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Botschafter- Weisheit.

Aus Paris wird gemeldet, daß die Botschafterkonfe renz am Montag die in drei Noten von der deutschen Regierung gemachten Anregungen abgelehnt hat. Es handelt sich erstens um das Ersuchen, eine besondere Garde zur Bes wachung der in Ostpreußen übergetretenen Russen bilden zu dürfen, zweitens um den Vorschlag einer unparteiischen Kommission in Oberschlesien , drittens um den Vor­schlag, die Kompetenz des amerikanischen Mitgliedes der Kom­mission für die Verteilung der Flußtonnage, Hines,

anzuerkennen.

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Konferenz der Groß- Berliner Genofsinnen.

Der Stellungnahme zur Reichs- Frauenton- lauch, ohne Bagen vorwärts zu gehen, und was wir erkannt haben, ferenz und zum Parteitag in Kassel diente eine Kon- energisch zu vertreten. Bei aller Anerkennung für die Bedeutung die unter starter Beteiligung am Montagabend im Rosenthaler gende wie für die Ausübenden eine gewisse psychologische Gefahr ferenz der sozialdemokratischen Funktionärinnen von Groß- Berlin, der Wohlfahrtspflege verkennt Rednerin nicht, daß für Empfan­Hof" tagte. gegeben ist, und sie betont, daß es ihrem Gefühl widerspreche, Wohl­

Erste Referentin war Genossin Todenhagen. Sie sagte tätigteit. so zu üben, wie es bisher gehandhabt wird. Die Uebung unter anderem: Das Ergebnis der Reichstagswahlen hat uns alle der Wohlfahrtspflege darf nur in einer Weise geschehen, daß sie enttäuscht, insbesondere enttäuschte es die Männer in bezug auf die als ein Schritt auf dem Wege zur sozialistischen Gesellschaftsord politische Bewährung der Frauen. Manche unserer Männer haben nung erscheint. Was die Programmrebision angeht, so gesagt: Hätten doch die Frauen das Wahlrecht noch nicht gehabt! müssen die Genossinnen auf dem Parteitage dafür sorgen, daß Die Vertreter der Entente in Berlin haben von der Reichs- haben die Frauen erst seit 1908 und ihr Wahlrecht ist allerjüngsten teiligt werden. Durch den Krieg und unter den Folgen des Krieges Wie liegen die Dinge: Ein Recht, sich politisch zu organisieren, auch die Frauen in der Bearbeitungskommission ausreichend be regierung verlangt, daß sie mit allen Mitteln eine Rückkehr Datums. Wo die Männer in einem halben Jahrhundert nicht ge- hat sich das Verhältnis der Wirtschaftspolitik zur allgemeinen Bo­der nach Ostpreußen übergetretenen Russen zur russischen Armee lernt haben, das Wahlrecht richtig zu gebrauchen, da kann man das litik verschoben. Die Wirtschaftspolitik ist in den Vordergrund ge berhindere. Die Reichsregierung hat geantwortet, daß sie von den Frauen erst recht nicht erwarten. Auch ein großer Teil selbst das größte Interesse daran habe, diese Ruffen zu der Männer hai bei den Reichstagewahlen versagt. Die Indifferens drungen und sie wird auch weiter das Bestimmende sein. Hierbei entwaffnen und festzuhalten, die Mittel dazu seien aber außer ist eben bei Männern und Frauen gleichmäßig verteilt. Falsch ist möchte ich auch betonen, daß wir die Frage der Räte, insbesondere ordentlich beschränkt und die Entente habe bisher weder einer Zus es, wenn unsere Genossen behaupten, die Frauen würden in der die der wirtschaftlichen Räte, nicht mit einer Handbewegung ablun stimmung zur Aufstellung der Ortsschuhwehren Ostpreußens Bewegung bevorzugt. Rednerin führt mit Bezug auf Mandats- fönnen, sondern uns damit eingehend beschäftigen müssen. Her­erteilt, noch auf den Antrag wegen Verstärkung der Reichsbergebung Beispiele an. 1920 waren von 58 870 politisch organi- borragende Aufmerksamkeit müssen wir der Jugendorgani. fierten Parteimitgliedern 11 481 Frauen, d. h. 19,5 Proz. Die ation schenken. Rednerin erwähnt bei der Angelegenheit, daß wehr in Ostpreußen geantwortet. Die Vertreter der Entente er jetzigen Stadtverordnetenwahlen haben aber den Frauen bei den der Vorwärts" die Frauenagitation und alle Fraueninteressen nicht kannten die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten an Mandaten nur einen Anteil von 9 Broz. gebracht. Bei den Reichs- so vertritt, wie es die Genossinnen wünschen könnten und müßten. und erflärten, daß die Botschafterfonferenz in den aller- tagsmandaten sind wir allerdings mit 33 Broz. beteiligt. In un- Von dem für den Parteitag fälligen Bericht vom internationalen rächsten Tagen über diese Anträge entscheiden werde.( Nach der serem Programm wird gefordert die Abschaffung aller Gesche, die Kongreß in Genf erwartet Rednerin, daß er Aufklärung bringen vorstehenden Meldung ist aber die Entscheidung bereits gestern, und die Frauen gegenüber dem Manne benachteiligen. Ich bin für Ein- möge über die Gründe, die unsere Delegierten veranlaßte, dem zwar im ablehnendem Sinne gefallen. Die Red.) segung der positiven Bestimmung: Herbeiführung der gleichen deutschen Schulbefenntnis in der angegebenen Fassung zuzustim­Rechtsfähigkeit mit dem Manne und der wirtschaftlichen Befreiung men. Sie ist der Meinung, daß Schuld am Kriege alle beteiligten der Frau. Es kann z. B. nicht gerade werbend unter den Hand- Reiche gehabt heben und daß es widersinnig sei, wenn auf einem lungsgehilfinnen wirken, wenn unter der verflossenen Regierung, Kongreß die Schuld einem Lande zugewiesen werde. in der sich aus Genossen befanden, ein Erlaß herauskommen fonnte, der bei den Kaufmannewahlen den Frauen zwar das aktive, nicht aber das passive Wahlrecht gab. Die Ungleichheit in der sozialpolis tischen Gesetzgebung hat man auch noch bei der Angestelltenversiche rung. Rednerin geht auf die Wohlfahrtspflege ein, die auch Als Delegiettinnen zum Frauentag in Raffel wurden die Ge­auf die Tagesordnung des Frauentages in Staffel gesezt worden ist. nofsinnen Wadenheim, Frieda Müller, Scheiben­Sie beleuchtet die Bedeutung der Wohlfahrtspflege, die jie zugleich Huber, Hopp und Scholz gewählt und es wurde be­kritisch würdigt und von der sie sagt, daß ihre Uebernahme in die schlossen, als Delgiertinnen zum Parteitag dem Groß- Berliner Be­öffentliche Regie für uns nur eine Frage von Jahren sein dürfe. zirkstag, der disse Wahl vorzunehmen hat, die Genoffinner und bei der Ausübung der sozialen Fürsorge dürfen wir nicht ver- che ibenhubir, Scholz und Hoppe zur Wahl vorzu­gessen, daß wir Sozialdemokratinnen sind. Zum Ausbau der Wohl- schlagen. fahrtspflege muß unser Programm, das hier eine Bücke hat, ganz und Genoffinnen, die im Dienste der Sache stehen, binden an ganz bestimmte Forderungen aufstellen, die ein für allemal den Genossen bestimmte Auffassungen.

Wo bleibt Makaouahe Schädel? Das Genfer Blatt La Feuille", eines der wenigen West­schweizer Organe, die ihre geistige Unabhängigkeit gegenüber ber siegreichen Entente zu betonen wagen, druckt folgenden Brief eines Lesers ab:

.Geehrte Redaktion!

Wir bitten Sie dringend, Ihre Leser über das Schicksal des be­rühmten Schädels des Sultans Mafaouah zu beruhigen, den die Deutschen laut Artikel 246 des Versailler Vertrages inner­halb sechs Monate nach Inkrafttreten des Friedens feiner Britischen Majestät auszuliefern hatten. Diese Frist ist seit dem 10. Jult abgelaufen, und weder das Neutersche noch das Wolffsche Bureau haben sich hierüber geäußert. Machen sich da wieder hinterliftige Widerstände seitens des Besiegten geltend? Das darf man moh! annehmen, und in diesem Falle erscheinen Strafen" unerläßlich. Hier wäre ein Eingreifen der Senegalesen ganz besonders am Blake. Hochachtungsvoll P. S."

Ob dieser Schädel tatsächlich abgeliefert wurde, ist uns Ob dieser Schädel tatsächlich abgeliefert wurde, ist uns nicht bekannt. Aber selbst wenn diese wichtige Klausel des Vertrages erfüllt worden ist, wer garantiert dafür, daß es auch der echte Makaouah- Schädel war, den unsere Be­hörden herausgaben. Eine Besetzung des Ruhrgebiet3 er­scheint uns unerläßlich.

Keine Schuhhaft" in der Schweiz .

Bern , 6. September. ( WTB.) Der Bundesrat beantragte in der Bundesversammlung, sie möge das von über 62 000 gültigen Unterschriften begleitete Initiativbegehren ablehnen, nach welchem in die Bundesverfassung ein Artikel aufgenommen werden solle, daß der Bund die Pflicht habe, Schweizer Bürger, welche die innere Sicherheit gefährdeten, unverzüglich in Schuhhaft zu nehmen. Der Bundesrat geht dabei hauptsächlich von der Er­wägung aus, daß die Schutzhaft ein zu einschneidender Eingriff in die Freiheit der Bürger sei und den demo­fratischen Ueberlieferungen des Landes nicht ent­spreche.

Georg Davidsohn bestreitet in einer Buschrift an die Tägliche Rundschau" die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Korruption und Schieberei. Bei der Vermittlung des Angebots für Herrenanzüge habe er betont, daß es sich nur um einen Gewinn nach Pfenni­gen" handeln dürfe. Wir haben zu dem Inhalt der Angriffe feine Stellung genommen und die Erwartung ausgesprochen, daß sie sich als unberechtigt erweisen mögen. Nichtsdestoweniger bleibt die Tat sache bestehen, daß sich an Davidsohn das alte Sprichwort bewahr heitet hat: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein".

Gegen die Wahl politischer Arbeiterräte hat sich die Landeskon ferenz der Unabhängigen Württembergs nach einem Referat bon Koenen ausgesprochen, weil in der jebigen Zeit die politi schen Arbeiterräte neben der Vollversammlung der Betriebsräte fein Betätigungsfeld hätten.

Groß- Berlin

Es entspann si cheine lebhafte Diskussion, an der zahlreiche Ges nofsinnen teilnahmen. Unter anderem sprachen die Genossinnen midt, Eisinger, Plustat, weiß, Wachenheim , Scheiben hu be r.

Einstimmig angenommen wurde folgender Antrag: die Bezirke erschent, von den Frauen den gleichen Beitrag wie " Der Parteitag wolle beschließen, je nachdem es giedmäßig für für die Männer zu erheben, ihnen dafür aber die" Gleichheit" obli­gaiorisch zu lieferr, oder aber die" Gleichheit" den Tageszeitungen als Wochenbeilage beizulegen."

Ferner gelangle folgender Antrag zur Annahme: Die Frauen­fonferenz von Groß- Berlin beauftragt ihre Delegiertinnen, auf dem Frauentag in Kassel dahin zu wirken, daß Mittel und Wege aus­findig gemacht werden, die es ermöglichen, daß die ihren Haus­halt ohne fremde Hilfe versehenden graven als werte= schaffend und werte erhaltend für das Volksganze vou der Gesetzgebung anerkannt werden und ihnen gleich den andern freien Berufen eine Vertretung im Reichswirtschafts­

Dann referierte Genossin Bohm- Schuch, die speziell über den bevorstehenden Parteitag zu sprechen hatte. Auch sie begrüßt, daß diesmal die Reichs- Frauenfonferenz dem Barteitage vorangeht. In der Theorie, führte sie aus, sind wir Frauen gleichberechtigt, in der Brazis find wir es nicht. Nirgends, auch nicht im Partei leben. Wir wollen teine Borrechte. Es steht die Entwicklung des deutschen Boltes auf dem Spiel. Die Partei, der es gelingt, das großentwidelte Gefühlsleben und damit das Verstandesleben der Frauen zu gewinnen, die wird die Zukunft haben. Diese Idee ist nicht start genug in unsern Reihen verbreitet. Hier heißt es für uns, Schritt für Schritt das Terrain zu erobern. Aber es heißt Irat zugestanden wird." mit jeder einzelne faufen fann so viel er will, geschweige für die spätere Zeit. Bom Preis sei gar nicht erst geredet.

Wir müssen den Betriebsräten die Verantwortung für diese Darstellung überlassen, hoffen aber, daß der Berliner Magistrat schleunigst seine Aufmerksamkeit den Dingen zuwendet, bie außer halb der Mauern des Schlacht- und Viehhofes ziemlich ungefindert vor sich zu gehen scheinen.

Voller Baubetrieb auf der Nord- Südbahn .

teilte das Mieteinigungsamt dem Eigentümer die Erlaub­nis, gegen sie die Räumungsflage einzureichen. Der eine Mieter hat inzwischen eine neue Wohnung gefunden, der andere aber sucht immer noch Ersatz. Bird er in der Räumungsklage ver­urteilt, so tann er sich auf die Straße sehen lassen dank dem Eingreifen des Mieteinigungsamtes! Schutz hat dem nach nicht der Mieter gefunden, sondern der Eigentümer, der durchaus in sein eigenes Haus hineinziehen mill

Ein ähnlicher Fall wird aus dem Mieteinigungsamt Steglit Die von der Stadt Berlin vor dem Kriege in Angriff genom- gemeldet. Auch dort ist einem Eigentümer, der sein Haud fother mene Nord- Südbahn soll nunmehr, nachdem der Baustoffmangel bewohnen will, die Genehmigung zur Räumungsflage erteilt ettvas behoben werden konnte, mit Hochdruck weiter geführt werden. worden. Nach der Freigabe des Zementes ist es dem städtischen Tiefbauamt So entscheiden Mieteinigungsämter, ungeachtet der Anord­gelungen, ein fleines 3ementlager in Rüdersdorf zu eigentümer auch in seinem eigenen Hause nur nung des Wohlfahrtsministers, daß einem Haus­erwerben. Hierdurch sollen die Bauunternehmer in den Stand ge- durch das Wohnungsamt eine Wohnung augeteilt seht werden, die in Angriff genommenen Strecken so schnell als werden darf. Gin Räumungsurteil fann zwar nicht vollstrect möglich zu vollenden.

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werden, bevor das Wohnungsamt den obdachlos gemachten Mieter eine andere Wohnung nachgewiesen hat. Aber selbst wenn das möglich wird, fallen dem auf die Straße gesetzten Mieter die Mühen und Kosten eines beschwerlichen und teuren Umzugs zur Laft. Sollen die Mieteinigungsämter nicht auch darauf hinwirken, daß un nötige Umzüge vermieden werden? Das scheint in Ver­gessenheit geraten zu sein.

Vor allen Dingen handelt es sich hierbei um den südlichen Teil der Friedrichstraße , wo schon in der nächsten Woche mit dem Betonieren der Tunnelsohle begonnen werden soll. Zwischen der Buttkamerstraße und der Handelsstätte Belle- Alliance ist allerdings noch ein sehr schwieriges Bauwerk auszuführen, und zwar die Herstellung eines Pfahlrostes zur Ueberbrückung eines nur wenig tragfähigen Baugrundes. Die Köpfe der einzeln einge­rammten Pfähle werden nach dem Rammen in eine schwere Eisen- langt, bie zu einer öffentlichen Gefahr werden kann. Auch Die Gasvergiftungen in Berlin haben eine Ausdehnung er. betonplatte eingebettet, auf welche die Tunnelsohle gelegt wird. Es aus den Bororten werben täglich mehr Vergiftungsfälle gemeldet. handelte sich hierbei um die Kreuzung der Bahn mit einem alten, Am Sonntag wurde die Berliner Feuerwehr u. a. nach der Herms. längst zugeschütteten Wasserlauf, der Grüne Graben", der dorfer Str. 11 alarmiert, leider zu spät; als die Samariter der früher vom Kupfergraben her in den Schafgraben, der Vorläufer Wehr dort eintrafen, war die Frau schon tot. In der Bärwald­des heutigen Landwehrkanals, führte. Die Strede bis zur Tel- straße 6 und Nostizstr. 62 waren die Bemühungen der Feuerwehr­tomer Straße hofft man, einschließlich der Kreuzung mit dem Land- männer von Erfolg. Zwei weibliche Personen mußten aber nach wehrkanal, im Laufe der nächsten neun Monate herzustellen. Die dem Urbanfrankenhaus geschafft werden. He ner wurden Löschzüge Strecke mit dem unsicheren Baugrund im südlichen Teil der Fried- wegen Gasvergiftungen nach der Schonenschen Str. 5, nach dem richstraße wird im Rohbau erst später fertiggestellt werden können. Tempelhofer Berg 2, Echivebenstr. 11, der Schönhauser Allee 152, auf der ganzen Strecke arbeiten bereits die ersten Staffeln der Rostocker Str. 13, Ackerstr. 157, Mariannenstr. 4 alarmiert, wo sich Personen beiderlei Geschlechts mit Gas vergiftet hatten. Wegen einer Gaserplosion rüdie der 7. Zug nach der Rigaer Wasserhaltungen zur Absenkung des Grundwasserspiegels. Die Endstrecke der städtischen Nord- Südbahn, von der Teltower Str. 83 am Sonntag mittag aus. Durch die Exprosion war eine Straße bis Hermannplay, foll als Los 7-9 demnächst öffentlich Band zwischen einem Laden und einer Wohnung eingedrückt, In der Eingabe des Magistrats von Berlin an den Volkswirt ausgeschrieben werden. Von dieser Strecke ist vom Lose 8 bereits mehrere Wände beschädigt worden. Der entstandene Brand konnte schaftlichen Ausschuß des Reichstages vom Mittwoch, den 1. Sep­tember weist der Magistrat mit Recht auf die schwache Belieferung ein Teil der Schachtarbeiten in der Gneisenaustraße als Notstands- auf das Erdgeschoß beschränkt werden. Die Entstehung wird auf mit Vieh hin und sucht die Ursache in der Zurüdhaltung des Viehes arbeiten bis zum Grundwasser ausgeführt worden. Nunmehr soll Fahrlässigkeit zurüd geführt. durch die Vielhalter zu finden. Das dürfte zum Teil zutreffend auch der Rest der Arbeiten vergeben werden. Damit werden also jein. Aber was uns Betriebsräte in Erstaunen jetzt, ist das: die Neuköllner Untergrundbahnen in absehbarer Zeit auch den An­Sollte der Berliner Magistrat keine Ahnung haben von dem schluß an die Berliner Bahn erhalten. Magerviehhof in Friedrichsfelde ?

Schwache Viehbelieferung? Großbetrieb in Friedrichsfelde. - Schwarzschlächterei. Der Betriebsrat vom städtischen Schlacht und Viehhof gibt uns über die recht sanderbaren Verhältnisse in der angeblich jo knappen Berliner Viehbelieferung folgende interessante Dar

stellung:

Dort sind seit

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Ift das Mieterschutz?

Wochen Auftriebe zu verzeichnen, an die der Berliner Viehhof nicht im Entferntesten heranreicht. Auch fonnte sich der Betriebs­rat davon überzeugen, daß bei weitem nicht alles Nuß- und Mager­Mieterschutz soll ja wohl eine Hauptaufgabe der Miet. Bei manchen Entscheidungen von vieh war, sondern ein ganz erheblicher Teil Schlachttieh. Das Bieb einigungsämter sein. wurde durch einen Auftäufer aus Oberschlesien getauft; auch trat, Mieteinigungsämtern muß man sich aber sehr fragen, wo da der was zum mindesten verwunderlich ist, die Reichsfleisch stelle Wieterschuh bleibt.

Unterstügung für hilfsbedürftige Mieter. Der Mieter­verein des Groß- Berliner Weftens hat sich in einer Eingabe an die Magistrate von Wilmersdorf , Schöneberg und Char­Tottenburg mit dem dringlichen Antrage gewandt, einen Fonds zu schaffen, um der bilfsbedürftigen Mieterschaft des bürgerlichen Mittelstandes, insbesondere den Beamten, Witwen, fleineren Hand­werfern usw. bei dem Einkauf der Heizmaterialien für die nächst e Heizperiode ausreichende Unterstützung gewähren zu können.

Die Heimattrenen Oberichlefier, Ortsgruppe Charlottenburg , ber­anftalten am Donnerstag, den 9. d. Mts., abends 28 Uhr, in der Aula der Technischen Hochschule eine Proteft versammlung gegen die Bergewaltigung ihrer Heimat durch Polen und Franzosen . Es sprechen Chefredakteur Nusch te und Pfarrer indolph.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Heute, 7. September:

27. Abt. 7 Uhr: Sigung der Funktionäre und Betriebsvertrauens.

als Käufer auf. Des weiteren kaufte die Viehverteilung des Krei- Das Mieteinigungsamt zu Königswusterhausen hat jes Niederbarnim am 2. September 19° C 180 Rinder. Am 3. Sep- kürzlich eine Entscheidung gefällt, die auf die Obdachlos tember 1920 wurden von einem Zug aus Ostpreußen sechs Waggons ma chung eines Mieters hinausläuft. Die Familie, deren mit 102 Stück Großvich und 65 Schafen nach dem Berliner Viehhof Oberhaupt im Kriege fiel, und deren einziger Sohn im Striege eini dirigiert, die restlichen 32 Waagons fanden den Weg nach Bein verlor, so daß ein vom Vater in Schmöckwitz betriebenes! Friedrichsfelde . Außerdem fönnen wir nachweisen, daß eine Restaurationsgeschäft nicht weitergeführt werden konnte, wohnt seit einzige Bichkommissionärfirma in der Woche vom 23. August bis März 1918 in Gichwalde, dicht an der Schmödwißer Grenze. 28. August 1920 durch den Verkauf von Großvieh, Schweinen und Der damalige Eigentümer veräußerte im Winter 1919/20 das Gänsen einen Verdienst von 40 000 m. erzielte. Weiter wurde in Grundstück und kündigte dabei der Familie zum April 1920; doch leute bei Dobrolat, Swinemünder Str. 11, Ede Arfonaplaz. Erfahrung gebracht, daß ein erheblicher Teil des Auftriebes an genehmigte das zuständige Mieteinigungsami Königswusterhausen Großvieh und Schweinen in unmittelbarer Nähe von Berlin , wie die Kündigung nicht, weil eine andere Wohnung nicht zu haben Friedrichsfelde , Lichtenberg , Neukölln, Weißensee und Reinickendorf war Später wünschte der neue Eigentümer, ein aus Lissa nach zur Abschlachtung gelangt. Neukölln versester Steuersekretär, diesen Mieter und auch einen Wenn es den Betriebsräten auch noch nicht geglückt ist, die anderen in dem Hause wohnenden Mieter loszuwerden, um Blab Schwarzschlächter auf frischer Tat zu ertappen, so weiß man doch, für seine eigene Familie und für seine jest ebenfalls hier daß für jedes Stüd Großvieh, das zur Schwarzschlachtung eingetroffenen Schwiegereltern zu erhalten. Mit Zustimmung der kommen soll und von einem oder dem anderen Treiber glüdlich beiden Mieter wurde schließlich die Kündigung vom Mieteinigungs­vom Viehhof heruntergebracht wird, 100 bis 200 m. gezahlt werden. amt bestätigt; aber es war ihnen zunächst noch nicht möglich, Er­Wenn diese Zustände fortbestehen, ist die Befürchtung am Blaze, fabwohnungen zu beschaffen. Beide wurden vom neuen Gigen­baß für Berlin noch nicht einmal für die ersten 4 Wochen der tümer aufgefordert, zum 1. August zu räumen. Sie wurden dann freien Wirtschaft so viel frisches Fleisch zur Verfügung steht, da. nochmals vor das Bieteinigungsamt geladen und nunmehr er­

Morgen, 8. September: Mariendorf . 7, Uhr: Gemeinsamer Zablabend. Thema: Unsere ellung zur Belekung der Magistratsposten im Verwaltungsbezirk 18. Oberichöneweide. 7%, ühr: Mitgliederversammlung im Vereins. baus, Schillerpromenade. Tagesordnung: Die politische Lage und Stellung nahme zum Barteitage. Rei. Genosse ürich Rauscher.

Charlottenburg . 7%, Uhr Berjammlungen in den bekannten Lolalen in folgenden Bezirien: 1., 2., 3., 4., 5. Gruppe, 8. bis 18. Gruppe. Frei tag, den 10. Sept., abends 7 Uhr, 6. u. 7. Gruppe. Tagesordnung: Der Tegel . 7 br: Bahlabend in der Echulaula Trestomstraße. Vortrag. Niederschönhausen . Zahlabend in den bekannten Lolalen. Wichtige Tagesordnung.

nächste Parteitag.