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Der dritte Tag der feindlichen Offensive. ift, je mehr die Landwirte die Empfindung haben müſſen, daß

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Der

Groß- Berlin

Straßenbahn- Schnippchen.

Ein älterer Mann reicht auf der Straßenbahn( Linie

"

Bedaure, mein Herr, der Schein ist nicht mehr gültig." Der Mann staunt und wird erregt.

Schein ist doch, wie Sie sehen, erst einmal gelocht." ,, Aber wieso denn? Ich bin doch erst einmal gefahren.

Die Schaffnerin bleibt ruhig und höflich.

man sie in Verkennung der ländlichen Verhältnisse ungerecht be Berlin , 11. Auguft. Am dritten Tage ihrer Offensive find die urteilt und daß man bei Prüfung der zu ergreifenden Maßnahmen Franzosen zum frontalen Angriff auf die deutsche fachverständiges landwirtschaftliches Urteil übergeht, weil man Front zwischen Montdidier und der Maß geschritten. Da es auch glaubt, sich dem Machtgebot der Verbraucher fügen zu müssen. hier sich um fein festes Stellungssystem, sondern nur um eine vor­läufige Verteidigungsanlage handelt, sind die deutschen Haupt- und der Gewerkschaften haben wir bisher nicht das mindeste be- Siemens u. Halste) seinen erst einmal gelochten Doppel­Von einem beherrschenden Einfluß" der Sozialdemokratie fräfte in ein günstigeres Kampfgelände zurüdgenommen. Die merkt. Uber, abgesehen von solchen Uebertreibungen, wie würde fahrschein hin. Die Schaffnerin ist noch nicht nervös und französischen Angriffstruppen, die nach starter Artillerieborbreitung es heute in Deutschland erst aussehen, wenn es ohne sozialdemo- sehr höflich. unter Begleitung von Tants borbrachen, stießen lediglich auf Nachfratische Gegenwehr der Diktatur des Agrariertums schranken­huten, deren Maschinengewehre jedoch den Gegnern so empfind- los ausgeliefert wäre!? Wenn aber die ländliche Bevölkerung liche Verluste zufügten, daß seine Angriffe überall aum unter den notwendigen Wirkungen des Krieges- und um sie Stehen famen. Nach blutigster Abwehr der französischen handelt es sich feufat, so soll sie uns doch helfen, diese Leiden Anstürme, die unter schwersten Verlusten schon bor unjeren Nachhutlinien zusammenbrachen, mit dem Kriege selbst zu Ende zu bringen. Gegen das friegs­fonnten sich Die deutschen Nachhuten wohlgeordnet mit berlängernde Treiben der konserbatib- all­ganz geringen Ber- deutschen Eroberungspolitiker wird sie sich dann luften und ohne Einbuße an Material vom Feinde lösen, und über die im Heeresbericht genannte Linie zurüdziehen. Nördlich der sehr energisch zur Wehr sehen müssen! Abre jezten die Engländer und Franzosen rüdsichtslos stärkste Kräfte ein, um nach Süden zu den sich zwischen Abre und Mat neugruppierenden deutschen Truppen doch noch in der Rüden zu kommen und um nach Norden zu durch Zertrümmerng des deut­ schen Widerstandes zwischen Albert und der Somme die deutsche ncrefront aufzurollen. Schwerste Menschenopfer, sowie maffen. hafter Verlust von Tanks, die zu Dußenden zerschossen und vers brannt vor den deutschen Linien liegen, brachten die Entente truppen ihrem Ziele nicht näher. Die gegenwärtig zwischen Ancre und Maz entbrannten Kämpfe find nicht nach dem augenblicklichen Geländegewinn oder berlust zu werten, sondern es handelt sich um eine

Bewegungsschlacht größten Stils,

die infolge der deutschen menschensparenden Kampfesweise schwer erjebbare Rüden in die besten Kampftruppen der Entente reißt, die deutschen Truppen dagegen zu fünftigen Aufgaben tampffräftig

erhält.

Gegen Lichnowsky .

Einer, der's nicht erwarten kann.

Der Krefelder Professor Dr. Busch bell macht in der Köln . Boltsztg." darauf aufmerksam, daß Fürst Lichnowsky zwar eine dänische Uebersetzung seiner Schrift aus dem Buchhandel zurück­zog, aber nicht verhinderte, daß ein Züricher Verlag die Schrift in deutscher Sprache zusammen mit Reden Greys und Bichons nebst dem Briefe Dr. Mühlons verbreitet. Tue Fürst Lichnowsky feinen Schritt, um die Züricher Veröffentlichung aus der Welt zu schaffen, dann hätte man einen neuen Fall Lichnowsky , noch bevor der erste seine strafrechtliche Whndung gefunden hat. Daß dem Für­sten Lichnowsky die Anklage nunmehr zugestellt worden sei, davon sei einstweilen noch nichts bekanntgeworden. Und ebensowenig ver­lautete, ob der Beschluß, den das Herrenhaus zum Antrage über die Ausschließung Lichnowskys faßte, die erforderliche Beſtäti­gung der Krone gefunden hat. Da der Beschluß des Herrenhauses schon vor einer Reihe von Wochen gefaßt wurde, sei die Ent­scheidung der Krone wohl demnächst zu erwarten.

Englischer Bericht vom 10. Auguft, mittags. Gestern nach mittag und abend wurde der Vormarsch der verbündeten Truppen an der ganzen Front von südlich Montdidier bis zur Ancre fortgejezt. Die Franzosen , die südlich von Montdidier an­So Herr Buschbell! Was dadurch erreicht werden soll, wenn griffen, nahmen im Laufe des Nachmittags die Orte Le Tronquoy, der Neudrud einer Schrift verhindert wird, die schon in allen Le Frêtoy und Affainvillers und bedrohten Montdidier von Süd- Zeitungen der ganzen Welt veröffentlicht worden ist, bleibt ein Ge­often her. Sie machten in diesem Abschnitt über 2000 Gefangene. heimnis. Aus dem ganzen spricht nur die naive Ungeduld, recht Stanadische und australische Divisionen nahmen Bouchoir, Méhari bald mit sein zu dürfen, wenn einer verbrannt wird. court und Nihous(?) und drangen in Rainecourt und Proyard ein. Am Abend griffen Engländer und Amerikaner in dem Win­fel zwischen Somme und Ancre an und erzielten sofort einen Erfolg. Mit Einbruch der Nacht waren alle Ziele einschließ­lich des Dorfes Morlancourt und der Hochfläche südöstlich davon genommen. Feindliche Gegenangriffe in diesem Abschnitt wurden nach scharfem Gefecht abgewiesen. Die Zahl der von den Alliierten seit dem 8. Auguft gemachten Gefangenen übersteigt 24 000.

Französischer Seeresbericht vom 10. Auguft nachmittags. Die auf dem rechten Flügel der englischen Kräfte operierenden franzö­fischen Truppen fetten ihren Erfolg gestern in den Abendstunden und in der Nacht fort. Die Franzosen rückten öftlich Arvillers vor und eroberten Davanescourt. Süblich von Montdidier , zwischen hencourt und le freton, angreifend, eroberten fie Rubescourt und Assainvillers und erreichten Faberolles.

Finnland .

Wie ein Königreich gemacht wird.

Ein Schwindel des gelben Herrn Adorf.

Scheidemann und die Kriegsbeschädigten. Genosse Scheidemann schreibt uns: 100,, Bon verschiedenen Seiten wurde ich darauf aufmerksam ge­macht, daß ein Herr Adorf, der für den Effener Kriegsbeschädig­ten- Verband reift, in öffentlichen Versammlungen mit der dreisten Behauptung haufieren geht, ich hätte ihm einmal gesagt: Für die Kriegsbeschädigten habe ich feine Beit!" Diese Be­hauptung, die meiner Betätigung im Interesse der Kriegsbe­schädigten schnurstrats zuwiderläuft, trägt so deutlich den Stem­pel der tendenziösen Erfindung, daß ich es für überflüssig halte, mich mit dem genannten Herrn Adorf weiter zu befassen." Der Schwindel des Herrn Adorf nimmt sich um so schöner aus, wenn man bedenkt, daß gerade er dem Reichsbund der Kriegsbeschädigten" und der sozialdemokratischen Fraktion bei ihren Bestrebungen, die Lage der Kriegsbeschädigten zu bessern, in den Rücken gefallen ist, mit der albernen Behauptung, wäh­Helsingfors, 10. August. In der heutigen Blenarsizung rend des Krieges sei eine Nenderung des Mannschaftsversor­stand der vom Ausschuß gutgeheißene monarchische An- gungsgesetzes unmöglich und die dahin gerichteten Forderungen trag, die Regierung zu ersuchen, die zur Vornahme feien ungefähr dem Landesverrat gleichzusehen. Das Mann­der Königswahl auf Grund des§ 38 der alten Ber- schaftsversorgungsgefeß ist trotzdem entgegen den Beteue faffung( bon 17721) erforderlichen Maßnahmen zu treffen. rungen dieses mervürdigen Kriegsbeschädigtenorganisators Nach vierstündiger Debatte wurde ein republikanisches Pe- zugunsten der Kriegsbeschädigten abgeändert worden. Was da­titum, den monarchistischen Antrag schlechthin zu verwerfen, bei erreicht wurde, ist gewiß nicht ausreichend, es ist aber mit 68 gegen 33 Stimmen abgelehnt. Der monar­chistische Antrag siegte schließlich mit 58 Stimmen gegen Adorf und Genossen zustande gekommen. Im übrigen kann daran erinnert werden, daß Herrn Adorf gegen 44, die einem Kompromiß zufielen, das die Ein- seine mangelnde Wahrheitsliebe schon von verschiedenen Ver­bringung einer neuen Regierungsvorlage vorfah. Auf tretern der öffentlichen Kriegsbeschädigtenfürsorge, so Herrn Grund des gefaßten Beschlusses wird der Landtag voraus. Randesrat Dr. Horion und Landesdirektor v. Winterfeld- Mer­fichtlich Anfang September zu einer außerordentlichen hein, in amtlichen Protokollen bescheinigt worden ist. Tagung zweds Vornahme der Königswahl einberufen.

Um 6 Uhr abends tourde nach Verlesung des Gutachtens des Grundgesetzausschusses die Sibung um eine halbe Stunde vertagt; sie begann wieder um 7 Uhr. Der Mtfinne Senator Jngman fagte, bon Staatsstreich könne nicht die Rede sein, da Finn­ Land im Dezember 1917 feine republikanische Staatsform er­halten habe. Der Agrarier Wuorimaa erklärte, die Volfs. stimmung fei jett ungefährlich, da

die Sozialisten aufgerieben feien; er berlangte eine neue Regierungsvorlage. Der Schweden­führer Baron Brede meinte, angesichts der erregten Stimmung im ganzen Lande, namentlich in Ravelien, sei es hohe Zeit, dem zwecklofen Parteikampf ein Ende zu machen.

en signs

Belgien und das Buch Mole.

Die bibelfeste Vaterlandspartei.lt Zu welchen Mitteln die Baterlandspartei greift, um für ihre Annexionswünsche Propaganda zu machen, lehrt ein Flugblatt, das der Niederrheinisch- westfälische Landesverein der Vaterlandspartei von Dortmund aus verbreitet. Darin heißt es:

Tage" Gültigkeit. Sie haben ihn, wie die durchlochte Zahl " Ja, das stimmt schon, aber der Schein hat nur zwei beweist, bereits vor vier Tagen gelöst."

Der Mann beginnt zu schimpfen.

Unerhört... so eine Geldschneiderei! Ich habe doch die zweite Fahrt bezahlt und werde um mein Geld betrogen. Wie kommt die Berliner Straßenbahn dazu, das Publikum so zu bevormunden? Na, bei uns zu Hause dürfte das nicht passieren. Das würden wir uns nicht gefallen lassen."

Die Schaffnerin bleibt ruhig und höflich. Ja, es tut mir leid... ich kann es nicht ändern. Wollen Sie nun einen einfachen oder einen doppelten Fahr­schein?"

Der Mann schimpft weiter und holt etwas umständlich eine erst fünfmql gelochte Achterkarte hervor. Die Schaffnerin tnipst. Ueber ihr Gesicht huscht ein verständnisinniges Lächeln.

Junge.

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Da meldet sich ein mitfahrender, etwa vierzehnjähriger Schenken Se mir den abjeloofenen Fahrschein." Der Mann erfüllt den Wunsch.

Wenn's Dir Spaß macht... da! Was fängste denn mit den Schein an? Striegst woll dafor Prozente von de Straßenbahn?"

Der Junge, vielleicht ein fünftiger Industriekapitan, kneift verschmitt das eine Auge zu.

" Prozente? Ja und nee! Jd habe Zeit zum Warten. Seh'n Se mal... der Schein is uff die Drei gelocht. Det heeßt in die augenblickliche Straßenbahnsprache: dritter Aujuft. Nu warte ic bis zum dritten Sep­tember... da is der Schein wieder jiltich."

Der Mann hört zu schimpfen auf. Alles, was zugehört hat, lacht... auch die gemütliche Schaffnerin.

und Pistolenschüssen nahm ein Sacharingeschäft, das auf dem Schleft­Schieber vom Schlesischen Bahnhof . Ein Ende mit Schlagring schen Bahnhof zustandegekommen war. Zwei Händler namen Hennig und Gesse, die beide nicht nur als Betrüger, sondern auch als gewalttätige Menschen bekannt sind, verkauften auf dem Schlesischen Bahnhof einem Mann aus der Provinz für 3700 M. Süßstoff in den vorschriftsmäßig aussehenden Pädchen. Der Käufer wünſchte noch mehr von der sehr begehrten Ware und wollte auch das erforder­liche Geld beschaffen. Die beiden Schieber hatten jedoch ein schlechtes Gewissen. Sie wußten, daß ihre Schachteln statt Sacharin nur wertlojes Zeug enthielten, fürchteten die Entdeckung und wollten deshalb den Käufer abschütteln. Als das auf einem anderen Wege nicht gelang, versetzte ihm Gesse mit einem Schlagring einen wuchtigen Hieb auf den Mund. Dann wollten beide ent­fliehen. Auf die Hilferufe des Geschlagenen tam jetzt aber ein Kriminalbeamter dazu. Er nahm Geſſe fest, während es Hennig gelang, zu entkommen. Der Provinzler, der sich jetzt seinen Kauf ich mun auf den Weg, um den Flüchtigen zu suchen. Er hörte, daz genauer bejah, und entdeckte, daß er betrogen worden war, machte diese durch und stöberte ihn endlich auch in der Weberstraße auf. er in Schankwirtschaften jener Gegend zu verkehren pflege, ging Jest holte er einen Schußmann. Hennig gab sich aber keineswegs gleich gefangen, sondern griff den Beamten tätlich an. Nach zwei Fehlschüssen, von denen einer Berkefeld traf, überwältigte der Schuhmann den gefährlichen Schieber und nahm ihn fest.

Der maufige Verbrecher. Troß seines Prinzips der Vorsicht wurde vorgestern der berüchtigte Pferdedieb Robert Lange wieder einmal festgenommen. Lange ist jener Verbrecher, der einmal einem Aufseher in Moabit gegenüber ben Staatsanwalt König spielte und sich so freien Austritt aus dem Untersuchungs­

gefängnis verſchaffte. Nach wiederholten Entweichungen in der

Provinz, entsprang er im Juni d. J. auch wieder aus dem hiesigen Untersuchungsgefängnis. Seitdem betrieb er von neuem den Fuhr werks- und Pferdediebstahl im größten Umfange. Hierbei wurde Während des Verhörs auf dem Polizeipräsidium tam der Postbote er von dem Kriminalwachtmeister Seinemeher festgenommen. mit einem Brief für Herrn Seinemeher. Er war vom Staats­anwalt König ", der ihn, wie er bekannte, um 2 Uhr nachmittags in Berlin S.. 68 in den Raften geworfen hatte und sich jetzt Was ist nicht schon alles über Belgien geschrieben und ge- doppelt ärgerte, einmal, daß der Brief seiner Meinung nach zu spät sprochen worden. Wenn wir in der Geschichte suchen, dann finden bestellt war, und zweitens, daß er ihn überhaupt geschrieben hatte. wir, daß derselbe Fall schon vor Tausenden von Jahren dagewesen Der sehr zuversichtliche Brief lautet:" Sehr geehrter Herr Wacht­ist, und weil in diesem Fall der Wille der Vorsehung so schön meister! Es ist bedauerlich, daß Sie wieder Personen verhaftet flargelegt ist, bitte ich den lieben Leser, in der Bibel 5. Moje 40 000 m. Barvermögen, habe es also gar nicht nötig, mir durch haben, die mir Beihilfe geleistet haben sollen. Ich besize annähernd Die Sozialdemokraten haben Schuld! 2/ 26-36 nachzulesen. Warum mußte der König Sihon sich eine strafbare Handlung der Gefahr einer neuen Verhaftung aus­weigern, die Kinder Israel durch sein Land ziehen zu lassen? zusehen. Das Machtgebot der Verbraucher. Auf Grund meiner praktischen Erfahrungen verfolge Warum mußte er seine Heere den Kindern Israel in den Weg ich das Prinzip, in jeder Weise Vorsicht zu üben. Doppelt bor­19.23 Während des Krieges haben die Landwirte, wenn es ihnen stellen? Die Antwort gibt uns der 30. Vers: weil Land und Volt fichtig bin ich jetzt, da ich Moabit im Striege" genau tenne. Es ist auch unstreitig viel besser geht, als den Massen der Stadtbe- in die Hände der Ifraeliten kommen sollte, darum mußte der zwecklos, um meine Person einen Schritt zu gehen, denn Sie wohner, wie diese auch unter einer großen Summe von Verord- König Sihon den Kindern Jsrael den Durchzug verweigern. werden stets au spät kommen usw." Troß seiner Vorsicht" nungen zu leiden. Das gehört zu den unvermeidlichen Kriegs- Liegt unser Fall in Belgien nicht gerade so? fitt nun Staatsanwalt König" im Kittchen. leiden, meil, wie ziemlich allgemein anerkannt, die freie Wir lesen 5. Mose 2: Da gewannen wir zu der Zeit Neue Kartoffelkundenliste in Neukölln. Wirtschaft" im Kriege direkt zum Massen hungertod alle seine Städte und verbanneten alle feine Städte, schließlich 17. August 1918 findet in Neukölln eine Neueinteilung und damit zum sichern Verlust des Krieges führen würde. Die Männer, Weiber und Kinder und ließen nie- zur Kartoffelfundenliste statt. Bei dieser Gelegenheit ist wiederum fonfervative Demagogie will jedoch diese Selbstverständlichkeit mand überbleiben. Allein das Vieh raubten wir ein Wechsel in der Person des Kleinhändlers zu­nicht zugeben und benutzt die auf dem Lande vorhandene Miß für uns und die Ausbeute der Städte, die wir gewannen." lässig. Die Anmeldung zur neuen Kundenliste erfolgt gegen stimmung dazu, auf dem Lande antisozialdemokratische Wahl- Für die Vaterlandspartei herrscht noch der finstere Gott Abgabe des an jeder Sartoffelfarte befindlichen Anmeldeabschnittes, stimmungsmache zu treiben, indem sie alle Schuld an allen Jahve.. Das Christentum ist für sie noch nicht vorhanden. auf dem Name und Wohnung des Anmeldenden vor Abgabe an Kriegsleiden den Kleinhändler sorgfältig auszufüllen ist. Der Kleinhändler hat die, wie schon gesagt, für die Landwirte noch leichter zu tragen sind als für die Industriebevölkerung, munter auf der Rückseite der Kartoffelfarte seinen Namen und die Num mer der Kundenliste einzutragen. Bei Ausgabe neuer Kartoffel­den sozialdemokratischen Arbeitervertretern in die Schuhe schiebt. farten hat dies gleichfalls zu geschehen. Im übrigen wird auf die In diesem Sinne schreibt in ihrer Sonntags- Uebersicht die amtliche Bekanntmachung verwiesen. Kreuzzeitung ":"

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Letzte Nachrichten.

019

Die Kadetten bleiben englisch orientiert. dns Die Verkennung der landwirtschaftlichen Verhältnisse ist frei­ung ber Yand Stockholm, 8. Auguft. Die Petersburger Kadetten­lich nicht die einzige Ursache dafür, daß die Organisation der partei hat vor kurzem eine erneute Sigung abgehalten. Gs Kriegstwirtschaft einen für die Landwirtschaft so bedenklichen Gang wurden Briefe Miljukoms verlesen, in denen er für die Not­genommen hat. Hinzugetreten ist der beherrschende Ein- wendigkeit eines Bündniffes mit Deutschland eintrat und aus­fluß, den die Gewerkschaften und die sozialdemo- führte, daß es für Rußland nur zwei Möglichkeiten gebe. Entweder fratische Partei auf die Regierung auszuüben zerfalle es in fleine Staatsgebilde, die später in langsamer Ent­vermochten, um jene Fülle von Anordnungen herbeizuführen, widlung wieder zu einem großen Reich zusammengeschlossen wer die schon wegen ihrer Anzahl unübersehbar und unausführbar ben tönnten oder man entscheide sich für die deutsche Orien find, die aber, was noch schlimmer ist, den Landwirt auch über das tierung, an der auch Deutschland das größte Interesse habe, sachlich gebotene Maß hinaus auf Schritt und Tritt hemmen und weil es ein starkes Rußland wünsche. Nachdem Winneber fich ihn einer Bevormundung und Beaufsichtigung unterwerfen, die gegen die Ansichten Miljukows mit der Begründung ausgesprochen, er nicht nur als unsachgemäß, sondern häufig geradezu als ent- daß fein Grund vorliege, die bisherige englische würdigend empfinden muß. Man täusche sich nicht über Orientierung der Kadetten aufzugeben, wurde in das Maß der Misstimmung, das wegen dieser Verhältnisse der Versammlung einstimmig beschlossen, an der englischen in den landwirtschaftlichen Kreisen besteht und das um so größer l Orientierung festzuhalten.

SP

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H

Bom 12. bis ein­

Wilmersdorf. Lebensmittel. Fortgesetzt wird bis einschließlich Donnerstag, den 15. d. M., der Verkauf von 200 Gramm Gersten­graupen oder grüße auf Abschnitt 49, von 100 Gramm lofem Suppenpulver auf Abschnitt 50 und von 200 Gramm Gersten­graupen oder grüße auf Abschnitt 51 der allgemeinen Groß- Ber­oder frischen Fischen bzw. 4 Pfund Räucherwaren auf Abschnitt o liner Lebensmittelfarte, sowie der Verkauf von ½ Pfund Heringen der grünen Bezugskarte für Einzelpersonen und auf Abschnitt A der grauen Bezugskarte für Einzelpersonen. Für die Woche vom 12. bis 18. Auguft dürfen auf die Abschnitte 33a bis 33g der Hauptkartoffeltarte je ½ Pfund Kartoffeln, zusammen also höchstens 7 Bfund Kartofeln abgegeben und entnommen werden. Diejenigen Personen, die in der Woche vom 5. bis 11. Auguft diese in der kommenden Woche noch in Empfang nehmen. Die d. J. die ihnen zustehenden Kartoffeln nicht erhalten haben, können Abschnitte 32a bis 32g der Hauptfartoffeltarte behalten bis zum 18. Auguft Gültigkeit. Die Abschnitte 33a bis 88g der Haupt