Nr. 486 37.Jahrgang
Groß- Berlin
Festgefahren.
2. Beilage des Vorwärts
Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und von Berlin hat auf Grund seines staatlichen Oberaufsichtsrechtes den Magistrat der alten Stadtgemeinde Berlin mit der kommissarischen Wahrnehmung der Gesetze des Magistrats der neuen Stadtgemeinde beauftragt, da der neue Magistrat bisher noch nicht endgültig gestellt ist.
Hierzu hat der Magistrat der alten Stadtgemeinde dem Oberpräsidenten folgende Erklärung abgegeben:
1. Der Magistrat sieht sich nicht in der Lage, sein Einber ständnis mit den Anordnungen zu erklären, sondern muß die Verantwortung lediglich dem Oberpräsidenten auf Grund der von ihm in Anspruch genommenen Befugnisse überlassen.
Freitag, 1. Oktober 1920
„ Kunstmaler" Otto Pflug, der sie als ehemaliger Fürsorgezögling 65/67, tochentäglich von 8 bis 3 Uhr, geöffnet. Die schon wiederholt beschäftigt hatte, und nahmen beide fest. Der Vororte haben ihre eigenen Ausgabestellen. Zu jeder neuen Griff führte zur Aufklärung von 16 Einbrüchen und zur Unschäd- Versicherungstarte gehört auch eine neue Auflichmachung einer Bande, die der Schrecken des Südens und Süd- nahmekarte, die beide vom Inhaber auszufüllen sind. Die westens der Stadt war. Ihr gehörten außer Pflug noch der Schloffer abgelaufene Karte ist mit vorzulegen. Die nötigen Vordrucke wer. Walter Zühlke, dessen Bruder, der Arbeiter Fritz Bühlke, der Schlächter Heinz Hillen und der Kellner Rudolf Rief an. Die den in den zuständigen Ausgabestellen ausgegeben. Bande hatte ihren Treffpunkt bei einer gewissen Schmidt in der Charlottenstraße, der Geliebten des Walter Zühlte. Von dort aus unternahm sie ihre Raubzüge. Die Gelegenheit zu dem Einbruch bei Citron fundschafteten Zühlfe und seine Geliebte aus, indem sie sich als Kunden einführten und allerlei borlegen ließen. Pflug
5. P. D.- Funktionäre!
Hente, den 1. Oktober, abends 6 Uhr, im„ Deutschen Hof" on 22 f. auf 75 f., so daß trop Verminderung der Ludaner Str. 15:
Allgemeine Konferenz
Tagesordnung:
2. Es fönnen nur solche Willenserklärungen für den alten sämtlicher Funktionäre der S. P. D. Berliner Magistrat namens der neuen Stadtgemeinde Berlin in Frage kommen, die zur Verwaltung der neuen Stadtgemeinde Berlin als Notbehelf für einen vorübergehenden Zustand erforderlich sind und als besonders dringlich ohne Aufschub abgegeben werden müssen.
3. Der Magistrat sett ferner voraus, daß die gesetzgeberische Arbeit und die Neuwahl und Bestätigung des Magistrats be= schleunigt ihren Fortgang nehmen.
Unsere Stellung zur Berliner Kommunalpolitik. Referent: Genosse Adolf Ritter . kontrolliert. Mitgliedsbuch und Ausweiskarte werden am Saaleingang Der Bezirksvorstand.
Die Armensuppen in der Teuerungszeit. Die Berliner Armenspeisungsanstalt hat nicht weniger als die privaten Haushaltungen unter der Lebensmittelteuerung zu leiden. Schon im Jahre 1916 mußten die Gemeindebehörden die aus dem Stadtiäckel hergegebenen Mittel auf monatlich 70 000 m. erhöhen. Damals wurden lediglich 9320 Portionen verteilt, allmählich aber ließ der Zubrang nach, und in 1919 brauchten schließlich nur noch 3200 Portionen pro Tag verteilt zu werden. In demselben Zeitraum von drei Jahren stiegen die Kosten der Portion Portionenzahl die bewilligten 70 000 m. pro Monat ganz aufgebracht wurden. Vom Herbst 1919 bis zum Sommer 1920 schritt die Kostenerhöhung rasch weiter sort bis auf 1,40 M. pro Portion, das ist mehr als das Sechsfache des Preises bon 1916. Infolgedessen reichten die Mittel nicht mehr aus, und es entstand eine Mehrausgabe von rund 200 000 m. bis 31. Juli 1920. Der Magistrat beantragt bei der Stadt berordnetenversammlung die Deckung dieses Betrages. Er nimmt an, daß nach Wegfall der Zwangsbewirtschaftung von Kartoffeln und Fleisch der Zudrang zu den Küchen der Armenspeisungsanstalt wieder steigen wird.
Der neue Winterfahrplan auf den deutschen Reichseisenbahnen tritt am Sonntag, den 24. Oktober, in Kraft.
stätigt worden.
Es scheint beinahe, als ob weder die famosen Gesetzes- letterte dann nachts an der Fassade bis zum 2. Stod empor, macher in der Preußischen Landesversammlung, noch die Re- drückte ein Fenster ein und warf seinen Helfershelfern, die mit Endlich bestätigt. Genosse Lehrer Heinrich Bahlte, der bereits gierung sich der Tragweite des gegenwärtigen illegalen Zu einem Kraftivagen bereitstanden, die Belze von oben zu. Als der am 18. Februar von der Gemeinde Niederschöneweide zum Rektor standes bewußt sind. Der alte Berliner Magistrat erkennt Wagen vor einem Wächter davonfahren mußte, um die Beute in gewählt wurde, ist von der Regierung in Potsdam als solcher bedie ungeheuren Widerwärtigkeiten, und deshalb ist es sehr Sicherheit zu bringen, hüllte sich Pflug in zwei schwere Polarfüchse, Feststellung von Bleikranken im Malergewerbe. Maler, wohl zu begreifen, wenn er jede Verantwortung für die Foliprang auf die Straße hinab und fam mit einer leichten gen, die sich aus der von der bürgerlichen Koalition heraufbe- Fußverstauchung davon. Einen der Belze schenkte er dem Mädchen, Lackierer, Anstreicher, die vom Arzt bleitrant oder bleia das die Beamten später in der Charlottenstraße trafen. Ungewöhn- frantverdächtig befunden werden, oder in irgendeiner Hinschworenen unhaltbaren Situation ergeben, ablehnt. lich schwere Arbeit hatte die Bande bei dem Möbelgeschäft von sicht an den Folgen der Bleikrankheit leiden, werden ersucht, sich Unter solchen Umständen kann eintreben, was Herr Lei Pfaff in der Zimmerſtraße. Hier mußte sie sich vier Nächte hin- zweds Feststellung und Sammlung des Materials über Bleikrant dig kürzlich prophezeiben zu sollen glaubte, nämlich, daß es durch an einer Mauer abmühen, um von der Pförtnerstube aus heiten in folgenden Stellen untersuchen zu lassen: Krankenhaus leichter ist, ein großes Gemeindewesen kaput zu machen, in die Geschäftsräume zu gelangen. Sobald die Etube nachts Westend , Spandauer Berg 15/16, Aufnahme- Untersuchungszimmer, als aufzubauen. leerstand, setten sie ihre Stemmeisen an. Den Schutt entfernten wochentags von 9 bis 11 Uhr; Krankenhaus Moabit , Thurmstr. 21, fie sorgfältig, und über das Loch hängten sie jedesmal ein großes wochentags von 4 bis 5 Uhr. Die Untersuchung ist kostenlos. Das Dauerwaldgebiet Groß- Berlins. Rennplatat, das sie an der Stelle vorfanden, so daß der Pförtner Es wird aber gebeten, der Organisation, der Ortsverwaltung Berlin Die Auflassung des Grunewaldes und des Dauertvaldes am am Tage nichts merkte. Erst in der vierten Nacht gelang ihnen der des Verbandes der Maler, Lackierer. Anstreicher, mündlich, schrift Müggelfee( frühere Staatsoberförsterei Cöpenid) wurde am Donners. Durchbruch. Die reiche Beute an Stoffen, Seiden und Gobelins lich oder telephonisch Mitteilung zu maden. tag bom Synditus des Verbandes Groß- Berlin, Dr. Schumacher, schafften die Verbrecher zunächst in die Wohnung eines Mitglieds Beratungsstelle für Obst- und Gemüsebau in Neukölln . Dem von den Vertretern der Staatsforstverwaltung entgegengenommen. der Bande und von dort zu dem Schneider Josef Nathanjohn in allgemeinen Bedürfnis der Gartenbesißer und Kleingartenpächter Der Forstverwaltung des Zweckverbandes, welcher ja nach dem der Neuen Königstraße 50. Dort wurde sie von Oberwachtmeister Rechnung tragend, hat die Stadt Neukölln in ihrem Kleingartenneuen Gesetz über Groß- Berlin mit dem 30. September 1920 sein Lahmann beschlagnahmt. Am Tempelhofer Ufer suchte die Bande amt ein besondere Beratungsstelle eingerichtet, woselbst in allen Dasein beschließt, ist es demnach noch gerade vor Toresschluß ge- den Rittmeister Rausch heim, bei dem bor mehreren Jahren Rief Fragen des Obst- und Gemüsebaues, wie Bodenbearbeitung, Dün lungen, nach leberwindung der großen Schwierigkeiten bei der Ab- mit anderen Helfershelfern schon einmal einen Einbruch ausgeführt gung, Aussaat, Sortenwahl, Schädlingsbefämpfung, Zimmerblumendie Grenzen des Dauerwaldgebietes sind zu- hatte. Auch hier betätigte sich Pflug tieder als Fassadenfletterer. pflege usw. fachmännische Auskunft erteilt wird. Die Beratungs. fammen 817 Ailometer lang! die größten und schönsten Teile des Die Diebe verübten auch Geldſchranteinbrüche in Dramburg, in stelle befindet sich im alten Neuköllner Rathause, Zimmer 524, und für die Bevölkerung Groß- Berlins so wichtigen Dauerwalbes nun- Pommern und Fürstenberg in Mecklenburg , hier bei der Schleusen- ist Dienstag und Freitag bon 2 bis 3 Uhr geöffnet. Die Jnan mehr auch zu Eigentum zu erwerben, nachdem sie schon mehrere verwaltung, deren Kasse ihnen in die Sände fiel. Die ganze Ge- spruchnahme ist für jedermann unentgeltlich. Jahre in der Verwaltung des Zwedverbandes gestanden haben. ſellschaft, auch die Schmidt, wurde gestern nach Moabit gebracht. Der Zweckverband bringt damit bei den heutigen Boden- und Holzwerten dem neuen Berlin eine nicht zu unterschätzende Morgen- Erneuerung der Versicherungskarten zur Angestellten
grenzung usw.
gabe mit.
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versicherung.
Nach§ 195 Abs. 1 des Versicherungsgesebes müssen die VerBerbilligung von Brennholz. Zur Bereitstellung eines weiteren Krebits zur Verbilligung von Brennholz für die minderbe= ficherungskarten fünf Jahre nach dem Tage der Ausstellung durch mittelte Bevölkerung hat der Magistrat der Stadtverord- neue ersetzt werden. Durch die lange Dauer des Krieges ist in netenversammlung eine Vorlage zugehen lassen und um die Er- sehr vielen Fällen diese Erneuerung unterblieben. Um nun die -mächtigung ersucht, einen Betrag von 700 000 Mart vorschuß- in Betracht kommenden Angestellten vor Nachteilen zu bewahren, prije zu berausgaben, die auf das Kriegsvorschußkonto verrechnet ist es dringend erforderlich, daß sowohl die sich im Besiz der Anwerden sollen. gestellten, als auch die sich bei den Behörden, Firmen usw. befindenden Karten daraufhin geprüft werden, ob sie nach Maßgabe des§ 195 zu erneuern sind.
Millionenbeute
machte eine verwegene Ginbrecherbande, die jetzt von der Kriminalpolizei hinter Schloß und Riegel gebracht wurde. Kriminaíoberweichtmeister Lahmann und seine Beamten jaben an der Ecke der Sedch- und Charlottenstraße ein Mädchen in einem wertvollen Belz, der aus dem Geschäft von Citron in der Werderschen Straße bei einem Einbruch gestohlen worden war. Sie beobachteten es weiter, eri annten in einem jungen Manne, der an es herantrat, einen
Meta fegte sich in die Laube, da legte sie den Kopf auf e Tischplatte und weinte. Diert ging langsam in den Carten, er wollte sein Beet suchen, auf dem er einst selbst gefät und gepflanzt hatte. Aber niemand hatte es seitdem bestellt, der gelbe Sand war darüber geweht und hatte alles Grüne wieder erstickt. Er wühlte mit der Hand nach einem Blumentopf, den er hier eingegraben hatte, und war glücklich, we er die Scherben endlich fand.
Als er sich aufrichtete, sah er ein Mädchen im Garten fte hen, das ihn verwundert betrachtete. Sie mochte zwölf Jhre sein. Das hellblonde Haar lag wie ein Kranz in di den Böpfen über ihrer Stirn, in einer Band trug sie einen hellgrünen Birkenzweig, mit der anderen hielt sie einen großen, prachtvollen Neufundländer am Halsband fest. Was machst du da?" fragte sie ihn.
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Er fah gleichgültig nach ihr hin:„ Das geht dich ja nichts an."
Du brauchst gar nicht so pakig zu sein, ich kenn' dich mohl," sagte sie und kam zutraulich näher. Ich weiß wohl, dß du früher hier gewohnt haft."
„ So? Woher weißt du das?"
Tgnete."
Wir haben doch zusammen im, Wagen gesessen, als es Ach fo," fagte er da und sah sie an, dein Vater ist der Boßbauer, nicht wahr?"
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Warum bist du nie wiedergekommen?" fragte fie, ich heitte bir damals noch Birnen und Aepfel aufbewahrt, ich heb hier einen Apfelfeller willst du den mal sehen?" " Jetzt sind ja doch keine mehr drin!"„ Das stimmt wohl," gte sie nachdenklich, und dann nach einer Weile,„ du, auf dem Apfelbaum hab ich oft geschaukelt. Kannst du das noch? Somm mal her, wir können sogar beide drauf fiken." Sie ließ den Sund los und fletterte rasch auf den Baum. Etwas zigernd folgte er ihr.„ Schaufle mal!" befahl sie. Er tat es. eunluftig, aber dann in heller Freude: fast wäre sie herirgefallen, aber er faß rittlings und hielt fie fest. Sie lee und wippte mit den Beinen.„ Du, warum bist du nicht I früher wiedergekommen?" Wir wohnen doch in der Stadt."
Es wird darauf hingewiesen, daß die Karten ohne Rücksicht darauf, daß noch Platz in ihnen ist, umgetauscht werden müssen, wenn das Ausstellungsdatum länger als fünf Jahre zurückliegt. Zur Erneuerung der Karten der in Berlin beschäftigten Angestellten ist die Ausgabestelle für die Angestelltenversicherung in Berlin C. 2, Klosterstraße
Bieht ihr jetzt wieder her?"
" Hier wieder her?" fragte er- ,, wohnt hier denn sonst niemand?" ,, Nein, hier hat noch niemand wieder gewohnt. Ich fomme nur zuweilen mit meinem Vater her."
,, Und hier wohnt niemand sonst in unserem Haus?" Nein, das siehst du ja."
"
Da faßte er sie bei der Hand:„ Du, will dein Vater das denn haben, daß wir hier wieder wohnen?" Sie sah ihn ganz erstaunt an:„ Warum soll er das nicht haben wollen, frag ihn doch!"
Da sprang er mit einem Sak herunter, lief ums Haus nach der Laube, fiel seiner Mutter um den Hals und schluchte:„ Mutter, Mutter, wir wollen wieder her, hier wieder her!"
Meta sprang auf, da sah sie des Voßbauern Tochter fommen, und ein jäher Schreck durchfuhr sie. Fort, nur fort, nur nicht mit dem hier zusammentreffen!
du
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Mutter, geh hin und frag ihn, Mutter frag ihm, hörst
wir wollen hier wieder her
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- Mutter!"
Aber sie schob ihn fort:„ Wir müssen nach Haus, Dierk
tomm mit!"
Er umfaßte sie von neuem: Mutter, bleib doch hier, bleib hier!" Es schnitt ihr ins Herz, aber sie faßte feine Sand: Romm."
Mutter," bettelte er, doch sie hielt ihn fest, und er spürte an dem Druck ihrer Hand ihren harten Willen. Rasch ging sie aus dem Tor.
Bater kommt ja schon," rief das Mädchen ihnen nach. Der Hund setzte mit freudigem Gebell an ihnen vorbei über die Hede und rannte mit großen Sprüngen einem von fern Ankommenden entgegen. Da faßte Meta ihren Jungen fester. lief, daß sie den Weg gewann und ging, ohne den Kopf zu wenden, davon.
Eine Flucht war es. Sie flob floh vor dem Kampf. Wenn Diert sich an den Voßbauern gewandt hätte, wenn ihr von dem gar angeboten wäre, hier von neuem einzuziehen wäre sie stark genug gewesen, es ihrem Kinde und sich felbft abzuschlagen?
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Aber sie wollte nicht! Sich nicht demütigen! Sie warf den Kopf in den Nacken und wandte der Heide- und wandte ihrer Heimat- und wandte ihrer Sehnsucht den Rücken. Oh, sie war stolz und stark!
Der Kampf um den Berliner Magistrat. Ueber dieses Thema sprach der Stadtverordnete aß in einer gut besuchten Mitgliederversammlung der Abteilung Treptow . Der Referent schilderte die Stellung unserer Stadtverordnetenfraktion bezüglich der Vorschläge zu der Wahl der Magistratsmitglieder und den Schwierigkeiten, mit denen der Kampf geführt werden mußte. Nach eingehender Diskussion nahm die Mitgliederversammlung folgende Resolution gegen 2 Stimmen an:
Die Mitgliederversammlung der Abteilung Treptow stimmt nach einem informatorischen Referat des Genossen Haz und eins gehender Diskussion über den Kampf um den Berliner Magistrat" dem Vorgehen und Beschlüssen der sozialdemokratischen StadtverSie billigt das Zusammenar. ordnetenfraktion zu. beiten mit der Fraktion der U.S.P.D. , da ein anderer Weg, die Interessen der großen Masse der sozialdemokratischen Wähler wahr. zunehmen, nicht gegeben war."
Gegen die Mietsteuer. Am 4. Oktober nimmt der Mieterber band Groß- Berlin in zirka 80 Maffenversammlungen zur geplanten
Als sie am Abend heimkamen, lag Harm betrunken in der Stube. Das Kästchen mit ihrem mühsam zusammengesparten Schat stand aufgebrochen auf dem Tisch, das halbe Geld fehlte.
"
Was?" lallte er, hier wär fein Geld in der Stadt? Geld genug wozu noch arbeiten!" Sie rettete, was zu retten war und brachte ihn zu Bett, so sehr er sich auch sträubte.
Dann bügelte sie bis spät in die Nacht hinein. Mitten in der Arbeit aber mußte sie einmal das heiße Eisen stehen lassen, mit beiden Händen griff sie nach ihrem Herzen und stöhnte, wie ein zu Tode getroffenes Tier.
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Ein Tag verläuft wie der andere. Grau und lichtlos reihen sie sich aneinander. Dem Landmann bringen sie neuem wieder das große Soffen- jedes Jahr von neuem Sommer und Winter, Saat und Ernte, und immer von legt er den Samen in die Erde vertraut und hofft. Das macht sein Leben reich, daß ein ewiger Wechsel ihn heraushebt über die Enge der Gegenwart.
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Was aber hätte Meta noch zu hoffen gehabt? Ein paar heißer Bügeleisen, einen Tag wie den andern vom Morgen Jahre waren bergangen. Sie stand Tag für Tag über ihrem bis Abend Frühling. Sonne und Herbststürme waren wetr draußen und reichten nicht mehr in ihr Leben hinein.
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Nur die Sorge, die kannte sie. Harm. Dierk und sich felbst, alle drei mußte fie mit ihrer Hände Arbeit erhalten. Der unerbittlich gleichmäßige Strom, der die Menschen morgens in die Fabriken wälzte und abends müde zurückfluten ließ, hatte Harm zwar wieder freigegeben aber mur. um ihn als Schiffbrüchigen ans Ufer zu spülen. Jetzt war Harm Gelegenheitsarbeiter. Zwei drei Wochen lang ertrug er eine regelmäßige Arbeit, dann wieder saß er stumpf zu Haufe oder lungerte draußen herum. Meta wußte, was ihm fehlte zu fest hatte er in der Erde gewurzelt, aber zurückver. pflanzen ließ er sich nicht, feindselig und mißtrauisch hatte er abgewehrt, als sie es versuchte.
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Das Schächtelchen, das so viel Hoffnung beherbergt hatte, blieb zerbrochen und leer. Dafür lag ein Bankbuch sicher versteckt in einer verschlossenen Schublade aber nur ein paar armselige Bahlen standen darin. Und doch spielten Metas Gedanken Tag und Nacht mit diesen Zahlen es war doch eine kleine Hoffnung, es war für Diert.
( Forts. folgt.)