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Gewerkschaftsbewegung

sitrogen muß. Der Leserungszuschlag gil: sunächst bis zum 30. Sep. noch felbfiänbig war. Nachdem noch Behrendt, Sugol, Metwolym, Roft

Die Bergarbeiter des Bezirks Halle zum Generalstreik

Am 28. März 1919 fand in Cöthen eine Konferenz der Ber­trauensleute des Bergarbeiterverbandes für den Bezir! Galle statt. Die Ronferenz war von 71 Delegierten besucht. Mit 61 gegen 9 Stimmen nabm die Konferenz nach eingehenden Debatten über ben Generalstreit folgende Entichließung an:

tember und fann von da ab mit einer Frist von 6 Wochen ge- und Nerlich eine Schilderung der Berhältnisse innerhalb ihrer zu kündigt werden. Es soll dadurch ermöglicht werden, daß die Teues vertretenden Organisationen gegeben hatten, wurde die Debatte mit werden kann. Die Arbeitszeit ist eine achtstündige. Der Tarif Ideen Sorge getragen werden muß, geschlossen. läuft bis 30. März 1920. Ueber die Frage der Kriegsbeschädigtenfürsorge berichtet sodann Die Diskussionsredner bezeichneten die Lohnfäße als viel zu Flemming. Rebner tritt für die Interessen biefer Armen warm ein. niedrig und den heutigen Verhältnissen nicht entsprechend. Ein Das Verhalten mancher Aerzte in dieser Sache wird von Hugol an Redner meinte, an dem ungünstigen Tarifabschluß sei Dally der Hand von drastischen Belegen mißbilligt. Hier müffe Bandel ge schuld, der nicht energisch genug gewesen sei. Der fürzlich gewählte schaffen werden. Als Kandidaten für den örtlichen Kriegsbeschädigten. raditale Borfibende Vollmerhaus werde bie Sache beffer machen. ausschuß wurden Midler, Behrendt und Hugol aufgestellt. Bon Bohl Aber auch Vollmerhaus trat für den Tarif ein. In der wird noch die Volkshausfrage angeschnitten. Hierzu erklärt Ahrens, fammlung hatte sich aber gar nicht an der Abstimmung beteiligt. Gine daß in nächster Zeit eine Sibung des Volkshausausschusses statt­afmmlung hatte sich gar nicht an der Abstimmung beteiligt. Eine finden werde, in der alle schwebenden Fragen und Beschwerden Rommission wurde eingescht, die erneut mit den Arbeitgebern erledigt werden sollen. Beschlossen wird noch, in der nächsten berhandeln soll. Ein Antrag, der die Altordarbeit verwirft, wurde Sigung der Gewertschaftskommiffion einen Vortrag des Genoffen einstimmig angenommen. Holland ( Metallarbeiter) über das Wesen des Rätesystems mit anf bie Tagesordnung au feßen.

rungszulage den etwa fich ändernden Lebensmittelpreisen angepakt dem Appell, daß unbedingt für die Ausbreitung der gewerkschaftlichen

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Die Stonferenz stellt mit Bedauern fest, daß die Delegierten ber am 28. Februar 1919 in Halle a. E. tagenden Konferenz grob lich belogen und betrogen wurden. Der Generalitreil beschluß wäre nicht gefaßt worden, wenn die Delegierten über das Ergebnis der Ber andlungen vom 14. Februar 1919 in Weimar unterrichtet und die Bereinbarungen mit der Reichsregierung be­fanntgegeben wurden. Die Konferenz verurteilt entschieden diese gewiffenlofe Handlungsweise unverantwortlicher poli- Ablauf des Tarifvertrages in der Berliner Landschafts­ttider Drabtaieber und wird in Bufunft eine Wiederholung gärtnerei. folder arbeiterfchädigendek Beschlüsse zu verhindern wiffen. Die Der für die Berliner Landschaftsgärtnerei geltende Tarifvertrag Teilnehmer verpflichten fich, in Zukunft nur Konferenzen zu beft feitens des Verbandes der Gärtner und Gärtnereiarbeiter zum schiden, die feitens der zuständigen gewerkschaftlichen Organisationen 1. April 1919 gefündigt. Die Kündigung erfolgte, weil der im einberufen werden. Der Bergarbeiterverband ist auch für die Zu Bertrag festgelegte Stundenlohn in feiner Weise den beutigen Beit funft die einzige Bertretung der wirtschaftlichen Intereffen aller berhältnissen entspricht. Durch die jeßige Tarifbewegung foll eine Erhöhung des Stundenlobnes angestrebt werden. Bergarbeiter und verpflichten fich bie Sonferenzteilnehmer, unaus­gefeßt für die Ausbreitung der Drganisation Sorge zu tragen 1

Tarifverträge auch für Angestellte?

Ferner foll auch die Lohnfrage der Gartenarbeiter und Garten­frauen tariflich geregelt werden, für die im alten Vertrag eine Fest segung der Löhne nicht erfolgt war.

Ueber den weiteren Gang der Tarifbewegung wird eine am heutigen Donnerstag, den 27. März, abends 7, Uhr, im Rational hof( tönigshof), Berlin , Bülowstr. 87, stattfindende Versammlung Beschluß faffen.

Die Organisationen der Arbeitnehmer haben am 15. November ibre Unterschrift au einem Abkommen mit den Unternehmer. berbänden gegeben, auf Grund dessen die beute star! angefeindete Arbeitsgemeinschaft der gewerblichen und in. Lohnkampf in der Berliner Metallindustrie? dustriellen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Zu dem unter obiger Ueberschrift in Nr. 152 des Vorwärts" Deutschlands " zustande gekommen ist. Eine wefentliche Vor- gebrachten Artifel erhalten wir vom Verband Berlinet aussetzung dafür, daß auch die Angestellten diesem Ablommen zu. Metallindustrieller eine Entgegnung. in welcher die gegen gestimmt haben, war Punit 6 des Vertrages, wonach die Arbeits - ihn erhobenen Vorwürfe, als habe er einen Echiedsipruch abgelehnt und als lafie er es an jedem Entgegenkommen fehlen, als unrichtig bedingungen durch Kollektivvereinbarungen mit ben Berufs. zurüdgewiesen werden. vereinigungen der Arbeitnehmer festzufezen find. Die Verband­Lungen hierüber sollten ohne Verzug aufgenommen und ichleu nigft zum Abschluß gebracht werden. Wie es heute mit der Ber handlungsbereitschaft der Arbeitgeber aussieht, baiür ist bezeichnend der Arbeitgeberberband im Rohrlegergewerbe und ber mit ihm berbündete Verband der 8entral beizungs Industrie E. B. Trop Trotz des wiederholten Drängens der Angestellten denken die Herren Arbeitgeber gar nicht baran, nun endlich nach 4, Monaten das Abkommen auch durch zuführen. Ihnen ist es vor allen Dingen um die Bildung der fo­genannten Fachgruppen" zu tun, weil sie sich davon Vorteile ver sprechen. Unter diesen Umständen braucht man sich nicht wundern, wenn das Intereffe der Angestellten an der Arbeisgemeinfchaft" im Schwinden ist, denn was rüßen Abkommen, wenn sie nicht auch loyal durchgeführt werden. Man wird es den Angestellten nach­fühlen lönnen, wenn ihre Geduld erichöpft ist. Sie lehnen jeden falls die Verantwortung für die Verichleppungstakt t der Arbeit. geber und die sich hieraus ergebenen Folgen entschieden ab.

Tarif der Schuhmacher.

Der am Dienstag im großen Saale des Gewerkschaftshaufes abgehaltenen öffentlichen Schuhmacherversammlung erstattete Dally Bericht über die Tarifverhandlungen.

Bisher galt der im Jahre 1910 abgeschlossene Tarif mit einem Aufschlag von 100 Prog. Der jetzt von der Kommission mit den Arbeitgebern bereinbarte Tarif für die Handwerksbetriebe ist in

der Hauptsache ein Affordtarif, dessen zahlreiche Positionen den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend erhöht worden sind. Das Hauptgewicht wird auf die Lohnfäße für Reparaturarbeiten gelegt. weil die jetzt häufiger als sonst im Sandevert vorkommende Her­stellung neuer Arbeiten wieder auf ihren früheren geringen Um fang zurüdfinten wird, sobald die Fabrikbetriebe wieder soweit mit Material versehen sind, daß sie die Produktion wieder in stärkerem Maße aufnehmen fönnen. Als Mindestwochenlohn fieht der Tarif für männliche Arbeiter 45 M., für weibliche Arbeitskräfte 30 M. Der Mindesstundenlohn ist für Männer auf 95 Pf., für Frauen auf 65 Pf. festgefeßt. Auf diese Lohnfäbe wird aber, ebenso wie auf die Affordsäße, ein Teuerungszuschlag von 100 Brozent gezahlt, daß also der Wochenlohn mindestens 90 m. be­

bor.

Die Adresse des Obmannes der Kommiffion, Genoffen Flem­ming, ist jest: Pestalozzistr. 13, born 4 Tr.

Rohrleger und Helfer.

Am Sonntag, den 30. März 1919, Branchenverfammlung im Gewer fchaftsbaus, Engelufer 15( groger Eaal). Berichterstattung ber Schlichtungs­fommission von den Verhandlungen über den Abschluß eines neuen Tarts vertrages. Am Montag, ben 31. März 1919, in der Aula der Hindenburgschule Bezirksversammlung für Oberschöneweide und Umgegend.

Gewerbliches Personal der Kriegsgesellschaften und Organisationen.

Boten, Botinnen, Fahrstuhlführer, Bortiers, Wächter und Reinmache frauen usw. Freitag. ben 28. März 1919, abends 6 Uhr, im Königftabt Kasino Holzmarltitr 72, Ede Alexanderstraße, unweit Aleranderplat, große Beriammlung. Tagesordnung: 1. Tarifvertrag für das gewerbliche Ber fonal( Berichterstattung und Beschlußfassung). 2. Angeftelltenausschiffe für bas gewerbliche Bersonal. 8.. Drganisationsfragen und Verschiedenes.

Deutscher Metallarbeiterverband.

Heute, Donnerstag, den 27. März, abends 5 Uhr: Bersammlung auer Stollegen und Kolleginnen der orthopädischen und Bandagen- Betriebe in der Stommiffion. 2. Der Kollektivvertrag. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und Brauerei Jul. Bobow( fleiner Saal). Tagesordnung: 1. Bericht ber pünktliches Erscheinen wird erwartet.

Industrie und Handel.

Wenn die Verhandlungen mit den Angestelltenverbänden fich länger bingezogen bätten, fo babe das in erster Reihe an der Schwierigkeit und Neuheit der Materie gelegen. Es sei einfach techniich nicht möglich einen Tarifvertrag. der alle Gruppen von Angestellten einer fo vielgeftaltigen Industrie umfaffen foll, obne eingebende Sonderberatungen feftzulegen. Der Einigungsspruch bom 10. d. Mts. habe in Biffer 8 eine Bestimmung, die im Zufür das Jahr 1918, der der Generalveriammlung am 24. April Allgemeine Berliner Omnibus- Gesellschaft. Der Absolut fammenhang mit anderen Bestimmungen des Spruchs und den dem Spruch vorausgegangenen Erörterungen die notwendige Klarheit d. J. vorgelegt werden wird, weist einen Berlust von 301 222 vermissen lasse. Um diese Klarheit herbeizuführen, so heißt es in( im Vorjahr 134 939) M. aus. Es wird vorgeschlagen, zur Dedung der Entgegnung, ersuchte unier Berband, bevor noch eine Erklärung dieies Berluites die noch in Höhe von 125 444 M. bestehende über Annahme oder Ablebnung des Epruchs von irgend einer Seite gefegliche Rädlage zu verwenden und den Reitbetrag von abgegeben war, das Einigungsamt, die Unflarbeit durch eine 875 788. der Betriebsmittel- udstellung au ent authentische Interpretation zu beseitigen. Arbeitgeber und nehmen. waren Einigungsamts ebenio Arbeitnehmer- Mitglieder wie bie Barteien entgegengefeßter Auffassung. Der un parteiische Vorfizende enrichied fich jedoch nach eingehender Verhandlung, die am 18. III. 1919 ftattfand und bei der beide Parteien ausgiebig zu Wort famen, für die Auffaffung der Arbeit. geberbeifizer.

bes

Gerichtszeitung.

Die Spartakus Prozesse, die feit über sechs Wochen die be sonders hierfür eingelegten Straflammern der drei Berliner Land­Hierauf erklärte der Vertreter unferes Verbandes, ausweislich gerichte beschäftigt haben, geben nun langfam ihrem Ende ent­des Proto! olls vom 18. III. 1919 die Annahme des Schiedsipruchs gegen. Bei Beginn diefer Verhandlungen hatte man, da die Zahl vom 10. III. 1919 durch unieren Verband, während die Vertreter der Feitgenommenen über 700 betrug, damit gerechnet, daß die der Angestellten bis heute noch keine endgültige Ertlärung über die Prozesse fich bis zum Mat binzieben würden. Die Zahl hat fich Annahme oder Ablehnung abgegeben haben. jedoch dadurch erheblich verringert, da bei einem weientlichen Wenn es zum Lohntampf tomme, so trügen nicht die Berliner eine Einstellung des Berfahrens erfolgt ist. Au Metallindustriellen die Schuld. blicklich wird noch gegen einige Rachzügler verhandelt, die teils au der Vorwärts" Belagung, teils zu den Eindringlingen in das Wolffiche Telegraphenbureau und den Schlesischen Bahnhoi gehört hatten In einer großen Anzahl von Fällen ist auf Frei. ipredung erlannt worden. Größeres Intereffe werden die in der demnächst vor dem Landgericht I beginnenden wur­rufen, in denen es fich um Antlagen wegen einer Betätigung als gerichtsperiode zur Verhandlung fommenden Fälle hervor­Räbelsführer bei Landfriedensbrüchen, in einem Falle fogar voraussichtlich auch die Anflage gegen Ledebour zur Ber wegen.Mordes handelt. In dieser Schwurgerichtsperiode wird handlung fommen.

Die Charlottenburger Gewerkschaftskommiffion nahm in ihrer ersten diesjährigen Gigung einen vom Obmann, Genossen Flem ming, gegebenen Rüdblid über die gewerkschaftliche Bewegung am Orte während der Dauer des Krieges entgegen. Jekt heiße es, alles wieder aufbauen, was der Krieg innerhalb der einzelnen Organi fationen zerstört habe. Ueber die aktuelle Frage des Rätesystems äußerte sich Redner dahingehend, daß er das Berhalten einiger Ges wertschaftsführer, vor allem des Vorsitzenden der Generalfommission der Gewerkschaften, Genossen Legien, hierzu nicht begreifen fönne.- Es entspann sich eine längere Debatte: Nehls tritisierte das Ver­halten der Generalfommission und der Berliner Gewerkschaftstom mission während der Kriegszeit. Ahrens wendete sich gegen die über spannte Bentralisation in der Eingemeindungsfrage und wünscht wieder den Zustand zurüd, wo die hiesige Gewerkschaftskommission

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