werden.
Die alte Berliner Stadtverordnetenversammlung trat heute vormittag zu einer außerordentlichen Sigung zusammen, hauptsächlich zu dem Zweck, über eine dringliche Magistra.evorlage, betreffend die Genehmigung einer neuen mit 4 Proz. zu verzinsenden Anleihe von 396 Millionen Mark, zu beschließen. Diese soll zur Begleichung der Aufwendungen dienen, die aus Anlaß des Krieges für die Familienunterstübungen und für die Kriegswohlfahrts= pflege von der Stadt gemacht werden mußten und vom Reich zu erstatten wären. Das Reich übernimmt die Verzinsung mit höchstens 4½ Proz. und eine Tilgung' bon jährlich 1 Proz., von 1932 ab soll aber die Tilgung 2 Proz. betragen, so daß von da ab die Stadt mit 1 Proz. in Anspruch genommen wird. Zu der Vorlage ergriff niemand das Wort, auch der Kämmerer nicht, und sie wurde widerspruchslos angenommen.
Einige Magistratsvorlagen tamen zum Teil mit Aenderungen aus den Ausschüssen zurück und wurden so angenommen. Den Standesbeamtenhilfs stellvertretern eine
wurde
war.
Spitzel und Provokateure.
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Der Beginn der heutigen Verhandlung, die gleich nach der war Schulz.- Vors: Urd wie hießen die Gruppenführer? offiziellen Eröffnung errege Zusammenstöße zwischen dem Angeklagter: Jch hatte Frizz Falf als Gruppenführer. Gericht und der Verteidigung bringt, rerzögerte sich etwas, da der Vors: Und wer gehörte noch sonst zu den Mannschaften? Angeflagte Krüger, der täglich aus dem Rudolf- Virchow - Angeklagter: Liebs, Dolny, Cilinski, Burkert, Arndt und die Vors.: Von denen war doch einer Kurier Krankenhaus nach Moabit übergeführt wird, noch nicht zur Stelle beiden Franz. Raum hatte Landgerichtsdirekter Ernst die Verhandlung mit einem Fahrrad, nicht wahr? Angeflagter: Jawohl. eröffnet, als sich Justizrat Frankl erhob und im Namen der An- Vors: Die Kampforganisation war also ganz nach militärischem Muster geflagten Schulz, Wrba, Wedow, Mehlberg und Kaaz dagegen Protest erhebt, daß die Angeklagten auf dem Wege von und nach dam Untersuchungsgefängnis von den Beamten der Sicherheitspolizei beschimpft und beleidigt
würden. Auf Befragen erklärt der Angeklagte Schulz:
Ich bin aus meiner Soldatenze't her sehr nervös und kann bei den dauernden Beschimpfungen für nichts garantieren. Gestern abend jagte ein Beamter beim Abtransport: Bei mir seid Ihr an den Nichtigen geraten." Dabei hob er den Fuß, als wenn er treten wollte. Heute morgen wurden fünf Genossen von den anderen abgesondert und ich hörte, wie der Herr da ( auf einen Wachtmeister zeigend) sagte:„ Aha, die Scharf hüßen." Derartige Ausdrüde verbitten wir uns. Noch ist uns nicht das geringste nachgewiesen. Der Angeklagte a az erklärt, er sei von seiner Mutter an= ständig erzogen und brauche sich deshalb teine Gemein heiten fagen lassen. Rechtsanwalt 2 amp: Ich protestiere dagegen, daß die Angeklagten durch die Beamten der Sicherheitspolizei beunruhigt und nervös gemacht werden. amten hat zu den Angeklagten gesagt:„ Wer ausrüdt, wird niedergeschossen." Das ist
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Einer der Be=
Erhöhung des Tagegeldes auf 26 M. und 50 Proz. Teuerungszulage vom 1. April 1920 ab bewilligt. Für die 3entrale Buch wurden die Etatüberschreitungen aus 1919 mit fast 2 Millionen Mark genehmigt. Die Versammlung beschloß Uebernahme des Vermögens des Vereins zur Verbesserung der kleinen Wohnungen in Berlin gegen Hergabe von 1 Million Mark in Stadtanleihe, lehnte die Uebernahme ein Einschüchterungs- und Verwirrungsversuch. der Schulden des Vereins aus einem noch schwebenden Prozeß ab Ginzelne Angeklagte sind tatsächlich so verschüchtert, daß, wenn sie Justizund bewilligte ihm zur Betriebsweiterführung bis zur tatsächlichen jetzt vernommen werden, faum etwas aussagen fönnen. Uebergabe ½ Million Mark Zuschuß. Fuhrmann( Dem.), ein rat Fränkl: Ich schließe mich diesen Ausführungen an und Führer des organisierten Hausbesizes, warnte vor diesem er sten erkläre, daß die Angeklagten durch die massenhafte AnSchritt zur Kommunalisierung des Wohnungswesenheit von Offizieren und Polizeibeamten Vors: Ich bitte wesens". Ihm erwiderte Wildegans( Soz.), zu denselben hier im Saal nur verwirrt gemacht werden. Bedingungen würde er der Stadt die Uebernahme des gesamten zu bedenken, daß diese Sache doch auch zwei Seiten hat. Wir müssen vor allen Dingen auch dafür sorgen, daß die Verhandlung Grundbesites empfohlen. nicht durch Störungen im Saal oder ten draußen unterbrochen Gin Antrag von Mitgliedern der Deutschnationalen Volfs- wird. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf einen Vorfall von partei und der Deutschen Volkspartei forderte, Gesuche des Ver- gestern zurüdkommen. Ich habe in den heutigen Morgenzeitungen bandes der gemeinnüßigen privaten Kranten gelesen, und es wurde mir durch ein Mitglied des Gerichts beund Pflegeanstalten, der Gemeinde diakonissen- stätigt, daß bei der gestrigen Vernehmung des Angeklagten Biebs Liebe ist darauf anstalten und verwandter Anstalten Groß- Ber= aus dem Zuhörerraum Bit" gerufen wurde. Iins um Beihilfen in gemischter Deputation mit dem Ma- verstummt. Wenn ein derartiges Eingreifen der Zuhörer in die gistrat zu beraten. Streiter( D. Vp.) schilderte in der Begrün- Verhandlung noch einmal erfolgt, lasse ist den Saal räumen. dung die mißliche Lage der privaten Anstalten. Die Zahlung der Selbstverständlich muß ich dann selbst die Verhandlung unter Ausschluß der Oeffentlich feit fortführen, wenn seitens tatsächlichen Löhne, zu der sie bereit seien, werde ihnen durch Geld- der Zuhörer der Verfuch gemacht wird, in die Untersuchung einzumangel unmöglich gemacht. Dittmer( Soz.) betonte, daß auch greifen. Justizrat Fränfl: Jch babe von diesem Vorfall das Personal privater Anstalten die in städtischen nichts bemerkt. Die Gefahr einer Einwirkung durch die Po und staatlichen Anstalten gezahlten tariflichen lizei erscheint mir größer als die durch die Zuhörer. Gestern Löhne erhalten muß. Daher müsse hier die Stadt ein- nachmittag hatte uns gegenüber ein Herr Plaz genommen, der greifen, wie weit die finanzielle Lage der Anstalten das erfordert. das Monofel einklemmte und uns firierte, der dadurch auch die Untersuchen solle man, wie weit manche Kliniken, deren Einrich- Angeklagten verwirrte. Dieser Herr war der Oberleutnant offtungen recht mangelhaft und auch hygienisch nicht einwandfrei sind, mann aus dem Marloh- Prozeß, der dem Oberleutnant Marlsh den überhaupt eine Fristenzberechtigung haben. Auch Dr. Wey! Befehl zur Erschiehung der Matrofen in der Französischen Straße überbrachte. Dieser Herr darf sich hier frei bewegen. Vori.: ( U. Soz.) unterstützte den Antrag sowie die Forderung, daß eine Das gehört wahrhaftig nicht zur Sache. Wo sollen wir hinkommen, Kontrolle ausbedungen wird. Stadtrat Doflein teilte mit, der wenn Sie dauernd mit Angelegenheiten kommen, die überhaupt Magistrat habe bereits Gesuche über Beträge von 20 bis 30 Mil- nicht zur Verhandlung gehören. lionen Marf erhalten. Eine Vorlage sei schon in Arbeit, sie werde dem neuen Magistrat überwiesen werden können. Fuhr man( Dem.) sezte sich für die Erhaltung der Privatkliniken ein, und Dove( Dem.) zerstreute etwaige Bedenten gegen die Ueberweisung an den neuen Magistrat. Der Antrag wurde dann ein. stimmig angenommen.
schlossen.
Sie drohen mit dem Schulstreik.
Rechtsanwalt Dr. Bönheim: Die Angeklagten versichern uns, daß der Zuhörerraum mit einer Anzahl von Agenten der politischen Polizei.
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eingerichtet? Angek: Ja. In Zügen und Gruppen, aber nur zu Propagandazweden und 3ettelanfleben. Vors: Sie haben doch früher auch von Gewehren gesprochen, die sich in Depots befinden sollen, von denen nur die Kompagnicund Zugführer Kenntnis hatten. Angefl: Ich bin damals nicht recht bei Besinnung gewesen, das ist mir wohl jo in den Mund gelegt worden. Vors.: Es soll auch Spezialabteilungen gegeben haben, z. B. Maschinengewehrtruppen, Train, Flieger, Funker. Das haben Sie damals doch ausgesagt? Angek I.: Davon weiß ich nichts. Ich hatte zu jener Zeit starkes Fieber. Vors.: Es ist doch komisch, daß Sie andere Punkte heute ganz genau wiederholt haben, wie Sie fie damals ausjagten. Nur auf die wichtigen Dinge fönnen Sie sich jetzt mit einemmal nicht befinnen. Was war denn nun am Abend des 20. August? Angefl: Als ich damals von der Arbeit fam, traf i zwei meiner Genossen, die mich aufforderten, ins Restaurant Dröger zu kommen. Dort sagte mir Michaelis, ich sollte noch einmal wiederkommen. Als ich nach einiger Zeit wieder das Lokal betrat, war dort anscheinend schon die Einteilung der Genossen vorbei. Ich mußte mit den übrigen sieben Mann meiner Gruppe und meinem Gruppenführer Frizz Falt nach der Greifenhagener Straße Jeh wußte aber gar nicht, um was es sich handelte. An der Ecke Grell- und Hosemannstraße sollte ich warten, bis die Waffen herausgeholt waren. Vors: Wer hatte Ihnen denn Angefl.: Das weiß ich nicht. etwas von den Waffen gesagt? Wir sollten da jedenfalls warten, bis der Befehl zum Holen der Waffen fan. Nach einiger Zeit ging Falf dann zur Straßenece, und mit einemmal hörte ich eine Schießerei. Wir nahmen Dedung an einer Mauer, damit wir nicht getroffen würden. Plözlich blickten zwei Eisenbahnbeamte über die Mauer herüber und schrien: Halt, da sind sie ja! Ich stand auf und lief weg und im Rennen erhielt ich von dem einen Beamten den Schuß in den Rechtsanwalt Dr. Bönheim: Ich bitte den AngeRücken. flagten doch zu fragen, ob er nicht trop feiner Verwundung nach seiner Verhaftung von den Sicherheitspolizisten mit Füßen getreten und ihm angedroht wurde, daß, wenn er nicht aussage, Angefl: er aufs bestialischste mißhandelt würde. Bönheim: Das hat uns der Vater Davon weiß ich nichts! des Angeklagten mitgeteilt. Krüger war bei seiner Vernehmung is schwach, daß er nur aussage, um seine Ruhe zu haben. Er ist auch in den ersten Tagen nach seiner Verwundung gar nicht ärz dy Angefl.: Ich bin drei Stunden nach behandelt worden. meiner Verwundung ins Krankenhaus eingeliefert worden. war ich eine Woche und dann wurde, ich als geheilt entlassen. Polizeigewahrsam war Als ich Schmerzen an der Wunde hatte, sagte mir der Arzt, ich solle nur Geheimrat Leppmann: Das ist falte Umschläge machen. Vors: Der Andurchaus wahrscheinlich. Umschläge werden immer recordnet, wenn an der Wunde weiter nichts Erkennbares ist. geflagte ist dann wegen Verschlimmerung seines Zustandes nach dem Rudolf- Virchow- Krankenhaus übergeführt worden.
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Der Verteidiger Krügers wünscht dann eine Aufklärung darüber, weshalb der Verletzte tagelang nur mit einem Hemd bekleidet transportiert worden sei. Der Angeklagte Krüger widerspricht auch hierin dem Anwalt und erklärt, daß er schon am nächsten Tage von seinen Angehörigen mit Kleidung versehen Geistesschwache Kommunisten.
Der An
besetzt ist. Ich bitte das Gericht, für Entfernung dieser Spitzel worden ist. zu sorgen. Vors.: Es sind im ganzen 20 Karten ausgegeben worden, eine besondere Auswahl ist nicht vorgenommen worden. Gine Ueberraschung brachte die Vernehmung der Angeklagten Rechtsanwalt Bön beim: Es ist doch aber leicht möglich, baz Dolny und Zilinski. Auf die Frage des Vorsitzenden, was einer dieser Spigel Bit" gerufen fat, um so einen Ausschluß sie von der Angelegenheit wissen, erlärte Dolny, dog er sich Justizrat Fränt 1: Ich überhaupt an nichts mehr erinnern fann. Gt wisse nicht, wie er Wie die B.S. Morrespondenz zu melden weiß, werden die der Oeffentlichkeit zu erzielen. Elternbeiräte der höheren und Gemeindeschulen zusammentreten, bitte doch um einen Appell zur Ruhe an diese Spizel, da diese die in die. O. gekommen sei, und über die Waffenfuche fönne Vors.: Ich habe vorhin eine er nichts sagen. Er habe in der Hujumer Staße gestanden,„ da um zu der Wahl Dr. Löwensteins Stellung zu nehmen. Das Re- Ruhe und Ordnung gefährden. sultat einiger bereits stattgehabter Besprechungen soll die Pro- Ermahnung zur Ruhe an den Zuhörerraum gerichtet. Damit ist sei ein Mann mit einem Kinderkopf und frummen die Sache für mich erledigt. Im übrigen möchte ich darauf auf Beinen gekommen, der habe ihn gefragt, ob er Geld verdienen flamierung des allgemeinen Schulstreits für Groß- Berlin sein. Der Elternbeirat des Hohenzollern- merksam machen, daß den Angeklagten Speisen und sonstige wolle. Dann hat der Mann einen schwarzen Kater ge= Gymnasiums in Wilmersdorf hat den Streit bereits be- Erfrischungen nur in der Frühstücks pause gereicht werden schlachtet, und ich habe ihn übers Ohr gehauen." dürfen. Es wurde dann in die Vernehmung des durch einen Rüden- gefiagte gab diese Aussage in verwirrtem und weinerlichem Ton. Der Vorsitzende vernahm darauf den praktischen Wir sehen diesem Streit der höheren Schüler mit aller Gemütsruhe entgegen. Die maßgebenden Behörden werden den schuß verwundeten Angeklagten Grich Krüger eingetreten, dessen Arzt Dr. Kochmann, der Dolny jeit seiner Geburt fennt. Als Bahre zu diesem Zweck in die Mitte des Saales gestellt wird. Streich schon zu parieren wissen. Bors: In welcher Weise hat sich denn die Sache damals abge. Sind sei der Angeklagte ein Bollidiot gewesen, der weder spielt? Angeklagter, der sehr stockend und leise spricht: sprach noch antwortete. Nach der Militärzeit seien dagegen seine Ich bin, als ich die Zustände in Ber in jah, in die K. P. D. ein- geistigen Kräfte reger geworden. Sein Benehmen eben sei jedoch Die große Zuderknappheit läßt die Geschäfte der Zuckerschwind- getreten, weil das die einzige Partei war, die für mich in Betracht gemacht. Derartige Vorstellungen, die er eben äußerte, habe der ler wieder blühen Mehrore Banden, die den Schwindel im großen fam. Dort hatte sich eine Kampforganisation gebildet, Angeklagte zweifellos nicht. Geh. Rat Leppmann gab darauf betreiben, find mit großem Erfolg an der Arbeit". Tropdem die sich mit Propagandatätigkeit und Bettel ankle- ein ausführliches Gutachten über den Angeklagten, den er beeinige der Kriminalpolizei bekannt sind, findet diese feine Hand- ben beschäftigte. Die Deutsch nationalen haben ja auch obachtet hat. Er faßte seine Ansicht dahin zusammen, daß Dolny, habe, um gegen die Gauner einzuschreiten. Es liegt dies daran, jolch eine Organisation. Vors: Wie war denn diese Truppe der rechnen könne, und auch sonst keine außergewöhnlichen Zeichen wel die Betrogenen, jelbst dann, wenn sie große Summen ein- eingeteilt? Angeklagter: In Züge. Wenn etwas los war, geistiger Erfranlung zeigt, zwar geistig nicht gewandt und besinVors.: Es flußbar ist, daß aber Unzurechnungsfähigkeit im Sinne gebüßt haben, davon Abstand nehmen, Anzeige gegen die Betrüger dann mußte ein Zug dorthin zum Zettelankleben. zu erstatten. Sie gehen von der falschen Voraussetzung aus, sich gab doch eine„ Kompagnie Weißensee", deren Führer, ka at war. des§ 51 nicht vorliege. felbst strafbar gemacht zu haben, und so fördern sie durch Wer war denn nun Zugführer? Angeklagter: Zugführer Unterlassung der Anzeige indirekt das Treiben der gefährlichen Schwindler. Diese arbeiten mit ganz verschiedenen Kniffen.
Zuckerschwindler.
Gine Gesellschaft tommt mit einem Fuhrwerk vor Konditoreien oder Schantlokalen vorgefahren und einer von ihnen bietet den Zucker, der sich auf dem Wagen befinden soll, an. Finden sie einen Käufer, so schneiden sie in einen der Säde, die mit dem Plan verdeckt sind ein Loch und an dieser Stelle fließt feiner 3uder heraus. Der übrige Inhalt aber besteht, wie die Käufer zu spät merten, aus Ealz.
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( Fortsetzung in der Morgen- Ausgabe.)
Jm Walhalla Tacater gibt Wilhelm Hartstein am Freitag abend
Groß- Berliner Parteinachrichten.
einen Freigabeschein aus, den er dem Kutscher überreicht. So ganz sicher gemacht, geht der Käufer nach Hause, wo er aber vergeblich 74 Uhr ein Gastspiel in seinem Schwant„ G: oder Er“. auf den Zucker wartet, denn auf den Bahnhof sind, wenn er sich erkundigt, weder der Lagerverwalter noch der Buchhalter und der Autscher bekannt. Die Bande ist, wie die Kriminalpolizei festgestellt hat, in einigen Fällen soweit gegangen, daß sie ihrem Opfer gefolgt ist und, wenn sie sahen, daß dieser Anzeige machen wollte, das Geld zurüderſtatete, um zu verhindern, daß die Polizei Unterlagen für ihre Festnahme erhält.
Eine andere Bande futtert" die Käufer erst an und liefert zunächst mehrmals fleine Posten von ½ bis 2 83entner richtigen Zuder. Dann erscheint sie und sagt, daß sie einen ganzen Posten für 30 000. und mehr zu verkaufen hätten. Weil das Angebot Ein fauberer Generalsneffe. Von der Berliner Kriminalgünstig und der zuerst gelieferte Buder gut war, so nimmt ihnen polizei wurde der 26 Jahre alte, aus Paris gebürtige Franzose der Käufer auch das großze Quantum ab, ohne die Säde auf ihren Jean Marcade wegen Diebstahls, Bechprellerei und schwerer Inhalt zu prüfen. Die Gauner laffen ihm dazu auch wenig Zeit, Scheckschwindeleien verhaftet. Marcade ist ein Neffe des franweil, wie sie sagen, das Abladen sehr schnell vor sich gehen müsse, zösischen Generals Cononge, dessen Name durch sein damit ihnen die Ware nicht beschlagnahmt werde. Auch jetzt sehen Buch„ La grande guerre" auch in Deutschland bekannt gewordie Käufer zu spät, daß sie einer Gaunerbande ins Garn gegangen den ist. find, denn nunmehr erthalten die Eäde auch wieder Salz.
Extrabeitrag für die Jugendbewegung.
Der außerordentliche Bezirkstag am 12. September hat beschlossen, zur Unterstützung des Vereins Arbeiterjugend pro Mitglied und Monat einen Beitrag von 10 Pf. zu erheben.(§ 19, Abs. 2 des neuen Statuts.) Bei Ausführung dieses Beschlusses bieten sich einige technische Schwierigkeiten, weil in den Mitgliedsbüchern nicht mehr genügend Raum für die drei Marken à 10 Pf. im Quartal vorhanden ist. Um diese Schwierigfeiten zu beheben und unnötige Unkosten zu ersparen, hat der Bezirksvorstand beschlossen, die drei Marfen à 10 Pf. pro Quartal in eine Marte à 30 f. umzuwandeln. Für diese 30- Pf.Marte reicht der freie Raum noch aus. Am raffiniertesten geht eine Bande vor, die den Zuder a b Ein Sozialistenfresser vom reinsten Wasser scheint der DrudDie große Funktionärfonferenz am 21. September hat diese Bahnhof verlauft. Wenn sie einen Käufer für eine große feblerteufel zu için. Streicht er da in unserer neftrigen Maßnahme des Bezirksvorstandes einstimmig gebilligt. Es werden Zuckersendung gefunden hat, geht einer von ihnen mit dem Kauf Abendausgabe aus der Notiz über das Ergebnis der Kreis deshalb vom 1. Oftober ab für die Jugendbewegung 30- Pf.- Marlen luftigen zunädit nach einem Bahnhof und zeigt ihm dort in dem tagswahlen in Niederbarnim einfach die sozia- zur Ausgabe gelangen, die in den freibleibenden Raum des MitGüterschuppen lagernde Eäde. Tann ruft er einen Mann herbei, Iiitischen Sige heraus. Das wird ihm aber nichts nüben. gliedsbuches zu fleben sind. Jede Marte gilt als Beitrag der, wie er dem Käufer sagt, der Lagerverwalter sei. Trotz der mit ihm im Bunde stehenden Realtion ziehen 11 Sofür drei Monate. Wenn er zu diesem gewendet jagt, er wolle sich mit ihm wegen des aialdemokraten und 8 Unabhängige in den KreisBuders besprechen. jo antwortet er ganz grob:„ Das geht mich tag ein. gar nichts an. Ich fümmere mich nicht um solche Geschäfte. Wenden Sie sich an den Buchhalter. dahinten kommt er ja gerade." Dieser angebliche Buchhalter, ein Mann ohne Kopfbedeckung mit einer Bleifeder hinterm Ohr, ist geneigter, auf das Geschäft einzu gehen und sucht mit den beiden ein in der Nähe liegendes Lokal Die Direktion des Zirtus Busch legt Gewicht auf die Feststellung, auf. Wenn dort das Geschäft perfekt geworden ist, nimmt der Buchhalter geçen Quittung das Geld in Empfang und gibt einem daß der in verschiedenen Stadtvierteln und Vororten auftauchende sog. ,, auffällig" in das Lotal tretenden Kutscher, der zum Schein die sirkus Busch, ein ganz bescheidener Zeltzirfus, mit ihrem Unternehmen nicht das geringste zu tun hat. Zirfus Busch beginnt seine Zirkussaison Beitsche in der Hand trägt und den Buchhalter fragt, wo er noch in seinem bekannten Gebäude am fommenden Sonnabend. Er hat als eine fuhre habe, den Auftrag, den im Schuppen lagernden Buder besondere Attrattion den bekannten Zirtusmann Hans Stosch Sarra nach der Wohnung des Käufers zu bringen. Er schreibt auch noch ljani verpflichtet.
Eine Gartenbau- Ausstellung und Kleintierschau veranstaltet die Gemeinde Glienice( Nordbahn), Babnitationen Hermsdorf und Frohnau , vom 25. bis 27. September in den Lofalen Bath, Wilhelmitr. 5-7, und Schneider, Jungbornstr. 12-14 in Glienicke . Eintrittskarten: für die Dauer der Ausstellung 3 M., für einen Ausstellungstag 2 M.
Der Bezirksvorstand seht voraus, daß dieser obligatorische Beitrag von allen Mitgliedern gern und willig geleistet wird. Die Jugend ist unsere Zufynft, und kein Opfer ist groß genug, um ihre Bewegung zu fördern.
Morgen, 24. September: 37.- 41. Abt .( Wahlkreis Tiergarten). Frauenabend 7, Uhr in der Brauerei Batenhofer, Turm- Ede Stromstraße. Nej. Genoffin Henseleit: Die Geschlechtstrandheiten und ihre Folgen für die Familie". Zehlendorf und Nikolasjee. 8 Uhr: Mitgliederversammlung im Lindenpart in Zehlendorf . U. a.: 8u- und Ersazwahl des Abteilungsvorstandes und Bericht vom außerordentlichen Bezirtstag. Referent: Genoffe Holz.
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