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Wirtschaft

Funktionärkonferenz der S. p. D.

meichen in einigen Buntten der inneren Organisation voneinander ab. Nachdem die Entwürfe begründet waren, wurde die weitere Beratung vertagt.

Mittwoch 6 Uhr für alle zur S. P. D. gehörenden Partei­funktionäre, Betriebsvertrauensleute, Angestellten- und Beamten Beantragt wurde, eine Kommission einzusehen, welche die Fra­Neue Eisenpreiserhöhung. Der Roheisenverband hat mit Zu- vertreter: Allgemeine Funktionärkonferenz im Deutschen Hof, gen der Industrieverbände, der Betriebsorganisation, der Fachver­ftimmung bes Reichswirtschaftsministeriums eine Erhöhung seiner Ludauer Straße 15. Tagesordnung: Unsere nächst en bände, der Arbeitsgemeinschaft, der technischen Nothilfe und der Preise beschlossen, die sich für Hämatitroheisen auf 50 m., für Einwohnerwehr prüft. In der Diskussion erflärte fich Fri Gießereiroheisen I und III auf 21 M. je Tonne stellt. Die heutigen Arbeiterschaft. Referent: Genosse Dr. Koelis. Mit Arbeiter und Angestellte gemeinsam umfassen. Eine derartige Or­Giekereiroheisen I und III auf 21 M. je Zonne ſtellt. Die heutigen politischen Aufgaben und die Einigung der Schmidt gegen die Edhaffung von Industrieverbänden, welche Breise sind ab Wert für die einzelnen Sorten 2338,50 m., 1776 m., Mitarbeiter 1575 M. Diese Preiserhöhungen sind, wie es in der Meldung gliedsbuch und Ausweiskarte vorzeigen. heißt, schließlich durch die Herauffeßung des Kotspreises und der Preise der inländischen Erze bedingt. Eine ähnliche Forderung der Gisenindustriellen hatte das Reichswirtschaftsministerium Ende borigen Monats, als die Valuta noch schlechter stand als heute, ab­gelehnt, weil die Besserung der Valuta die ausländischen Erz­bezüge erheblich verbilligt hatte. Die jetzige Preiserhöhung steht mit der damaligen Entscheidung in einem Widerspruch, der einer Aufklärung bedqrf.

70 Buderfabriken in einer Hand. Herr 2. Haas aus Magde burg bittet uns, unsere unter diesem Titel erschienene Notiz bom 8. April dahingehend zu berichtigen, daß er die 70 Buderfabriken nicht betreibt", sondern daß er im Laufe der Jahre eine größere Anzahl stillgelegber Betriebe oder deren maschinelle Ginrichtung aufgetauft hat, um sie für andere Zwecke auszubauen oder sie im Alteisenhandel zu verwerten. Die Zeitschrift Die deutsche Zucker­industrie" bemerkt dazu sehr geistreich:" Von den 70 Fabriken, die ihren Betrieb als Buderfabriken haben aufrechterhalten können, sind eine sehr große Anzahl infolge der heutigen Gemeinwirt. schaft", die vom Vorwärts" so lebhaft als Vorfrucht seiner sozia­listischen Vertruftung befürwortet und verteidigt wird, zum Still­stand gekommen." Die Zeitschrift meint, wir hätten nicht den min. besten Anlaß, über den Kapitalismus zu wettern." Umgekehrt wäre ein Schuh daraus geworden." Wir gratulieren der deutschen Buckerindustrie" zu ihrer Wirtschaftskenntnis, die noch nicht ein mal ausreicht, um zu wissen, daß die Stillegung unwirtschaftlich arbeitender Betriebe und der Ausbau wirtschaftlich arbeitender zum Wesen des Trusts gehören! Wir empfehlen ihren Bearbeitern den Besuch eines Anfängerkursus in einer Volkshochschule und gelegent­liche Leftüne einer beliebigen Tageszeitung.

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Gewerkschaftsbewegung

Reichskonferenz der Versicherungsangestellten. Vor einigen Tagen tagte in Weimar die Reichskonferenz der im Zentralverband der Angestellten organisierten Versicherungs­angestellten. Die Hauptaufgabe der Konferenz bestand in der Stellungnahme zu der verflossenen Reichstarifbewegung und zu ben von einigen Renegaten ins Leben gerufenen Absplitte rungsbestrebungen. Dem Verbandsvorstand gelang es, die schweren Vorwürfe, die nach dem Streifabbruch gegen ihn erhoben wurden, zu entfräf ten. Wie unberechtigt diese Anschuldigungen und es fehlte selbst an solchen ehrenrühriger Natur nicht waren, zeigt die nach stehend wiedergegebene Entschließung, die von der Konferenz in namentlicher Abstimmung einstimmig angenom. men wurde. Die Entschließung hat folgenden Wortlaut:

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Der Bezirksvorstand.

Die im Weimar tagende Reichstonferenz der im Zentra' berband der Angestellten organisierten Versicherungsangestell­ten hat sich aus dem vorliegenden einwandfreien Material und den eigenen Beobachtungen in den Ortsgruppen überzeugt, daß die Absplitterung eines Teiles der Versicherungsangestellten in teinem ursächlichen Zusammenhang mit der legten Tarifbewe gung steht.

ganisation sei zurzeit unmöglich. Die Interessen der Angestellten fönnten nur durch eine einheitliche Angestelltenorganisation ver treten werden. Eine gemeinsame Organisation mit den Arbeitern würde viele Angestellte aus der Organisation hinaus ins reaktio­näre Fahrwasser treiben. Die Aktionen der Arbeiter könnten durch eine besondere Organisation der Angestellten am wirksamsten unterstützt werden. Auch eine besondere Organisation der Be­triebsräte, sowohl der revolutionären wie der gefeßlichen, sei zu verwerfen. Sirsch trat dafür ein, daß die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände dem Allgemeinen Deutschen Gewerk­ schaftsbund beitreten und so mit den Arbeitern organisatorisch zu­ſammengeführt werden solle. Es wurde beschlossen, die in dem Antrage erwähnten Fragen in der nächsten Delegiertenbersammlung durch einen Referenten und einen Rorreferenten besprechen zu laffen.

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Tariferneuerung in der Flaschenindustrie.

Vor der gesamten Kollegenschaft stellt die Reichskonferenz die Tatsache fest, daß die Macher der neuen Organisation schon feit Oftober 1919 die Absplitterung vom Zentralverband betrets ben. Vom früheren Verband der Versicherungsbeamten zum Zentralverband übernommene Beamte haben nach eigenen Aus­sprüchen von Anfang an darauf hingearbeitet, daß die Tarif. bewegung für die Versicherungsangestellten ungünstig verlaufen müßte, um so die Absplitterungsbestrebungen zu begünstigen. Aürzlich fanden in Berlin zentrale Verbandlungen zwischen Die Konferenz ist empört über das die Interessen der Ver- dem Zentralverband der Glasarbeiter und der Vereinigung deutscher ficherungsangestellten fchädigende Treiben der Ma. Flaschenfabriken statt. Es handelte sich um die Erneuerung des cher des neuen Verbandes. Sie spricht ihnen, den Reichstarifes, der am 15. März abgelaufen war. Durch den General­Bollbrecht, Beume, Sperling, Schneider, streik hatten sich die ursprunglich auf den 16. März festgesetzten Stempfie, Heimann, Schädel und Genossen, die in Verhandlungen verzögert, jedoch war zwischen den Parteien ver­ihrer Verlegenheit um ernsthafte Gründe mit den niedrigsten einbart worden, daß der neue Tarif mit rüdwirkender Kraft bis und lächerlichsten Mitteln arbeiten, ihre tiefste Verachtung aus zum 16. März ausgestattet werden sollte. Die Unternehmer­und erwartet von den Berufskollegen, daß sie diesen Renegaten vertreter erkannten die schwierige Lage an, in der die deutschen die Gefolgschaft berweigern und ihr äußerstes daranseben, da- Flaschenmacher und die anderen in den Fabriken beschäftigten mit den selbstsüchtigen Plänen einzelner nicht das Wohl und Arbeiter durch die sprunghafte Verteuerung des Lebensunterhalts Wehe der. Berufskollegen geopfert wird. Der 8entralver. gefommen waren. Es wurden nach längeren Verhandlungen Lohn­band der Angestellten gewährleistet auch die wirksame erhöhungen in folgender Höhe bewilligt: Stärkung des Kampfes der Versicherungsangestellten durch die organisatorische Verbindung mit den freien Arbeitergewerf. schaften, dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund . Jede abgesplitterte Branchenorganisation ist in der heutigen Zeit überlebt und machtlos."

Für die Flaschenmacher, dte eine völlige Umgestaltung des Affordtarifs verlangten und erreichten, beträgt die Zulage etwa 80 Proz. auf die bis jept gezablten Löhne, für die Demijohn- und Ballonmacher 60 Pro, für Pfleger und Schürer 80 Broz. und für alle Hilfsarbeiter 70 Broz. auf die bestehenden Löhne.

Urlaub wurde in folgender Form gewährt: Alle drei Viertel Lage, für jedes weitere Jahr der Beschäftigung einen Tag mehr

Ein Appell an die Arbeiter- und Angestelltenschaft. Jahre im Betriebe tätigen Arbeiter und Arbeiterinnen erhalten acht Die Organisation der Gastwirtsgehilfen ersucht die Ar- bis zur Höchstdauer von 6 Tagen. Da die übergroße Zahl der beiter und Angestellten, dem gegenwärtigen Streit der Kell- Flaschenmacher feit langem in den Betrieben beschäftigt find, treten ner die ernsteste Beachtung zuzuwenden und den Streifenden fie in den Höchſtiaz des Urlaubs ein. Dadurch iſt auch für dieſe die weitgehendste moralische Unterstützung zu sichern. Es Industriegruppe endlich eine Erholungspause gefchaffen worden. wird gebeten, nur diejenigen Lokalitäten zu besuchen, in denen die Forderungen der Angestellten bewilligt find. Die Streifleitung hat dieselben durch grüne Blafate fenntlich ge­macht. Beachte also jeder diese dringende Mahnung.

Lohnvereinbarungen im Puzeinzelhandel.

Der Stundenlohn für Facharbeiter, wenn sie mit anderer ge­

Der

ringer entlohnter Arbeit beschäftigt werden, beträgt 5 M. manteltarif wurde gleichfalls durch beraten und eine ganze Reihe berechtigter Wünsche der Arbeiter zum Teil oder ganz erfüllt. Der Tarif wurde entsprechend den unsicheren wirtschaftlichen Verhältnissen unbefristet mit monatlicher Kündigung abgeschlossen. Durch diesen Abschluß sind zum ersten Male sämtliche in den Der Deutsche Hutarbeiterverband hat mit dem Arbeitgeber- Flaschenfabriken beschäftigten Hilfearbeiter in den Vertrag aufge­verband eine Vereinbarung abgeschlossen. wonach die in den Groß- nommen worden. Bisher hatten die Industriellen fich dagegen ge­Berliner Bußeinzelhandelsgeschäften beschäftigten Lehrlinge und wehrt, weil sie für die ungelernten Arbeiter örtlichen Arbeitgeber Bubarbeiterinnen vom 1. Februar ab erhöhte Teurungszulagen organisationen angeschlossen waren, durch die die Lobn- und erhalten, die im ersten bis dritten Beschäftigungsjahre 20 bis 65 m. Arbeitsverhältnisse der Hilfsarbeiter geregelt wurden. Dadurch er­monatlich ausmachen. Demnach betragen die Monatslöhne ein. gaben sich viele Mißhelligkeiten, die nun beseitigt sein werden. schließlich der Teuerungszulage im ersten Halbjahr der Beschäfti­gung 60 M., im zweiten Halbjahr 90 M., im zweiten Jahr 135 M., im dritten Jahr 195 M. Diese Säbe gelten für die Monate Fe­bruar bis einschließlich Mai Für die Zeit vom 4. bis 15. Berufs­jahr sind 7 mit den Jahren steigende Bohnstufen vorgesehen. Der Monatslohn einschließlich der Teuerungszulage beträgt im 4. Be­rufsjahr für den Monat Februar 304 M. und steigt zunächst von fünf Jahren, so daß er nach einer Berufsdauer von 15 Jahren den Sab von 520 M. erreicht. Für März erhöhen sich diese Säbe auf 317 bis 542 M., für April und Mai auf 332,50 bis 569 M. Dann folgen noch 5 Lofnstufen für Bukmacherinnen mit besonderen Beistungen und Funktionen. In diesen Stufen belaufen sich die Böhne einschließlich Teuerungszulagen für Februar auf 560 bis 800., für März auf 583 bis 833 M., für April und Mai auf 612 bis 875 m. Die Generalftreiftage werden bezahlt.

Die Reichsfonferenz der im Zentralverband der Angestell. ten organisierten Versicherungsangestellten hat nach eingehender Erörterung des vorgebrachten Tatsachenmaterials und der Gründe des Verbandsvorstandes festgestellt, daß, nachdem die Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgeberverbandes erzwungen mar, der Abbruch des Streits vom Verbandsvorstande erklärt werden mußte, und zwar von sich aus, weil der Reichsfachaue schuß nicht zusammenberufen war. Für diese Kränkung und Verletzung des Rechtes der Versicherungsangestellten ist indes nicht der Verbandsvorstand, sondern wie in den gemeinsamen Sizungen mit dem Reichsfachausschuß ausdrücklich festgestellt und von Dr. Vollbrecht, dem inzwischen entlassenen Leiter der Reichsfachgruppe im Zentralverband, vorbehalten anerkannt| Jahr zu Jahr, dann von zwei zu zwei und schließlich von fünf zu werden mußte, lekterer allein verantwortlich. Dabei betont die Reichsfachkonferenz, daß die Aufnahme der Arbeit in den einzelnen Streitorten einheitlich und erst nach Zustimmung ber Mitglieder erfolgen darf.

Die Reichstonferenz hat nach alledem die Gewißheit er­langt, daß für den ungünstigen Verlauf der letten Tarifbewe gung ben jebigen Mitgliedern des Verbandsborstandes teine Schuld zugeschoben. werden kann."

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männerversammlung der Fachgruppe la( Eisenhoch und Brüdenbau) am Bund der technischen Angestellten und Beamten. Vertrauens Mittwoch, den 21. April, abends 6 Uht, in der Geschäftsstelle des Bundes

Aus aller Welt.

Die letzten Hölzianer.

Wie das Prager Tagblatt" aus Marienbad meldet, wurden dort zwei Personen berhaftet, bei denen große Bar­beträge vorgefunden wurden. Wahrscheinlich handelt es sich um versprengte Angehörige der Hölzschen Bande.

Zuchthaus für einen Mörder.( TU.) Das Schirurgericht in Saarbrüden verurteilte gestern den Bergarbeiter Karl Schrath aus Neunkirchen a. d. Saar , der während des Krieges als Deserteur nach Holland geflüchtet war und dort einen Na ubmordversuch auf feinen Arbeitgeber machte, zu einer 3uchthausstrafe von 10 Jahren.

Gelegentlich der Besprechung der Absplitterungsbe. strebungen zeigte es sich mit aller Deutlichkeit, daß es sich Der Zentralverband der Angestellten um ein von langer Hand vorbereitetes Unternehmen handelte. Die hielt am Montag eine Delegiertenversammlung in den Sophien­Urheber des Putsches glaubten ihre eigensüchtigen Interessen in jälen ab. Es lagen zwei Entwürfe zum Ortsstatut vor, wodurch einem besonderen Verbande besser befriedigen zu können als im das gegenwärtig geltende provisorische Statut ersetzt werden sell. Rahmen einer straffen, festgefügten Bentralorganisation. In Den einen Entwurf hat die Statutenberatungskommission, ten einer gleichfalls einstimmig angenommenen Entschließung heißt es: anderen hat die Geschäftsleitung ausgearbeitet. Beide Entwürfe wärts- Budbruderei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin. Lindenstr. 3.

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