U- Boot- Erfolge im Ranal. Berlin , 13. Auguft. Im Westausgang des Kanals wurden trotz regster feindlicher Gegenwirkung zumeist aus Geleitzügen mehrere Dampfer von zusammen 16000 Br.-R.-T.
Wohnungenot wirklich besteht und die Dringlichkeit ihrer Beseiti- jblatt", nächst der Köln . Bolfsztg." das bedeutendste der westgung nachgewiesen ist, die erforderlichen Bauten wirksam zu unter- deutschen flerifalen Organe, unterzicht in vier arrifeln die ganze stüßen und die benötigten Baustoffe freizugeben. Die Feststellung bisherige Politit bes 3entras einschließlich des cbcn der Dringlichkeit erfolgt im Einvernehmen mit den zuständigen veröffentlichten„ neuen Programms" einer vernichtenden Zivilbehörden. In Betracht kommen: bersentt. Ferner wurden im Angriff auf zwei von mehreren Zer- A. Umbauten und Ausbauten, insbesondere Umbau Kritik. Abgesehen von den kirchenpolitischen Forderungen habe störern begleitete kleine Kreuzer, sowie an anderer Stelle auf eine von größeren Wohnungen durch Zerlegung in fleinere, eine Maß das Zentrum gar kein Programm; seine Politik sei lediglich U- Boot- Falle Torpedotreffer erzielt, deren endgültige Wirkung in- nahme, die meist ohne erhebliche Schwierigkeiten ausführbar und tattisch, niemals grundsäglich orientiert; es habe folge lebhafter Gegenwehr und unfichtiger Witterung nicht be- nach Möglichkeit zu fördern sein wird. Außerdem kommen in feine politischen Ziele und Jdeale, für die die Massen obachtet werden konnte. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Kellerwohnungen, lettere sind jedoch nur zulässig in ganz besonde- gabe der Verständigung und des Ausgleichs der Interessen und Frage Ausbau der Dachböden für Wohnzwecke sowie Neuanlage von sich begeistern könnten. Es habe lediglich der Regierung die AufFalls Ein Artikel der Deutschen Zeitung über das ren Notfällen und unter baulich und gesundheitlich besonders Parteien abgenommen. Die„ Parteilehre" des Zentrums stehe statt Königreich Finnland " beginnt mit dem Satze: günstigen Verhältnissen bei schärfster Beurteilung. B. Notstandsbauten, z. B. Baraden in behelfs in einem Programm in Wahlaufrufen. Dadurch habe das Zentrum Der Volkswille Finnlands hat sich, falls der gegen mäßiger Ausführung, ein Aushilfsmittel zur beschleunigten Beseiti- eine Beweglichkeit und Schmiegsamkeit erlangt, die das Umgegenmäßiger lernen immer leicht machte, aber in immer weiteren wärtige Landtag in Helsingfors ihn getreu gung der Wohnungsnot, das nur in dringenden Aus= widerspiegelt, für die Monarchie ausgesprochen. Selbst die„ Deutsche Zeitung" dürfte wissen, daß der finnische a h nahmefällen zu empfehlen ist. Wählerfreisen werde der Mangel grundsätzlicher Bestimmtheit als C. Neubauten. a) Fertigstellung der stillgelegten Schwäche empfunden und habe zweifellos manche Entfremdungen Landtag nur ein Rumpfparlament ist, aus dem fast die Hälfte Wohnungsbauten: Die Weiterführung ist von Fall zu Fall zur Folge gehabt. Das Zentrum müsse mit dem Bekenntseiner Mitglieder ausgeschlossen worden ist. Von einer Wider zu prüfen und kann, wenn es die Verhältnisse einigermaßen zu- nis zur christlichen Weltanschauung Ernst machen; spiegelung der Volksmeinung kann daher auch nicht im entferntesten lassen, namentlich bei geringen Anforderungen an beschlagnahmten es muß seine ganze politische Arbeit mit dem Geist des Christendie Rede sein. Baustoffen, genehmigt werden. tums erfüllen"; bei„ bielen und wichtigen Aufgaben" b) Bau von Einzelwohn- und Gruppenhäusern. Beurteilung, soweit es sich um größere Wohnungen handelt. Lurus- Schriften der Ketteler, Moufang, Schings und Size Die Anträge sind von Fall zu Fall zu prüfen, jedoch unter schärffter habe das Zentrum„ bisher die christliche Weltanschauung allzu wenig um Rat gefragt". In den Reden und
Feindliche Flugzeuge überflogen trop Sperrfeuers die Stadt, warfen Fliegerangriff auf Calais . Calais , 12. Auguft.( Havas.) Bomben und schossen aus Maschinengewehren.
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Zur Wohnungsnot.
Der Staatskommissar für Verhinderung des Kleinwohnungsbaues".
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Die vom Reiche unter Beteiligung der Bundesstaaten und der Gemeinden in Aussicht genommene Aktion zur Abbürdung der Bautoftenüberteuerung der Kleinwohnungsbauten während des Krieges und in der Uebergangszeit wird wie der Staatskommissar für Wohnungsvesen soeben mitteilt noch länger dauernde VerhandJungen erfordern. Trotzdem sollten die Gemeinden in dringlichen Fällen sofort zur Beschaffung von Wohnungen schreiten, sei es durch Neubauten, Baradenbauten oder Umbauten. Der Staatskommissar ist überzeugt, daß alle Bauarbeiten, die jetzt vorgenommen werden, zur Sicherung ihrer Wirtschaftlichkeit Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln erforderlich machen; es müsse aber grundfäßlich verlangt werden, daß auch die Arbeitgeber angemessene Zuschüsse geben.
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schreibt der
,, Manche Gemeinden werden aber zögern" Staatskommissar weiter diese Zuschüsse zu geben oder mit bem Bauen selbst vorzugehen, weil sie erst abwarten wollen, wie die Grundsäße für die Beteiligung von Reich, Staat und Gemeinde an der Abbürdung der Ueberteuerungskosten endgültig gestaltet werden. Soweit hierbei die Befürchtung mitspielen sollte, daß die schon vorher in Angriff genommenen Bauten dieser Zuschüsse nicht teilhaftig werden könnten, erklären wir zur Behebung dieser Besorgnisse, daß für den Fall der BewiIIi. gung von Zuschüssen aus Staatsmitteln zur Errichtung von Wohngebäuden oder Behelfsbauten usw. die festzustellenden Grundsäße für die Gewährung dieser Zuschüsse auch auf der= artige, von Gemeinden oder Gemeindeverbänden schon jest in Angriff genommene oder mit Beihilfen unterstützte Bauten( gemeinnüßiger Gesellschaften) Anwendung finden werden."
Aso es steht noch gar nicht einmal feft, ob Buschüsse aus öffentlichen Mitteln gewährt werden und ob der einstimmige Beschluß des Reichstages, für derartige Zwede 500 Millionen bereit zu stellen, durchgeführt wird.
Wollten aber einzelne Gemeinden und Baugenossenschaften trok dieser zweifelhaften Aussicht, Zuschüsse aus Reichs- oder Staats
mitteln nachträglich zu bekommen, das große Risiko des so fortigen Bauens übernehmen, so dürfte diese UnternehmungsJust endgültig unterdrüdt werden durch die ausdrückliche Bemerkung des Staatsfommissars,
daß ein Anspruch auf Bewilligung von Zuschüssen im einzelnen Falle aus dieser Erklärung nicht hergeleitet werden kann, und daß insbesondere die Bewilligung auch davon abhängig zu machen sein wird, daß die Notwendigkeit der Bauten na ch träglich von uns anerkannt wird.
Nach dieser Kundgebung ist man versucht, von einem StaatsTommissar zur Verhinderung von Kleinwohnungsbauten zu sprechen. Erstens ist es überhaupt noch zweifelhaft, ob es Staats- oder Reichssuichiffe gibt, und zweitens läuft man das Risiko, daß hinterher en Bureaukrat das Kunststüc fertig bringt, zu beweisen", daß die Kleinwohnungsbauten nicht notwendig gewesen seien, trotzdem jetzt doch kein Bau in Angriff genommen werden kann, bevor nicht nur die örtliche Baupolizei, sondern auch die zentrale Bautenprüfstelle des Kriegsamts die Dringlichkeit des Baues anerkannt hat und außerdem Baustoffe auch nur nach Prüfung der Dringlichkeit frei gegeben werden.
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bauten find verboten.
c) Kleinwohnungsbauten sind mit allen Kräften zu fördern. finde man die heute noch gültigen Richtlinien für eine staatliche Anträge aus der Industrie auf Herstellung von Arbeiterwohnungen und gesellschaftliche Neuordnung im christlichen Geiste, um die sowie seitens der Gemeinden sind der Baubenprüfstelle umgehend kapitalistische Wirtschaftsordnung zu überwinden. Das Zentrum zur Prüfung vorzulegen. Die Genehmigung ist abhängig zu machen müsse treiben: christlich- soziale Bolitik. von der Zustimmung der zuständigen Landes- und Gemeindebehörden.
Bischof Ketteler hat im Jahre 1871 ein Programm für das rung dieser Aufgaben etwa erforderlichen Einzeldispense oder Haupt kein Programm wollte, und zweitens ganz besonders keins Die Kriegsamtstellen sind angewiesen worden, die zur Förde- Bentrum ausgearbeitet. Man wintte ab, weil man erstens übergrundsäglichen Dispense von den bestehenden feuer- und bau- im Geifte Kettelers. Heute aber ist das Zentrum weiter denn je polizeilichen Vorschriften bei den zuständigen Behörden zu er- entfernt von den Ideen der christlichen Sozialpolitik von dazumal. wirken. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt, an dem nach dem Es hat seinen Frieden mit dem Kapitalismus gemacht und ist Kriege die unter A genannten neu entstandenen Wohnungen ge- regierende Partei geworden. räumt werden müssen, hat durch die jeweils zuständige Regierung ( in Preußen durch den Oberpräsidenten) zu erfolgen. Für die Zuführung der notwendigen Baustoffe ist als Grundsab und daß Landfuhrwert sowie Wasserwege für den Transport mögfestzuhalten, daß die nächstgelegenen Bezugsquellen zu wählen sind lichst ausgenutzt werden.
Das vornehme Unternehmerblatt. Ein Denunziantenstück der Rheinisch Westfälischen Zeitung".
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Eine denunziatorische Höchstleistung hat das Essener Blatt der
Der Ruf nach dem Hauptausschuß. rheinisch- westfälischen Schwerindustrie zuwege gebracht. Wegen be= Die Deutsche Tageszeitung" wendet sich gegen die lannter Borgänge auf einer Berliner Kriegsbeschädigtenversammlung vom„ Berliner Tageblatt" geforderte Einberufung des Haus- batte vor einiger Zeit das Oberkommando in den Marken unserem haltsausschusses des Reichstages. Das agrarische Blatt Redaktionsmitglied Kuttner jede Tätigkeit für den von ihm mitbegründeten Reichsbund der Kriegsbeschädigten und ehemal. Kriegsschreibt: teilnehmer" untersagt. Gleich darauf setzte von alldeutscher Es dürfte keinem Zweifel unterliegen, daß das Berliner Seite eine systematische Verleumdungskampagne gegen den GemaßTageblatt" mit dieser Bedürfnisempfindung nicht gerade die Spige regelten ein, dem u. a. nachgesagt wurde, er habe die Gelder zur der Mehrheit des deutschen Volkes hinter sich hat. Die hungert Gründung des Reichsbundes von russischen Bolsche= wirklich in diesen Tagen ernster Entscheidungen nicht nach wisten(!) erhalten. Eine Bariante dieser Behauptung brachte neuem parlamentarischen Gezänk, nicht nach
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Aktionen der Verzichts mehrheit zur Festlegung des neuen auch die Rheinisch- Westfälische Zeitung", worauf ihr Kuttner eine preßgefeßliche Berichtigung zuschickte. Aus Wut Mannes, der das Steuer der auswärtigen Politik führt, nicht darüber, daß es diese abdrucken mußte, berfah das nach neuen abgepreßten Erklärungen, nach dem Muster der legten Unternehmerblatt' den Abdruck mit dem denunziatorischen des Kanzlers über Belgien . Und der Hauptausschuß selbst Sinweis, Stuttner habe durch die Einsendung der Berich sollte sich schließlich erinnern, wie unsterblich seine Mehrheit sichtigung gegen das ihm vom Oberkommando in den Marken aufim Kriege bezüglich der Verhältnisse in der Ukraine blamiert hat, erlegte Berbot verstoßen. Offenbar hatte die R.-W. 3." und auf den Ehrgeiz, aus den weiter nördlich gelegenen Gebieten Anlässe zu neuen Blamagen zu holen, verzichten. Wenn je, so geglaubt, im Schutze des Verbotes unwidersprochen vergilt in diesen wahrhaft ernsten Wochen das Wort des Kanzlers, auf dem er leider nicht fest genug bestehen blieb: Jetzt ist nicht Zeit zu Worten, sondern zu Taten."
Leumden zu können.
Bei dieser einen Denunziation, die zunächst keine Folgen hatte, blieb es jedoch nicht. Die„ R.-W. 3." hatte nämlich zu der Festeigentlich sehr dafür, daß der Haushaltsausschuß zu- gemacht, die in dem Schlusse gipfelten, an ihrer ursprünglichen Diese Argumentation des alldeutschen Blattes spricht stellung der Berichtigung, daß der Reichsbund von feiner Seite finanzielle Unterstügung erhalten habe, allerhand zweifelnde Zusäge fammenberufen wird.
Auf der anderen Seite möchten wir das Berl. Tagebl." fragen, ob es annimmt, daß Zentrum und Fortschrittspartei nun bereit sind, gemeinsam mit der Sozialdemokratie etwas Entscheidendes zu tun, um Ordnung in die deutsche Politik zu bringen.
Der Zwiespalt im Zentrum. Zurück zu Ketteler. Katholische Arbeiter gegen Geistliche.
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Behauptung müsse doch etwas Richtige sein. Das veranlaßte Suttner zur Einsendung einer zweiten Berichtigung. Diese erschien jedoch nicht im Drud. Dafür erhielt ihr Einsender dieser Tage eine Vorladung auf das Berliner Polizeipräsidium. Dort wurde ihm eröffnet, er sei angeschuldigt, gegen das Verbot des Oberkommandos in den Marken verstoßen zu haben, und als Beweisstück wird ihm vorgelegt das Original eben seiner an die ,, Rheinisch- Westfälische Zeitung" gesandten Berichtigung. Wohlgemerkt, die Berichtigung ist niemals der Deffentlichkeit bekannt geworden, ihr Original aber liegt bei den Atten des Obertommandos in den Marken! Wie es dort hingekommen ist, dafür gibt es nur eine Möglichkeit.
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Was man nicht entbehren kann.
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Das Vaterland und der Gehrock.
Die Deutsche Tageszeltung" bringt folgenden bekannten Aufruf:
Die Richtlinien für die Parteiarbeit des Zentrums, das sog neue Programm, wurden mit der zugestandenen Absicht geschaffen, die Partei über den nahezu unüberbrückbar scheinenden Zwiespalt Die gebührende Bezeichnung für die Handlungsweise der hinwegzubringen. Mit dem Hinweis auf die neuen Richtlinien Rheinisch- Westfälischen Zeitung" zu finden, überlassen wir unseren glaubte noch die Kölnische Volkszeitung" die wuchtige Kölner Rede Lesern. Eine Erklärung findet sich vielleicht darin, daß das schwerStegerwalds abtun zu können. Sobald diese Rede aber im Druck industrielle Organ selbst ein startes Interesse zur Sache hat. Giner vorliegt, wird sich zeigen, daß der rollende Stein nicht mehr aufge- ihrer Hedakteure, Herr Schneider, ist nämlich Borstandsmitglied des halten werden kann, denn Stegerwald ist nur das Instrument einer gelben Gffener Kriegsbeschädigtenverbandes, der sein Leben von Diese aufreizende Paffivität gegenüber der schon vorhandenen Bewegung unter den Zentrumsproletariern, einer Bewegung, die den Geldern der Firma Krupp und anderer Schwerindustrieller und nach dem Krieg zur Katastrophe werdenden Wohnungsnot ist seit Monaten in unaufhaltsamem Anwachsen begriffen ist. Es wird fristet. Wer die Stampfesweise dieses gelben Verbandes tennt, einfach unbegreiflich! Wenn man aber in den muffigen Amtsstuben viel zu wenig beachtet, daß Stegerwalds rücksichtslose Angriffe auf wundert sich über nichts.... hört, daß die Geheimräte der preußischen Staatsregierung sich die die Zentrumspolitik nur eine zweite Auflage der Reden sind, die unbequeme Arbeit vom Halse laden wollen mit der Bemerkung: Der einen Monat vorher in Bochum vor 2000 rheinisch- westfälischen Krieg ist eine Angelegenheit des Reiches, folgebessen hat das Reich Arbeiter- Zentrumswählern die katholischen Arbeiterführer Ioft, auch für die Beseitigung der Wohnungsnot allein zu sorgen Vogelsang, Wieber, Brust u. a. gehalten haben. Dort ist und die Herren bei den Reichsbehörden die Akten mit anderen unter stürmischer Zustimmung erklärt worden, daß die kathoArgumenten wiederum den Staatsbehörden zurückschicken, dann Tischen Arbeiter unter feinen Umständen mehr findet man allerdings eine Erklärung für diese monatelange Ver- ihre Etimme einem Parteitandidaten geben wer= zögerung irgendeiner Entscheidung in dieser so brennenden Frage. den, der ein Gegner des gleichen Wahlrechts ist, Bei ernstem Willen müssen und können die Mittel für weder bei Landtags-, noch bei Reichstags-, noch bei Gemeindewahlen; Bauzuschüsse herbeigeschafft werden. Bei den durch das Reich sub- sie würden, wenn nötig, das gleiche Wahlrecht mit anderen ventionierten Bauten der Rüstungsindustrie werden an manchen Parteien gemeinsam durchzubringen versuchen. Etellen Millionen von Mark verpulvert durch unztveckmäßige und In ihrer jüngsten Nummer berichtet die katholische Weftd. unüberlegte Neubauten, und auch bei manchen Militärbauämtern Arbeiterztg."( M.- Gladbach) über eine Konferenz von VertrauensHerrscht der Grundsatz, immer jest feste Gelb bewilligen lassen, männern der katholischen Arbeitervereine des Kreises Kölnjetzt geht's spielend leicht, so lange alles aus dem Kriegsfonds ge- Mülheim . Diese haben sich einstimmig für das gleiche Wahlnommen wird, später, wenn der Reichstag wieder die Gelder zu bewilligen hat, ist das Draufloswirtschaften nicht mehr so einfach. Wir glauben, nicht deutlicher werden zu müssen, um die maßgebenden Stellen zu veranlassen, auch in dieser Richtung zu verfuchen, Gelder für den Kleinwohnungsbau frei zu bekommen. Auf die finanzielle Beihilfe der Gemeinden zum Kleinwohnungsbau während des Krieges wird keine allzugroße Hoffnung zu sehen sein, denn in erster Linie sind es die Gemeinden mit starker Arbeiterbevölkerung, bei welchen die Wohnungsnor am größten ist. Gerade diese Gemeinden drohen aber schon durch die bisher entstandenen enormen Kriegslasten wirtschaftlich zusammenzubrechen.
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recht erklärt und Protest erhoben gegen eine Anzahl Geistlicher, die ,, katholische Arbeiter gegen katholische Arbeiter ausgespielt und dadurch eine große Erregung unter den Arbeitern" hervorgerufen hätten. Gegen solche Anmaßungen einzelner Herren legen Die Vertrauensmänner entschieden Verwahrung ein". Man muß bedenken, daß es katholische Arbeitervereinler sind, die in einem solchen Tone zu geistlichen Herren reden, und man muß fich klar darüber sein, was ein fatholischer Priester für katholische Prole tarier bedeutet: er ist für sie nahezu ein Wesen höherer Art, wird Hochwürden" und" Ehrwürdiger Bater" angeredet. Aber das ist nicht alles: Die Konferenz. beschloß ein Mißbilligung votum gegen den den katholischen Arbeitervereinen vom Gr3bischof hingesezten Bezirkspräses, den Geistlichen amt ſte II en bei der Regelung der Bautätigkeit sind für das Bau- gleichen Wahlrechts betätigt und sich an den erwähnten Treibereien Die bisherigen Richtlinien für die Mitwirkung der Kriegs- Neftor v. Weschpfennig( Mülheim ), weil er fich als Gegner des jahr 1918 ergänzt worden. Hauptsache bleibt es, die Leistungs- beteiligt hat. Und überdies wurde dieses Mißbilligungsvotum mit fähigkeit der Kriegsindustrie auf dem erreichten Stande zu der Aufforderung an den Herrn, seine bisherige Haltung einer halten. Der Bau von landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden ist in stärkerem Maße als bisher zu fördern. Revision zu unterziehen", in dem in hunderttausend Auflage erscheinenden Verbandsorgan veröffentlicht. Der Vorgang steht einzig da in der Geschichte der katholischen Arbeitervereine. Er zeigt, wie
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Eine offiziöse Korrespondenz meldet:
Neue Aufgaben ergeben sich aus der Gestaltung der
Wohnungsfrage.
Das Kriegsamt hält es für seine Pflicht, durch groß die Erbitterung ist, in die die Arbeiteranhänger des Zentrums geeignete Maßnahmen der schon vorhandenen durch deffen Politik gekommen sind.
Die Opferpflicht für das Vaterland verlangt von allen die Abgabe entbehrlicher Anzüge für die kriegswichtige Heimarmee und Landwirtschaft.
Gleich darunter aber einen Artikel, der in folgenden Sätzen ausklingt:
Große Sorge bereitet es, daß viele Berufe, wo der Dienstaufwand einfach mehr Garderobe verlangt, als sie z. B. mancher Bureaubeamte nötig hat, wegen scheinbar überflüssiger Kleidung auch zur Ablieferung aufgefordert werden könnten. Es wird u. a. auf die Personen, die bei Prüfungen und Inspektionen zu tun haben, hingewiesen, so z. B. Geist liche, Schulinipettoren usw. Diese können bei ihrer öffentlichen Arbeit Gehrockanzüge außer ihren häuslichen Anzügen gar nicht entbehren. Mindestens sollten diese für das Amt erforderliche Sachen bei weiterer Ablieferung in Anrechnung tommen.
Richtlinien läßt sich gewiß mancherlei einwenden, aber daß Gegen die Abforderung von Anzügen nach den geplanten der Herr Pastor und der Herr Inspektor onhe Gehrock nicht prüfen und nicht inspizieren können, ist denn doch eine Vorwenig paẞt. stellung, die zu dem sonst soviel berufenen Ernst der Zeit
Letzte Nachrichten.
Demonstrationen und Zusammenstöße in Kopenhagen . Kopenhagen , 12. August. ( W.T.B.) Hier haben stürmische Demonstrationen der Syndikalisten stattgefunden, wobei es zu recht bösartigen Rämpfen mit der Polizei