Erneuter Protest gegen die barbarischen augenblicklich so, daß es der Anspannung aller Sträfte bedarf, wenn Waffenstillstandsbedingungen.
auch nur das allerschlimmste abgewendet werden soll.
Nachdem sich die lintsgerichteten Teile der beiden liberalen Berlin , 23. November. An die gegnerischen RegieParteien zu der bürgerlich- radikalen„ Demokratischen VolfsEin Matrosenvat, der sich unter dem Vorsiz des Oberlandesgerichtsrat Schröder gebildet hat, übt, wie die partei" zusammengeschlossen haben, hun fich die Ueberbleibselungen ist folgende Note gerichtet worden: beider Parteien auch ihrerseits zusammen. Die neue Partei einigten Staaten verkündeten Grundsäte eines Rechtsfriedens Curhaven, Wilhelmshafen und Hantburg, einen verhängnisvollen Im Bertrauen auf die von dem Präsidenten der Ver- P. P. N. melden, in einigen Hafenstädten, besonders in Lübeck , führt den Namen„ Deutsche Volkspartei ". Ihren Aufruf unter hat sich das deutsche Volk um Vermittelung eines Waffenstill. Einfluß aus. Er hält die Matrofen davon ab, die Echiffe zu den zeichnen die ehemaligen Fortschrittler Wiemer und Stopsch standes an Präsident Wilson gewandt. An Stelle des er- Werften heranzuführen und verhindert dadurch, daß sie für die und die ehemaligen Nation alliberalen Rießer, Strefe. warteten, von den Grundsäten des Rechts und der Billigkeit Wiederaufnahme des mann, Friedberg und Schönaich- Carolath sowie und von dem Wunsche einer zukünftigen Versöhnung der Amerila feetlat gemacht werben. Auch hier gilt das oben Frau Klara Mende Völker. Ueber die Forderungen der Völker beherrschten Waffenstillstandes ist uns neuen Partei sagt der Aufruf:
gefagte.
Lebensmitteltransports
DD 11
ein Waffenstillstand der Bergewaltigung Neues Rechtsmittelverfahren für Kriegs
geworden.
und der Vernichtung
beschädigte.
Wir fordern alle Anhänger freiheitlicher Staatsauffassung, Sie jegliche Reaktion entschieden bekämpfen, aber auch jeber politischen und wirtschaftlichen Verge waltigung entschlossen entgegentreten wollen, zum Beitritt Die Bestimmungen dieses Waffenstillstandes bedenten in zur deutschen Voltspartei auf. In schwerer Zeit rufen wir das ihrer Durchführung nicht eine Brücke zum Frieden, sondern deutsche Volt auf, über die Zukunft der Nation selbst au ent- Die Fortsetzung des Krieges mit anderen mittelverfahrens für In naher Aussicht steht die Anordnung eines neuen Rechtsscheiden. Der Rusammentritt der Nationalber= Mitteln. die riegsbeschäbigten und fammlung ist die erste Voraussetzung der demokratischen Staatsentwicklung, die wir erstreben. Ohne Volksabstimmung Die Forderungen des Waffenstillstandes werden der Welt dem bisher die Entscheidung oblag, sollen Spruchinstanzen in An. Kriegsinterbliebenen. Statt des Kriegsministeriums, tein Friebe, fein Brot, feine Wohlfahrt. dea ersehnten Frieden nicht bringen. Sie sollen die Wie- lehnung an die Schiedsgerichte und Organe der Arbeiterversiche Auf dem Boden der durch die Umwälzung ge- derherstellung frieblicher Ruhe in Deutsch rung geschaffen werden. Außerdem sollen die Renten er. fchaffenen Tatsachen fämpfen wir für ein Großland und eine geordnete Demobilierung un- höht werden. deutschland vom Brenner bis zum Belt, für Freiheit, Crd- möglich machen, sie sollen das schwergeprüfte Land dem nung und Gemeinwohl. Chaos und der Anarchie preisgeben. Unsere feier Mit dieser Parteinenbildung scheint die liberale Um- lichen Brotefte gegen diefes der Menschlichkeit han gruppierung einen gewissen Abschluß erreicht zu haben. Es besprechende Berfahren sind ungehört verhallt. Mag ftehen nach wie vor zwei liberale Parteien, aber in anderer die Härte der Waffenstillstandsbedingungen mit der Not Zusammensetzung als vorher, indem sich die Teile des Fortschritte wendigkeit begründet worden sein, dem Deutschen Reiche den und der Nationalliberalen, die sich miteinander verwandt fühlen, Biederbeginn der Feindseligkeiten unmöglich zu machen, so ist
Mit der Verwirklichung dieses Planes würde eine Forderung in Erfüllung gehen, die von den organisierten Kriegsbeschädigten schon lange mit aller Energie vertreten wird. Das bisherige Rechts. verfahren in Kriegsrentensachen war ein Monstrum, es stand, in Widerspruch mit sämtlichen Grundsägen der modernen Rechtspflege.
verſchmolzen und gleichzeitig von den ferner stehenden Elementen doch unseren Feinden inzwischen klar geworden, dah diese Vorläufig keine Gemeindewahlen in Preußen
der eigenen Partei getrennt haben.
Die Umgruppierung der Rechten.
Deutsch Nationale Volkspartei.
Begründung nicht mehr stichhält, benn das dentse Wolf will die Feindseligkeiten nicht wieder beginnen und kann es nicht. Die Deutsche Regierung ficht in der Aufrechterhaltung der harten Bestimmungen ein
Attentat gegen die Grundsäge der Zivilisation
Die preußische Regierung hat unter dem 18. November folgendes angeordnet: Ergänzungs- und Ersatzwahlen zu den Gemeindevertretun gen, Stadtverordnetenversammlungen( Bürgervorsteher- Sollegien), Kreistagen( Amtsversammlungen), Provinziallandtagen und vorstehenden gejeklichen Regelung des fommuVertretungen der Zwedverbände finden bis zu ber be. nalen Wahlrechts nicht statt.
Berlin , 23. November. Gine Anzahl rechts unb mittelparteilicher Reichs- und Landtagsabgeordneter sowie sonstiger Persönlichfeiten erlaffen einen Aufruf zur Gründung einer Deutsch und muß den Schluh ziehen, daß es den Regierungen der Nationalen Bollspartei. Der Aufruf fordert die Rückfehr von der alliierten Länder auf nichts anderes ankommt, als auf die BerDiftatur einer einzelnen Bevölkerungsffaffe zu der nach den letzten gewaltigung und Vernichtung des deutschen Volkes! Greignissen allein möglichen parlamentarischen Die Wahlzeit für diejenigen Vertreter, für die eine GrRegierungsform, Wiederherstellung von Recht und Ordnung, hat sich die Deutsche Regierung wiederumanden Prägesetzlichen Regelung erfolgten Wahl verlängert Sofort nach Abschluß der Waffenstillstandsverhandlungen gänzungowaht nötig gewesen wäre, wird bis zu der nach der neuen Einigfeit, Freiheit und Selbständigfeit des deutschen Wolfes gegen fibenten der Vereinigten Staaten mit der Bitte über fremden Einflüssen und äußeren Mächten, Schutz des gewandt, so schnell wie möglich Verhandlungen über einen Hirsch. Privateigentums vor den von der Sozialdemokratie ge- räliminarfrieden herbeizuführen. Bis heute ist planten Angriffen, Abbau der im Kriege geschaffenen die Deutsche Regierung ohne Nachricht darüber, to ann 3 wangswirtschaft und Auflösung der Kriegsgesellschaften. endlich bie Regierungen der alliierten Län. Ferner tritt die neue Bartei auf den Boden des gleichen bermitbem Friebenswertben Anfang machen Wahlrechts und verlangt Freiheit der Person und des Ge- wollen.
toiffens.
Um das heilige Eigentum zu retten, merden die Herren fogar „ demokratisch" und beten an, was sie früher( gleiches Wahlrecht, parlamentarische Regierungsform) verflucht haben.
Abkehr von der Spartakus- Politik.
gemeldet:
diefer Verzögerung des Friedens nicht die Absicht der Feind: Das deutsche Volf beginnt zu ameifeln, ob sich hinter verbirgt,
die gehetten und ermüdeten deutschen Truppen durch Nighterfüllung der unerfüll. baren Waffenstillstandsbedingungen ins Unrecht zu setzen
und damit für die Alliierten einen Titel zu schaffen für eine tiesurit 8.
Dr. Breitscheid.
Versammlung der Frontsoldaten.
Spartatistisches Zohuwabohn.
Die Diskussion über das Referat Riebknechts, das wir in unferer Es war deutlich zu erkennen, daß ein großer Teil der Bersammel geftrigen Abenbausgabe brachten, gestaltete sich äußerst stürmisch. ten, namentlich die unvoreingenommen erschienenen Frontfol. baten selber, mit Liebknecht durchaus nicht einverstanden maren. Die Spartakus- Männer bemühten sich eber, durch jede Art des Versammlung terrors, die Opposition niederzuhalten. Zunächst ließen sie nur ihre Leute reben, die in mistester Weise und vom Beifall ihrer Anhänger unterstübt gegen die Regierung der beiden fozialdemokratischen Parteien zu gelde zogen.
Nachdem sich die Debatte zwei Stunden hingezogen hatte, erhielt
endlich Genoffe Simon Nabenstein das Wort, die Spartatue Tregen
Kiel und Bremen gegen Diktatur. Die jüngsten Putschversuche der Spartakusleute haben bod gebavi, weiten Streifen die Augen über das wahre& diefer Bewegung zu öffnen. Selbst in ihren Wenn der Friede als ein Rechtsfriede gefchloffen werden wir alle gegentevolutionären Bepreebungen, wie sie sich belo bisherigen Hochburgen ist die Politik der Spartakus- Gruppe foll, so darf den Entscheidungen der Friedenskonferenz in den auf dem Bande zeigen, niederhalten müssen. Er vecwies auf die erschüttert oder gestürzt. Aus iel wird uns telegraphisch rechtlich strittigen Fragen nicht vorgegriffen werden. Angaben Wurms, daß unsere Ernährung ohne Hilfe vom Die Deutsche Regierung muß diesem von dem Präsi- Auslande zusammenbrechen müsse.( Burufe: Schwindel.) Kiel , 23. November. ( Eigener Drahtbericht des Vor- denten aufgestellten Grundfah gegenüber feststellen, daß die Wir sind die Besiegten, die Gegner fönnen mit uns machen, was sie märts".) In einer Versammlung der Vertrauensleute von der Französischen Regierung in Elfak- Lothringen wollen.( Burufe: Laht fie doch, wir haben es ja jo lange aus der Marine foldaten von Riel und Umgegend, die getroffenen Maßregeln, ebenso wie das Verfahren ber halten müssen, schlimmer fann es nicht werden.) Die jetzige Beit bon 700 bis 800 Obleuten aller Schiffe und Polen in den östlichen Grenzgebieten Deutschlands und ist nicht dazu angetan, um so schnell zur sosialistischen Gesellschaft Formationen besucht war, wurde im Auftrage mehrerer großer eingeine Maßnahmen der nichtdeutschen Bestandteile des che- find bodi nicht die Sozialisten, sondern die imperialistischen Gegner au lommen.( Widerspruch.) Mit dem deutschen Imperialismus Formationen scharfe Rfitit daran geübt, daß fünf Mit- maligen Desterreich- Ungarns gegen die Deutschen , nichts an- Deutschlands fertig geworden. Von deren Gnade find wir jetzt ab glieder des Soldatenrats vor einigen Tagen einen Aufruf beres find, als Veriudhe, den Entscheidungen der hängig in bezug auf unsere Ernährung. She die große Weltrevo Betr. Erklärung der Banken und Großbetriebe als National Friebenstonferenz mit Gewalt eigentum erlaffen haben, ohne die Vertrauensleute greifen. borzu- lution fommt, fönnen wir in Deutschland längst berhungert borher zu fragen. ( n der Roten Fahne" war dieser Jein.( Beifall.) Wir haben doch jetzt eine parlamentarische Stegie Gegen alle diese Verfuche, wie gegen die Berzögerung des rung.( Stürmische Rufe der Liebknecht - Anhänger:" Wo denn?" Aufruf als Sieg der Spartakus- Gruppe in Riel mit großen Friedensschlusses, legt die Deutsche Regierung den schärf- Judas"," Strolch".) Wenn Liebknecht sagte, die Revolution habe Worten gefeiert worden. Ned.d. Borw.".) Auch sa chlichten Protest ein. Aus der Gesinnung, die aus einem uns noch nichts gebracht, so erinnere ich baran, daß fie uns den wurde der Aufruf fritisiert. folchen Verfahren spricht, fann ein Friede von Dauer nicht tämpft haben.( Unbändiges Lachen der Liebknecht- Anhänger und Achtstunden tag gebracht hat, für den wir seit 30 Jahren gehervorgehen. Das deutsche Wolf kann vorübergroßer Bárm.) Der Redner verlas eine Resolution. Der erste gehend vergewaltigt werden, es wird nicht Gab: Die Bersammelten lehnen alle bolichemistischen Bestrebungen aufhören zu leben und sein Recht zu fordern. ab", wurde mit Beifall und Widerspruch aufgenommen. Nach VerBerlin, den 23. November 1918.
Gouverneur Genoffe Noste berichtete über den letten Handstreich der Spartakusleute in Berlin und schilderte die Art, wie eine Handvoll Leute sich anmaßen möchte, der Regierung ihre politischen Ansichten aufzuzwingen. Die Versammlung gab ihrer Empörung über die borgefommenen Eigenmächtigteiten und Gewaltstreiche in stürmischer Weise Ausdruck. Mit allen gegen bier Stimmen wurde folgende Entschließung angenommen:
gez. Solf,
Staatssekretär des Auswärtigen Amtes.
Wilde Streits im Bergbau.
Wat Entrüstung nehmen die Vertrauensleute der Rieler Stellen in Köln und Düsseldorf mit der badischen BoltsMarine von den Vorgängen in Berlin Kenntnis. Gie regierung durch den Landesausschuß der Arbeiter und Soldatenverurteilen die Gewaltstreiche fleiner Minderheiten auf das aller- räte dahin verständigt, daß fie unter allen Umständen geentschiedenste. Die große Revolutionsbewegung darf nicht millt find, gegenüber den maßlosen Forderungen der Berliner seriplittert werden, sondern ihre Einheitlichkeit und Ent- Liebknechtgruppe zusammenzustehen und im äußersten Falle nicht schlossenheit ist zu bewahren. Die Regierung ist bei ihrer Politit vor einer selbständigen Regelung Süddeutschlands zu unterstüben, die bezweckt, den darbenden Volksmassen mög- und des Rheinlandes Halt zu machen. lichst rasch Frieden und Arbeit zu sichern. Dazu ist die Einberufung der Nationalversammlung auf den Zeitpunkt erforder lich, bei dem ordnungsmäßige Wahlen möglich sind. Den Gedanken an die Aufrechterhaltung einer Gewaltherrschaft darüber hinaus lehnen die Vertrauensleute auf das nachdrücklichste ab. Die Kohlenversorgung wird durch Streits in Oberschlesien Auch in Bremen ist nach einer Meldung der Expreß- wesentlich beeinträchtigt. Die Streite sind ausgebrochen drei Rorrespondenz ein vollständiger Umichwung der Tage nachdem eine Vereinbarung zwischen den Unterage eingetreten. Die Garnison verweigert den radi nehmern und sämtlichen Gewerfichaftsgruppen zu kalen Führern, die mit Schlagworten Bolichewismus", Kom- ftandegekommen war, bei der alle Forderungen der Ar munismus und Rote Garde arbeiten, die Gefolgschaft. Nach beiter bewilligt worden sind. Jetzt werden bis zu 25 m. den Beschlüssen des Arbeiter- und Soldatenrats vom Diens. Schichtlohn verlangt. Die Bewegung steht nicht unter dem tag, die für eine Diftatur des Proletariats eintraten und Einfluß der Gewerkschaften, ist auch nicht einheitlich. Wahlen strift ablehnten, traten Vertrauensmänner der ber- hat aber schon den größten Teil des oberschlesischen Sohlenreviers fchiedenen hiesigen Stompagnien am Donnerstag und Freitag erfaßt. Bei ihrer Fortdauer würde die Kohlenversorgung, nament zu Besprechungen zusammen. Es gelangte einstimmig eine lid Groß- Berlins, aufs Schwerste gefährdet. Die bisherigen Entschließung zur Annahme, die für die sozialistische Ginigungsversuche, auch unter Mitwirkung der Regierung, find Republif eintraten, die Reichsregierung unter ohne prattischen Erfolg geblieben. Die Bewegung st it, die Ausschreibung der Wahlen nach er wird anscheinend von den fohlenhungrigen Tschechen und Polen folgter Demobilisierung verlangt und die Bildung Noter ins Land getragen. Garden entschieden ablehnt. Auch in Rheinland - estfalen find Streifs mit politiDie Volligung des Arbeiter und Soldatenrats vom Frei- fchem Hintergrund ausgebrochen. Sie find augenscheinlich noch tag beschäftigte fich gleichfalls mit dieser Frage. Der Abge nicht sehr umfangreich, breiten sich aber ständig aus, und ordnete Henke, der bisher einer der entschiedensten Vertreter die Gefahr i vorhanden, daß auch sie den ganzen Kohlenbezirk des Diktaturgedankens war, erklärte, daß man nicht unter ist allen Umständen darauf bestehen werde. Die Angelegen- erfaffen. Die Folgen für den Waffenstillstand, die Ernährung, den heit wird auch die am Sonntag in Bremen stattfindende VerVerkehr und das ganze Wirtschaftsleben wären unabsehbar. sammlung der Arbeiter-, Soldaten und Bauernräte von ganz Nordwestdeutschland beschäftigen.
In mehreren mitteldeutschen Städten mußten die Gasanstalten be.
reits gelöscht werden.
Die Arbeiterschaft muß bringenb ermahnt werden, bie ungeNach der Franff. 8tg." haben sich die Volksregierun- beuer schwierige Lage Deutschlands burch wilde Streifs nicht
lefung des zweiten Sakes: Die Versammelten haben Vertrauen zur sozialistischen Regierung", erhob sich ein ungeheurer u. mult. Rufe:„ Staus, raus"," schmeißt doch den Sterl raus" fchwirr. ten durch den Saal. Der Redner, sprach noch einige Worte, die aber in dem Lärm völlig verloren gingen.
Nach Schluß der Debatte wurde über die Resolution abgestimmt, welche sagt:
Alle in Berlin eintreffenden Frontsoldaten werben aufgeforbert, fortlaufend Delegierte für den Rat der Frontsoldaten zu wählen. Die erste Forderung der Delegierten ist, Aufnahme in den Groß- Berliner Soldatenrat. Sollte sich dieser gegen die Aufnahme aussprechen, so erklärt die Versammlung, daß fie sich unabhängig von ihm eine Interessenvertretung der Frontsoldaten schaffen wird.
Die Resolution tourbe gegen eine starke Minderheit angenommen. Sofort nach der Abstimmung betrat ein Soldat das Bodium und protestierte gegen die Abstimmung. Die Mehrheit der Versammlung antwortete darauf mit einem ungeheuren Lärm. Der Soldat versuchte seinen Protest damit zu be. gründen, daß die Versammlung wegen der Art ihrer Einberufung und Sufammenfebung nicht kompetent fei, eine Bertretung der Frontfoldaten einzusehen. In dem Lärm fonnten die Worte des Redners, ben ein Versammlungsteilnehmer vom Podium zu zerren suchte, nur von den Sächsischenden berstanden werden. tatus- Mehrheit angenommen. Hierauf wurden noch mehrere Resolutionen von der Spar
gramm Liebknechts erklärt hatten, als Rat der Frontsoldaten. Die Versammlung wählte zehn Delegierte, die sich für das ProEine große Anzahl Frontsoldaten, die an der Versammlung flärung übergeben:
teilnahmen, haben der Redaktion des Vorwärts" folgende Er
Gine Anzahl der in der Versammlung antvefend gewefenen Frontfoldaten protestiert dagegen, daß die Versammlung dazu mißbraucht worden ist, sich als Bertretung ber Frontfoldaten aufzuspielen. Die Wahl von Solbatenräten hat im Rahmen der einzelnen Formationen zu er folgen, da sich dort nur feststellen läßt, ob es sich wirklich um Angehörige der Frontformationen handelt. Sameraben, die nur gana borübergehend in Berlin anwesend find, fönnen nicht die dauernde Eingliederung von Vertretern in den Groß- Berliner Arbeiter und Soldatentat berlangen. G3 wird erwartet, daß die in der Versammlung Gewählten beim Groß- Berliner Arbeiter- und Soldatentat nicht zugelaffem werben.
Die Abgabe dieses Protestes in der Bersammlung wurde durch