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Der zweite Angriffstag.

Der Kampf um die Macht in Rußland .

daß Deutschland nur dann zum freien Wirtschaftsverkehr zu-| zulaffen fei, wenn es sich von seiner intriganten, den Frieden störenden Regierung befreie. Da diese Bedingung nicht ge­Berlin, 10. August. Auch den zweiten Tag des großen Das Fünftige Verhältnis der Mittelmächte zu Rußland geben ist, so ist der Eintritt der Vereinigten Staaten in das Rohstoffsyndikat sehr wahrscheinlich, wenn sie auch sicher die griffes zwischen Anere und Avre leiteten die Engländer und ist um nichts flarer geworden. Die zur Entscheidung stehen­ben Probleme werden der öffentlichen Erörterung borent­Berücksichtigung ihrer Sonderinteressen im wirtschaftlichen durch die Verluste des Vortages geschwächt, entwidelten nicht mehr balten, so daß sich die Nation, wie schon so oft, mit der voll­Feldzugsplan verlangen werden. So die Wünsche unserer Feinde. Wünsche bedeuten noch die alte Stoßkraft. In dem Abwehrfeuer der deutschen Batterien, endeten Tatsache und ihren Folgen wird abfinden müssen. nicht sichere Erfüllung. Ein Frieden, der Spielraum zur aus- deren Einschläge in schwarzen Fontänen rings um die Banzertiere deutsch - cuffischen Beziehungen erörtert wird, geht daraus her­Daß die prinzipielle Frage nach der Gestaltung der nahmegefeglichen Rechtung der Deutschen im Auslande läßt, ist hoch friegen, wurde ihr Angriff unsicher. Bahlreiche vor, daß außer Dr. Helfferich auch der österreichisch- ungarische nur nach der völligen Niederlage Deutschlands möglich. Aber anzerwagen wurden getroffen und brannten mit Botschafter an den Verhandlungen in Berlin und im Haupt­ungleich schwerer als gegen Ausnahmegesetze wird der Kampf hoher, weithin leuchtender Stichflamme aus, andere kehrten um, quartier teilnimmt. Daß die Entscheidung nicht allein von um die Rohstoffe sein, da die Entente ihre Lieferungsverträge die Infanterie folgte nicht recht, der Angriff blieb liegen. Erst am der Reichsregierung nach bloßer gutachtlicher Anhörung des oder die Zurückhaltung der selbstgewonnenen Rohstoffe mit dem Nachmittage vermochten die Engländer unter Ginfaz frischer Hauptquartiers getroffen wird, sondern die Beratungen mit dringenden eigenen Bedarf zu rechtfertigen versuchen wird. Und Truppen einen neuen Angriff vorzutreiben. Auf der ganzen Dr. Helfferich erst im Hauptquartier abgeschlossen werden, felbst wenn die grundsägliche Bereitschaft zur Rohstoffabgabe Front von Morlancourt bis an die Abre brachen bichte, tief beweist, daß die Ausgestaltung" der Beziehungen der deut­erflärt würde, so wäre im einzelnen noch ein genauer Vertel- gegliederte Sturmwellen bor , denen starke Panzer- ichen zur Räteregierung als militärische Frage ange­lungsschlüssel und eine ausreichende Bürgschaft der prompten wagenabteilungen boranfuhren und über deren Stöpfen zahlreiche sehen wird. Lieferung zu bestimmen. Miegergeschwader heranbrauften, die durch einen age! bon Entgegen der früheren Schönfärberei erklären jezt aschinengewehrfeuer die deutschen Reihen zu erschüttern Tropfi und Lenin das sozialistische Baterland in Gefahr. Auf dem zweiten Rongreß der Cowjets des Nordgebiets in Be­tersburg rief Trogfi aus:

Das ukrainische Beispiel befoeift, wie ohnmächtig der rohe 3wang ist. Eindringlicher als jede andere Betrachtung über­zeugt das Problem der Versorgung mit Rohstoffen von der Not­wendigkeit eines Verständigungsfriedens, der seinen Namen in Ehren führen kann.

Will Deutschland den Rompensationswert der im Besitz der Entente befindlichen Rohstoffe bei den Verhandlungen mindern, fo muß es fich neben der Förderung seiner Ersazindu­strien, die in diesem Zusammenhang zu einem politisch hoch bedeutsamen Faktor werden, die Herstellung wesentlich besserer, auf bewußter Intereffengemeinschaft beruhender Beziehungen zu dem gewaltigen russischen Landgebiet angelegen sein laffen. Daß der glorreiche Siegesfrieden von Brest - Litower diese große Chance gemindert, vielleicht schon vernichtet hat, lehren die ent­täuschenden Erfahrungen dieser Tage.

Die

Tagesordnung des französischen Partei­tages.

Der für den 6, bis 10. Oftober nach Baris einberufene Partei­tag der französischen Sozialisten hat folgende Tagesordnung:

1. Bericht der Zentralorganisationen: des stän­digen Berpaltungsausschusses( Barteivorstandes), der Fraktion und der Kontrollkommission.

2. Ilgemeine Bartetpolitit Nationale Attion: Landesverteidigung; innere Politik; der Frieden; Kontrollfälle ( Tadelsvotum). Internationale Aftion: Stellungnahme ber alliter ten Sozialisten. Internationale Konferenz.

3. Gosialistische Presse: Aenberungen in ben Sabungen über die Verwaltung der Presse; die Frage der Sumanité"; Bericht bes Berwaltungsrates und der Direktoren; die sozialistische Presse und Mitarbeit an der bürgerlichen Breffe. 4. Politische und wirtschaftliche Neugestal­tung Frankreichs : politische Reformen; wirtschaftlichen Wiederaufbau; Staatsfinanzen und Staatsschulden.

5. 28ahl ber 3entralförperschaften: Parteivor­stanb; Vertretung im Internationalen Sozialistischen Bureau; Bertvalbungsrat und Direktoren der Humanité"; Kontroll­tommission.

Genf , 10, August. Der Allgemeine Arbeiterbund protestiert gegen die Verurteilung Maloys, die Frankreich in schwerer Stunde in zwei Lager teile und fündigt Protestversammlungen der Union republicaine an. Am nächsten Mittwoch wird der Vollzugsausschuß der Sozialisten zur Verurteilung Magoys Stellung nehmen.

BT

Während die pechtsstehende Presse bemüht ist, die Verurteilung Malbys zu beschönigen, um eine drohende oppositionelle Bewegung zu vermeiden, erklären die Organe der Linten die Verurfei, fungals offene riegserflärung an die Republik . Stenaudel teilt in der Humanité" mit, daß, während über Malvy das Urteil gesprochen wurde, an der Front Bilbnisse des Herzogs bon Orleans als fünftigen König von Frankreich zur Verteilung gelangten, Ceubre" hebt hervor, daß zwischen der Berbannung Malbys und der Buerkennung der Bürgerrechte an den Verurteilten ein trasfer 28iderspruch bestehe, den man nur ale einen bösen Scherz beuten könne. Derselbe Malby, den ber Senat verurteilte, fei also nach der Ansicht bes Senates würdig, Wähler, Abgeordneter und fogar Minister au sein. Für das Journal du peuple" ist die Beurteilung Malbys gleichbebeutend mit dem Tode der Republit. Das Urteil fei ein Schand­fled der französischen Justiz, es gäbe bon jebt an in Frankreich überhaupt keine Justiz mehr. Aber die Sozialisten Frankreichs würden sich nicht widerspruchslos ermorden laffen, Selbst Hervé fieht in dem Urteil einen Bedeutungsvollen politischen Mißbrauch. In gleicher Weise äußern sich auch Gelair" und Rappel". Der Malvy- Prozeß fet nicht burch ein juristisches Urteil, fanbern durch politische Kombinationen beendigt worden.

berfuchten.

Das gefchidte Ausweichen und Wiedervorgehen der deutschen Infanterie ließ den Kampf hin und her wogen und brachte schließlich beiderseits der Somme und der großen Römerstraße die Engländer trotz starken Kräfteeinfabes

feinen Schritt vorwärts.

Weiter füblich gewannen die englisch - französischen Angriffe in der Linie Rosieres- Arbillers in dem für die Vertei digung überaus ungünstigen Gelände Boden, so daß infolgedessen das Stampffeld belberseits der Somme freiwillig aufge geben wurde, das die wütenden Angriffe der Engländer nicht besto günstiger wird für sie das Gelände zur Berteidigung, da hatten erringen fönnen. Je weiter die Deutschen zurüdgingen, fle bamit in die rüd wärtigen Zinien des alten fran­Angreifer gesungen ist, über die table bedungslose Ebene anzu zösischen Verteidigungssystems fommen, während der

rennen.

Die Anderungen der Front

Frank am 21. März Front am 15. Juli 18 Auy * Front am9 Aug Lens

Authie

Amiens

Caster

Arras

Tilloy

Doullens

Bucquay

ATCTE

Scurat

Albert Combles Péronne

Marcourt Narbonnieres

Tamel

Caix

Fresnay Contoire

Pierrepant

Manididie

StJust

Dava

Schelde

Cambrai

Laon

SQuentin

Ham

Rollar

Noyan

La fère

Compiègne Ambleny

0759

Fontenay Saissons

Bande

Aisne

Braisne

Fismes

Yeste

Ere- en Tard

Reims

Estrées St Denis

WETB 25

Crepy en Valpis vilters Cotterêts

5970

rassy

5 10 20 m Chareau- Thierry 20m

Marne

Dorgans

Ein Erfolg der Schweizer Arbeiterschaft. Forhebung des Vorstoßes des rechten Flügels der britischen Armee

Der Generalftreiffonflikt beigelegt.

N

Französischer Heeresbericht vom 0. August, abends. In ervangen unsere Truppen heute neue Erfolge. Nachdem wir den feindlichen Widerstand gebrochen hatten, nahmen wir die Dörfer Contoire, Bierrepont, angest en Santerre. Jenseits der Eisenbahn östlich von Gangest haben wir Arvil. Lers erreicht, bes in unserm Besib ist. Unser Fortschritt in die fer Richtung beläuft sich feit gestern morgen auf 14 Silometer Tiefe. Außer beträchtlichem Material, das wir bis jetzt noch nicht haben zählen können, haben wir unsererfeita 4000 Gefangene ge­macht. Unfere Verluste wie die unserer britischen Verbündeten sind besonders leicht. An der Besle haben sich amerikanische Truppen des Dorfes Fismette bemächtigt, wobei sie ungefähr 100 Gefangene machten.

Bern , 8. August. Von dem neulich in Basel abgehaltenen all. gemeinen 2an deslongceh ber Schweizer organisier. ten Arbeiterschaft und den Verbänden des Personals der Gidgenossenschafts- Gisenbahnen usw, war dem Bundesrat eine Gingabe zugegangen, in der unter Androhung des Gene ralstreits im Falle der Richterfüllung der geäußerten Wünsche eine Reihe von politischen und wirtschaftlichen Forderungen gestellt worden war. Ueber die meisten Forderungen wurde ziemlich leicht Ginigung erzielt, da die Regierung von sich aus bereits eine Reihe der verlangten Maßnahmen in Aussicht genommen Englischer Heeresbericht vom 9. Auguft, abends. Der halte und teilweise bereits durch Kommissionen prüfen ließ; so die Fortschritt dauert an. Die Franzosen nahmen Fresnoy- en­Schaffung eines eidgenössischen Ernährungsamts, beffere Chauffee Die Briten stehen östlich von 2e quesnoy und Berteilung der vorhandenen Lebensmittelvorräte, Konzeffio Caig. Mörblich ber Somme leistete der Feind Bräftigen Wider nierung des privaten Großhandels, Revision des Arbeits- itanb. 8mifchen Chipilly und Morlancourt schmere Stämpfe. Die zeitgefeßes bei den schweizerischen Staatsbahnen zum Zwed Berbündeten, machten gestern 14 000 Gefangene. Die Geschüße zeitgemäßer erabfebung der Arbeitszeit usw. Die fonnten bis jebt noch nicht gezählt werden. In den lebten Tagen eten Schwierigkeiten einer allgemeinen Verständigung wurden febte der Feind die Räumung feiner borberen Stel Heute beseitigt durch das Entgegenkommen des Bundesrats in derung im Tale der Lys fort. Unsere Linie wurde auf der ganzen Front von der Bape(?) bis zur Bouere(?) nordwestlich von Mer­Frage der Ausrichtung einer zweiten Teuerungsville vorgeschoben, an der tiefsten Stelle um 2000 yards. Wir aulage für 1918 an das Staatspersonal. Sämtliche Arbeiter halten Locon, Lacornetmale(?), Quentin le petit, Dacaut( 1), und Angestellte des Staatsbetriebes erhalten in Berücksichtigung der Lesart. Nördlich des Kemmel führten wir erfolgreiche örtliche außerordentlich zunehmenden Teuerung zu den bisherigen Zulagen Rampfhandlungen durch und schoben unsere Linien auf furge Ents eine neue Zulage von 500 Fr. und 50 r. für jedes Kind, womit dem Staat insgesamt für Teuerungszulagen 1918 eine Ausgabe hon 100 Millionen erwädyt. Die Arbeiter und Personal bertreter erklären sich von dem Entgegenkommen des Bundes­rats befriedigt. Das mit der Organisierung ber Generalftreit betvegung betraute Romitee hat heute mitgeteilt, daß ber Ron fritt befeitigt und ein Grund zur Erklärung des Ge­neralftreits mehr vorhanden sei.

Franzöfifcher Truppentransport torpebiert. Berlin , 9. Auguft. Im Sperrgebiet des Mittelmeeres versenkten unsere U- Boote aus start gesicherten Geleitzügen 6 Dampfer von zusammen rund 22 000 2.-.- Z., barunter den französischen Truppentransporter Diemnah"( 8716 Br.-M.-T.), auf dem sich nach Gefangenenausfage 21 Baffagiere und 800 Solpaten befanden. Der Dampfer fant innerhalb 5 is muten.

fernung um 1000 Darbs vor, wobei wie 30 Gefangene machten.

" Ich zweifle gar nicht daran, daß wir fiegen werden, aber wir haben nicht das Recht dazu, den Sieg zu verschieben und unfere Frauen, Mütter und Schwestern hungern zu lassen, da das Brot, das im Ural vorhanden ist, wegen des tschecho- slowakischen Auf­standes nicht transportiert werden kann. Ich bin nicht des feier­lichen Stongresses wegen hierher gekommen, fonbern um Alarm au schlagen und zu fagen: Alte nach dem Osten, das Va­er land ist in Gefahr!" Wir schwören, es bis zum letzten Blutstropfen zu fchüßen. Auch die Entente ruft die Nussen auf, fich um ihre Fahnen zu scharen:

innern uns alle ber durch eure Srere erwiesenen Dienste. Bir Eure Bundesgenossen haben Euch nicht vergessen. Wir er Commen wie& reunde, um euch zu helfen und zu beſchligen machen und die Hilfsquellen des Landes für seine eigenen Zwede gegen die Vernichtung. Deutschland versuchte euch zu Sklaven zu au gebrauchen. Wir berbürgen euch, daß wir, während unsere Truppen in Rußland einrüden, um euch zu unterstüßen im Kampf gegen Deutschland , feinen Fußbreit eures Gebiets auriid­behalten werden. Die Zukunft Nußlands ist in den Händen des russischen Volkes. Nur Nussen haben über die Regierungsform und über die Lösung ihrer fozialen Fragen zu entscheiben. Börter Rußlands , strömt unter der Freiheitsfahne zusammen, welche mir, die wir noch eure Bundesgenossen sind, in eurer Mitte entfalten, und helft mit, daß unsere erhabenen Grundfäße siegen! Wir wollen nicht nur die deutsche Invasion hemmen, sondern auch dem ruinierten Lande Hilfe bringen. Wir haben Vorräte geschickt. Mehr wird folgen. Wir wollen euch in Stand feben, eure recht­mäßige Stelle unter den freien Völkern der Welt einzunehmen." Die Bolschewifs gehen jetzt gegen die Vertreter und Staatsangehörigen der Entente scharf vor. Die P. T. A. meldet: Da die Engländer, ohne den Krieg zu erklären, russische Städte besegen und russische Bürger erschießen, be­sonders Sowjet- Mitglieder, wurden englische und französische Bourgeois verhaftet, um als Geiseln interntert zu werden. Ausgeschloffen find alte Leute, Männer, die eine zahlreiche Familie haben, sowie alle Arbeiter," Auch der englische und französische Konsul in Mostou find verhaftet worden; die eng­ lische Regierung bemüht sich um ihre Freilassung.

"

Ideale in Finnland .

Der splitternacht im Staube liegende Untergebene. In Helsingfors erscheint eine deutsche Beitung, Suomi- Finnland ", offenbar bestimmt, in Finnland Sympathien und Verständnis für das Deutschtum zu werben. Diesen 8wed verfolgt wohl auch ein Artikel in der Nr. 80 vom 1. August, überschrieben Das Soldatenideal". Sören wir, wie dem Finnländer das Soldatenideal in deutscher Sprache gepriesen wird:

Zwischen dem Soldaten und seinem Vorgesezten lafft ein furchtbarer Abgrund, ganz besonders zwischen dem Refruten und seinem Vorgesezten. Letterer hat immer recht, erfte­rer niemals. Die Aufgabe des Soldaten ist zu gehorchen, bie des Vorgesetzten zu befehlen. Blindlings, ohne Ueberlegung hat der Soldat den Befehl seines Vorgesezten auszuführen. Er felbst darf meber etwas mollen noch wünschen, er ist dem Willen seines Vorgesezten untergeordnet. Der Sol­bat barf nicht sprechen, nicht einmal denken,- er muß nach dem Kommando feines Borgesetzten handeln.

Der Refrut ist kein Mensch erst unter dem Kom­mando feines Borgefesten soll aus ihm ein Mensch ge= macht werden. Gr ist meiches Wachs, welches der Borgeseite nach seinem Willen modellieren tann. Und die größte lleber­legenheit des Vorgesetzten zeigt sich darin, daß er seinem Bög­ling glauben läßt, er fei gar nichts, gar nichts weiter als ein un­fundiges, willenloses Stückchen Wachs und alles, was er sage und tue, sei Unsinn, Unvernunft, Verrüdtheit. Er muß erst felitternadt im Staube liegen und um den Kopf das Saufen der Knute feines Borgesetzten fühten, dann nach Verlauf von Wochen und Monaten erst bebt ihn die Gnade und Hilfe des Borgefesten aus dem Staube empor, wäscht ihn, fleidet ihn und macht aus thm einen Menschen und Soldaten.

Der Vorgesekte ist des Soldaten Spiegel, ein 8auber­fpiegel, in dem alle Runzeln und unschönen Gesichtsformen verschwinden. Das Bild des Vorgesezten darf nicht den ge­ringsten Fehler aufweifen, es ist die Vollkommenheit selbst, wenn der Soldat wirklich Fehler bei ihm zu bemerken glaubt, so ist dies nur eine Probe von der Unzulänglichkeit und Unvermögenheit feiner eigenen Beurteilungsfähigkeit.

Ebenso splitternadt, wie ein neugeborenes Kind vor diefer wunderbaren und geheimnisvollen Welt steht, so der Ste­frut vor seinem Vorgesetzten. Gr ist des Soldaten Herrgott. Der Gott, ben er nicht braucht und zu dem er nicht beten soll, dessen heilige Befehle er aber respektieren und ihnen Folge leisten muß. Der Gott des Solbaten ist niemals aufrieden, dankt niemals auch für die besten Werke, aber seine Strafe für Bergehen und Ungehorsam ist grausam. Denn in des Borgesetzten Sond liegt der Schlüffel zur irdischen Hölle. Diese irbische Hölle ist nicht heiß, aber dennoch ist in ihr Heulen und Zähneflappern. Sie ist voller übelriechenden Schmuses, is welchen der Vorgesezte den Uebeltäter taucht, und erst wenn er barin genügend gesappelt hat, kann der Borgefekte Gnade vor Mecht ergehen lassen und ihm wieder aufhelfen. Und siehe dal dieser übelriechende Schmuß hat den Unglücklichen rein ge­maschen von seinen Sünden. Er hat den leidenschaftlichen Auf­rührergeist seines eigenen Willens ausgerottet und aus ihm weiches, aber reines- Wachs gemacht, das der Vorgefeste in feinen Händen halten und nach Serzenslust fneten, modellieren und schnigen fann, bis ihm schließlich jenes Sunfiwerk gelingt und er daraus einen richtigen, tüchtigen und hörigen Soldaten entstehen läßt.

Englischer Heeresbericht vom 10. August vormittags. Die Alliierten ernuerten den Angriff auf der ganzen Kampffront füd­lich der Somme und machten trek wachsenden Widerstandes über­all Fortschritte, Die Franzosen eriveiterien die Front nach Süden und nahmen Pierrepont und den Wald ördlich dabon, auch drangen Nanadier und fie bier Meilen nörblich und nordöstlich davon bor. Australier brangen in bewunderungswürdigem Borstoß, nachdem fie die äußeren Verteidigungslinien vor Amiens genommen hatten, nach heftigem Kampf 2 Meilen barüber hinaus bor. Vor anbrechendem Abend erreichten die Franzosen und Eng- geber sind. Aber vielleicht kann die deutsche Regie. Aus dem Blatte geht nicht hervor, wer seine Heraus­länder die Linie Pierrepont- Arvillers- Rosieres Rainecourt­Morcourt to die Rämpfe andauern. Certfiche Stämpfe nördlich ber rung darüber Auskunft geben, wer in dieser geschickten Somme, Die Bahl der Gefangenen beträgt jett 17 000. Bmifchen Weise für Deutschland Propaganda macht. 200 unb 300 Gefchüße wurden erbeutet, darunter schiere Gisen­babgeschlge, eine große Anzahl Grabenmörfer und Maschinen­gewehre und ungeheure Materialvorräte einschließlich eines Zuges. Injere Berluste find außergewöhnlich gering.

Vor dem Staatsstreich der Monarchisten. Helsingfors , 9. August. Ein monarchistischer Antrag auf. Bornahme der Ränigswahl nach§ 38 ber alten Ber­