Einzelbild herunterladen
 

Befreiung des deutschen Eigentums."

Ein italienisches Dekret.

Die deutsche Botschaft beim Quirinal in Rom teilt unter dem 30. September 1920 mit, daß ein kgl. Dekret über die Befrei ung des sogenannten kleinen deutschen Eigen­tum 3 von der in Artikel 297 des Versailler Friedensvertrages zugelassenen Liquidation nunmehr ergangen ist. Das Dekret ist von einer amtlichen Verlautbarung begleitet, wonach der Minister­rat in Uebereinstimmung mit den seit längerer Zeit von der Re­gierung gegebenen Zusicherungen die Befreiung und Rückgabe des kleinen deutschen Eigentums an die Eigentümer beschlossen habe. Als kleines Eigentum werde dasjenige betrachtet, das nach den gegenwärtigen Preisen einen Wert bis zu 50000 Lire habe, ansgenommen seien Geldbeträge. Die Bewertung erfolge unter Berücksichtigung des Gesamtvermögensstandes der ein­zelnen beteiligten Personen. Die Verlautbarung hebt schließlich die soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Maßregel hervor.

C. 6. T. gegen Moskau .

Paris , 2. Oftober. Auf dem Gewerkschaftskongre in Orelans sprachen sich heute die meisten Redner gegen den Anschluß an die Dritte Internationale aus, namentlich Rivelli, der Führer der französischen Seeleute.

Rom , 2. Oftober.( TU.) Die sozialistische Partei­Ieitung beschloß, die Moskauer Entscheidung über den Aus= schluß aller Nichtkommunisten aus der Partei dem nächsten Parteitag vorzulegen.

Die Konferenz von Brüssel.

Brüssel, 2. Oktober. Die Finanzkonferenz wird heute die Gr= örterung über die internationalen Kredite beendigen, um sich dann bis zum Mittwoch zu vertagen, damit der Ausschuß sich mit der endgültigen Fassung der Resolution beschäftigen kann.

Unruhen in Rußland ?

Groß- Berlin

-

Ballade vom Kassenkampf. Hört von mir zu Poesie verdickt, wie im 6. U S.- P- Distritt. Wild die Masse, blind im Hasse Führt den Kampf der Kasse statt der Klasse. Seht mit Stochieb sie und Bierglaswürfen Nach dem Sinn des Kommunismus schürfen. Doch Verlierer werden Triumphierer, Nämlich noch ist ihrer der Kassierer. Wütend das Geschrei der Moskowiter gelt: " Haltet Metznern feste her mit's Jeld!" Der bleibt taub und unter Wutgeschnaub macht er mit dem Raub sich aus dem Staub. Megners Anhang wappnet in der Stille seine Wohnung, die sonst stürmfrei, zur Bastille und haut Lohden, den als Boten Moskau schickt, nach Noten auf die Pfoten. Von den Moskowitern wird beschlossen: Drauf jezt zwanzig handfeste Genossen! Megnern an die Binde geht's im Winde und ein Siebenmonatsfinde kuackt das Spinde. Meßnern sich ein Wehmutslaut entringt, doch der Dichter, der die Tat besingt, reimt gefaßter bei Kartoffelfnaster: auch für Moskau ist der Zaster halt fein Laster. Mich. von Lindenhecken.

Bruchstück auf:

-

Erziehung zum Kapitalismus. ,, Die rote 10 wird noch sehr teuer!" Auf der Bank im kurz bemessenen Sonnenschein sizend, fange ich aus dem Gespräch dreier vorüberkommenden Jungen dieses ,, Aha! Briefmarken." Dieser erste Gedanke war natürlich Kopenhagen , 2. Oktober. Der Nationaltidende" wird aus richtig, denn noch von heiter her schlugen Worte wie Neue Polen", Helsingfors telegraphiert, daß sich in Rußland eine Streif- Kriegsmarken" u. a. an mein Ohr. Aber gleich stellte sich ein bewegung ausbreite. An vielen Stellen sei es zu Unruhen ge- zweiter Gedanke ein: Wie sagt doch der junge Herr in den kurzen tommen. In Petersburg sollen mehrere Kommissare Sosen? wird noch sehr teuer!" Ein merkantiler Einschlag, erschossen worden sein. An der West front herrsche große der zu denken gibt. Sollte auch das Briefmarkensammeln der Unruhe. Die Bevölkerung fordere sofortigen Frieden. Trohki Jugend unter dem Zeichen des Merkur stehen? soll verwundet und Budjenny vor ein Kriegsgericht gestellt worden sc

Wrangels Siege.

Konstantinopel , 2. Oktober. Heeresbericht des Generals Wrangel. Die 1. und 13. Rote Armee, die auf ihrer Flanke und im Rücken angegriffen ist, zieht sich fluchtartig nach dem Dnjepr zurüd. In der Gegend von Alexandrowsk sind die Bolschewisten auf einer Front bon 200 Kilometer auf der Flucht.

Warschau , 2. Oftober.( TU.) Amtlicher polnischer Heeres­bericht vom 1. Oftober: Jm Nordosten von Grodno erreichten unsere Abteilungen ohne Fühlung mit dem Feinde zu haben die Linie des Flusses Ula. Die Verfolgung der in den Kämpfen bei Lida aufgeriebenen bolschewistischen Divisionen entwickelt sich weiterhin sehr günstig. Am 30. September erreichte die Gruppe des Obersten Dembra Biernact Nowo Grodef. Die Beute der 2. Armee beträgt vom 20. bis 30. September 25 000 Gefangene und 100 Geschüße.

Zwischen den polnischen und litauischen Unterhänd­lern wurde in der vorgestrigen Sizung ein vorläufiges Waffen still stands ab kommen getroffen, demzufolge jede feindliche Handlung zwischen den beiderseitaigen Truppen während der Dauer der Verhandlungen in Suwalfi unterbleibt.

Die irische Schmach.

Paris , 2. Oktober. Nach einer Meldung des Temps" aus London sind in Irland seit dem 1. Januar 110 Polizisten ge­tötet worden. Nach dem Daily News" haben 133 Mitglieder der irländischen Polizei unter dem Vorwand, die Arbeit, die sie verrichten müßten, efle sie an, den Abschied berlangt.

Der Lohnkampf in England. London , 2. Oktober. Nach einer Zeitungsmeldung haben die Grubenbesizer den Bergarbeitern eine Rohnerhöhung um einen Schilling pro Tag vorgeschlagen, wenn die jährliche Produktion 240 Millionen Tonnen beträgt.

Metern 18 Maschinengewehre aufgefunden, darunter 5 große, und beträchtliche Mengen dazu gehöriger Munition. Um die weiteren Durchsuchungsarbeiten nicht zu stören, wurde das Gelände abgesperrt. Militärautomobile waren zur Stelle, um die gefundenen Waffenvorräte, bei denen noch nicht genau fest­steht, auf wessen Veranlassung sie vergraben wurden, fortzuschaffen. Nach Gerüchten, die umgehen, soll es sich noch um eine weit größere Anzahl von Majdinengewehren handeln, die in dem Gelände der Lauberkolonie vergraben sind.

Keine Stadtverordnetenversammlungen in der nächsten Woche. In der kommenden Woche finden in Berlin feine Sigungen der alten und neuen Stadtverordnetenversammlungen statt.

Eine Kindesaussetzung im Vorortzug beschäftigt die Berliner Kriminalpolizei. Eisenbahnbeamte fanden gestern in einem Abteil 3. Klasse des Vorortzuges Na uen- Berlin ein kleines Mädchen, das, wie der Befund erkennen ließ, im Abteil zur Welt gekommen war und von der Mutter darin seinem Schicksal überlassen worden ist. Da es rechtzeitig entdeckt wurde, befand sich die Kleine noch im besten Wohlsein. Das Kind wurde der Säuglingsabteilung der Charité überwiesen und die Nachforschungen nach der unnatürlichen Mutter sofort eingeleitet.

Stilfe- Expansion. Wie wir erfahren, beabsichtigt der bekannte Bahnhofsbuchhändler Georg Stilte am Bahnhof Witzleben, Ausgang Kaiserdamm , einen Zeitungsstand zu errichten. Hier­durch würde ein Zeitungshändler brotlos und müßte der Arbeits­losenunterstützung zur Last fallen, weil er gezwungen werden soll, seinen Stand Herrn Stilfe zu räumen. Der Fall liegt deshalb besonders tragisch, weil es sich um einen schwerkranten Mann handelt. Wir nehmen nicht an, baß das große Unterneh­men Stilles von der Errichtung eines weiteren Zeitungsstandes abhängt, zumal hierdurch eine Existenz zerstört wird.

Richtiges Deutsch und R chnen. Die Volkshochschule Lichten­ berg ( 17. Verwaltungsbezirk) hat für Personen, die ihre Mängel im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache bc­seitigen oder ihre in Vergessenheit geratenen Kenntnisse im Deut­ schen und Rechnen aus der Schulzeit ergänzen wollen, Vor kurse eingerichtet. Die Hörgebühr beträgt 4 M. für jeden Kursus. An­meldungen für alle Kurje werden bis zum 16. Oktober d. J. in der Geschäftsstelle der Volkshochschule ( Rathausstr. 10, Barade 2, 8im­mer 21) und bei dem Hausmeister des Kant- Realgymnasiums, Karlshorst , Treskowallee, werktäglich von 9-7, Sonntags von 9-1 Uhr entgegengenommen.

Teilnehmerverzeichnisse für Fernsprechteilnehmer. Von der Postverwaltung werden jetzt die neuen Teilnehmerverzeichnisse den Fernsprechteilnehmern geliefert. Bisher erhielten nur die Haupt­stelleninhaber ein Verzeichnis; diesmal hat aber auch der Inhaber Die Zeiten unserer eigenen, unbekümmerten Jugend steigen einer Nebenstelle, wenn er nicht gleichzeitig den Hauptanschluß be­bor uns auf! Damals schacherten" wir auch nach Kräften, aber ist oder wenn der Nebenanschluß sich auf einem anderen Grund­im Kreise der Mitschüler und Freunde. In erster Linie war es ftück befindet, den gesetzlichen Anspruch auf ein Verzeichnis, d. h. doch das geographische Interesse, das uns das Briefmarkensammein alle diejenigen Personen, die im Teilnehmerverzeichnis als Besitzer eines Fernsprechanschlusses, sei es Haupt- oder Nebenanschluß, lieh machte; wir waren stolz, wenn wir infolge unserer Liebhaberei fostenlos aufgeführt werden, haben das Recht, von der Postverial­in geographischen Dingen besser Bescheid wußten als die Nicht- tung ein Teilnehmerverzeichnis fostenfrei zu erhalten. Die außer sammler, z. B. Guayana, Guinea und Guienne auseinanderhalten dem noch gewünschten Verzeichnisse können von der Postverwaltung konnten. Verständige Eltern unterstützten daher auch den Sanimel zum Selbstkostenpreis von 34 M. bezogen werden. Wie bekannt ge= trieb und griffen wohl zum Geburtstag und zu Weihnachten in das worden ist, haben einige Inhaber von Hauptanschlüssen versucht, Portemonnaie, um einige sehnlichst gewünschte Groten auf den die ihnen kostenfrei gelieferten Verzeichnisse zu Preisen bis zu Gabentisch zu legen. Daß die Empfindung, hier Wertobjekte in 50 M. für das Stück an ihre Nebenanschlußinhaber zu verkaufen. Händen zu haben, aber bei uns Kindern Platz gegriffen hätte, in solches Verfahren ist unzulässig, die Inhaber von Nebenan­möchte ich bestreiten. Wohl waren wir uns über die Kostbarkeit schlüssen würden sich dagegen zu wehren haben. gewisser Marken klar, aber das waren eben solche Seltenheiten, die Im Vogelhause des Zoologischen Gartens ist ein Baumfaff ein­nur für Krösusse erreichbar schienen. Die uns zugänglichen Vergeliefert worden, der zu der leinen Fallenart gehört, die durch ifre faufsstellen von Briefmarken, meist Papeterie"-Geschäfte, in denen ungemeine Fluggewandtheit der schlimmste Feind der Singvögel iſt. wir unsere Schreibhefte und Stahlfedern tauften, führten auch Der Baumfalt heißt deshalb auch Lerchenfalt. Man fönnte ihn solche Seltenheiten nicht auf den paar Papierbogen, auf denen die fertig, selbst eine Schwalbe in der Luft zu fangen. Daß er ein echter ebenjogut auch Schwalbenfalk nennen, benn er bringt es wirklich ausgebotenen Marken zur Beaugenscheinigung aufgeklebt waren. Flugkünstler ist, sieht man schon an seinen außerordentlich langen viel mehr Sorgen machte uns der Gedanke, daß nachgemachte" und spißen Flügeln. die bis zur Schwanzspike reichen. Marken uns angehängt wurden...

Heute hat nun der Briefmarkenhandel moderne Großbetriebs­formen angenommen und an teuren Objekten fehlt es nicht bei dem Fleiß, den einzelne Staaten aufgewendet haben, um durch Ausgabe neuer Sorten, Eerien mit Aufdrucken, Gelegenheitsmarken usw. den stets notleidenden Staatssäckel ein wenig aufzufüllen. Und wie alles Sammeln sei es Erwerb von Büchern, Porzellantassen oder Tabatpfeifen- heute einen kaufmännischen Charakter angenommen hat, so wird auch die Briefmarke wohl zunächst vom Standpunkte des späteren Verdienstes angesehen werden.

-

Aber es wäre beklagenswert, wenn diese materielle Richtung unsere Jugend derart ergriffe, daß auch sie sich mehr mit dem Ge­danken zukünftiger Kapitalisierung, als mit der Bildungsmöglich­feit beschäftigte. Briefmarken, Münzen, Porträts haben das Schöne an sich, daß sie nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch durch ihren Inhalt den Geist in besonders startem Maße befruchten. Den in jedem Menschen steckenden Sammeltrieb in dieser Hinsicht nüßlich zu gestalten, muß eine Aufgabe sein, die Eltern und Lehcern, sowie allen Freunden der Jugend am Herzen liegen sollte.

Mord aus Eifersucht. Liebestragödie in der Kaiserallee. Unausrottbarer deutschnationaler Schwindelgeist. Aus dem Die Geschichte einer zerstörten Ghe fand gestern durch die Reichsarbeitsministerium wird mitgefeilt: Die Behauptung, im Reichsarbeitsministerium seien Beamte eingestellt worden, für die ersuchtstat einer Frau, die ihren Gatten verlassen hatte, ihren das Ministerium Surse im Dilat und im Kopfrechnen blutigen Abschluß. habe einrichten müssen, ist schon einmal mit aller Deutlichkeit Der Zahnarzt Pannwit aus der Kaiser- Allee 104 unter dementiert worden. Trotzdem tritt diese Nachricht immer wieder hielt Beziehungen zu einer Frau Brockmann, die dazu führten, in der Oeffentlichkeit auf. Es sei deshalb roch einmal darauf daß die Frau ihren Mann verließ und als Wirtschafterin zu dem hingewiesen. daß Lehrgänge in der. Clementarfächern niemals in Bahnarzt zog. Das Verhältnis zwischen diesen beiden trübte sich Neichsarbeitsministerium stattgef ince haben. Im sariens- jedoch auch bald. Frau Brodmann hatte in Erfahrung gebracht, ministerium sind, wie schon früher festgestellt wurde, seit seiner daß der Zahnarzt ein anderes Liebesverhältnis angeknüpft hatte Begründung im Oftober 1918 nur Beamte eingestellt worden, die und vor der Verlobung stand. Grenzenlose Eifersucht war die die nötige Vorbildung für die Tätigkeit in einem Reichs Folge. Gestern abend, als das Paar in seiner Wohnung am Tische ministerium besaßen. Das Reichsarbeitsministerium bemüht sich saß, zog Frau Brodmann nach einer erregten Auseinanderseßung umsonst. Denn daß ihre Behauptung Schwindel war, haben die eine verborgen gehaltene Schußwaffe und schoß dem am Tische deutschnationalen Rügenfabrikanten von Anfang an gewußt. Sie sißenden 3ahnarzt eine Augel in den Kopf. Dann lief werden sich daher durch keinerlei Berichtigung im Weiterschwindeln die Frau zu einem in der Nähe wohnenden praktischen Arzt und stören lassen. während dieser sich in die Wohnung des Zahnarztes begab, tötete sie sich selbst durch eine Kugel. Beide konnte ärztliche Hilfe nicht

mehr retten.

Reaktion und Entwaffnung. Zu unserer Darstellung in Nr. 482 teilt uns das Reichsschahmin sterium mit: Die Ueberive fung der 190 Karabiner mit je 100 Patronen erfolgte im Benehmen mit dem Aus Unvorsichtigkeit erschossen hat gestern nach preußischen Landwirtschaftsminister an die Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen Tie Waffen, deren Verte lung im Be- mittag der Hilfsmonteur Willi Engel aus der Antonstr. 47 seine nehmen mit dem preußischen Landwirtschaftsminister der Land. Schwester, das 19 Jahre alte Stationsmädchen Gertrud Engel. wiridaftsfamn.er überlassen wurde, sollten nur an Privat- In der elterlichen Wohnung beschäftigte sich der junge Mann mit forstbeamte und Felobüter die, einen antlid en Waffen der Entladung einer Parabellumpistole. Plötzlich krachte ein Schuß schein besaßen, im Falle eines nachweisbar dringenden Vedaris und die Kugel traf die Schwester so schwer, daß sie gleich darauf ausg händigt werden. Diese Personen mit modernen Waffen zu an den Folgen der Verlegungen starb. versehen, wurde dem Reichsderwertungsamt als Notwendigkeit bezeichnet weil Wilderer und Felddiebe in der Regel mit weit­tragenden Waffen ausgerüstet und mehrere Forstbeamte be= Wafferfunde in einer Lichtenberger Laubenkolonie. reits ihr Leben eing.büßt haben. Besonders darauf hingewiesen In der Laubenkolonie zwischen Niemannstraße, Hohen­jei, daß die beanstandete Waffenüberweisung an die Landwirt lohestraße und Koniger Straße bemächtigte sich heute vor­schaftskammer schon vor Jnkrafttreten des Entwaff miltag, wie uns mitgeteilt wird, der Raubenkolonisten eine begreif­nungsgejebes erfolgte, durchaus den damaligen Bestimmun= gen entsprach und auch der Entente gemeldet worden war. Daß Ein größeres Aufgebot von Reichswehrmann­bas frübere Reichsverwertungsamt durch einen ungefeglichen Wafschaften erschien und begann bestimmte Teile des Geländes zu fenverkauf der Reaktion Helfersdienste geleistet hat, davon fana dur graben. In der Nähe der Konizer Straße wurden schließ also überhaupt feine Rede sein. lich nach längeren Bemühungen in einer Tiefe von etwa zwei

liche Aufregung.

Kriegerwitwen! Durch die Ausführungsbestimmungen der Reichs­versorgungsstelle, über die augenblicklich im Reichsarbeitsministerium ver­bandelt wird, soll eine neue ungeheuerliche Verschlechterung der Lage der Striegerwitwen eintreten. Gegen diefe neue Provolation gilt es, Proteſt zu vormittags 10 Uhr, im Lehrervereinshaus, Alexanderplatz. erheben. Striegerwitwen! Erscheint in Massen am Sonntag, den 3. Dft.,

Sprachschule für Proletarier. Zu den Anfängerfurfen in Englisch für Kinder von 12 bis 14 Jahren( Nachmittagsunterricht) fann noch eine Anzahl Schüler zugelassen werden. Anmeldungen am Freitag, 1., Somm abend, 2, und Montag, 4. Oftober, abends 7 Uhr, in der 24. Gemeinde­schule, Hinter der Garnisonkirche( Nähe Bahnhof Börse und Neue Friedrich­straße), Zimmer 7, Hof rechter Seitenflügel.

Eine Versammlung der deutschen Flüchtlinge aus britischem Gebiet findet am Donnerstag, den 7. Oftober, abends 8 Uhr, in der neuen Stadthalle, Eingang Klosterstraße, statt.

Die Voltsunterhaltungskonzerte der Stadt Berlin- Schöneberg haben vom 1. Oftober ab ihren Eintrittspreis auf 1,50 M. erhoht. Sämt liche Pläge sind numeriert. Soweit Programms zur Berteilung gelangen, sind diese in den Eintrittspreis einbegriffen.

Sport.

Borkampf Breitensträter- Spalla. Am Freitagabend standen sich im Admirals palast der deutsche Schwergewichtsmeister Hans Breitensträter und der Italiener Giuseppe Spalla zum zweiten Male einander gegenüber. Bekanntlich mußte in einem früheren Kampfe Breitensträter vor Spalla ſich beugen. Das er­neute Zusammentreffen hatte trotz der sehr hohen Eintrittspreise die weiten Räume des Admiralspalastes bis auf den letzten Platz gefüllt. Breitensträter ging gleich in der ersten Runde zum schärften Angriff über, der auch in den weiteren Runden an Heftigkeit nicht nachließ, so daß er seinen Gegner sichtlich ermüdete. In der zehnten Runde, nachdem er eine Reihe recht harter Schläge hatte, hinnehmen müssen, wurde Spalla vom Schiedsrichter wegen Tiefschlags disqualifiziert und Breitensträter der Sieg zu= gesprochen. Aber auch ohne diesen Zwischenfall der wohl weniger auf Absicht, als darauf zurückzuführen ist, daß Spalla während des Stampfes ein jehr start verschwollenes Auge davon­trug und dadurch in der Schlagsicherheit erheblich beeinträchtigt war, wäre anscheinend Breitensträter als Sieger aus dem Kampf herbor­gegangen. Daß man in diesen schweren Zeiten in der Welt, in der man sich nicht langweilt, immer noch über das nötige Klein­geld verfügt, bewiesen nicht nur die bezahlten Eintrittspreise von 100 und 150 m., sondern auch diverse gespendete Prämien von 500 bis 1000.

Neben diesem recht aufregenden Kampfe maßen sich noch die beiden Mittelgewichtler Wiegert und Loggat, von denen dem letteren, einem Neger, nach 10 Runden durch Bunktwertung der der nach der dritten Runde abgebrochen wurde, weil die Gegner, Sieg zugesprochen wurde. An Stelle eines miggfückten Stampjes, zwei ältere Borer, nicht über genug Training verfügten, traten die beiden Leichtgewichtler Kirschbaum und Kressin in den Ring. Der Kampf mußte nach einigen Runden wegen der Polizei­stunde abgebrochen werden.

ging an Darmverschlingung ein. Er war Dritter im Derby, zudem ge­Eckstein, der in drei Jahren 362 720 M. auf der Rennbahn verdiente, wann er im Vorjahr den Großen Preis von Berlin , in diesem Jahre brachte er u. a. das annibal- Rennen und den Großen Preis von Heiderose wurde für 56 000 M. von der Ankaufs­

-

Hannover heim. tommission angetauft. 8-10 Uhr in der Turnhalle Rückertschule( Räperstraße zu Schöneberg ) ein Die Freie Turnerschaft Schöneberg veranstaltet heute abend von Schauturnen sämtlicher Abteilungen.