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Parteifunktionäre, Betriebsvertrauensleute, Arbeiterratsmitglieder!

Versammlung heute, Dienstag, nachmittags 5 Uhr pünktlich, im Deutschen Hof", Luckauer Straße 15. Das Erscheinen aller Genossen ist zwingende Notwendigkeit. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Legitimationskarte und des Wahlvereinsbuches. Der Bezirksvorstand. Der Fraktionsvorstand der Arbeiterräte.

Es er­

Das Gewerkschaftskartell erkennt den Gewerkschaftsbund Lauf­männischer Angestelltenverbände als Gewerkschaft nicht an. jucht die hinter dem Kartell stehende Arbeiterschaft in den Be­trieben darauf aufmerksam zu machen, daß von der Arbeiterschaft nur solche Kämpfe der Angestellten um Verbesserung der Gehalts. und Arbeitsbedingungen unterstützt werden, die von den Gewert­schaften sanktioniert sind.

Tarifbewegung der Rollfutscher.

betreibt und durch den Anschluß an das Gewerkschaftskartell fund- gen. Das aus Unabhängigen bestehende Wahlkomitee proflamierte Um eine einheitliche grundlegende Entlohnung fämtlicher ge getan hat, daß Arbeiterschaft und Angestellte einen gemeinsamen aber kurzerhand die Kandidaten der 1. S. P. für gewählt. Haupt- werblicher Handelsarbeiter vom 1. Oktober d. J. ab zu schaffen, Rampf zu führen haben. führer der angeblich Gewählten" ist der bekannte Dig mann, wurde beschlossen, den zurzeit bestehenden Tarif zu fündigen. Unter an dessen Wahl seinen Freunden besonders viel gelegen ist. Ihm allseitiger Zustimmung wurden folgende Bohnsage als Mindestfor­follte Gelegenheit gegeben werden, jeine Rolle vom Gewerkschafts- derungen aufgestellt und die Organisationsvertreter beauftragt, alles fongreß zu erneuern. Um das Wahlresultat zu fälschen, benußten in die Wege zu leiten, um diesen Säßen Geltung zu verschaffen. die Interessenten der proletarischen Zwietracht als Vorwand, daß Die Wochenlöhne betragen ab 1. Oktober d. 3. für jugendliche Mitglieder unserer Partei vor der Wahl in Fabriken Bettel mit den männliche Arbeitskräfte von 14 bis 16 Jahren 45 M., von 16 bis Namen der mehrheitssozialistischen Kandidaten an ihre Kollegen 18 Jahren 60 m., von 18 bis 20 Jahren 80 M., für Erwachsene gegeben hätten. Das foll angeblich eine unzulässige" Wahl über 20 Jahre 120 M. Für weibliche Jugendliche und Erwachsene agitation sein. Dabei haben Unabhängige jogar die von einer Ver- betragen die Wochenlöhne 10 Proz. weniger. sammlung beschlossene, aus Unabhängigen bestehende Vorschlagsliste Deutscher Metallarbeiterverband. Mittwoch, den 27. August gedruckt verschiedenen Mitgliedern des Metallarbeiterverbandes aus­Natürlich ist gegen die auf diese Weise zustandegelommenen unab- Betriebshandwerker ber Metall, Holz und sonstigen gehändigt, um für diese Anhänger der Rätediktatur zu agitieren. 1919, obends Uhr, Versammlung sämtlicher in den Sofel. betrieben, ein- und Bierhäusern beschäftigten hängigen Mandate Protest erhoben worden. Würde es Digmann und den Seinen gelingen, mit Hilfe dieser Mandate die General- Branchen sowie der Heizer und Maschinisten im Gesellschaftshaus, Tagesordnung: versammlung zu besuchen, dann wäre diese Ausschaltung des Rosenthaler Straße 36( Sadescher Markt). Willens der Mehrheit der Mitglieder allerdings die echte Diftatur 1. Stellungnahme zur Kündigung des Vertrages; 2. Anträge zur neuen Tarifvorlage; 3. Betriebsangelegenheiten. Donnerstag, des Proletariats", wie sie von den Unabhängigen aufgefaßt wird, den 23. August, abends 6 Uhr: Branchenversammlung ber jene Diktatur, bei der das Proletariat nichts mitzureben hat. Elektromonteure und Seifer im Garde- Rafino, Sophienstr. 34. Tagesordnung: 1. Rätesystem und Neuaufbau; Referent Kollege Malzahn. 2. Verbands. und Branchenangelegen heiten. 3. Verschiedenes. Donnerstag, den 28. Auguft, 6% ühr: Brandenbersammlung der Klempner in Boekers Fejtjälen, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die politische Rage"; Referent Stollege Mar Urich. 2. Branchenangelegenheiten. Donnerstag, 28. August, abends 7 Uhr: Ver. 3. Verschiedenes. jammlung aller in Metallgießereien Beschäftigten im Bofal Süd- Oft, Waldemarstr. 75. Tagesordnung wird dort bekannt. Donnerstag, 28. August, abends 7 Uhr: Branchen. gegeben. bersammlung der Graveure und 3iseleure im Mär fischen Hof, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: 1. Bericht von der Reichekonferenz; 2. Neuwahl der Branchenleitung; 3. Berschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig. tag, 28. Auguft, rachm. 4% Uhr: Branchenbersammlung der Bigarettenmaschinenführer und Betriebs. ichlosser. Tagesordnung: 1. Bericht von der Branchenleitung. 2. Stellungnahme zur angefündigten Schließung der Betriebe. 3. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Berantw. für den rebattion. Teil: Alfred Schola, Neukölln; für Anzeigen: Thesbor Glode, Berlin . Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin . Drud; Borwärts.

In einer überfüllten Versammlung der Rollfutscher in Boefers Festsälen berichtete Büschel über den Stand der Tarifbewegung. Die Forderungen beliefen sich auf 130 m. Wochenlohn für Kutscher, Bodenarbeiter, Begleiter und Wächter vom 18. Lebensjahre an. In der ersten Verhandlung waren die Arbeitgeber bereit, 110 m. au zahlen. Die Altersgrenze follte aber auf das 20. Jahr belassen bleiben, die Wächter sollten gänzlich ausgeschloffen werden. Ferner jollte am 1. März 1920 eine weitere Zulage gezahlt werden. Die Vertrauensleute haben dieses Angebot abgelehnt. Nach weiteren Eine start besuchte Versammlung der Hausdiener und Backer Berhandlungen machten die Arbeitgeber als legten Vorschlag 120 M. ber Tertil. und Bekleidungsbranche nahm Stellung zu dem abschlä­Wochenlohn. Sollten sich jedoch die Verhältnisse grundlegend gigen Bescheid der Arbeitgeber, Teuerungszulagen zu gewähren. ändern, so ist zugestanden worden, später in neue Verhandlungen Sämtliche Redner geißelfen die rüdsichtslose und sozial unverständ­einzutreten. Die Abtragegebühren sollen nicht im Tarifvertrag liche Haltung der Unternehmer, die bei einer Entlohnung für Fa. festgelegt werden, sind aber bewilligt worden. Die Altersgrenze milienbäter von 75 M. und darunter sich weigerten, der noch herr murde auf 19 Jahre festgesetzt. Sonntagsarbeit und Ueberflunden schenden Teuerung entsprechend einen geringen monatlichen Zu­dürfen nur geleistet werden mit Zustimmung des Arbeiterausschusses schlag zu zahlen. Von mehreren Rednern wurde betont, daß es als und muß dafür 50 Proz. Zuschlag gezahlt werden. Urlaub werden im organisierte Arbeiter stets thr Bestreben war, zuverlässig und ehr­1. Jahre 6 Tage bis 20 Jahre 4 Wochen gewährt. Die Vertrauens lich zu sein, daß es aber durch das rücksichtslose Verhalten der Unter­leute haben dem Tarifvertrag mit geringen Wenderungen bereits nehmer ihnen fast unmöglich gemacht wird, ohne Diebstahl im Be­zugestimmt. triebe allen Anforderungen für Lebenshaltung und Familie gerecht zu werden. So menig sympathisch ihnen ein Streit in der jeßigen Beit wäre, das Verhalten der Unternehmer zwinge schließlich dazu. Ginstimmig angenommen wurde eine Resolution, durch die die Or­ganisationsvertreter beauftragt werden, die zur Erreichung des Zieles notwendigen Maßnahmen zu treffen. Bei mangelnder Gin­ficht der Arbeitgeber verpflichten sich die Versammelten, folidarisch hinter der Organisation zu stehen. Weiter verpflichtet die Resolution sämtliche Betriebsvertrauensleute, bis zur endgültigen Regelung der Rohnfrage von Betrieb zu Betrieb Forderungen auf Teuerungs­

In der längeren Diskussion wird die Regelung des Urlaubs und der Abtragegebühren bemängelt, sonst sei der Tarif annehmbar. Die Abstimmung ergibt die einstimmige Annahme des Tarif vertrages .

Praktische Diktatur des Proletariats". Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Die Wahl zur Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Frankfurt a. M. fand am Sonntag, den 17. August, statt. Die Lifte unserer Genossen bekam rund 200 Stimmen mehr als die der Unabhängi- zulagen zu stellen.

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