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Nr. 230 35. Jahrgang

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Groß- Berlin

Deutschlands Kraft".

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Beilage des Vorwärts

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Donnerstag, 22. August 1918

ausschuß als das allein beschließende Organ des Verbandes aus gannen. Früher stellten die Gastwirte diesen gewohnten Verlust 12 Abgeordneten der Stadt Berlin , je 2 Abgeordneten der 8 übrigen von vornherein in ihre Rechnung ein. Jeßt aber kommt in Be­Groß- Berliner Stadt- und Landkreise und 2 vom Verbandsausschuß tracht, daß das gestohlene Porzellan und Metall einstweilen nur zu wählenden gefchäftsführenden Mitgliedern, also insgesamt aus schwer oder gar nicht zu ersehen ist. Der Schutz hiergegen ist eine 30 Mitgliedern zusammensett. Die Stimmenzahl ist tommunal- gewiß zu billigende Selbsthilfe. Im laufenden Sommer hat es politisch nach Möglichkeit ausgeglichen. Den Vorsitz im jedoch vielfach befremdet, daß das Pfandgeld gewöhnlich nur von Diesen verheißungsvollen Aufdruck trägt eine uns aus Verbandsausschuß führt der Erste Bürgermeister von Berlin , den minderbemittelten Kreisen gefordert wurde, als ob gerade diese dem Feld übersandte 8igarettenschachtel. Nicht mit den stellvertretenden der Erste Bürgermeister von Charlottenburg . mit besonderem Mißtrauen zu behandeln sind, während doch in Gast­Nachdem sich zuerst starke Gegensäge bei den Gründungsverhand- wirtskreisen bekannt ist, daß die hier in Frage kommenden Lang­Unrecht. Denn entnimmt man der recht einladenden Hülle lungen über den Wohnungsverband gezeigt hatten, kann man, wie fingereien auch in besten Lokalen und durch bestes" Publikum vor­sie ist mit dem Bild einer flandrischen Küstenwache ge- Baurat Beuster schreibt, neuerdings die Hoffnung hegen, daß es kommen. Das Befremden richtete sich vornehmlich gegen den neu­ziert einen Glimmstengel und setzt ihn in Brand, so fühlt möglich sein wird, den Verband etwa auf der vorstehenden Grund- eingeführten Pfandbrauch beim Kaffeekochen in den Hunderten der man augenblicklich, daß Deutschlands Kraft" ungeheuer lage zustande zu bringen. Groß- Berliner Sommerlokale. Eine Familie von 4-5 Personen sein muß, um dieses Zeug vertragen zu können. Nach Ent- Ferner schlägt Beuster vor, gleichzeitig mit dem Wohnungs- muß für das Kaffeegeschirr rund 10 M Pfand entrichten und ist fernung des Zigarettenpapiers ergibt der Augenschein ein verband als seine faufmännische Geschäftsstelle die Wohnungsbau- dann obendrein auf die hintersten Lofalpläße angewiesen. Dagegen schwarz- graues Gemengsel verschiedenartiger Substanzen, die bant Groß- Berlin G. m. b. H." zu gründen. Im Gegensatz zum brauchen die Gäste, die den vom Wirt gebrauten Kaffeersaz ent­offenbar Fabrikgeheimnis sind. Der Geruch ist ähnlich dem Verband, der nach wenigen Jahren wieder verschwinden soll, ist sie nehmen und auf den besten Pläßen siben dürfen, überhaupt kein als Einrichtung von längerer Dauer gedacht. Hierzu kommt, daß Pfand zu zahlen. Diese verschiedenartige Behandlung hat indes einer muffigen Stellerwohnung, in der sich eine Schuster- neben dem Verband eine Form gefunden werden muß, in der eine sehr praktische Seite. Gine Abschreckung vom Selbstkaffeekochen werkstatt befindet. Nach mehrfachem Einatmen der sich zur Vermeidung der schon gekennzeichneten Zersplitterung ist zwar faum eingetreten, die Selbsttocher sind aber nun doch ge­entwickelnden Däme stellen sich die ersten Symptome ber Broving Brandenburg sowie dem Staat für seine zwungen, das benutzte Geschirr eigenhändig zur Kaffeeküche zurüd­domänen und forsifistalischen Ländereien eine Mitwirtung geboten zubefördern, um das Pfandgeld zurüdzuerhalten. Auf diese Weise Soweit unsere gewissenhafte Diagnose. Der Uebersender werden kann, in der ferner auch der Großindustrie, dem Bank- spart der Sommerwirt bzw. der Kaffeeküchenpächter erheblich an dieser feinen Marke teilt uns mit, daß er diese Zigarette in Tapital ufw. Gelegenheit zur Beteiligung gegeben werden kann. Beit, Arbeitskräften und Arbeitslohn. einer Marketenderei mit 7 Pf. das Stück bezahlen mußte. Ais Gesellschaft der Baubant, deren Kapital vorläufig 25 Millionen Bedenklicher ist es, wenn man gezwungen werden soll, das beim taufen. Solches Anfinnen Er wollte sie gar nicht haben, aber um 20 beffere Zigaretten Mart beträgt, und das im Gegensatz zu den Verlustausgaben des Gffen zu benußende Besteck zu zu erhalten, mußte er 40 Stück dieser deutschen Kraftprobe tommen in Frage: Reich und Staat, die 7 Groß- Berliner Stadt- einer Aufsichtsdame gestellt. Die Arbeiterin hatte vergessen, sich Wohnungsverbandes als rentierende Anlage gedacht ist, wurde an eine ältere Arbeiterin fürzlich in einer Kriegsküche von mitnehmen. Wer nämlich die schlechten Zigaretten nicht gemeinden und die beiden Landkreise, die großen Kreisgemeinden, ihr Besteck mitzubringen, und bat, ihr ein solches gegen i M. ober die Provinz Brandenburg . Banken, Großindustrie, Gewert noch mehr Pfand zu leihen. Das wurde rundweg abgeschlagen, Wir zu Hause sind ja gewohnt, für teueres Geld jetzt die schaften, Stiftungen usw. Für das Gebiet der Provinz Branden - aber dafür angeboten, ein Besteck zu verkaufen. Da die Arbeiterin schlechteste Rauchware zu erhalten. Aber unsere Feldgrauen burg außerhalb Groß- Berlins foll eine besondere Provinzial- fich diese für sie unnüße Ausgabe nicht leisten wollte, blieb ihr draußen sollten unbedingt davor geschützt sein, für die gesellschaft gegründet werden, die durch Personalunion mit der nichts anderes übrig, als die Küche mit knurrendem Magen zu ver­lassen. In anderen öffentlichen Küchen soll ja das Bested auch mit­fnappen Pfennige ihrer Löhnung Schundware einhandeln zu Wohnungsbaubant in Verbindung gebracht werden könnte.. müssen. Zigaretten gibt es noch. Unsere Bundesgenossen. In den einzelnen Gemeinden und Kreisen sollen lokale gebracht werden, wird aber in Notfall anstandslos gegen ent­haben sowohl Bulgarien wie Bosnien vorzügliche Baubant gegründet werden, die unter voller Bewegungsfreiheit Siedlungsgesellschaften mit Hilfe und unter Beteiligung der sprechendes Pfand geliehen. Tabakernten. Und das sollte wenigstens reichen, um denen die örtlichen Träger der neuen Wohnungsunternehmungen dar­draußen rauchbare Zigaretten zu liefern, die über manchen stellen. schweren Augenblick hinweghelfen.

der Seekrankheit ein.

raucht, bekommt auch keine besseren.

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Eine seltsame Entdeckung in der Mordangelegenheit

Messerschmidt.

Aus der Heimstätte Buch

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Ein schneidiger Kriegskommissar.

Räseverteilung. Bis Montag, den 26. August, wird an die­

Gerichtszeitung.

Zweierlei Maß?

Der stellvertretende Reichsfommiffar für Gas und Wasser, Dempeliu 3- Berlin , hat auf dem Verbandstag der Deutschen Gas- und Wasserfachmänner in Leipzig vorge tommt wieder einmal eine Beschwerde, die sich gegen den leitenden schränkung des Verbrauchs nicht erst auf langes Prozessieren, iolagen, man solle sich bei den Maßnahmen für eine Ein­Arzt, Sanitätsrat Dr. Reuter, richtet. Wer diese Heimstätte von Verhandeln usw. mit den Abnehmern einlassen, sondern furzerhand Ueber eine sensationelle Wendung in der Aufklärung des Raub- früher her kennt, wird wissen, daß Herr Dr. Neuter nur zu oft denen, die zuviel entnommen hätten und dafür keine Strafe zahlen mordes an der Schankwirtin Messerschmidt in der Linienstr. 63 wird von sich reden gemacht hat. Immer wieder wurde geklagt, daß er wollten, einfach das Gas usw. abbrehen bezw. das einer Lokalforrespondenz aus dem Polizeipräsidium mitgeteilt: Die gegenüber den Pfleglingen von einer ganz unnötigen Schroffheit Kriminalpolizei batte nach der Entdeckung des Mordes an der fonnte. Lange Zeit war es dann ziemlich still von ihm geworden, gangenen Gerichtsurteil die Verfügungen über die Erhebungen von war, die ihnen den Aufenthalt in der Heimstätte gründlich verleiden Wasser sperren. Der Herr scheint nicht zu wissen, daß nach dem bisher er­Schankwirtin Messerschmidt zwecks Aufklärung des Verbrechens eine aber jetzt fcheint er zu seiner alten Liebe, dem soldatisch rauhen Strafgeldern ungültig sind. Dder sollte etwa gar der Herr nur gründliche Durchsuchung der Wohnung, insbesondere auch der im Zon, Schlafraum stehenden Kommode vorgenommen und dabei noch etwa on, zurückkehren zu wollen. Als eines Morgens den Pfleglingen die Absicht haben, sich als starter Mann zu empfehlen? 400 M. in dem verschlossenen oberen Schubfach der Kommode vor- Suppe gereicht wurde, die nur eine Beimischung von Milch enthielt, statt der Milch die unter dem Namen Morgentrant" bekannte gefunden. Als am Mittwoch, den 14. August, nochmals nach Brief- erklärten die meisten sie wegen ihres Geschmades für ungenießbar. Hunderte von Menschen stehen, die sich alle bemühen, bei der Kau­Kautabakpolonäsen. In der Königstraße sieht man zurzeit schaften nachgesucht wurde, machten die Beamten beim Aufziehen Eines Abends gab es in Milch gefochte Hafergrüßsuppe, die durch tabaffabrit von Brunzlow eine Rolle Stautabat für 30 Pf. zu er des erwähnten Schublastens eine verblüffende Entdeckung. Es muffigen Geruch auffiel und auch sonst den Verdacht weckte, daß stehen. Vielfach sind es Kriegerfrauen, die für ihren im Felde lag nämlich zunächst darin eine ganz freistehende Bigarren die dazu verwendete Hafergrüße nicht mehr einwandfrei war. weilenden Mann einen solchen Leckerbissen" entnehmen wollen. liste, und in ihr befanden sich 500 Mart in Papiergeld. Von allen Pfleglingen ollen nur fünf diese Suppe gegessen haben, Nach einer uns vorgelegten Probe scheint es so, daß diese Lutscher Beim Hochheben der Kiste lagen noch weitere 200 M. barunter. fagte Dr. Neuter selber, als er am nächsten Tage beim Frühstück nur aus der Ferne betrachtet werden dürfen, denn in der Nähe Dann befand sich neben der Stifte eine kleine schwarze Wachs die Angelegenheit vor den im Speisesaal versammelten Pfleg zeigte das Produkt, trotzdem es erst einige Tage vorher entnommen tuchleine wandmappe und in ihr das bisher fehlende Sparkassenbuch lingen erörterte. der Messerschmidt über 8700 M. Wenn noch ein Zweifel darüber, ihnen die Liebenswürdigkeit" an den Kopf, sie befäßen nicht den näher. definierbaren Geruch, der uns an die so beliebte Kohlrübe Nach seiner Art warf der Herr Sanitätsrat war, ein durch und durch schimmeliges Aussehen und einen nicht daß das Geld und das Sparkassenbuch bei den ersten Durch geringsten" Verstand, denn durch ihre Weigerung, die Suppe zu erinnerte. Es wäre wünschenswert, daß sich die in Betracht kommende juchungen übersehen sein tönnten, hätte bestehen sollen, so wurde effen, jeien hundert Liter Milch verloren gegangen. Diesen Vor Reichsstelle mal diese Produkte etwas näher ansehen würde. dieser durch eine weitere seltsame Tatsache behoben. Der Striminal wurf hätte er nicht den Pfleglingen machen sollen, sondern den die polizei ging nämlich einige Stunden nach diesem seltsamen Fund Küche leitenden Personen, die für die Zubereitung berant­eine Bofitarte zu, auf der die Absenderin, eine angebliche Jofepha wortlich waren. Unter den Pfleglingen wurde erzählt, daß schon ienigen Stunden, die in die Speisefettkundenliſten der in den Bes Bizarad, mitteilte, daß das Geld und das Sparkassenbuch wieder in der Küche noch vor Zubereitung der Suppe einige Zweifel wegen zirken der 70, 80.- 82. und 288. Brotkommission gelegenen Geschäfte dahin gebracht werden würden, woher fie genommen worden der zu verwendenden Hafergrüße geäußert worden seien. Der Herr eingetragen find, pro Kopf 125 Gramm Käse verteilt. wären. Wer Aufklärung über diese rätselhafte, in der Geschichte Rat schloß seine Ansprache mit der offenbar spöttisch gemeinten der Kapitalverbrechen bisher wohl kaum dagewesene Handlungs Bemerkung, allem Anschein nach bekämen sie zu viel zu eſſen, daher weise geben kann, wolle sich an den Mordbereitsschaftdienst werde er die Rationen türzen. War es Zufall oder geschah es auf Zimmer 136 wenden. Aus bestimmten, hier nicht mitteilbaren Befehl, daß am Abend desselben Tages die zu den Startoffeln ge­Gründen hat die Kriminalpolizei bisher von der Veröffentlichung lieferte Heringsbeigabe sehr viel bescheidener als sonst aussiel? dieser Tatsachen abgesehen. wie Dr. Reuter fie in Aussicht gestellt Weiter wird noch gemeldet: Die Wohnung der Ermordeten Kostschmälerung, Mit scharfen Worten ging gestern in einem Rauchertermin bor wurde auch nach der legten Durchsuchung wieder verschlossen und hatte, wäre nicht einmal in einer Strafanstalt zu billigen, ge­bersiegelt. Man legte das Polizeiftegel an der Flurtür an, und schweige in einer Heimstätte für Lungentrante. Der Herr Rat, der dem Potsdamer Schöffengericht der Amtsanwalt Assessor Voß den nach jener Suppenablehnung es für nötig hielt, im Speisesaal zu weiblichen Rauchern zu Leibe. Die 24jährige Köchin F. fuhr Sonn­awar nicht nur auf das zugedrehte Schloß, sondern auch noch an erscheinen und mit seiner Strafpredigt loszulegen, sollte auch tag, den 2. Juni, mit ihrem Bräutigam nach Wannsee und zündete mehreren Stellen über dem Spalt zwischen Tür und Türrahmen. ohne solchen Anlaß möglichst oft seine speisenden Pfleglinge fich im Vollgefühl ihrer Freiheit auf einem Wege der durch den Die Schlüffel nahm man nach dem Polizeipräsidium mit. Um so größer war das Erstaunen der Beamten bei der rätselhaften Ent- besuchen und sehen, wie's ihnen schmeckt". Es scheint aber, daß Wald führt, eine Bigarette an, um sie dann ihrem Begleiter zum deckung. er sonst kein sehr häufiger Gaft an dieser Stätte der Tafel- Weiterrauchen zu übergeben. Kaum war der erste Zug getan, stand Bei einer genauen Untersuchung der Flurtür ergab freuden" ift. Wir wüßten ein gutes Mittel, die über das Eisen der Gendarm vor der Köchin, notierte sie, und ein Strasbefehl von sich, daß das Siegel auf dem Schloß nicht mehr bor handen war. Bei dem schlechten Klebestoff mußte man aber schimpfenden Pfleglinge von ihrer Unzufriedenheit zu turieren. Alle 50 M. wurde der Köchin eines Morgens auf den Küchentisch ge­damit rechnen, daß es auch von selbst herabgefallen fein fonnte. Angestellten einschl. Oberin und leitender Arzt sollten genötigt legt. Diesen Rauchermatel wollte die Köchin natürlich nicht auf Die anderen aber hafteten noch an ihrer Stelle. Es zeigte sich werden, die Kost der Pfleglinge zu genießen und Tag für Tag mit fich siten lassen und vor dem Potsdamer Schöffengericht legte Wundern würde man sich da, sie mit der Begründung Einspruch ein, daß sie doch nur Die Hälfte, die an der ihnen an derselben Tafel zu speisen. jedoch, daß fie zur Hälfte gelöst waren.- Tüs faß, war vermutlich mit einem Messer sauber abgelöst worden, wie kräftig die höchsten Spizen" mitschimpfen würden- und wie ihrem Schatz die Zigarette angeraucht habe. Der Amtsanwalt be­antragte Aufrechterhaltung des Strafbefehls; denn nicht genug, daß während die andere Hälfte auf dem Türrahmen fleben geblieben war. rasch das helfen würde! die Mädchen jet Uniummen für Zigaretten ausgeben, die sie ihren So hatte der Eindringling die Tür geöffnet, ohne diese Siegel zu berlegen. Und nachdem er sie dann wieder geschlossen hatte, war Kavalieren schenken, geht die Sache jetzt soweit, daß der Wald schon von Frauen durch das Rauchen verpestet wird. Die Justizbehörden an der Tür nichts weiter aufgefallen. Die Ermittelnngen führten Man schreibt uns: 18 Personen, ohne die Bündel und Bakete, haben daher auch Anweisung erhalten, die weiblichen Raucher im unterdessen dahin, daß man zwar niemanden gesehen, aber doch zählten wir am Montag auf dem Hinterperron eines alten Walde doppelt zu bestrafen. Das Schöffengericht ließ noch einmal etwas gehört hatte. Die Leute, die über der Messerschmidtschen Straßenbahnwagens. Auf jeder Haltestelle mußten Wartende zurück- Milde walten und berücksichtigte, daß die Köchin in eine sogenannte Schankwirtschaft mohnen, waren in der Nacht vom Dienstag zum bleiben. Und dabei war es nicht einmal in der Zeit der Geschäfts- Raucherfalle hineingeraten war. Die Strafe wurde daber auf 30 M. Mittwoch, den 14. d. Mts. durch ein Geräusch auf die unter ihnen schlüsse. Aber freilich, den Anhängewagen sparte fich die Direktion, ermäßigt. Der Bräutigam hatte nur einen Strafbefehl über 20 m. liegenden Räume aufmerksam geworden. Es hatte sich angehört, die ganz richtig rechnet, daß viele Schafe in einen Stall gehen, und als ob die Flurtür zugeschlagen worden wäre. Die Leute wußten daß die Berliner sehr zum Durchhalten bereit sind, selbst wenn aber, daß unten alles verschlossen und versiegelt war, und nahmen es nur zum Besten gewisser Attionäre geschieht. deshalb an, daß sie sich getäuscht hatten. Von der Unbequemlichkeit dieser planmäßigen Wagenüber­füllung sei nicht erst viel gesprochen. Aber wieviel Kleider gehen Wohnungsverband und Wohnungsbaubank Groß- Berlin. dabei zerschliffen, wie sie schon einmal find in die Brüche, Zu einem regelrechten Rampfe zwischen Eisenbahnräubern und Der städtebauliche Dezernent des Verbandes Groß- Berlin, Stadt- wieviele Krankheitsteime werden in diefer Körpervermengung über- Eisenbahnbeamten, bei dem leider einer der Beamten tödlich ver baurat a. D. F. Beuster, veröffentlicht in der gestrigen Nummer tragen! Wieviele Personen verunglücken bei dem Versuch, einzu- legt worden ist, ist es auf der Strede Bebra- Göttingen gekommen. der Bauwelt" Vorschläge für die Organisation der Maßnahmen steigen! Ein Bekannter von mir hat, weil er aus dem Wagen ge- Auf Bahnhof Bebra hatten zwei Männer, die die feldgraue Unter­zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Groß- Berlin. Er betont ein- drängt und geschleudert wurde, feinen Anzug total ruiniert. Es offiziersuniform trugen, versucht, einen Bahnwagen zu berauben, leitend, daß die kommunale Berriffenheit Groß- Berlins bringend war sein legter. Wer ersetzt ihn den wirklich unerseglichen Verlust? waren aber durch hinzukommende Bahnbeamte dabei gestört worden. die Schaffung einer einheitlichen Bentratstelle zur Lösung der Ein Dummer fragt noch erst. Die beiden Räuber sprangen nun geistesgegenwärtig in den gerade Wohnungsfrage erheische und daß es weniger auf die Er Zu bedauern und zu bewundern sind die Frauen, die unter abfahrenden Zug nach Hannover . Auf der telephoniich benachrich­bauung von Rotwohnungen als die Errichtung solchen Verhältnissen beruhigend und mit einem guten Wort tröstend tigten Station Niederbebra wurden die Diebe aus dem Zuge heraus­von Dauerbauten antomme. Als Zusammenfassung der oder spaßend ihren Dienst tun. Immer wieder, unermüdet und geholt und festgenommen. Sie rissen sich jedoch plößlich wieder Kommunalverbände schlägt Beuster den Wohnungsverband Groß- durch nichts aus der Fassung zu bringen, ordnen sie die fich fos, warfen die sich ihnen entgegenstellenden Beamten nieder, zogen Berlin und gewissermaßen als Geschäftsabteilung dieser, Behörde drängenden Massen, ermöglichen Ein- und Aussteigen. Immer dann Revolver, aus denen sie mehrere Schüsse abgaben und die Bildung einer Wohnungsbaubant Groß- Berlin G. m. 6.§. vor. wieder plagen fie fich in dem Gewühl, daß ja niemand den Fahr- flüchteten. Nun entspann sich eine wilde Jagd das Wohratal nach Der Wohnungsverband stellt den verantwortlichen Träger aller preis schuldig bleibt. Die Sklaven der Ordnung wiederholen Oberhohne zu, während der die Verfolgten fortgesezt auf die Eisen­gegen die Wohnungsnot zu ergreifenden Maßnahmen dar; die von sie nicht auch im Traume: Bejezt" nach vorne gehen"? bahnbeamten schossen. Dabei. wurde der Rangierer Bachmann aus Reich und Staat bereitzustellenden Geldmittel und Ländereien werden Wann wird die Straßenbahn endlich dahin gebracht werden, Eltmannshausen durch mehrere Kugeln tödlich verwundet. ihm überwiesen und nach seinen Beschlüssen unter Aufsicht des Ober- für ihre erhöhten Tarife auch nur eine teilweise Gegenleistung zu Räuber find leider entkommen. Es sind zwei gefährliche Burschen, präsidenten als Staatskommissars verwandt. Der Verband legt zu bieten? die schon seit geraumer Zeit die Eisenbahnzüge und Güterbahnhöfe den Reichs- und Staatsmitteln seinerseits einen Beitrag hinzu, den in Hessen , Thüringen und Hannover beraubt und dabei große Beute er durch Umlage unter seinen Mitgliedern aufbringt; als Umlage­gemacht haben. maßstab find je zur Hälfte Einwohnerzahl und Steuerkraft gedacht. Die Kriegsverhältnisse haben zu einer schon recht ausgedehnten Entsprechend dem Charakter der Notstandsmaßnahmen soll der Bob- Anwendung des Brauches der Pfandforderung in Gastwirtschaften nungsverband vier Jahre nach Friedensschluß mit England aufgelöst aller Art für das beim Essen und Trinken benutte Geschirr, Be­werden. Unter der Voraussetzung, daß die bei der Notattion ent- fted usw, geführt. Jm allgemeinen läßt sich dagegen nichts jagen, stehenden Berlustausgaben zu vier Fünftel von Reich und Staat mei die Entwendung der mit Pfand belegten Gegenstände, die auch Heimöffnung 7 Uhr. getragen werden, mithin der Verband der Verlustausgaben auf- schon in Friedenszeiten zu beobachten war, fich unheimlich steigerte. zubringen hätte, wird man die Belastung des Wohnungsverbandes Es wurde unter dem Einfluß des Krieges ohne viel Kopfzerbrechen Freitag mittag. Im öftlichen Küftengebiete überwiegend bewölkt, õiter auf etwa 30 Millionen Mark vorläufig annehmen tönnen. über die Strafbarkeit gestohlen, meil Sie gestohlenen Gegenstände, leichte Regenfälle, in den anderen Gegenden zunächst trocken und vielfach Der verfassungsmäßige Aufbau des Wohnungsverbandes ist deren Gesamtwert für größere Gasthäuser eine recht ansehnliche heiter, später zunehmende Bewöllung, in den Mittagsstunden überall nach Beuster etwa in der Weise gedacht, daß sich der Berbands. Höhe erreichte, allmählich in den Haushaltungen zu fehlen be- l ziemlich warm.

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Berkehrsmifere.

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Das Pfandgeld.

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erhalten.

Aus aller Welt.

Jugendveranstaltungen.

Die

Süden. Morgen abend im Jugendheim Distutierabend.

Wetterausschten für das

mittlere Norddeutschland Die