Nr. 22435.Jahrgang
Groß- Berlin
Was uns fehlt.
-
Beilage des Vorwärts
" 1
Freitag, 16. August 1918
wieder komme; ihre Kohlen werde sie bestimmt friegen, sie solle nur in Alt- Landsberg angekommen ist und vor etwa 3 Wochen schon warten., Bestimmt" aber wann!? Wie lange sie einmal dort war. Beschrieben wird dieser wie folgt: Alter rund noch wird warten müssen, vermag ihr niemand zu sagen, auch 50 Jahre, ziemlich groß( etwa 1,75 Meter) gebüdte Haltung, hageres nicht der neue Kohlenhändler. Man stelle sich vor, wie die Frau Gesicht, anscheinend etwas heisere Stimme, leicht angegraute Schläfen unter diesen Verhältnissen ihre Wirtschaft führen soll! Jezt im und furzer, grauer Schnurrbart. Angaben über Kleidung schwanken, Sommer fann sie auf Gas tochen, gewiß. Aber die Zubereitung wahrscheinlich trug er schwarze Schnürschuhe, dunklen( braunen) des Essens für fünf Personen erfordert einen so großen Gasver- Anzug, Stehkragen, reichlich furze Hosen und blaue Schirmmüte brauch, daß sie dem ihr drohenden Strafzuschlag mit Sorge ent- mit Sturmband. gegensehen muß. Bei einem dortigen Schmiedemeister hat er am Bei der Wäschereinigung berbietet es sich von Nachmittag des 8. August einen 22½ Zentimeter langen, alten Hart vornherein, zur Warmwasserbereitung den Gastocher zu benutzen. meißel abgegeben, der in seinem oberen Teil etwa 2½ quadratisch Holz als Ersatz für Stohle zu nehmen, ist bei den jetzigen Holz geformt ist und zwei eingeförnte, kaum lesbare Anfangsbuchstaben preisen noch fostspieliger. Von einer Hausfrau, die in solche Be- trägt, vielleicht B. D. oder ähnlich. Eine Belohnung bis zu 200 m. drängnis gerät, will dann einer noch Geduld fordern? Was hilft wird jedem zugesichert, der zur Ermittelung des Verbrechers beiihr der von der Kohlenstelle gespendete Trost, daß die Versorgung tragen hilft. der etwa augenblicklich ungleichmäßig belieferten Kohlenhändler in Besser wär's geden folgenden Monaten ausgeglichen wird!" weien, von Anfang an durch Druck auf das Kohlensyndikat und den Großhandel eine gleichmäßige Belieferung der KleinNicht? Ichhändler zu erzwingen.
Es fehlt uns soviel soviel, daß man gar nicht weiß, was alles. Wer aber nicht weiß, was das Wichtigste ist, was uns fehlt, muß Frau Helene Klingemann fragen. ( Sie fennen Frau Helene Klingemann nicht? Sie war früher Leiterin der Hildesheimer Städtischen Lyzeums- Kochschule und hat jetzt ein Stochbuch geschrieben!!) Ja, mun ist es schon heraus, was uns fehlt: ein Sochbuch.
Es ist schön von ihr, daß sie eines geschrieben hat; gibt uns doch die Jahreszahl 1918 die Gewähr dafür, daß es auf der Höhe ist. Denn die alten Kochbücher find allesamt zu Märchenbüchern geworden bitte Sie:
-
Man nehme 4 Pfund weißes Mehl, ein Pfund Butter, 6 Eier, 1 Pfund Rosinen..." Na, also! Trösten wir uns mit Frau Klingemann, nehmen wir ihr Kochbuch zur Hand, legen wir das letzte Brikett ins Feuer und fangen wir an.
"
Ein Doppelfelbstmord zweier Mädchen wird aus der Hollmann traße gemeldet. In dem Hause Nr. 33 wohnte im ersten Stock des Borderhauses die 35 Jahre alte Anna Lehner, die vom Wirt eine Stube abgemietet und mit eigenen Möbeln ausgestattet hatte. Von Beruf war sie Leiterin der Spielwarenabteilung eines hiesigen Bestandsaufnahme für Getreide und Mehl. Der Bekämpfung Warenhauses. Sie erhielt oft Besuch von einer Freundin. einer des Schleich handels mit Getreide und Mehl dienen zwei Ver- 18 Jahre alten Verkäuferin Klara Kneidung aus der Camphausenordnungen, die der Magistrat heute veröffentlicht. Die eine schreibt straße, die in ihrer Abteilung angestellt war. Als Anna Kneidung angerhalb der behördlich geregelten Verteilung zum Zweck der fundigte sich ihre Schwester nach dem Verbleib der Freundinnen. vor, daß derjenige, der Früchte oder daraus hergestellte Erzeugnisse von einem gemeinschaftlichen Ausgang nicht wieder zurückkehrte, erWetterveräußerung erwirbt oder Verträge über den Erwerb solcher Nichts Gutes ahnend, ließ sie die Stube der Lehner öffnen. Beide Früchte abschließt, binnen 3 Tagen nach dem Erwerb oder dem lagen in dem mit Gas angefüllten Raume tot auf dem Ruhebeti. Seite 27: Pilze und Gurken. Man nehme 1 Pfund Bertragsschluß dem Magistrat Anzeige zu erstatten hat. Die Sie hatten sich, dicht aneinander geschmiegt, einen Kissenbezug über gesäuberte Pilze, 1 Pfund Gurken, 50 Gramm Fett zweite Berordnung trifft nähere Vorschriften über den Verkehr mit die Stöpfe gezogen und den Schlauch des Gaskochers in diesen Bes und 50 Gramm Mehl zur Mehlschwitze, ein bis drei ausländischem Getreide und Mehl. Auch hier ist binnen zug hineingeleitet. Die Zeichen wurden beschlagnahmt und nach hartgekochte Eier.." 3 Tagen dem Magistrat nach näherer Maßgabe der Anordnung dem Schauhaufe gebracht. Was die Mädchen in den gemeinsamen Anzeige zu erstatten, insbesondere über die vorhandenen Mengen; Tod getrieben hat, ist noch nicht bekannt. Das Warenhaus erklärt, für Mehl, das zum Verbrauch im eigenen Haushalt bestimmt ist, bei ihm sei nichts vorgekommen, was sie zu dem Schritte hätte verSeite 28: Pilzauflauf. In eine In eine ausge- gilt die Anzeigepflicht nicht. Das Auslandsgetreide und Auslands- anlassen können. butterte Auflaufform legt man Weißbrotscheiben mehl muß von inländischer Ware getrennt aufbewahrt, und es Briefe nach Zehlendorf . Brieffendungen nach dem Bostort und streut auf diese die gehackten Pilze; Eier und müssen darüber besondere Bücher geführt werden; entsprechendes Behlendorf ( Wannseebahn ) werden von den Absendern im OberMilch verquirlt man.. gilt für die aus ausländischem Mehl hergestellte Backware, die als postdirektionsbezirk Berlin häufig nur nach den Gebührensäzen des folche äußerlich bezeichnet werden muß. Ausländisches Mehl und Nachbarortverkehrs freigemacht. Den Empfängern entstehen dadurch das aus ihm hergestellte Brot unterliegen den für inländisches Mehl Ausgaben für Postgebühren. Es wird deshalb von neuem darauf und Brot bestehenden Kleinhandelshöchstpreisen. hingewiesen, daß der Postort Zehlendorf( Wannsebahn) nicht zum Nachbarortsverkehr von Berlin gehört.
"
?
?
?
Seite 29: Pilzkartoffe In. Man nehme 1 Pfd. gefochte Kartoffeln, ein Ei, 12 Pfund gehackte Pilze, eine Sardelle, 50 Gramm Sped...
?
?
?
17
Wie
So geht es weiter. Am Schlusse aber, in einer gemäßen" Betrachtung schreibt die gute Frau: alles ist, so muß es sein in der Welt, und wie es auch sein mag, immer ist es gut im Sinne des Schöpfers."
Die neuen Gebühren für Aerzte. Nach einer Verordnung des Ministers des Innern treten am 1. September bis ein Jahr nach Beendigung des Kriegs neue Gebührensäge für Aerzte in Kraft, von zeit- denen wir die wichtigsten wiedergeben: Es fann vom Arzt berechnet werden: der erste Besuch bei dem Strantbeit 1,50-10 M., die erste Beratung eines Kranten in der Stranfen mit 3-20 M., jeder folgende Besuch im Verlaufe derselben Wohnung des Arztes 1,50-10 M.. jede folgende Beratung in der felben Krankheit 1-5 M. Die Gebühr für den Besuch bzw. die Beratung schließt die Untersuchung des Kranken und die Verordnung mit ein. Findet jedoch eine besonders eingehende Untersuchung unter Anwendung des Augen-, Kehlkopf, Ohren, Scheidenspiegels oder des Mikroftops statt, so tönnen hierfür 3-7,50 M. besonders berechnet werden.
Nachdem wir mit einer gewaltigen Energieaufwendung unseren automatisch sich schüttelnden Kopf zur Ruhe gebracht haben, sehen wir uns noch einmal genau das Titelblatt an; es stimmt: 1918...
Verehrte Verfasserin, wenn wir auch unsererseits ans Rezeptemachen gingen, etwa folgendermaßen: Man nehme das Kochbuch der Frau Klingemann und schmeiße es in den äußersten Winkel--, so würden Sie das jedenfalls für un
höflich halten.
nämlich
1. all die schönen Sachen, von denen in Ihrem buch" die Rede ist,
bis 5 W., bei Nacht 3-10 m. Beratung eines Stranten durch den Fernsprecher: bei Tage 1,50
Der wahre Jakob ist erschienen und gelangt heute zur Ausgabe.
Das nächste Volfskonzert des Philharmonischen Orchesters findet heute in der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23, statt. Beginn Karten werden abends an der Kasse verkauft. Der Eintrittspreis des Konzerts 8 Uhr. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten beträgt 30 Pf. Saſſeneröffnung 7 Uhr.
Die Lichtspiele neue Philharmonie, Copenider Str. 96/97, an der
Untergrundbahn Inselbrüde, bringen vom 17. bis 22. Auguft das Filmwerk Goldelse", welches nach dem bekannten Roman von E. Marlitt be arbeitet wurde, außerdem noch die Uraufführung des Lustspiels„ Kochlöffelgräfin" mit Hanfi Deege in der Hauptrolle.
Lichtenberg . Kriegsbeschädigtenfürsorge. Der Boksitzende des Kreisbeirats für Kriegsbeschädigtenfürsorge Lichtenberg, Stadtrat Eine kurze Bescheinigung über Gesundheit oder Krankheit eines assebaum, hat einen eingehenden Bericht über die bisherigen Menschen foftet 2,50 bis 6 M., ein ausführlicher Krankheitsbericht Arbeiten und Erfolge der Kriegsbeschädigtenfürsorge in Lichtenberg 4 bis 15 M., ein begründetes Gutachten 12 bis 50 m. Gin im erstattet, aus dem wir folgende Angaben entnehmen: Wir beschränken uns darum auf die gewiß nicht unbillige Intereffe der Heilung des Kranken zu schreibender Brief 8-16 bis zum Schluß des vierten Kriegsjahres annähernd 2800 Striegs3-10 M. Die Kriegsbeschädigtenfürsorge ist seit Juli 1915 tätig; fie hat Frage: Von besonderen Verrichtungen seien folgende erwähnt: EinFür wen haben Sie diese„ Rezepte" über- fprigungen unter die Haut 2 bis 10 W., Serumeinspritzungen beschädigten Rat und Hilfe zuteil werden laffen können. Darunter haupt geschrieben?? 3 bis 20 M., Einsprißungen in die Muskeln 5 bis 10 M., Eins befanden sich 13 des Augenlichts beraubte Männer, 491 sogen. an ErwerbsUns gewöhnlichen Großstädtern, die wir weder Munitions- iprigungen unmittelbar in eine Blutader 10 bis 40 M., Gröffnung Schwerbeschädigte, die 50 Prozent und mehr attien noch einen Vetter auf dem Lande haben, fehlen 3 bis 10 M., der erfie einfache Verband einer Kleinen Wunde wiesenen, eines oberflächlichen Abszesses oder Erweiterung einer Wunde fähigkeit verloren batten. Die anderen der Fürsorge Ueberalso die große Mehrzahl, hatten glücklicher 1.50 bis 10 m., Naht und erster Verband einer kleinen Wunde weise leichtere Beschädigungen aufzuweisen, so daß sie viel Stoch- 3 bis 10 M. usw. fach ohne nennenswerte Beeinträchtigung ihrem bürgerlichen Beruf wieder zugeführt werden konnten. Tatkräftige Hilfe wurde mit wärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 3 zu beziehen. Die Tegtausgabe in einem Falle von 2000 m. erteilt. Hypotheken wurden bestellt. Die neuen Reichsteuergesetze find von der Buchhandlung Vor- durch Barunterstüßungen und Darlehen bis zur Höhe von 1300 W., toftet 3,85 M. Jnhalt der Ausgabe mit Sachregister: Gefeß über Gewerbetreibenden wurden zu mäßigen Zinsen bequem abtragbare eine außerordentliche Striegsabgabe für das Rechnungsjahr 1918. Stapitalien zur Verfügung gestellt. Kapitalien zur Verfügung gestellt. An Stelle der Renten wurden Gesetz gegen die Steuerflucht . Umfagsteuergefeg.- Gefeß zur in zahlreichen Fällen auf Grund des Kapitalabfindungsgesetzes Proteft gegen die ungenügende Brotration. Menderung des Reichsstempelgefeßes. Gesetz zur Aenderung des Abfindungssummen gezahlt. Wertvoller erscheint noch die Weinsteuergesetz. Die Neuköllner Lebensmittelfommission nahm in ihrer Wechselstempelgesetzes. Gesez, betreffend Berufsberatung, die den Kriegsbeschädigten bielSigung auf Antrag der sozialdemokratischen Vertreter nachstehende Aenderung des Gefezes betreffend eine mit den Post- und Tele- fach zuteil werden Die Aerztefchaft bat sich Enijchließung einstimmig an: graphengebühren zu erhebende außerordentliche Reichsabgabe vom mit großer Bereitwilligkeit in den Dienst der Sache gestellt. Neben Der Sonderausschuß II der Kriegsnotstandskommission protestiert 21. Juni 1916. Gesez zur Aenderung des Schaumteinsteuer- der ärztlichen Beratung erstatteten als Vertrauensmänner der Fürs gegen die Festsetzung der neuen Mehlmenge von 200 Gramm pro gefehes. Gesez betreffend die Besteuerung von Mineralwässern forgestelle 9 Deputationsmitglieder, 16 Berufsberater aus ArbeitStopf und Woche. Die Kommission ist der Auffassung, daß in An- und künstlich bereiteten Getränken, sowie die Erhöhung der Zölle nehmerkreifen und 2 Vertreter des Deutschen Werkmeisterbundes, betracht der guten Ernte und der ganzen Ernährungsverhältnisse für Kaffee, Tee, Katao und Schokolade. die notwendigen Gutachten. Auch für etwa notwendige weitere die Mehlmenge so erhöht wird, daß mindestens 2000 Gramm pro Kopf gewährt werden können. Die Kommission ersucht infolgedessen fand eine erneute Besichtigung des Tatortes statt. Nach dem ErDer Raulamord in der Karlstraße. Gestern vormittag um 10 Uhr Heilbehandlung wurde Sorge getragen. den Lebensmittelverband Groß- Berlin und die staatliche Verteilungsgebnis aller bisherigen Nachforschungen unterliegt es feinem ſtelle Berlin energisch dahin zu wirken, daß die Erhöhung der Ration Zweifel, daß der Mörder seine Tat von langer Hand geplant hat. so schnell wie möglich durchgeführt wird.
2. die Einsicht für das philosophische Gemüse, denen Sie Ihre Rezepte garnieren.
Immer noch ohne Kohlen!
Kohlenmangel"
-
11
-
-
-
fonnte.
staatliche Veranlagung zur Einkommensteuer hat für das SteuerAls Frau Bennewitz und Tochter um 1 Uhr nachmittags vom jahr 1918 ein Steuersoll von 8 209 387 m. gegen 5 958 301 M. im Geschäft nach ihrer Wohnung in der Friedrichstr. 106 gingen, blieb Vorjahre ergeben. Auf die größeren Gemeinden des Kreises entbei dem Manne zunächst noch das Dienstmädchen zurück, um in der fallen die folgenden Steuerbeträge: I. Veranlagungsbezirk NiederDie Klagen über Unzulänglichkeit der Koblenbelieferung find Küche noch aufzuräumen. Um 2½ Uhr begab sich auch das Mäd- barnim- Dit: Friedrichsfelde 504 435( 1917: 391 967) M., Friedrichschen nach der Wohnung. Es iah jezt im Schanfraum nur noch hagen 315 964( 212 612) M., Oberschöneweide 577 508( 402 318) M., in Groß- Berlin noch nicht ganz verstummt. Noch haben manche einen Gast. Er saß in der dunklen Ede an dem Tisch, auf dem Stralau 86 475( 52 597) M., Hohenschönhausen 179 982( 107 463) W., Familien auf die neue Karte bisher nicht eine einzige Koble er bei der Auffindung des überfallenen Wirtes ein volles Bierglas Weißenfee 900 482( 509 768) M. Im Veranlagungsbezirk Niederhalten, weil ihre Stohlenhändler ihnen nichts liefern konnten. Ent- stand, also an der Stelle, wohin Bennewitz wahrscheinlich das letzte barnim- West: Bernau 118 804( 90 876) M., Bantom 1324 029 weder find die Kohlenzufuhren nach wie vor viel zu gering, oder Glas Bier gebracht hat. Dieser junge Mann trug nach der Angabe( 1 128 840) M., Oranienburg 150 495( 146 696) M., Birkenwerder die Gleichmäßigkeit der Verteilung auf die einzelnen Händler läßt des Mäddyens einen grauen Anzug und einen grauen Hut. Neben 63 041( 30 022) M., Buchholz 81 973( 55 556) M., Gutsbezirk Frohnau immer noch sehr zu wünschen übrig. Bor vierzehn Tagen ver dem Tisch mit dem vollen Bierglas und einem Teller mit Messer 115 653( 79 974), Hermsdorf 176 408( 164 484) M., Lübars 130 910 öffentlichte die Kohlenstelle Groß- Berlin durch die Beitungen die tröstlich flingende Nachricht, das Kohlensyndilat und und Gabel lagen auf dem Fußboden der Dolch und der Schrauben-( 93 285) M., Hoenneuendorf, 76 563( 54 186) M., Reinickendorf Sie waren zusammen eingewickelt in ein Beiblatt der 843 680( 648 485) M., Rosenthal 114 825( 76 411) M., Niederichönder Großhandel seien ersucht worden, in Groß- Berlins dicht zieher. besiedelten Teilen die Belieferung der Kleinhändler zu verstärken." Posener Neuesten Nachrichten" vom 28. Juli d. J.. ein Beiblatt hausen 369 561( 280 054) M., Tegel 487 976( 387 053) W., Wittenau der„ B. 3." und ein Beiblatt der Deutschen Tageszeitung", beide 173 450( 116 058) M. An die Kohlenverbraucher richtete sie die Mahnung, bei von vorgestern, dem 14. August. Der Täter hat lediglich die Besonders start ist biernach die Zunahme an Steuerkraft in , augenblicklichem einzelner Brieftasche geraubt und die offene Ladentasse nicht berührt. Der Weißenfee, wo fast das Doppelte des Steuersolls gegenüber dem Händler nicht die Umschreibung auf Kunden Dolch ist auf beiden Seiten geschliffen, als wenn er schon ver- Borjahre erreicht ist, dann in Friedrichsfelde und den ausgesprochenen Listen anderer Händler zu beantragen. Offenbar schiedentlich zu irgendwelchen Zweden gebraucht gewesen ist, auch Industriegemeinden. Veniertenswert ist auch die starke Zunahme in hatten die Anträge fich so gehäuft, daß die Kohlenstelle Ginhalt der fleine Schraubenzieher ist schon gebraucht. Beide sind jezt im Birkenwerder um mehr als das Doppelte, der in dem nahen gebieten zu sollen glaubte. Das rechtfertigte den Schluß, daß auch Polizeipräsidium ausgestellt. Ber nachweist, wem sie gehören, Oranienburg nur ein ganz geringer Zuwachs gegenübersteht. Im die Zahl der mangelhaft belieferten Koblenhändler und ihrer darerhält eine erhebliche Belohnung. allgemeinen betrachtet, haben sowohl die ländlichen wie die indu unter leidenden Kunden immer noch recht groß war. Die Kohlenstriellen Vorortgemeinden des Kreises Niederbarnim ziemlich stelle hob hervor, solche Umschreibungsanträge feien in der Regel Ein Nachtwächter erschossen. In der Nacht vom 8. zum 9. August den Interessen der Verbraucher zuwider". Man fann es aber feiner gegen 1%, Uhr ist in Alt- Landsberg der Nachvächter Kiesler gleichmäßig an dem starken Steigen der Steuerkraft beigetragen. Verteilung von Salzheringen. Im der Bevölkerung an Stelle besorgten Hausfrau verübeln, wenn sie sich hierdurch nicht be- bei Berfolgung eines Hühnerdiebes auf der nach Strausberg der wegfallenden Fleischration in der Zeit der ersten fleischlosen schwichtigen läßt. Die Erfahrungen des vergangenen Winters und Fredersdorf führenden Straße in der Nähe des Kleinbahnhofs Woche vom 19. bis 25, August andere Nahrungsmittel zuzuführen, waren für manche Familie so bitter, daß Aehnliches in diesem Jahr durch einen Schuß ins Herz getötet worden. Bei der Leiche fand wird auch im Kreise Niederbarnim in dieser Zeit durch das Landfeiner wieder durchmachen möchte. Ein in der Naunynstraße woh man einen Reiseforb von hellbraunem Weidengeflecht, 55 8entiratsamt eine einmalige Verteilung von Salzheringen vornender Witwer mit drei Kindern, dem eine Witwe die Wirtschaft meter lang, 30 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter tief, verflossen mit genommen. führt, meldet uns, daß von den für die Wohnung im vergangenen Vorhängeschloß an einer Eisenstange und umignürt mit einer fauber Jahr bewilligten Kohlen 24 Zentner ungeliefert blieben. Mit um opfartig geflochtenen Schnur aus Raffiafafer. Der Korb hat oben Brit. Heringsverkauf. Es sind noch Heringe nachgeliefert fo stärkerer Sorge erfüllt es jetzt die Familie, daß ihr auch in der Mitte des Deckels einen geflochtenen Handgriff und war geworden und können nun diejenigen Einwohner, welche am Diens. in diesem Sommer auf die neue Karte bisher noch nicht füllt mit acht hier gestohlenen Hühnern und einer Gans. Außer- tag und Mittwoch feine Heringe erhalten fonnten, noch Sonnabend, eine einzige koble geliefert werden konnte. Einen dem lag bei der Leiche eine runde, angerostete Eisenstange von den 17. August, die ihnen zustehende Menge Heringe in Empfang Antrag, die Umschreibung auf die Kundenliste eines anderen Händ 14 Zentimeter Durchmesser und 54 Zentimeter Länge, an einem nehmen. Als Ausweis gilt neben der Briger Lebensmittelfarte die lers zu verfügen, lehnte die Kohlenstelle zunächst ab. Erst nach Ende abgebauen oder abgebrochen und in Handbreite zum bessern Raffenquittung vom Einkauf am Dienstag bezw. Mittwoch dieser Wiederholung des Antrages wurde erreicht, daß sie die Umschreibung Anfassen mit zusammengenähtem Trikotstoff umgeben, am andern Woche, bewilligte. Leider ist aber für die Familie biermit einstweilen Ende mit einer im rechten Winkel angeschmiedeten 5 Zentimeter Nowawes . Lebensmittel. Auf Abschnitt 45 der Zuckerkarte und nichts gebefiert worden, denn auch der neue Händler hat noch feine langen, 22 Sentimeter breiten meißelartigen Umbiegung versehen. Roblen für fie. Vor etwa vierzehn Tagen kam die Umschreibungs- Diefe Umbiegung trägt in der Mitte ein Loch, das jedenfalls beim auf Abschnitt 21 der Zuderzufaßkarte findet die Ausgabe von Buder bewilligung, doch bisher hat die Frau vergeblich darauf gewartet, Schmieden angebracht wurde. Dieses Anschmieden ist augenschein- statt. Die Karteninhaber haben von heute bis Donners. tag, den 22. d. M. die Kartenabschnitte 45 und 21 der Buder daß sie nun endlich Kohlen erhält. Inzwischen ist sie selber zur lich erst vor kurzem geschehen. Soblenstelle gegangen, um den Mißerfolg zu melden. In nicht be- Mit dem Korb ist am 8. August nachmittags ein Mann gesehen farte bei dem Kleinhändler abzugeben, in dessen Kundenverzeichnis sonders freundlichem Zon wurde sie gefragt, warum sie denn schon worden, der um 3 Uhr mit dem Meinbahnguge von Hoppegarten sie eingetragen find.
-