Wieder ein entlarvter Verleumder!
Sozialdemokratie und Groß- Berlin.
Die Diskussion über die Stellung der Sozialdemokraties
Beleidigungsklage des Reichspräsidenten .. Auf der Anklagebant fist mehr als das deutschnationale Schriftstellerlein Friedrich Fredsa oder Kurt Friedrich, auf nur 7 Prozent der Eisenbahner politisch organisiert der Anklagebank sitt der gesamte gebildete und un- aur Berliner Kommunalpolitit, die in der Groß- Berliner feien sowie daß sich im Eisenbahnerberband ein Drittel und in sog. gebildete Pöbel deutschnationaler Obier unktionärtonferenz vom 1. Oktober abgebrochen worden war, wurde bürgerlichen Verbänden ein Drittel organisiert seien, während vas banz, der seit zwei Jahren in Phantasiebildern vom„ be- am Mittwochabend in einer Konferenz der S.- P.- D.- Funktionäre lehte Drittel überhaupt nicht organisiert sei. Der Gesamtbetriebsfoffenen Reichspräsidenten" usw. schwelgt, Bildern, wie sie von Groß- Berlin im Kriegervereinshaus fortgefekt. rat der städtischen Arbeiter habe darauf dann beschlossen, zunächst dem gekränkten Standesdünkel eines bornierten Spieß- Genosse Franz Krüger machte erit einige Mitteilungen über von der Verkündigung des Generalstreits abzujehen und nach bürgertums entsprechen, das den Arbeiter an der Spitze des die Verhandlungen mit U.-S.-P., K.- P.- D.- Betriebsrat usw., die weiteren Berhandlungen nochmals Stellung zu nehmen. In einer Staates als Verlegung seiner heiligsten Macht- und Herrsch- stattfanden wegen des Beschlusses des Gesamtbetriebsrates der Besprechung mit Severing erklärte dieser, daß das Inkrafttreten Herrichstädtischen Arbeiter, aus Anlag des bürgerlichen Vorgehens gegen Groß Berlins nicht aufgeschoben werde und er der Frage der Be fuchtgelüfte empfindet. Die Beweisaufnahme fällt vernichtend für die ge- Generalstreit der städtischen Arbeiter zu verkünden, wenn nicht bis bürgerlichen Parteien nicht gelinge, rechtzeitig ihre Anträge unter die Gestaltung der Verwaltung von Groß- Berlin den allgemeinen stätigung der Stadträte sich nicht entziehen werde, wenn es den heimrätlichen Klatschbasen und gefränften Konsistorialrats- zum 1. Oktober positive Erklärungen über Rücknahme der bürger- Dach und Fach zu bringen. Drs sei eine plausible Erklärung, gattinnen aus, als deren Vertreter Friedrich Frecksa sich um lichen Anträge oder die Bestätigung der Stadträte vorliegen. Bei den und auch bie Vertreter der Unabhängigen, der Gewerkschaftstomden Wahrheitsbeweis abmüht. Der einst hier auf ihn ge- Verhandlungen handelte es sich um die Frage, ob sich die politischen mission, des Gesamtbetriebsrats wären zu einem Teil von der prägte Reim, wie ich den Dreck fah" paßt wieder einmal Parteien beim eventuellen Ausbruch des Generalstreits der ge- Besprechung befriedigt gewesen. In einer weiteren Sizung fam ausgezeichnet, denn nur Herr Fredsa hat den von ihm be- iamten städtischen Arbeiter an die Spike stellen sollten. Er habe, man zu dem Ergebnis, den städtischen Arbeitern zu empfehlen, den haupteten Dred gefehen. Die Zeugen aus Eberts nächster fagt Strüger, erklärt, daß die E. P. D. es nach den mit der K. P. D. Umgebung, feine Sozialdemokraten, sondern übernommene gemachten Erfahrungen ablehnen müßte, mit der K. P. D. eine forrette Beaute des alten Regimes, befunden übereinstim- gemeinsame Aftion zu unternehmen. Höchstens tame es in Frage, wenn die K. P. D. Sicherheiten gäbe mend die große Einfachheit im Haushalt des Präsidenten, die absolute Mäßigkeit und Nüchternheit des Reichspräsidenten jelber.
Herr Fredja, der anfangs zubersichtlich auftritt und das Wohlleben sozialdemokratischer Minister" beweisen will, wird immer fleiner. Schließlich friecht er de- und wehmütig zu Kreuze, revoziert und depreziert und atmet fchließlich erleichtert auf, als er aus der Hand des von ihm verleumdeten Reichspräsidenten die Begnadigung fressen darf.
für strikte Durchführung gemeinsamer Beschlüsse. Eine entsprechende Grklärung wurde von den Kommunisten nicht abgegeben. Was besonders bedenklich ftimmte, war, daß der Aktionsplan nur von den städtischen Arbeitern, und zwar in erster Linie nur von ihrem Gefamtbetriebsrat ausging. Redner habe geäußert, daß ja durch die geplante Stillegung fämtlicher städtischen Betriebe die ganze Arbeiterschaft Berlins ohne weiteres mit hineingezogen werden würde und daß man deshalb sie und alle ihre Organe unterrichten und sich äußern lassen müsse. In einer neuen Sibung erklärte die 1. S. P., den Kampf der städtischen Arbeiter bedingungslos au unterstüßen. Die Rentrale der Betriebsräte fagte, sie wolle die städtischen Arbeiter nicht abhalten und eventuell unterstüben. Aber München , 6. Oftober 1920.( Sg.) Heute nachmittag 3 Uhr began in München vor dem Schwur- Richard Müller sagte dabei, daß vieles richtig sei, was Krüger gegericht die Verhandlung gegen ben verantwortlichen Herausgeber bes Phosphor" Friedrich refia, dessen bürgerlicher Name Kurt Friedrich ist.
Ein typischer Vertreter alldeutschen Mannes- und Heldentums!
jagt habe, nämlich, daß die Gesamtarbeiterschaft Berlins auf solchen Rampf nicht vorbereitet sei und daß auch er es für bedenklich hatte, gegenwärtig solchen Kampf zu führen. Müller meinte weiter, daß Die Anflage gegen Frekja lautet dahin, daß Frelja in einer räte in den allgemeinen Kampf einzutreten, und Müller habe hindie Berliner Arbeiterschaft nicht daran denke, wegen einiger Stadt Sondernummer bes" Phosphor" den Reichspräsidenten be : Trunkenheit und der Bestechlich leit bezichtigie. Bu Be zugefügt: Wenn man die gesamte Berliner Arbeiterschaft heranginn der Verhandlungen erklärte der Angeklagte, daß er es abziehen wolle, dann müßten revolutionäre Parolen aufgestellt lehne, dem Reichspräsidenten den Vorwurf der Bestechlichkeit gemacht werden. Der Verlauf der Debatte habe ergeben, daß man als solche zu haben. Er habe vielmehr mit einem Bilde, das den Reichs- Ziele auch im Auge habe die Beschung der Betriebe nach Italiens Muster präsidenten als Faust darstellt, wie er von einem Engländer als Mephistopheles einen Beutel mit 10 Millionen entgegennimmt, die und die Wahl politischer Arbeiterräte. Von Vertretern der BeAbhängigkeit der Mehrheitssozialdemokraten vom ausländischen triebsrätezentrale wurde firagelegt, daß, wenn ein solcher Kampf Kapital(!! Red. d. B.) zum Ausdrud bringen wollen. Was die aufgenommen würde, es nur der Endkampf des Proletariats um Anspielungen auf den Aufenthalt des Reichspräsidenten in der die politische Macht sein fönne. Der Vertreter der K. P. D. unterKolibri- Bar in der Mohstraße in Berlin beträfen, so sei von einer strich no chdiese Ausführungen mit der Betonung: Fort mit diesem amtlichen Stelle, die ein Interesse hatte, die Sache aufzuklären, Barlament, Wahl politischer Arbeiterräte. Die Gewerkschaftskomjemand nach der Kolibri Bar geschikt worden, um mission stellte sich auf den Standpunkt, daß sie nur bereit sei aum nachzufragen, ob der Reichswehrminister Noste dort ver Stampf aufzurufen, wenn die politischen Parteien sich einig seien. tehrt hätte. Dort wurde dem Nachfrager der Bescheid gegeben, daß Richard Müller erklärte noch, auch wenn die städtischen Arbeiter in amar nicht Roste, sondern der Reichspräsident Ebert mit dem den Kampf träten, würde man doch nicht ohne weiteres in der Lage Reichetangler Bauer dagewesen seien. Fretsa betonte, daß er ber- sein, zum Endkampf aufzurufen, aber man würde sehen, wie die sichten müffe, die Namen seiner Gewährsmänner zu nennen, da Sache weiter laufe. Zum Schluß erklärte der Vertreter des Eisenfich diese in amtlicher Stellung befänden und Gefahr liefen, bahnarbeiterverbandes, die Ortsverwaltung jeines Berbandes stehe Diese zu verlieren. Die Anflage sei ein republikanischer Majestäts- auf dem Standpunkt, daß sie nicht in der Lage sei, sich an einem beleidigungsprozeß. solchen Stampf zu beteiligen. Man babe festgestellt, daß
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Ob Herr Ebert trinke und in der Kolibribar verkehrt habe, wurden die Beugen beweisen oder nicht. Aber die Tatsache bleibe bestehen, daß in jenen Streifen ein Wohlleben herrsche und eine Abhängigkeit vom Auslande bestehe. Rechtsanwalt Konrad Haußmann: Der Angeklagte hat in der Vorunterfaichung gejagt, es solle ein Mangel an repräsentativer Saltung des Reichspräsidenten gegeißelt werden, ferner die Tatsache, daß der Meichspräsident stark der Flasche huldige und es durch sein Auftreten in öffentlichen Lofalen an Taft habe fehlen lassen. Angelagter: Das halte ich aufrecht.
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Als 1. Zeuge wird sodann Ministerialdirektor Dr. Meißner, der Chef des Bureaus des Reichspräsidenten , vernommen, der erflärt: Er fei seit 1½ Jahren aus dem Auswärtigen Amt dem Meichspräsidenten beigegeben worden und seitdem stehe er mit dem Meichspräsidenten in engerer Fühlung. Sein Geschäftszimmer liege neben dem Amtezimmer des Reichspräsidenten . Der Zeuge habe von morgens bis abends 9 Uhr ungehinderten Zutritt. Das ganze Leben des Reichspräsidenten spielt sich vor den Augen bes Bureaus ab. Der Zeuge jei über jeden Ausgang des Präsidenten unterrichtet. Alles, was im Hause vorgehe, erfahre Er würde es auch sicher wissen, wenn der Reichspräsident abends spät ausgegangen wäre. Es ist Tatsache, daß die Angaben,
er.
der Reichspräsident neige zur Trunksucht oder dergl.
nichts als Märchen
find. Es gehe beim Reichspräsidenten alles sehr einfacher, wie in einem bürgerlichen Haushalt. Niemals sei ein Egzeß vor gekommen. Der Reichspräsident habe sich niemals in einem Zustande befunden, der als angetrunkenheit oder Trunkenheit hätte gedeutet werden können. Wenn teine Gäste im Hause sind, wird nur Mineralwasser getrunken. Sind Diplomaten an mesend, so tommen nur zwei Sorten Beine auf den Tisch. Auch bann ist das Effen überaus einfach. Der Reichspräsident hat, folange er der Regierung angehört, fein öffentliches Lofal befpacht. Diese Tatsache ist auch vom Bersonal, von dem Chauffeur und von dem Kriminalbeamten, der ihn begleitet, bestätigt worden. Meist ist er um 11 Uhr zu Hauje. Daß er ein öffentliches Botal besucht, ist ausgeschlossen. Auf die Frage des Rechtsanwalts Konrad Saußmann bestätigt der Zeuge, daß er schon der alten Regierung angehört habe, nicht sozialdemokratisch sei und auch der Sozialdemokratischen Partei nicht nabestehe. Auf eine weitere Frage des Rechtsanwalts Haußmann erklärt der Zeuge: h fann unter meinem. Gide mit Bestimmtheit erklären, dB ich den Herrn Reichspräsidenten niemals be: trunten oder angetrunten gesehen habe. Er hat stets die Würde bewahrt, die sein Amt erfordert." Der nächste Beuge ist der Sausinspektor des Reichspräsidenten Tappe, ein alter Beamter, der schon unter Fürst Bülow und unter Bethmann Hollweg in der Reichsfanzlei tätig gewesen ist. Der Beuge erklärt, daß er beim Reichspräsidenten Keller und Küche verwalte, jede Flasche Wein gehe durch seine Hände. Der Haushalt sei ein ganz einfach bürgerlicher. Der Zeuge bestätigt, ebenso wie der Vorzeuge, daß selbst bei Repräsentationen bie Stüche sehr einfach sei,
weit einfacher als unter Bülow.
Der Beuge erflärt, baß er stets zugegen sei, bis der lebte Gast das Haus berlaffen hat, und er könne beschwören, daß Serr Gbert nie angetrunken oder auch nur angeheitert gewefen fei
Kampf einstweilen nicht aufzunehmen,
was geschehen sei. Vorwürfe, die unserer Partei und Krüger per. sönlich gemacht wurden, müsse man ertragen. Redner hat den Ver dacht, daß der Teilstreit in den Elektrizitätsmerten in seinen tief sten Ursachen auf die Propaganda der Generalftreitbefürworter zurückzuführen sei. Wir müssen scharf darauf achten, daß die Situation nicht ausgenutzt wird, die Arbeiterschaft zu ungeeigneter Beit in politische Kämpfe au stürzen.
An der nun fortgesetten Diskussion über die Kommu nalpolitit der Sozialdemokratie Groß- Berlins be beiligten sich die Genossen Greff, Sassen, Frant, Seilmann, Kohl und im Schlußwort der Referent Bürgermeister
Ritter.
Der Bezirksvorstand unterbreitete den Funktionären folgende Resolution.
Die Parteifunktionäre und Betriebsvertrauensleute der S.P.D. Groß- Berlins billigen das Zusammengeben der Sozialdemo fratischen Stadtverordnetenfraktion mit den Unabhängigen in der neuen Groß- Berliner Stadtverordnetenversammlung bei der Bildung des Magistrats. Sie erwarten von dieser Koalition eine fachliche, auf dem Boden der Tatsachen stehende Kommunalpolitik, die allein die Wahrung der Interessen der Bevölkerung im Auge haben darf und die durch Nutzbarmachung aller Kräfte der Arbeiterschaft zu aufbauender Mitarbeit Berlin vor politischen und wirtschaftlichen Erschütterungen bewahrt.
Nachdem durch den Magistrat mit sozialistischer Mehrheit die Beitung der Berliner Kommunalpolitik in die Hände der sozia listischen Parteien geleat ift, bält die Konferenz es für zwed mäßig, daß über die Zusammenfegung der Bezirksämter eine Ver ständigung mit allen Parteien herbeigeführt wird.
Die Konferenz erhebt schärfften Brotest gegen die Machtpolitit der bürgerlichen Parteien in der Preußischen Landesveriammlung, die auf eine Vergewaltigung des Mehrheitswillens der Berliner Bevölkerung hinausläuft. Sie fordert die sozialdemokratische Arbeiterschaft auf, mit allen Kräften dahin zu wirken, daß bei den demnächstigen Neutablen au preußischen Landtag die bürgerliche Mehrheit durch eine sozial demokratische erfezt wird. Dagegen lehnt sie die kommunistische Agitation für lediglich zerstörende Generalstreiks entschieden ab. Die Abstimmung ergibt, daß diese Resolution einstimmig angenommen wurde.
in den heinischen Wingersbuben, a Is Ebert ausgegeben fuchen lassen und hier die nötigen Maßnahmen treffen. Ein Widerhabe, der einige Aehnlichkeit mit ihm habe. Vielleicht lärte sich auch stand gegen die Entwaffnungsaktion hat sich nirgends geltend ge dieser Fall so auf. Im übrigen sei der Reichspräsident den ganzen macht, auch nicht in Bayern . Veit allen Mitteln wird das Juli 1919 in Weimar , dann im August in Schwarzburg auf Urlaub Gesetz durchgeführt werden; auf halbem Wege würde man und dann bis Mitte September auch außerhalb Berlins gewesen. nicht stehen bleiben. Zum Schluß wandte sich der Reichskommiffar Der Angeklagte gibt dann auf Anraten des Staatsanwalts nach einer Besprechung folgende Erklärung ab: 1. Auf Grund gegen die rechtsstehende Presse, die ihm vorwerfe, daß er mit der heutigen Beweisaufnahme habe ich mich davon überzeugt, daß Denunziantenmitteln arbeite und dadurch zur Verbumdie in Nr. 2 bes Phosphor" vom 12. Januar 1920 gegen den Serrn pung des Volkes beitrage. Er führe nur die bestehenden Ger Reichspräsidenten erhobenen Vorwürfe der Trunfsucht und des Be- feße aus. juches unwürdiger Lokale objektiv unwahr sind.
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In der sehr lebhaften Debatte toondten sich die Deutschnatio 2. Den Vorwurf einer Bestechung durch das Ausland oder nalen gegen die Gewährung von Brämien, der Abg Berndt einer Bestechlichkeit habe ich dem Herrn Reichspräsidenten faselte wieder von der Roten Armee und entfesselte eine Kriegs. nicht machen wollen. bebatte, in der ihm Genosse Hildenbrand und Abg. Rosen. 3. Ich nehme diese Vorwürfe gegen Herrn Ebert, deren Ueberfeld( U. S.) treffend dienten. Genosse Girbig wandte sich gegen mittlern ich Glauben geschenkt habe, mit dem Ausdruck des Be- den Aufkauf der abzuliefernden Waffen durch Schieber. Wollen wir dauerns zurüd. 4. Ich verpflichte mich, die Kosten des Verfahrens, einschließlich nicht durch diese Gesellschaft in die allergrößten Schwierigkeiten tommen, dann müssen die schärfsten Strafen zur Anwendung der gesetzlichen Kosten des Rebentlägers, zu übernehmen. die Neußerung des Herrn Angeklagten, es handle sich um einen reRechtsantvalt Konrad Saußmann: Diese Erklärung und kommen. Nach Zeitungsmeldungen läßt die Waffenablieferung in Bayern sehr zu wünschen übrig. publikanischen Majestätsbeleidigungsprozeß, geben mir Anlaß, aus- Wir müssen verlangen, daß die Ablieferung in allen Bandesteilen zusprechen, daß der Herr Reichspräsident nur seine bürger- und Bevölkerungsschichten durchgeführt wird. Notwendig ist, daß fiche Ehre ichüben wollte und im öffentlichen Interesse auf den Gütern Revisionen vorgenommen werden, damit nicht schüßen mußte. Nachdem dieser Awed durch die Beweisaufnahme und die Erklärung des Herrn Angeklagten erfüllt ist, nimmt der Herr Reichspräsident die Anklage zurück und schenkt dem Angetlagten die Strafe.
Das Gericht beschließt hierauf die Einstellung des Verfahrens.
Dreiviertel Millionen Waffen erfaßt.
80 Millionen Prämiengelber angewiesen. In der gestrigen Sitzung des Parlamentarischen Beirats beim Gntwaffnungsfommissar erstattete Rommissar Dr. Peters Bericht über den augenblicklichen Stand der Entwaffnungsaktion. Im großen und ganzen hätte die Aktion einen guten Erfolg gehabt; in Berlin z. B. sei, trotzdem an einigen Stellen das nötige Geld für die ausgeworfenen Prämien nicht gar Stelle war, ein günstiges Resultat erzielt worden. Hier seien sogar nicht ablieferungspflichtige Gegenstände zur Ablieferung gekommen. Ile Schichten der Bevölkerung hätten abgeliefert. In den Gegenden, wo anfangs ein starkes Mißtrauen bestand, ist es jetzt behoben. Es find auch bereits größere Waffendepots zur Ablieferung gekommen. Die Einwohnerwehren haben ihve Waffen zu getreuen Händen bekommen und erhalten selbstredend keine Prämien. Das Ablieferungsresultat, bas bis zum 26, resp. 27. September vorliegt, ist folgendes:
der Grundbesis bewaffnet und die Arbeiterschaft entwaffnet ift. Auf Anfragen erklärte der Reichskommissar, daß an Prämienzahlungen bisher 30 Millionen Mark angewiesen sind. Mit den Eisenbahnern haben sich keine Schwierigteiten engeben. Berichte bon Selbstschußorganisationen liegen noch nicht bor. In Bayern wird mit derselben Schärfe bongegangen wie in anderen Gegenden. Die vom Vorwärts" gebrachte Meldung über Bewaffnung des Landes durch Landtwirtschaftskammern falle in bie Beit vor den Infrafttreten des Entwaffnungsgesehes. Es handele fich um Ginrichtung von Flur- und Feldschus. Derartige Betvaffmungen kommen jest nicht mehr vor. Von einer Roten Armee ist dem Entwaffnungskommissar auch nicht eine einzige Nachricht zugegangen.
Wir sind ja kein Gesangverein
Eine Hamburger geheime Orgesch. Hamburg , 6. Oftober.( Eigener Drahtbericht des Vorwärts".) In Hamburg hat die reaktionäre Presse wiederholt Märchen erzählt bon einer Roten Armee und von kommunistischen Kampforgani fationen, die in Hamburg beständen. Es hat sich unterdessen schon mehrfach herausgestellt, daß diese Sensationsmeldungen auf uns glaublichen Uebertreibungen und Lockspielberichten beruhten. Unterdessen aber hat sich so etwas wie eine weiße Organisation in Hamburg in aller Stille bilden können. Die ehemaligen Bah. renfelder Beitfreiwilligen, die an dem. Rapp- Butsch in Samburg tätigen Anteil hatten, haben sich nach ihrer Auflösung zu nächst in einen Turnverein bermandelt, und als dieser aufgelöst wutbe und Orgesch auch in Hamburg auffant, ist ein Sanges bune Jungs bolt fast" barous geworden. Gangesbund verschidt augenblicklich gedrudte tundschreiben, deren eines bon unferem Hamburger Parteiorgan veröffentlicht mitt. Es geht daraus bervor, daß eine vollständige militärische Organisation unter dem Vormand von Gejongübungen und musikali ichen Ausflügen besteht. Sinter diesem Sangesbund suchen dieselben Beute, die hauptsächlich an dem Bahrenfelder Zenkreis willigenforps interessiert waren und daher die Märchen von der Roten Armee aufbrachten. Am Mittwoch abend sollte in Hamburg eine von den in dem Rundschreiben angesezten Versammfich befinden, müssen sofort eingezogen werden. Die erfolgten Iungen stattfinden. Die Hamburgische Polizeibehörde hat aber Anmeldungen werden nachgeprüft und, wo es notwendig ist, wird die nötigen Schritte eingeleitet, um den reaktionären Kreisen urier zur Bereidigung geschritten. Größere Gebiete, wo nicht ge- der Firma eines Sangesbundes ein endgültiges Ende zu bereiten. nügend abgeliefert wird, wird der Neichskommissar selbst unter- Werden nun die Sangesbrüder" unter Anflage gestellt werden?
Abgeliefert find 17 Geschüße, 11 Minenwerfer, 13 Flammenwerfer, 14 Granatwerfer, 913 Maschinengewehre, 239 Maschinenpistolen, 122 449 Gewehre und Karabiner, 13 517 Armeerevolver unb Bistolen, 14 931 Sandgranaten, außerdem eine große Anzahl Teile son Geschüßen uito., jo 1. a. 4859 DoschinengewehrDer nächste Beuge mar der Geschäftsführer der Stolibri- Bar schöffer, 8590 Maschineng wehrläufe, 19 963 Gewehrläufe und pla. Er weiß nur, daß eines Tages ein Herr erschien, der sich 11 900 Gewehrichtoffer. in brauchbarer Munition gingen ein: erfundigte, ob Herr Ebert in der Bar gewesen sei. Da habe ihm 350 Silogramm, 571 Ginzelstüde, 4880 Sprengförper, 111 015 bas Bersonal erzählt, daß im August 1919 der Herr Reichspräsident Sandgranatengünber uso.. 8 262 104 Stüd Gewehrmunition. mit 5 bis 6 Herren barunter Reichsfangler Bauer, bort gewesen In Berlin tommt auf 2000 Ginwohner eine abgelieferte Waffe, wären und gezecht hätten. Ob Roste babetgewesen sei, mußte man in Württemberg bereits auf 400 Einwohner. Es gibt Gebiete, wo nicht. Es wurden mehrere Flaschen Wein getrunten, auch zwei Waffen nicht mehr vorhanden find; es gibt aber auch Gebiete, Damen waren mit. Die Verteidigung glaubt beantragen zu müssen, daß die Gewährsmänner dieses Zeugen geladen werden, wo Schieber alle Waffen auftaufen. Insgesamt sind Der Vorsitzende ist der Meinung, daß selbst ein einmaliger Besuch bis jetzs noch nicht den Vorwurf des Kolibrierens" begründe, auch wenn der Reichspräsident einmal in der Kolibri- Bar gewesen wäre und 1 oder 2 Flaschen Seft actrunken bätte. Im übrigen glaubt der Die schweren Waffen, die heute noch bei Einwohnermehren usw. Vorfikende, bai euch der opf þer Trunksucht vollständig ividerlegt sei und regt einen gülgen Bergleich an.
Renge Meißner trägt noch nach, daß ihm Ebert erzählt habe, baß vor einiger Zeit sich ein Mann in cinem anderen Nachtlokal,
ca. 4 Millionen Waffen erfaßt.
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