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Gewerkschaftsbewegung

Die Lohnbewegung der Bäcker. Tarifvereinbarung- Brotpreiserhöhung.

Die Vertretung der Bäckermeister hat mit den Vertretern des Bentralverbandes der Bäder und Konditoren über die Forde rungen der Gesellen verhandelt. Man hat sich auf einen Tarif entwurf geeinigt, der folgende Mindestwochenlöhne festſebt: für Gesellen in Großbetrieben 110 m.( gefordert wurden 120 M), in Sleinbetrieben 100 m.( gefordert wurden 110 M.), für weibliche Silfskräfte 60 M. Für Aushilfen pro Tag in Großbetrieben 20 M., in leinbetrieben 18 M., weibliche Hilfskräfte in Groß betrieben 10 M., in Meinbetrieben 9 M.

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In der gestern nachmittag abgehaltenen Versammlung des Groß- Berliner 8wedverbandes der Bäckermeister führte Ober­meister Müller aus, nachdem die vorstehende Lohnvereinbarung zustande gekommen war, haben die Bädermeister versucht, den Magistrat zu überzeugen, daß die Lohnerhöhung sowie die Preis erhöhung der Materialien( Rohlen, Gas, elektrischer Strom ufto.)

eine

entsprechende Erhöhung des Brotpreises

Die Angestellten des statistischen Landesamts

Eine große Unzufriedenheit

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Der Absatz 2 des Schiedsspruchs sagt indessen: Bis zum end gültigen Abschluß des Tarifvertrages find den Angestellten vom 1. Januar 1919 ab folgende Monatszuschläge zu zahlen: usw. Die Ginnehmer und Kassenboten gehören doch ohne Zweifel auch zu den Angestellten und müssen infolgebeffen auch den auf fie entfallenden Zuschlag von 75 M. erhalten.

hielten am gestrigen Nachmittag eine von rund 400 Angestellten macht fich zurzeit unter den Gintassierern, Ginnehmern und Beamten besuchte Versammlung ab. Unter der Leitung des und Kassenboten über die bon einigen Versicherungsgesell Arbeiternates Lehmann tam es zu einer sehr lebhaften Aus- schaften, Subdirektionen uns Generalagenturen beliebte Auslegung Sprache. Es wurde in schärffter Form darüber Klage geführt, daß des am 17. Februar 1919 von dem Ginigungsamt gefällten nach den alten Grundsäten des verflossenen Königreichs sein Un­bie Leitung des Amtes und ein Teil des Beamtenförpers noch immer Schiedsspruches bemerkbar. wesen triebe. Den Anordnungen der Regierung werde nicht nach- forium den in Frage kommenden Kassenboten bzw. Einnehmern Während in den meisten Betrieben das sogenannte Brovi­gekommen und die Abmachungen, die das Ministerium des Innern gezahlt worden ist, weigert sich die Wilhelma ", Taubenstraße, und mit den Angestellten getroffen habe zu deren Nachteil berdreht. Freia", Bellevuestraße, sowie die verschiedensten Generalagenturen, 3wei Herren( Akademiler) habe man unter dem Vorwande der das Provisorium unter der Motivierung anzuerkennen, daß das unbrauchbarkeit wegen ihrer Zugehörigkeit zur Organisation ge- felbe für die Einnehmer und Kassenboten nicht in Frage komme, maßregelt, obgleich fich beide über vier Jahre im Amte bewährt eine diesbezügliche Forderung auch nicht gestellt sei. haben. Es wurde einstimmig beschloffen, diese Herren unter allen Umständen zu halten. Gegen eine Reihe von Beamten wurden schwere Anschuldigungen erhoben. Dem Bersonalchef Oberregie rungsrat Kühnert wurde vorgeworfen, den Tatbestand schwer strafbarer Fälschungen zugunsten einiger von ihm begünstigter Beamten verdunbelt zu haben. Einem diefer Leute habe er oben drein wider befferes wiffen ein glänzendes Beugnis ausgestellt und einem anderen Fälscher sogar den Rechnungssatstitel ver Verbandes der Versicherungsgesellschaften, Herrn Dr. Rohrbed, Die Forderung des Provisoriums ist auch dem Syndikus des schafft. Gegen einen Herrn Bolenz, der Vorsteher des Beytral- vor Beginn der Verhandlungen durch Boten zugestellt worden. bureaus werben follte, wurde mit größter Schärfe polemifiert. Auch wurde in der Lustgarten- Versammlung anläßlich der Be notwendig mache. Während die Meister die notwendige Preis. Dieser habe fich fogar dazu bergegeben, einen Herrn 2., den man richterstattung über die gepflogenen Verhandlungen vor dem Gini­erhöhung auf 15 Bf. für das einzelne Brot berechneten, hält die nach Dalldorf schaffen zu laffen. Dieser Herr ist nach fünf Tagen, auch die Einnehmer und Kaffenboten Anspruch auf das Pro­entfernen wollte, durch drei Kriminalbeamte als Geiftestranten gungsamt vom Berichterstatter Schmidt ausdrücklich erklärt, daß Magistratsfommiffion eine Erhöhung um 10 Bf. für aus als fich feine volle Burechnungsfähigkeit erwies, wieder aus der bisorium haben. Weshalb nun die Schwierigkeiten einzelner Ge­reichend. Obermeister Müller ist der Meinung, daß die Bäder rrenanstalt entlassen worden und bersieht seinen Dienft weiter. sellschaften und Generalagenturen? meister mit 10 f. austommen tönnten. Dagegen wurde aus der Gegen die Beförderung des Herrn Polenz erbob die Versammlung Bersammlung lebhafter Widerspruch erhoben und eine Erhöhung einstimmig Broteft. Ferner forderte die Bersammlung die sofortige Den Einnehmerinnen will man überhaupt nichts zahlen. Gerade Die Wilhelma " und" Freia" wollen gnädigst 50 M. zahlen. um mindestens 15 f. verlangt. Wie der Referent weiter aus Entlassung eines Beamten Rieger, bem die Fälschung eines die Mermiten der Armen sollen ausgeschaltet werden. führte, hat der Fachausschuß des Magistrats ausgerechnet, daß dienstlichen Erlaffes auungunften eines Angestellten zur Baft ge eine Breiserhöhung von 8 Bf. ausreiche, um die den Meistern entlegt wird. Ebenso einstimmig wurde die fofortige Entfernung des Eintassierer und Kaffenboten wurde zu der Frage Stellung ge In einer überfüllten Bersammlung der Einnehmer, Hanbenen Mehrloften zu beden. Die endgültige Entscheidung über Personalchefs Oberregierungsrats Rühnert gefordert, bem fie tegen nommen und die zuständige Organisation, der Transport­Die Festsetzung des Preises wird der Lebensmittelverband Groß der obenangeführten Fälle die moralische Qualifikation für seinen arbeiterverband, beauftragt, mit allen zu Gebote stehenden Berlin am heutigen Donnerstag treffen. Sollte er einer Breis. Poften abspricht. Gegen den Bräsidenten Dr. Saenger wurde Mitteln dafür zu sorgen, daß den Angestellten ihr Recht wird. erhöhung von mindestens 10 Bf. nicht austimmen, was sei dann erbrüdendes Anflagematerial vorgebracht. In einer sehr großen Auch wurde in der Versammlung bemängelt, daß in bezug auf den zu tun? fragte ber Referent. 8 u machen, freifen riefen Bahl von Fällen soll er sich als unwahrhaftig erwiesen haben, An- Auch wurde in der Versammlung bemängelt, daß in bezug auf den ihm mehrere Bersammlungsteilnehmer zu. Doch der Referent ordnungen der Regierung nicht befolgt oder unterdrückt haben und Verband der Versicherungsgesellschaften noch feinerlei Beratungen am 31. März 1919 zum Abschluß zu gelangenden Tarifvertrag der entgegnete: Das bann es nicht geben.( Burufe: Warum benn fich als dispofitionsunfähig erwiesen haben. Seine fofortige Amts- mit der Organisation gepflogen hat, was auf eine erneute Ber­nicht?) In einer Zeit, wo es teine Milch, teine Startoffeln gibt, entlaffung wurde ebenfalls einstimmig geforbert. Eine alle Be- mit der Organisation gepflogen hat, was auf eine erneute Ber­( Rufe: Was geht uns das an?) wäre es Berrat am Baterlande, schwerden und Forderungen der Versammelten präzisierende Dent- fchleppungstaktif schließen läßt. wenn wir ftreifen wollten. Man würde unsere Läden stürmen schrift wurde einstimmig genehmigt. Die Angestellten verlangen und alles in Grund und Boden schlagen, wenn wir die Arbeit ein- hierauf bis zum 25. März eine zusagenbe Antwort. ftellen. Also von einem Streit der Bädermeister fann feine Rede jein. Aber wir werden den Tarif nicht unterschreiben, wenn uns Gewerkschaftliche Organisation der Blumengeschäfts. nicht eine Brotpreiserhöhung bewilligt wird. angeftellten.

Rach lebhafter Diskussion wurde eine Resolution angenommen, moburch die Bersammlung dem Tarif trot schwerster Bedenten gegen einzelne Teile desselben zustimmt und erklärt: Als Bor­Sebingung der Annahme ist jedoch eine Brotpreiserhöhung um mindestens 10 Bf. erforderlich, da eine Mehlpreisminderung nach Angabe der Behörden ganz undurchführbar ist. Sollte der Lebens. mittelverband Groß- Berlin wider Erwarten dem nicht zustimmen, jo ist der Tarif abzulehnen. In diesem Falle wird der Vorstand des vedverbandes beauftragt, in neue Verhandlungen mit dem Lebensmittelverband und der Gesellenschaft einzutreten bzw. das Schiedsamt anzurufen.

nicht gewillt, sich erneut an der Nase herumführen zu laffeit. Die Einnehmer, Gintassierer und Raffenboten find indefien Wollen die Gesellschaften Ruhe und Frieden in ihren Betrieben daß die Verhandlungen sofort aufgenommen werden.

aufrechterhalten, so müssen sie ihrerseits auch dafür Sorge tragen,

Bom Berbanborstande der Gärtner und Gärtnereiarbeiter Die Anstellung von Bauarbeiterfontrolleuren wird uns geschrieben: in den Bundesstaaten nach dem Vorbild in Preußen hat eine nicht Die Angestellten der Blumengeschäfte( Binder, Binderinnen zu unterschäßende Förderung erfahren. Das Reichsarbeitsamt bat und anderes Bersonal) befunden in der neueren Beit ein starkes burch Schreiben vom 23. Dezember 1918 sämtlichen Bundesregie­Verlangen nach gewerkschaftlicher Organisation. Der Kreis der rungen das Rundschreiben des Staatsfommissars für Wohnungs­in diefen Betrieben Tätigen ist aber nicht groß genug, daß es gewefen an die Regierungspräsidenten vom 13. Dezember 1918 be­raten wäre, dafür eine besondere Organisation ins Leben zu treffend die Anstellung von Bauarbeiterfontrolleuren mitgeteilt und rufen. Andererseits haben diese Angestellten sehr enge Be- ihnen nahegelegt, diefe Sache in gleicher Weise zu regeln. Befannt ziehungen zum Gärtnereiberuf und es find in Blumengeschäften lich follen danach staatlicherfeits unter der Mitwirkung der Gewerks biele gelernte Gärtner tätig. Der Verband der Gärtner und fchaften folche amtliche Kontrolleure obligatorisch angestellt werden. Gärtnereiarbeiter( Berlin S. 42, Luisenufer 1) hat sich darum Bon einer Zahl von Bundesregierungen ist bereits die Mitteilung Krise in der Berliner Metallindustrie? der Blumengeschäftsangestellten schon seit einer längeren Reihe eingegangen, daß fie derartige Anstellungen in die Wege geleitet bon Jahren angenommen und für dieselben eine befondere Ab- oder in Aussicht genommen haben. Die Verhandlungen des Verbandes der Berliner Metalinstuftriellen teilung eingerichtet, die gegenwärtig zwifchen 700-800 Mitglieder mit den Arbeitsgemeinschaften der Angestelltenberbände batten au aufweist, eine Zahl, die angesichts der einschlägigen Verhältnisse einem Schiedsspruch des Einigungsamtes geführt. Die Arbeitgeber schon als sehr ansehnlich zu bezeichnen ist, die natürlich noch um erflären nun, diefen Spruch nur dann annehmen zu fönnen, wenn vieles machfen kann, wenn die Organisationsfähigen noch mehr die Weihnachtsgrauifitation nur einmal zur Anrechnung tomme als bisher ihrer Pflicht genügen. Es muß hierauf nachdrücklich Durch diefe Auslegung des Spruches werden die Zulagen, die sonst aufmerksam gemacht werden, und die freigewerkschaftlichen Arbeiter für die Angestellten herausgelommen wären, wesentlich herabgefeßt. sollten mit achtgeben helfen, daß die Blumengeschäftsangestellten, Unter diefen Umständen werden die Angestellten erneut zu dem Eraumeift junge Mädchen und Kinder von Arbeitereltern, dem Ver­gebnis der Einigungsverhandlungen Stellung nehmen müssen. Eine bande der Gärtner und Gärtnereiarbeiter zugeführt werden, der Bersammlung der Domänner der Angestellten- Ausschüsse der Metall- heute über 11000 Mitglieder zählt. Der Verband ist in einer anbetriebe wird sich am Freitag, den 21., nachmittage 18 Uhr, im größeren Anzahl von Städten in Unterhandlungen auf Abschluß Rosenthaler Hof, Rofenthaler Str. 11/12. mit dem Einigungsspruch von Tarifverträgen mit den zuständigen Vereinen der Blumen­betaflen Dort wird auch über den Stand der Verhandlungen betr. geschäftsinhaber. Mit dem Hauptverbande Deutscher Blumen­Wertmeister und Werkstattschreiber berichtet werden. geschäftsinhaber ist ein Bentraltarifvertrag in Vorbereitung.

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