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Das Gewerkschaftsfartell Flensburg, dem 12 000 organi-! fierte Hand- und Ropfarbeiter angeschlossen sind, protestiert aut das energischite gegen die Ausweisungen der deutschen Ar­beiter, die in der ersten Abstimmungszone erfolgen. Das Gewerk­schaftsfartell erblickt in den Ausweisungen eine einseitige Stellung­nahme der dänischen Regierung für das Unternehmertum und erwartet, daß die organisierte Arbeiterschaft Dänemarks , die Gewerkschaften sowohl wie die Sozialdemokratische Partei , die schärfsten Maßnahmen ergreift und gegen die Polizei­und Unternehmerwillfür in dem jest Dänemark angegliederten Genderjylland vorgeht.

Wir appellieren an das Berechtigteitsgefühl und an die Solidarität unserer dänischen Arbeitsgenossen und er­warten thre Unterstützung.

Desgleichen aber rufen wir die deutsche und auch die däni­sche Regierung auf, jofort Maßnahmen zu ergreifen, die zur Einstellung der Ausweisungen führen und zugleich Verhand­Iungen anbahnen, um die Rückkehr der Ausgewiesenen in ihre alten Wohnorte zu ermöglichen."

Hoffentlich haben die beiden Proteste den erhofften Erfolg. Das Westimmungsergebnis in der ersten Bone Schleswigs rechtfertigt feine Bergewaltigungsmaßnahmen gegen freie Arbeiter. Wir er­warten von Dänemark und nehmen nach seiner politischen und ge­werkschaftlichen Vergangenheit als selbstverständlich an, daß dieser Appell genügen wird, um feine neuen Bedrückungsmaßnahmen gegen die Arbeiter zu erlaffen und um begangenes Unrecht wieder gutzumachen.

Waffenschieber.

Die neue Abrüftungsnote der Entente wird auch damit be­gründet, daß zahlreiche Heereswaffen in Deutschland im Privatbesitz von Leuten sind, die damit jederzeit die öffentliche Ordnung be­eroben lönnen. Diese Anlage ist leider vollkommen zutreffend und so trifft jene Waffenschieber in den Reichswehrstellen, die die Waffen verwalten", die schwere Schuld, der Entente Vorwände zu neuem Druck auf Deuschland gegeben zu haben. Dieier Tage erſt iſt in Sangö, dem finnischen Safen, das

deutiche Schiff Mercur", mit Waffen und Kriegegerät beladen und mit deutschen Offizieren bemannt, festgenommen worden.

Und vor kurzem erit sind von Bayern aus einige Waggons voll Kriegsgerät nam Ungarn geschmuggelt worden; dem Fähne rich der bayerischen Reichswehr, der die Sendung begleitete, ist es gelungen, durch eine falsche Angabe des Inhalts der Waggons die deutschösterreichischen Grenzorgane zu täuschen.

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Der Borsigende der Sozialdemokratischen Fraktion in den reußischen Landesbersammlung Landesversammlung Graef- Frankfurt hat wegen seiner Wahl zum Bürgermeister von Frankfurt das Amt des Fraktionsvorsißenden und des parlamentarischen Unterstaats­fetzetärs im Wohlfahrtsministerium niedergelegt. Bu Fraktions­vorsitzenden wurden die Abg. Hauschild Kassel und Siering Berlin gewählt. 13 Unterstaatssekretär im Wohlfahrtsministerium with die Fraktion den früheren preußischen Ministerpräsidenten Sirsch in Vorschlag ringen. Sie wünscht dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß der sechsel im Ministerpräsidium aus rein po­fitischen Gründen vorgenommen worden ist, daß aber Hirsch ihr Vertrauen auch weiterhin genießt.

Groß- Berlin

Magistrat und ,, Landwirte in Pommern ". Gegen die Lebensmittelteuerung.

Die Ermordung des Inspektors Blau.

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mann zunächst das Ergebnis seiner Schritte zur Ermittlung des maligen Polizeipräsidenten Eugen Ernst zu vernehmen, der früher Nach Gröffnung der Sigung beilte Staatsanwalt Dr. Ort die Genossen warnen zu können. Ich beantrage hierüber den ehe­nichterschienenen Zeugen Schreiber mit. Danach hat er sich gestern telegraphisch an die Münchener Polizeidirettion Spezialist für Spigelphotographie gewandt und von dort die telegraphische Antwort erhalten, daß der gewesen war. Soppe erzählt dann weiter, er habe Oberfta in Aufenthalt des Mechanifers Walter Schreiber, der seinerzeit blindem Gehorsam gefolgt und Blau auch enventuell acht Tage lang nach Bindau abgeschoben worden sei, nicht bekannt jei. Der bewacht. Staatsanwalt hat auch in Lindau telegraphisch angefragt, ebenso Staatsant.: Weshalb hat denn der Angeklagte nicht seine Erfolg zu erzielen. Es soll nun noch auf Anregung des Rechts. gestellt und hat Winklers Wohnung hierzu ausgewählt. AngefL: bei dem Generalfonsulat und der Polizeidirektion in 8ürich, ohne eigene Wohnung zur Gefangenhaltung des Blau zur Verfügung anwalts Dr. Weinberg bei der antibolichemistischen Liga( Herr Meine Eltern hätten ihre Wohnung unter feinen Umständen dazu b. Galdersberg) angefragt werden. Hergegeben. Aus weiteren Vorhalten des Staatsanwalts geht Es wird dann die Bernehmung des gestern schon zur Hälfte hervor, daß dieser es auffällig findet, daß der Angeklagte, der ja bernommenen Angeklagten oppe fortgesezt. Bors Jch behauptet, er habe es für seine Pflicht gehalten, nach den Anwei­möchte noch einen Punkt berühren. Haben Sie sich auch sungen von Acosta und Reuschner selbst zu bewachen, aus der mit hypnotischen Fragen beschäftigt? Bohlschen Wohnung fortgegangen jei, um Winkler zur Hergabe feiner Wohnung zu bewegen. Der Angeflonte jucht dies aufzuklären. Angel I.: Jawohl.- Auf Aufforderung des Vorsitzenden erklärt Bezüglich der Webersiedlung in die Winklersche Wohnung gibt der der Angeklagte, daß er das erste Mal auf die Sache hingelenkt Angeklagte folgendes an: Winfier sei sein bester Freund. Als er worden sei durch einen Vortrag, der von einem Jugendfreund in zu ihm gekommen, habe er ihm gesagt, er möchte die Wohnung zu einem Verein gehalten worden sei. Darin war gesagt worden, einer Sigung haben; Winkler möchte sich entfernen und zu dem Vortrage sei der Vortragende zu praktischen Versuchen wesen und habe die Wohnung verlassen. Er habe Winkler gegen­daß die Hypnose erzieherisch verwendet werden könne. Nach seinen Eltern oder sonst wohin geben. Wintler sei sofort bereit ge­übergegangen, die er an 10 Jugendlichen vornahm. Er selbst sei über nicht bon Blau gesprochen cder ihm gesagt, daß in der Woh als Erster sofort eingeschlafen, nachdem er nach Anordnung fest auf nung etwas Unrechtes passieren sollte. Der Vorsitzende ein Holz gesehen habe. Der Angeklagte erzählt dann mehrere hält es immerhin für etwas merkwürdig, daß Winkler, der damals Ginzelfälle, in denen er in Sypnose berfest worden sei. In einem an heftigen Zahnschmerzen litt, ohne weiteres jofort aus der Woh­Falle habe er in hypnotischem Zustande Freiübungen machen nung sich entfernt habe. Der Angeklagte sucht dies mit müssen, in einem anderen Falle nach drei Tagen bestimmte Fragen dem an einen Freund richten müssen. Auch als er in Leipzig im Bazarett gelegen, jei er mehrmals bhpnotisiert worden. Ein an­Pflichtgefühl bes Winkler, deres Mal habe er in der Hypnose die Rolle des Minister­präsidenten Scheidemann gespielt und eine Barla befundet der Angeklagte: er habe ten Winkler aus dem Grunde Auf weiteren Vorbalt des Staatsanwalts und des Vorsitzenden mentsrede gehalten. felb, Gefängnisarzt Dr. Hirsch und Sanitätsrat Dr. Lehn- gegengehalten, daß dies doch zwecklos gewesen sein würde, wenn Im Anschluß hieran stellen die Sachverständigen Dr. Kron- kommunistischen Partei erfennen fönne. Ihm wird ent­aus der Wohnung geschickt, damit Blau ihn nicht als Mitglied der en eine ganze Reihe von Fragen die sich auf die Handlungen Blau, der ja doch nicht mit verbundenen Augen zu des Angeklagten in hypnotischem Zustande, die von ihm behauptete infier gebracht worben fei, ohne Schwierigkeiten sich hätte merlen

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Gedankenübertragung durch andere

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der ja doch sein bester Freund sei, zu erklären.

fönnen, um weffen Wohnung es sich handelte. Auf den Hinweis, habe auffaffen fönnen, wie er es darstelle, da ja doch mindestens daß der Angeklagte die gange Cache doch wohl nicht so harmlos Freiheitsberaubung in Frage stand, wirft R.-A. Dr. Weinberg dazwischen: der Angeklagte babe die Sache vielleicht Regime Noste verfügt worden sei. als Schubhaft" angesehen, wie solche ja so oft unter dem

ufm. beziehen. Staatsaniv. Dr. Ortmann: Will der An­geklagte behaupten, daß er im vorliegenden Falle hypnotisiert morden sei oder sich im Schlafzustande befunden habe? Angel: tung bin ist auch gar nicht angetreten. Die ganze Sache von dem Nein. N.-A. Dr. Weinberg: Ein Betreis nach dieser Rich ypnotismus ist nur auf eine Anregung seiner Vermand­ten zur Sprache gebracht worden. Als in der weiteren Bernehmung des Hoppe die Vermutung Sachverst. Dr. Hirsch: Der Angeklagte ist während der Beit jeines Lazarettaufenthalts wegen Kommunistenführer Dr. Levi, erklärt der Angeklagte, daß diere auftauchte, der angebliche Stolz sei in Wirklichkeit der bekannte Ueberschreitung des Urlaubs best aft worden. Hat er in dem Bermutung völlig aus der Luft gegriffen fei. Nach Bekanntwerden Strafverfahren jemals behauptet, daß sein Bergehen auf die Eins der Ermordung Blaus habe sich im Gegenteil die Zentralleitung wirkung eines Dritten zurückzuführen iei?- Angel L.: Nein. ber.. D. sehr abfällig über diese Tat geäußert. Der Angeklagte Bei der Wiederholung der gestern schon erörterten Vorgänge schildert sodann bis zur leberführung des Blau nach der Wohnung des Win!. Ter bringt der Angeklagte Hoppe u. a. zur Sprache, daß Men= Einzelheiten unmittelbar vor dem Morde delsohn, der sich Oberit nannte, ein Mann von mongolischem felbft. Nachdem man Blau unter dem Vorhaben, es handle sich um Typus mit stechendem Blick gewesen sei, bor dem er sich immer ge- ein neues Geschäft", in die Wohnung des Winkler gelodt hatte, fürchtet habe. Ferner sei auch ein kleiner Ausländer" und ein erschienen drei Männer, die sehr brutal und gewöhnlich aus­großer Mann in braunem Anzuge, der Georg" genannt gesehen, insbesondere babe der größte von ihnen ein dirett wurde, nach der Bohlichen Wohnung getommen. Blau widerliches Gesicht gehabt. habe sich sehr wohl gefühlt und ihm erzählt, daß er für Franz, ein Feldarauer und ein dritter gewesen. Franz" schimpfte Es seien dies ein gewiffer bie Antibolichemistische Riga" in München die Kommunisten be- mit gemeinen Worten auf den Spitel Blau " und sagte, diefer fpiteln sollte. Er habe die Liga jedoch betrogen und den Kom- habe sein sauberes Handwerk die längste Beit, betrieben. munisten als Das A- s muß weg, das Biest haben wir lange genug berfolgt" u. a. Bei diesen Worten holte Franz" die Flasche Morphium und gebient. Deshalb sei er auch von der Regierung verhaftet worden. einen Etrid hervor. Ich versuchte" so fährt Angeklagter Hoppe Auf eine Frage des Borfißenden, welchen 8 med denn das fort die drei von ihrer Absicht abzubringen und erklärte, daß Gefangenhalten des Blau gehabt habe, erklärt Soppe, daß ich von Blau schon sehr viel wertvolles Material erhalten er damals an eine Tötungsabjicht überhaupt nicht gedacht habe. Die Leute lehnten in heftiger Weise ab, schimpften mich habe. Nach seiner Meinung follte Blau als Spiel gangs- Feigling" und einer zog fogar in drohender Saltung feinen Ste­weise photographiert werden. R.-A. Dr. Siegfr. ein- bo Iber. Ich sagte darauf: Wenn Ihr es doch tun wollt, so tut berg weist darauf hin, daß es schon früher bei der Sozialdemo- es aber nicht in der Wohnung meines Freundes Winkler, sondern fratischen Partei, aus der die K. P. D. hervorgegangen fei, üblich sonstwo!" Ich mußte schließlich die Wohnung verlassen, da die gewesen sei, Polizeispitzel so lange festzuhalten, bis sie photo- Saltung der drei immer drohender wurde. graphiert worden waren, um dann mit Hilfe der Photographie

Spigel gegen die Liga

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Vor einigen Tagen erschien an den Berliner Anschlagfäulen ein anonymes Blafat, in dem pommeriche Landwirte" den Versuch unternahmen, der 3wangswirtschaft die Schuld an ter Teuerung zuzuschieben..Das ganze Machwert stellt eine grobe 3rreführung und Verhebung der Bevölkerung dar. Es ist daher zu begrüßen, daß der Magistrat sich endlich gegen dieje Treibereien wendet und feinerseits die Verhältnisse flarstellt. In einem Blafat, tas heute morgen an den Anschlagsäulen Berlins präparate, die aus dem Hafer gewonnen werden, der den Land­erschien, und das sofort die Aufmerksamkeit der Bevölkerung erwirten aur freien Verwendung überlassen ist. Also regte, mendet er sich scharf gegen die schon erwähnten pommerschen die Lockerung der Zwangswirtschaft verursacht den teuren Preis. Landwirte.

Der Magistrat behauptet, daß die Zwangswirtschaft uns

vor dem Verhungern gerettet

Willkommen in der Heimat!

Berlins Begrüßungsfeier für die Kriegsgefangenen.

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( Fortsetzung in der Morgen- Ausgabe.)

Ein auserlesenes Programm fünstlerischer Darbietungen um­rahmte die Ansprachen und Reden. Berdienten Beifall erntete das Philharmonische Orchester, ebenso die Mitwirkenden

und

Nachdem der Magistrat noch betont, daß die Preise der land- Billan von Granfelt und Josef Mann( Arien und Duett), wirtschaftlichen Produkte keineswegs unzulänglich sind und die Ver- Kurt Vogel( Violine), Sermann Boettcher( Rezitation) teuerung der Produkte nicht den Wuchergewinn über- und das Kinderballett der Charlottenburger Oper). hat und begründet die Beschlagnahme des gesamten flüssiger Kriegsorganisationen darstellt, schließt er: Brotgetreides im Winter 1914/15, indem er eine' Dentschrift die Verbraucher müssen daran festhalten, daß auf eine be­Wer vertenert das Obst? der damaligen Regierung an den Reichstag heranzieht und daraus hördliche Erfassung und Verteilung bei unentbehr­Von einem Leser unseres Blattes wird uns mitgeteilt: den Sat zitiert, daß es trob Belehrung, Kontrolle und auch Strafen lichen Lebensmitteln erst dann verzichtet werden fann, wenn ge­Eigenartige Zustände scheinen sich auf dem Dbstmarkt au schlechterdings nicht zu verhindern gewesen ist, daß namentlich nug von ihnen vorhanden sind, um das Bedürfnis eines jeden entwideln. fleinere Landwirte Brotgetreide an das Bich verfütterten, solange befriedigen zu können, und daß auch eine behördliche ichen Güterbahnhof folgendes beobachtet: In Waggons tommen Am 23. Juni vormittags habe ich auf dem Schlesi­sie noch über Getreidevorräte verfügen." Ohne die Brottarte hätten Preisjestießung erst dann entbehrlich ist, wenn die Nach- dort Kirschen an. Händler kaufen diese mit bierzig Pfennig nur jene Leute Brot gehabt, die die stärksten GIIbogen und frage nicht mehr das Angebot übersteigt, so daß die Verbraucher das Pfund auf und verkaufen diefelben mit 1.­das größte Portemonnaie ihr eigen nennen. Auch heute dann nicht mehr der Willkür, der Produzenten ausge­1,20 M., wie sie auf ihren Wagenichildern ausschreiben, no," so heißt es in dem Plakat wörtlich, ist die Zwangswirtschaft liefert sind." weiter. Allerdings find diese Kirschen teine Qualitäts­überall bort unentbehrlich, wo die Ware zu knapp ist, um das Be­ware und werden fast ausschließlich in Arbeitervierteln dürfnis zu decken. Ihre Auswüchse müssen natürlich be gehandelt. Um etwas Abwechselung in das ewige Ginerlei des fämpft und beseitigt werden; wo genug Ware vorhanden trockenen Brotes und der trodenen Startoffel zu bringen. fauft ift, fann sie abgebaut werden." Dieser Ansicht fönnen wir uns natürlich der Arbeiter diese Ware und ist immer in dem Glauben, Zu Ehren der heimgefehrten Kriegsgefangenen veranstaltete die daß nicht der Händler, sondern der Produzent schuld an den hohen ohne Bedenken anschließen. Berliner Kriegsgefangenenheimlehr" gestern in der Philharmonie Breifen ist. Um gwischenfälle oder Lebensmittelfrawalle einen Festabend. Die Beteiligung war sehr start. Reichs. wie in Süddeutschland und Westdeutschland zu verhindern, wird es behörden und die Stadt Berlin hatten Vertreter entfandt; Beit fein, die Machenschaften der Obst- und Gemüsehändler in auch Fritjof Nansen war unter den Gästen. Berlin zu überwachen und Bewucherung des laufenden Im Namen der Berliner Kriegsgefangenenheimkehr bewill- Publikums unmöglich zu machen. fommenete ihr Vorsitzender Dr. Kundt die Heimkehrer. Dann Aehnliches wurde uns bereits von verschiedenen Seiten mit­Landwirte Brotgetreide heimlich verkaufen und verfüttern, sprach als Vertreter der Reichsregierung unser Genoffe Stüdlen, mannes unter Hinweis auf die Lebensmitteltrawalle ich Reiche an geteilt. Wir können uns daher nur der Warnung unseres Gewährs­anitait es pflichtgemäß abzuliefern. Wenn wir das teure Borsigender der Reichszentralstelle für die Kriegs- und Bibil ichließen und fordern mit ihm, daß die zuständigen Behörden alles Auslandsgetreide nicht faufen müßten, so würde unser Brot heute gefangenen. Er überbrachte die Willkommengrüße des Reichs- tun, um derartige unliebsame Vorfälle zu verhüten. ftatt 4,50 Mart nur 2,70 Mart foften. Bei ihrer Fragestellung präsidenten und der Reichsregierung und gedachte des langen scheinen die Landwirte in Pommern " aber auch ganz vergessen zu und mühevollen Kampfes um die Befreiung der baben, daß das Getreide von der Scheune bis auf den Tisch des Ver- riegsgefangenen, den die Regierung hat führen müssen. brauchers einen sehr langen Weg zu durchlaufen hat, daß es aus Für die noch in Sibirien schmachtenden Gefangenen fonnte er gemahlen, das Mehl transportiert und gelagert und das Brot schließ- in Aussicht stellen. daß bald auch ihnen die Heimkehr beschieden fidh gebaden werden muß. Die Kosten für den Produktionsprozeß fein wird.( Rebhafter Beifall.) Die Stadt Berlin entbot den find natürlich im Laufe der Zeit auch erheblich gestiegen. Beimgelehrten ihren Gruß durch Magistratsrat Collaz. Danach Was hier von dem ausländischen Getreide gesagt wird, gilt folgten ein paar im Programm nicht vorgesehene Ansprachen, die auch für Butter, Milch und andere Dinge, die im Inlande zu eine politische Note" in die Veranstaltung hineintragen zu sollen wenig produziert und daher vom Auslande eingeführt schienen. Oberst Bauer aus dem Kriegsministerium nahm das Das Platat der Landwirte behauptet, der Landwirt erhalte für den Zentner Hafer 20 Mart, während der Städter 300 Mark für den Zentner Haferfloden bezahlen müsse. Diese Angabe ist

Der Magistrat beantwortet dann die Frage der pommerschen Landwirte nach der Differenz von 70 Mart, die angeblich zwischen dem Getreide- und Brotpreis besteht. Wir müssen Aus­Tanosgetreide zu teuren Preisen einfaufen, weil unsere

werden müssen.

vollkommen irreführend

Volkswohlfahrt hat auf Grund des Gesetzes über Mah­Wohnungsfürsorge für Flüchtlinge. Der Minister für nahmen gegen Wohnungsmangel vom 11. Mai 1920 angeordnet, daß Flüchtlinge aus den abgetretenen Gebieten, die aus nachweislich dringenden Gründen des Berufe in eine Gemeinde zuziehen, gegenüber den Einheimischen bei der Beschaf fung einer Unterkunft bevorzugt zu berücksichtigen find. Den Kommunalaufsichtsbehörden ist zur Pflicht gemacht, nachbrüd­lich für die Durchführung dieser Anordnung Sorge zu tragen. Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt Daß der heutigen Bostauflage bei.

lehr der Gefangenen aus Sibirien zu unterstreichen. Wort, um Stücklens Ausführungen über die zu erwartende Heim­

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er die Festteilnehmer als Angehörige der alten glorreichen Aimee begrüßte, fand Beifall, erregte aber auch merkliches| lautet das Thema des Vortrages mit Lichtbildern, den Herr Leuz- Spitta Pommerns Riviera, die Seebäder auf Rollin und Usedom ", Befremden. Ein Heimkehrer, der den Veranstaltern des Festes am Sonnabend 7 Uhr im großen göisal der Treptow - Sternwarte hält. und zeigt nur, wenn man ihr auf den Grund geht, zu welchen einige Dankesworte widmete, fühlte sich durch das Beispiel des Sonntag 3 Uhr: Durch den Schwarzwald ins Donautal", 5 Uhr: Bolar Folgen die oderung der Zwangswirtschaft für lebens. Obersten angeregt, von Gegnungen der alten Regie- jagden"( Seelöwen, Menntiere und Eiche), 7 Uhr: Eine Reise zum Südpol notwendige Produfte führt. Der von den Landwirten angeführte rung zu reden. Bereinzelter Beifall ging unter in starkem Relativitätsprinzip und seine aftronomische Bestätigung".( Bortrag mit Licht­und Ein Blick ins Weltall ". Montag, 7 Uhr: Das Einsteiniche Preis von 20 Mart bezieht sich auf den beschlagnahmten Widerspruch, und der wunderliche Redner schloß dann, plöglich auf bildern von Dir. Dr. Archenhold). Dienstag, 7 Uhr: Die Sternbilder und Hafer. Die daraus mit großen Soften hergestellten Präparate be- die andere Seite fallend, mit dem Ruf: Heil dem neuen praltische Anleitung zu ihrer Auffindung".( Vortrag mit Lichtbildern von zahlt der Städte mit 140 Mart. Der teure Preis, den das freien Deutschland !" Die Abschweifung in Politische wurde 7%, Uhr: Wie unser Auge getäuscht wird".( Bortrag mit Lichtbildern von Dir. Dr. Archenbold). Sonnabend, den 3. Juli 5 Uhr: Berner Oberland ", Blafat der Landwirte angibt, bezieht sich aber auf jene Hafer- von Dr. Kundt gerügt. Herrn Karl Gentil).