Einzelbild herunterladen
 
  

werden.

-

" M

=

-

-

Parteigenossen veröffentlichten Reorganisations Borschlägen Eine gutbesuchte Verbandsversammlung der Schneider| fammlung ab, in der Dr. Friedländer in einem mit Beifall ist Einiges in diesen Entwurf übernommen, Anderes und Schneiderinnen tagte am 14. August in den Arminhallen. aufgenommenen Vortrag über" Die Pflege des Kranken" sprach. ist dagegen geändert worden. Der vorliegende Ent Dr. Böhm hielt den aufmerksam zuhörenden einen recht lehr: An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Neumann, wurf gewährt den verschiedenen den verschiedenen Organen des Vereins reichen Vortrag über das Naturheilverfahren, welchem er auf Aft, Siefert und Gütler. Neumann machte bekannt, mehr Spielraum als die ursprünglichen Vorschläge. Interpellation des Kollegen Timm, wie fich die Naturärzte daß in nächster Zeit der Allgemeine Arbeiter- und Arbeiterinnen­Redner geht dann auf die einzelnen Paragraphen des Näheren zur Chirurgie stellen, eine dahingehende Erklärung gab, daß das Verein in Reinickendorf eine Versammlung abhalten wird, von ein. Er bemerkt unter anderem, die im§ 1 vorgesehene Bor Naturheilverfahren nur das allzuschnelle operative Eingreifen der er wünscht, daß sie von den Parteigenoffinnen recht zahlreich besprechung aller politischen und Parteiwahlen solle deshalb im verwerfe, jedoch in Fällen, in denen ein natürliches Heilverfahren besucht werde. Inbetreff des Bierboykotts wurden die Genossen Verein stattfinden, weil die gegenwärtige Art und Weise der wirkungslos, die Operation wohl anzuerkennen sei. Die von ersucht, mehr nach den Beschlüssen der letzten Volksversammlungen Aufstellung von Kandidaturen und Vollziehung von Wahlen zu Frau Reimann gestellte Frage, ob Schwindsucht im ersten zu handeln. Da in Reinickendorf alljährlich, und zwar dies Jahr oberflächlich sei; es könne sich aber selbstverständlich immer nur Stadium heilbar, beantwortete er bejahend, im Falle nicht schon am nächsten Sonntag, das große Erntefest stattfindet, wurden die um eine Aussprache über Die bie in Frage kommenden Bellenorgane in Mitleidenschaft gekommen feien. Hiernach gab Genossen von dem Besuch abgerathen, da wir in Reinickendorf Personen 2c. handeln. Die unentgeltliche Vertheilung der zweite Bevollmächtigte, Kollege Timm die Abrechnung vom nur wenige und in der Gegend des Festplatzes fast gar teine fozialdemokratischer Literatur an die Mitglieder ist vor II. Quartal 1894 bekannt, wonach die Gesammteinnahmen 599,80 Lokale haben. gesehen, weil dadurch nüßliche Propaganda geschieht und Mark, die Gesammtausgaben 591 M., und somit der Bestand für wirklich gute Broschüren so besser verbreitet werden als jetzt. das nächste Quartal 8,80 betrug. Für die Lokalkasse betrug lung der Mitglieder des Deutschen Holzarbeiter Verbandes statt. In Rummelsburg fand am 13. August die erste Versamm Der Verein soll ferner eine Bibliothek errichten, die in erster die Einnahme einschließlich Bestand 295,43 M., die Ausgabe da­Linie dazu bestimmt ist, die Vereinsreferenten mit wissenschaft gegen 145,70 m., mithin ein Bestand von 149,53 M. zu verzeichnen. über die Chartisten - Bewegung. Die geschichtlichen Darstellungen Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Koll. Schäflin lichem Material für ihre Vorträge zu versehen. In die aufzu- Der erste Bevollmächtigte, Kollege Haase, gab hierauf bekannt, dieser so interessanten politischen Bewegung wurden von der Ver­ftellende Bibliotheksordnung möge deshalb folgende Bestimmung daß mit einigen hiesigen Zuschneidelehrern dahingehend theils hineinkommen: Jeder Vereinsgenosse, der ein Referat im Verein tontrattlich, theils mündlich ein Uebereinkommen getroffen sei, fammlung mit Aufmerksamkeit verfolgt. Zur Erledigung stand übernimmt, soll das Recht haben, die Anschaffung von daß Mitgliedern des Verbandes der fachmännische Unterricht fodann die Wahl einer Werkstatt- Kontroll- Kommission, und wurden Broschüren und Werken für einen Betrag von drei Mart 33 pet. billiger ertheilt wird; diejenigen Kollegen, die an einem bierzu die Mitglieder Scheffer und Bendler ernannt. im Maximum zu verlangen." Die Pflege der Gesellig- solchen Kursus theilnehmen wollen, müssen mindestens 13 Wochen In Charlottenburg tagte am 15. Auguft in Trifethau's feit ist unter die Aufgaben des Vereins aufgenommen, der Organisation angehören und sich diesbezüglich an das Salon eine öffentliche Versammlung der Fabritarbeiter und Ar­aber nicht den Bezirksführern schon im Statut aufgetragen, um Arbeitsnachweis- und Auskunfts- Büreau der Schneider und beiterinnen, in der Frl. Wabniz in einem zweistündigen Vor­nicht ein geborenes Vergnügungskomitee zu schaffen.§ 4 gliedert Schneiderinnen, Schüßenstr. 18/19, bei dem Kollegen W. Schulze trage den Zuhörern durch die Darstellung einiger freffender den Wahlkreis zur Erleichterung der Vereinsarbeit in vier Viertel; melden. In eingehender Diskussion wurde besprochen, daß die Beispiele aus dem Arbeiterleben zeigte, wie überaus reform­eine Zweitheilung, die auch in Frage kam, würde nicht genügen. vorhandenen Lehr- Utensilien, die der Verband für seinen eigenen bedürftig die heutige Gesellschaft ist. Als Bestätigung des Vor­Die Viertel, wie sie im Entwurfe abgegrenzt sind, erreichen un- Unterricht hielt, durch diese Einrichtung überflüssig sind, und trages erklärte ein ausgesperrter Brauer, daß es ihm nicht mög gefähr die Größe eines der drei inneren Wahlkreise Berlins . verkauft werden sollen. Ebenfalls wurde über einen Antrag lich sei, in seinem Berufe Beschäftigung zu finden. Nach vielen Die Viertel zerfallen in Bezirke, die in der Regel aus je einem debattirt und demselben darauf einmüthig zugestimmt, welcher Bemühungen fand er endlich in einer Fabrit Arbeit. Hier habe Etadtbezirk gebildet werden sollen, auf den bei der gegenwärtigen besagt, daß es denjenigen Kollegen gestattet sein soll, an einem er ganz erschreckende Zustände getroffen. Außer der täglichen Größe des Vereins etwa 20 Mitglieder tommen.§ 10 lautet in Lehrkursus theilzunehmen, die bis heute Mitglieder seien, Arbeitszeit von 12 Stunden werde, um einen Wochenverdienst seinem ersten Absage: Die Versammlungen des Vereins zer- nicht aber solchen solchen Kollegen, die die nur um Des Bor - von 27 M. herauszuschlagen, mitunter 36 bis 38 Stunden hinter­fallen in 1. General Versammlungen, 2. öffentliche Mittheiles willen, nach Bekanntgabe der vortheilhaften Ein- einander gearbeitet. glieder Versammlungen( Viertels Versammlungen)." Deffent richtung, schnell dem Verbande beitreten, den billigen Die Metallarbeiter Weißensee's waren zu einer Ver­liche Mitglieder Versammlungen" find die abwechselnd in Unterricht wahrnehmen, sich dann aber um weiter nichts be ten verschiedenen Vierteln abzuhaltenden Sigungen hier genannt, fümmern, ja, nicht einmal ihr vollständiges Lehrgeld bezahlen, fammlung eingeladen, welche am 15. Auguft im Hähling'schen um nicht eine böswillige Auslegung dahin zu gestatten, daß vier wie die Erfahrung gelehrt hat. Hiernach erfolgte die Bekannt okale stattfand. Ueber: Das Verhalten der Metall­besondere Vereine beſtehen. Der Referent schloß, indem er hervor- gabe eines Vergnügens am Sonntag, den 2. September, in den industriellen zum Bierbontott und die Bes theiligung der Kollegen an der Organisation hob, durch die neue Gestaltung des Vereins solle den Mitgliedern Räumen der Arminhallen. Zum Schlusse wurde bekannt ge­auch die Gelegenheit geboten werden, sich in der Organisation geben, daß in anbetracht des in nächster Woche in Erfurt tagen- äußerte sich der Vertrauensmann Nät her in einem längeren zu üben, und so auch nach dieser Richtung der Partei gedient ben Verbandstages und des ebendaselbst stattfindenden Industrie- Vortrage, worin derselbe die in vielen Betrieben eingeführte Der Antrag, in eine Generaldiskussion über den Ent- tongresses über acht Tage eine öffentliche Schneider- und Kantinenwirthschaft als Grundursache bezeichnete, warum noch wurf einzutreten, wurde abgelehnt, auch die sodann begonnene Schneiderinnenversammlung, und acht Tage darauf eine Ver- ein beträchtlicher Theil der Metallarbeiter Solidarität in bezug Epezialdiskussion nahm nur bei ein paar Paragraphen einen bandsversammlung stattfinden werde. An die Kollegen und auf den Boykott vermissen lasse. Die Arbeiter sollten sich an nennenswerthen Umfang an. So billigte die Versammlung den Kolleginnen erging die Weisung, bei Bekanntgabe öffentlicher den Unternehmern, die wohl durchweg in geschlossener Phalang wichtigen§1 in der Kommissionsfassung, nachdem ein dazu Versammlungen darauf zu achten, daß dieselben von der Agi- den Brauereien zur Seite stehen, in diesem Falle ein Muster gestellter unwesentlicher Abänderungs- Antrag zurückgezogen tationskommission der Schneider und Schneiderinnen einberufen nehmen. Wenn auch schon Einzelne infolge ihres mannhaften war, ohne weitere Diskussion gegen eine Stimme. Derselbe sein müssen, nur so können unliebsame Irrthümer vermieden Gintretens für den Boykott geniaßregelt feien, so dürfe man doch hat nunmehr folgenden Wortlaut: werden, welche mehrfach Veranlassung zu Klagen gegeben haben, erwarten, daß das lebhafte Interesse und die Betheiligung an der " Der Verein hat den Zweck, die sozialdemokratischen Be- daß Kollegen und Kolleginnen in die Versammlungen der lokalen Organisation, welche erfreulicher Weise im Wachsen begriffen fet, auch ausgedehnt werde auf eine straffe Durch strebungen zu fördern, und zwar: 1. durch Erörterung aller das Richtung hineingeriethen. führung des Bierboykotts.( Beifall.)- Posselt bespricht Gemeinwohl und das Partei- Interesse berührenden Angelegen­Die Lederarbeiter( Weiß- und Lohgerber 2c.) hielten am in eingehender Weise die Misère Der Arbeiter und heiten; 2. durch Vorbesprechung aller politischen und Partei­wahlen; 3. durch Verbreitung sozialdemokratischer Ideen in allen 16. d. eine auch von Frauen zahlreich besuchte öffentliche Ver- fordert den Vorstand der Organisation auf, planmäßig Bevölkerungsfreifen, insbesondere durch unentgeltliche Vertheilung sammlung ab. Dr. Weyl sprach hierselbst über die Ernährung die Agitation auch auf alle Vororte auszudehnen. Eine dahin­sozialdemokratischer Literatur an die Mitglieder; 4. durch Er des Kindes im ersten Lebensjahre. Die werthvolle medizinisch gehende Resolution wurde ohne Widerspruch angenommen. Als richtung einer Bibliothek, die in erster Reihe dazu bestimmt ist, sozialpolitische Stunde begegnete dem größten Interesse und fand Vertrauensmann für Weißenfee wurde Koopmann, Metzer­die Vereinsreferenten mit wissenschaftlichem Material für ihre ungetheilten Beifall. Hierauf kamen gewertschaftliche Angelegen- traße 22, hierauf gewählt; die Zahlstelle befindet sich beim Borträge zu verfehen; 5. durch Pflege der Geselligkeit unter den heiten zur Verhandlung. Rommler als Revisor erstattete Pfeifenmüller, Königschaussee. Mitgliedern." zunächst Bericht über die Abrechnung des verflossenen Vertrauens- Rigdorf. Der sozialdemokratische Verein Vor­§§ 2( Mitgleidschaft) und 3( Beitrag) wurden, nach Ab- mannes Adermann. Dieselbe ergab an Ginnahme für die Zeit wärts" hielt seine Monatsversammlung am Dienstag im Lokal lehnung zweier zu§ 3 gestellter Amendements, einstimmig an- vom 25. November 1893 bis zum 2. Juni 1894 die Summe von von Kummer, Berlinerstr. 136, ab. Genosse Roland referirte genommen, desgleichen§ 4( Gliederung des Vereins) mit 761,70 M. Die Ausgabe belief sich auf 734,31 M., der ver- zunächst über das Thema: Ein internationales Laster." Als einem Zusatz. Der letzte Absatz dieses Paragraphen bleibende Bestand betrug 145,07 m., welcher dem neuen Ver: zugetheilt, in welchem sich ihre Wohnung resp. Arbeitsstätte be- Es folgte der Bericht und die Abrechnung der Lohnkommission und die verheerende Wirkung desselben unter den Kulturvölkern lautet: Die Mitglieder werden in der Regel demjenigen Bezirk trauensmann übergeben worden ist. Adermann wurde entlastet. folches bezeichnete Redner den Alkoholismus . An der Hand eines reichen statistischen Zahlenmaterials wies, er den Konsum findet." Dazu wurde hinzugefügt: Jedoch steht jedem Mit des Ausstandes bei Wefte( Koloniestraße). Sier wurden sowohl, als auch bei den Bewohnern der von diesen eroberten gliede die Wahl des Bezirks, zu welchem er zugetheilt werden 176,50 m. vereinnahmt und 201 m. verausgabt, sodaß ein ent- Kolonialgebieten nach. Daß die Bevölkerung dem Alkoholgenus will, frei." Jm§ 5 bestimmte die Versammlung, auf Antrag standenes Defizit von 24,50 M. der Deckung barrt. Bezüglich verfällt, habe seine Urfache lediglich in den sich immer trauriger Babel, da es bei der Ausdehnung des Vereins einem Kassirer dieser Angelegenheit kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen gestaltenden Erwerbsverhältnissen; der Sieg des Sozialismus nicht mehr möglich ist, die Kassengeschäfte zu versehen: Der zwischen dem Vertreter der Freien Vereinigung der Lohgerber werde auch der Branntweinpest seine Opfer entreißen.( Beifall.) Borstand besteht aus 8 Mitgliedern: dem Vorsitzenden," dem und Lederzurichter, Busse, und zahlreichen Vertretern des Ver. An der Diskussion betheiligten sich Ostermann, Regerau, Schriftführer, zwei Kassirern und vier Beisigern." Die Beifizer, bandes der Lederarbeiter, am Ende deren die Versammlung ohne Krüger und der Referent. wird weiterhin ausgesprochen, vertreten nöthigenfalls den Vor Widerspruch eine Resolution genehmigte, in welcher die ge Der Vorsitzende gab hierauf bekannt, daß es ihm gelungen sei, fitzenden, die Kassirer und den Schriftführer. Die übrigen sieben machten Borwürfe Busse's entschieden zurückgewiesen werden und die Urania " im Ausstellungspark für einen Sonntag zu miethen. Paragraphen des Entwurfs werden unverändert angenommen. Er- das Verhalten gegenüber den Streifenden bei Weste für richtig Der Besuch derselben findet am 21. Oktober statt und sind Billets Zu Revisoren der Abrechnung der Lohn­wähnenswerth daraus sind folgendeBestimmungen: Die Bezirksführer anerkannt wird. unterstützen den Kassirer bei der Erhebung der Mitgliedsbeiträge kommission wurden Busse, Ebel und Trapp bestellt. Die Weiter theilte oppe mit, daß in der nächsten Versammlung hierzu schon jetzt bei Dormann, Biethenstraße 26, zu haben. und haben die ihnen vom Vorstande überwiesenen Funktionen Frage der Deckung des Defizits wird in der nächsten Versamm Genoffe Dr. Zur einen naturwissenschaftlichen Vortrag halten auszuüben. Sie werden, je einer für einen Bezirk, in den halb- lung gelöst werden. werde und ersuchte um rege Agitation für guten Besuch derselben. jährlichen Generalversammlungen nach Beendigung der Vorstands- Die öffentliche Versammlung der Luguspapier- Branche, Krüger, als Obmannn der Sanitätskommission bedauerte, wahl gewählt. Deffentliche Mitgliederversammlungen finden in welche am 15. d. M. im Norden tagte, zeigte hinsichtlich des Be- daß der Eifer der Mitglieder so schnell erloschen sei. Immerhin jedem der einzelnen Biertel mindestens einmal monatlich statt. fuches einen erfreulichen Aufschwung. Besonders die Arbeite- find aber eine Anzahl Beschwerden geprüft und für Abhilfe In den öffentlichen Mitgliederversammlungen können für den rinnen waren rege vertreten. Gingeladen waren speziell die im gesorgt. Nach kurzer Diskussion wurde dieser Gegenstand ver Verein verbindliche Beschlüsse nicht gefaßt werden. Für den Fall Norden gelegenen Fabriken. Genosse Jahn beleuchtete die trost lassen und in eine Besprechung des Bierboykotts eingetreten, einer unvorhergesehenen Auflösung des Vereins ist der Vorstand losen Zustände in den Fabriken beziv. Wertstuben. Wie seinen wobei besonders das unrühmliche Verhalten vieler Maurer, bevollmächtigt, über den Bestand der Vereinskasse und über das Darlegungen zu entnehmen, überwiegt in der Luxuspapier- Branche Steinträger und Bimmerleute auf den Bauten gerügt wurde. Sonstige vorhandene Vereinseigenthum nach bestem Ermessen zu die weibliche Arbeitskraft. Thätig sind in derselben Röppen will diese Angelegenheit in der nächsten Versammlung verfügen. Die Rommission hat gleichzeitig eine Geschäftszirta 1500 Arbeiterinnen und 300 Arbeiter. Bezeichnend sei des Vereins der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter zur Sprache ordnung entworfen, die in das Mitgliedsbuch eingefügt werden soll. es, daß von diesen nur 40 Arbeiter und 2 Arbeiterinnen bringen. Besonderen Unwillen erregte in der Versammlung die Wegen vorgerückter Zeit wurde die Berathung derselben ver- organisirt seien. Würden sich die etwa 4000 Arbeiterinnen, welche Mittheilung des Genossen Sie, daß auch Vereinsmitglieder sich tagt. Nur die Vorstandswahl wurde noch erledigt, während die in Buchbindereien, Kartonfabriken 2c. beschäftigt sind, feft zu Verstöße zu Schulden kommen ließen. Dadurch, daß diese Pers Bezirksführer gleichfalls erst im nächsten Monate ernannt werden sammenschließen, welche Macht würden fie bilden, wie vermöchten sonen in boykottirten Lokalen verkehren und Boykottbier trinken, follen. Dr. Heymann erklärt auf Befragen, eine Wiederwahl jie, beffere Verhältnisse zu schaffen. Daß diese jest recht traurige bewiesen fte zur Genüge, daß sie die Mitgliedschaft wegen Mangels an Zeit ablehnen zu müssen. Folgende Genossen find, erhellt aus den mitgetheilten Verdiensten. So beträgt der des Vereins nur aus selbsisüchtigen Zwecken nachsuchten. Alle werden darauf in den Vorstand gewählt: Erbe als Vorsitzender, Wochenverdienst einer Arbeiterin 4 bis höchstens 12 M. Die Redner stimmten darin überein, daß derartige Geschäfts­Runge als Schriftführer, Zabel und Lehmann als Kassirer, Hoff höchsten Säge werden nur von wenigen erreicht and auch nur sozialisten", welche die Mitgliedschaft im Verein" Vorwärts" mann( für das Görlitzer Viertel), Gadegast( Köpnicker Biertel), durch ausgedehnte Ueberfeierabendarbeit. Uebrigens sei es die augenscheinlich nur als Reklameschild benüßen, aus demselben Baumgarten( Stralauer Viertel), Rohrmann( Frankfurter Biertel) Regel, daß die Arbeiterinnen des Abends Arbeit mit nach Hause auszumerzen find. Ein Antrag Regerau's, Mitglieder, als Beisitzer. Nachdem die Versammlung noch zwei Mitglieder, bekämen. Und trotzdem solche Verdienste! Die Arbeiter stehen welche gegen die Beschlüsse sozialdemokratischer Volksversamm­welche den Boykott nicht beachten, vor den Vorstand verwicfen, etwas besser da. Sie vereinnahmen wöchentlich 14 bis 30 m. Iungen verstoßen, refp. dieselben ignoriren, aus dem Verein aus­erfolgt um 12/2 Uhr Schluß der Versammlung. Im allgemeinen bewegen sich die Löhne auch hier im mittleren zustoßen, fand einstimmige Annahme; ein Zusatzantrag von Der Verein der Färber, Appreteure, Dekateure, Hilfe- 10 Stunden, werde aber durch die Hausarbeit in der Saison, zunehmen, fand nicht die Zustimmung der Mehrheit der Ver­Der Verein der Färber, Appreteure, Dekateure, Hilis. Durchschnitt. Die Arbeitszeit beträgt nominell täglich 9 bis r figer, biefe Ausgeschlossenen nie wieder in den Verein auf­arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 12. Auguft eine Ver­Von dem Arrangement einer Lassalle- Feier" in fammlung ab. Nach Erledigung einiger Vereins angelegenheiten welch' letztere 4-5 Monate dauere, bedeutend verlängert. Versammlung.

-

-

entwickelte sich eine lebhafte Discussion über die in der Branche gegenwärtige man sich die schlechte Ernährung, die Ueberan- biefem Jahre wurde in Rücksicht auf die Saalsperre Abstand ge bestehenden Mißstände. Von mehreren Rednern wird darauf hinge- rengung, dazu die ungefunden Verhältnisse in den Fabriken und nommen. Becher gab zum Echluß bekannt, daß die nicht beſtehenden Mißstände. Bon mehreren Rednern wird darauf hinge die schamlose Behandlung insonderheit der Arbeiterinnen, so er dem Ring" angehörende Berg- Brauerei- Brandenburg in dem wiesen, welche geradezu erbärmliche Löhne die Arbeiter dieser Berufe halte man ein ungefähres Bild der trostlosen Zustände in Eiskeller der Rosenfee- Terrasse" in Britz eine Niederlage ihres bei ihrem so gesundheitschädlichen Betriebe bekommen. So find Löhne der Luruspapierbranche! Daß unter solchen Verhältnissen Bieres errichtet habe, somit die Ausrede vieler Wirthe, sie könnten bei ihrem so gesundheitschädlichen Betriebe bekommen. So sind Löhne üblich von 20, 22½ und 23 Pf. die Stunde, während die Be- die Arbeiterinnen frank und siech würden, wen könne das fein ringfreies" Bier erhalten, sich unter feinen Umständen als triebe oftmals mit 333 pCt Gewinn arbeiten. Diesem schänd- wundern? Und doch erdreiste man sich in der Ortskrankenkasse, stichhaltig erweise, Bestellungen hierauf nehmen die Genossen lichen Begehren des Unternehmerthums muß ein Ziel gefeßt die häufige Inanspruchnahme dieser auf den unsittlichen Lebens. Robert Becher( Bigarrenladen), Hermannstr. 148, ou is werden. Frage sich jeder Berufskollege selbst, ob es eines Men wandel der Arbeiterinnen zurückzuführen! Die höchste Zeit sei ermann, Richardplay 10, Wilhelm Krüger , Prinz schen würdig ist, sich in dieser Art als ein Ausbeutungsobjekt es, diesen unwürdigen Verhältnissen Einhalt zu gebieten, und Handjerystr. 54 und Paul slatte, Steinmeßstr. 20, entgegen. rücksichtsloser Unternehmer Profitgier gebrauchen zu laffen. Dies tönne nur durch Organisation geschehen, weshalb der Refe Mögen deshalb unsere Kollegen fleißiger als bisher die Versamm rent, von Sailer unterstützt, den Beitritt zum Verbande der lungen besuchen und durch den Beitritt zur Organisation sich zu Buchbinder zc. Allen dringend ans Herz legte. Dem mit großem Briefkaffen der Redaktion, einer Macht heranbilden, die diese Mißstände in unserem Berufe Beifalle aufgenommenen Vortrage folgte eine Besprechung von Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Biet Buchstaben oder eine Zahl beseitigen kann. Bum Schluß wird der Versammlung bekannt Wertstuben- Angelegenheiten. An den Pranger gestellt wurde ins anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. gegeben, daß der Streit der Wiener Färber mit einer 20 prozent. besondere die Fabrit von Hagelsberg, welche der besonderen Beboykottirt. 2. Durch statutarische Bestimmung einer Gemeinde R. K. Charlottenburg . 1. Die Kaiserbrauerei ist nicht Lohnerhöhung geendet hat. Sodann werden für die ausgerücksichtigung der Polizeibehörde empfohlen worden ist. Zur fann für männliche Arbeiter unter 18 Jahren die Verpflich= sperrten Brauer 15 M. bewilligt. Mittheilung gelangten ferner bestehende Mißstände in den Fa= briten von Martin Schlesinger, Kuhner und Berger, Pohl und tung zum Besuche einer Fortbildungsschule begründet werden. In einer Versammlung der Kistenmacher, die am Weber, Jsrael und Büttner u. Co. Menn sich die Beschwerden 3. An Sonn- und Festtagen dürfen jugendliche Arbeiter in Fabriken Tschernig eine eingehende Schilderung der Thätigkeit des bas Gis gebrochen und steht in den kommenden Versammlungen giebt es nicht. 13. August tagte, wurde von den Gewerbegerichtsbeisiger vorerst noch schüchtern an die Deffentlichkeit wagten, so war doch nicht beschäftigt werden. 4. Ginen polizeilichen Gefellenschein" Gewerbegerichtes gegeben. Die Ernennung eines Kandidaten, mehr und besseres Material zu erwarten. Auch soll mit Werk H. K. Hutfabrit Borgmann und Schiergott, Berlin N., für die im September stattfindenden Wahlen wurde durch die Pappelallee 3/4. Wiederaufstellung des bisherigen Vertreters erledigt. Sodann giebt stuben- Versammlungen vorgegangen werden und wurde die Wahl Schimanowsky. Es erscheint uns besser, wenn Sie den - ter Kollege Tschernig den Bericht über die Thätigkeit der von Wertstuben Vertrauenspersonen empfohlen. Mittheilungen Vorwurf in der Gewerkschaft zurückweisen. Gewerkschafts- Kommission. Auf Antrag Rarche wird für über Vorkommnisse oder Mißstände in Fabriken sind zu richten 7. S. Ist uns unbekannt. den Revisor Rudolf eine Erfahwahl vorgenommen, und der an Bergmann, Forsterstr. 49.

-

Rollege Rietisch mit diesem Amt betraut. Das Stiftungsfest Der Arbeiter Bildungsverein für Reinickendorf nud findet am 15. Eeptember in der Ressource statt. Imgegend hielt am 12. August feine regelmäßige Monats Ver

N. 100. Beim Amtsgericht auf Zahlung flagen. St. 7. Der Wirth ist zur Einbehaltung der Sachen so lange berechtigt, als Sie die Miethe schuldig bleiben.