Versammlungen.
Endlich kam aber doch heraus, daß Beklagte schon deshalb zu nehmer die Forderung zu richten, die Arbeitszeit zu beschränken, I umsonst zu machen, aus den Speicherarbeitern wieder herausUnrecht die angebliche Unterschlagung des Klägers als Ent- um dadurch die Kollegen vor Arbeitslosigkeit zu schützen. Nach zubekommen sucht, dieser Herr hat freilich gesagt, er gebe lieber lassungsgrund geltend machte, weil ihr bei der Entlassung des dem wurde noch in warmen Worten die Betheiligung an den dem Schiffer( für längeres Stillliegen) 1000 M. mehr, ehe er Klägers dieselbe bedeutend länger als acht Tage bekannt war, Gewerbegerichts- Wahlen empfohlen. den Kornträgern 3 Pf. zulege. Die Anwesenden waren aber der nämlich ca. drei Wochen. Beklagte wurde darum verurtheilt. Meinung, daß man es gerade bei diesem Herrn ruhig darauf Nach§ 123 der Gewerbe- Ordnung geben Entwendungen 2c. der Eine öffentliche Filzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen- ankommen lassen fönne, wie lange er das aushalte. Nachdem Kellner nur innerhalb der ersten Woche nach ihrem Bekanntwerden Versammlung tagte am 17. September bei Feind in der Wein- noch verschiedene Redner auf das gute Recht aufmerksam geeinen Grund zur sofortigen Entlassung ab. straße. Die Gewerkschaften und die Kartelle bildeten das Thema macht hatten, das die Getreideträger haben, die Innehaltung Zur Entlohnungsfrage der Kellner. Die zu seinem Vortrage des Genossen Schöpflin. Redner hält des amtlich festgesetzten Tarifes zu verlangen, beschloß Rammer V1 hat den Grundsatz aufgestellt und hält an demselben die Industrieverbände für verfrüht. Im Uebrigen käme es aber die Versammlung einstimmig, vom anderen Morgen an fest, daß, wenn nichts über Zahlung von Lohn vorerst nicht auf die Form der Organisationen an; Hauptsache sei, nirgends mehr unter dem Tarif zu arbeiten und von vereinbart ist, dem Kellner der Durchschnittssay von 15 M. daß diese auf dem Boden des Klassenkampfes stehen, die Formen diesem Beschlusse die abwesenden Kollegen in Kenntniß pro Monat zusteht. Keinen Lohn zu beanspruchen hat also nur, frage löse die wirthschaftlich technische Entwickelung. Obwohl zu sehen, desgleichen ihn den Unternehmern vorzutragen. Zum wenn mit ihm die Zahlung eines solchen ausdrücklich aus nach Lage und Verhältnisse einzelner Gewerkschaften, wie z. B. nächsten Punkte der Tagesordnung wurden drei Kollegen( Münch, geschlossen ist. die Filzschuharbeiter, sich eine lokale Organisation begreifen Lietz und Karl Förster ) gewählt, welche wegen der Verwaltung Rechtstifteleien. Ein Thema für eine Prüfungsarbeit achten. Wir sind gezwungen, uns als große Masse geschlossen Zahlungen mit der Berliner Kaufmannschaft unterhandeln sollen. Tasse, sei eine zentrale Organisation doch als maßgebend zu er- des Unterstützungsfonds und der aus demselben zu leistenden nannte der Vorsitzende des Schöffengerichts den zu ihrer Aus dem Kapital entgegenzustellen. In der recht ausgedehnten Debatte Im Jahre 1866 bereits wurde für Wäger und Träger, welche im bildung anwesenden Referendarien gegenüber, eine zwischen dem bildete der alte Formenstreit zwischen zentrale und lokale Dienst ohne Schuld frank oder arbeitsunfähig werden, von der Staatsanwalt und dem Vertheidiger mit großem Echarfsinn Organisation den Hauptgegenstand. Zum Schlusse stimmte man Berliner Kaufmannschaft eine Unterstüßungskasse errichtet, zu ventilirte Streitfrage. Der Angeklagte hatte sich einer Rörper- einer Resolution zu, die sich mit dem Referat einverstanden welcher die Kaufleute Beiträge in Höhe von 1 pet. der gezahlten verlegung schuldig gemacht, indem er einen Anderen wiederholt erklärte, und die Anwesenden verpflichtete, alle mit dem Kopf gegen die Wand eines Hauses gestoßen hatte. nicht organisirten Kollegen und Kolleginnen der Organisation Fonds soll inzwisd, en auf 72 000 m. angewachsen sein, aber noch Trägerlöhne leisten und in die ferner die Strafen fließen. Der Staatsanwalt und Bertheidiger stritten nun darüber, ob Miß- zuzuführen. Eine Besprechung über Lohnabzüge wurde der vor- von daraus gewährten Unterstützungen hört man nichts. Biele handlung mittels gefährlichen Werkzeuges, wie der Vertheidiger gerückten Zeit wegen für eine nächste Versammlung zurückgestellt. Getreideträger gehören nach dem heutigen Geseze feiner Krankenannahm, oder mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung vorlag, wie der Staatsanwalt ausführte. Als die Auseinander- Im Verband der in Buchbindereien, der Papier - faffe an; werden sie krant, so erhalten sie von der Kaufmannsetzungen hierüber sich in die Länge zu ziehen drohten, bemerkte der und Leder Galanterie waaren- Industrie beschaft nichts, sondern müssen sich alsbald an die Armendirektion Vorsitzende, daß doch diese Streitfrage eigentlich wenig praktische Beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen referirte Redner regten an, dahin zu wirken, daß die Getreideträger in die wenden und gehen so ihres Wahlrechtes verlustig. Einzelne deutung habe, denn der§ 223a enthalte für beide Fälle der am 17. September Genosse Näther über: Werkstubenorgani: Berwaltung des Fonds einen Kollegen zu entsenden hätten und Körperverlegung das gleiche Strafmaß. Das Schöffengericht fation und Vertrauensmänner- System. Veranlassung zu dem Vor- daß aus demselben 1000 M. zur Gründung eines Arbeitsnach schloß sich denn auch der Anschauung des Bertheidigers an und trag hatte der Umstand gegeben, daß das Fehlen einer festen weises hergegeben würden, damit die Kornträger nicht mehr auf erklärte die Hausmauer als ein gefährliches Werkzeug im Sinne Verbindung zwischen den Werkstuben als großer Mangel die Frequentirung der Kneipen angewiesen wären. Unter Berdes§ 223a des Strafgesetzbuches. Dieses Obfiegen mit seiner empfunden wurde. Der Redner gab, nachdem er einen Rückblick schiedenem nahm die Versammlung mit Entrüstung davon Rechts überzeugung stimmte den Herrn Bertheidiger plöglich sehr gethan über die bisherige gewerkschaftliche Organisationsform, Kenntniß, daß die Kollegen vom Schickler'schen Speicher bei einent theilnahmsvoll für die staatsanwaltliche Gegenpartei, denn er feine Erfahrungen, die er im Metallarbeiter- Verband gemacht Birthe verkehren, der neben wenig Reichentron viel Boykottbier fand plöglich, man könne auch anderer Meinung sein. Ein hat, zum Besten. Obgleich in den größeren Betrieben das führt, während gar nicht weit davon ringfreies Bier schänkende Wunder wäre es nicht, wenn nun die erwähnte Hausmauer im laffenbewußtsein im allgemeinen am höchsten entwickelt sei, Iaffe wirthe genug sind. Die Entschuldigungen, welche diese Kollegen Justanzenzuge von gelehrten Richterfollegien daraufhin unter doch das Bezahlen der Beiträge viel zu wünschen übrig. Hier sucht wird, ob sie ein gefährliches Werkzeug ist oder nicht. Der müsse Abhilfe geschaffen werden durch das System der Wert vorbrachten, wiesen verschiedene Redner als nicht stichhaltig Angeklagte hat davon zwar in keinem Falle Vortheil, denn die stuben Bertrauensmänner, die gleichzeitig als Beitragssammler zurück. Strafe bleibt in jedem Falle die gleiche, aber er darf doch die fungiren. So sei stets eine wirksame Kontrolle vorhanden, Friedrichshagen . In der regelmäßigen Monatsversamme Kosten des Verfahrens tragen und so zur Förderung der die der Organisation nicht nur viele Mitglieder erhält, sondern lung des hiesigen Arbeiter Bildungsvereins am 15. September modernen Rechtswissenschaft nach seinen schwachen Kräften bei- fortgesetzt neue zuführt. Oft komme es auch vor, daß die Kol- hielt au Stelle des durch Krankheit verhinderten Herrn Dr. Weyl steuern. legen eines Betriebs die Arbeit plöglich niederlegen, während der der Genosse Frit Kunert einen äußerst interessanten und Der frühere Amtsgerichts- Sekretär Schatz zu Goldberg Vorstand vorher über herrschende Mißstände gar nichts erfahren mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Die wurde nach zweitägiger Verhandlung von der Strafkammer des habe. Wo aber ein Vertrauensmann bestellt sei, würde der Vor- heutige Rechtspflege" und zwar hauptsächlich über den Landgerichts in Güstrow wegen Betrugs, Untreue und Unter- stand fortgesetzt auf dem Laufenden erhalten und könne auf diese Strafvollzug". Nach Erledigung einiger interner Vereinsschlagung zu vier Jahren Gefängniß, Verlust der bürgerlichen Weise rechtzeitig eingreifen. Freilich dürfe man nicht warten, angelegenheiten entspann sich noch eine längere Debatte bezüglich Ehrenrechte auf zwei Jahre sowie in die Kosten verurtheilt. Die bis die Wertstube einen Vertrauensmann ernennt das dauere des Bierboykotts. festgestellte Höhe der Unterschlagung beträgt 32 000 m. oft sehr lange, sondern man müsse dieselben selbst heranziehen. Die Konferenzen der Bezirke und Branchen böten dem Vorstande tember eine gut besuchte Versammlung, die zu gunsten des ArFür Johannisthal : Niederschönweide tagte am 15. Seps Gelegenheit, bei allen Maßnahmen, die er ergreift, die Meinung der beiter- Bildungsvereins einberufen war. Der Referent Genosse Vertrauensleute zu hören und sich vor Mißgriffen zu bewahren. Alle Dr. Heymann war leider am Erscheinen verhindert, so daß diese Vortheile veranlaßten ihn, das gleiche System auch allen der Genosse Litsin an seiner Stelle das Referat übernehmen anderen Berufen zu empfehlen. Zwar würde die Einführung in mußte. Nach einer kurzen Diskussion über den Vortrag zeitigte der Buchbinderei weil überwiegend Kleinbetriebe schwer, sodann die Besprechung des Bierboykotts eine längere Debatte. aber nicht unmöglich sein. Kollege Bytomski schilderte die Vielfach wurde hervorgehoben, daß die Arbeiter in den größeren Schwierigkeiten, mit denen er bei der Organisation der Buch- Fabriken, trotzdem dort boykottfreies Bier eingeführt ist, dennoch binderbranche zu kämpfen hat, während Bergmann hoffnungs- Fabriken, trotzdem dort boykottfreies Bier eingeführt ist, dennoch hoffnungszum Theil Ringbier konsumiren. freudig auf die Resultate blickte, die er in der kurzen Zeit, wäh rend er Vertrauensmann der Luxuspapierbranche ist, schon erzielte. Sei das System einmal länger geübt, so würde es sicher größere Erfolge zeitigen. Wittrisch führte zum Beweise, wie nothwendig die Werkstuben- Organisation ist, an, daß ausweislich der Statistik jeder dritte Betrieb die ge- Die Redaktion - ftellt die Benutzung des Sprechsaats, soweit der Raum dafa setzlichen Bestimmungen zum Schuße der weiblichen Arbeits- abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen traft übertritt. Wunscheck und der Referent im Schlußwort Interesses zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. sprachen nochmals dafür, daß die Berufsangehörigen für die haben wir in den Wahlvereinen Mitglieder Der Verband aller in der Textilindustrie beschäf- Einführung des Systems in dem Sinne des Vortrages sorgen tigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am mögen. erster und zwe beiter Klasse? Sodann wählte die Versammlung eine dreigliedrige 15. September. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Kommission zur Verwaltung des Arbeitsnachweises, bestehend Eine Frage an die Berliner Wahlvereine. Versammlung das Andenken der Genossin Wabniz in der üblichen aus den Kollegen Beltin, Wunscheck und Hönz. Der Partei- Organisation dem Besucher der Wahlvereins VersammDiese Frage drängt sich leider zum Schaden der ganzen Weise. Sodann hielt Herr Sperling einen Vortrag über die Stassirer gab die Abrechnung vom Sommerfest, die mit einem lungen in Berlin auf. Der berechtigte Wunsch der Genossen, den Seilträfte des Organismus. Unter Vereinsangelegenheiten wird Ueberschuß von 275 M. abschließt. Für die Karton branche Gewerkschaften einen möglichst festen Rückhalt zu schaffen, schießt bekannt gegeben, daß am 25. d. M. bei Nieft. Weberstr. 17, ndet am 26. September eine Versammlung Annenstr. 16 und hier unbedingt zum Schaden des großen Ganzen weit über das eine öffentliche Versammlung stattfindet. Von den ausgesperrten für die 2uguspapierbranche eine am 7. Oktober, Brunnen- Biel hinaus. Wir meinen hier den Usus, der leider in den meisten Kollegen sind noch sechs zu unterstützen. Zur Erledigung stand straße 188, statt. Am Sonnabend, den 22. September, ist nur Wahlvereinen jetzt gepflegt wird, bei den Vorstandswahlen die hierauf die Wahl der Revisoren, mit welchem Amt die Kollegen die Zahlstelle Müllerstr. 7a geöffnet. Masch, Steiniger, Neuhaus und Kirchner betraut wurden. Den Wählbarkeit der Betreffenden von der Mitgliedschaft ihrer Fach Brauern bewilligte die Versammlung 25 M. Bekanntgegeben Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker nahm organisation abhängig zu machen. wird, daß die Vereinigung am 30. September die Pumpstation in ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung vom 18. September, Malchow besichtigt. Treffpunkt bei Feindt, Weinstr. 11, Nach- in Wernau's Restaurant, den Bericht des Arbeit 3 mittags 2 Uhr. nachweis Vorstehers entgegen. Nach diesem wurden im Der Berliner Metallarbeiter Verband hatte am 16. d. m. 3. Quartal insgesammt bestellt: 61 Musikgeschäfte für einen eine Bersammlung der Rohrleger und Gehilfen ein- Gesammtlohn von 2984,50 M., welcher 383 Mitgliedern zugute tam. Abbestellt wurden infolge des Bierboykotts resp. der SaalDer§ 1 der auf dem Parteitag zu Halle 1890 beschlossenen berufen. Nach einem Vortrag des Genossen A. Hoffmann sperre im 3. Quartal 7 Geschäfte mit einem event. Ertrag von Organisation sagt einleitend darüber: Zur Partei gehörig wird beschäftigte sich die Versammlung mit der Besprechung von 459 M. Im ganzen sind nun bis jekt als Folge des Bier- jede Person betrachtet, die sich zu den Grundsäßen des ParteiVereinsangelegenheiten. Der Arbeitsvermittler Kollege Petzold theilte mit, daß er in letzter Zeit gezwungen wurde, einzelne 13 Mufitgeschäfte mit einem Gesammtlohn von 1006 M., welcher Lage ist, die Partei zu unterstützen, soll dies vor allen Dingen boykotts und der Saalsperre der Vereinigung verloren gegangen bie That umgefeßt heißt das, der Parteigenosse, welcher in der programms bekennt und die Partei nach Kräften unterstützt. In Kollegen der ersten Gruppe( Rohrleger) von der Benutzung des unter 126 Mitgliedern zur Vertheilung gekommen wäre. Es Arbeitsnachweises auszuschließen. Der Ausschluß mußte erfolgen, weil die betreffenden Kollegen sich den für den Arbeitsnachweis wird infolge dieser Geschäftsausfälle beschlossen, an die Arbeiter- dadurch dokumentiren, daß er der Partei- Organisation, also hier in Berlin dem Wahlverein feines Kreises als Mitglied beitritt. Das giltigen Bestimmungen nicht fügen wollten; es ist sogar der Fallschaft zu appelliren, damit sie die Vereinigung in dieser schweren Statut der Wahlvereine sagt nun im§3: Mitglied des Vereins Beit nach Möglichkeit unterstützt. Zum Arbeitsnachweis- Vor- fann Jeder werden, der im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte von Kollegen anderweitig verkauft wurde. In der Versammlung eher für das 4. Quartal wurde Kollege G. Raabe ge ist. Der§ 7 sagt weiter: Der Vorstand besteht aus 15 Mits vorgekommen, daß vom Arbeitsvermittler überwiesene Arbeit Beit nach Möglichkeit unterstützt. wird der Wunsch rege, daß der Arbeitsvermittler derartige Fälle Debatte über die Forderung der Saalverweigerer: in Zukunft gliedern". der Branche mittheilen möge, damit von dieser derartige unsaubere über die Kellner- und Musikerfrage bei Festlichkeiten selbst be- müssen, steht nicht in dem Statut; folglich muß ein jedes Daß Elemente festgenagelt werden können. Ueber die Beschuldigung, stimmen zu wollen. Geht die Arbeiterschaft auf diese Forderung die Mitglieder gewerkschaftlich organisirt sein daß der Arbeitsvermittler für eine nachgewiesene Arbeit von dem Vereinsmitglied, das die erforderliche Intelligenz betreffenden Arbeitnehmer 8 M. erhalten habe, wurde, da der ein so äußerten sich mehrere Redner, dann hat das letzte das Bertrauen der Genossen besigt, ohne jeden zweifel zu ben Anklager trotz Einladung nicht erschienen, zur Tagesordnung Denn diese sozialdemokratischen Organisationen liegen den Abhängigmachen der Wählbarkeit zu den Vertrauensämtern von übergegangen, da man diese Verdächtigung als eine ehrlose Verleumbung betrachtete. Ferner wurde mitgetheilt, daß die Branchen- Herren Saalverweigerern doch schwer im Magen. Es wurde abhängigmachen der Wählbarkeit zu den Vertrauensämtern von der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft ist also nach dem klaren eine Kommission gewählt, aus den Kollegen Tausenfreund, persammlungen der Rohrleger und Gehilfen jeden zweiten Sonntag summer, BI an chefsly und Schonert bestehend, welche Wortlaut des Statut falls nicht durch sinnentstellende Inters im Monat bei Ehrenberg, Annenstraße 16, stattfinden. Die sich mit dieser Angelegenheit befassen soll. Blanchefs pretation anderes künstlich herausgelesen wird unftatthaft; e nächste Versammlung findet demnach am 14. Oktober statt. verstößt gegen die Rechte, welche jeder Genosse bei seinem Gintritt in den Wahlverein laut Statut erwirbt. Es ist aber auch ungerecht und im hohen Grade schädlich, wie aus folgenden Gründen leicht ersichtlich:
Eine gut besuchte Versammlung der Arbeiter Bildungsschule( Süd- Ost) tagte am Sonntag, den 16. d., in den„ Dranien- Hallen", Oranienstr. 51. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des fürzlich verstorbenen Genossen Paul Käck 3 in der üblichen Weise und hörte hierauf einen Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Die Literatur des Mittelalters im Spiegel ihrer Beit". Gine Dis tusfion fand nicht statt. Nachdem noch der Vorsitzende auf den Lehrplan der Schule aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, daß es Jedem gestattet ist, acht Tage hindurch unentgeltlich dem Unterrichte beizuwohnen, traten sofort mehrere der Anwesenden der Schule als Mitglieder bei.
fundet.
-O
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Sprechlaal.
Stellen wir unsere Wünsche bei den kommenden Betrachtungen ganz bei Seite und betrachten uns möglichst objektiv das Statut der Wahlvereine und halten daneben obige Marime und das ungerechte, Verkehrte, ja man möchte sagen Ungeheuerliche eines solchen Beschlusses wird uns sofort klar werden.
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Das
In einer gut besuchten Versammlung des Vereins Eine öffentliche Malerversammlung tagte am 18. Sept. der Zimmerer, die am 16. September tagte, wurde unter Genosse Pfannkuch referirte über das Thema: Wie können Vereinsangelegenheiten beschlossen, dem Vertrauensmann 100 m. die Arbeiter sich bessere Arbeits- und Lohnverhältnisse erringen?" zu überweisen. In betreff des Boykotts ersuchte der Vorsitzende, Die Darstellungen des Redners gipfeln in einer ausführlichen Es ist ungerecht, wenn der besser fituirte Genosse auf den alle vorkommenden Verstöße der Mitglieder gegen den Boykoti Schilderung des Nuyens und der Vortheile der Gewerkschafts - schlechter gestellten einen Druck ausübt, den derselbe umso mehr dem Vorstand zur Untersuchung sofort zu melden. Hierauf hielt Organisation. Nach einer kurzen Diskussion ging die Versamm empfindet, wenn sein Trachten nach politischer Bethätigung ein der Genoffe Pfannkuch einen interessanten Vortrag über die lung zu den nächsten Punkten der Tagesordnung über und be- reges ist und seine wirthschaftlichen Verhältnisse äußerst gedrückte ſind. sozialpolitische Lage". An der Diskussion betheiligten sich die schloß einstimmig, daß die Maler in dem bevorstehenden Streit Es kann oft vorkommen, daß gerade die besten und ehrlichsten Genossen Kameraden Bardeleben, Thamm und Obst. In seinem der Töpfer auf den Bauten, wo keine verglasten Fenster sind, dadurch bei Seite geschoben werden und durch die unzweifelhaft Schlußwort gab der Referent eingehend Auskunft über die ge- die Töpfer dadurch unterstüßen, daß sie auf diesen Bauten( vom ungerechte Behandlung Groll oder wenigstens Gleichgiltigkeit stellten Fragen. Sodann nahm die Versammlung eine Resolution 15. Ottober ab) gleichfalls die Arbeit niederlegen. Zu den gegen die Partei eingeimpft bekommen. Es ist ungerecht, wenn an, in der sie ihr Einverständniß mit dem Referenten be- Gewerbegerichts- Wahlen wurden 50 M. aus dem öffentlichen der wirthschaftlich stärkere Genosse, dem es möglich beiden Orga Fonds bewilligt. Bei den Vereinigten Galanteriemalern" in nisationen anzuhören, den schwächeren von Rechten entkleidet, der Schefferstraße haben die Maler die Arbeit niedergelegt. die ihm unbedingt gehören. Es ist schädlich, wenn nur Verband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin ). In der Die Dekorationsmaler wurden gewarnt, dort Arbeit zu nehmen. doppelt organisirte Genossen Vertrauensämter innerhalb am 17. September einberufenen Versammlung erstattete die der Wahlvereine bekleiden dürfen, weil die Auswahl Agitationskommission Bericht über die Zustände in der Luxus- Die Getreideträger, Schipper und Speicherarbeiter der zu wählenden auf eine kleinere Zahl von Genossen branche. Eingeladen hierzu waren die Kollegen aus den Werk- hatten am 19. September eine öffentliche Versammlung ein- als wie es sonst der Fall wäre, sich beschränkt. Die Folge davon stätten von Francke, Marwan, Schmidt, Holzmarktstr. 3, Schulz berufen, in welcher Genosse Blauroc als Referent die Aus- wäre das Umsichgreifen eines Kliquenwesens, wie es die be und Landsberg . Aus der Werkstadt von Francke waren die beutung der in der Getreidebranche beschäftigten Arbeiter durch treffenden Genoffen, welche bisher die Anträge immer einKollegen erschienen, die anderen zogen es vor, durch Abwesenheit die heutige Unternehmerschaft geißelte, worauf die Versammlung brachten, jedenfalls nicht gewollt haben. Es müßte dann zu glänzen. Bon der Werkstatt des Herrn Marwan wird be Stellung nahm zu der Umgehung des bestehenden, vom Mini- aber auch konsequenter Weise Erforderniß sein, daß jeder richtet, daß dieser Herr seine Arbeitskräfte nur durch den Arbeits- sterium des Innern, Polizeipräsidium und der Kaufmannschaft be- dem Wahlverein beitretende Genosse durch das Statut nachweis der Jnnung erhält, da er Leute, welche hier am Drte stätigten Tarifs. In der sehr regen Diskussion gelangte zur darüber belehrt wird, daß, im Fall er nicht seiner find, nicht gebrauchen fann, weil diese bei Löhnen von 8-10 M., Mittheilung, daß infolge der neulichen, zu gleichem Zwecke ein Gewerkschaft angehört, er nur zahlendes und wählendes, nicht die nicht zu den Seltenheiten gehören, unmöglich existiren tönnen. berufenen Versammlung die Verwaltung in der Holzmarkt aber auch wählbares Mitglied werden kann. Am tonfequentesten Die Agitationstommission ist deshalb beauftragt, diese Angelegen- ftraße 17, sowie die Herren vom Lehrter Strang bereits unaufwäre es freilich, dann nur gewerkschaftlich organisirte Genossen heit eingehend zu ermitteln, um in nächster Versammlung die gefordert die bis dahin bezahlten niedrigen Säge erhöht haben. in den Wahlvereinen aufzunehmen. Der Rückschlag, der dann Sperre über diese Werkstatt zu verhängen. Nach einer Be- Der Inhaber des königlichen Packhofes, der diesen für eine um bei Wahlen 2c. eintreten würde, wäre vielleicht ganz heilsam. sprechung über die Lage der Hausindustriellen wurde von den 9000 M. höhere Pacht als sein Vorgänger übernommen hat und Der jetzige Zustand ist unhaltbar, denn er ist ein Hohn auf das Kollegen angeregt, bei eintretender Geschäftskrists an die Unter- den Mehrbetrag nun durch die Zumuthungen, gewisse Arbeiten gleiche Recht für Ale. Karl Spöhnmann.