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Die Frage der Kriegsschuldigen.

Baris, 8. Juli. Wie der Berichterstatter des Intransigeant" mitteilt, soll die Frage der Beschuldigten jedenfalls nicht in Spa erörtert werden. Der belgische Minister des Aeußern hemann sei beauftragt worden, namens der Alliierten einen Bericht zu erstatten, der den Deutschen einfach übermittelt werde.

Noch eine Kaiserdebatte.

London , 8. Juli. ( Reuter.) Unterhaus. Bottomleys fragte, ob

Solland Mitglied des Bölkerbundes sei und ob die englische Regierung an den Bund herangetreten wäre, um einen Stud auf Holland herbeizuführen, damit es seine Beigerung, den vormaligen deutschen Kaiser auszuliefern, aufgebe. Bonar Law bejahte die erste und verneinte die zweite Frage. Auf eine weitere Frage Bottomleys sagte Bonar Law , er glaube nicht, daß irgendwelche Vorstellungen. des Völkerbundes mehr Er folg haben würden, als die Vorstellungen, die von den alliierten achten gemacht worden seien.

Groß- Berlin

Dereitelter Millionenraub.

Ein von langer Cand vorbereitetes Betrugsmanöver, durch das ein einzelner Gauner versuchte, sich in den Bejiz einer Schiff 3- ladung im Werte von über einer Millior Mart zu setzen, wurde durch das rechtzeitige Eingreifen der Kriminalpolizei berhindert.

Das Material Ser Sommiffionsberatungen wird Sem Reichswirb schaftsrat in einer feiner nächsten Vollfizungen vorgelegt werden,

Bon unseren Gefangenen in Rußlaud. Durch Aussagen fürzlich aus Rußland und Sibirien heimgekehrter ehemaliger Kriegs und Zivilgefangener ist es gelungen, neuere Nachrichten aus dortigen Ragern sowie über das Schicksal einzelner noch zurückgebliebener Kriegsgefangenen zu erhalten. Es haben sich außerdem eine ganze Reihe Heimgelehrter bereit erklärt, Auskunft über ihre Kameraden, soweit sie hierzu imstande sind, den Angehörigen zu erteilen. Die Der Urheber ift ein früherer Postaushelfer Herbert, der letzte Nummer der Mitteilungen" des Voltsbundes zum Schuße Kenninis davon erhalten, daß, wenn im hiesigen Hafen ein Schiff ftraße 35, enthält die näheren Daten hierüber und ist vom Heeres­wegen Unregelmäßigkeiten entlassen worden war. Serbert hatte so der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen, Berlin SW 68, Linden­mit Frachtgütern eirgelaufen war, die betreffende Spedition die abwidelungsamt Preußen gegen Nachnahme( 50 f.) zu erhalten. Empfänger durch Karien benachrichtigte und diese auf die Sarten hin die Waren abholte. Sein Plan ging nun dahin, sich bezirks 1 noch auf gestempelten Oblaten, mit denen amtliche Kaiserlich" heißt das Postamt des Neuköllner Post­in den Besitz diejer Karten zu jeben. Er wartete am Hafen das Briefe dieses Postamis berschlossen wurden. Der Empfänger von Einlaufen des Frachtdampfers Gneisenau ab, der eine große amei solchen im Juni 1920 aufgegebenen Briefen überreicht uns die Ladung enthielt. Dann sette er sich mit einem früheren Kollegen, Umschläge, auf deren Rückseite prangt: Kaiserliches Boſtamt der auf dem Amte als Aushelfer tätig war, in Verbindung und Neufölln". Daß die von früher noch vorhandenen Zettelchen auf­überredete ihn, ihm gegen Zahlung von 300 M. den Schlüssel gebraucht werden sollen, kann bei der Papierteuerung verständlich für die Briefkästen und die Briefeinlieferungstasche zur Verfügung zu stellen. So feerte er drei Brieffästen, die um scheinen. Tann möge man aber mit einem diden Strich dem Post­das Speditionsbureau herum angebracht sind. Bei dem dritten amt seine Kaiserlichkeit" nehmen, wie das deutsche Volk sie Wil­Selfingfors, 9. Juli .( TU.) Südlich von Pro§. Saiten stieß er dann auch auf die gesuchten Karten. Diese steckte helm dem Letzten genommen hat. Auch für das Berliner Post­amt 61 am Tempelhofer Ufer empfehlen wir eine Korrektur. An er zu sich, während er die anderen Briefschaften dem Kollegen zur furow( westlich der galizischen Grenze, an der Eisenbahnlinie Ablieferung an das Postamt wieder übergab. Mit den Karten, die der Außenseite des Gebäudes liest man immer noch die Inschrift: Kiew- Lemberg) find die Russen erneut durchgebrochen, und zwar zur Abholung der verschiedensten Frachtgüter, wie: Autos, Auto- aiserliches Postamt". Herunter mit der Kaiserlichkeit"! in der Richtung auf Tarnopol und Lemberg. Das alte eftung 3- zubehörteile, Stahlhelme für die Sicherheitspolizei und Lebensmittel Mutterschulfursus. Jm Kaiserin Auguste Vittoria­dreied Rowno- Bubno- 2nd ist jest ohne jeden Schuh. aller Art, bestimmt waren, begab er sich nach der Neuen Schönhauser aus, Charlottenburg, Franfstraße, beginnt am 8. Juli 1920 ein Ron den Karpathen bis zur Berefina befinden sich die polnischen Straße, um sie abzusetzen. Er fand auch bald willige Abnehmer, Rurfus für Mütter und Mädchen, in dem all das theoretisch und Seere in voller Auflösung. Ihre Front weist gähnende die Beträge bon 500, 800 m. und mehr bezahlten. Nur für wenige, praftisch gelehrt werden wird, was eine Frau von der Pflege und 2üden auf. Infolge der Ausdehnung des bolschewißischen Vor- so für die Stahlhelme, fand er feine Käufer. Diefe Karten stedte Ernährung des Säuglings wissen muß. Der Kursus umfaßt vier marfches ist Oftgalizien unmittelbar bedroht. Bei Woloczk stehen er dann wieder in den Briefkasten und so gelangten sie an den rich Stunden; jeweilig Donnerstag von 5-6%, Uhr. Es wird großer Am Wert auf praktische Nebungen am lebenden Kinde gelegt. figen Empfänger, die Bolschewisten nur noch fünf Meilen von der alten russischen Von diesem Handel hatte die Kriminalpolizei Kenntnis er- Schlusse des Kursus Repetition des Gelernten am Säuglings­Grenze entfernt. Die große russische Offensive geht in drei Rich halten, die Verfolgung wurde sofort aufgenommen und die Täter Pflege- Lehrfilm des Kaiserin- Auguste- Vittoria- Hauses. Einschreibe­tungen: auf Tarnopol- Lemberg, Lemberg- Lublin und der dritte festgehalten. gebühr für den Gesamtkursus M. 15,-. Meldungen im Bureau und stärkste Stoß von Mosyr über Binff- Brest Litowsk­Ser Anstalt. Warfau. Die Richtung auf Warschau bedroht Polen am swersten und kann seinen Untergang herbeiführen.

Durchbruch der Russen.

Das polnische Problem.

Paris, 9. Juli. Der Sonderberichterstatter des Intrans­seant" berichtet aus Spa, daß am Sonnabend oder Sonntag über Falen verhandelt werden soll.

Es geht aus dieser Nachricht nicht hervor, ob es sich um Sonderverhandlungen der alliierten Delegation oder um eine difizielle Aussprache im Rahmen der Konferenz handelt. Tritt bie zweite Möglichkeit ein, so würde auch die oberschlesische Frage wahrscheinlich von uns angeschmitten werden. Bisher nahmen wir an, daß das Schicksal Oberschlesiens durch die Abstim mung entschieden wird. In letzter Zeit scheint aber in den Kreisen der Alliierten eine Strömung on Kraft gewonnen zu haben, die sich die Neutralisierung Oberschlesiens zum Ziele jetzt. Danach würde Oberschlesien ein selbstän diger Staat mit einem Präsidenten an der Spiße und einem

Lber- und Unterhaus als gefeßgebender Körperschaft. Um dem noraussichtlich sehr radikalen Unterhaus die Möglichkeit einer der Entente unbequemen Politik zu nehmen, würde das Oberhaus mit starken Rechten ausgerüstet werden. Die Information, die bieje Nachricht verbreitet, deutet an, daß sich besonders Eng . and für den Plan interessiert. Man wird abwarten müssen. ineriemeit die Angaben den Tatsachen entsprechen.

Unruhen in Apulien.

Zur Papiernot.

B

Volk und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, Stegt der heutigen Postauflage bei.

Stralau.

Groß- Berliner Lebensmittel.

Anmeldung bis Montag: 375 Gramm 8uder( 14), 125 Gramm Grieß( 35), 125 Gramm Erbsen( 36).

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Heute, 9. Juli:

Die ungeheure Arbeitslosigkeit mit allen ihren Schreden macht sich vor allem auch im Buchdrudgewerbe bemerkbar. Durch die Steigerung der Materialpreise und auch der Arbeitslöhne find vor allem die Zeitungen in eine recht bedrängte Lage geraten, und selbst die Inseratenplantagen von Mosse, Scherl und unstein haben mit diesen Verhältnissen stark zu rechnen. Keine Zeitung fann bei den heutigen Papierpreisen bestehen, und namentlich die poli­tischen Tageszeitungen erfordern meistens ganz erhebliche Zuschüsse. Erhöhungen der Abonnementspreise bleiben voll­fommen wirtungslos, da jede Erhöhung durch den teilweisen Abgang der Bezieher in finanzieller Beziehung mehr als ausge­glichen wird. Ein Sinken der Papierpreise ist nicht zu erwarten, Flugblätter sind beim Genossen Lucht, Lindenstr. 2, baldigst abzuholen. Die zur Flugblattverteilung am Sonnabend bestimmten da angeblich die Bapiernot anhält. In frassem Widerspruch Morgen, 10. Juli: hierzu steht die Tatsache, daß mit dem Zeitungspapier geradezu Die Speditionsfirma Baul Schur bejizt auf dem geaft wird. fiskalischen Gelände in der Alten Jakobstraße gegenüber dem Patent amt einen Lagerplaß, auf dem Hunderte von Vapier rollen lagern, die Millionenwerte repräsentieren. Diese Papier­rollen sind allen Witterungseinflüssen ausgesetzt, und man fann sich leicht ausrechnen, welche Werte durch die regnerische Witterung der Ichsten Tage verloren gegangen find. Ein Beispiel dafür, wie der Wiederaufbau und der Abbau der Preise nicht gefördert wird.

zu

Berliner Personenschiffahrt ,, Stern".

2. Abt.

24. Abt. 5 Uhr Flugblattverbreitung von den bekannten Zotalen. 7 Uhr bei Rösner, Emanueltirchstr. 25, Junktionärversammlung. Besprechung über die Statuten. 29. Abt. 7 Uhr bei W. Burg, Prenzlauer Allee 189, Sibung der

Bezirksführer.

Vorträge, Vereine und Versammlungen.

Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Bezirk Lichtenberg. Am 13. Juli im Lhzeum, Rathausstraße, 7%, Monatsversammlung. Seifen­und Nähgarnverkauf.

Der Vortrag in der politischen Arbeitsgemeinschaft der Frauen, den Frau Adele Schreiber Montag im Deutschen Frauenklub, Kurfürsten­straße, über den internationalen Frauenfongres in Genf halten sollte, muz

ausjallen.

Der Archenholdsche Vortrag über das Einsteinsche Relativi. tätsprinzip und seine astronomischen Beweise mit zahlreichen Licht- und Drehbildern und den beweisenden Originalaufnahmen der Sonnenfinsternis vom Jahre 1919 wird wegen des bisherigen Andranges am Dienstag um 7 Uhr im großen Blüthner Saal, Berlin W, Azowstraße 76, wiederholt.

Gerichtszeitung.

Bom Deutschen Transportarbeiterverband( Binnenschiffer und Flöger) geht uns folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffent­lichung zu: An schönen Sommertagen, besonders jetzt in den Ferien, be­mußt die Berliner Bevölkerung die Personenschiffahrt zu Ausflügen in die Umgebung Berlins. Die Sicherheit der Fahrt, das Leben der Passagiere, hängt von der Besaßung ab. Ein falsches Rußland und Amerika. Steuermanöver, irgendeine falsche Handlung der Besaßung tann Bashington, 8. Juli .( Havas.) Das Staatsdepartement hat 8 Sabarien, Busamenstößen und damit Gefährdung der Passa­Bashington, 8. Juli .( Havas.) Das Staatsdepartement hat giere führen. Deshalb sollte auch nur ausgewähltes, erfahre die Beschränkungen im Handelsverkehr mit Sowjet- nes und fachkundiges Personal genommen werden. Dieses rußland aufgehoben. Eine Ausnahme besteht für Materialien, Personal steht genügend zur Verfügung, wenn von seiten der de sofort zu Kriegszweden verwendet werden können, für deren Unternehmer ein Lohn gezahlt wird, der zur Eristenz genügt. Bei Der Massenmörder Schumann vor Gericht. Ausfuhr nach Rußland von Fall zu Fall eine Sonderbewilligung der Spree- Habel- Dampfschiffahrtgesellschaft" Stern" erhalten die Bootsleute und Heizer 150 m. und die Kapitäne und Maschinisten Nach Gröffnung der Sitzung werden die zum Fall der Ermor erforderlich ist, die nur ausnahmsweise erteilt werden soll. 200 M. Wochenlohn bei einer 8 Stunden weit überschreitenden dung des Nachtwächters Engel noch nachträglich geladenen Beu Arbeitszeit. Der Tariflohn für Binnenschiffer beträgt zurzeit ginnen vernommen, welche jedoch beide den Angeklagten nicht 195 M. resp. 215 M. die Woche, es finden aber Verhand- als den Mann wiedererkennen fönnen, den sie damals in der Nähe lungen zweds Erhöhung statt. Infolge der niedrigen Ent- des Tatortes haben herumschleichen sehen. lohnung von 150 M. pro Woche entstehen für die Gesellschaft Stern" Rechtsanwalt Dr. Frey beantragt zweds Nachprüfung natürlich Schwierigkeiten, befahrenes, schiffahrtskundiges Personal der Angaben des Angeklagten die beiden Transporteure, zu erhalten. G3 werden dann Leute für diesen Lohn eingestellt, von welchen Schumann auf dem Transport nach Berlin angeblich die keine Kenntnisse von Binnenschiffahrt haben und schwer mißhandelt sein will, zu laden, um festzustellen, was an den durch die wirtschaftliche Not gezwungen werden, für diesen Lohn die Erzählungen des Angeflagten wahr ist. Arbeit zu verrichten. Durch die Nichteinstellung von fachkundigem Es beginnt darauf die Beweisaufnahme über Bersonal wird die Sicherheit der Passagiere gefährdet. Wir richten die Erschießung des Lehrers Paul. im Interesse der Berliner Bevölkerung an diese das Ersuchen, bei Der Lehrer Paul bejaß in der Kolonie Falkenhagener See ein der Benutzung der Personendampfer darauf zu dringen, daß auch Laubengrundstück, auf dem er mit seiner Frau und Tochter im schiffahrtskundiges Personal an Bord ist. Bei Zahlung von Löhnen, Sonimer wohnte. In der Nacht zum 22. Juni wurden die Schlafen­die zur Eristenz ausreichen, ist dieses möglich. den durch ein Feuertnistern wach. Als sie aus der Laube hinaus wollten, entdeckten sie, daß von unbekannter Hand ein dider Zaunpfahl von außen gegen die Tür geftemat war, so daß die Tür nicht aufging. Nachdem es ihnen mit vieler Mühe gelungen war, das Hindernis zu beseitigen, entdeckten sie, daß ein mit Holz gefüllter Schuppen brannte Sie löschten das Feuer und wollten gerade wieder in das Haus hineingehen, als Frau Baul eine Gestalt zwischen den Bäumen bemerkte. Sie schlossen die Tür schnell von innen. Im nächsten Augenblick schob ich eine rauchgeschwärzte and durch den Fensterladen und versuchte den Fensteriegel zu öffnen. Während Baul rief: 28as wollen Sie denn hier?" frachte ein Schuß und Paul fant zusammen.

Mailand, S. Juli.( EU.) Nach Blättermeldungen aus Bari frist sich die Lage dort immer mehr zu. Die Telephon- und Tele­graphenverbindungen sind durchschnitten. Die Stadt ist iso Tiert, da das Personal der Eisenbahn zwischen Bari- Barrotha in den Streif getreten ist. Es kommen feine Lebensmittel in die Gegend. Der Corriere della Sera" berichtet, daß auf einem großen Gute beträchtliche Mengen Getreide in Brand gesteckt worden sind. Es sollen 10000 Bentner Getreide zerstört worden fcin. Der Secolo" berichtet über neue Gewalt afte in der ganzen Probing Ferrara.

Förderung des Heimstättenwesens.

Die gesamten anderen Personenschiffahrtsbetriebe zahlen den Tariflohn, ohne daß dort höhere Fahrpreise wie bei der Gesell­schaft" Stern" gezahlt werden. Es tann nicht angehen, daß auf Kosten der Sicherheit der Passagiere die Gesellschaft Ertra- Projite einsteckt.

Wie die Zeugin Fräulein Bau I befundete, habe gleich darauf ein Mann mit Soldatenmüte durch das Fenster gefehen und die Pistolenmündung auf sie gerichtet. Sie habe gerufen: Lieber Mann, gehen Sie doch. Wollen Sie uns denn alle drei ermorden? Wir sind doch keine reichen Leute! Der Mann habe darauf die Pistole finfen lassen und fei weggegangen.

3m Reichsarbeitsministerium trat der bei diesem Minifterium eingelegte ständige Beirat für Heimstättenwejen zu einer ersten Sizung unter dem Vorsitz von Dr. Damascle Kartoffeln in Menge- für Zahlungsfähige! zufammen. In Vertretung des Herrn Reichsarbeitsministers führte Nach dem Kartoffel überfluß, durch den wir vor einigen Staatssekretär Geib aus, daß es der Reichsregierung ganz be- Wochen überrascht wurden, ist jetzt eine um so fühlbarere Startoffel­fonders am Herzen liege, durch die sachverständige Beratung dieses inappheit gekommen. Die Kartoffelration ist auf ein winziges Beirats in den Stand gejekt zu werden, möglichst schnell und durch- Quantum zusammengeschrumpft, aber selbst das friegt man nur, greifend eine prattische Auswirkung des türzlich verab- wenn man GIüd hat. Ein Familienvater schreibt uns, daß er und fajiebeten Reich sheimstätten gesebes in die Wege zu lei- feine Angehörigen seit bierzehn Tagen überhaupt ten. Der Beirat beschäftigte sich sodann mit der Ausarbeitung eines teine Rartoffeln mehr gehabt haben. Die auf die Nation Musterheimstättenvertrages, der so schnell wie mög- abzugebenden Startoffeln, für die ein mäßiger Preis( was man jezt lichter Deffentlichkeit übergeben werden soll, um allen den Stelmäßig" nennt!) vorgeschrieben ist, waren immer vergriffen. Ohne Ten, in deren Hand die praktische Siedlungsarbeit liegt, eine Hand- Marken gab es noch genug, aber das Pfund mit 1,70 M. zu habe für Vertragsabschlüsse zur Schaffung von Wohn- und Wirt- bezahlen, war er nicht imstande. Seit drei Wochen arbeitet schaftsheimstätten zu geben. Zur Grundlage der nächsten Ar- er bei verkürzter Arbeitszeit wöchentlich nur vier Tage, so daß Bors: Kennen Sie den Angeklagten als den Täter wieder? beiten wurde sodann der Beschluß der Nationalversammlung vom fein Wochenlohn auf 120 m. gefanten ist, die durch den Beugin: Ich habe ihn, als er mir gegenübergestellt wurde, 29. April genommen, wonach die Reichsregierung zu ersuchen ist. Steuerabzug, durch Kassenbeiträge usw. sich auf 101 m. ver­sofort wieder erkannt. funficht bald einen Gesebentwurf zur Bekämpfung der mindertent. Von diesem Einkommen sollen vier Menschen Boben petulation und zur sozialen Ausgestaltung des Entleben! Als es am letzten Sonnabend wieder mal Startoffeln auf Sie gar feinen Zweifel?- 8eugin: Mein; ich habe das Geficht Bors: Ift er es gewesen? 3eugin: Ja. Vors.: Haben eignungsrechts, insbesondere auch in der Richtung vorzulegen, daß Marfen gab, war der Mann genötigt, stundenlang Polonaise zu noch deutlich in der Grinnerung. die Errichtung von Wohn- und Wirtschafts- Heimstätten durch Be­Rechtsanw. Dr. Frey: Die jchaffung billigen Bodens erleichtert wird. Insbesondere wurden stehen". Aber nur ein Teil der Kunden konnte von dem geringen Beugin hat erflärt, der Mann habe blaue Augen gehabt. Der An­eingehende Erörterungen der Frage der Neugestaltung des Sartoffelborrat erhalten, und mit vielen Leidensgenoffen mußte auch geklagte hat doch alles andere als blaue Augen. Der Zeugin ist Enteignungsrechts gewidmet, daß in weiterem Umfange, er wieder ohne Kartoffeln nach Hause gehen. In dieser Woche als die geltenden Bestimmungen, es ermöglichen soll, die Wünsche erklärte ihm der Händler, daß die Kartenabschnitte inzwischen ver- a der Angeklagte auch erst nach Jahr und Tag gegenübergestellt worden. Die Zeugin bleibt dabei, daß sie den Angelagten twieder­a proftischer Verwirklichung der Heimstättenidee der Erfüllung fallen feien. Der Geschädigte wirft nun die Frage auf, ob nicht Vors: Angeklagter, fönnen Sie sich jetzt vielleicht ent­näherzubringen. Des weiteren wurden die Fragen der Finan- für die wegen Kartoffelknappheit nichtbelieferten Abschnitte die sinnen, in jener Nacht an dem Hause des Lehrers Baul gewesen sierung sowie der Förderung des Wohnungsbaues auf der Grund- Gültigkeitsdauer zu verlängern und den betreffenden Kunden Angell: Ich habe Tage der Selbsthilfe nach dem Vorgehen von Hauptmann dann eine Vorzugs belieferung zuzubilligen wäre. Wir können hmude und Baurat Diebold geprüft. diese Forderung nur als berechtigt anerkennen.

Freiheit" heute morgen auf unseren gestrigen Artikel Gine tot­

Erwerbslosenfürsorge im Reichswirtschaftörat.

Gin Reinfell! In unverkennbarer Verlegenheit gebt die In der fommenden Woche wird sich eine besondere om geid riegene Ponferens" ein. indem sie alles bestreitet. Das mifiton des vorläufigen Reichswirtschaftsrates mit der Erwerb it jehr einfach, aber nicht sehr überzeugungsfräftig. Sie fündet Infenfürsorge befassen. Die Mitglieder diefer Kommission die ausführliche Antwort ihre Zentralfomitees an, der wir mit sehen sich aus den Angehörigen des wirtschaftspolitischen und des Muse entgegensehen. Bis dahin müssen wir unsere Angaben auf- jozialpolitischen Ausschusses zusammen. Zu der Frage der Erwerbs­rechterhalten. lofenfürsorge find bisher nur Sachverständige gehört worden.

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erkennt.

au sein?

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weber geschossen noch Beuer augelegt. Nach meiner Meinung war ich zu jener Zeit überhaupt irt

elbe.

Auf Befragen des Vorsitzenden bestätigt Frl. Pan, daß ihr Boter erzählt habe, er sei dazugekommen, wie der Angeklagte ani 22. Juni 1918 cine Frau Grabowsti vergewaltigen wollte; dieser sei dadurch bei der Ausübung des Verbrechens gestört worden, Frau Paul, die Witwe des erschossenen Lehrers, macht ihre Aussagen in sichtlicher Grregung, die um so erklärlicher ist, als heute gerade der Sterbetag ihres Maunea ist. ( Fortsetzung in der Morgengusgabe.)