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Nr. 1937.Jahrgang

Groß- Berlin

2. Beilage des Vorwärts

Die Roman fortsekung muß wegen des starken Andranges an wichtigem politischen Material hente leider aus­fallen.

D

dem Polizeipräsidium in das Moabiter Untersuchungsgefängnis ftatt. Eine große Zuschauermenge hatte sich vor dem Hof des Polizeipräs fidiums dazu eingefunden.

Vermischte Lokalnachrichten. Gewerbsmäßige Geldschranktnader fuchten bas Del importgeschäft von Richard Brillwit in der Aderstr. 87 heim. Unter Benutzung des modernsten Einbrecherwerkzeugs erbrachen sie das Geldspind, räumten es vollständig aus und nahmen außerdem Die bedrohliche Lage der Städte. noch drei Schreibmaschinen mit. Auf die Wiederherbeischaffung der Gin Raub Die im Berliner Rathaus allwöchentlich im Beisein von Schreibinaschinen ist eine Belohnung ausgefeht. Groß Berliner Gemeindevertretern Arbeiter überfall wurde auf die Buchhalterin Grna M. aus Neukölln tagende ernährungsfommission beschäftigte sich am Sonnabend verübt, die bei einer Flugzeugfabrit in Treptow beschäftigt ist. Sie wurde in der Heidelberger Straße von zwei Männern überfallen mit der gegenwärtigen Ernährungslage. Alseitig und um 3000 Mart beraubt. Die Räuber, Männer im Alter von Diejenigen Kriegs­wurde schwerer Besorgnis Ausdrud gegeben, daß nach dem Ver- etwa 45 bis 48 Jahren, entfamen unerkannt. fagen der Kartoffelzufuhren die stockenden Getreidelieferungen auch hinterbliebenen, die die erste Rate der Winterbeihilfe noch nicht noch die Mehl- und Brotverforgung ernstlich gefährdeten. Die erhielten, können sich zum persönlichen Empfang derselben Posts Berfammlung stellte fest, daß die Regierung mit ihrer abwartenden straße 5 III von 9-1 Uhr einfinden, und zivar: Buchstabe A bis K Saltung eine schwere Enttäuschung erfahren habe, da die Montag, Dienstag, Mittivoch und L bis Z Donnerstag, Freitag und Empfangsberechtigt sind bekanntlich Eingänge an Brotgetreide tros der Lieferungs- Sonnabend dieser Woche. prämie bis auf die lesten Tage unzureichend Witwen, Vollwaisen und Eltern, die bereits Rente beziehen. Mit gewefen feien. Man verlangte, daß die Regierung ihre Organe, insbesondere die Landräte, nachdrücklichst auf die bedrohliche

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Lage der Städte hinweise, damit sie auf saleunigste Parteifunktionäre, Betriebsvertrauensleute, Ange­Lieferung von Getreibe und Kartoffeln hinwirkten stellten- u. Beamtenvertreter, Arbeiterräte der S.P.D.! Wichtige Funktionärversammlungen am

Wie es gemacht wird!

Sonntag, den 11. Januar, vormittags pünktlich 10 Uhr, im Kriegervereinshaus, Chauffeeftr. 94.

Tagesordnung:

Unter dieser Ueberschrift brachten wir in unserer Nummer 656 eine Notiz, die sich mit der Tätigkeit des Architekten Kleber, Rastenburger Straße 20, beschäftigte und feststellte, daß Herr Kieber in trasfester Weise sein Amt als Wohnungstarator bei der 7. Woh- Der gegenwärtige Stand der deutschen Volkernährung. nungsinspektion mißbraucht, sowie Mieter durch Vorspiege. Iung falscher Tatsachen zur Erhöhung des Miet­zinses bestimmt hat.

Referent: Genosse Robert Schmidt. Desgleichen am

Montag, den 12. Januar, abends 6 Uhr,

Dazu sendet uns nun der Rechtsvertreter des Herrn Kleber, Herr Rechtsanwalt Dr. Leonor Freundlich, eine Berichtigung, in den Germania - Sälen, Chauffeestr. 110. der wir folgendes entnehmen:

Niemals hat Herr Kleber über die seiner Generalvollmacht unterstehenden Häuser und deren Wohnungsmieten in amtlicher Eigenschaften Tagen abgegeben. Die Abschätzung des Hauses El­binger Straße 35 hat er schriftlich abgelehnt; sie ist durch an­dere Sachverständige erfolgt. Nach Prüfung der Unter­lagen hat die 7. Wohnungsinspektion ihre Genehmigung zur Miet­erhöhung mit dem Zusah wenn Ihre Mieter damit einverstanden find" an den Eigentümer R. erteilt. Durch diesen ist die Genehmis gung zweds Weitergabe an die Mieter Herrn Kleber übergeben worden mit dem Anheimstellen, das Einverständnis der Mieter ohne Kündigung der Verträge herbeizuführen, unwahr ist, daß Herr Kleber die Mieter fäuschen wollte. Die Bekanntgabe der Genehmigung an die Mieter würde ganz und gar nicht die Darstellung eriveden, als babe diese Genehmigung irgendwelche rechtsverbindlichen Gründe, sondern sie war gedacht als Unterstübung der Rechtfertigung für die Erhöhung und als eine Maßnahme, die in dem Mieter jeden Zweifel einer lle bervorteilung ausschließen sollte. Herr Kleber ist bereit, die Mietbifferenzen zu veröffentlichen,

Nach diesen Feststellungen sehen wir uns genötigt, die gegen Serrn Kleber erhobenen Beschuldigungen mit dem Ausdruck des Bebauerns zurüdzunehmen.

Mit den Weißenseer Borgängen beschäftigte sich in seiner lebten Sibung der Lebensmittelverband Groß- Berlin. Es wurde die Frage geprüft, ob die bestehenden Kontrollvorschriften zur Ver­meidung ähnlicher Vorkommnisse verschärft werden müßten. Nach eingehender Aussprache wurde festgestellt, daß die meisten Mitgliedsgemeinden des Lebensmittelverbandes das Berliner Kontrollsystem eingeführt haben, das der Gefahr der Be­nuzung veruntreuter Brotfarten vorbeugt. Dieses Kontrollsystem foll in allen Einzelheiten in jämtlichen Mitglie= dergemeinden zur Durchführung kommen. Zur näheren Aus­führung setzte der Lebensmittelverband eine Kommission ein.

Die Brüder Strauß nach Moabit übergeführt. Unter großen Borjichtsmaßregeln fand die leberführung der Brüder Strauß aus

Volkshochschule Groß- Berlin.

Eröffnungsfeier.

Tagesordnung: Das Betriebsrätegesek. Erscheinen aller Funktionäre ist Pflicht.

Der Bezirksvorstand.

Die

Sonntag, 11. Januar 1920

Friedenau . Auf die Abschnitte a- g der Kartoffeltarte 1 Pfund Großbrot, Pfund Zuder( 79), außerdem für Kinder im ersten Lebens­jahr Pfund, im zweiten 1 Pfund und vom dritten bis fiebenten Pfund für den Monat, 125 Gramm Graupen( 107), 125 Gramm Kar toffelstärkemehl( 108), 250 Gramm Teigwaren( 110), 200 Gramm Gersten­floden( 47), 250 Gramm weiße Bohnen( 147), alte Leute über 70 Jahre 200 Gramm Bienenhonig( 119).

Steglitz . Zusagnahrungsmittel für Stranke : 500 Gramm Haferfloden ( in Paleten), 500 Gramm Weizengrieß, 500 Gramm Nudeln, 500 Gramm Reis. Lichterfelde . 75 Gramm Haferfloden und ein Suppenwürfel ( 111). 250 Gramm Zerealmebl( W 24). 375 Gramm Zuder( 79). 4 Bfd. aust. Dörrgwiebeln( 61). 2 Pädchen Süßstoff( 62). Für Jugendliche 200 Gr. aust. Startoffelmehl( 47). Lankwik. 250 Gramm Bohnen( 111 und 112), 125 Gramm Nudeln ( 113), 375 Gramm Buder( 79), 250 Gramm Berealmehl( 24), 250 Gramm Kartoffelmebl( 36), 250 Gramm Erbsen( 37); auf Milchfarten A1, A2, B1, B2, C1, C2 250 Gramm Zwiebad.

Dahlem . 25 Gramm Maisfloden( 113). 1 Dose Malzertralt an

Stranke. Kriegsbeschädigte, die 30 Proz. und darüber erwerbsunfähig sind, 500 Gramm Nährmittel. Für heimkehrende Kriegsgefangene pro Woche auf besondere Lebensmittelzusaglarten: 500 Gramm Brot, 50 Gramm Fett, 125 Gramm Auslandsped oder Konservenfleisch und 250 Gramm Hülsenfrüchte. Neukölln. Die angekündigten Teigwaren und Graupen. der Kartoffelfarte.

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125 Gramm

Räse bis 12. im 1. Brottommissionsbezirk. 950 Gramm Brot auf 3a- d

Brik. 250 Gramm Grieß( 110), 125 Gramm Maismehl( 111), je 1 Pfd. Graupenmehl, Haferflocken, Obstmus, kleine weiße Berlbohnen( 28), 1 Bfd. Kartoffelscheiben( 3e der Kartoffelkarte). Für Kriegsbeschädigte: Gerstenfloden( 20). Auf Vollmilchkarte für Kinder von 2-6 Jahren 250 Gramm Kindergerstenmehl( 27).

Büchse Malzertraft( 29), 3 lb. Großbrot( 3f- g der Startoffelfarte), fb. Gerftenfloden( 3). Für werbende Mütter und Stinber: 250 Gramm

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Treptow . 125 Gramm Nudeln( 111), 125 Gramm Graupen( 112), 250 Gramm Maggisuppen( 71), 250 Gramm Auslandsmehl( Z 24), 4 Eier für werdende und stillende Mütter. Auf 30 und d 2 d. Kartoffeltarte Kohlrüben oder Mohrrüben. Auf 3e- g d. Startoffelfarte Startoffelitärtement. Stralau. 250 Grammt Grieß( 112 und 117), 500 Gramm amerit. Roggenmehl( H 27 und J 27). Für Jugendliche Wilchlüßspeise( 47).

Lichtenberg . Gegen Voranmeldung: 250 Gramm Teigwaren( 110), 125 Brainm Graupen( 111). Für Urlauber 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade. Für heimgekehrte Kriegs und Zivilgefangene 250 Gramm ausländische Hülsenfrüchte.

Friedrichsfelde . 250 Gramm Grauben( 108). 250 Gramm Sirup ( H). 250 Gramm Maismehl( K). 250 Gramm Kartoffelmehl( J). Auf Haushaltstarte ausländische Hülsenfrüchte und Auslandmarmelade. Ueber Verteilungen für Wöchnerinnen und Kranke ergeht besondere Bekannte machung. Die Ausgabe des Petroleums für Monat Dezember beginnt vom 10. d. M. ab bei den Händlern in Karlshorst und Friedrichsfelde . Tegel . 250 Gramm Graupen( 110), 2 Pädchen Süßstoff( 22). Für Kinder: 250 Gramm Kindergerstenmehl und 2 Päckchen Milch­füßspeise( 3). Für ältere Leute: 250 Gramm Haferflocken und 2 Päckchen Milchsüßspeise( 3).

Alt- Glienicke. 125 Gramm Grieß oder 225 Gramm Haferflocken ( 111), 125 Gramm Saubohnen und 250 Gramm Morgentrant( 62). Auf Näbrmittelfarten 250 Gramm Haferflocken und 1 Balet Zwiebad. Für Kriegsbeschädigte 1 Pid. Teigwaren und 1 Paket Zwiebad. Ausgabe der Bollmilchkarten für Ortsteil Faltenberg Dienstag in der Bertaufsitelle I bon 9-1 Uhr, für Ortsteil Alt- Glienicke täglich im Lebensmittelami ( Werderstraße) von 9-1 Uhr.

zubringen sind der Rentenbescheid, Familienstammbuch oder Ge­burtsurkunden für die Witwen und deren Kinder, Invalidenkarte, Mietkontrakt, Lohnbescheinigung über den jetzigen Arbeitsverdienst der Witwe und der daheim arbeitenden Kinder bzw. Erwerbslosen oder Stranfenschein. Wegen Auszahlung der zweiten Rate für Ja­nuar, Februar und März erfolgt nähere Bekanntmachung. Verkehrsabteilung des Berliner Polizeipräsidiums bewilligte die Forderungen des Bereins der Straftdroschtenbesitzer auf Erhöhung ber bestehenden Tarife. Nach Zustimmung des Magistrats, der sich seine Entscheidung bis zum 15. d. M. vorbehalten hat, dürfte bei Pferdebetrieb das Dreifache, bei elektrischem das Vierfache und bei Benzinbetrieb das Fünffache zu zahlen fein. 200 Matrosen und Marinemannschaften, die zur Bejagung des Kreuzers Dresder den und des Hilfsfreuzers Seeadler gehörten und in Chile interniert waren, sind auf dem Bahnhof Charlottenburg eingetroffen. Nach einer nachträglichen Weihnachtsfeier haben sie ihre Weiterreise zu ihren Angehörigen angetreten. In der nächsten Woche ertvartet man weitere Transporte. Etwa 200 Unteroffiziere und Mann­fchaften find in Chile verblieben, wo sie eine neue Heimat gefunden haben.

Groß- Berliner Lebensmittel.

In der kommenden Woche gelangen zur Verteilung in:

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Berlin auf Reichsfleischtarte: Inländisches Frisch oder ausländisches Büchsenfleisch. 125 Gramm Käse in den Brotkommissionsbezirten 8, 9, 10, 12, 13, 15 und 177. Die Mittelstüde der Speisefetttarte müssen bis Ende der Woche aufbewahrt werden.

Charlottenburg . Je/ Bid. Buder auf 273 bis 15. Jan. und 275 vom 15.- 31. Jan., 250 Gramm aust. Maisfabrikate( 109), 250 Gramm Hülsenfrüchte( 110), 125 Gramm Graupen( 111), 125 Gramm Weizengrieß ( 112). Für Jugendliche 200 Gramm Weizengries( 47). Abschnitte G 19 und H 19 sind ungültig.

vermitteln. Sie fann nicht das ganze Gebiet erschöpfen; aber doch an einzelnem zeigen, worauf es ankommt. Während die Universi­täten auf eine lange Vergangenheit zurückbliden, fehle der Volkshoch schule die Tradition, fie müsse sich erst thren Weg suchen. Dabei werde es viele Experimente geben, Enttäuschungen würden nicht ausbleiben. Die Aufgabe des Lehrers der Volkshochschule sei noch In der Neuen Aula der Universität, in der Malerhand dem schwerer als an der Universität. Er hoffe auf eine harmonische großen Volksgeiste Fichtes mahnenden Anteil an den Kundgebungen Wirksamkeit neben der Universität Berlin. Kein Abirren zu ober­neuer Zeiten gegeben hat, erging gestern abend das Zeichen, daß die flächlicher Popularisierung dürfe es geben. Volkshochschule Groß- Berlin zum Beginn ihrer Arbeit fertig ist. Dann ergriff Bürgermeister Dr. Reide das Wort. Solange Gin festlicher Att feierte das Ereignis, das als eine Frucht der Re- die Hochschulen nur den Bemittelten zur Verfügung standen, konnte volution bezeugt, daß dem idealen geistigen Wollen des Volkes bis- die Stadt Berlin wohlwollend beiseite stehen. Aber im Augenblick, her verlegte Wege freigeworden find. Von einer ernstgestimmten wo die Pforten sich auftun, um alle Schichten aufzunehmen, set es Menge, in der Männer und Frauen der Wissenschaft, der Arbeit, die Pflicht der Stadt, mitzuhelfen. Die Volkshochschule tönne eine der Kunst in bunter Reihe gefellt faßen, war der Raum bis zu den der tragfähigsten Brüden aus dunkler Gegenwart zur hellen Zukunft hohen Galerien hinauf gefüllt. Reichspräsident Ebert, der preußische werden. Das Leben bejahend zu meistern, das sei der Vorzug dieser Ministerpräsident Hirsch, der österreichische Gesandte Ludo Hart- Einrichtung. Nicht soll die Vergangenheit gescholten werden, daß mann brachten durch ihre Anwesenheit zum Ausdruck, daß hier ein sie nicht längst diesen Weg gegangen. Was früher nur wenigen Werk begann, dessen Wirkung über die einzelne Stadt, deren Volt zur Verfügung stand, sei jekt allen frei, die dazu Neigung und Diese junge Freiheit, der wir alle folgen es dienen soll, weit hinausreichen wird, wenn es schafft, was es fähigkeit verspüren. nach dem Plane schaffen soll. Alänge des Volfschors rahmten die können, gleichviet, welcher Richtung man angehöre, müsse nan be­Feier ein, und Stadtrat Sassenbach eröffnete die Reihe der glückwünschen. Es sei die Freiheit der inneren vollen Entwicklung Ansprachen mit einem Gruß an die Versammelten. bis zum Endziel, das Persönlichkeit heißt.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

2. Abt. Die Funktionär Sigung am Montag fällt aus. Alle Funk tionäre besuchen die Versammlung in den Germaniafälen. 9. u. 13. Abt. Die Funktionärkonferenzen am Montag fallen wegen Groß- Berliner Konferenz aus.

12. Abt. Montag 7 Uhr Sigung der Funktionäre und Betriebs- Ver trauensleute bei Rüge, Waldemarfir. 22. Elternbeirats- Wahltommiffion bei Barchen, Behmestr. 2. 17. Abt. Montag 7 Uhr Sigung sämtlicher Bezirksführer und de

20. Abt. Montag 7 Uhr Sigung der Funktionäre und Betriebs- Be trauensleute bei Behrendt, Liebigft. 24.

O

Die 21. Abt. Parteifunktionäre und Betriebs Vertrauensleute. Sibung findet erst Dienstag 7, Uhr bei Braun, Elbinger Str. 14, ftalt. 37. Abt. Mitgliederversammlung Dienstag 7 Uhr Artushof", Berle berger Str. 26. Genosse W. Heine: Die preußische Verfassung.

32. Abt. Montag 7 Uhr wichtige Sigung der Bezirksführer und Ab­teilungsleitung bei Korn, Gleimstraße, Ede Faltplay. 42. Abt. Mittwoch 7 Uhr bei Sturm, Sprengelſtr. 40, Zusammen. funft aller auf dem Boden der S. P. D. stehenden Eltern der 39, 183, Bor 196, 285, 295.( Gemeindeschule, sowie des Lyzeums, Sellerstraße. wärtsleser und sozialistische Lehrer find freundlichst eingeladen. 45. Abt. Montag 7 Uhr Sigung der Funktionäre und Betriebs- Ber trauensleute bei Pose, Stolonieftr. 15.

46. Abt. Die Sigung der Parteifunktionäre und Betriebs.Vertrauens. leute der Gruppe Wedding findet wegen der Funktionärfonferenz am Mon­tag nicht statt.

denn so gerade wurde diese Forderung des Tages wirksam hevvor. gehoben. Der gute Name Volkshochschule kann leicht mißbraucht werden; er fann zum Schlagwort werden und ist es vielleicht schon geworden. Manch irrtümliche Ansicht über die Bedeutung des Namens hat sich eingenistet. Es besteht aber ein Unterschied zwischen dieser Volkshochschule und den hochachytbaren Volkshoch schulen im Norden und den Einrichtungen, in England und Amerika . Gerade weil es mancherlei Unklarheiten darüber gibt, darum ist das so wertvoll, was nun hier in Berlin aus der Taufe gehoben wird. Der Sinn des Begriffes Volkshochschule soll hier wirklich er Das Volk und die Hochschule faßt und verwirklicht werden. soll in unmittelbare und organische Verbindung gebracht werden Bisher waren sie zwei Königskinder, die nicht zusammenkommen fonnten. Es gilt, unser ganzes Schulwesen einschließlich der Auf­gaben unseres öffentlichen Bildungswesens mit der Hochschule in Zusammenhang zu feßen. Die Freiwilligkeit ist das Kennzeichen der Volkshochschule , so in dem Mann aus dem Wolfe als dem Hörer. wie in dem Mann der Wissenschaft als dem Lehrer. An Lassalle wollen wir denken, der darauf hinwies, was die Verbindung von Wissenschaft und Arbeiter bedeutet. Die Volkshochschule soll wirken wie ein Magnet, der die eisernen Bolzen aus dem Volfe heraus­holt. Das Bild in diesem Saale führt Fichte in unseren Kreis. Die Glut der Beredtsamkeit Fichtes strömt über ein Jahrhundert hindurch erwärmend auf uns ein. Der Bildungsdrang, dieses Mannes soll auch uns als Losung voranwirken.

Den Gruß der Arbeiterschaft sprach Gewerffchaftsfetre­Als Vorsitzender des Vorstandes der neuen Volkshochschule dankte tär 2int aus. Mit Genugtuung schaue fie auf die Gründung. Saffenbach all denen, die seit Monaten an der Gründung der Schule Wir jagen nicht: wir sind deswegen dankbar, weil jeht eine Bildungs feffor Dr. Merz das Wort zur Fesirede. Jeder, der die furcht­Dann ergriff der Geschäftsführer der Volkshochschule Pro­mitgearbeitet haben. Die Sicherheit jei gegeben, daß die Schule sich austait, die bisher nur wenigen Bemittelten zur Verfügung stand, baren Ereignisse des besten Jahres miterlebt habe, müsse sich die auf wissenschaftlicher Höhe bewegen werde. Sie wende sich an die auf wissenschaftlicher Höhe bewegen werde. Sie wende fich an die uns geöffnet wird. Es ist fediglich eine Pflicht, was hier erfüllt bange Frage vorlegen, ob wir in einer Kerise der Menschheit stehen. breiten Volksschichten und an die Arbeiter und hoffe, daß ein wird, eine Pflicht, die längst hätte erfüllt werden sollen: eine Wer das Vertrauen zum Volfe verloren habe, der möge batenlos gutes Zusammenarbeiten mit diesen sich zeigen werde. Gelingt das Werk, so wird das ein Zeichen sein, daß wir wieder ein glüd- schaft ihre Freude haben, denn sie werden wiffensdurstige Hörer ber folle mitzimmern mit ganzer Sing bung an dem Riesenbau soziale Pflicht. Ale Mitwirkenden werden an der Arbeiter zur Seite stehen. Wer aber auf die Zukunft des Voltes vertraue, liches Deutschland haben werden. finden. Alle Lehrer werden aber auch in ganz anderer Art zu des Volkes, das geistig und seelisch erwachen will. Der Glaube sei Im Namen der Universität Berlin gab der Rektor Professor lehren haben. Sie werden sich in die Psyche der Arbeiter hinein- das halbe Werk, und da man in Deutschland viel Glauben sehe, Eduard Meyer der neugegründeten Volkshochschule seine wärm- versehen müssen. Alsdann werden sie sehen, welch dankbare Hörer dürfe man für das ganze Werk hoffen. Wenn die hochbrandenden sten Wünsche mit auf den Weg. Die engste Verbindung zwischen fie finden und bald mit Dank zurüdgeben, was sie empfingen. Hier Wogen der Boltshochschulbewegung im Sande verlaufen würden, Unversität und Volkshochschule dokumentiere sich äußerlich in dem soll der Geist sich verwirklichen, den einst ein Fichte zum Aus- dann wäre der ganze staatliche und wirtschaftliche Aufbau umsonst. Umstande, daß die Universität zu dieser Feier ihre Aula zur Ber- drud gebracht. Wissenschaft soll nicht das Wert einzelner bleiben. Die Volkshochschule , die Berlin gründet, wolle feine Fachkenntnisse fügung gestellt habe, innerlich durch die Mitarbeit der Universität das Wissen soll allen gehören. eintrichtern, sondern dem einzelnen die Befähigung geben, zum am Aufbau der Volkshochschule . Beiden Anstalten habe dieselbe Als Vertreter des Reichsministers des Innern wies Unter- Wohle der Gesamtheit zu wirken. Durch Vorträge solle der Wasse Idee zur Entstehung verholfen: beide seien aus tiefer Not des staatssekretär Heinrich Schulz darauf hin, daß laut Anbikel 148 die Möglichkeit der großen Rechte und Pflichten eröffnet werden, Vaterlandes heraus gegründet. Doch dürften die Unterschiede nicht der Reichsverfassung das Volksbildungswesen, einschließlich der die ihnen die Demokratie gebe. Die Organisation des Vorstandes übersehen werden. Die Universität jei keine Volkshochschule und Volkshochschulen, von Reich, Ländern und Gemeinden gefördert und Ausschusses zeigt, daß hier ein Werk aus Volkes. diese könne auch keine Universität sein. Aber auch sie solle in den werden soll. Diese Bestimmung wird nicht nur auf dem Papier boden erwächst. Neben 50 vom Hundert aus Vertretern der Ge Geist wissenschaftlicher Arbeit eindringen und ihn weiteren Streisen stehen, sondern zu lebensvoller Berwirklichung geführt werden. Mit meinden bilden rund 50 vom Hundert Arbeitervertreter den Kern vertraut machen. Wissenschaftliche Arbeit bedeute nicht Aurhäufung ihrem besten Wollen wird die Regierung das Voltsbildungswesen des Ausschusses. Hier soll die unglückselige Kluft überbrückt wer. von Stoff und Festsetzung von Lehrfäßen. Stoffmassen sind unent fördern; das auszusprechen habe der Reichsminister des Innern den, die heute noch zwischen Hand- und Kopfarbeitern vorhanden behrlich, aber an fich tot, und auch die Lehrjähe an sich helfen noch ihn ausdrücklich ermächtigt. Daß die Verfassung die Volkshoch ist. Gin gemeinsames Werk aller Parteien ist hier gebaut worden nicht. Es tomat an auf die Fähigkeit, die Probleme zu erkennen fchule noch besonders nenne, tonne etwa als ein Schönheitsfehler und alle Beschlüsse des Aufbaues sind bisher einmütig gefaßt wor und mit ihnen zu ringen. Und das kann auch die Volkshochschule des Tertes wirken; aber bas mußte in Kauf genommen werden, ben. Und nun zur Eat!