Däumig verhaftet.
biel Saide, d. 1. ettva 9 Proz. der gesamten Sulturfläche Deutschlands sind noch unbebaut. Die mehr als eine Million Heftar Niederungsmoore sind der gegebene Boden Das unabhängige Vollzugsratsmitglied E. Däumig ist am für Wiese und Weide, und auch für den Anbau von Had- neftrigen Sonntag morgen um 7% Uhr in seiner Wohnung in Moabit früchten, besonders von Gemüse geeignet. In besonderem perhaftet und nach dem Bellengefängnis in Moabit übergeführt Waße ist auch der Sanf eine glänzende Niederungsmoor- worden. Die Verhaftung erfolgte auf Veranlassung der Staatspflanze und für die Fruchtfolge auf dem unkrautwüchigen anwaltschaft, da Däumig in dem Verdacht steht, zusammen mit Miederungsmoor fast unentbehrlich, weil der wuchrige Ledebour an den Unruhen im Januar als Führer beteiligt gewesen schattende Hanf das linfraut nicht aufkommen läßt. Etwa 84 fein. Däumig war vor einigen Tagen als Delegierter der Ber5-600'000 Seftar Niederungsmoor würden genügen, um liner Arbeiterräte zum Rätekongreß gewählt worden, uns von der Einfuhr der Jute, des Hanfes und auch der
feine Forderungen mit allen Mitteln durchzusehen, nötigenfalls fogar mit einem Bürgerstreit. Grenzo
leber bie Bebrängung der deutschen& marten in Oft und West berichteten Delegierte aus Tangig, Bromberg , Culmsee, Elberfeld , Rendsburg , Cppeln. riebelCulmsee erklärte: Landet in Westpreußen die Entente, da nu gibt es blutigten Bürgertried.( Stürmischer, langan. haltender Beifall im Eaal und auf den Tribünen.) faffung bes Meichsbürgerrats beffagte fich& et. In der Berichterstattung über den Entwurf einer er. Frankfurt a. M., daß der Vorwärts" den Bürgerräten borgeworfen habe, eine Organisation der Realtion zu fein.
Baumwolle, unabhängig zu machen, unter der Vorauslegung Gegen reaktionären Unfug in der Schule. Die Berfassung wurde angenommen.
allerdings, daß noch weitere 200 000 Seftar Lein( als Borfrucht zu Weizen) angebaut würden, der aber nicht auf Moor, sondern nur auf befferem und feuchten Sandboden in Frage der vorhandenen wissenschaftlichen und praktisch erprobten tommt. Wir sehen eine Fülle von Aufgaben, die sich auf Basis bietet. Schon leistet der deutsche Landwirt unter un günstigeren flimatischen und Bodenverhältnissen auf der Flächeneinheit doppelt soviel wie der Franzose. Im ber gangenen Jahrhundert wurden die landwirtschaftlichen Erträge Deutschlands vervierfacht. Aber immer neue fort. schrittliche Methoden werden jahraus, jahrein entdeckt und in die Praxis umgefeßt. Die bisher noch unentschiedene Frage, ob der kleine Besitz oder der Großbetrieb mehr oder weniger an Ernteerträgen von der Flächeneinheit bolen fann, ist zwar wichtig für die Ernährung, aber belanglos gegenüber dem vorhandenen Zwange, Menschen unterbringen zu müssen. Die innere Rolonisation ist das Gebot der Stunde und die Voraussetzung für eine gesunde Bevölkerungspolitik der Bu funft. Wir müssen in einer starken landwirtschaftlichen Be völkerung die Kraftreserve für unsere Städte und für einen anfünftigen und politisch industriellen Aufstieg schaffen. Völker ohne diese physische Kraftreserve find immer noch dem Untergange geweiht gewesen. Gründe genug, um mit aller Kraft eine Verpflanzung der Menschen auf das Land zu betreiben.
Sauptgegenstand der Verhandlungen war die Erörteruna ber Ein Erlaf; des Kultusministers. Gegenwarts. und 3ufunftsaufgaben der Bür, fullollegien folgenden Erla gerichtet: Minister aenisch hat an die Regierungen und Probingial gerräte. In einem Referat über ihre politischen Aufgaben fam ber Münchener Dr, Meyer Absberg zu einer Bejabung. gekommen, daß durch Kreisschulinspektoren oder andere Aufsichts- um 8. Selms. Salle forderte, daß die Arbeiterräte fich nur Schulkollegien folgenden Erlaß gerichtet: 1. Mir sind in letzter Zeit wiederholt Klagen darüber zu Ohren des Mätesystems, Den Arbeiterräten till er ein Gegengewicht geben burch eine gleiche Organisation des Bürgere instanzen auf die Lehrer bahin eingewirkt worden ist, Raifermit wirtschaftspolitischen Fragen befaffen. Bu ben wichtigsten bilder ober Bilder bes früheren ronpringen, bie Waffen des Bürgertums zählt er den Bürgerstreit, ber aber nach der Nopemberumwälzung aus den Schulräumen entfernt gegenüber wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter nicht worden waren, dort wieder anzubringen. Ein solches Vorgehen ist angewendet werden dürfe. burdhaus unzuläffis. So wenig bie neue Megierung daran denkt, An die Referate fnüpfte fich eine sehr lebhafte Distuffion. Bilderstürmerei auf irgendeinem Gebiet zu treiben, so ftreng muß Die Forberung gleichen Rechtes für das Bürgertum wurde von fie andererseits darauf halten, daß die Schulen meber direkt noch allen Rednern betont. Dr. Gronau Dresden führte aus: Die indirekt zu Rundgebungen misbraucht werden, die sich gegen die Stimmung des Bürgertums ist schon entschlossener. Die Verbeu neue Staatsordnung richten. Eine solche Rundgebung ist aber in bringen uns nicht weiter. Sternfrage ist, wie fich der Meichsbürgergungen nach links und die Versicherungen, nicht reaktionär zu fein, der iederanbringung einmal entfernter oder in der Antag au ben fogialistischen been stellt. Wir müffen die indivi bringung neuer Bildnisse oder Büsten Wilhelms II. und dualistischen Grundfäße des Bürgertums in feines ältesten Sohnes zu erblicken. Maßnahmen solcher Art haben scharfen Gegenfab au der sozialistischen Welt. deshalb unbedingt zu unterbleiben.
2. Die neue Regierung hat es von Anfang an weit von sich gewiesen, Beamte oder Lehrer ihrer politischen Gesinnung wegen zu verfolgen. Um so befremblicher wirken die neuerdings in der Breffe sich häufenden Mitteilungen darüber, daß freiheitlich ober fozialistisch gesinnte Lehrer von ihren unmittelbaren Borgefesten ihrer Gesinnung wegen drangfliert werden. Ich werde in jedem derartigen Fall, der zu meiner amtlichen Kenntnis tommt, unnach fichtlich gegen die schuldigen Vorgesezten einschreiten,
Is organisatorische Maßnahmen zur Förderung der Die Lehrer sind berechtigt, in solchen Fällen ohne Inne. Landwirtschaft kommen in Betracht: die zentrale Busammenhaltung des Dienstweges, aber unter gleidgeitiger Bor. fassung( Reichsstaatssekretariat für Landwirtschaft) und eine lage einer Abschrift der Eingabe auf dem vorgeschriebenen Dienst starke Dezentralisation des Behördenapparates. Die Land- wege, sich beschwerdeführend bircft, an mich zu wenden. freise und ihnen angeschlossen die Genossenschaften werden Diese Verfügung ist auf schnellstem Wege den Lehrern die Träger der zufünftigen Neuordnung sein müssen. Ohne und Lehrerinnen aller preußischen Schulen amtlich sur Bwang muß man auszufommen fuchen. Dagegen fann man Renntnis zu bringen. burch Prämien, Ausstellungswesen, genossenschaftliche Arbeit, besonders auch durch die Beteiligung sämtlicher Arbeiter am Nohertrage und zwar progressiv wachsend mit der Ertragssteigerung, beteiligen.
anschauung stellen, sonst hat die. Bürgerratsbewegung keinen wed. Auch von einem Zusammengehen mit den Mehrheitssoziadie der Unabhängigen und der Kommunisten. Eie geben es uns listen versprechen wir uns nichts. Deren Riele sind diefelben wie nur nach und nach. Das Pürgertum muß in schärffter Opposition ftehen, fonst fönnen mir uns mit allem, was wir tun, begraben laffen.( Sarker Beifall .) Fecht Frank. furt a. M. führte gegen Dr. Gronau aus: Die Revolution hat uns wenigstens freie Gleichberechtigung gebracht.( Schwacher Beifall, ft e mifcher Widerspruch.) Unter dem Borgehen gegen den Sozialismus berbirgt sich doch
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der mehr oder weniger bie Sorge um den Geldbeutel. ( armenber Widerspruch. Schluß! lubi Rausi Andauernder Lärm.) Bräsident Wessel wetterte gegen den Borwärte", der den Bürgerräten feine Gerecht. la me zugestehen wolle. Bisher bebe boch, rief er aus, das Bür gertum in Teutschland immer noch die Mehrbeit. Das Ergebnis der Diskussion, in der eine lange Melbe bon Mebnern zu Worte fam, war die einstimmige Annahme der folgen. den, mit stürmischem Beifall begrüßten Resolution: Cofern eine berufsständische Vertretung, wie fie mit den Arbeiterräten für die Arbeiter allein erstrebt wird, berfassungsgemäß eingerichtet werden follte, fordert der am 30. März 1919 in Berlin bersammelte Reichsbürgerrat von der Reichsregierung, der Nationalversamm
Die zahlreichen Uebergriffe reaktionärer Schulräte und Schulinspektoren, die wir im Vorwärts" mitteilten, zeigen, wie notwendig dieser Erlaß war. Er sollte u. E. noch dahin erweitert werden, daß sämtliche Hohenzollernbilder und Eine planmäßige Wirtschaftsberatung muß für das ähnliche morarchistische Embleme aus den Schulräumen geSammeln, die Prüfung und die Berallgemeinerung generell zu entfernen find, zum mindeſten, forveit der lung und den politischen Parteien mit aller Enticbiedenheit, bag wennener Erfahrungen wirken, Davon ist eine außerordent Entfernung feine besonderen technischen Schwierigkeiten ent- aud) allen anderen erwerbstätigen Bevölkerungsschichten einschließ liche Entwickelung zu erwarten, besonders wenn sie sich auf gegenstehen. Sehr zu begrüßen ist, daß den Lehrern gegen lich der freien Berufe völlige Gleichberechtigung mit den Arbeitern den Ausbau des landwirtschaftlichen Schul tultusminister gegeben wird. Bahlreiche Lehrer werden aufwährleistet wirb. Sollte diefes berechtigte Verlangen des Bürgers reaktionäre Uebergriffe das Recht direfter Beschwerde beim anf wirtschaftlichem wie politifdem Gebiet verfassungsmäßig gewesens stützt. atmen, wenn der Erlaß so durchgeführt wird, wie er ange. tums nicht auf dem Verhandlungsweg erreicht werden, so wird der fündigt ist. Meichsbürgerrat beauftragt und ermächtigt, die Gleichberechtigung des Bürgertums mit allen zulässigen Mitteln, auch durch bürger. lichen Generalftreit, zu verfechten und zu erzwingen..
Kampflustiges Bürgertum.
Einen besonders starten Antrieb zur Förderung unserer Landwirtschaft erwarte ich von der Initiative von Technit und Industrie, Dazu ist aber nötig, daß der Studierende auf den landwirtschaftlichen Soch und Fachschulen, wie in der Praris, die Bedürfnisse der Landwirtschaft tennen lernt, damit nicht wie bisher das Aufdrängen unbrauchbaren Ge rätes seitens der Industrie den Landwirt mißtrauisch macht. Der Zusammenschluß der Landwirte und Gärtner in Kreiswirtschaftsverbänden, von denen schon in den letzten Wochen mehrere gegründet worden sind, ist besonders freudig zu be grüßen. Deren Aufgaben sind: Die Landarbeiterfrage zu lösen, ihre Mitglieder in finanzwirtschaftlicher Hinsicht zu bezialisierung fürchtet er, wenn auch z. B. das Verkehrswesen und die raten, das Genossenschaftswesen, die Produktion und den An bau zu fördern, aufklärend und belehrend zu wirken. Die Verbände wollen fich feineswegs als neue Stellen neben die ..zuständigen" Behörden stellen, sondern wollen vielmehr diese zur Erreichung ihrer Biele nubbar machen, was bisher nicht in genügender Weise geschehen ist.
Die Aera Hülfen.
Der Nuf nach der Konterrevolution in der Kunst,
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Der Lofal- Anzeiger", ehemals das fervile Leiborgan bes Geremlintendanten der vormals Kgl. Theater, stimmt eine rübefelige Silage an, bak fein Gönner am 1. April dem Vernehmen nach in den Ruhestand tritt. Ach, ja, die Tage sind vorbei, da bolzbödchen über die Triumphe Hülsenscher Ausstattungsfünfte Dithbram ben rabebrechte. Und selbst bie( bebeulungsloje) Wahl des wilhel minischen Stabträgers zum 1. Präsidenten des Bühnenvereins ist nur ein megerer Troft. Unerieblich ist diese Straft, jammert das Reptil. Und fährt Sann fort: Diele Erkenntnis hat sich leider bei den augenblicklich makaz benden Regierungsstellen der Staatstheater bedauerlicherweise noch nicht durchgerungen. Nun, aufge, ichoben ist vielleicht nicht aufgeboben, und es ift die Möglichkeit nicht ausgeschloffen, be an den Grafen Süffen eines Tages wieder uft, vorausgefeßt, daß er dann auch wiederkommen will".
Das ist bas offene Befenntnis zur Ronterrevolution in ber unit! Die Regierung mag daraus entnehmen, wie ihre Burüdhaltung in Sachen Hülfen in jenen penttionären Streifen ge deutet mirb, die nichts vergessen und nichts zugelernt haben. Man hat ben berbakteften Vertreter des lächerlichen Taiferliden Stunft ibitems noch der Revolution auf das schonendste behandelt, Dan hat ihn nicht persönlich entgelten laffen, was er als getreuer Diener jeines Berrn bie Rabre hindurch gegen die Kunst und die Organi fation der Bühnenfünftler unter dem Beifall einer forrupten Beeffe meindigt hat. Und nun mesen biefe Bataien bes berfloffenen Sunitimperialismus in provokatorischer Form diefen abgetanen Mann auf den Schild zu heben und ihn der augenblicklich" maßgebenden Regierung oder iheer ersehnten Nachfolgerin zu präsentieren. Wir hatten nicht die Absicht, uns hier mit dem Abgang des
Seren von Hüffen zu beschäftigen. Er mag persönlich mehr Ges schmad und Taft gehabt haben als sein oberster Sunstherr. Den grökten Dienst hätte ihm feine Breffe getan, wenn sie von ihm ge fchwiegen hätte. Aber da die Trabanten des abaewirtschafteten Sunstfurses der verdienten Abrechnung durch laute Suldigungen für den Laiserlichen Kunstbezwinger zu entgehen fuchen, muß ihnen und ihrem gefeierten Gönner bec Spiegel ihrer Kunsttaten vor nebalten werbe 1.
Unser Urteil über den Charakter des Bürgerrates als eine gegenrevolutionäre Organisation, das die Herren so verdroffen hat, wird durch den Verlauf der Tagung voll befräftigt Einige Ausnahmen bestätigen die Regel: die Art, mie man fortschrittlich denkende Redner niederschrie, spricht Bände.
Der Reichsbürgerrat droht mit Generalstreif!. Der im Januar gegründete Reichsbürgerrat hielt gestern in Berlin eine Tagung ab. Ein einleitender Bericht feines Bräsidenten Bfarer Weffel beleuchtete die außen- und innerpolitische Lage. As eine der Aufgaben der Bürgerräte bezeichnete er bie Abwehr jeder Klaffenherrschaft. Aber nicht gegen die Arbeiter affe, fondern Schulter an Schulter mit ihr wolle das Bürgertum für die Gleichberechtigung aller fämpfen. Von ber CoEnergieerzeugung reif für fie feien, einen allgemeinen wirtschaftlichen Niederbruch. Die Sanktionierung der Arbeiterräte fei eine Bürgertum sich durch die Forberung gleicher echte web allerschwerste Bedrohung des gesamten Staatslebens, gegen die das ren müsse. Der Bürgerrat Groß- Berlin babe in einer Eingabe an ben Reichspräsidenten verlangt, vor Einbringung solcher Geseze den Reichsbürgerrat au hören. Das Bürgertum sei entschlossen, I fommen.
Eine halbe Million geraubt.
Dortmund , 80. März. Jm Stationsgebäude des Bahnhofes Dortmunderfelde erschienen beute früh groei Leute, einer in Ma trofenuniform, der andere in geldgrau. Mit vorgehaltenem Revolver wurden die beiden antvefenden Vorkeher von den bemächtigten fie fich des im Geldfdbrant befindlichen Gelbes, etwa Eindringlingen in Schach gehalten und gefne belt. Darauf 500 000 Mart, das zur Gebaltzahlung an die Beamtenschaft bes stimmt war. Die Räuber sind mit ihrer Beute unerfannt ent
es bat das ganze neuere bramatische Schaffen ignoriert und einem geben. Zur Geige( Karl Klingler ), Bratiche( Richard Heber ) geduldigen Vasallenpublikim Richtigkeiten eigener Wahl vorgefeßt. und Kniegeige( Mar Baldner) gefelte sich also das Klavier: ein Alle die Errungenschaften der modernen Regie sind hier nicht ge- prachtvoller Steinweg- Flügel, mit Dora Rößler, einer Bianistin fchaffen, ja nicht einmal übernommen worden. Die Maffiter wurbon bemerkenswerter Begabung, der man in der Volksbühne zum ben wohl fonferbiert als Mumien. Ein poor fede Engagements ersten, hoffentlich nicht eingigen Male begegnete. ber lebten Jahre haben den bleiernen Schlaf von den teuren Toten nicht behoben,
Ibsen , Hauptmann, Brahms und Reinhardt hatten nichts au tun mit diefer Anstalt.
Aber die Oper! Sa, bie Oper. Sie war der getreueste ausbrud des repräsentativen Abfolutismus, Die große Oper mit echtem Brunt und verschwenderischer Ausstattung, die Sundert taufende für Sardanapalien vergeudete, war das Leitziel. Gewiß, man hatte den Rirtus Sülien", wie Hans v. Bülow den Betrieb eines früheren Sülfen mit schlagendem Witz gebennzeichnet hatte. Wagner öffnen müssen. Aber die verdiente flaffische Darstellung fand der weltbeberrichende Opernheros in der fal. Oper feineswegs. Die eingestandene Sehnsucht ging nach Meherbeer. Muh hier die Standalaeidhidste bes Rolands von Berlin" und ber Indianer Opern erneuert werden?
Der einzige Lichtpunkt war Richard Strauß , der hier zufällig Kapellmeister war und leine Opern durchießen konnte. Wie er im übrigen unter diefem Regime gelitten hat, wird er boffentlich eines Tages felber erzählen.
Weniger durch Inhalt besticht das Klavierquartett G- Moll gue mal im Andante und Rondo durch den Abel seiner Sprache, bie, mie immer bei Mozart , Bachs Architektonik mit Gludicher Dramatit und südländischer Sinnlichkeit vereinigt.
Dennoch, als Brahms A- Dur Quartett op. 26 erflang, wem schlug diefe Tonsprache nicht zauberischer ins Gemüt? Es wirb einem gumut: als wandle man durch niederdeutsche Marschen, Wälder, Dörfer und Städte: so anheimeind flingt darin ein Raus nen, echowedkendes Singen von deutscher Heimat und Kreatur. Man fühlt: hier schafft ein Stünstler am Werke, der auch zugleich ein Grübler und Kämpfer ift. Und doch kein Misanthrop oder Kopf bänger; denn ihm ward es im Scherzando- poco- Allegro- Sab wird es offenbar gegeben, auch den Göttern heiteren Frohlinns Spenden zu bringen und gar im Finale fich überfelig zu zeigen. Der gebantenschöne Adagiosas aber hatte es schon den Hörern an getan. Seitdem wollte der Beifall nicht mehr schweigen. Er galt ben Manen Mozart- Brahms und dem Musiker- Bierblatt, das mit einer an Rlaffigität grenzenden Schönheit des Zusammenspiels zum Serzen redete, in gleicher Weise.
Notizen.
ek.
Das soziale Nepiment des alten Systems war die ausge [ prochene Ellaberei, gemildert durch faiserliche Gnadenbezeugungen. Bis zum letzten Tage baben diese fat. Bühnen. Die Musteranstalten wenigstens auf diesem Gebiete in dem Lande der gepriesenen Sozialreform bätten fein follen, altverdienten Künstlern feinen An- findet bie Uraufführung von Das Dorf ohne Glode" erft Theater. Im Friedrich- Wilhelm fiabtischen Theater fpruch auf Benfion, fondern nur Gnadengebalt gewährt. Bureau- am 5. April statt. fratischer Schematismus Schematismus und militärische Disziplin herrschten souverän im Bereich der Kunst. Die organisationsfeindliche HalKunst. Im Kunsthause Dahlheim. Potsdamer Str. 118b, tung der Bühnendirettoren hatte hier ihr Vorbild, ihre träftigste wird am Dienstag eine Gedächtnisausstellung des Malers Thomas Autoritätsstüße. Serbst aus Hamburg eröffnet.
Sert v. Sülfen hat nach außen die Verantwortung für dieses System zu tragen, wie er die Ehrungen dafir eingebeimit bat. Er mag ein Opfer feiner Stellung geworden fein und persönlich ein Muster on Vafallentreue und eratter Dienstführung gewesen sein, er mar der Träger eines tunstverderblichen, nur höfifchen Inter effen und persönlichen Launen dienenden Systems.
Das bemofratifierte Theater. In der neu gegründeten Leipziger Boltsbühne foll ein neues Shstem der Plasverteilung erprobt werden. Die Mitgliedschaft wird in 29 Serien eingeteilt. Dadurch wird erreicht, daß jedes Mitglied auch einige Male an den bevorzugten Theatertagen, wie Sonn- und Feiertagen ins Theater fommt. Die vorhandenen Sippläge werden in sechs Gruppen eingeteilt. Jede Tagesserie erhält innerhalb fechs Monate je einen dieser wechselnden Gruppenplähe, Dadurch be fommt jedes Mitglied im Laufe eines Theaterjahres in jeber Gruppe atveimal einen Blaz.
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Dies System ist für immer gerichtet und fehrt nie wiebel. Der Die ehemals fal preußischen Theater haben die größten Stabträner Bilbelms fönnte nur mit diesem Mittel und Möglichkeiten bon allen deutschen Bübnen felbft Auridlommen. Meinen den die Nießnuber ber ab gur Verfügung gehabt. Soubecam berrichte über ibnen folutistischen Kunstpolitil, wenn sie die Rudlehr des Sofbunstver ein Wille, beinerlei Semmung materieller oder anderer Art mittlers wünschen? Kirche und Sozialdemokratie. Die bekannte stand im Wege. Und was baben fie unter Wilhelm und Güllen ge Schrift von Sarl Rautelg: Die Sozialdemokratie und die Teiftet? Sie haben die groken Mittel schmählich vertan. Sie leben fatboltiche Stirche" ist foeben vom Verlag. der Buchhandlung Vor nicht in der deutschen Kunstgeschichte als Gesamtheiten. Sie find wärts in gutem Neudrud herausgebracht worden. Sie fommt zu nirgends führend und fördernd gewesen. Ge hat nicht an bedens In letter Stunde war infolge Erkrankung eines Mitgliedes des dem Ergebnis, daß sowohl vom Standpunkt der Propaganda, wie tenden Rünstlern und nicht an der hingebenden Arbeit des Stunstlingler Quariette eine Brogrammänderung notwendig von dem der Grundiäße die Kirchenpolnit der Sozialdemokratie eine törpers gefehlt aber an der fünstlerischen Leitung. Das fönig geworden, und so wurden an Stelle Mozart- Beethovenscher Streich ganz andere fein muß, als die des Liberalismus, der im wichtigften, The Schauspiel bathe in Berlin überhaupt leine Bedeutung mehr, quintette awei Riabier Quartette von Mozart- Brahms gewas die Arbeiteillaffe auf diesem Gebiet fordern muß, berjagt hat
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Kammermusik in der Volfsbühne.
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