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Zur Zandarbeitsordnung.

Die neue Landarbeitsordnung verdankt ihre Entstehung dem Reichsbauern und Landarbeiterrat in Berlin , wel­cher sich bekanntlich aus den Verbänden der ländlichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gebildet hat. Die Landarbeitsordnung ist aus den zwingenden Forderungen der Zeit heraus geboren und wird in der auttlichen Veröffentlichung im Deutschen Reichsanzeiger" bom 30. Januar 1819 ausbrädlich als vorläufige Landarbeitsver­ordnung bezeichnet.

Die Verordnung, welche in denkbar furger Zeit herausgebracht worden ist, wird im richtigen Augenblid veröffentlicht. Einerseits ist unsere Ernährung durch den Mangel an Arbeitskräften in der Land- und Forstwirtschaft auf das Echwerste bedroht, andererseits schwillt die Zahl der städtischen Arbeitslosen in fata­ftrophaler Weise an. Die Landwirtschaft hat durch den Ausfall der Krigsgefangenen- und Ausländerarbeit einen desartigen Man­gel an Arbeitsträften, daß fie gut und gerne minde. stens eine Million neuer Arbeiter aufnehmen fann.

Die Abneigung der städtischen Arbeiter gegen die Uebernahme von Landarbeit basiert aber in der Hauptsache darauf, daß die bis. herige Landarbeitsordnung, soweit man überhaupt von einer solchen reden tann, völlig veraltet und den Zeitforde­rungen in feiner Beise angepakt war. Die Landarbeitsverord­nung vom 24. Januar 1000 gibt dem städtischen Arbeiter unbedingt die Möglichkeit, ländliche Arbeit zu würbigen Bedin gungen zu übernehmen und dadurch fie und seine Mitbürger bor Hunger zu bewahren. Es wird ihm aber auch aus reinem Selbsterhaltungstrieb zur licht, die fich bietenden Ar­beitzgelegenheit nun auch schnelftens au ergreifen. Die Landwirt schaft bedarf seiner Straft, die Industrie wird ihm in absehbarer Beit feine Arbeitsgelegenheit bieten lönnen, und unsere finanzielle Lage wird die ungeheuere Belastung durch die Arbeitslosenunter­fügung nur noch ganz furge Beit ertragen fönnen, obne geradezu fatoftrophal zusammenzubrechen. Der Erfolg der Verordnung wird somit in hohem Grade von der Einsicht und der Klugheit der beschäftigungslosen städtischen Arbeiterschaft abhängen und ihr Berdienst wird es sein, wenn ez noch im letzten Augenblid gelingt, den völligen Zusammenbruch unserer Ernährungswirtschaft zu verhindern.

Gegen den Spartakusterror.

Bremen und Düsseldorf .

Der Telegraphen- Union" wird über die Lage in Bremen fol­gendes gemeldet: Die Epartakisten haben hier die Telephon- und Telegraphenleitungen burd fanit en und den bärgerlichen Einwoh nern bei Todesstrafe das Berlaffen ihrer Häuser verboten. Nu den Türmen des Domes haben die Erartakisten mehrere Maschinen­g.wehre eingebaut. Wie jetzt feststeht, sind in Bremen mehrere russische Volschewisten zur Unterstübung des spartafiti­fden Widerstandes tätig. Die Regierungstruppen haben gegen die Südstadt und den Hafen Marinegeschüte aufgefahren.

Wie weiter mitgeteilt wird, ist die Lage in Bremen zur Stunde nech vollkommen ungeflärt und man weiß nicht recht, ob und zu welchem Zeitpunkt die Division Gerstenberg mit ihrem Einmarsch in Bremen Ernst machen wird. Es läßt sich auch noch

Pelle bes Generalfommanbos 8. M.-S. atveds Bilfe zu wenden habe. Am 6. 1. 19 versuchten eine Anzahl Soldaten und Zivilisten sich der beim Generalfommando lagernden Waffen zu bemächtigen, um sie auf der Straße zu verwenden. Das haben wir allerdings unter­bunden, um doreiligen Menschen nicht Gelegenheit zu geben, auf der Straße Unfug zu treiben. Unserem Standpunkt trat die Dienst stelle des Generalfommandos 3 A.-S. bet.

Weiter wird erflärt, daß der Bentralfoldatenrat fich ge­ftatte, an den Maßnahmen der Regierung Kritik zu üben, daß er aber auf Grund ihm erteilter Informationen ieine Zustim­mung zu den Werbungen für den Diten gegeben habe. Der Bentralsoldatenrat habe allerdings einmal Noste die Her. gabe von Waffen verweigert, die für die Wilmersdorfer Bürgerwehr verwendet werden sollten.

Gründe der Unbeliebtheit. Einigen Heißspornen zum Nachdenken.

In den jüngsten großen Offizier@ versammlungen haben einige Medner bittere und entrüstete Klagen geführt über die Mikkimung gegen die Offizere, die sich jetzt oft in so heftiger und, wie wir gern zugestehen, gegen den einzelnen oft ungerechter Weise Luft macht. Immerhin sollte man auch in Offizier freifen bestrebt sein, sich über die Gründe felcher Offiziersfreifen Miimmung flar zu werden. Ein Offizier veriebe sich bitte einmal in die Seele eines Soldaten, der vier Jahre bei Dred­torten" und Kuklappen" zugebradt bat und dem der Zufall, wie uns, folgende sorgfältig gedruďte Menufarten in die Sand spielt:

Gänsebraten

Alter Echerry

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Sauptquartier Oft, ben 1. Oftober 1916.

Zweigstelle. Speifen folge. Gemüsesuppe

Rotkohl

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Mter Scherrh

Kartoffeln Apfelmus 1912er Graacher 1911er Chateau Margaug Kupferberg Kupfer

Flammer

Butter und Käse

C6ft Kaffee

Sauptquartir Oft, den 22. Juli 1916, Speisenfolge.

Mare Ochsenschweissuppe

1915er Clüfferather 1907er Chateau Tapiau Boschierte Eier auf Tcaft mit Canslebermus 1904er Radenheimer Sirschrücken mit jungen Gemüsen umlegt, Echloßfartoffeln und Eahnentunte Jeländische Eveise Warme Räseschnitte

Kaffee

Müller Extra

1888er Chateau Saut- Brion

Es muß deshalb mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln baran gearbeitet werden, daß wir uns in der jo wichtigen Seefisch­berjergung vom Ausland völlig frei machen.

Um dies zu erreichen, lann ein auf der Grundlage der Sozialis fierung errichtetes Attienunternehmen gegründet werden, an dem das Reich sowohl wie die Bundesstaaten, die Kommunen, die Kreise der Industriegebiete und ferner die Großbanken, die Großindustrie­ellen und Kapitalisten beteiligt sein sollen.

Dies neue Unternehmen soll neber den bestehenden Hochsee­fischereien, die als solche bleiben sollen, daran mitarbeiten, die Be dürfnisse in der Eeefischversorgung zunächst teilweise zu decken. Im Laufe der Jahre wäre dieses Unternehmen dann schließlich derart auszubauen, daß alle Ansprüche seitens der Bevölkerung zu friedengestellt werden.

Den großfapitalistischen Interessenkreisen der vorhandenen Hochseefischereibetriebe und den damit in Verbindung stehenden Grossisten wie deren Trabanten wird natürlich die Gründung eines solchen sozialistischen Unternehmens wenig angenehm sein.

Da die erforderlichen Fischbampfer durch die Reichswerften sowohl wie durch Privatmerften selbst bei der Knappheit der Roh erforderlichen Hilfsmaterialien in absehbarer Zeit zur Stelle sein stoffe bald herbeigeschafft und auch alle anderen für den Fischfang fönnten, würde das Unternehmen schon nach Jahresfrist mit einer größeren, neuaufgebauten Fischereiflotte arbeiten fönnen.

Lebensmittelunterbindung für wilde Streifer.

Falsche Nachrichten.

Die Nachricht, daß gegenüber wilden Streifern und folden Arbeitslosen, welche sich weigern, ihnen nachgewiesene Befoäftigung anjunehmen, eine Verkürzung der Lebensmittelration beifügt werde, ift unzutreffend.

Die Spartakusprozesse. Zu den bevorstehenden Prozessen gegen die Beteiligten des Verliner Epartakus- Aufruhrs senden uns die Verteidiger eine Erklärung, in der sie sich über schlechte Ve­handlung der in Untersuchungshaft befindlichen Angetlagten be schweren. Der Regierung ist, wie wir hören, bisher eine derartige Beschwerde nicht zugegangen, doch wird sie gewiß überflüssige Härten nicht billigen und, wo sie vorhanden sein sollten, zu ihrer Abschaffung bereit sein. In der Beschwerde wird weiter gesagt, den Berhafteten sei die Lehandlung als Kriegsgefangene zugesagt worden, das schliefe ihre Bestrafung aus. In Wirklichkeit hat die Regierung 17 Berteidigern des Mossehauses, die fürchteten, sie würden nach ihrer Uebergabe erschossen werden, zugesagt, fie würden wie Kriegsgefangene behandelt, also nicht erschossen w.rden. Die Gefangenen faßten die Sache selber nicht so auf, als ob ihnen Etraffreiheit zugeschert worden sei, denn sie baten, nicht für lünderungen bestraft zu werden, die von anderen be gangen worden jeien.

Bartei der Hamsterer. Die Deutsche Tageszeitung" führt fort während entrüstete Beschwerde darüber, daß die Regierung vorhabe, Hamstervorräte in Pivathaushaltungen energischer, als das früher geschah, zu beschlagnahmen. Die reimt sich die große Wut, w.iche das Agrarierblatt hierüber äußert, mit seinen früheren Behauptun gen zusammen, daß nur die Arbeiter die Deutsche Tageszeitung von ihr vertretenen konservativen Free schon aus Patriotismus nannte sie Echwerverdiener" gehamstert hätten, während die ihr legtes hergaben und nur von den Nationen lebten?!

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Leste Nachrichten.

Die Schuld am Kriege.

Jeder billig Denkende wird zugefteben, daß derartige nicht mit Bestimmtheit erkennen, ob die Bremer bewaffnete, Ar- Echlemmermahlzeiten gegen die oberste Pflicht des Führers beiterschaft schließlich doch noch zum Widerstand schreiten verstoßen: den Mannschaften im Entbehren und Ertra­wird. Was die Haltung des hiesigen Militärs anbetrifft, so scheint gen der Kriegsmühiale ein leuchten des Beispiel zu es bereits festzustehen, daß die Arbeiterschaft auf dessen Untergeben. Wer freilich denkt: Wir fommandieren, und die da ftigung nicht rechnen fann, denn selbst im Bremer Wacht- unten geht das gar nichts an, wie wir leben, die haben zu Bataillon", das bisher mit der gesamten Arbeiterschaft zusammen eine Art Note Garde" gebildet hat, sind die militärischen Teile schweigen und zu gehorchen!", der darf sich nicht wundern, einem bewaffneten Widerstand gegen die Division Gerstenberg wenn sich der Groll anfammelt und eines Tages erplosiv Luft nit geneigt. Nach in die Stadt gelangten M: ldungen hat macht. Für die jetzigen Ausschreitungen sollte das Offiziers­die Division Gerstenberg einige Kilometer hinter Bremen die forps zunächst aus den eigenen Reiben die verantwortlich Paris , 31. Januar. Kammersizung. Nach einer Habasmeldung Bahnlinie Bremen- Hannover durch Aufreißen der Gleise machen, die ihren hohen Stang benutzten, um sich den Stra- warfen im Laufe der Verhandlungen über die industriellen Fragen unterbrochen, um gegen evil. Ausfälle aus Bremen beffer gesichert pagen des Kriegslebens zu entziehen. verschiedene Abgeordnete der Regierung vom Jahre 1914 vor, durch die Zurücknahme der Truppen an der Grenze bei Ausbruch des Krieges das Erzbeden von Briey dem Feinde preis. gegeben zu haben. Biviani, der damals im Ministerrat prä­sidierte, führte in der Kammer aus, daß er sich glücklich schäze, jett über diese Dinge reben zu können.

zu sein.

Wie bereits gemeldet, verhandeln die Eeldatenräte des 9. AKA. und von Bremerhaven mit der Reichsregierung, die sie ersuchen, die Aftion gegen Bremen einzustellen. Wie feststeht, steht jedoch hinter diesen Soldatenräten feineswegs das gesamte Militär, ja nicht einmal ein leiner Leil. Es handelt sich dabei lediglich um Militärpersonen, bie die Führung an sich gerissen haben und in radikalem Sinne die Politit der Arbeiterschaft unterſtüken. Die Garnisonteile stehen den rabifalen Bestrebungen der Säte ziemlich fern. In den großen industriellen Werfen befindet sich die Arbeiter und Beamtenschaft in ungestörter Tätigkeit; nur die bewaffneten Arbeiter fehlen. Man erwartet hier im Laufe des heutigen Tages oder noch noch bis zum späten Abend eine Ent­scheidung über die Frage, was nun weiter geschehen soll.

In Tüsseldorf find hervorrgende Bürger von den Spartafiften als Geifeln festgenommen worden. Man erwartet hier einen balbigen Angriff auswärtiger Megierungstruppen. Die Sparta kiden haben alle öffentlichen Gebäude, die Bahnhofsanlagen und die östlichen Vorstädte in Berteidigung zustand bersetzt. Der Einmarsch von Regierungstruppen in Düsseldorf hat, wie die Spartatiften in Flugblättern behaupten, die Rustimmung der Alli­ierten, da Düsseldorf zur neutralen Bone gehört.

Eine Drohung des S- Rats.

Der Vorfizende des 9. Armeekorps, Tool, teilt mit: Falls Nosle nicht sofort die Truppen von Bremen zurückzieht, wird das ganze 9. Armeetorps mobil gemacht und außerdem die ganze Arbeitershaft aufgerufen, gegen die Regierung zu ziehen.

Studentenverfammlung.

Für akademische Freiheit.

In der neuen Aula der Universität tagte am gestrinen Nach mittag eine ftarf besuchte Versammlung der Studenten. Der Vor­fibende Dr. Stösler gab einen lleberblick über die Entstehung bes Studentenrates und die Parteienbildung. Im Nat find ver­treten die Sozialistische Studentenpartei, die Hoch schulvartei und die Großdeutsche Studentenpartei ( rechtsstehend).

Zunächst sprach Biviani über den strategischen Plan des frans öösischen Generalstabes, der eine Zurüdnahme um 25 Kilometer ins Auge faßte, um die Truppenkonzentration zu sichern. Damit hätte man auch zugleich das Ergbeden von Brieb aufgeben müssen. Vivi­ani erinnerte unter lebhaftem Beifall an die Anweisungen, die ec damals erlassen hatte, um seibst den Anschein nicht aufkommen zu lassen, als ab Frankreich der Angreifer wäre. Er las ein Tele­gramm an den damaligen franzöfifchen Botschafter in Berlin , Cambon, ver, in dem es heißt, daß die deutsche Regierung. die Verantwortung für den Angriff trage. Wir beabsichtigten, sagte Viviani, für den Fall eines tatsächlichen Ausbruchs der Kata­strophe zu verhindern, daß uns die deutschen Zeitungen etwa die Verantwortung dafür durch einen Vorfall an der Grenze in die Dr. Sad behandelte das Sauerecht, auf das die Studenten- Echuhe schieben könnten. Eobann verlas Viviani die Befehle des schaft fich weitgehenden Einfluß berschafft habe, die soziale Für damaligen Kriegsministers Mesfimh an Joffre , in denen den fran forge für in Rot geratene Studenten und ebenso die zur Be- zösischen Patrouillen verboten wurde, eine gewiffe Linie zu über­tämpfung der Wohnungsnot ergriffenen Maßnahmen.

Der Bericht des Studentenrates wurde durch drei Mebner ge­geben. Herr Bed besprach die Tätigeit des Rates als Vermitt fungsinstanz zwischen der Studentenschaft und den Behörden sowie dem Mektorat. 3 feien mehrfach ernstere Differenzen zwischen Studenten und den in 1! niversitäteräumen einquartierten Sol daten durch den Rat geschlichtet worden. Als das Mitglied des Mates Dr. Ead wegen politischer Vorgänge in Haft genommen wurde, habe man seine Freilaffung mit Grfolg betrieben.

Steichenbach( fogialist. Studpart.) trat für die Wieder schreiten, um die gange Berantwortung den Deutschen zu überlassen. zulaffung des wegen journalistischer Betätigung unter einem Bor- Viviani sagte weiter, daß nach der deutschen Kriegserklärung an wande durch das alte reaktionäre Cuftem aus der Studentenschaft Frankreich der englische König die französische Regierung zu ihrer herausgebrängten Joel ein. Er plädierte ferner für die Ab- Galtung be glad wünscht habe. schaffung des alten, nur unter dem alten Suftem denfbaren Bir brachten, fuhr Viviani fort, das größte Opfer für den 13 Berhandlungsbafta stellt der Nat der Boltsbeauftragten in Disiplinarrechtes und forderte nachdrücklich eine neue Frieben, das je ein Bolt gebracht hat. Wir liefen die Grenzen Bremen folgende neue Richtlinien auf: affenabgabe der moderne ochiulverfassung, die durch eine in Aussicht effen, um unser gutes Mecht vor aller Welt zu befunden. Das Arbeiterschaft an Regiment 75, Regiment 75 über genommene verfassunggebende Studentenverfamm- große Amerika blieb nicht teilnahmslos. Deutschland habe sich ge­Iung zu schaffen sei. nimmt Sicherheit in Bremen . Der Rat der Boltsbeauftragten sorg: für Ruhe und Ordnung und bulbet in Bremen feine Regierungs- Auf eine Aussprache in der ungeheizten Aula bergichtete man. Die Ausländerfrage" wurde von der Tagesordnung abgefekt. truppen( eiserne Division ). Lebensmittelschiffe werden nicht be­hindert, falls Noste sein Borhaben aufgibt.

Bei der angedrohten Mobilisierung des 9. Armeekorps ist zu bebenten, daß der größte Teil der deutschen Armee inzwischen de­mobilisiert ist. Ausgenommen den vorhandenen Eoldatenrat dürfte der Mannschaftsbeband des 9. Armeekorps faum viel größer sein, als der des in die Heimat entlassenen, einst in Berlin stationiert gewejenen 8. Armeekorps.

Wo bleiben die Seefische?

ungen gesehen, das Märchen ben den Fliegern über Nürn berg" aufgutischen, an das man selbst in Deutschland nicht ge­glaubt habe.

Die Ausführungen Vivianis wurden von der Kammer mit tofendem Beifall aufgenommen. Einstimmig wurde beschlossen, die Rede öffentlich anschlagen zu lassen.

Bu taufenden von Malen hörte man bei der ständig steigenden Knappheit an Lebensmitteln in den letzten Jahren den Schrei nach dem Eeefisch als Bolfsnahrungsmittel. Tarifverhandlungen der Industrieangestellten. Boher fommt es z. B., daß in den Weinlokalen und in den W. T. B. Die vom Verband Berliner Metallindustrieller und befferen Bierrestaurants oft vier und fünf verschiedene Arten von von der Arbeitsgemeinschaft der Angestelltenverbände eingesetzte Fischen auf den Speisenkarten zu geschwollenen Preisen ebenso er- paritätische Kommission hat die im Dezember begonnene und in Konflikte zwischen Goldatenräten. häftlich sind, wie in den vornehmen Bensionaten in Berlin W., ihrem ersten Teil zum Abschluß gebrachten Beratungen fortgesetzt. während die Frau des Arbeiters und des fleinen Beamten vergeblich Verhandelt wird zurzeit über die Echaffung eines Tarifvertrages, Der Zentralfoldatenrat des III. A.-K. gegen De la Croix . zum Wochenmarkt läuft oder Fischpolonäsen steht, um schließlich weicher die Gehalts- und Arbensbedingungen der in den Betrieben Gegen die Zuschrift des ersten Vorfigenden des Soldaten ein paar bürre, Hinderhandgrebe Flundern oder ein paar Stinte und Bureaus der Berliner Metallindustrie beschäftigten Angestellten regeln soll. Im Vordergrund stehen die Fragen der Arbeitszeit rats des 3. A.-K., De la Croig, die wir in Nr. 56 des Vor- zu ergattern. und der Festiebung von Mindestgehältern für einzelne Kate wärts" veröfefntlichten, wendet sich der 8entral Soldaten- Durch die heute politisch noch nicht geregelten Verhältnisse gorien bon Angestellten. Um im Intereffe der Berliner rat des 3. A.-. in einer Einsendung an uns, in der aus- laffen fich nun allerdings jetzt noch nicht so viele Seefische auf Industrie möglichst zu dieser Einigung au tommen, hat geführt wird: den Markt bringen, als Bebarf vorhanden ist. Dies würde aber auch die paritätische Kommission in ihrer letzten Sibung

Im Punkt 1 seiner Feststellungen der Tatsachen behauptet selbst nach dem bald zu erwartenden Friedensschuß nicht möglich beschlossen, Unterfommissionen für taufmännische, technische De la Croig, daß der Zentralsoldatenrat des 3. A.-S. der Regierung fein, weil zunächst die Keine deutsche Hochfeefifchereiflotte bei und Betriebsangestellte สิน bilden, welche unter Heran in der Spartakuswoche jede Unterstübung verweigert hätte und weitem nicht ausreicht, um auch nur annähernd den Bedarf zu ziehung von Arbeitgebern und Angestellten aus den einzelnen Fach dadurch zuließ, daß auf unbewaffnete demonstrierende Kameraden beden. Schon vor dem Kriege war Deutschland gezwungen, seinen gruppen die Frage der Mindestgehälter prüfen und zur Entschei des Generalfommandes in der Leipziger Straße geschossen wurde. Seefischbedarf durch Einfuhr in Höhe von ungefähr 116 Millionen allseitig Uebereinstimmung darüber, daß die Verhandlungen mög­Sung in der paritätischen Kommission vorbereiten sollen. Es besteht Wahr ist, daß der 8.-.- Rat des 8. A.-. feinem ihm unterstellten Mart jährlich zu beden, während das Fangergebnis der deutschen licht beschleunigt werden und die später beschlossenen Mindestfäße, S.-R. die Weisung gegeben hatte, daß sich die Regierung nicht Hochfeefischereien felbft fich im Jahre nur auf ungefähr 45 Millio- foweit fie über die bisherig gezahlten Gehälter hinausgehen, rüd an die Truppenteile biseli, jonbeen an die Dienst- nen Maxi stekte wirkende Kraft erhalten sollen.