Nr. 67 36. Jahrgang
Groß- Berlin
Gegen fliegende Zeitungshändler
Beilage des Vorwärts
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heblich den Kohleneingang, so daß die vorhandenen Bestände dauernd noch weiter sinten, wenn auch die abfallende Kurve nicht mehr ganz so steil verläuft. Es sind somit die Gefahren keineswegs behoben und es besteht nach wie vor das dringendste Bedürfnis nach äußerster Einschränkung im Verbrauch von Gas und Glektrizität.
Donnerstag, 6. Februar 1919
haupt zulässige Unterstügungsbetrag für einen Tag 13,25 Mart beträgt.
Die Zahl der unterstützten Erwerbslofen betrug:
Ende der letzten Woche
161 660
10 234
26 230
5.100
10 682
Ende der vorlegten Woche 147 148
nicht gemeldet
25.027
5 100 10 379 zui. 187 654 ( ohne Charlottenburg ); ferner in den zum Lebensmittelverband Groß- Berlin gehörigen größeren Orten der Landkreise Teltow und Niederbarnım Ende der legten Woche zusammen rund 24 000, Ende der vorlegten Woche zusammen rund 21 000.
entfallen 150- Gramm Graupen oder Grüße, feiner auf Abschnitt 99 150 Gramm lose Euppen oder 3 Suppentafeln und auf die Abschnitte 27 und 28 für Jugendliche je 100 Gramm Teigwaren. Die Abschnitte sind bom 6.- 9. Februar in den durch besondere Verkaufsichilder gelennzeichneten den Bezirken der 152., 155., 161., 163., 164... 173., 185., 188., 189., 236., Kleinhandelsgeschäften abzugeben. Bis Montag wird an die Kunden der in 241. und 245. Brotfommission gelegenen Geschäfte pro Stopf 125 Gramm Käse verteilt.
Auf Abschnitt 98 der allgemeinen Lebensmittelfarte der Stadt Berlin
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ift man am Stettiner Bahnhof in einer Weise vorgegangen, die feineswegs im Sinne der neuesten Bolizeiverordnung liegt. Noch ehe die Verordnung bekannt wurde, sind die regelmäßig vor Anschließend an diese Bemerkungen der Kohlenstelle möchten wir dem Empfangsgebäude an der Invalidenstraße sich aufstellenden auf zwei Dinge hinweisen, die wesentlich für die Kohlenersparnis in Zeitungshändler weggewiesen worden. Ein einziger Händler, der täglich dort seinen festen Zeitungsverlaufestand aufschlägt, wird Betracht kommen. Zunächst ist es das Bestreben der Vergnüweiter geduldet. Die fliegenden Händler nebmen an. daß dieser gungsstätten, jetzt die ganze Nacht ihre Lokale offen zu halten, feßhaftere Händler sowie die auf den Bahnsteigen den Zeitungs - was uns eine Unzahl von Zuſchriften eingetragen hat, in denen die handel betreibende Firma Silke vor unerwünschtem Wett Leute klagen, daß sie kaum genügend Gas zur Essenszubereitung und bewerb geichüßt werden sollen. Schuß der Firma Stilfe dient ungenügend Kohlen für Heizungszwecke besigen, während an jenen dem Vorteil des Eisenbahnfiskus, weil sie ihm eine erhebliche Stellen gewiß genug Kohle als Licht und Heizung verbraucht werBachtiuimme zahit, auf deren Herabiezung sie bei Duldung des den kann. Eine andere Klage richtet sich gegen die Inhaber der Wettbewerbes dringen würde. Daher fönnte die Vermutung der Handelskontore. Mit Recht wird in diesen Zuschriften hinmit Wissen und Willen der Eisenbahnverwaltung wedgewiesenen gewiesen auf den 6- Uhr- Ladenschluß. Ein großer Teil der Handelsfliegenden Händlers das Richtige getroffen haben. Nun wird man fontore richtet sich aber nicht nach den Mahnungen, Kohlen zu spa fragen, ob denn überhaupt die Eisenbahnverwaltung darüber zu bestimmen hat, wer auf dem Straßenland vor dem ren und läßt heute noch die Kontore bis 7, ja bis 8 Uhr geöffnet. Empfangsgebäude mit Zeitungen vandeln darf. Tatsächlich hat sie, Sogar Firmen, die ihre Läden um 6 Uhr schließen müssen, halten wie wir an zuständiger Stelle erfahren, noch das Eigentums ihre Bureaus bedeutend nachdem noch geöffnet. Vor allem kommen recht an diesem Gelände, wenn es auch feit langer Zeit dem hier auch die Bureaus der Anwälte in Frage. Es muß verStraßenverkehr überlassen ist. Dem Eisenbahnfistus gehört langt werden, daß endlich auch in diesen Genoch das ganze Straßenland bis heran an den Damm schäften die Mahnungen, Kohlen zu sparen, be= der Invalidenstraße, was allerdings den wenigsten BerBer rüdsichtigt werden. Innern bekannt geweien sein dürfte. Aus dieiem Eigentumsrecht fönnen mir a ber dem Eisenbahnfistus nicht auch das Recht zubilligen, in der oben geschilderten Weise die Benuzung des Geländes zu beschränken. Wenn er innerhalb des Empfangsgebäudes nur einen bestimmten Zeitungshändler gegen Bachtzahlung zuläßt, so ist das sein unDa für die Libauer Straße und die Häuser Revaler Straße 1 bestreitbares Recht, dessen Gebrauch aber auch noch nicht unbedenkbis 16 und 99-102 und Kopernikusstraße zurzeit eine Austrägerin lich ist. Nach dem Buchstaben des Gesetzes mag der Eisenbahnfisfus für den Vorwärts" fehlt, bitten wir unsere werten Abonnenten, fogar auf seinem Gelände vor dem Empfangsgebäude„ berechtigt" von Sonnabend, den 8. Februar an, für die furze Zeit, bis wir sein, Vergütung für die Benußung zu fordern, tatsächlich wäre aber dort wieder eine Botenfrau haben, die Zeitung bei Barby , Buchhier die Ausübung dieses Rechtes ein starkes Stück. Auch die Zuhandlung, Libauer Str. 8, abholen zu wollen. lajiung nur gegen Zahlung einer fleinen Anerkennungsgebühr, die Hauptexpedition des„ Borwärts". gegenüber einem Handler mit festem Stand einen Sinn haben Die Bollversammlung der Arbeiterräte der dem Zweckverband mag, wäre gegenüber fliegenden Händlern berechtigt. Die fliegenden Groß Berlin angeschlossenen Gemeinden sowie der Gemeinden der Ueber Juden und Judenheke spricht beute abend 6%, Uhr in Händler find weggewiesen worden von der im Fahrdamm liegenden Kreise Teltow und Niederbarnim findet statt Freitag, den der Chamisso Schule am Barbarossaplaz Emil unger. Eintritt 50 Pf. Bürgerſteiginiel, an der sich eine Straßenbahnhaltestelle befindet. 7. Februar, nachm. 2 Uhr, in Boekers Festsälen, Berlin NO 18, Fordert der Eisenbahnfiskus auch von der Straßenbahngesellschaft Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Bericht der Neunerfommission. eine Anerkennungsgebühr dafür, daß sie die Haltestellentafel auf 2. Die weitere Tätigkeit der kommunalen Arbeiterräte. 3. Diskussion. Nächtliche Schießerzi am Kurfürstendamm. der Insel aufstellen durfte? Dieie Insel gehört wie das ganze Als Legitimation gelten die von uns bereits früher ausgestellten
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Gelände ungeachtet aller Eigentumsrechte des Eisenbahnfistusfeit langem dem öffentlichen Verkehr, von dem der Beitungshandel nicht getrennt werden kann. Wir erwarten, daß die Eisenbahnverwaltung den früheren Zustand unbehinderten 3eftungsbandels, der dem Verkehr wirklich nicht im Wege war, schleunigst wiederherstellt.
Am besten könnte das geschehen, wenn durch gehende Tischzeit eingeführt wird. Dadurch daß diese Angestellten nur zweimal täglich den Geschäftsweg machen müssen, anstatt jetzt viermal, tritt auch zugleich eine wesentliche Verkehrsminderung ein, im übrigen wird auch dadurch materiell gerade für diese Angestellten eine Ersparnis erzielt, die sie bei ihren meist färglichen Besoldungsverhältnissen sehr gut gebrauchen können.
Also sparen, aber an der richtigen Stelle! Kommunale Arbeiterräte!
weißen Ausweistarten.
Der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrates Groß- Berlins.
Allgemeine Tariferhöhung der Gas-, Wasser- und Stromwerke.
Das Jugendheim, Lindenstraße 3, bleibt morgen, Freitag, umständehalber geschlossen. Am Sonntag. abends 6 Uhr, Heineabend mit Rezitationen. Mitgliedsbuch bezw. Heimkarte als Ausweis mitbringen.
Zur Beachtung!
Olivaer Platz zu einer Schießereiaffäre, die noch dringend der AufIn der vergangenen Nacht fam es auf dem Kurfürstendamm ant klärung bedarf. Gegen 11 1hr famen zwei Droichfenautos in schnellster Fahrt den Kurfürstendamm herunter in der Richtung von Halensee her. Der zweite Wagen war mit bewaffneten Soldaten besetzt, die auch auf den Trittbrettern standen, und suchte das erste Auto einzuholen. An der Einmündung Wie uns vom Reichswirtschaftsamt bestätigt wird, wird in den der Konstanzer Straße stießen die Wagen aufeinander. Im nächsten Tagen eine Verordnung der Reichsregierung erscheinen, die gleichen Augenblick wurden aus dem ersten Auto Handgranaten geBefugnis verleiht, eine ihren Geftebungsfoit en geantwortet. Einige Minuten ging das Gefecht, dann fuhr das den Gas, Wasser und Elektrizitätswerten die worten, von der Besagung des zweiten Wagens wurde mit Schüssen entsprechende Tariferböhung auch da vorzu- erste Auto davon und das andere folgte in furzer Zeit und nahm nehmen, wo dieser Tariferhöhung niedrigere, feste Berdie Verfolgung wieder auf. tragspreise mit Gemeinden als Großabnehmern gegenüber
stehen.
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Die verringerte Kohlenversorgung. Ueber das Ergebnis der Einschränkungsmaßnahmen des Gasund Elektrizitätsverbrauchs teilt die Kohlenstelle Groß- Berlin mit: Der Kohlenverbrauch auf den Gas- und Elektrizitätswerten Groß- Berlins ist durch die von der Kohlenstelle angeordneten Einschränkungsmaßnahmen in der Woche vom 26. Januar bis 1. Februar gegen die Vorwoche um 4619 Tonnen Gegen 12 Uhr und später noch einmal nach Mitternacht d. h. 92 000 Zentner gesunken. Der tägliche Minderverbrauch Eine Reihe von Groß- Berliner Gemeinden hat im Hin- wurden wieder Gewehrschüsse in der genannten Gegend gehört. beträgt etwa gerade die Menge, die durch einen geschlossenen Sonderprivaten Werfen beantragten Teuerungszuschläge, die bis zu Dame wurde durch einen Streifidiuß am Kopfe verlegt. blick auf diese Verordnung die bisher von den städtischen und Bei der ersten Schießerei famen Straßenpaffanten in Gefahr, eine zug herangeführt werden kann. Wie wesentlich auch eine verhält. nismäßig so geringfügige Ersparnis ist, geht daraus hervor, daß bei 50 Proz. geben, abgelehnt. Sie begen die Erwartung, daß ihnen den Berliner Städtischen Elektrizitätswerken in den letzten Tagen für die Bewilligung höherer Preise als die Vertragspreise gewisse wiederholt nur durch die Möglichkeit des Heranschaffens noch eines Entschädigungen gewährt werden. einzigen Zuges die Einstellung der Stromlieferung an die gesamte Die Gemeindevertretung Friedrichsfelde hat beschlossen, Industrie vermieden werden konnte, eine Tatsache, die die angeord- mit Wirkung ab 15. Januar den Gaspreis für Entnahme durch neten Ginschränkungen wohl zu rechtfertigen geeignet ist. Wenn den Gasmeffer auf 35 Pf. per Kubikmeter festzuseßen und für die Bestimmungen auch fünftig von jedermann genau beachtet wer- Entnahme von Automatengas einen Aufschlag von 24 Pf. per den und die Zufuhren sich weiter heben, wird ein völliger Zusammen- Subifmeter zu erheben. bruch der Gas- und Elektrizitätsversorgung hoffentlich nicht ein treten. Augenblicklich ist freilich der Stand der Versorgung der
Gas- und Elektrizitätswerte leider noch immer außer ordentlich kritisch. Die am 1. Februar insgesamt vorhandenen Bestände betragen nur die Hälfte der am 1. Januar verfügbar gewefenen, außerdem übersteigt der Kohlenverbrauch noch immer er
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Stine Menschenkind.
Bon Martin Andersen Nero. Sören lachte: Ja, zuerst tut fie's, und dann muß sie überlegen, ob es denn auch recht war. Sie wird ganz gewiß ein richtiges Frauenzimmer werden."
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Zur Erwerbslosenfürsorge.
Falsche Sammler. Die Leitung der Republikanischen Schußtruppe teilt uns mit, daß unter Mißbrauch der schwarzroten Armbinde und unter Vorzeigung falicher Ausweispapiere Militärpersonen in größeren Lokalen und Hotels Sammlungen vorges nommen haben. An manchen Stellen sind aus Dankbarkeit namhafte Beträge gezeichnet worden, die leider nicht in den Besitz der Truppen gekommen, sondern in den Taschen von Schwindlern verschwunden sind. Es wird darum nochmals darauf hingewiesen, daß von der Truppe feine Person beauftragt ist, öffentlich Geldmittel oder sonstige Liebesgaben zu sammeln, sondern daß schluß des Hauptausschusses der Erwerbslosenfürsorge Groß- Berlinie Zeitung zuständig ist. Nach einem vom Demobilmachungsausichuß genehmigten Beaur Entgegennahme von Spenden irgend welcher Art lediglich vom 25. Januar 1919 dürfen an Empfänger von Erwerbslosenunterstützung vom 1. Februar 1919 ab im Höchstfalle nur noch vier Stadt Berlin war im Vorwärts" vom 26. v. Mts. bemängelt wor Die Bekanntgabe offener Arbeitsstellen im Arbeitsnachweis der Familienzuschläge gezahlt werden, so daß fortan der höchste über- den. Der Direktor des Arbeitsnachweises schreibt uns dazu: Außer ein richtiges Frauenzimmer," sagte Sören. Im Innersten die größte Mühe gegeben, sie vom Dasein auszuschließen. Und war er stolz auf ihre Widerstandsfähigkeit. Aber Maren doch lag fie eines Tages da und blinzelte gegen das Licht mit mußte ein Auge auf jeden Finger haben und lebte in ewiger Augen, die wie der Himmel selber waren, so blau und unAngst, wegen der Sachen und es Kindes selbst. schuldig. Spannung brachte sie von der ersten Stunde an, auf sich herunter und verbrühte sich ordentlich; seitdem war danken so mancherlei Art umkreisten ihren Schlaf. Eines Tages warf sie eine Schüssel mit warmer Milch um ihre Wiege wurden viele Schritte getan, fragende. Gesie von ihrer Neugier furiert. Maren mußte sie zu Bett spannender wurde es, als sie anfing zu erkennen; schon als Noch behandeln; und es dauerte eine Zeitlang, bis Stine fich ganz und mit drei Wochen lachte sie Sören an. An diesem Tage bringen und sie mit Del und Scheiben von rohen Kartoffeln sie eine Woche alt war, konnte sie die Gesichter auffangen; Man erzählte sich später weit und breit von Marens Tüchtig- hinunter und es erzählen. Hatte einer je so ein Kind gesehen, erholte. Aber dann stand sie auch da ohne die geringste Narbe. war er ganz närrisch und mußte am Abend in den Krug feit im Seilen von Brandwunden, und die Leute kamen mit fie lachte schon! Und als sie erst anfangen konnte, Spiel zu verstehen, da war es nicht leicht, etwas anderes vorzunehmen
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namentlich für Sören. Jeden Augenblick mußte er hinein und sie mit seinen frummen Fingern am Bauche faffen. Es Stube mit ihrem Gezwitscher zu füllen, und Maren mußte gab nichts Herrlicheres, als wenn man sie dahin brachte, die ihn mindestens zwanzigmal am Tage von der Wiege ver treiben. Und als sie dann anfangen konnte, umherzutrollen! hineintrogen mußte, dankte dafür, daß es lebte, indem es den Tagen der beiden alten abgelebten Menschen Glanz verlieh. Es machte wieder Spaß, am Morgen zu einem neuen Tag zu erwachen; das Leben war wieder wert, gelebt zu werden.
Mit der Reinlichkeit haperte es. Stine war sehr ge dankenlos und nahm sich nicht beizeiten zusammen sie hatte geradezu feine Beit; und dann war das Unglück geschchen. Doch auf diesem Gebiet ließ Maren nicht mit sich spaßen. Sie wartete ihre Zeit ab, um nicht unvernünftig ihren Schäden zu ihr. genannt zu werden; eines Tages aber nahm sie sich die Kleine resolut vor, trug sie zum Brunnen hinunter und Stine aber schoß empor wie eine junge Pflanze. Tag tauchte sie in einen Buber mit Wasser, das gerade aus dem für Tag entfaltete fie neue Blätter. Wenn sie mitten in tauchte fie in einen Buber mit Wasser, das gerade aus dem Brunnen heraufgezogen war. Das eiskalte Bad half, und fümmert beratschlagten und sich zuletzt vielleicht auf strenge Brunnen heraufgezogen war. Das eiskalte Bad half, und irgendeiner schwierigen Periode war und die Großeltern bevon nun an vergaß Stine nicht wieder, sich sauber zu halten. Maßnahmen einigten- ja, dann war sie schon wieder heraus Die Frauen im Dorf hatten alle ihre Not damit, die und in irgend etwas anderm drin. Es war, als segelte man Kinder an Reinlichkeit zu gewöhnen. Sie saben, welche Fort- über flachen Grund- meinte Sören fortwährend zog es Das hilflose uneheliche kleine Wesen, das sich ins Dasein schritte Stine gemacht hatte, und nahmen Marens Hilfe in unter einem vorüber und machte etwas Neuem Plag. Die Anspruch. Maren war der Ansicht, daß sie damit ebenjoqut Alten mußten sich fragen, ob es ihnen und ihren Kindern selber fertig werden könnten; einen Kinderpopo in faltes ebenso ergangen sei. Früher hatten sie nie darüber nachgeWasser zu tauchen, dazu ehörte feine große Runst. Aber dachyt, sie hatten feine Zeit gehabt, sich über das streng Notdas wollten sie nicht glauben Maren mußte kommen und wendige hinaus mit den Nachkommen zu beschäftigen; der es tun, wenn es wirken sollte. Na, dann mußte fie also eine hatte genug damit zu tun, für das tägliche Brot zu Ihr stumpiger, schwerfälliger Gang war an sich spaßig; heran, und in der Regel half es. Du bist flug," sagten sie sorgen, der andere damit, die Brocken zusammenzuhalten. und steckten ihr zum Dant etwas Spec oder ein paar Fische Aber jetzt fonnten sie einfach nicht anders, sie mußten zu aber du hast es ja auch nicht von fremden Leuten gelernt." Diesen Hinweis darauf, daß ihre Mutter eine weise Frau gewesen sei, hörte Maren gar nicht gern. Aber der Speck und die Fische kamen auf eine fahle Stelle, und- wie Sören fagte der Arme mußte so viel anderes zu sammen mit dem täglichen Brot hinunterbeißen.
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nachdenken, wie tief sie auch in der Arbeit stecken mochten, und fie mußten sich über so mancherlei wundern.
,, Es ist doch sonderbar, daß ein kleines Kind einem die Augen öffnen soll, so alt wie man ist und so vieles man
wissen müßte," sagte Maren. man ift und fo
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Plappermaul," sagte Sören. Und das bedeutete in dem Das Schlimmste war ja, daß Stine eine Zeitlang Ton, in dem er es vorbrachte, daß er selbst etwas Aehnliches so groß groß im Herunterreißen und Zerschlagen mar. gedacht hatte. Sie mußte ihre fleine Stumpfnafe in alles steden, Stine war wirklich ein eigentümliches Fleines Wesen. und da sie zu fnirpsig war, um übersehen zu können, was So wenig verschwenderisch sie von allen Seiten bedacht worauf dem Tisch stand, zog fie das Ganze zu sich herunter. den war, so war sie doch reich ausgerüstet; ihr erstes Lächeln Sören mußte sich einen Drillbohrer verschaffen und nieten brachte Freude, ihr zartes Schluchzen Kummer. Ein Geschenk lernen, um die ärgsten Zerstörungen wieder gutzumachen. war fie, von der Leere geboren und zwei verbrauchten Alten Stine betam vielerlei auf den Kopf herunter, ohne daß fie es an den Strand geworfen. Reiner hatte etwas geleistet, um abgeschreckt hätte. Nichts kann ihr was anhaben sie ist sich um sie verdient zu machen, im Gegenteil, alle hatten sich
und mit dem nach innen gefehrten Ernst, mit dem sie sich vorfichtig über die Schwelle hinwegarbeitete, wenn sie etwas in der Hand hatte, und die Landstraße entlangtrabte, geradeaus, als gäbe es überhaupt nichts hinter ihr, und mit geductem Kopf- war sie unwiderstehlich. Dann schlich sich Maren um den Giebel herum und winkte Sören, daß er schleunigst tommen solle, und Cören warf auf der Stelle die Art oder Tüderfeule hin und fam über das Dünengras gerannt, mit der Zunge zwischen den Lippen überlegend. Gott mag wissen, was sie sich nun in den Kopf gesezt hat?" sagte er, und die beiden schlichen sich hinter ihr den Weg entlang. War fie dann ein Stück weit getrabt, ganz versunken in ihr Tun, so entdeckte fie plößlich die Einsamkeit und begann zu brüllen, grenzenlos unglücklich in ihrer Berlassenheit. Dann brachen die beiden Alten in ihren Gefichtsfreis ein, und sie stürzte in ihre Arme, glücklich über das Wiedersehen.
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orts. folgt.)