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Die Berichterstattung des Vorwärts".

Der Lichtenberger Fall.

In der Vollversammlung der sozialdemokratischen Ver­trauensleute bon gestern sagte Genosse Brolat nach dem vorliegenden Bericht:

Früher waren wir stolz darauf, daß der Vorwärts" in der Berichterstattung durchaus zuverlässig war, wenn er auch manchmal hinter der bürgerlichen Breffe herhinkte. Jezt ist das leiber anders geworden. In der Bichtenberger Angelegenheit hat der Borwärts" einen unwahren Bericht gebracht. An der historischen Bemerkung des Genossen Brolat ist nur die erste Hälfte richtig, daß nämlich der Vorwärts" früher in der Berichterstattung binter der bürgerlichen Preffe herhintte, Frrtümer sind ihm aber auch damals nicht erspart geblieben, wie an manchem berühmt gewordenen Fall leicht zu erweisen wäre.

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Der Bericht von der Erichießung der 150 ist von der ganzen Berliner Breffe gebracht worden, auch, der Vor­wärts" fonnte ihn daber seinen Lesern nicht vorenthalten. Wenn er sich nachher als übertrieben herausgestellt hat, so fteht doch leider feft, daß auf ipartafistischer Seite vor Ver hängung des Standrechts granenhafte Mißhandlungen und Ermordungen von Gefangenen vorgekommen sind. Die Nachricht von der Maffenerschießung erschien daher von vorn herein nicht als unwahrscheinlich.

Wenn die bekannten Feststellungen des Vollzugsrats dem Vorwärts" berich wiegen, dagegen der Frei­heit" zur tendenziösen Ausschlachtung gegen den Vor­wärts" übergeben wurden, so ist das Spiel, das hier bon einer bestimmten Richtung im Bollzugsrat getrieben wurde, sehr durchsichtig. Parteigenoffen täten beffer, es nicht zu unterstützen.. Redaktion des Vorwärts".

Gewerkschaftsbewegung

Lohnbewegung der Kriegshilfskräfte Wilmersdorfs.

Seit Januar d. J. haben die beim Magiftrat Wilmersdorf be­Schäftigten Kriegshilf@ fräfte bertreten durch den Verband der But auangestellten und den Bentralverband der Sandlungsgehilfen Lohnfo.derungen eingereicht, ohne daß ihnen bisher auch nur in irgendeiner Weise entgegengekommen wäre.

Infolge dieser nichtachtenden Art der Behandlung ihrer Eingabe haben die Hilfearbeiter in einer Vollverfammlung am 28. 2, S. 3. einstimmig befchloffen, den Magistrat um Bewilligung eines Provi­foriums von 40 Proz., Buschlag zu ben jebt gezahlten Tagegeldern zu bitten, bis zu den eingereichten Forderungen Stellung genommen 12. März b. 3. angegeben und der Magistrat gleidaeitig unter in­worden ist. In dieser Vorlage tourbe als letter Termin der meis auf die bittere Not unter den mit Tagegeldern entlohnten Silfearbeitern ernstlich darauf hingewiesen, daß die Silfsarbeiter fonit zu Mahnahmen pegungen find, welche dem Ansehen der Ver­waltung Erschütterungen nicht erfparen. Die Forderung des Bro bifortums von 40 Bros. Buschlag gilt für diejenigen männlichen und von 2.50 bis 7.50 9. erhalten. Siervon fommen noch We ficherungs. auch verheirateten Hilfearbeiter, toelde Tagegelder beiträge ufi. in Abzug. Ueberstunden müssen unbegrenzt ohne jebe bon Bezahlung geleiftet werben.

weiblichen

Die Siffsarbeiter stehen alle folidarisch gufammen und wenden fich in ihrer bitteren Rotlage an den Gerechtigkeitsfinn aller arbei­fenden erwerbstätigen Klaffen, ihnen zur Durchführung ihrer be scheidenen Forderungen zur Vermeidung weiterer Ausbeutung und Eniwerhung ihrer Arbeitskraft die Sympathien nicht zu berfagen.

Groß- Berlin

Lin unsere Leser!

Durch die Unruhen find wir nicht in der Lage, die regelmäßige Vollversammlung der A.- und S.- Räte. Bir bitten infere Abonnenten, bas eventuelle Ausbleiben rantieren.

Berlin , 12. Mära 1919.

Die heute vormittag um 11 Uhr im Germaniafaal eröffnete Bollversammlung der Arbeiter und Soldatenräte Groß- Berlins nahm den Bericht der Kommission des Vollzugsrats über die letzten Vorgänge entgegen.

werde.

Tehnt.

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bes Blattes zu entschulbigen.

Die Geschäftsleitung

Mehr Rücksicht auf die Bevölkerung bei den militärischen Maßnahmen.

Daß bei den gegenwärtigen militärischen Maßnahmen Gärten nicht zu vermeiden sind, wird jeder einsehen. Man kann aber ver­langen, daß wenigstens auf die in den betroffenen Stadtvierteln wohnende Bevölkerung die notwendige Rücksicht genommen wird. Da diese Mitchfichtnahme aber zuweilen in geradezu unertrag licher Weise außer acht gelassen wird, beweise folgender Fall: zu, Alle über den Landwehrbanal nach Neukölln führenden Brüden, Kottbuser, Sobrechtbrüde usw., sind militärisch befekt. Am gestrigen Abend gegen 5 Uhr wurde nun dort ein Schild ausgehangen, daß diese Brüden von 8 1hr abends bis 6 Uhr morgens für jeden, also auch Fußgängerberkehr, gesperrt find. Biele Leute, die wie z. B. im Zeitungsgewerbe Abenddienst hatten dieser Hals über Kopf vorgenommenen strengen Absperrung nichts oder sonstwie in Berlin beschäftigt waren, fonnten natürlich von wien und wurden, als sie die Brücken nach 8 Uhr abends passieren pollten, rüdfichtslos zurüdgewiesen. Alle Ausweise halfen nichts. Die Boften erklärten einfach, sie hätten stritten Befehl, niemand durchzulassen. Das erregte natürlich unter den zahlreichne Baffanten, die nach Neukölln wollten und sich auch ausweisen Auch der fonnten, daß sie dort wohnen, starfe Erbitterung. Schreiber dieser Beilen hatte die gleichen Schwierigkeiten, obgleich er einen von der Kommandantur ausgestellten Ausweis bor geinte. Erst nachdem er den befehlenden Borgesetzten interpelliert batte, wurde er durchgelassen.

Rich Betelligte. Die Arbeiterfran bat tyre burd Schläge und Krazen entstandenen Verlegungen durch einen Arzt bescheinigen lassen und gegen den Kohlenhändler einen Strafantrag eingereicht.

Das Fleckfieber.

In der Woche vom 27. februar bis 5. März wurden in Deutsch land 169 Fledficberertranfungen mit acht Todesfällen, davon Berlin 28 Erkrankungen, sowie 151 Boden erkrankungen mit brei Todesfällen, davon in Berlin eine Erkrankung gemeldet. Verschiebentlich werben Fledfiebererkrankungen als Influenza angefeben, trosdem die Ertranften erft bor furgem aus dem Often nach Deutschland gekommen waren. Fieberhafte Erkrankungen bei Bersonen, die aus Rußland , der Ukraine und Bolen tommen, müssen stets den Verdacht auf Fledfieber hervorrufen.

Aufammenfünfte noch immer bestehenden Schwierigkeiten fällt die Reine Stadtverordnetenversammlung. Wegen der für größere Berpflichtung und Einführung der neu gewählten Berliner Stadt berordneten morgen Donnerstag, aus

legten Tagen während der Unruhen verübt worben find, lommen Die umfangreichen Räubereten und Plünderungen, die in den erit jest nach und nach aur Renntnis der Kriminalpolizel, ber bie Bearbeitung der vielen anzeigen faft unmöglich ist. Da die Räu ber und Plünderer bon einem Geschäft zum anderen gezogen sind, um fie au erbrechen und ausgurauben oder den Inhaber oder Wächter mit der Baffe in der Hand zur Oeffnung der Räume und Gerausgabe der Warenvorräte und bes baren Geldes au aingen, fällt es schiver, ben bereits Verhafteten die einzelnen Verbrechen, an benen sie beteiligt waren, nachauweisen. Eine ganze Menge Diebesgut, besonders Goldtoaren und Uhren, konnte den Plünde tern wieder abgenommen werden, ohne daß man bisher feststellen fonnte, aus welchem Geschäft es herrührt. Diese Sachen sind im Bimmer 80 bes Berliner Bolizeipräsidiums untergestellt. too fie bon ben beraubten Geschäftsleuten bei geeigneter Beit angefehen werden können. Mehrere Matrofen brangen in der Bessel Straße in ein Bergnügungslokal ein, als fid) bie Gäste entfernt hat tasche mit mehreren tausend Mart. Der Kellner, der durch einen ten, sprangen bem Befiber an die Reble und raubten ihm die Brief Sinterausgang bas Haus verlassen wollte, um Hilfe herbeizuholen,

wurde an der Tür von Spießgesellen der Stäuber gepadt und eben falls seiner Barschaft beraubt. In einer Weinhandlung in der Markgrafenstraße erschienen mehrere Bivilisten und Soldaten, leg­ten die Waffen auf bie beiden allein anwesenden Bersonen, ben Inhaber und den Buchhalter, an und raubten die Kaffe. Vor dem Hause Elsholaftraße 11 tourbe der Kaufmann Otto Lennies aus der Neuen Winterfeldiftraße 32 von einem Burschen mit dem Revolver schwer berundet, als er fich weigerte, fein Geld herauszugeben. Der Verwundete wurde nach dem Elisabethkrankenhause gebracht, wo bie erste die Kugel entfernen tonnten. In der Dessauer Straße 30 Stangen brei unbekannt gebliebene Golbaten in die Geschäftsräume des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozial­demokratie ein, banden ben Stassenrendanten Seydel an einen Stuhl feft und raubten 40 000 M. bares Geld.

Die fanfmännischen Schulen ber Rorporation ber Raufmann

für Angeftelte, Inselstr. 2/5, Stlofterftr. 74, abenbs 7-10 Uhr.

7 Fach

fchaft von Berlin eröffnen ihr Sommerbalbjahr am 1. April. Anmeldungen für die berichiebenen Abteilungen werden in den Schulen während bes Auskunft wird erteilt im Bureau ber taufmännischen Schulen, Burgstr. 25 II, von 9-3 Uhr. 2 Abendschulen unterrichts entgegengenommen. chulen für die obligatorischen Schüller: Auguftftr. 21, Sebaftianstr. 26, Snielstr. 2/5, Fitfabethitr. 57/58, Gartenftr. 25, Derfflingerstr. 18a, Copbien­raje 18( Vormittagsunterricht); Versicherungsfachschule, Dorotheenftr. 12; Fachfurfus für Senaben 1%, Jabres- Sturfus, 30 Wochenstunden. Sophien firage 18; Sandelsschulen für Mädchen und Seletten: Beinmeiſterſtr. 16/17, lhelmshavener Str. 2/5, Wilmersdorf , Weimarische Str. 21/24( Vor­mittagsunterricht), Sarnweberstr. 19; Fachtlaffen für Mädchen, welche vom Besuch der städtischen Mädchenpflichtschulen befreien: Beinmeister Straße 16/17; Schreibmaschinenschule: Neue Friedrichstr. 56/57.

Nachtfihung der Schöneberger Stadtverordneten . Auf jeden Fall muß man berlangen, daß friedliche Bassanten, In fiebenstündiger Sibung, die sich bis nachts 1 Uhr hinzog, die nach ihrer Wohnung wollen und fich ausweijen können, durch erledigten die Schöneberger Stadtverorbneten eine umfangreiche die Absperrungen durchgelassen werden. Denn man fann doch Tagesordnung. Bei allen Abstimmungen über wesentliche Buntte schließlich niemandem zumuten, auf der Straße zu übernachten. ber Tagesordnung standen die beiden bürgerlichen Frattionen ben Wenn aber solch strenge Maßnahmen auch bort, wo sich die eigent Sozialdemokraten gegenüber. lidhen Stämpfe nicht abspielen, notwendig find, dann muß dies recht- Auf eine bom Gen. Fritsch begründete Anfrage wegen ber seitig vorher unb öffentlich am besten burch die Bresse Darifverhandlungen mit bem Gemeinde und Staats­befannsgemacht werden, damit jeder sich danach richten und gege- arbeiterverband antwortete Oberbürgermeister Dominicus, bag bie benenfalls auf Umwegen feine Wohnung aufsuchen kann. Darum Berhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Groß- Berliner also nochmals: mehr Rücksicht auf das friebliche Publikum! Gemeinden in den wesentlichsten Fragen zum Abschluß gelangt sind und daß der Magistrat in etiva acht Tagen in der Lage sein werde, bas umfangreiche Werl ber Bersammlung befannt zu geben. Der Vertrag werbe ber Gemeinde bebeutende neue finanzielle Lasten aufbürben.

Bor Eintritt in die Tagesordnung beantragte Serrfurt( Stom­munist), die Vertreter der bürgerlichen Breffe einschließlich des Vor­: 16" auszuschließen, weil diefe Bresse durch lügenhafte Nach richten das Publikum gegen die Linterabifalen aufgehebt habe. Richard Müller stimmte dem Antragsteller in der Verurteilung der Exhreibweise der bürgerlichen Blätter und des Vorwärts" at, forderte aber die Zulassung der Berichterstatter, damit sie hören und berichten können, was hier gegen die betreffenden Blätter gefagt Der Antrag Herrfurt wurde gegen eine fiarte Minderheit abge­Nachdem die Tagesordnung festgesetzt war, erstattete Malzahn den Bericht de: Kommission, die wegen Freilassung der aus Anlaß des Streits Inhaftierten und wegen der Zeitungsverbote mit Noste verhandeln sollte, aber nur mit einem Stellvertreter Nostes, bem Major Gilfa, verhandeln konnte. Der Nebner sagte, der Major babe alle Schulb en ben gegenwärtigen Unruhen den Unabhängigen und Kommunisten zugeschoben, wogegen diese sich entschieden vers wahrten. Die Kommiffion babe festgestellt, daß der ganze Eicher heitedienst in Berlin in den Bänden von Offizieren liege, die einen fanatischen Sak gegen bie Mabifalen haben. Major Hammerstein habe bei den Verhandlungen gesagt, diesmal toi den die Spar­fafiften rüdsichtslos niedergeschlagen, auch wenn richuldige dabei leiben müßten. Die lektere Bemerkung babe der Major nach einem Borhalt des Nebners abzufchwächen gesucht. Als der Major sagte, die Unabhängigen feien schuld an den Unruhen, da babe bas om missionemitglied Neute( S. B. D.) bemerkt, bas hätten seine Genoffen ben Unabhängigen auch schon gefagt. Der Rebne verurteilte diese Bemerkung Neues. Sinsichtlich Freilaffung der Inhaftierten habe die Kommiffion nichts weiter erreicht, als daß ihr gestattet werbe, die Liften der Staatsanwaltschaft einzusehen. Der Mebner hat bei den Verhandlungen den Einbrud erhalten, daß bie Offiziere burch ihr Vorgeben zeigen wollten, dak eine möglichst starte Militär macht erhalten werde, was ja für die Offiziere eine Eriftenafrane fel. Büchel( S. P. D.) berichtete über die Verhandlungen der Kom­mission betreffend die Bildung einer kommunalen Arbeiterwehr. Die Verhandlungen hatten fein weiteres Ergebnis, als daß der Rommission mitgeteilt tourde, der Reichsweh minister fönne die An­Am heutigen Mittwochmorgen ist der Straßenbahn- und gelegenheit vorläufig nur bilatorisch behandeln. Omnibusverkehr in Berlin wieder aufgenommen worden. Bisher Wegmann( U.. P.) gab den Bericht der Kommiffion, die wegen war es jedoch nicht möglich, alle Streden in voller Ausdehnung mit Burüdziehung der Truppen aus den befebten Betrieben und Ge- Wagen zu befeben. Mit der Wiederaufnahme des Dienstes bei ber bieten verhandelt hat. Der Rebner besprach die Feststellungen der Großen Berliner Straßenbahn wird auch der Boftdienst sich wieber Stommiffion in Lichtenberg , bie bereits im Vorwärts" mitgeteilt regelmäßig gestalten, da es bisher faft unmöglich war, die auf den find. Es sei nicht wahr, bak das Boisgebäude durch eine Mine be- Bahnhöfen lagernden Batete und Brieffendungen aus dem Reich zur schädigt morben fei.( Buruf: Die ist im Kopf bes Vorwärts" vechten Zeit auf die Bostämter zu bringen. Der Straßenbahn­Rebatteurs geplast.) Im Polizeipräsidium feien nur Lebensmittel verkehr wurde auf fast allen Bahnhöfen, mit Ausnahme der im mitgenommen worden. 68 fei festoestellt, daß auch aus dem Often gelegenen Depots, um 6% Uhr morgens wieder aufge­Innern des Polizeipräsidiums gefchofen worben. Standrechtlich nommen; in den Vormittagsstunden bertebrien bereits die Linien ericholen jei niemand. Unter den Gefangenen befänden fich gwei Marienbort- Tempelhof Ballesches Tor- Bebrenstraße fowie ich Mitalieber der Reinhardtruppe, die von ihren Kameraden wegen terfelbe- antwin- Bebrenstraße boll. Die von Steglit, Friebenau, Gehorsamberweigerung eingeliefert feien. Der Rebner besprach Schöneberg , Charlottenbura und Wilmersdorf tommenden Linien bie bekannten Vorschläge, die zur Einstellung des Kampfes in fuhren bis zur Leipziger Straße und machten dann eine Schleife Lichtenberg gemacht worden sind. Noste habe dem Bürgermeister burch bie Charlotten, Französische und Mauerstraße. Die bon Biethen telephonisch erflärt, er fei einverstanden mit der Bildung Moabit fommenden Wagen wurden ebenfalls in der genannten einer Bürgerwehr, aber sie dürfe nicht nur aus Arbeitern be- Stebre umgelenkt. Die von Salenfee nach dem Stupfergraben fab ftehen.( Buruf: Der Arbeiter Roste.) Schließlich babe Noste die renden Wagen der Linien N, O, T unb U fonnten ihren Betrieb Verhandlungen abgebrochen mit der Bemerkung: Es gibt feine ungehindert durchführen. Man rechnet damit, daß im Laufe des Tedirgungen mehr, sondern nur bebingungslose Unterwerfung. Tages noch toeitere Streden in Betrieb genommen werden können. Gin Offizier in der Umgebung Nostes habe erklärt, jett gäbe es Die Reparaturen an der Oberleitung in den um den Alexander­feinen Barbon, bie Bande merde niedergeschlagen. Der Mebner plas herum gelegenen Straßen und Stadtvierteln dürften etwa hat den Einbrud, daß die svartalistischen Kämpfe feine Organi 3 Tage in Anspruch nehmen. Die Direktion der Groken Berliner fation baben. Es fei ein Stampf um bie Futterfrippe zwischen Straßenbahn hofft, noch im Laufe der( Woche ihren gesamten Be ben berichiedenen Truppen förpern. Auf spartatistischer Seite trieb mieber aufnehmen zu fönnen. fämpfen viele ndifferente. Es sei nicht der richtige Weg, diesen Kampf mit Gewalt zu Ende zu führen. Noste steht auf dem Stand­punkt der Gewalt. Das berde ihn einmal wenschwemmen. Rosts jei nur eine Drahtpuppe in der Hand des Majors Gilja. Auch die Mitglieder der G. B. D. sollten sich im Interesse des Sozialismus gegen die Gewaltpolitik menden. ( Beifall.)

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Berlin , 12. Mära. Amtlich. Die Depots 1a, 2a, 4, 5, 8, 10 und 14 der Republikanischen Soldatenwebr finb aufgelöst. Jeder frühere Angehörige biefer Depots, der mit Waffen in der Hand betroffen wird, wird erf offen.

Industrie und Handel.

Aufhebung der englischen Einfuhrbeschränkungen. London , 18. Mära.( Meuter.) Amtlich wird mitgeteilt, daß jezt alle Rohstoffe unbehindert eingeführt werden bürten.

Damit hat die britische Regierung dem Drängen radikaler Frei. handelstreife flattegegeben, welche die Einfuhrbeschränkungen in der Uebergangszeit fiets befämpft haben. Die Maßnahme bedeutet zu gleich eine wirtschaftliche Stärkung Englands für den Konturrenz tampf mit den Bereinigten Staaten um den europäischen Festlands markt, der bei Aufhebung der Blodabe gegen die triegführenden Mächte nur noch eine Frage der Zeit ist.

Wiederaufnahme des Berliner Verkehrs.

Zur Erwerbslofenkontrolle.

Die Erwerbslofenfürsorge des Lebensmittelverbandes Groß­Berlin verzichtet mit Rücksicht auf die Verkehrsverhältnisse auch für die Woche vom 10. bis 15. auf die abstempelung der Kontrolltorten bei ben Arbeitsnachweisen.

Er bedarf einer Stärkung.

Mit einem Roblenhändler in Berlin - Norb bat eine Arbeiter frau unangenehme Erfahrungen gemaat. Are fie auf Lieferung von Koblen drängte, gab er ihr die Antwort, aunadst folle fie ibm Eped und Schinken liefern, damit er sich stärken tonne. Dann werde fie, berfprach er, auch ihre Koblen erhalten. unb er werbe ihr die Paft fogar in die Wobnung binauftragen. Die Frau fagte fich, daß Eped und Schinken, wenn fie folche Ge­nüsse beichaffen tönnte, ibr felber nötiger wären als bem feines. wegs ichwäblich auslebenden Koblenbändler. Nachdem sie wieder mal Woden bindurch auf Koblen gewartet batte, erneuerte fie am borigen Sonnabend ihre Mahnung, aber da tam fie böse an. Bei dem Wortwechsel, der zwischen ihr und der Frau des Händlers entstand, brachte die fich benachteiligt glaubende Kundin in Gegen­Sändler über feine Vorliebe für Eped und Schinken geäußert hatte. wart anderer Stundinnen zur Eprache, mit welchen Worten sich der Das schlug ein wie eine Bombe, aber den Angriff parierte bie Genenrartet mit der Gillärung, das fei damals nur Epaß gewefen. auf unfreudlice Worte folgten Tätlichkeiten, mit denen die Frau bes Händlers begann und an denen er selber nicht im Spaß

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Eine ausgebehnte Arbeitslofenbebatte beranlaßte bie Borlage des Magistrats auf Bersicherung ber Erwerbs. lofen aus Mitteln der Gewerbelofenfürsorge Stadtb. Runge ( Fr. Fr.) beantragte, im Demobilmachungsausschuß Groß- Berlin vorzuschlagen, bei ber Reichsregierung vorstellig zu werben, daß für Erwerbsloje der allgemeine Arbeitsgmang bei Schaffung eines Reichsgefehes für Erwerbslosenunterstützung einzuführen fei. Stabi berordneter Freter( Soz.) wies darauf hin, daß man bei beur Daniederliegen der Bollswirtschaft und der ungeheuren Arbeits­lofigkeit in ben Großstädten fid damit abfinben fönne, die Bahlung von Unterftüßung von gewissen Bedingungen, die eine Beschränkung der Freizügigkeit barstellen, abhängig zu machen. Aber unter ge regelten Brobuftionsverhältnissen bebeute, folange bie kapitalistische Wirtschaftsweise bestehe, bie Freizügigkeit für die Arbeiterklasse bas unentbehrliche Korrelat. Stomme man aur sozialistischen Produk tion, fo lönne ein gewiffer Arbeitsawang für alle Grme: befähigen, also auch für die Bevölkerungstreife, die Serr Stunge bertrete, er mägenswert fein. Ein Reichsgefet werde für die Bufunft ge­schaffen und dürfe teine Ausnahmebestimmungen gegen die t beiterschaft enthalten.

Gen. Ruter gab dem Stablo. Runge noch den Rat, es felber mit der Arbeit auf dem Lande zu versuchen. Der Magistrats­antrag wurde angenommen, der Antrag bes Stadtv. Stunze mit ben bürgerlichen Stimmen dem Magiftrat als Material überwiesen. Die Frage einer Besoldungsaulage batte schon die lette Etabtverordnetenversammlung beschäftigt. Auf Antrag der sozial­bemot: atischen Fraftion mar befchloffen, die als außerordentliche Teuerungszulage ab 1. Januar b. 3. gezahlten Gehaltszuschläge von 60 bam. 45 M. monatlich nicht zur Anrechnung zu bringen. Der Magiftrat beftand auf unveränderter Annahme feiner Vorlage, wo­nach ab 1. März ein pensionsfähiger Zuschlag von 1200 M. gezahlt wird. Die bürgerliche Mehrheit trat ben Südaug an und beschloß bemgemäß

Bei den Wahlen zu den Deputationen erhoben unsere Genoffen Einspruch, über den in nichtöffentlicher Sibung berhandelt tourbe, ebenfa über Enteignungsvorlagen bes Magiftrata

Groß- Berliner Lebensmittel. Bankowo. Auf Abschnitt 108 100 Bramm fole Suppen. Auf die AB

Inille 29 und 30 für Sugenblie je 100 Gramm Qaferfloden.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Friebenan. Seute, 7%, br, im Gesellschaftszimmer des Nathaus­Restaurants, Mitglieberberfammlung

Brieffaften der Redaktion.

Hiegt zu Ihrer Verfügung. 7. G. Anonyme Ginsendungen werben nicht berüdsichtigt. Manuffcipt

Berantwortlich für Boli ziwe Biler, alottenburg, ir ben übrigen Tell bes lattes, trebaots, Neun: für naelgen cohor Gode, Berlin . Berlag:

Borwärts- Verlag.mb. 6. Perlin. Drud Vorwärts- Puchbrudecel unb Berlagsanstalt Baul Singer n. Co. in Berlin , Sinbenstraße 3.