Gewerkschaftsbewegung
Die Zersplitterung
der Kriegsteilnehmerbewegung. Christliche und Hirsch- Dunckersche Doppelzüngigkeit. Aus Kriegsteilnehmerkreisen wird uns geschrieben: In die Kriegsbeschädigten- und Kriegsteilnehmerbewegung ist in den letzten Monaten ein geradezu tolles Gründungsfieber hineingekommen, das zu den unheilvollsten Bersplitterungen führen muß. Zu Beginn des Jahres gab es hier nur zwei nennenswerte Organisationen: den" Reichsbund der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer" und den( gelben) Essener Verband wirtschaftlicher Vereinigungen". Seitdem ist ein halb Dukend Neugründungen dazu gekommen. Der preußische Minister Drews wie Herr August Scherl vom" Lokalanzeiger", der pensionierte General Vollbrecht, wie einige gänzlich unbekannte Leute haben plötzlich ihr Talent zum Gründen von Kriegsteilnehmerorganisationen entdeckt, nachdem der Reichsbund gezeigt hat, daß der Gedanke zugkräftig ist. In München wird eine neue Organisation gegründet, von der vorläufig nichts besteht, als ein meist aus Offizieren gebildeter Vorstand und ein Beirat von bürgerlichen Reichstagsabgeordneten, die nie im Felde gewesen find. In Stuttgart bildet sich eine Kriegskameradschaft Hinden burg" usw.
Nun kommen nach der gestrigen Melbung des W. L. B. anch noch die Christlichen und Hirsch- Dunderschen Getvert schaften mit einem weiteren Gefolge von Organisationen, ihre eigene Kriegsteilnehmerbewegung zu gründen und damit neue 8ersplitterung in die Reihen der ehemaligen Feldgrauen zu tragen. Diese Zersplitterung ist das Allerfrivolite, was bisher dagewesen ist; denn diesen beiden Organisationen ist mehrfach sehr entgegenkommend angetragen worden, sich an einer neutralen Kriegsteilnehmerorganisation zu beteiligen, die sich an sämtliche Richtungen und Gewerkschaften der Angestellten organisationen anlehnen sollte. Das haben sie ständig abge= lehnt mit der Begründgung, daß fie eine derartige Organisation für absolut überflüssig hielten. Der Reichsbund der Kriegsbeschä digten und ehemaligen Kriegsteilnehmer" hat mit Schreiben vom 8. Februar die Gewerkschaften aller Richtungen zur Teilnahme an seiner ersten Weimarer Tagung eingeladen. Die christlichen Gewerkschaften lehnten am 28. März durch ein Schreiben des Herrn Adam Stegertvald ab, das sich auf das schroffste gegen jede Gründung besonderer Kriegsbeschädigten bereinigungen aussprach. Die Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften zogen am 30. März ihre bereits zugesagte Vertretung wieder zurück. In ihrem Schreiben heißt es:
Jeder Industrielle fei bereit, einen Teil seiner Riemenbestände J gern abzugeben, wenn er nur in dem ihm verbleiben den Reftbestand die bestimmte Möglichkeit erbliden fann, seinen zwar schon zum Teil zerstörten Betrieb wenigstens teilweise wieder aufnehmen und seine Arbeiter wieder einstellen zu können.
Der„ Tegtilarbeiter" betont im Anschluß an die Eingabe, daß die Treibriemenwegnahme im ganzen Reiche eine ungeheure Aufregung hervorgerufen habe. Nicht nur die Arbeiterschaft gerate ins Verderben, wenn die Mehrzahl der Textilbetriebe ruiniert werde, sondern auch die Geschäftsleute der Orte, in denen die Textilindustrie dominiere. Und das nur, weil es einfacher sei, Riemen wegzu nehmen, als die Drganisation geeigneten Erfazes rechtzeitig und ausgiebig in die Wege zu leiten.
Die Lohnbewegung in der Haarhutbranche. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern des Verbandes der Hutarbeiter und des Arbeitgeberberbandes in der Hutindustrie haben zu folgender Vereinbarung geführt:
Unter Wegfall der bisherigen Teurungszulagen sollen ab 17. Juni 1918 auch an Heimarbeiter auf die gegenwärtigen Löhne bezahlt werden bei einem Wochenverdienst bis 15 M. 60 Broz.. von 15-20 m. 50 Pro., bon 20-25 M. 45 Broz, von 25-30 M. 40 Proz., von 30-35 M. 35 Broz., bon 35-40 M. 30 Broz, von 15 Broz, von 60-80 M. 10 Pro3., über 80 M. 5 Broz. Jugend40-45 M. 25 Broz, von 45-50 M. 20 Broz., von 50-60 M. liche unter 16 Jahren erhalten, wenn sie auf Stundenlohn usw. beschäftigt find, 25 Proz. Bulage, arbeiten sie auf Stüd, erhalten sie diefelben Zulagen wie die Erwachsenen. Stüdarbeitern, die in ihrer Abteilung auf Stundenlohn arbeiten müssen, ist der Stundenlohn nach ihrem Stüdlohnverdienst zu be rechnen oder es ist für Bartien, die fich schwer arbeiten lassen, auf den Stücklohn soviel Buschuß zu zahlen, daß der Arbeiter teine Einbuße hat.
Ausschüssen usw. örtlich zu regeln. Die Einstellungslöhne find von den Schlichtungskommissionen, Ausschüssen usw. örtlich zu regeln. lichen Regelung überlassen. Die Gewährung eines Extrazuschlages für Berlin bleibt der ört Die Arbeiterinnen erhalten die gleichen Stüdlöhne wie die Arbeiter. Das Nähgarn wird den Garnierern fostenlos geliefert. Die Teuerungszulagen find in jeder Kalender- oder Lohnwoche nach dem erzielten Wochenverdienst zu berechnen.
Das Recht, bei vermehrter oder schwieriger Arbeitsleistung, ungenügender Bezahlung für einen Artikel für Einzelpersonen oder Einzelabteilungen Lohnforderungen zu stellen, wird durch die vor stehenden Punkte nicht berührt.
Die sonstigen Vereinbarungen find gleich den früheren, neu fommt hinzu: Die Verbandsmitglieder haben die gemeinsamen Einrichtungen( Schlichtungsfommissionen) zu respektieren; gegen Buwiderhandelnde hat der Verband energisch einzuschreiten.
Soziales.
Zur Aerztebewegung.
Eisenach , im Juni. Am Sonnabend tagte hier der Verband der Aerzte Deutsch lands zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen, der bekannte Leipziger Verband, und am Sonntag der Deutsche AerztevereinsHartmann und Streffer vom Leipziger Verband, und in bund. Hauptredner auf beiden Tagungen waren die Herren den Erörterungen spielten die Krankenkassen und das Verhältnis der Aerzte zu ihnen die Hauptrolle. Es wurde insbesondere betont, daß, wenn auch einzelne Kassenärzte( Rassenlöwen") durch ungeheure Neberarbeit und auch tadelnswerten Betrieb im Kriege viel verdienen, die große Masse der daheim tätigen Aerzte unter dem Krieg schwer litten. Für selbsthilflerische Unterstübungsaktionen wurden über 7 Millionen Mark zentral und etwa ebensoviel noch örtlich aufgebracht. Die neue Alterszulageklasse entwickelt sich gut, eine Witwenversorgung soll auch eingeführt werden, daneben besteht eine große Hilfskasse.
Die Verhandlungen des Leipziger Verbandes waren großenteils vertraulich. Auf dem öffentlichen Aerztetag am Sonntag wurden nach lebhafter Debatte, auf die einzugehen die Papiernot verbietet, folgende Beschlüsse gefaßt. Nach einer Danksagung für alle Arbeit zur Aus- und Fortbildung der Kriegsärzte, sowie zur wirtschaftfür die Uebergangszeit gefordert: Rücksichtnahme auf die älteren, lichen Förderung der Heimat- und Heeresärzte werden Maßnahmen verheirateten Aerzte und Familienväter, sowie auf die Dauer der Ginziehung, bei der Demobilisierung und Reihenfolge der Entlassung, Bereitstellung miltärischer Stellen am Heimatsort für die zurückkehrenden Aerzte, Offenhaltung der Hälfte aller Krankenhausassistenzstellen für diese, Schaffung geeigneter und kostenloser wissenschaftlicher Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für die Feldärzte, Fürsorge für kriegsbeschädigte Aerzte, Hergabe von ärztlichen Bedarfsgegenständen, Pferden, Autos, Gummireifen bei der Demobilisierung zu Enteignungspreisen ohne Zwischenhandel, Zugänglichmachung der Kriegshilfstassen, Beschränkung des Studiums von Ausländern zu deutschen Medizinfakultäten und der Niederlassung ausländischer Kur- und Badeärzte in dem wiederholt geforderten Maße. Ferner sollen in allen ärztlichen Wartezimmern Aufforderungen an das Publikum ausgehängt werden, dem etwa vor dem Krieg in Anspruch genommenen und seither eingezognen Arzt das Vertrauen bei seiner Rückkehr wieder zuzuwenden. Ueber die Notwendigkeit einer Ergänzungsausbildung der notapprobierten Aerzte im Interesse der Vollsgesundheit und der Bevölkerungspolitik hatte Sardemann- Marburg ein Referat erstattet.
Auf Grund eines Referats von Streffer Leipzig und der anschließenden regen Aussprache wurden folgende Beschlüsse gefaßt:" Der Aerztetag hält eine Erhöhung der Grenzen für die Versicherungspflicht und die Versicherungsberechtigung(§§ 165, Jeder Henderung der Teuerungszulagen muß eine gegenseitige 178, 314 R.V.O.) oder gar eine völlig unbegrenzte Versicherungsviertelfährliche Auffündigung des Vertrages vorausgeben. berechtigung, wie sie von den im Reichstag eingebrachten Anträgen Die Zulage beträgt gegenüber 1917 10 bis 15 Prozent. Sie( des Zentrums und der Sozialdemokratie. Anm. d. Ber.) beabwird, wie das Verbandsorgan„ Korrespondent" in seiner neuesten sichtigt wird, nicht für notwendig und im Rahmen der jezigen " Die wirtschaftlichen Interessen ehemaliger Kriegsteilnehmer, Nummer mitteilt, von der Arbeiterschaft als viel zu niedrig an- tassenärztlichen Verträge für unvereinbar mit den ideellen und also auch die der Kriegsbeschädigten, können durch die Mitgefehen. Die Unternehmer haben die Forderung der Verbands. wirtschaftlichen Lebensbedingungen des ärztlichen Standes und erwirkung der Berufsorganisationen erfüllt werden und es bedarf leitung, burchgängig 25 Prozent Lohnzulage zu gewähren, rundweg hebt deshalb entschiedenen Widerspruch dagegen. Findet trotzdem besonderer Vereinigungen hierfür nicht." abgelehnt. Wenn nun troz aller Opposition über die von den gegen die gewissenhafte Ueberzeugung der deutschen Aerzteschaft Unternehmern gemachten Zugeständnisse die Vereinbarung die Zu eine Erweiterung des Kreises der Versicherten statt und wird da ſtimmung der Sutarbeiterschaft erhalten hat, so deshalb, weil die mit die freie ärztliche Berufstätigkeit weiter eingeschnürt, dann Zugeständnisse der weiblichen Mitglieder, die den Vereinbarungen muß die freie Zulassung zur tassenärztlichen Entschädigung auf eine völlig neue Grundlage gestellt werden. Unter diesen Vorausihre Zustimmung gegeben haben, nicht gefährdet werden sollen. segungen erklärt sich der Aerztetag damit einverstanden, daß die vielfach jetzt schon gewährte Krantenpflege an versicherungsfreie Familienmitglieder der Versicherten(§ 205 R.V.O) zur Erhaltung und Stärkung der Volkszahl und Volstraft unter die Regelleistungen der Krantenfassen aufgenommen wird. Für den Fall, daß die Krankenversicherung in dem geplanten Sinne ausgedehnt wird, wird der Vorstand des Verbandes der Aerzte Deutschlands beauftragt, eine Normaltage festzustellen, die die Mindestgrenze dessen darstellen soll, was die deutschen Aerate als Entlohnung für kassenärztliche Tätigkeit fordern müssen."
Am 15. März 1918 fand im Reichstagsgebäude eine Befprechung zwischen Vertretern des Reichsbundes und Gewert schaftsvertretern statt. In dieser Besprechung bot der Reichsbund zur Sicherstellung eines Busammenwirkens auch den christlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften eine Vertretung in feinem Vorstand an. Beide Organisationen lehnten jedoch ab, wiederum mit der Begründung, daß die Fürsorge für die Kriegsbeschädigten lediglich Aufgabe der Gewerkschaften sein und bleiben müsse.
Im April 1918 machte der Reichsbund noch mals einen Versuch, ein Busammenarbeiten mit den christlichen Gewert schaften zu erzielen. Wiederum lehnte Herr StegerWiederum lehnte Herr Steger wald ab. Diesmal ging seine Begründung dahin, daß die 8usammenfassung von Kriegsteilnehmern und Kriegsbeschädigten in einer Organisation das entscheidende Hindernis sei. Wörtlich sagt ein Schreiben vom 20. April:
„ Das Entscheidende für das ablehnende Verhalten des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften gegenüber dem Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten ist der Umstand, daß in lepterer Organisation Kriegsteil nehmer und Kriegsbeschädigte dauernd ein heitlich zusammengefaßt werden sollen. An einer gemeinsamen Kriegsteilnehmerorganisation auf der breiten Grundlage, wie sie der Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten vorsieht, kann sich der Gesamtverband der
Cristlichen Gewerkschaften nicht beteiligen."
-
Parteinachrichten.
Aus den Organisationen.
Der Sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Hamm- Soest hielt feine Generalversammlung in Ramen ab. Der Verein hat einen Mitgliederſtand nicht nur gehalten, sondern sogar vermehren können. Nach den Beiträgen find 988 Mitglieder vorhanden; außer bem stehen etwa 600 im Felde. Die Zahl der weiblichen Mitglieder Die von unserer Reichstagsfraktion geforderte Ausdehnung der beträgt 280. Die Arbeiterpresse wie die Jugendbewegung haben Versicherungsleistungen ist in den Zeitverhältnissen so begründet, sehr gute Fortschritte gemacht; 587 Leser auf die Arbeiter daß wir fein Wort der Verteidigung derselben zu sagen brauchen. jugend" find im Kreise. Der Kassenbestand beläuft sich auf 3172 M. Daß die Aerzte dagegen sind, ist ja bekannt. Soziale Interessen Die Beiträge der männlichen Mitglieder stiegen um 33 Proz., die fommen für ihre wirtschaftliche Organisation nur insoweit in Beder weiblichen um 25 Broz. Die Generalversammlung beschloß die tracht, als dieser davon ein Vorteil erwächst. Erhöhung der Beiträge von 30 auf 60 Pf. für den Monat. Als Landtagstandidaten wurden Gewerkschaftssetretär Osterroth ( Hamm ) und Gewerkschaftssekretär Friedrich( Dortmund ) aufgestellt; der erstere wurde auch zum Kreisleiter bestimmt. Nach In den vom preußischen Kriegsministerium herausgegebenen Anstellungs- Nachrichten"- Amtliche Mitteilungen für fricgsbeeinem Vortrage des Reichstagsabg. M. König über„ Das Reich" Anstellungs- Nachrichyten und die Wahlrechtsfrage" wurden Entschließungen gegen die Lebens- schädigte oder versorgungsberechtigte Militärpersonen und für Hin mittelteuerung, die indirekte Besteuerung und für das gleiche Wahl- Arten von Anstellungsberechtigten offene Stellenangebote zu fin terbliebene von Heeresangehörigen find für die verschiedensten recht einstimmig angenommen. den. In der Nr. 113 dieser Anstellungs- Nachrichten" sind unter der „ einträglichen" Lebensstellungen zu finden, von denen einige hier Rubrif:" Stellenangebote für Kriegsbeschädigte" eine Fülle dieser wiedergegeben werden sollen:
fation erstattete Bericht des Parteisekretärs Runge zeigt, daß der Der in der Jahreshauptversammlung der Kölner Bartetorgani Parteiberein im vergangenen Jahre den Tiefstand überwunden hat und erfreuliche Fortschritte macht. Am 81. März d. J. waren 2681( 1951 männliche und 730 weibliche) Mitglieder vor handen. Eingezogen find, soweit Melbungen vorliegen, 8894 Genoffen. Die Wirkungen des Krieges auf die Organisation werden durch folgenden Vergleich des legten Jahres gezeigt:
Dreimal haben diese Herren also feierlichst jede Organisation der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer außerhalb der Gewer schaften für gänzlich überflüssig erklärt. Und wenige Wochen darauf gehen sie hin und- gründen selbst eine. Noch mehr, sie gründen ihre Organisation nach genau derselben Methode, die sie dem Reichsbund gegenüber als den entscheidenden Fehler bezeichnet haben, der sie an der Mitarbeit in diesem verhindere: fie fassen Kriegsbeschädigte und Kriegsteilnehmer in einer Organisation zusammen. Ihr doppelzüngiges Verhalten bst damit zur Genüge gekennzeichnet. Es war ihnen von Anfang An Eintrittsmarken. an um eine 8ersplitterung der Bewegung zu tun. Aber sie hatten nicht den Mut, das einzugestehen und versteckten sich hinter Vorwänden, an die sie selbst nicht glaubten. Die Kriegsteilnehmer aber werden wissen, was sie von dieser Doppelzüngigkeit zu halten haben.
1918/14
•
17
Beitragsmarken. Wahlfondsmarken
846,60 m. 87 457,90
W
•
4 820,60
"
"
Duplikate
29,10
"
"
"
"
Berflg.- Einnahmen.
925,-
"
Sammellisten.
-
Einnahmen: 1916/17 51,80 M.
9 453,80 1047,60 5,70 625,30
"
1917/18
18 418,45
1 567,85
"
"
13,80
M
933,77
"
648,02
•
2 615,04
"
41 98,88
5 418,18
"
"
"
" Fette Pfründen."
-
meindeschreiber. Bewerber muß im Besizer gesunder Arme und Gemeindevorstand Lehde( Spreewald) fucht sofort einen Geauch gut zu Fuß sein. Erwünscht ist Kenntnis aller bei einer Gemeinde vorkommenden schriftlichen Arbeiten. Jahresgehalt 1000 Mart. Kriegsbeschädigte werden bevorzugt.
und
Archivar mit volkswirtschaftlichem und politischem Verständnis, der das Archiv selbst in Ordnung zu halten und die Bi892,40 m. bliothek zu verwalten hat, für unser Presarchiv gesucht. Gehalt einschließlich Teuerungszulage nicht ganz 200 Mark monatlich. Handelsvertragsverein Berlin W. 9, Köthener Str. 28/29. Für die städtische Gasanstalt suchen wir zum baldigen Antritt einen Rechnungsführer, welcher später die Führung der Glettrizitätszu Wasserwerksrechnung übernehmen hat. Probezeit 3 Monate, danach Anstellung Sonstige Einnahmen 4 298.50 Gehalt 200 M. gegen beiderseitige vierteljährliche Kündigung. monatlich. Bewerbungen nebst ausführlichem Lebenslauf und ZeugDie Riemenbeschlagnahme in der Textilindnftrie 50 497,55 W. 15 877,08. 25 002,46 M. niffen find bis zum 1. Mai d. J. einzureichen. Bewerber, auch hat 191 Betriebe der Forster Tuchindustrie veranlaßt, eine Eingabe Also auf der ganzen Linie beträchtliche Befferung Kriegsbeschädigte, welche in ähnlicher Stellung tätig gewesen find, an das Kriegsamt, das Reichskanzleramt, Reichswirtschaftsamt, gegen das Vorjahr. Das Vermögen des Vereins beträgt werden bevorzugt. Der Magistrat., Northeim ( Hannover ). den Reichstagsausschuß für Handel und Gewerbe und an 32 895 M. Für unsere Stadtsparkasse wird zum sofortigen Eintritt ein tüchtiger Gegenbuchführer gesucht. Das Einkommen beträgt vordie Striegsamtsstelle in in den Marken gerichtet, in ber Die Bewegung der Unabhängigen hat in Röln noch läufig 1200 m. und wird bei befriedigender Arbeit nach und gegen die wegnahme der Treibriemen Einspruch erhoben und teine Bedeutung erlangen fönnen. nach erhöht werden. Die Anstellung erfolgt zunächst auf Probe barauf hingewiesen wird, daß biese Maßnahme bie In der Aussprache regte Sollmann an, ein Syftem bon mit gegenseitiger halbjähriger Kündigung, später auf Lebenszeit. Katastrophe in der Textilindustrie besiegele. Die Entnahme Fabritvertrauensleuten zu schaffen. Die Diskussion verlief Bewerber muß eine Raution von 1000 m. hinterlegen und im der Hauptantriebsriemen aus den jetzt stilliegenden Betrieben be- im allgemeinen zustimmend. Rechnen und Schreiben tüchtig sein. Die Stelle eignet sich besondeute, daß dieselben auch für lange Zeit nach dem Kriege und be- Einen Geschäftsbericht, der von einer geradezu glänzenden Ent- ders für Kriegsbeschädigte mit Verlust eines Beines. Bewerber sonders in der wichtigen Uebergangswirtschaft nur noch Brads wicklung des Parteiblattes zeugte, erstattete Genosse Gil8. mit Zivilversorgungsschein oder Anstellungsschein werden bevorseien. Hierbei stünden nicht nur Arbeitgeberinteressen, sondern in bach. Die Rheinische Zeitung " batte im Jahre 1916 mit einem zugt. Bewerbungsgesuche mit Lebenslauf und Zeugnissen sind bis viel höherem Maße solche der Arbeitnehmer auf dem Spiele. Rückgang von 3300 gegenüber der Friedensauflage ihren tiefsten zum 10. Mai d. J. bei uns einzureichen. Der Magistrat. Eldagjen. Solche fürstlichen" Gehälter in der jezigen teuren Zeit den Stand erreicht. Seitdem steigt die Bezieherzabl unaufhaltsam, im Denn bei Kriegsschluß würden wieder ungezählte, jezt letten Geschäftsjahre beträgt der Zuwachs 18 000. Der Straßen- Kriegsbeschädigten anzubieten, ist der Gipfel sozialen Verständnisses. noch gebundene bie Arbeitskräfte frei, aus natürlichen verkauf ist im Durchschnitt 6000, steigt aber bis auf 8000. Es muß Sier wird offensichtlich bei der Gehaltsfestsetzung auf die Renten Gründen wieder ihren früheren früheren Beschäftigungen zuströmen häufig rationiert werden. 6000 Zeitungen geben täglich ins Feld. Bedacht genommen, denn sonst könnte man derartige Hungerlöhne würden. Der größte Teil der jetzt stilliegenden Betriebe würde Die Einnahme aus Abonnements ift um 180 000 m. gestiegen. Das nicht anbieten. Wo bleiben da alle die schönen Versprechungen an gar nicht in der Lage sein, diese Arbeitskräfte in absehbarer Abonnementsgeld wurde von 80 Pf. auf 1 M. und dann auf 1,20 unsere tapferen Feldgrauen, wenn Behörden schon jetzt solche enormen Beit wieder aufnehmen zu können, weil ihnen die Wiederingang Mark erhöht. Die Inserateneinnahmen stiegen um 41 000 m. und Gehälter zahlen und das für Stellungen, die ein bestimmtes Mak von setzung ihrer Betriebe zur gänzlichen Unmöglichkeit gemacht worden übersteigen nun das günstigste Jahr im Frieden. Der Zeilenpreis Bildung und Wissen voraussetzen. Was soll da erst nach dem Kriege sei dadurch, daß man ihnen die Hauptantriebsriemen, alsdann auch wurde von 20 auf 25 Pf. erhöht. Die Inferatenspalte wurde zwei werden? Hier bleibt noch eine Riesenarbeit für die Gewerkschaften. ämtliche anderen Betriebsriemen genommen habe. mal vermehrt und ist jetzt 8. Schriftgrad: Kolonel. Der Vorsitzende Aber auch die gesebaebenden Körperschaften in Staat und Kommune Insofern bedeute die weitere Stillegung auch während der der Preßkommission Erpenba& dankte dem Verlag, der Nedaktion, follten Vorsorge treffen, daß Lohnbrüdereien nicht vorkommen. der Expedition und dem gesamten Personal für das einträchtige Uebergangszeit der jetzt in der Kriegszeit schon stilliegenden Be- Busammenwirken, dem diese Erfolge zu danken feien. Das Partei Verantwortlich für Politik: Grich Kuttner, Berlin : für den übrigen Teil des triebe die Brotlosmachung von Hunderttausenden von geschäft ist auch seinen sozialen Pflichten gegen das Gesamtperional Blattes: Alfred Scholz, Neukölln; für Anzeigen: Theodor Glocke, Berlin . Berloa Tegtilarbeitern. Zu solchen Folgeerscheinungen dürfe es die nachgekommen. Allein für Löhne sind 56 700 M. mehr aufgewendet Borwäris- Berlag 8. m. b. Berd. Borwärts bruderet und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co. in Berlin , Lindenstraße 3. Reichsleitung wohl nicht erst kommen la worden als im Vorjahre. Gieran 1 Bellage und Unterhaltungsblatt.