Maifeier- Entschließung.
Die Maifeier in Groß- Berlin.
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Die Veranstaltung in Schmargendorf war gut besucht. Referent war Genefie Dr. Rosenfeld Charlottenburg. Die Nachmittags. feier war überfüllt. Besonderen Beifall erzielten Schliebners Rad fahrertruppe und der Wilmersdorfer Männergesangverein. eftrede hielt Glenoffe Lehnerdt.
Dit
Tempelhof. Auf der Wiese des neuen Stadtparts hatten fid über 8000 Personen zur Feier des 1. Mai eingefunden. Nach des Ansprache des Gen. Autiner formierte sich ein imposanter Fest zug, der unter den Klängen der Musik die Straken des Ortes durch Beibung des Herrn Kapellmeisters Weinbaum den wohlver gog. Abende krönte eine stimmungsvolle fünstlerische Feier unter laufenen Weltfeiertag.
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Die Göpenider Parteigenossen batten sich im Lokal Neu Heringsdorf vormittags zu einer Veranstaltung zusammengefunden unter Borantritt einer stattlichen Musikkapelle mit vielen Fahnen und Bannern waren die Teilnehmer dorthin marschiert.
Sum erstenmal ist die Maifeier in Groß- Berlin burch voll-' gern der Bitte, das Wort zu ergreifen, benn es wäre feit 30 Jahren Steglit. Die gut 1500 Stöpfe ftarle Versammlung is Schloß. ftändige Arbeitsruhe begangen worden, sogar durch eine viel das erstemal, daß er am 1. Mai nicht zu Barteigenossen sprechen part" leitete der Gesang des Blinden - Chors und ein poetischer Ver allgemeinere als dort, wo schon seit vielen Jahren die Arbeits- würde. Langsam habe sich dieser Feiertag durchgefeßt und jetzt sei spruch stimmungsvoll ein. Die Ausführungen des Genossen Richart ruhe durchgeführt wurde; die Maifeier fand die Arbeitermassen er ein gefeblicher Feiertag für das ganze deutsche Volt. Wir wollen Bernstein fanden wiederholt lebhaften Beifall. Im Nebensaa Am Abend wurde ein vortreffliches Groß- Berlins zerriffen, getrennt, zum Teil in Haß und Wut hoffen, daß er es vom nächsten Jahre ab, für die ganze Welt sein tagten die Strafenúabner. gegeneinander. So ist die Demonstration weit weniger impo- wird. In diesem Moment müsse man auch an den 9. November Kunstabend im Lyceum veranstaltet. zurüddenken, an dem wir an derselben Stelle die Republik verfant arsgefallen, als fie fonit miß, gewesen wäre. Wenn die fündet haben. Wer diese beiden großen Ereignisse miterlebt habe, Veranstaltung mehrerer künstlerischer Abende oder Unterhaltun werde fie nie wieder vergessen. Sechs Monate feien verstrichen seit gen in demselben Stadtteil oder Vorort nur zu wünschen ist, da dem Revolutionstage. Stoloffale Henderungen haben sich inzwischen die Räume beschränkt find, so hat die Berrissenheit der Groß- vollzonen Trotzdem werde dies bilefach nicht gewürdigt. Es sei Berliner Arbeiterschaft die Verfommlungen unter freiem Sim- darauf hinzuweisen, dok die Zeit von 6 Monaten in der Rebo mel natürlich beeinträchtigt. Das werden die Vernünftigen lution nur eine Sekunde in der Weltgeschichte ist. Viel ist von auf der anderen Seite auch empfunden haben. An unserer uns erreicht worden. Das deutsche Volt ist befreit, der gesehliche Achtsturbentag gefchaffen und die Demokratie fest t Partei hat es nicht gelegen, daß es nicht zu einer gemeinsamen fei nicht alles erreicht, mas burde febt werden müsse, aber wir Maifeier gekommen ist. Es wird aber zur Wiedervereinigung werden auch diefes unbedingt fchaffen. Es gäbe viele Leute, die überhaupt nicht kommen fönnen, folange uns Mehrheitssozia mit der Regierung nicht zufrieden sind, aber auch die Regierung listen die Ehrlichkeit unseres sosialdemokratischen allerdings sei mit dem Volfe nicht aufrieden. Jedesmal in unserer beften Lankwig. In der Vormittagsversammlung, welche um.11 15 nicht anarchistischen, syndikalistischen oder bolschewistischen Arbeit sind uns Teile des Volkes hindernd in die Arme gefallen auf dem Rathausplat stattfand, referierte Gen. Dr. Oft rows fi Wollens bestritten wird. und dadurch die notwordiosten Maßnahmen schwerstens behindert ber zur unbedingten Einigkeit des Proletariats mahnte. Di Werte müssen durch Arbeit gefchaffen mefden um Pah Unsere Partei fann sonst mit dem Berlauf des Tages zu worden frieden sein. Unsere Veranstaltungen waren durchwegs gut, zum Tungsmittel für die unbedingte Lebensmitteleinfuhr aufzubringen. Feier am Abend war überfüllt und nahm einen großartigen Verlauf Rudow . In gut besuchter Versammlung sprach Genosse Gut. Teil sehr stark besucht. Der Geist in unseren Versammlungen fozialisieren. G8 müffe jedoch alles auf gesunder Grund schmidt. Mit stimmungsvoll vorgetragenen Maigesängen wurde Bielen gehe die Gogialisierung nicht schnell genug. Wir wollen war der des ungebrochenen Vertrauens in unsere Sache. Von lage gefchehen. Eine bankrotte Wirtschaft und zu Tode gestreifte die Versammlung vom Gesangverein„ Sanges- Echo" eingeleitet unt Setereien gegen die anderen sozialistischen Richtungen hielten Betriebe tönne man nicht bergesellschaften. Unter feinen Umstän» geschlossen. Die Schönefelder Genossinnen und Genosses fich unsere Redner fern. Dem entspricht unsere folgende ben dürfe man darauflos experimentieren an Stellen, wo man nur warer im gemeinschaftlichen Zuge zur Versammlung gekommen. im Augenblid berderben. anstatt aufbauen fömme. Von heute auf moren laffe die Welt fich nicht auf den Kopf stellen; toie man dies Profetarier aller Ränder vereinigt Euch! Um diefer Auf- in Mußland erfolg os versucht habe. Die Regierungemitglieder forderung unserer großen Vorfämpfer Marz und Engels in der hielten auf ihren Bosten nicht zu ihrem Vergnügen aus. Man gesamten Arbeiterinternationale fichtbaren Ausdruck zu verleihen, tönne es ihm glauben, fie hätten seit 6 Monaten Beinen Sonn- und beschloß der Internationale Kongreh zu Paris im Jahre 1889 Feiertag und teine ruhige Nacht gehabt. Bir appellieren an die den 1. Mai als Arbeiter- Weltfeiertag zu erklären. An diefem Barteigenossen, fest aufammen au stehen für unsere Arbeit zu Nub Tage sollte demonstriert werden für die Durchführung des Acht- und Segen des ganzen Volles. Wir geloben Treue um Treue zu Stundentages, für Arbeiterschuh, für politische und wirtschaft, halten. Alle trefen toir für die Sache der Sozialbemo liche Gleichberechtigung der Frauen und nach Beschlüffen der tratie ein, nicht für die von Perfonen. Ob Scheidemann, Schulze Internationalen Kongreffe 1891 und 1893 für Böfferverbrüde- ober Müller fei bei der Sache völlig gleichmuftig. Wir müssen in rung und Völkerfrieden. Der 1. Mai war aber auch ein Tag diesem Augenblick unferen Blid nach Versailles richten. Unsere des Proteftes gegen Krieg und Militarismus. Nach dem legten Friedensdelegierten hätten die somerite Aufgabe. die je Menschen fürchterlichen Kriege muß eine Wiederholung des Bölkermordens übertragen worden sei. Unsere Pflicht sei es. ihnen bei ihrer so für alle Beiten unmöglich fein; für diese Forderung erheben verantwortung@ volten Aufgabe einen festen Rüdhalt zu geben. Wir wir am heutigen Zage laut und vernehmlich unsere Stimmen. erwarten und verlangen einen Dauerfrieden und einen Frieden Die Völker wollen den Frieben für alle Zukunft gesichert wiffen: des Recht 3, den wir immer berlangt baben, auch zu den Reiten, für dieses Ziel muß sich ein Bund der Völker auf der Grundlage da Deutschland anscheinend auf dem höchsten Gipfel seiner Macht des Nechts und der Verständigung bilben. Das alte militaristische war. Was wir für die Geaner ständig verlangten, fönnen wir auch Deutschland ist verschwunden, das deutsche Volk wird dafür sor: jetzt mit Recht für uns beanspruchen. Dem internatio gen, daß der Frieden nie mehr geftört wird. Es fordert Recht und Gerechtigkeit für alle und erhebt auch am heutigen Tage im nalen Broletariat entienden wir am heutigen Feiertag die Namen der Humanität und der Menschlichkeit wieber die Teiber herzlichsten Brudergrüße und rufen den Arbeitern der so oft vergeblich gestellte Forderung:„ Gebt unsere Gefangene ganzen Welt zu, daß wir weiter für die Sache der Arbei. ter aller Nationen einstehen, fämpfen und wir heraus!" Die Revolution hat die politischen Feffeln gesprengt, en werden. Dem internationalen Sozialismus aber auch der wirtschaftliche Druck muß verschwinden, auch der Kavitalismus muß gestürzt werden, um den Sieg des Sosialis - gilt unier Streben. Mögen diese Brüdergrüße die Herzen aller mus zu erreichen. Das gesamte werktätige Bolt wird diesmal proletarischen Brüder aller Nationen finden und dort ein vielfaches die Arbeit ruhen laffen. Es muß zum Ausdruck bringen, daß Echo hervorrufen. Barteigenoffen! Freiheit, Gleichheit wir jede Reaktion bekämpfen und keinen Rüdtritt dulden werden. und Brüderlichkeit, hoch.( Stürmischer Beisell.) Die allgemein vorgelegte Entschließung wurde einstimmig angeDie politischen Errungenschaften der Revolution weiter auszus bauen, den arbeitenden Maffen in Stadt und Land einen ent@drillernart. fcheidenden Einfluß auf das Wirtschaftsleben und die ProSuktionsgestaltung zu geben, muß unsere vornehmste Aufgabe frin. Bur Lösung dieser gewaltigen Aufgaben müssen alle Männer und Frauen in festgefügter Einigkeit sich zusammen finden, um den 1. Mai als Verbrüderungstag der Arbeit zu begehen.
mit den Kommunisten veranstalteten, hielten es für richtig, in ihren Die Unabhängigen dagegen, die ihre brei Meetings zusammen Neden und in ihrer Entschließung den Saber weiterzufpinnen und zu verschärfen. Ihre Entschließung legt endlich einmal auch
nommen.
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Von brei. in weithinleuchtendem Rot errichteten Rebner, tribünen forachen die Genoffen Krüger, Battlo und Fuß über die Bedeutung des Tages. Off von ftürmischen Ruftimmungen unterbrochen, schilderten unsere Redner die Schwierigkeiten, mit denen gerade die gegenwärtine Regierung zu kämpfen hat. Sie bes am Weiterausbau der funnen deutschen Revublit zu arbeiten. tonten die Notwendigkeit, alles zu hum, um in Ruhe und Frieden Meicher Beifall scholl den Referenten nach Schluk ihrer Aus führungen entgegen. Die vorgelegte Resolution fand überall begeisterte Annahme.
Auf der
Ererzierplat.
ein offenes Bekenntnis zum Bolschewismus ab, indem sie gelobt, ben Nufen und Ungarn auf dem Wege schleuniaft zu folgen, der zum Bölferglüd führe. Wir danken fü: ein d, wie es in dem bolichemistischen Rußland herrscht, wo der Das leuchtende Not der vielen groken und feinen Fahnen und Sung r die Maffen in die Rote Armee treibt, in der die Soldaten. Banner berriet schon von fern den Blak, auf dem fich die Gerate nichts mehr, die Offiziere alles zu sagen haben und wo auf noffinnen und Genofen der Schönhauser und Rofenthaler Vorstadt den Streit die Todesstrafe steht. Wollen die Berliner Unabhängigen bersammelt hatten. Von den schweren Kämpfen der lekten Jabre, auch dies übernehmen? Nach ihrer Maientschließung haben sie Monate und Wochen und von der fommenden befferen Zeit sprachen sich die Existenzberechtigung als Bartei neben den Kommunisten, die Referenten Eine Anzahl Plakate mit den Forderungen nach: felbft abgesprochen und das, wenine Tage nachdem ihr Barteiführer internationaler Arbeiterschubgefeknebung, einem Frieden des Rechts, Saase in Amsterdam den russischen Bolschewismus für Deutsch land mit flaren Worten abgelehnt hatte.
Wir aber bleiben Sozialdemokraten.
dem Völkerbund und ewigen Völferfri ben Sefeat aten die orde rungen der Redner. Treu aclobte die Maffe, unermüdlich weiter au Tämpfen. bis endlich zur Wirklichkeit mird die auf einer der Tafeln rectünd te Zuiderurg: Des Volles Wohl sei das oberste Gesetz!" Webertviefe.
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Die Einstellung des Straßenbahn- und Sochbahnverkehrs hatte die Möglichkeit, das schöne Wette: in der Umgebung zu genießen, waren zwei rotbrapierte Tribünen errichtet. Genossin Rutger sehr beschränkt. Die innere Stadt war recht leer. die Stadt- und und Genosse Neu e feierten den Gedanken der Völferverbrüderung, Ringbahn hatte in ihren sonntagsmäßig berkehrenden Bügen längst verwiesen auf die hohen Riele unserer Bartei und betonten. daß diese nur erreicht werden können, wenn das Broletariat einia und nicht jone Ueberfüllung aufzuweifen wie in der Generalstreitwoche, geschloffen in fefter Kampffront zufammensteht. Einstimmig da der gesetzliche Feiertag und die freiwillige Arbeitsruhe zahllose wurde die Resolution angenommen. Braufende Hochrufe auf die Borortbewohner von der Notwendigkeit befreite, in die Stadt au internationale Sozialdemokratie fchloffen die eier. gelangen. Die Maffen der heimkehrenden Festteilnehmer überfluteten die Die meisten Gastwirtschaften, soweit in ihnen nicht Maifeiern angrenzenden Straken. In einem impofanten Buge entfernten fich ftattfanden, blieben geschlossen, da nur den Angehörigen der Wirte die Lichtenberger Genofen, die an dieser Demonftration teilge die Bedienung der Gäfte geftattet sein sollte. So gewann Groß- nommen hatten, bom Blake. Berlin an diesem 1. Mai ungefähr das Bild eines englischen Sonntags. Bei den Saalfeften, soweit sie nicht ohnehin in Schulauten abgehalten wurden, jak man vielfach ohne Orchestermusik und frets ohne Speise und Trant beisammen; so minderwertig unsere er schwinglichen Getränke auch geworden sinb ih: Fehlen lam doch etwas plöglich.
Am Rudolfplat
hatten fich gleichfalls Taufende von Feiernben gesammelt. Eine aus Gewerfschafts- und Parteigenossen bestehende Musikkapelle leitete durch einige stimmungsvolle Vorträge die Feier ein. Genoffe Wermuth fand mit seinen zündenden Ausführungen bei den aufmerksamen Zuhörern ein startes Echa Spreewaldvlah.
Uebrigens beflagen wir feineswegs all diese Erfechinungen; fie werden zum Nachdenken über Charakter, Sinn und 8wed der Benoffe Glode geigte in feiner eftrebe, was in den feit der Maifeier beigetragen haben- bei uns und bei den anderen und ersten Maifeier vergangenen drei Jahrzehnten erreicht wurde, was nicht guleht auch übe: die Arbeiterklasse hinaus, dort, wo fie als vor allem die Revolution vom 9. November vorigen Jahres uns geDemonstration gegen den Kapitalismus auch nach der vollzogenen bracht hat und welche Aufgaben in der nächsten Zukunft zu lösen fird. Nur Einigteit fann uns die sozialistische Bulunft bringen. Demokratisierung und nach den großen sozialpolitischen Fortschritten( Rebbafter Beifall. Die Resolution wurde unter Beifalls. feit dem 9. November weiterzuwirken bestimmt ist. fundgebungen ein ft im mig angenommen.
Bu irgendwelchen zwischenfällen ist es nicht gekommen. Der Belagerungszustand hat sich als überflüssig erwiesen. Vor allem aber müssen die Striegsgerichte weg, gegen deren rasche und oft sehr harten Urteile es fein Rechtsmittel gibt.
Die G.- P.- D.- Meetings. Königsplatz.
Auf dem
hatten fich die Genoffen der 2. bis 8. Abteilung von Berlin und aus Neukölln versammelt. Lettere waren unter Vorantritt eines MusikYerbs in einem impofanten Ruge Herbeimarschiert. Von drei Rebner tribünen sprachen die Genossen Dr. Caspary, Dittmer und Seller. Der vorgelegten Resolution wurde einhellig zugestimmt.
Aus den Vororten.
Schmödwig. Die Versamlung für Schmödwiß und Eichwalde war von etwa 500 Bersonen besucht. Die Rede des Genossen Mei. Ii de fand reichen Beifall. Bei der Wolfsunterhaltung sprach Genosse Ma HIe.
Kaulsdorf . In der start besuchten Versammlung unter freiem Himmel hielt Genosse A mendt die Festrede. Zahlreiche Neuaufnahmen waren der Erfolg des Tages.
Falkenberg( Kreis Niederbarnim). Die Verfammlung war von 150 Personen besucht. Das Referat hielt Gen. Albert Müller. In der Diskussion nahm ein Vertreter der„ Deutschen Voltspartei" das Wort, um für seine Partei zu den ant kommenden Sonntag stattfindenden Kreistagswahlen Propaganda zu machen. fürmischem Beifall rechnete der Referent in seinem Schlußwort gehörig mit ihm ab.
Unter
Reinickendorf . Jn je zwei vor der S. P. D. und der 1. S. P. einberufenen Vormittagsversammlungen demonstrierte die Arbeiterschaft für Völkerfrieden und Verwirklichung des Sozialismus Nach Schluß der Versammlungen bereinigten sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Maifestzuge. Nachmittags fanden gemeinsame von der Gemeinde getroffene Veranstaltungen statt. Zuerst für die Kinder. Parteigenössische Künstler und Lehrer forgien für Unterhaltung. Den würdigsten Abschluß fand die Maifeier in den künstlerischen Abendfeiern, die in der Kirche und in den Schulaulen stattfanden. Ein auserlesenes, dem Verwöhntesten genügendes, von guten Künstlern bestrittenes Brogramm fesselte die Zuhörer, die alle Räume bis auf den letzten Platz besetzten. Die Feier in Tegel , an der über 1500 Befucher teilnahmen, Hier sprach Genosse Borchardt. berlief in würdiger Weise. Charlottenburg . Die vereinigten Unabhängigen und die Kommunisten. Zu beiden Seiten des Wittenbergplakes waren rots Trauer tag, eine Anflage gegen die fein, welche zu Verrätern an drapierte Wagen aufgestellt. Die Redner führten aus: Der erste Mai folle kein Fest- und Freudentag sondern ein der Revolution geworden seien, und die Liebknecht und Rosa Luxem burg gemeuchelt hätten. Wie die alte Regierung das Volk in den Krieg, so wolle die jebige es in den Frieden hineinhezen. Dieser Frieden sei ein wertloser Feßen Papier . Das Proletariat befize einen mächtigen Freund an Rußland . An Rußland müsse man sich halten, denn dort gäbe es Land und Brot( 1). Stomme der Frieden, der in Versailles geplant witd, wirklich zustande, so könne niemand die Folgen verantworten.( Wenn er nur ein mertloser Papierfeben ist? Red.) Dieser Friede würde eine neue Revolution bringen. Die Regierung hintertreibe die Sozialisierung. Nur dem gehöre die Erde, der sie bebaut und bearbeitet. Das Proletariat dürfe night ruhen, bis die wahre Freiheit und das Rätesystem erreicht sei. Die neue Regierung, die mit Maschinengewehren und Panzerwagen arbeite( Wer hat denn damit begonnen? Red.), habe dem Wolfe fein Brot bringen können.
Im Friedrichshain waren 10- bis 12 000 Berfonen ber fammelt. Schuffinder schwenkien rote Fähnchen. Gesang leitete die Versammlung ein.
Im Humboldthain waren drei Tribünen errichtet, auf denen die Redner zu etwa 15 000 Bersonen sprachen. Im Trep. tower art hatten sich etwa 10 000 Teilnehmer eingefunden. Etwa 1000 Stommunisten versammelten sich in den Pracht fälen des Often3. Der Versammlungsleiter behauptete, Offiziere hätten unter sich verabredet, die Arbeiterversammlungen in Verfleidung zu besuchen. Aus diesem Grunde werde kein hervor ragender Führer der Kommunisten sprechen. Die geistigen Führer Spiegelberg müßten für andere 3ivede erhalten bleiben. mit ihrer bürgerlichen meinte, daß die Nationalversammlung Mehrheit den 1. Mai als gejeblichen Festtag erklärt habe, sei eine Verhöhnung der revolutionären Arbeiter. Durch die Revolution haben die Arbeiter nichts gewonnen. Schuld davan sei die lineinigkeit der Arbeiter, die jebige Regierung, die Führer der Mehrheitssozialisten und die Unabhängigen sowie die Gewerkfchaftsführer. Erst müsse der Sozialismus durch das Rätesystem durchgeführt werden, dann fönne man von Demokratie reden. Durch die Schaffung des Millionärs Ebert sei nichts erreicht. In der Entschließung wird gefordert: Befreiung aller politischen Gefangenen, Aufhebung des Belagerungszustandes, Einführung der Breffe und Versammlungsfreiheit( nach Mostau- Budapest - Mün chener Muster? Red.), Auflösung der Freiwilligen regimenter, Mit der Aufforderung, daß den Worten Entwaffnung der Bürger. Offiziere und Studenten, Bewaffnung der Arbeiter. Taten zu folgen baben und daß jeder Arbeiter beim Ruf zum Generalftreit die Werkstatt verlassen soll, schloß der Vorfitende die Versammlung.
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Aus den Andreas- festfälen fam ein Zug des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen". Nachdem in der Lichtenberger Barfaue die Versammelten aufgefordert wor den waren, mit der Tat für die kommunistischen Ideale einzutreten, ging man auseinander, ohne daß die Schreckgespenster der Freiheit"" spartatistische Methoden angetrendet hätten.
Die Syndikalisten.
Die Versammlung im Birkus Busch war von etwa 1800 Perfonen besucht. Cabn führte aus, die Syndikalisten feien einde Gegen zebn Uhr langten die ersten Büge der Parteigenoffen am Sammelpunkte an, denen bald ein sehr stattlicher zug aus Charlottenburg . In der Reitbahn im Tiergarten referierten des Staates und des Rentralsystems. Nur Föderalismus fönne die Moabit folgte. Die Teilnehmer nahmen zwischen Reichstagsgebäude vor etwa 5000 Personen die Genossen Joachim und Sorlik. Bölfer retten. Es wurde nach Reden von Kater und Mod eine und Siegelsäule Aufstellung. Viele rote sahnen wehten von der Die verlesene Resolution fand einstimmige Annahme. Gin for- Resolution angenommen, die die allgemeine Wehrpflicht verwirft, Treppe des Reichstagsgebäudes und zahlreiche Demonftratione mierter Demonstrationszug fand am Wilhelmplak nach einer furzen und zur Veriveigerung des Militärdienstes und der weiteren Her tafeln verfündeten die Forderungen ber Feiernden. Ansprache des Genoffen Gebert fein Ende. Die Nachmittags- ftellung von Heeresgut und Kriegswaffen auffordert. Nach dem erften Rebner Genoffen Schlegel ergriff Genoffe veranstaltung auf dem Spandauer Bod war sehr start besucht. Scheidemann das Wort. Er führte etwa aus:
In Schöneberg , wo Genoffe Barth vor etwa 8000 Berfonen Gr sei nicht gekommen um zu sprechen, sondern um als schlich fprach. batte bie Jugend einen großen Unter Der Verlauf der her Bollagenolle ber Maifeier beizuwohnen. Er entspreche aber. Reier wir ein durchaus auter.