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Gewerkschaftsbewegung

Die Arbeitslöhne in der Tuchindustrie.

Am 24. Ottober 1918 gelang es mit Hilfe des Bekleidungs­Beschaffungsamts in Werlin, für die gesamte deutiche Tudindustrie eine Vereinbarung abzuschließen, nach der wenigstens für die Weberei in ganz Deutic land einheitliche Arbeitelöhne, die nach Dristlaffen gestaffelt wurden, abzuschließen. Die Vereinbarung fah folgende Bedingungen vor:

1. Löhne für Weber und Weberinnen:

a) Militär. b) Mannicafis­becken

tuche pro 1000 Schuß into. 31 f.

In Orten bis

5 000

23 Bf.

über 5000- 25 000 25 000-100 000 100 000

W

W

83 35 87

25

W

"

27 28

"

N

Bei abweichenden Sohniystemen, wenn z. B. der Lohn nicht

nach 1000 Scuß sondern nach Stüd, Metern ufw. berechnet

wurde, war eine entsprechende Umrechnung der festgelegten Säge

borzunehmen.

4. November 1918 in Kraft traten.

Das Spremberger Geifpiel zeigt awar die erzielten Stunden- bem Einigungsamt auszutragen. Die Verfammlung spricht ben Löhne, und diese im Durchschnitt, aber wenn man weiß, daß seiner Wunsch aus, daß die Arbeitgeberorganisationen verfuchen werden, Beit nur 30-40 Stunden wöchentlich gearbeitet werden, dann lann zusammen mit den Arbeitnehmern die Differenzen beizulegen. fich auch die Deffentlichkeit ein Bild davon machen, was für iit 89,7 f., der für Arbeiterinnen 76.4 Pf. Gegen die Friedens, Wochenverdienste in Frage kommen. Der Höstlohn für Männer Maffenkündigungen in der Reichsbank.. löbne geiezi, sind die gegenwärtigen Löhne um mehr als 100 B: 03. Aushilfsaroeiter werden jest, wie uns aus dortigen Angestellten­Die während der Kriegszeit in der Reichsbant tätig gewefenen erhöht, in einzelnen Abteilungen um mehrere 100 Broz. Das betreifen mitgeteilt wird, zahlreich gekündigt und ohne jedwede Ent­weit aber nur, wie jämmerli niedrig die Löbne vor dem Kriegeschädigung entlaffen. Das Eriuchen vieler an der Kündigung Be waten. Auch die gegenwärtigen Stundenlöhne felbft bei boller Beschäfti ung tönnen nicht als ausreichende angefehen werden. troffener um eine Verlängerung der Kündigungsfrist auf ein bis Was bier für Spremberg nachgewiefen ist. trifft mit geringen Ab. bei Monate ist vom Direktorium abgelehnt worden. weichungen für die gesamte Niederlaufig au, dem größten geschloffenen diese Maßnahme werden die gefündigten, während der ganzen Zeit Tuchbezirk Deutschlands . In so manchen Orten des übrigen Deutich niedrigen Gehältern beschäftigten Hilfsarbeiter in eine barte Notlage gebracht. Der Maiienentlaffung tönnte bege net land sind die Löhne noch niedriger. näber getreten würde. Dadurch könnte auch dem Ueberstundenweien werden, wenn dem Gedanken der Einführung eines Schichtwechsels gesteuert werden.

Wenn in jüngster Zeit in manchen Industrien vor Ueberfpan­mung der Arbeiterio derungen gewarnt werden mußte. fo triffi das in feinem Falle auf die Textilindustrie zu.. Hier müssen unter

Durch

allen Umständen noch höbere Löhne, als jetzt zugestanden, gezahlt Direttorium die Maßnahmen tid ängig macht und eine im allge­

werden.

Keine Lohnaufbesserung ohne Brotpreiserhöhung.

Noch boffen die der schwersten Not Entgegengebenden, daß das meinen Jntereffe liegende Regelung findet.

Funktionäre des Siemens- Konzerns. Bei allen übrigen männlichen und weiblichen Afford- oder Zu der Lohnbewegung der Bädergefellen nahm am Montag. Stundenarbeitern. wurde eine Erhöhung der Löhne um 35 Broz. nachmittag eine Versammlung der Freien Vereinigung der Bäcker. Bersammlung der Arbeiterräte, Arbe ter- und Angestellten Ausschuß­Dienstag nachm. 4 Ubr in der Flugzeugballe in Siemensstadt nach dem Stand der Löhne vom 1. September 1918 zugestanden. meifter Stellung Der Vorstand verirat den Standpunkt, daß die mitglieder und Vertrauensleute. Aeußerit wichtige Tagesordnung. Cas waren die Bedingungen, soweit diefelben auf die Neu- geforderten Mindestlöäne von 110-120 m. wöchentlich nicht be. geftaltung der Löhne Einfluß batten und die mit Wirkung vom willigt werden fönnen, wenn nicht der Brotpreis erhöht werde. Erst Der erste ordentliche Juduftriebeamtentag In den in Frage lommenden 96 Orten waren vor Ausbruch im November 1918 sei ein Tarif mit Mindestlohnen von 75-84 m. des Bundes der technisch- industriellen Beamten findet am 25.- 27. Mai bes Serieges 70 627 Bersonen in der Tuchindustrie beschäftigt, babon abaeiblossen worden. Um den zurückkehrenden Kriegern Arbeit in Berlin statt. Auf der Tagesordnung stebt u. a. die Schaffung waren 34 914 Arbeiterinnen. Im Herbst des Vorjahres dürften und Lobn zu verfchaffen, sei im Januar 1919 das den einzelnen einer Einheitsorganisation unter Auflösung des B. t. i. B. und des nach vorsichtiger Schäßung noch rund 40 000 Perionen befchäftigt Bädermeistern angewiefene Mebleuantum nach der Zahl der von D. T. V. gewesen sein. Wenn auch im all emeinen in der Textilindustrie ihnen beschäftigten Gefellen rationiert und dadurch den Bäcker­bie Zahl der Beschäftigten um mehr zurückgegangen ist, to doch meistern toefentliche Mehrfoften auferlegt worden. nicht in der Tuchinduſtrie, da hier, speziell in der Deckenfabrikation. nennenswerte Mebrarbeit fei nicht vorbanden. Die von der Freien Betriebe pinzugekommen sind, die vor dem Kriege ganz andere Bereinigung beim Magiftrat beantragte Erböbung des Brotpreises Artikel herstellten. Bon Spremberg liegen jetzt Angaben vor, die flipp und fet abaelebut worden. Die Bäckermeister besänden sich in einer flar beweisen, daß auch jezt noch die Verdienstmöglichkeit eine recht schwierigen Lage, die berüdüchtigt we.den müsse. wenig befriedigende ist. Die Spremberger Angaben beruhen auf der Zusammenstellung nach Lohntüten, also auf Material, das die Unternehmer felbit liefern.

In der Abteilung

Aber eine

Die

Die Generalversammlung bes Schuhmacherverbandes berubete waltung. Die Aussprache, die einen vorwiegend pofitischen Charaf­am Donnerstag die Debatte über den Geschäftsbericht der Ortsver­ter toug, hatte schon zwei vorhergegangene Versammlungen ausge füllt. Nach Schluß der Diskussion wurde eine von Vollmerbaus beantragte Resolution angenommen, bie die bon der Generalfom­Ein Disfuifionsredner führte aus, der Doppelzentner Getreide mission und der Berliner Gewerkschaftskommission während des fofte beim Broduzenten 24-26 M. Der Doppelzeniner Mehl Strieges und nach der Revolution getriebene Bolitik berurteilt. tomme dem Bädermeister( einschließlich Fuhrlohn) 48 M. Die Neuwahl der Ortsverwaltung hatte folgendes Ergebnis: Die Arbeiterinnen Die Arbeiter Spannung zwischen Getreide- und Meblpreis fei so groß, daß eines erfter Borsitzender wurde Vollmerhaus mit 225 Stimmen gewählt. Der bisherige erste Vorsisende Samann blieb mit Serablegung möglich sein müsse. Dann lönnte die Lobnerhöhung, 126 Stimmen in der Minderheit. Der bisherige erste Stiffierer berdienten im verdienten im die auf den Doppelgentner Mebl 6,80 M betrage, ohne Brotpreis- Bendig wurde, ohne daß ein Gegenfandidat aufgestellt war, mit Sept. Rob. Sept. Nov. Andernfalls müße der Brotpreis um 329 Stimmen wiedergewählt. Böhler wurde mit 278 Stimmen p.Stunde p Stunde p. Stunde p.Stunde erböbung gezahlt werden. 15 Pf. für jedes Brot erhöht werden. Bäckermeister Fischer bes zum zweiten Kassierer gewählt gegen den bisherigen Inhaber dieses Bf. 93f. f. rechnete: Durch die Lohnerhöhung im November sei der Arbeits- Amts, Dally, der 64 Stimmen erhielt. Ferner wurden als un­76,5 lohn für das einzelne Brot von 7% auf 8% Bf. geftiegen. Infolae befoldete Mitglieder der Ortsverwaltung gewählt: Zweiter Vor­60 der Mehlrationierung habe sich der Arbeitslohn( da Fischer, um fein fibender Blaffert, Schriftführer Müller, Revisoren Mat­früberes Meblquantum zu behalten, einen neuen Geiellen einstellen ting, erz, Solagrebe, Dras ber. In die Schlichtungs­mußte) auf 12% Pf. erhöht, und wenn die jetzigen Lohnforderungen fommission wurden Neuter, Wussow und Vollmerhaus bewilligt werden, steigt der Arbeitslown auf 19%, Bi. für das Brot. Das tönnten die Bädermeister ohne Erhöhung des Brotpreifes nicht tragen.

93f.

Militärtuch

75

Deden.

56,6

Scubstoffe

76,4

79,5

giviltuch.

65.8

65

Stettenicherergi

59,8

75,8

85

Aufreger

40

47,5

gwirnerei.

55,1

73,6

Anoterei

41

63,9

Nopperei.

38,5

52

Fadenanleger

41

53,5

Spinner

42,2 65

57.2 89,7

Krempelei.

60

Wolferei

43

54,6

53

70

Auepuger

-

66,9

85,2

Sortiererei

86,5

48,4

Balferei

44

60

56,7

79,6

Appretur

41,6

62,2

54,5

74,5

Langicherer

88,9

50,6

Conft ge

54

82,3

44,2

Drogen- Lageri

Während der Gas- Sperrstunde

Hartspiritus

in Bleehdosen mit Koch­

-

gewählt.

-

Die

leber die onbewegung in den Schubfabriken berichtete a mann, daß wiederholt Verhandlungen mit den Fabritantenorganisationen stattgefunden, aber fein befriedigendes Die Verfammlung beschloß; Die Tariffonnifflon wird beauf Ergebnis gehabt haben. Gefordert wird ein Stundenlohn von tragt. solange teine materiellen Bugeständnisse an die Gefellen 2,50 M. für männliche, 1.80 M. für weibliche Arbeitsfräfte. organisation zu machen, bis der Bebensmittelverband Groß- Berlin Versammlung beschloß, daß die Kollegen in den einzelnen Fabriken die Brotpreise so regelt, daß auch eine Aufbesserung des Einkommens mit den Unternehmern verhandeln sollen, jedoch soll die endgültige der Bäckereinhaber nicht außer acht gelaffen werden darf alle Buftimmung zu den Vereinbarungen durch eine Mitgliederversamm die Gesellenorganisation bas Ginigungsamt bes Gewerbegerichts king erfolgen. antu'en follte, fann sich der Vorstand der Freien Bereinigung an Berantwortlich für Bolitik Artur Ridler, Charlottenburg , für den übrigen Teil bes den Berhandlungen nur dann beterligen, wenn der Magikrat von blattes Alfred Schola, Neuf an. für Anzeigen Theodor Glode, Berlin . Berlag: m b.$., Perlin . Drud Borwärts- Pundruderet und

Berlin oder der Lebensmittelverband gew at find, gleichzeitig die Borwärts- Kerlag Berlagsanstalt Baul Singer u. Co in Berlin . Lindenfraße 3. Differenzen mit den Bädereunbabern bezüglich der Brotpiesie vorl

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