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Bolschewismus und Sozialismus.

Versammlungssprengung.

Ueber die Frage" Bolschewiamus und Sozialismus sprachen am gestrigen Donnerstagabend Gen. Redakteur Barth und Erich Röhrer in Buggenhagens Festsälen. Die sehr interessanten Aus­führungen beider Redner wurden ständig durch Zwischenrufe der zahlreich erschienenen Spartafiften gestört, die schließlich auch die Bersammlung sprengten. Gen. Barth entwidelte ausführlich die Thorien Marr's und namentlich seine Gedanken über die Ditta. tur des Proletariats. Dieses Schlagwort hat in vielen Stöpfen Unheil angerichtet. Marg verstehe unter der Diftatur des Proletariats nicht etwa die berrschaft einer Minder heit, die durch jedes Mittel der Mehrheit ihren Willen aufzwingt, fondern die Diktatur des Proletariats beruhe auf der Demo­tratie, die jedem geftatte, ein vollberechtigtes Mitglied der Ge sellschaft zu sein. Der Redner sprach dann über Sozialisierung. In welchem Tempo man sozialisieren tönne, ergebe sich aus dem Reife­grad der Wirtschaft, bie man vergesellschafte. Sonst müsse der 3ujammenbruch unfehlbar eintreten. Das jei be­reite in Rußland geschehen, wo man finnlos drauf los gewirtschaftet habe. Um die Schäden wicder gut zu machen, fuche man nun von dort aus den Weltbolschewismus zu verkünden. Der cuifische Bolichewismus wolle nicht die Diftatur im Sinne eines Marg, er habe vielmehr die Diktatur einer Minderheit aufge richtet. Diese Gewaltherrschaft hat ein Sinten der Brodu tivität herbeigeführt. Das größte Verbrechen der Bolichewisten fet, daß fie den Kampf gegen das tapitalistische System in den persönlichen Kampf gegen die Unternehmer als Menschen um­gefehrt haben. In Deutschland könne man den Bolschewismus nicht mit Waffengewalt bekämpfen, sondern dadurch, daß man dem Volle Brot und Arbeit gebc. Die im Saal anwesenden Spartatiften hatten die Ausführungen Barths ständig durch Lärmen, Gejohle und Zwischenrufe unterbrochen, so daß es häufig zu stürmischen Auftritten zwischen Mehrheitssozialisten und Unabhängigen fam. Roch toller wurden die Lärmizenen, als Erich Köhrer, der im Often selbst den Bolidewismus fennen gelernt hat, an Band von Beweisen Aufschlüsse über die ruifischen Menschheitsbeglüder au geben versuchte. Die Ausführungen des Redners wurden nieder geschrien und es kam an verschiedenen Stellen im Saal au Tätlich feiten. Stöhrer mußte endlich abbrechen, worauf sich die Versamm lung unter wildem Tumult auflöſte.

Gewerkschaftsbewegung

Gewerkschaftskongreffe.

gung von Zufatnahrungsmitteln ist nach Brüfung durch unfere Vertrauensärzte abgelehnt worden, da die gegenwärtigen Verhält niffe die Berüdsichtigung Ihres Antrags nicht mehr gestatten." Die Krantenernährungsstelle batte also immer wieder und so lange ab­

Die erfte ordentliche Generalversammlung des Deutschen gehandelt, bis schließlich gar nichts mehr blieb. Das Eonderbarste Eisenbahner Berbandes findet vom 26. Mai ab in ist, daß diesmal bie Bertrauensarate bie Prüfung ohne ein neues Atteft austanbe brachten. Ein solches Jena statt. Der Gastwirtsgehilfen Berband hält feinen wurde bem Antragsteller nicht mehr abverlangt und er reichte auch neunten Verbandstag am 19. Mai und folgende Tage in Berlin ab. feins ein. Das ist ja die reinste Fernbehandlung". Die Generalversammlung des Bergarbeiter Ber 5 andes findet vom 15. Juni ab in Bochum statt. U. a. foll sich dieselbe auch mit dem Thema: Temolratie und Sozialismus im Bergbau beschäftigen.

NO

50 000 organisierte Landarbeiter.

Dienstbotenversicherung.

Durch Verordnung der Regierung vom 3. Februar 1919 treten bie Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung, rach welcher Dienstboten, bei welchen die Herrschaften oder der Dienstboten. abonnementzverein De Leistungen der Staffe übernimmt, von ber Am 1. Februar 1909 war die Gründungstonferenz des Versicherungspflicht befreit werden, außer Krait. Alle bisher aus­Deuichen Landarbeiterverbandes. Der Verband machte in den gesprochenen Befreiungen werden aufgehoben; biejenigen, bei ersten Jahren seiner Tätigkeit gute Fortichritte und zählte bei welchen der Wonnementsverein die Unterstüßung übernommen hat, Striegsausbrud 22 500 Mitglieder. Durch die Kriegseinwirtungen mit dem 29. Juni 1619. Alle Herrschaften, die Dienstboten neu einstellen, müssen die war die Mitgliederzahl bis auf 6329 Schluß 1916 gefunden.. setben vom 17. Februar 1919 an bei der Allgemeinen Ortstranten Gegenwärtig ist ein starter Zustrom von Mitgliedern zu ber- tasse berfichern. zeichnen und find 50 000 Mitglieder überschritten. Der Mitglieder­bestand betrug am Schluß des dritten Vierteljahres 1918 8005, es bat fich die Mitgliederzahl demnach mehr als verfedsfacht. Sicher wäre die Bahl von 100 000 freigewerfschaftlich organisierter Land. arbeiter schon überschritten, wenn der Verbandsleitung die nötigen Sträfte zur Verfügung ständen. Das Land ist erwacht und nun maffen sich auch die Arbeitgeber in der Landwirtschaft mit der ge­werlichaftlichen Organisation der Landorbeiter abfinden, so bitter dies auch für manchen der Herren sein mag.

Hungerlöhne beim Bund der Landwirte.

Die Leitung bes Sicherheitsdienstes Groß- Berlin, gezeichnet P. Krüger, schreibt uns, daß nicht Bring, sondern Obermatrose Baul Strüger und sein Genosse Grün 165 Millionen dem Staate gerettet hätten.

Zu den Raubmord in der Hedemannstraße ist inzwischen feitge stellt word, daß der in dem Bericht erwähnte Unteroffizier Stu dolph, der als letter Mieter erwähnt wurde, am Tage des Vere brechens in feine Heimatstadt Apolda gewesen ist. Er tommt in folgedeffen nicht in Frage.

Neues Fernsprechverzeichnis. Gin vollständiges neues n zeichnis der Teilnehmer an dem Fernsprechnet in Berlin und Um gegend wird wieder im Mai zur Ausgabe tommen. Anträge auf Menderungen oder Vervollständigung der Eintragung find spaa teftens bis zum 8. April schriftlich und freigemacht an das Fern iprechamt zu richten.

Der parteipolitische Turnvereinsvorstand. Die am 20. tagende Vereinsversammlung des Turnvereins Fichte" bat nun endgültig ihre politische Richtung festgelegt, indem sie einen Antrag, nur munistischen Partei in den Vorstand zu wählen, mit großer Majoritat annahm.

Das Revolutionserlebnis eines Fliegers ich die Antwort, daß lein Blas für mich sei. Ich erhielt den Rat. Mitglieder der unabhängigen ober der Rom.

offiziers.

Ein in der Buchführungsabteilung des Bundes der Landwirte beschäftigter Kriegsteilnehmer schreibt uns: Bom 1. April 1910 bis 31. Märg 1914 lernte ich bei der Buchführungsabteilung des Bun­des der Landwizte die landwirtschaftliche Buchführung. Nach Be­endigung meiner Lehrzeit bekam ich ein monatliches Gehalt von 70 M. Vom 28. Auguft 1914 bis 31. Dezember 1918 befand ich mich im Militärbienst. Als ich mich nach meiner Rüdtehr sweds Wiedereinstellung beim Personalchef der Abteilung meldete, erhielt mir auf dem Lande eine Stelle als Rechnungsführer zu suchen. Mit einem vom Vollzugsrat versehenen Ausweis ging ich abermals zu dem Herrn und erreichte, daß ich wieder eingestellt wurde. Um Der Fliegerleutnant Borten schreibt uns: nicht auf der Straße zu liegen, nahm ich mit einem Gehalt von Als Offizier bei der Fliegerschule Wilna stellte ich mich bei monatlich 100 Mart plus 40 Proz. Teuerungszulage für Ausbruch der Revolution als erster Offizier der Garnison der neuen lieb. Ein Angestelltenausschuß bestand bisher nicht, indeffen find Regierung zur Verfügung und wurde vom S.- Rat zum Führer der die jüngeren Kollegen jest im Begriff, einen solchen zu bilden, mit Fliegerschule gewählt. Meine begeisterte Mitarbeit bei der Ber - deffen Hilfe wir versuchen werden, eine Aufbefferung der Gehälter nichtung des Militarismus erregte das größte Mißfallen der Offi- zu erreichen. ziere und trug mir den Namen roter Sund" ein. Nach beendeter Daß gerade der Bund der Landwirte den Kriegsteilnehmern Demobilmachung der Fliegerschule Wilna wurde ich am 15. Januar ein fa elendes Gehalt zu bieten wagt, wirft ein grelles Schlag 1919 auf der Fahrt zur Inspektion der Flieger- Berlin widerrechtlicht auf die foziale Tentweise der agrarischen Streife. Nicht allein, lich festgenommen und auf Beranlassung des Generalfommandos daß dieselben sich während der Zeit des Krieges auf Koften berlich Bizefeldwebeluniform. eine blaue Bitewka mit dem Verwunde Storno daselbst 16 Tage in Saft gehalten. Ohne jede Unterlage Augemeinheit ungemein bereichert haben, find fie die größten wurden mir Hochverrat. Fahnenflucht und bolfchemistische Umtriebe Striegsschreier gewesen. Und nun zahlen fie denjenigen, die wäh zur Laft gelegt. Da bei Prüfung meines Falles durch den S.- Rat rend des Krieges für das Land ihre Kräfte und ihr Leben ein­die Militärbehörden zugeben mußten, daß feinerlei Belastungs- gefebt haben. Hungergehälter. material gegen mich vorlag, brang der S.- Rat unter Brotest gegen Die Zentralftelle für Einigung der Sozialdemokratie Sr ben Ginigungsverhandlungen unter den aBnkbeamten teilt bat fich am geftrigen Abend fonflituiert. Für den vorläufigen Borstand gas meine weitere Vergewaltigung auf meine sofortige Freilassung. der Deutsche Bankbeamten- Verein mit: Die Einigungsverband. Benoffe Baul in bler den Bericht. Es fand jobann eine febr leb In Berlin beantragte ich sofort bei der Inspektion der Flieger lungen der Bankbeamten- Organisationen find dadurch gescheitert, hafte Aussprache hatt, in der zuerit politische Gefichtspunkte und dann daß die bom Deutschen Bankbeamten- Berein angebotene Verschmel- oreanisatorische Fragen eingebend erörtert wurden. Einem einftimmig an Durch den am 15. Januar 1919 in der B. 8. a. M." erschiene nen Artikel Im Balschewisten- Lager von Bosle" werde ich in der zung vom Allgemeinen Verband der Deutschen Bankbeamten abgenommenen Antrag zufolge wurde ein Drganisationsausschus eingelegt, a: belten foll. In ihn wurden die Genossen Schneider, oma, unzweideutigsten Weise als Plünderer und Verbrecher gebrand. gelehnt, von diesem vielmehr zur Echaffung der Einheitsorgani- der einen Blan für den Ausbau der Organisation und Propaganda aus. sation die Auflösung gefordert wurde. Auch die vom D. B.-V. an Steffens, Barsanti, Schmetzer, Schwarzer und markt. Ich habe bereits beim Etaatsanwalt Untersuchung des gebotene, fofort mögliche Arbeitsgemeinschaft, die sicher einer Vr- Bräunig fowie die Genoffin Litauer gewählt. Falles beantragt, und dadurch dürften diese gewiffenlosen Verleum- tändigung am besten den Weg geebnet hätte, wurde vom Allge­dungen Aufklärung und Sühne finden. minen Verband abgelehnt.

truppen Untersuchung des Falles.

Die Untersuchung über den Lemberger Judenpogrom.

Jomme Groß- Berlin

Schöne Wirtschaft!"

Wegen Raubmorbes wird ein Berliner Bärchen von der Münchener Kriminalpolizei gesucht. Dort wurde am 14. Februar der Tröbler Wilhelm Necher ermordet und beraubt. Des Raub mordes bringend verbächtigt ist eine Frau Viktoria Brandt, die mit ihrem Geliebten, einem Sellner Peter Eanroth, am 9. Februar von Berlin nach München gelommen war und jetzt nach Ausführung des schweren Verbrechens mit diesem auch wieder nach der Reichshaupt­stadt zurückgefahren sein soll. Frau Brandt ist 25 Jahre alt, 1,66 Meter groß, hat blondes Saar, einen breiten, vollen Mund und Grübchen im Kinn, Canroth ist 22 Jahre alt und trägt wahrschein tenabzeichen und eine blaue Seibenmüße. Er ist 1,70 Meter groß, hat dunkelblondes Haar, einen leinen blonden Schnurrbart und einen schiefen Mund.

Der vorläufige Vorstand wurde sodann einstimmig als definitiver Bors ftand gewählt. Ahm geboren an Gen. Eduard Bernstein und Paul Schindler als Borfizende, Benoffe D. 8 immermann als Raifierer, Benoffe Kurt Bolt und Genoffin Blegner als Schrift führer und Genoffin 8abet wie Genoffe Gottfried Schulz als Beifizer.

Buschriften politischer Natur find von nun ab an den Vorsitzenden Gen. Paul Schindler, Berlin N 26, Bollanfftr. 67; Beitrittserklärungen und Gelder( Beiträge) bingegen an den Gen. D. 8immermann, Reutöln, Johann- Hus- Str. 1, zu richten.

Die staatlichen Museen bleiben am Sonntag wegen der Gemeinde. wahlen geschlossen.

Tauenhien- Palaft! Eine gute Bedfilm- Operette, Die Silvester mette, wirb Freitag zur Uraufführung gelangen. Jean Gilbert hat die Mufit bazu gefchrieben. Die Borelligens, Wittich, Fretags un Sonnabends um 6 und 8%, und Sonntags um 4, 6% und 8% Uhr. Montags und Donnerstags um 8,

Einem foeben eingetroffenen Bericht von unbedingt zuver lässigen Persönlichkeiten entnehmen wir nachstehende Angaben: Die Zahl der ermordeten Bersonen betrug 72, die der schverber II abfuhr in Berlin werden durch Klagen aus unserem Infere Angaben( in Nr. 88) über die Stodung der wundeten 372. 34 Häuser gingen in Flammen auf, der angerich Befertreis bestätigt. Was unter dem Kommando der Wirt. tete Schaben beträgt 90 Millionen Kronen. Das Lemberger Hilfs. aftagenoffenfaft Berliner Grundbefizer tomitee hat und 1000 Opfer der Brandtatastrophe, forvie rund möglich ist, haben in den letzten Jahren die auf den Höfen angefameonband hastet, zu welcher Bill Steinberg die Gefangstegte und Walter Die Kinopuppe betitelt sich eine neue breiaftige Gelangspoffe von 10 000 von Geplünderten und aller Unterhaltemittel Beraubben zu melten Müllberge gezeigt. Eine Mitteilung, die ein Hausverwalter Bromme die Mufit gefchrieben bat. Gie wird im Laufe des Februar im versorgen. Es ist festgestellt worden, daß der Pogrom von polnischen uns macht, wedi die Sorge, daß für dieses Jahr sich Aehnliches vor. National Theater ihre Uraufführung erleben. Legionäven unter dem Kommando bon Offizieren organisiert mor. Fereitet. Er hat nach seinem Bertrag mit der Wirtschaftsgenoffen­den ist. Allerdings bestand ein Teil der Legionäre aus fchaft zu fordern, daß aus dem von ihm verwalteten Haus wöchent lich zweimal je zwei Säften Müll abgeholt werden. Obwohl er bie Deserteuven und Banditen, denen man für die Beteiligung an der Gebühr mit monatlich 26,50 m. pünktlich bezahlte, wurden aus Eroberung von Bemberg 48ftündige Plünderungen im Juden diesem Hause von Mitte Dezember bis Mitte Februar im ganzen viertel versprochen hatte. Der Hauptschuldige ist der Kommandant nur dreimal je zwei Säften abgeholt. Auf dem hof des von ziem Monczynski. Sein Vorgesehter, General Roja, hat bie lich einem Viertelhundert Familien bewohnten Hauses türmte fich Treptow - Sternwaete. Vorträge: Sonnabend 5 Uhr: tt Dzean. Plünderungen und Mezeleien burch einen schriftlichen Befehl ge bereits wieder ein hoher Berg Müll auf, allen an die Wirtschafts. dampfer von Bremen nach New Port"( Filme). Sonntag 3 Uhr: Ferien­stattet. Dieser Befehl befindet sich heute in den Händen ber jübi genossenschaft gerichteten schriftlichen und mündlichen Bitten um tage an der Ditjee, in der Sächsischen Schweiz und im Spreewald"( Filme). 5 Uhr: 3m Lande der Schwarzen"( Deuticher Sudanfilm). 7 Uhr: Aus schen Bürger. Alle diese Tatsachen sind nicht nur durch jüdische, täglich solche Dredhaufen vor Augen zu haben, sich die Fenster und und neue Sterne( Lichtbildervortrag von Dir. Dr. Archenbold). Mit dem Abhilfe zum Sohn. Ein Vergnügen für die Hinterhausbewohner, fernen Landen( Filme). Dienstag 7 Uhr: Sternhauten, veränderliche sondern auch durch englische, ferner durch zwei polnische Unter Stuben verstauben zu lassen und den Gcstant riechen zu müffen! großen Fernrohr ist jetzt der Jupiter und Drionnebel allabendlich günftig fuchungsfommissionen festgestellt worden. Trotzdem hört man nichts Wenn das so weitergeht, fann es ja im Sommer wieder nette Buu beobachten. von einer Bestrafung der Schuldigen. Nach Entdeckung des Bestände auf den Söfen der Berliner Mietfasernen geben. Wir sind fehls von Roja hat man diesen anftandshalber in einem Sana überzeugt, daß in ben legten Jahren die Stodung der Müllabfuhr torium zu Stratau interniert, wo er auf seinen Gesundheitszustand in Berlin manchen Seuchenherd geschaffen hat. Wird man Beobachtet werden soll. Der Haupturbeber des Bogroms, Rommen diesmal nicht beizeiten gegen die Gefährdung der Volksgesundheit bant Moncaynsti, ift, fomeit bekannt, nicht zur Rechenschaft einfchreiben? gezogen worden. Ministerpräsident Paderewski hat den Ber tretern der Wiener Ifraelitischen Alliance wohl das Versprechen gegeben, für die fünftige Sicherheit der jüdischen Bevölferung in Bolen zu sorgen, die Sühne für das Bemberger Blutbab jeboch flebt noch immer aus. Wir hoffen, daß wenigstens die sozialdemokratische Bartei Bolens gelegentlich des jebt in Warschau tagenden Sejma thre Pflicht in dieser schmachvollen Angelegenheit tun wird.

Groß- Berliner Lebensmittel.

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Berlin . Raje bis Dienstag in ben Bezirlen ber 186., 188., 145., 198., An diejenigen Minder, 231., 284. und 287. Brotfommiffion 125 Bramm. bie zwischen dem 1. Januar 1910 und dem 31. Dezember 1914 geboren find, einmalig 6 Pädchen Süymilchipeife. Die Bezugicheine werden von den Brottommiffionen vom 22. bis 26. Februar ausgegeben. Sie find vom 22. Februar bis 2. Marg in den Geschäften vorzulegen. Lichtenberg . Das 8entral- ablbureau befindet sich am Sonntag, ben 23 Februar, bei Sturtowski, Bfarrstr. 74. Rofenthal Norbend. Heute, Freitag, abenb 7 Uhr, bei Milbrodt, öffentliche Wählerverversammlung. Cöpenick. Sonnabend abends 7, thr bei Gollnow, Rosenstraße: Bezitsiüber und Funttionäre Dringendes Ericheinen notwendig. Pankow . Auf Abschnitt 14 der Bantower Lebensmittelfarte 125 Gramm Roqueforttale( 2) Buchholz. Sonnabend, 8-12 Uhr vormittags, find im Amtshause auf die Lebensmittellarte Männerfoden und Kinderftrümpfe erhältlich. Jebe Familie 1 Baar.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Bieten und handeln bei der Krankenernährungsstelle. Der Glüdliche, dem die Krankenernährung@ fbelle boll gewährt, was ber Arat ihm verschrieb! Bewilligt sie einem Kranten über haupt irgendwelche Burjanahrungsmittel, so bleiben sie gewöhnlich hinter ber von seinem Arzt für nötig gehaltenen Menge zurüd. Magen hierüber geben uns immer wieder zu, und immer wieber außern bie Abgewiesenen ihre Verwunderung darüber, daß die Bertramensärzte ber Stranfenernährungsstelle gegen bie behandeln Ein Borschuß auf Koften des Reiches. Der oldenburgische ben Aerzte entscheiben, ohne die Kranten auch nur ge. Bandtag bewilligte den unteren Eisenbahnbeamten eine monat- fehen zu haben. Auf dem Atteft left sich das alles sehr schön, liche Gehaltszulage bon hundert Mart. Der Haus. chretbt uns bitter eine Frau, die für ihre trante alte Mutter nur halt des Freistaates wird baurch jährlich um sieben Millionen ein Biertel Liter Milch erhielt, obwohl der Arzt einen Biter für Mart mehr belastet. In der Tentschrift, die die Regierung dem nötig erflärt hatte. Solche und ähnliche Erfahrungen entmutigen, Bandtage in dieser Angelegenheit vorlegte, heißt es, daß Oldenburg fo daß eine andere Beferin unseres Blattes wie sie uns schreib, bon zwar die Gehaltserhöhung bewillige, fein Staatsfädel jedoch vornherein auf Beschaffung eines Ateftes verzichtete, In den Boli dadurch nicht belastet würde. da ja das Reich demnächst die Kliniken fagten ihr die Aerzte, fie müffe es fich von einem Brivatarzt turnhalle Moltkestraße. Referenten Genossen A. Scholz und U. Schmidt Spandan. Heute 7%, Ubr Turnhalle Schulstraße und Jubiläums Eisenbahnen übernehmen und also auch die Gehälter ausftellen laffen, aber das gestattete ihr gleichfalls franter Gelb zahlen würde. beutel nicht. Es scheint, baß die Krantenernährungsstelle, auch Wählerversammlung Sonnabend. Zurüd aus England. Am Donnerstag find aus England to enn man nod fo befcheiben in feinen Forderun Pankow . 6%, Uhr bei Linder, Breiteftr. 84. Referenten: Dr. Dable 129 Bivilinternierte, darunter zwei Frauen und zwei Kinder, in gen ist, immer wieber noch abhandeln au follen und Fri. G. anna. Hamburg eingetroffen. Die Leute flagen über außerordent glaubt. Ginem Kriegsteilnehmer, der wegen Tuberkulose im Betershagen. 8 Uhr Gasthaus Madel, Dorfstraße. Referent Genoffe Raming. lich schlechte Berpflegung, Verpflegung, Behandlung unb Jahre 1917 mit 40 Prog. Stente entlassen worden war, berschrieb Unterkunft während der Fahrt. ber Arzt-1 Liter Milch pro Tag, 2 Bfund Teigwaren pro Charlottenburg . Sonnabenb Schiller- Realgymnasium, Schillerstr. 27, Truppenübungspläge für die Landwirtschaft. Das Kriegs. Monat unb eine Butterkarte. Die Arfantenernährungsstelle aber eriammlung der Lebert, Bolts, Telegraphen, Bolizei- und Efen minifterium teilt uns zu unserer Anregung, bie Truppenübungs. rich die Teigware fami ber Butter und bewilligte von der Milchbahnbeamten und Beamtinnen. Referenten: Striminalfommiffar 2 ehnert, Ober- Boftfchaffner Road, Behrer Blum. pläke landwirtschaftlichen Zweden nuhbar zu machen, mit, daß es mur ½ Liter. Nachdem es bis April 1918 babei geblieben war. bereits feit geraumer Zeit derartige Anordnungen erlassen habe. forberte fte ein neues Atteft. Diesmal verschrieb der Arzt von Flugblattverbreitung. Sinsichtlich der zweiten Anregung unseres Artikels, die von der bornherein mur ½ Liter Milch und 2 Pfund Teigwaren morauf Remonteberwaltung noch bewirtschafteten Staatsbomänen die Strandenernährungsstelle außer ben Teigwaren nur noch ¼ Liter freizugeben, tetit es uns mit, daß es hat feststellen laffen, daß von ben feitens der Seeresverwaltung gepachteten preußischen Staats­bomänen jetzt, 20 000 bis 25 000 Hektar Band dem preußischen Land­wirtschaftsminifterium zurüdgegeben werben tönnen,

Milch bewilligte. Im Januar 1919 bat ber Krante um Weiterbe­willigung in der Annahme, daß man einem Lungenleidenden das Berlangen nad 4 Liter Milch nicht als unbescheiben auslegen werbe. Er erhielt diesen Bescheid: Ihr Antrag auf Weiterbewilli

Neukölln. 6%, Uhr.

Treptow . 4%, Uhr.

Berantwortlich für Boliti! Artur Bidler, Charlottenburg , für ben übrigen Teil bes Blattes: Alfred Gola, Reuton: fr ngeigen Theobor Glode, Perlin. Berlag: Borwärts- Berlag b. b. Berlin , Drud. Borwärts- Sudbruderci u Berlagsanstalt Baul Singer a. 6o. in Berlin , Sinbenftraße&