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Prozeß Ledebour.
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20 bis 80 Stunden später, als man es fich ausgerechnet hat, gelangt der Empfänger in den Besitz des Briefes. Weshalb werden nicht genügend Aushilfskräfte eingestellt? Haben wir noch zu wenig Ar beitslose? Weshalb werden nicht zweimalige Geld- und Baletbe ftellungen eingerichtet, weshalb haben wir nicht biermalige Brief
Kopfschußverlegte! Da gegenwärtig die meisten Lazarette aufgelöst werden, erfolgt auch die Schließung der unterrichtlichen So ist auch die Veranstaltungen, die damit verbunden waren. Schule für Kopfschußverlegte im Bazarett Buch aufgelöst worden. In vielen Fällen haben die durch Kopfschuß Berlebten noch lange Beit nach der Lazarettentlassung unter den Folgen der Verwundung zu leiden und dann besonders über Hemmungen in der Auffassung und im Gedächtnis, Mängel im Konzentrieren, allgemeine Befangenheit und Unsicherheit, Störungen im Sprechen, Schreiben und Rechnen sowie unsicheren Gebrauch der gelähmt gewesenen Glieder au flagen. Alle diefe Mängel tönnen durch einen systematischen Einzelunterricht bedeutend gemildert, wenn nicht beseitigt werden. Vor allem war mit dem Unterricht stets eine Hebung der Etimmung und Steigerung des Willens berbunden. Stopfschußberlebte, besonders auch die aus der Gefangenschaft heimgekehrten, werden aufmerksam gemacht, daß die Stadtabteilung der Schule für Kopfschußverlette weiterbesteht. Sie wird von Vertretern aller Stände besucht. Der Unterricht ist durchaus Ginzelunterricht, der fich der Vorbildung, dem Grab der Beschädigung und dem Bedürf nis des Teilnehmers streng anpaßt. Die Teilnahme am Unterricht ist unentgeltlich, ebenso ärstliche und berufliche Beratung, falls fie gewünscht wird. Anmeldungen vormittags 10-12 und Montags und Donnerstags 5-6 Bergstraße 58.
Nachdem die heutige Situng eröffnet war, erklärte Nechts-| für die Regierung einzutreten, oder wenn wir das nicht wollten, bestellung in Berlin ? Muß die Bost lähmend auf unser Wirtschaftsanwalt Rosenfeld ( der an den letzten Tagen der Verhandlung neutral zu bleiben. Damit waren wir einverstanden. Kurz leben einwirken und dem Verkehrsbedürfnis derartige Hemmschuhe nicht beiwohnte) Staatsanwalt 3 umbroich habe in der Sigung darauf tam Ledebour, dem ich unseren Beschluß anlegen? In einer sozialen Republif ist fein Platz für höhere Be am Dienstag gesagt, die Zeugin Frau Steinbring stehe unter mitteilte. Er war nicht recht damit einverstanden, er wollte, amte, deren Tätigkeit fast ausschließlich darin besteht, daß sie mit der Anklage des Mordes. Als Verteidiger der Frau Stein- daß wir ihm beistehen sollten, weil wir am 24. Dezember von ihm verschränkten Armen die Betriebe beaufsichtigen, ohne die Mißbring erfläre er( Rechtsanwalt Rosenfeld), daß diese ledig- Hilfe bekommen hatten. Dagegen protestierte ich. Unsere Ausein- stände abzustellen und dadurch nur die Unluft des.tätigen Tich wegen Anschluß an einen bewaffneten anderjebung war sehr kurz und heftig. Als sie beendet war, bin ich Personals" hervorzurufen. Sie müssen sich unverzüglich mit der Saufen, Bandfriedensbruch und Aufruhr ange fortgegangen. Als ich am nächsten Tage wiederkam, ließ mich der Arbeitsteilung und einer eventuellen Mechanisierung der Flagt jei, Die Anschuldigung wegen Mordes sei schon vor Kompagnieführer Gilbrand verhaften. Betriebe befaffen. Die Verfügung der Oberpostbirektion, wonach einigen Wochen fallen gelaffen. Staatsanwalt Gysae bestätigt Auf Befragen gibt der Zeuge an, Dorenbach sei für jeder Schalter fast sämtliche Arten von Bostsendungen anzus die tatsächliche Angabe des Verteidigers, worauf dieser erwidert, den Revolutionsausichuß gewesen, er habe nehmen hat, muß schleunigst verschwinden. Nicht für die Bequemdann sei es ja um so merkwürdiger, daß Staatsanwalt 8um= einen sehr großen Einfluß bei den Angehörigen lichkeit einiger weniger Herrschaften ist die Post da, sondern für Benn broich jetzt noch sagen konnte, Frau Steinbring stehe unter der der Volksmarinedivision, gehabt, er die werftätige Bevölkerung, bei der Zeit Geld ist. Wenn sich die Anklage des Mordes. Das fönne nur die Wirkung haben, Stim Mannschaften verlangte, um fie irgendwohin alten Bureaufraten nicht fähig zeigen sollten, grundlegende ende mung gegen Frau Steinbring und den Angeklagten zu machen. au schiden zur Besetzung von Gebäuden in den rungen zu treffen, fo mögen fie jüngeren, einsichtsvolleren Kräften Staatsanwalt 3 umbroich bemerkt, daß die Anflage wegen Januartagen, dann fanden sich immer Frei- auch aus der mittleren und unteren Beamtenschaft Platz machen, Mordes fallen gelassen sei, sei ihm befannt, die Anflage habe ich tillige in au sreichender 8aht, ohne zu fragen die dazu leiſtungsfähig sind. In seiner auf die Aussage des Grafen Westarp gestützt, wonach Frau weshalb und wohin sie geschickt würden. Es ist kein Wunder, wenn dem Publikum ob dieser schandbollen Steinbring ein Maschinengewehr im Vorwärts"' bedient und da Saltung zu den Parteien habe Dorenbach ein doppeltes Spiel ge- Bustände die Galle überläuft, aber es ist natürlich ungerecht, den durch einen Soldaten getötet habe. Durch den Hinweis auf die spielt. Sein Einfluß hatte deshalb in letter Zeit nachgelassen. einzelnen Schalterbeamten oder das einzelne Telephonfräulein berMordanklage habe er nur zeigen wollen, daß Frau Steinbring Am 6. Januar kamen Wagen mit Waffen beladen aus Wittenau antwortlich zu machen und zu tränken. nicht die geeignete Zeugin sei, um die Glaubwürdigkeit des Grafen ben dort anwesenden Zivilpersonen und Soldaten bestürmt, die an. Sobald die Wagen im Marstall einfuhren, wurden fie von Westarp zu erschüttern. Der Zeuge Tiefenhausen wird nochmals vernommen, sich der Waffen bemächtigten. Eine Verteilung der Waffen hat um sich zu den Angaben des Zeugen Geimann zu äußern, der die nicht stattgefunden. Als die Leute im Lichthof die Waffen an sich Aussage Tiesenhaufens über die angebliche Absicht der Nebolutio- nahmen, war edebour nicht zugegen, sondern er befand näre, ben Beutnant Grein im Marstall zu ermorden, als unwahr sich in den Räumen der Division im ersten Stock. Auf weitere bezeichnet hatte. Tiesenhausen bleibt bei seiner ursprüng- Fragen antowriet der Zeuge, der Kompagnie führer lichen Angabe, daß er aus dem Verhalten des revolutionären Obilbrand habe eine zweideutige aliung ange manns angenommen habe, daß Grein im Marstall ermordet werden nommen, er habe immer erst gehört, wie die Meifollte. Angell. Bedebour weist durch Fragen an den Zeugen nung der Mannschaften sei und sei dann mit dem Tiesenhausen auf verschiedene Widersprüche in anderen großen Haufen gegangen. Punkten von dessen Aussagen hin, worauf sich Tiesenhausen Beuge Schußmann Franz Sucholina war mit Tiefendurch sehr unwahrscheinliche Angaben herauszuhausen zusammen im Polizeipräsidium tätig. Er sagt: Am 24. Dereden sucht. Diese Fragen beziehen sich auch auf die Waffen- sember hat Tiesenhausen im Polizeipräsidium mit einem Haufen berteilung im Marstall, die nach Tiesenhausens Angabe unter den bewaffneter Bibilisten geftanden. Ob er mit denfelben ausmar Augen des Angeklagten Ledebour vor sich gegangen sein soll. Aus schiert ist, weiß ich nicht. Am 5. und 6. Dezember tamen Sunderte den gewundenen Aussagen, die Tiesenhausen jetzt macht, geht her- von Leuten nach dem Bolizeipräsidium und verlangten Waffen. Es bor , daß er nur noch behaupten will, Ledebour sei ist aber meiner Meinung nach vom Präsidenten jedenfalls aur Beit ber Waffenverteilung im Sichhorn- der Befehl gekommen, daß leine Marstall anwesend gewesen. Angell. Ledebour affen ausgegeben werden sollem Troßdem fagt in erregtem Ton, bie ganze Angabe des find aber Waffen ausgegeben worden. Daß die Beugen ist erlogen. Der Vorsitzende bezeichnet den Aus- eute sich selbst die Waffen nehmen konnten, ist ausgeschlossen. drud„ erlogen" als unzulässig, es dürfe nur gesagt werden, die Auf die Frage, was er von Tiesenhausen wife, antwortet der Angabe sei unwahr. Bedebour bemerkt, bann möge man das Beuge Sucholina: Tiesenhausen war der größte Spartatift, der Verhalten des Zeugen mit dem Wort des Marquis Nicco de Mar- größte fanatische Mensch, den ich je gesehen habe. Ich war erstaunt, liniere als corriger la fortune bezeichnen. Auch über sein ben- baß diefer Mann vor Gericht die unwahrheit gesagt hat. Bei Eich Eine Liebestragödie hat sich am Donnerstagmorgen in der teuer auf der Mache der Reichskanzlei wird der Beuge von der Ver- horn ftand Tiesenhausen in gutem Ansehen. Ich habe gehört, daß Ludwigkirchstraße 12 abgespielt. Der 28jährige Schuhmacher Otto teidigung nochmals eingehend gefragt, weil auch in diesem Punkt Eichhorn sagte, Tiesenhausen sei ein gebildeter Mann, den man Mertens hatte ein Berhältnis mit dem 19jährigen Dienstmädchen Widersprüche mit den Angaben eines anderen Zeugen zubage gehebrauchen kann, er ist der richtige Boltsaufklärer. Hedwig Jankowski, die Bei einem Kaufmann in der Ludwigkirchtreben find. Rechtsanwalt Rosenfeld fragt den Zeugen straß 12 bebienftet ift. Mertens war auf das Mädchen eifersüchtig Ziesenhausen, ob er einen Kriminalbeamten Raul fenne. Diese Aeußerung hat Eichhorn Mitte Dezember gemacht. Mich und es fam zwischen dem Liebespaar zu einer Auseinandersehung. Borsisende beanstandet die Frage und verlangt, daß für diesen gall eine gute Stelle in Aussicht gestellt. Ich nahm an, des Dienstherrn der 3., pacte das Mädchen und brachte ihm mit hat Tiesenhausen veranlaßt, der II. S. B. beizutreten, er hat mir am geftrigen Morgen gegen 49 Uhr erschien Mertens in der Küche der Verteidiger den Zweck derselben angebe. feld erwidert, das gehe nicht an, denn sonst würde dem Zeugen Liesenhausen würde demnächst eine hohe Position im Reich ein einem Stasiermesser einen tiefen Schnitt in den Hals bet. Die J. Gelegenheit gegeben, fich die Antwort auf die Frage in seinem In- Rüdicht auf meine Familie bin ich auf Tiesenhausens Berlangen am Tintort den Hals burch, flüchtete jedoch trok seiner Verlegung nehmen und mir dann eine gute Stelle verschaffen können. Mit brach blutüberströmt zusammen. Der Täter schnitt sich gleichfalls tereffe zurechtzulegen. Der Vorsitzende bleibt bei seinem Berlangen. Die Verteidiger bezeichnen das als eine Beschränkung der der 1. S. B. beigetreten. Damals habe ich gar nicht gewußt, was noch in das Haus Uhlandstraße 44, wo er vom Treppenflur int Rechte des Angeklagten und beantragen einen Gerichtsbeschluß über. S. P. und was S. P. D. ift. Die Waffen konnten giveiten Stockwerk aus dem Fenster sprang und in den Hof stürzte, die Zulässigkeit der Frage. Nach längerer Beratung nit einen ein ausstellte. As der Befehl heraus- lebensgefährlichem Zustande nach in der Nähe gelegenen Kliniken ausgegeben werben, wenn Tiesenhausen wo er bewußtlos liegen blieb. Die beiden Personen wurden in beschließt das Gericht, die Frage auzulassen. Der Beuge beantwortet sie dahin, er fenne einen Mann fam, daß die regierungstreuen Sicherheitsmannschaften sich in gebracht. namens Raul, der sei aber nicht Kriminalbeam. Charlottenburg einfinden sollten, ist Tiefenhausen noch einige Tage ter, fondern mit ihm zusammen in der Waffentammer des Poli- im Berliner Polizeipräsidium geblieben und dann erst hat er sich zeipräsidiums tätig gewesen, und jetzt folle er in der Artillerie- in Charlottenburg gemeldet. werkstatt beschäftigt sein. Auf weitere Fragen antwortet der Zeuge, er habe Kauf vor der Revolution nie gesehen, er selbst habe bor ber Revolution nicht im Dienst der Polizei gestanden. Zeuge Eugen Brune wird über die Vorgänge am 6. Januar im Marstall vernommen. Er sagt, er sei im November von Wels mit der Leitung der Automobilabteilung der Boltsmarine- Division betraut worden. Am 6. Januar suchte ich in einer dienstlichen Angelegenheit unseren Kommandanten Radke, aber ich fonnte weder ihn noch Dorenbach finden. Als ich ihn suchte, fand ich in einem Raum des Obergeschosses Fischer. Mir wurde gesagt, Fischer sei von Dorenbach festgehalten worden, meifer einen Einblid gewonnen habe in Verhand lungen, die unter Beteiligung Ledebours im Marfall#tattgefunden hatten. Ich sagte, wenn das so weiter geht, daß wir keinen Kommandanten mehr haben, dann ist es beffer, wir lösen die Division auf. Wir können doch nicht Tiefenhausen antwortet, er fei schon immer gewesen, was gegen die Regierung fämpfen. Weil Rabke und Doren - er heute fei, nämlich Mehrheitsfosialist. Auf die Frage hach nicht zu finden waren, wählten wir Rebel als provisorischen des Angeklagten, wann der Zeuge diefer Partei beigetreten sei, gibt Kommandanten und vereinbarten, daß wir neutral bleiben. Fischer er zunächst inusweichende Antworten und sagt schließlich, wurde herbeigeholt, wir diskutierten weiter, Fischer ermahnte uns, I
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Der
Rechtsanw. Rosen
Industrie und Handel.
Börse.
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Dr. Jtalo Zingarelli, der als Sonderberichterstatter der römischen Evoca" in Berlin weilt, beflagt den Verlust feiner Brieftasche. E.e ist ihm im Eden- Hotel, wo er wohnt, geftoblen worden. Herr Dr. Zingarelli befürchtet, daß mit seinen Ausweisen, die fich in der Brieftasche befanden, Mißbrauch getrieben werden könnte und bittet uns, davor öffentlich zu warnen.
Tiesenhausen bestreitet alle Angaben des Borzeugen. Er habe mit der Waffenausgabe gar nichts zu tun gehabt, sondern nur schriftliche Arbeiten in der Waffenkammer erledigt. Am 5. und 6. Januar feien Waffen ausgegeben worden. Es fei amar gefagt worden, Gichhorn habe die Wafferamusgabe berboten, aber Ofter= mann und Schwan hätten die Waffenausgabe in der Hand gehabt und seien in der Lage gewesen, auch gegen den Befehl Eichhorns Waffen zu verteilen. Weiter behauptet Tiesenhausen , es sei ausge schloffen, daß er Sucholino zum Beitritt aur... ist in der Hindenburgschule vom 7.- 12. Juni, 9-1 und 3-6 zu sehen. beranlaßt und sich den Anschein gegeben habe, daß er Staatsfetretär werden würde.
Angell. Bedebour richtet Fragen an Tiesenhausen , um feftzustellen, ob derselbe sich vor den Januarunruhen als Anhänger Eichhorns aufgespielt und erst eine andere Haltung nach dem Sturz Eichhorns eingenommen habe.
eingeschriebenes Mitglied der Partei sei er nicht.
Freier Wanderbund. Bfingfiwanberungen 8.- 10. Junt 2-3 tägige Banderungen nach Werbellinfee- Grumsin- Schorsheibe( Beltlager). Nähere Mitteilungen P. Schröder, O 27, Alexanderstr. 140, v. IV. Oberschöneweide . Gine Bilderausstellung des Malers Hugo Wolff
Groß- Berliner Lebensmittel.
Hennigsdorf . Am Sonnabend kommen in sämtlichen Geschäften zur Ausgabe: Auf Marke E. Z. 2 der Einfuhrzufabfarte je 250 r. ameri fanisches Weizenmehl( Pfund 2,24 M.). Wer das Auslandsmehl nicht wünscht, tann an deren Stelle bei Tigges, Bahlow und im Konlum 250 Gr. Inlandsweizenmehl empfangen gegen Abstempelung der Karten in der Rebensmittelabteilung. Auf Marte 19 der Lebensmittelfarten B( S) je 500 Gramm Kunsthonig.
Jugendveranstaltungen.
Wedding. Heute 7 Uhr: Spielen im Schillerpark( Schifferwiese). Die Teilnehmer der Bfingftwanderung versammeln sich um 7 Uhr bei Groß, Hennigsdorfer Str. 10.
Vorträge, Vereine und Versammlungen.
Achter deutscher Pazifistenkongreß. Neben Sizungen, die innerer Aussprache getvidmet, aber auch für Gäfte zugänglich, zwei öffentliche Bersammlungen: Sonnabend, 14. d., abends, Sigungssaal des Herren Frau Auguste eirchhoff über Jugend und Beltfriede", Brofessor Georg St. Nicolai über Naturwissenschaft und Bazifismus), Sonn tag, 15. a., vormittags, Lehrervereinshaus( p. Gerlach, Dr. Alfred. Fried
daß die Beerdigung Freitag, den 18. Juni auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde stattfinden wird. Bekanntlich war anläklich der Beifebung Liebfnchts und der gefallenen Januar Dedungen, beranlaßt durch die zuversichtliche Auffassung der Rosa Luxemburgs referbiert worden, und dort wird sie auch beipolitischen Lage, firhrten zu einer Befestigung der Tendenz auf allen gefeßt werden. Soweit wie eine Sorrespondenz erfährt, soll am Gebieten. Für Montanwerte regten außerdem die günstigen Freitag die Arbeit in den Fabriken Groß- Berlins eingestellt merbauses( Brofessor Lujo Brentano über Basisismus und Freibandel", Mitteilungen in der Generalversammlung des" Phönig" an. Neben den. Demonstrationszüge in der inneren Stadt werden wohl nicht Phönig“ waren vor allem auch Deutsch - Buremburg und Loth- stattfinden, um jeden Anlaß zu Zusammenstößen zu vermeiden. ringer Hütten begehrt und fest. Schiffahrtsattien schlossen sich der Dagegen plant man vor und nach der Beerdigung an diesem Tage Aufwärtsbewegung an. Farbwerte fonnten einen Teil der die Abhaltung riefiger Trauerfeiern unter freiem Himmel Letthin eingetretenen Kursverluste wieder zurüdgewinnen. Elettrizitätsattien waren wenig berändert. Kriegsanleihe enholten fich auf 76% Prozent. Auch die älteren Anleihen waren fest; ebenso tonnten sich österreichische Renten bessern. Gute Meinung bestand auch für Kolonial.
Groß- Berlin
und Dr. Duidde. Freireligiöse Gemeinde. Am 1. Pfingstfeiertag, 11 Uhr, in der Klosterkirche, Klosterstr. 73a, Festvortrag von Herrn A. Hoffmann. Gäste willkommen. Um 2. Feiertag fein Vortrag.
Gewerkschaftsbewegung
Die Forderungen der Neuköllner Hilfsarbeiterinnen und Arbeiter
Verschärfung der Wohnungsnot durch Flüchtlinge. Der Zuftrom von ausgewanderten und ausgewiesenen Familien aus den vom Feinde besetzten Gebieten nach den Großstädten nimmt bon Tag zu Tag zu. Berlin als zentunler Eisenbahnknotenpunkt ist einer Ueberflutung durch Flüchtlinge aus dem Often besonders ausgefeßt. Bei der immer noch fbeigenben Wohnungsnot ist es aber nicht möglich, diefen Flüchtlingen eine Wohnung in Groß- Berlin zu bieten. Die Möglichkeiten der Beschaffung von Nottwohnungen find erschöpft; verschiedene Gemeinden haben bereits dazu über find nunmehr vom Magistrat auf Grundlage des Berliner SchiedsWarnung vor Unbesonnenheiten. gehen müffen, umfangreiche und höchst fostspielige Baradenbauten fpruches bewilligt. Die Annahme dieser Forderungen durch die zu errichten. Die Freiheit" veröffentlicht an hervorragender Stelle in Groß- Berlin tann also leicht zu einer Statastrophe auf dem Woh- Punkte, befonders für Kriegsbetroffene ust. teine völlige Stlarbeit Der ungehemmte Zuftrom von Flüchtlingen nach Angestellten erfolgte gegen 85 Stimmen. Da jedoch über einzelne hervorragendem Druck folgende Warming: nungsmurft führen. Hiergu fommt die äußerst gespannte Lage in herrscht, auch die Entschuldungssumme in geteilten Sägen, Uns ist von verschiebenen Seiten einwandfrei mitgeteilt worden, der Grnährung und auf dem Arbeitsmarkt Groß- Berlins. % vom Gebalt, je nach Ginstellung des Betreffenden, gezahlt werden bag an einigen einflußreichen Stellen darauf spekuliert wird, daß Der Wohnungsverband Groß- Berlin hat daher an die Staats- foll, tit es notwendig geworden, alle beim Neutölner Magistrat bes die Arbeitermassen fich infolge der sich häufenden Herausforderungen regierung den Antrag gerichtet, unverzüglich Maßregeln gegen den schäftigten Kriegsbeschädigten, Seriegsteilnehmer. Hinterbliebenen usw. zu Abwehraktionen verleiten laffen, die einen willkommenen Anlag ungehemmten Bustrom der Flüchtlinge nach Groß- Berlin zu erau ittwoch, abends 71 Uhr, im Jdeal- Stafino, Weichselstr. 8, zu zur völligen Rieberwerfung der revolutionären greifen. Der Verband schlägt vor, an den Eisenbahnstationen an einer Bersammlung einzuberufen. Bewegung bieten würden. Wir machen die Arbeiterschaft dar der polnischen Grenze Bureaus zu errichten, denen die Verteilung Bemerkenswerte Aeußerungen eines Betriebsdirektors. Wie der Flüchtlinge über das Stantsgebiet obliegt. Für die Unterbrinauf aufmertiam; wir erwarten, daß sie das Spiel durchschaut und gung der Flüchtlinge auf dem Lande und in den fleineren Bro- uns aus dem Betriebe der Firma Zyklon berichtet wird, verhandelte vingstädten sind dort unverzüglich Notwohnungen, Baraden, oz- mann wegen der Urlaubsfrage. In der letzten Betriebsversamm der dortige Arbeiterausschuß fürzlich nrit Herrn Direktor HirschDieser Mahnung zur Besonnenheit können wir uns nur häuser und dergleichen herzurichten. Ferner regt der Verband an, fung waren die Kollegen der Meinung, daß jeder Arbeiter urlaubsanschließen. Bei inneren Stämpfen ist schließlich die Real- bie Ueberfieblung nach Groß- Berlin von der Grbeilung einer Weber- bedürftig sei, ganz gleich, ob er 10 Jahre oder 8 Tage bei der Firma tion der lachende Dritte. siedlungserlaubnis abhängig zu machen, die von den Groß- Berliner tätig mare; in diesem Sinne follte der Ausschuß verhandeln. Der Wohnungsnachweisen zu erteilen ist. Herr Direktor erflärte, man follte sich schämen, mit berartigen Anträgen au fommen. Gr machte dabei eine Anspielung, daß Leute, die 4% Jahre draußen gewesen wären und dicke Backen bekommen hätten, den Urlaub nicht so dringend brauchten wie diejenigen, die zu Hause schmer gearbeitet und gebarst haben. Auch wüßten die Arbeiter den Urlaub nicht richtig anzuwenden, sie würden schließ. lich auf schlechte Gedanken fommen. Es wäre gut, wenn eine andere Regierung fäme, welche die Beute aur Arbeit zwingen würde,
bezeite In wird.
Die Beerdigung Rosa Luxemburge. Nachdem die Leiche Rosa Luxemburgs freigegeben worden ist, fand am beutigen Vormittag die Ginsargung unter Beisein dec nächsten Freunde der Verstorbenen sowie Vertretern der Kommu nistischen und Unabhängigen Partei statt. Inzwischen hat sich hier ein Ausschuß der genannten beiden Parteien gebildet, um eine Be ecbigungsfeier in großem Stil vorzubereiten. Bisher feststehend ist,
Die Zustände im Poftbetrieb liegen fehr im argen. Auf allen Bostämtern sind selbst in den berkehrsstarten Beiten viele Schalter gefchloffen. Selbst bei den Telegrammschaltern ist ein Anstehen wie vor Jahren beim Buttereinkauf. Die Telegraphenleitungen find überlastet, weil das Bublifum wenig zutrauen au der rechtzeitigen Boftbeförderung hat. Etwa