schwer. Im ganzen Ausfüllung derselben hilfreich zur Hand. fationsgedanken nur teilweise erfassen würden und die männlichen sind im Keise noch 250 Mitglieder vorhanden, und zwar 192 männ- Die Arbeitsämter haben die Gesuche um Zuweifung einer LehrGlasarbeiter nicht eine so große Furcht vor der Entlassung und liche und 38 weibliche, die sich auf 19 Orte verteilen. Ortsgruppen stelle öffentlich bekannt zu geben und Uebersichten über die Suchenden vor der Einberufung zum Heeresdienst hätten, mit ganz anderen bestehen noch in 10 Ortschaften. Gingezogen dürften schäzungs- auf Anfragen den landwirtschaftlichen Bezirksausichüssen, Handwerks. Zahlen aufaewartet werden könnte. Gegenwärtig dürfte der Verweise 1800 Mitglieder sein. Das unregelmäßige Versammlungs- tammern und sonstigen Körperschaften mitzuteilen. band über 8000 Mitglieder verfügen. Den Gefamteinnahmen von leben und Kassieren der Beiträge spielt eine wesentliche Rolle bei Bei den Bestimmungen über die Berufsberatung ist auf Ein 432 830 65 M. stehen Gesamtausgaben von 137 514 33 M. gegen dem Rückgang des Organisationslebens." Bolfsstimmen"-Leser find richtung und Eingliederung von Stellen zu diesem Zwecke bei den über. Das Verbandsvermögen berrug am Schluffe des Jahres 1916 zurzeit 3215 vorhanden. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Arbeitsämtern Bedacht genommen, bet denen eine Mitwirkung von 224 859,42 M.; es hat sich im Berichtsjahr 1917 um 70 456,90 m. 3unahme trop der Erhöhung des Bezugspreise 3. Lehrern, Schulärzten und Berufsvertretern( aus Industrie, Handel, erhöht und betrug 295 316 32 M. In der Generalversammlung des 17. Streifes fam es auch zu Handwerk, Kleingewerbe, Landwirtschaft, Arbeitgeber und einer Debatte über die Haltung der Partei. Ein Glauchauer Ge- Arbeitervereinigungen) iowie der Jugendpflege- und Jugendnoffe machte der Partei den Vorwurf, daß sie nicht genug für den fürsorgevereine besonders empfohlen wird. Die Tätigkeit der Frieden täte. Der Vertreter des Bezirksvorstandes, Genosse Mar Berufsberatungsstelle, der gemeindlichen wie der privaten soll vor Müller- Chemnitz, hatte dadurch Gelegenheit, besonders die allem die Zufuhr der Jugendlichen zu gelernten Berufen und da Friedenstätigkeit der Partei ausführlich zu besprechen. Die Ver- durch die Heranziehung eines brauchbaren Nachwuchses für diejenigen sammlung stimmte den Ausführungen Müllers lebhaft zu und gab Berufsarten fördern, welche Kräfte besonders nötig gebrauchen und zu erkennen, daß fie restlos auf dem Standpunkt der Partei- und bei denen eine Aussicht für ein gutes Fortkommen der Arbeitsfräite Wenn der Verdienst der Arbeiter in die Höhe gefchnellt sei, foraktionsmehrheit steht. Das finanzielle Ergebnis ist gut. Daß besteht. Die Aufgabe der Vermittlungs- und Beratungsstelle soll es sein, die Mitgliederbewegung keine Erfolge aufzuweisen hat, erklärt sich allein aus der Tatsache, daß in dem Wahlkreise allgemein große Arbeitslosigkeit herrscht, da fast gar keine Kriegsindustrie vorhanden ist. Mit der Haltung der Volksstimme" erklärte sich die VersammTung einverstanden.
John der Arbeiter bedeutend verschlechtert hat. Es sei
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Von dem Gesundheitszustand der Mitglieder wird berichtet, daß die anstrengende Tätigkeit und dazu die mangelhafte Ernährung die Kräfte start in Anspruch genommen baben.
Die wirtschaftliche Rot zwingt indessen die Kollegenschaft, feinen Augenblick auszusetzen und sich der Ruhe oder der Erholung zu widmen. Erst nach dem Kriege würden sich die Wirkungen dieser
Anstrengungen zeigen.
sei das nicht dem guten Willen der Industriellen zuzuschreiben, fondern der erhöhten Tätigkeit der Kollegen, die alle Kraft bis zur Stedebize angespannt haben.
Auch die Frauenarbeit ist in der Glasindustrie geftiegen. Es wird indessen betont, daß es nicht nötig sei. sich mit der Frage, ob die Frauenarbeit nach dem Striege für die zurückkehrenden Kol legen hinderlich sein werde, zu beschäftigen, denn in der jeẞigen Form fönne dieselbe nicht aufrechterhalten werden, weil der schwächere Körper der Frau so ungeheuren Anstrengungen nicht gewachsen sei.
Die Fran fonnte übrigens nur zu solchen Arbeiten berangezogen werden, bei denen eine längere Lehrzeit nicht zurückzulegen ist.
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Industrie und Handel.
im Zusammenwirken mit den beteiligten Streifen einerseits den Jugendlichen die bestmögliche Gelegenheit zu verschaffen, sich ihren Fähigkeiten entsprechend zu tüchtigen Arbeitskräften, auszubilden, andererseits dem Wirtschaftsleben unter richtiger Berücksichtigung des Bedarfs seiner einzelnen Glieder einen tüchtigen Nachwuchs zuzuführen. Die wichtigsten Bestimmungen des Erlasses über die Tätigkeit der Schule, der Gemeindebehörde, der Arbeitsämter sollen leider zunächst noch nicht in Straft treten. Es steht aber zu hoffen, daß einsichtige Gemeinden schon jetzt alles tun, um die Lösung dieser, gerade beim Friedensschluß so brennend werdenden Frage borzubereiten.
Patientenverschacherung.
Eine Modewoche in Berlin als ständige Einrichtung. Auf Veranlassung des Verbandes der deutschen Modeindustrie" ( Sib Berlin, E. V.) findet zum erstenmal vom 5. bis 12. Auguſt d. J. in Berlin eine Modewoche ſtatt. Sie ist teine Veranstaltung für das große Publikum. Sie wird vielmehr, wie die Leipziger Messe, Ein überaus geschäftstüchtiger Herr scheint der Arzt zu sein, ausschließlich eingerichtet, um den Fachleuten, d. h. den Einfäufern Trohende Arbeitslosigkeit in der Handschuhindustrie. des Inlandes und des Auslandes Gelegenheit zu geben, die Neu- mit dessen Geschäftsgebaren sich das Reichsgericht in einem Urteil beiten der modeschaffenden Firmen Deutschlands fennen zu lernen, bom 2. Oktober 1917 beschäftigen mußte. Das Urteil ist in dem Giner Verfügung des Leder- Zuweisungsamtes zufolge sollen und ferner, um die Einfäufer des Auslandes jezt und während der jetzt erschienenen Bande 90 der Entscheidungen des Reichsgerichts bis auf weiteres hauptsächlich für die Handschuhfabrikation in llebergangswirtschaft dem deutschen Markt zu erhalten. Die Neue- in Zivilsachen abgedruckt. Der gute Herr vermietete seine in einem Frage kommende Felle für Heereszwecke zurückgestellt werden. Wie rung gegenüber dem früheren Zustand besteht darin, daß die Ein- Dorf befindliche Behausung für 1800 m. jährlich an einen anderen Eine dann erfoldie" Lederarbeiter- Zeitung" hierzu bemerkt, wird der Handschuh- täufer alle gleichzeitig nach Berlin tommen, und daß die Sonder- Arz. Der Vertrag sollte fünf Jahre dauern. industrie durch diese Maßnahme das schon sehr knappe Rohmaterial weige der Mode gleichzeitig den Einfäufern ihre Schöpfungen zeigen. einen anderen Arzt brächte, der entweder das Haus mietete oder gende Kündigung sollte jedoch nur dann gelten, wenn der Mieter vollständig entzogen; in fürzester Zeit müsse sich daraus die Ein- Die Modellausstellungen finden gesondert in den Geschäftsräumen den gleichen Mietvertrag schloß. d. h. also auch seinerseits wieder stellung der Betriebe und damit eine Arbeitslosigkeit des größten einer jeden einzelnen Firma statt. Teiles der in der Handschuhfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ergeben. Auch auf die Glacégerbereien dürfte die Zurückstellung des Rohmaterials für Heereszmede ähnliche Wirfungen zeitigen; gegen 10 000 Personen dürften dadurch ihre Beschäftigung einbüßen.
Erntebericht.
nur fündigen konnte, wenn er einen mietbereiten oder kauflustigen Arzt fand. Es fehlte auch nicht an der ehrenwörtlichen Verpflichtung des Mieters und aller fünftigen Mieter, einem etwaigen Der Witterungscharakter der abgelaufenen Woche entsprach Käufer feine Konkurrenz zu machen. Natürlich war der Mietwert Der Wert der mehr dem April, als der Wende des Mai zum Juni. Es gab weit- des Hauses an sich viel geringer als 1800 m. Der Zentralvorstand des Lederarbeiterverbandes will fich be- berbreitete, zum Teil recht ausgiebige Gewitterregen, andererfeits Pragis war mit in Rechnung gestellt worden. Das Reichsgericht hat den Vertrag für nichtig erklärt; er vermühen, daß die Betriebe aufrechterhalten bleiben und die davon aber Temperaturfälle, die das Thermometer zum Teil bis unter betroffenen Arbeiter nach Möglichkeit durch die erweiterten Heeres- den Gefrierpunkt finfen ließen. Daß diese Spätfröste völlig ohne stoße gegen die fittliche Würde des Aerztestandes und das öffentliche aufträge, für welche das der Handschuhindustrie entzogene Leder Schaden vorübergegangen sein sollten, ist natürlich nicht anzus Interesse. Ueberhaupt verstießen Stonkurrenzklauseln der Aerzte zur Verwendung fommen soll, beschäftigt werden. Sollte es zur nehmen, um so mehr, als sie im Nordosten des Reiches von ziem- gegen die guten Sitten. Arbeitslosigkeit kommen, so müßte den davon betroffenen Personenlich fräftigen Schneefällen begleitet waren; soweit sich aber bisher übersehen läßt, scheint das Getreide jedenfalls nur wenig Berantwortlich für Politik: Erich Kuttner , Berlin ; für den übrigen Teil des eine den Verhältnissen angepakte Unterstüßung durch das Reich oder garnicht gelitten zu haben. Anders sieht es mit jungem Blattes: Alfred Schols, Neukölln; für Anzeigen: Theodor Glocke, Berlin , Berlag: gesichert werden. Gemüse aus und auch vom Kartoffelkraut wird von hier und da Borwärts- Verlag G. m. b. 5., Berlin . Drud. Vorwärts- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co. in Berlin , Lindenstraße 3. berichtet, daß es schwarz geworden sei; die erwähnten Meldungen! Sieran 1 Bellage und Unterhaltungsblatt.