polnisthe Phantasie. BetRn, 12. März.(WTB) So ziemlich da» Tollst«, was ium gegnerischer S«i<« jemals über Haltung und Äbstchten der deutschen Regierung verbreitet worden ist, drängt sich in folgendem Funk» s p r u ch zusammen, der durch die Polen von Warschau au» verbreitet wird: „Polnische Behörden erfahren au» absolut zuverlässiger Quell«, daß in Berlin eine Unterredung zwischen Ebert, Schei» bemann, General(I) NoSke, Landsberg und Graf Rantzau staltgefunden habe, in welcher folgender Feldzugkplan zur Sprache kam: Prof. Hag(1) trat dafür«in. mit Polen erst abzurechnen. Es sollte vorläufig dem Grenzschutz befohlen werden, trotz der Waffenstillstandsbedingungen die militärischen Maßnahmen gegen Polen fortzusetzen. Kerner sollte man mit den Bolschewisten in Verbindung treten, um ein« gemein» same Aktion gegen die Pole» zn unternehmen, zu welchem Zwecke die Deutschen ihre zuverlässigsten Truppen unter den fähigsten Offizieren bereitholten. Andererseits haben di« Deutschen nichts dagegen, daß ihr« in Litauen verbliebenen Trup- Pen durch den Bolschewismus infiziert werden, damit sie nachher sagen können, daß sie die Gewalt über dies« Truppen verloren haben. Hierdurch wird dw Aktion gegen die Polen erleichtert. Die Deutschen werden dann den Alliiert«» erzählen, daß der Grenz- schütz sich ihrem Einfluß entzogen hat. In West- und Ostpreußen werden ZwangSauShebungen für den Grenzschutz vorge- nommen.� Hirzu ist zu sagen: 1. daß die erwähnte Berliner Unterredung niemals statt- gefunden hat; 2. daß die deutschen Truppen an der Demarkationslinie ge- wissenhast die Waffenruhe zu wahren bestrebt find, daß aber die Polen eS sind, die stch täglich und stündlich Verletzungen der festgesetzten Linie zuschulden kommen lassen; 3. daß die deutsche Regierung ihre gesamten Kräfte einsetzt, den da? Reich bedrohenden Bolschewilmu» von den Gren- zen abzuwehren und niederzukämpfen, daß aber die Polen es sind, die das deutsche Grenzgebiet, ganz besonders Oberschlesien , durch die von ihnen besorgte bolschewistische Agitation unterwühlen, in der Hoffnung, damit einen Vorwand zum Einmarsch in deutsche» Gebiet zu schassen, obwohl c» ihnen nicht gelingt, de» immer be- drohlicher auftretenden Bolschewismus im eigenen Haus« Herr zu werden.
Die /Zrbelterräte Deutschösierreichs für Einigkeit. Die Arbeiterrät« Deutschösterreich» hielten m Wien eine mehr- tägige Zusammenkunft ab, in der nach dem Referat de» Partei» Vorsitzenden Genossen S e i tz eine sehr gründliche Aussprach« statt. fand. Ihr Ergebnis war ein« Entschließung, der wir folgende» entnehmen: Die kapitalistische Wirtschaftsordnung erweist sich täglich mehr außerstande, ihren Opfern Brot und Arbeit und damit die nackte Existenz zu sichern. Der Sturz der alten politischen Gewalten und die Errichtung der Republik sind erst der Anfang der Umwälzung. Der Soziali». mu», der allein da» Wirtschaftsleben wieder aufbauen und dl« wtrt- schaftliche Freiheit verwirklichen kann, ist zur Notwendigkeit für dt« ganze Gesellschaft geworden. In dieser Erwägung billigt die NeichSlonferonz der Arbeiter- rät« da» vom Verband der sozialdemokratischen Abgeordneten auf- gestellte Aktionsprogramm. Rur die Demokratie in der Lakalder, waltung sowie di« Ablösung der bureaukratisch-kapitalistischen Zen» tralen(Kriegsgesellschaften) durch die direkt« Berbindung der Produzenten und Konsumenten in g« n o ss e n s<ba st liche» Organi » sationen kann dt« ErnährungSnot und die Ungleichheit m der Per» leilung beseitigen. Die Konferenz verkennt nicht die Schwierigkeiten de«»«lauf- baue» der Gesellschaft, der nicht über Nacht ur.d nicht bloß durch staatliche ZwangSgesetz« vollzogen werden kann. mirnt aber die wirtschaftlichen Machthaber von heut«, sich dem Gebot der Stunde zu widersetze» und dem Proletariat Mittel ge, eadezu ausnötigen, die feinen demokratische» lleberliefenmge» nicht entsprechen. Di« Konferenz richtet an di« Arbeiterklasse die Mahnung, die Einheit der Arbeiterbewegung zu dewahren, SpaltungSversuche energisch zu bekämpfen, di� Arbeiterorganisationen auszubauen und die Masse» mit sozialistischem Geiste zu erfüllen.
Sozialisierung in Sesierreich. Wie«, 12. März. Der Bot stand de« sozialdemokratische» Bei» band«« bat heute einen Gesetzeniwurf über di« Borbereitung der Sozialisierung eingebracht, wonach au« Gründen de» öffentlichen Wohle« Wirtichaftsbetrteb« zugunsten de» Staate«, der Länder und der Gemeinden enteignet, Pom Staat«, den Ländern oder den Gemeinden entweder in eigen« Verwaltung übernommen oder unier die verwoliung öffentlich» rechtlicher LSrpeiscbaften gestellt werden können. Durch Gesetz könne» Sirtichostsbetriebe zu ZwangSorganisarionen vereinigt, unter Staattouificht oder unter die Autstcht besonder» öffentlich» rechtlicher Körperschastr« gestellt werden. Die Mitwirkung der Angestellten und Ar- d e i«« r an der Verwaltung der WiNschastSdeleieb«, in denen sie beschäftigt sind, wird durch Gesetz gewährleistet.
GroßSerün
Jnöustrie und Handel. Sörse. Räch siebentägiger Pause trat die Börse heute zu« erstenmal wieder zusammen. Sie eröffnete auf die günstigen Meldungen von de« auswärtigen Märkten und im Hinblick auf die allgemeine Eni- sxanming der politischen Sage in bemerkenswert fester Haltung, die in Kursgewinnen eine» Teil» der Montan- ui& Nüstungswerte zum Ausdruck kam. Da» Geschäft war verhält- nismäßig leb hast. Köln -Rottweiler und Rheinisch« Metall»otier- ten unter den Werten mit lausende» Kursen u« b Proz. höher. Abgeschwächt lagen u. a. Bismarckhütt« und Bochumer . Bon de« Elektrizitätswerten lagen Groß Berliner fest, während S.E.G. nachgaben. Der Schiffahrtsmarkt war ein wenig schwächer. Bon AuZlandSwerren gewannen Orientbachnen mehr alz K) Proz. Im weiteren Verlauf sonnt« nach anfänglicher weiterer Befestigung, hei der Lothringer Hütte» gewannen, dt« Kurse stch behaupten- Kriegsanleihen war« weit« rücklaujend.
v. Loebell. Herr v. Loebell kann sie nicht vergessen, die Kuppe, brau» er— ach wie gm— gefressen. Drum weint er um die jäh verlorn« Ehr«, die ihm entschwand mit jenem Descrrör«, der sich auf Hollands Fluren angefiedelt und drr Ent agungSgeige siedelt. BerufSuniall— nun ja, er ruh' im Frieden, der»seinem Bolle" leider nicht beschieden. Jedoch die Leute, die sein Lob verlllnden, die tollten elwaS plötzlicher verschwinden; der Londrot hat zu viel aus dem Gewissen, al» daß wir ihn nicht surchtbar gern vermissen! Paulchen. Mär,.shr»hN«a. Die schon seit Wochen fast im ganzen Lande herrschende un< gewöhnlich milde Witterung hat in den letzten Tagen zu voll- kommenem FrühlingSwetter geführt. Schon Dienstag wurden im ganzen deutschen Biiinenlande 1ö Grad CelsiiiS erreicht, stellenweise sogar etwa« überschritten; Dresden und Breslau hatten mittags 13 Grad Wärme. Die anormale Tcmperatursteiaerung hat sich noch weiter fortgesetzt. In Berlin stieg Mittwoch nach- mittags das Thermometer auf 13 Z4 Grad Celsius, während in der Sonne tog Quecksilber bis auf 30 Grad kletterte. Die mittlere TageStemperowr entsprach also der ersten Maihälfte. Seit 1848, dem Beginn genauer meteorologischer Aufzeichnungen in Berlin , sind diese Märztag« noch niemals so warm gewcsen, wie in diesem Jahre, und die gleichen Feststellungen gelten für das ganze deutsche Binnenland. Verursacht wird diese vorzeitige Wärme durch dde ununterbrochene Aufeinanderfolge atlantischcr Depressionen, die unter Begleitung warmer Winde aus südlichen Richtungen in Nied- rigen Breiton des Ozeans auftauchen und ohne direkte Berührung Mitteleuropas in nordöstlicher Richtung abwandern. Der höchst« Luftdruck liegt dagegen meist über dem südlichen Mitteleuropa , eine Druckverteilung, die starker Erwärmung besonders günstig ist. Es ist freilich eine Eigentümlichkeit dicicr Wetterlag«, daß sie nur selten beständig und von längerer Dauer ist. Meist bringt sie nach kurzen Perioden der Aufheiterung Regenwetter, wobei es zn- nächst noch mild ist. Erst wenn sich das Luftmeer so umschichtet, daß sich der höchste Druck im Westen, der niedrigste im Osten ver- lagert, erfolgt eine scharfe Wiederabkühlung. Anzeichen für ein« lolcke Umgestaltung der Wetterlage sind jedoch kn Augenblick nicht pvrhanben._ Brandcnburgischer Provinziaklandtasi. Der Brandenburgische Provinziallandtag trat Mittwoch im Landeshause in der Maithäikirchstraß« zu seiner 47. Tagung zu- lammen. In anderen, nüchteren Formen als bisher vollzog sich die Eröffnung. Eine Vorlage will den Ausbau der Stromversorgung, der mit der Begründung der Märkischen Elektrizitätswerke schon vor einigen Jahren begonnen wurde, dadurch förder», daß dem Provinzialautschuß 2 Millionen Mark zur Verfügung ge- stellt werden, au» denen Darlehen an die beteiligten Kreise gegen Verzinsung und T'lgung au» den Uebcrschüsien der Unternehmungen über die normale Verzinsung hinaus gewährt werden. Der Krieg hat die Notwendigkeit gezeigt, in den Kreisen, die noch ganz un- versorgt find oder deren Ausbau durch den Krieg ins Stocken ge- raten ist, di« Elektrizität einzufühlen. Die Leuchtmittelnot und da» Bedürfnis der Landwirtschast nach mechanischer Kraft lassee�einen Aussckub in der Durchführung der auf eine ausreichende Versorgung de» PcovinzialgebieteS mit Strom gelichteten Pläne nicht zu. Die zweit« wichtige Vorlage betrifft den Beitritt der Provinz zu einer LaftkrafNvagenzesellschaft für Berlin und Brandenburg . Um alle HvereSkraftwagen in den Dienst de? Allgemeinheit zu stellen, die Eisenbahn zu entlasten und den organischen Ausbau der Kraft- iahrkolonnen im volkswirtschaftlichen Besten sicherzustellen, betreibt da» R eichSverweri ungSamt die Begründung von Lastkraftwagen- gesellschaften, die als gemeinnützige BetriebSunternehmungen einmal den Stückgutverkehr von Ort zu Ort im Anschluß an das vorhandene Bahnnctz übernehmen und anderseits den Gemeinden, Gewerbetreibenden und insbesondere der Landwirtschaft Lastkraft- wogen mietweise überlassen sollen. Gesellschafter sind lediglich das Reich, der Staat, die weiteren Kvmmunalverbände und die Stadt- und Landkreise. In der Provinz B andenburg einschließlich Berlin laufen 30 Kraftfahrkolonnen zu 24 Wagen, davon lö in Berlin und Vororten, IS in der übrigen Provinz. An Betriebskapital sind 2H Millionen Mark aufzubringen. Tie Gesellschaft soll fuc Berlin und Brandenburg errichtet werden. Berlin und di« Vorort« werden zu dem Betriebskapital erheblich beisteuern. Der Anteil des Pro, vinziatverbandeS wirh auf 100 000 M. bemessen.
Der DestotfShrer der R. S.-W., Depot 2, Hannoveriche Straße , übersendet uns folgende Miiteilung: Zu dem Artikel über die Beietzung der R. S.-W.-Tepols in Nr. 13-i vom Donnerstag muß ich im Name» von 860—400 Parteigenossen der R. S.-W. erklären, baß wir nicht auf der Flucht, sondern bei der Uebergabe de« Depot« an Regiment Reinhard zugegen waren. Die Blusen gehörten einer Firma, worüber Polizei-Revier Nr. 8, Jnvalidenslraße, über sachgemäße Aufbewahrung detselben tu unserem Depot Auiichluß geben kann. In Gegenwort zweier Kriminalbeamten und de« Geschäftsführer» genannter Firma-- Seidenprocht. Jnvalidenslraße— wurden die Bluien am anderen Tage ordnungsgemäß ausgehändigt. Mit Hille unserer Patrouillen wurden die Blusen vo» dem Polizeirevier ans«nrui desselben be« ichlagnabmt und den Dieben abgenommen. Dem E'genlümer der Bluien tonnien dieselben in voller Zahl nicht ausgehändigt werden, da bei Räumung der Kammer de« Depot« 2 durch Truppen vom Regiment Reinhard ein größerer Teil gestohlen wurde. Sonstig« ZivilbetleidungSstücke sind Eigentum von Kameraden, welch« zum Teil aus Urlaub und im Lazarett waren. Der ganze Kraftwagen voller Gegenstände ist Eigentum des Depots. ReglerungStruppen i» sozialdemokratische« Bersammlungeu. Für Mittwochabend hafte der sozialdemokratische Wahldsrein i Berlin ein« Anzahl Abteilungsversammlungen einberufen. ES handelte sich um Zusammenkünfte, die nur den organisierten Mit« gliedern der Sozialdemokratischen Partei fMehrheitSpartei) zugär-g« lich sind. Die Versammlungen waren angemeldet und genehmigt. Den Anforderungen, die der Belagerungszustand an solche Beran- staltungen stellt, war also entsprochen worden. In einer Snzabl dieser Versammlungen sind nun, wie den P. P. N. mitgeteilt wird. Trupps von ReglerungStruppen erschienen und haben die Vorsitzen. den wegen der Berechtigung zur Abhaltung der Versammlungen zur � Rede gestellt und Störungen hervorgerufen. In anderen Bersamm» lungen hat man auch vorgegeben, man möchte nach Spartakisten suchen, oder das Erscheinen der Truppen ist damit motiviert war» den, man walle sich vergewissern, ob nicht spartaliftische Zusammen- künfte abgehalten würden. Wie wir hören, ist von einigen der betroffenen Versammlungen in Telegrammen an die Regierung in scharfer Tonart gegen da» Vorgehen der Truppen protestiert worden.
El« dt« Einwohner vo« Neukölln und Britz ! Do» Polizeipräsidium Neukölln teilt folgende« mit: Auf Grund de« Belagerungszustandes wird folgendes bestimmt: 1. Der Aufent- halt auf Straßen, Plätzen u. dergl. in der Zeit von v Uhr abend« bis 6 Uhr morgen« wirb hiermit strengsten« verboten. Diejenigen Personen, di» in dieser Zeit die Straßen pp. beruflich zu betreten gezwungen sind, können di« Ausstellung von Ausweisen im GuIShof Britz und im neuen Rathau«. Zimmer 20Ü, beantragen. 2. Scdank- lokale, Gastwirtschaften, Theater, Kabarett» und Lichtspiel« theater pp. haben spätesten« um 8'/4 Uhr zu schließen. Dies« Bestimmungen finden auch auf alle streng geschlossenen Gesell» schatten Anwendung. Uebertreiungen dieser Bestimmungen werden. soweit die bestehenden Gesetz« keine höhere Freiheitsstrafe anordnen, mit Gefängnis bi» zu einem gahre bestraft. Auch haben die In- Haber der Lokale mit Schließung ihres Betriebe« zu rechnen. Diese Verordnung gilt für die Stadt Neukölln und dl« Ge- meinde Britz und tritt mit dem Lugenblick der Veröffentlichung in Kraft. Neukölln , den 13. Mär, ISIS. v. Hülsen, Generalmajor. Für die Stadt Neukölln : Für die Gemeinde Britz ; Appich, Polizeipräsident. LchmUdigeu. Bürgermeister.
Bund sozialistischer Kirchenfreunde- Am 27. Februar b I bgi sich in Berlin auf Anregung von Psarrer Dehn ein Bund soziatisiischer K'rchensreunde gebildet, der tolgende Ziele hat: 1. Er will mneihalb der sofialdemokraiischen Kreise unier«« Volles Berfrändni« für religiöse und kirchiiche trauen erwecken. 2 Er tritt«in für ein» frei«, selbständige olkStirch«, dj « weder«in Machtmittel in der Band de« Staate« noch einer bestimmten Partei oder GesellichaiiSllasse fein soll. 8. Er verlangt aber Stärtung de« sozialistischen Einflusses in dieser Kirch«. Insbesondere tritt er«in kür die Bildung sozialistischer Gemeindekörperschaften sowie für die Wahl sozialistischer Pfarrer in Arbeitergeiueinder. Sozialdemokratische Männer und Frauen, die sich für die Aufgaben de» Bunde « intereifieren. werden gebeten, evtl. »in« Beittitiseiklärung an den Schtififührer Hern Bernbord Göring, NW. Wittslocker Str. 21. senden zu wollen. Der Mindestjahres- bettrag betrügt 1 SU
Ungebrannte Lehmziegel für den WohnnnflSbau. Zu dieser Notiz unseres Abendblattes vom 1. März schreibt«n» der Deutsche Tonindustrie-Verein u. a.: Die erwähnte Erörterung führte zu dem Ergebnis, daß ungebrannte Formfteine nur als Rot- behelf in allernächster Nähe von Ziegeleien, also nur da An- Wendung finden können, wo eS sich um g a? k« i n e oder nur ganz geringeTranSporte handelt. Dfe Aussprache ergab für den ungebrannten Lebmziegel nur eine engbegrenzte Verwendung-- Möglichkeit, nämlich da, wo eS sich um die Errichtung von Flach- bauten auf dem Lande handelt, und selbst dann nur, wenn keinerlei Entfernungen für die Zuführung dieser grünen Steine zu über- winden sind. Damit schalten sie zur Befriedigung selb st des bescheidensten städtischen Baubedürf- nisses ganzlich au«; sie können also auch nicht in Frage kommen, wo es sich um ein« nennenswerte Wiederbelebung der Bau- tätigkeit handelt. Auch auif die nachteiligen Folgeerscheinungen, die di« Verwendung dieser Lehmpatzen in gesundheitlicher Beziehung als Brutherde für Ungeziefer und Krankheitserreger nach sich ziehen würden, ist bei dieser Sitzung hingewiesen wanden. Diese Gefahren lassen die Lehmbauweise selbst für die Errichtung von Stallungen für das Vieh und von Lager'äumen für Landesprodukt« bedenklich erscheinen und haben seit vielen Jahren dazu geführt, daß dies« Bauweise auch crnf dem Lande fast kein« Anwendung mehr findet. Dem dringenden Verlangen nach hinreichenden Baustoffen Air Abstellung der Wohnungsnot und zur Beschäftigung zahlreicher Ar- beitsloker wird daher nach der übereinstimmenden Ansicht, de» Staatskommissar« für da» Wohnungswesen und der Vertreter der Riegel- und Tonindiistrie nur wirkungsvoll durch die Belieferung der Ziegeleien mit Kohle entgegengetreten werden können. Gin FaffadenNrtterer. Der Dekoraiern! Franz Petrack war am ld. Januar, nachdem er sich vorher durch mehrmaliges Sauten davon überzeugt hatte, ob jemand anwesend ist. in die Wobnnng einer Frau M. eingedrungen,«l« Frau M.. die nur g«'»lafen halte börte. wie semand an dem Schloß herum hantierte, eilte st«. über die Hintertreppe aus die Straß« und holte zwei Sicherheits- loltmten. Ein« sofortige Durchsuchung der Wohnung, deren beide Znaäng« besetzt worden waren, hatte zunächst kein Rekuitat. Der Einbrecher war auk räiseldaite Weise verschwunden. Rnkällia ent- deckte man den Dieb aber no». wke er sich gerade anschickte, außen an der Hausiassade entlang au» der im d r i l t e n Stockwerk ae« legen en Wohnung auf di« Straß« hinunterzuklettern. Ergebnis: k'/, Jahre Gefängnis. Arbeite» der N.«. S.- vberschilneweide! Die Arbeit wird morgen. Freitag, früh zur gewohnten Stunde wieder aufgenommen. Dt« Schmiedearbeiter treten erst am Montag wieder an. Der Ar« beiterrat. I. Klebetreit.. Die Frag« der Straßendah«- MonatSkartrU, b. h. einer Erstttz. feistnng für die wegen de» Generalstreik« nicht ouSgenüvten Tag«. ist noch nicht geregelt. Sobald«in« Regelung erfolgt ist. wird sia öffentlich mitgeteilt. Fttrtorge N»r gekchlechtSkranke HeereSentkassen«. Die Heere». verwaliung bat FiMoroe getrosien. daß-u» dem Heeresdienst-nNasien« Perlenen, die an GeliblechtSkrankhelten leiden, an folgenden Stellen uit> entgeltlich« Peratung. Aebandlung und Arzneimittel finden: 1. Rki-Va,. Garn-Laz. 17. Aerlm-Tempelhot. Sprechstunde» Woche«, tag« und«onntag« van d— il Ndr,__. 2. JM-Lfl*. Neue Best, Hastnhetde. Sprechstunden tägllch, auch Sonnten« von 0— tl ndr. 8. Aest-Laz. Versuch«, und vehrbrautrei. verlln 74. Seestraß«. Sprech- stunden Wochentag» von 8—4 Uhr, 4 Ver-Laz. Sbarlottenburg, Kirch straße. Sprechstunden Montag» und Donnerstags 11— IS Uhr vormittag» und Dienstag« und Freitag» 7— S abend«. K.«er.-va», Qstkrankrnhav«. Tilstter Straße. Sprechstunde« wachen- tag» von&—«'/. Uhr. Sonntag» von»—10 Uhr. AI « Ausweis genüge» die«nllassungSpapier»-
Grost-Berliner Lebensmittel. Pankow . Von Sonnabend«b aul Abschnitt 10» N0 Bremm Kunst« Honig. Von Sonntag ab in den kleindandersneichälten, die Zucker ans Zntadzuckerkarte» für Kinder veradsotge»: MUchjüßipeis«, für jede« Kind 8 Päckchen. Vuehhalz. Am Freitag. den 14. d. M..»m Hieilgen«miSbanie Verteil' von Büchienipargel. LebeuSmiiteltavte ist mitzubringen. D!e A>i«gghe eisotgt gegen Abichmtl Nr 97 und 68 mit 2 Pfd dro Kops. Der«ertaiif findet statt r Familien mit Aniaagsbuchstaben A dl» ft in der Zeit von 9—10. iflt L di« B in der Zeit von 10—11. für R bis L vo» 11—12 und de» Rest vo» IS— 1 Uhr.
?ugenöve?anfta!tungen. Verein«rbeiter-Angeud«rosi-Berli».«btettun« SteqNtz, Sricdknau. Heute Donnerstag. adendS VI, llfrr. im Lokal von Siedle. teglih, Berlinickeftr. 10: Vortrag.Die Sindeiieichnlee'. Regelmäßig« flu » iommenkSniie sollen Iflt die Jugend von Steglid-Friedenau bi« auf weitere« jeden DouuuSwg van 7— fl'i, Uhr dort stattfindeu.