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Gewerkschaftsbewegung

Dafür also 600 000 Mark!

Diesem Schiebsfpruch stimmten die Arbeiter damals gu. Weil| und gutes Bier zu schaffen und durch Steigerung des Soitjums ihn aber die Unternehmer abgelehnt und wesentlich niedrigere den Brauereibeschäftigten Dauerarbeit zu sichern. Nur mit Löhne angeboten hatten, traten bie Arbeiter in den Streit. Durch gutem Bier fann der Kampf gegen den Schnaps erfolgreich den jetzt abgeschlossenen Bergleich erkennen die Unternehmer den geführt werden." Schiedsspruch an. Das ist der Erfolg des Streits.

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Deutscher Transportarbeiter Verband. Chemische Branche. Frei tag, den 22. Oftober, abends 7 Uhr, bei Braffer, Wichaelfirchstr. 29; Montag, den 25. Oftober, abends 7 Ubr, im Dresdener Stalino, Dresdener Straße 96: Allgemeine Branchenversammlung aller lintergruppen. Zentralverband der Angestellten. Krankenkassen - Angestellte. Fachs Holzmaritstr. 72. Kriegsorganisationen, Reichswirtschafts- und Außen handelsstellen. Mitgliederversammlung am 20. Dftober, nachmittags 5 Uhr, Aula des Friedrich- Wilhelmstädt. Gymnasiums, Stochstr. 18. Speditions. Angestellte. Funktionärversammlung am 20, Oftober, abends 7 Uhr, Ber bandslokal, Belle Alliance- Str. 7/10. Eisen- und Metallindustrie und Sandel, Elettroindustrie und Handel. Algemeine Mitgliederversammlung am 21. Oftober, abends 7 Uhr, Sophieniäle, Sophienſtr. 17/18. Arbeitslose! Wahl der Kandidaten zu dem Arbeitslosenrat. Bersammlung am 21. Dltober, nachm. 3 Uhr, Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12.

grubbenversammlung am 20. Oftober, nadum. 4 Uhr, Königstadt- stafino,

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Seit einigen Wochen steht in den Sigungen der Berliner Der heute vormittag abgehaltenen Versammlung der Strei­Gewerkschaftskommission die Finanzierung der Betenden wurde der Bergleich von der Lohnfommission torgelegt und triebsrätezentrale in der Münzstraße auf der zur Annahme empfohlen.- Die Versammlung stimmte Tagesordnung. Im Gegensatz zu den Richard Müller und bem Bergleich einstimmig zu. Die Arbeit wire sofort Neumann, die der neukommunistischen Meinung sind, daß ihnen wieder aufgenommen. die Gelder der Berliner Gewerkschaften ohne weiteres zufließen müssen, sind die Mitglieder der Gewerkschaftskommission der Die Tarifbetwegung bei den Berufsgenossenschaften. altfränkischen Meinung, daß sie erst die einzelnen Posten des Die Berufsgenossenschaftsangestellten beichäftigten sich in einer nicht weniger als 600000 Mart betragenden im Saale der Bockbrauerei tagenden öffentlichen Versammlung mit Etats genau zu prüfen haben, die Notwendigkeit der recht der Revision des Reichstarifes. Brente vom Hauptvorstand des zahlreichen Sekretäre und des Hilfsarbeiterstabes genau nach Bentralverbandes der Angestellten gab ein flares Bild der Tarif gewieſen haben müssen, ehe sie weitere Summen für die im verhandlungen. Die Stimmung der Versammlung war aus­schroffen Gegensatz zum Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts- gezeichnet. Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referates. bund stehende Betriebsrätezentrale bewilligen. In zwei Resolutionen erklärten die Versammelten, geschlossen hinter Welche Vorfichi gegenüber dieser wilden Revolutions. ihren Forderungen zu stehen und bereit zu fein, für dieselben mit gründung am Plage ist, lehrt ein heute in der Freiheit" ver- auftragten den 2. d. A., sofort alle erforderlichen Schritte zu unters allen gewertschaftlichen Mitteln den Kampf aufzunehmen. Sie be öffentlichtes Zirkular, das die neufommunistischen U.-S.-P. nehmen, die geeignet sind, ihre Forderungen schnellstens zur An­Leute unter dem äußerst glücklich gewählten Motto: Pro- erkennung zu bringen. Der Verbandsleitung gaben die Ver- für Häute, Leder und Schuhe. Wie starf die Preise für Häute feit letarier aller Länder vereinigt Euch!" an fammelten volle Freiheit des Handelns, um den richtigen Weg zur ihrem tiefsten Preisstand bereits wieder gestiegen sind, zeigt die die Funktionäre der U. S. P. Bezirksorganisation Pots- Erfüllung der wirtschaftlichen Forderungen der Berufsgenossenschafts - nachstehende Statistit. Es kosteten im: dam 4- richten, um die Zertrümmerung der bisherigen angestellten zu finden. Drganisation zu vollenden. Wie gar nicht anders zu er warten war, spielt in dieser die gesamte Arbeiterbewegung schwächenden Spaltungsagitation natürlich auch die Be­triebsrätezentrale in der Münzstraße ihre unheilvolle Rolle. Es heißt darüber in dem Zirkular:

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Besonders ist noch zu erwähnen, daß das Bureau in der Nruen Bahnhofstraße 31 von den Gegnern der Bedingungen besetzt ist und wir uns daher notdürftig in der Betriebsrätezentrale niedergelassen haben. Von hier aus erledigen wir alle Arbeiten betreffend Potsdam 4. Wir bitten, eventuelle Nachrichten an die Betriebsrätezentrale Berlin N, Münz str. 24, zu Händen Erich Kosoller, zu richten.

Die Wahl der Arbeitslosenräte.

Der Magistrat Berlin ( Erwerbslosenfürsorge) hat die unter­zeichnete Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend mit der Durchführung der Wahlen der Arbeitslosentäte auf Grimb der erlassenen Richtlinien beauftragt.

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Wirtschaft

Preissteigerungen

Juni 1920

Oftober 1920

Rinderhäute

.

pro Pfund 8,- M.

20,- M.

Kalbfelle

9,

"

"

28,-

Schaffelle Roßhäute

8,-

"

"

Stüd 210,-

"

Sohlkeder in Hälften. Soblleder in Sternstücken. Rindbox, schwarz Borcalf, schwarz

15,-

486,-

и

Sept. 1920 Oftober 1920 M. M. 90-100 pro Kilogr. 70-80 100-115 115-130 Quadratfuß 18-22 24-26 20-25 28-30

In der Schuhwarenindustrie hat man notgedrungen die Preise erhöht, und die Tätigkeit ist trotzdem eine leb bafte, so daß die Fabriken zum größten Teil wieder voll bes schäftigt find. In einzelnen Schubfabrikationsgegenden fehlt es zurzeit sogar an Arbeitern.

Am Ledermarkt ist zwar die gleiche lebhafte Nachfrage nach allen Sorten Ober- und Unterleder, jedoch ist man in der Be­Es find 108 Arbeitslosenräte und 108 Erfahleute zu wählen. willigung höherer Preise zurückhaltender, und die Umsäge auf den Die Wahlvorschläge, die mindestens 50 Unterlegten Lederbörsen au höheren Breifen waren gering. Bosten, die schriften mit genauer Adressenangabe von mahl noch zu bisherigen Preisen angeboten wurden, fanden schnell Käufer. Berechtigten Arbeitslosen tragen müssen, sind dem Ge fosteten im: aus Eriverbslosen gebildeten Wahlausschuß, Engeluser 15, Zimmer 13, so rechtzeitig zuzustellen, daß fie am Sonnabend, den 23. Oktober 1920, mittags 12 Uhr, in seinem Besitz sind. Später eingehende Wahlvorschläge werden nicht berücksichtigt. Die Das fehlte gerade noch, um dem Bild der Betriebsräte- Wahlvorschläge gelangen in sämtlichen Wahllobalen zum Aushang. zentrale die letzten Feinheiten zu geben. Die von den ge- Stimmzettel für alle Wahlvorschläge werden vor den wertschaftlich organisierten Arbeitern Berlins verlangten Wahllokalen verteilt. 600 000 Mart sollen dazu verwandt werden, daß die Die Wahl findet am Donnerstag, den 28. Oktober Neumann, Malzahn, Müller und Stonforten ihre und Freitag den 29. Oktober 1920, von 9 Uhr vormittags neufommunistische Propaganda betreiben können. Wir pro- bis 8 Uhr nachmittags in den noch in den nächsten Tagen bekannt testieren ganz energisch dagegen, daß diesen Leuten auch nur zugebenden Wahllokalen statt, hierzu dienen die Kontrollstellen und ein Pfennig anvertraut wird, der aus den Gewerkschaftsbei- die größeren Arbeitsnachweise. Sie ist geheim nach dem Prinzip Verhältniswahl. trägen der Berliner Arbeiter herstammt. Hat die Betriebs­rätezentrale bisher schon den Beweis erbracht, daß sie ein zersegendes Element der Arbeiterbewegung ist, so be­weist die neueste Leistung, daß sie die politischen Geschäfte der Lenin, Sinowjew und Losowsky besorgt, die in ihren Reden fich als Feind der machtvollen deutschen Gewerkschaftsbewegung Wenn die Sekretäre und Hilfskräfte schon die Beauftragten mitteln. der Moskauer Menschewifi- Schlächter sind, sollen sie auch ihren Sold wie so viele andere von dort beziehen. Für die Berliner Gewerkschaftskommission darf es keine Ge­meinschaft mit der Betriebsrätezentrale, um wieviel weniger eine Finanzierung der Malzahn und Genossen geben.

enthüllt haben.

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Ende des Streits der Mühlenarbeiter.

Der Arbeitgeberberband der Mühlenindustrie hatte den Ver­band der Brauerei- und Mühlenarbeiter zu Verhandlungen über die Beilegung des Streits eingeladen. Die Verhandlungen fanden die Beilegung des Streits eingeladen. Die Verhandlungen fanden am Montag statt. Sie endeten mit einem Vergleich auf fol­gender Grundlage: Der von den Arbeitern gefündigte Tarifber­trag tritt rückwirkens vom 16. August wieder in Kraft. Die bis herigen Löhne: 210 M. für gelernte, 205 M. für ungelernte, 150 M. für weibliche Arbeitskräfte werden vom 16. August bis 25. September( dem Tage des Streitbeginns) auf 260, 250, 175 M. und vom 19. Ottober( dem Tage ber Arbeitsaufnahme) auf 270. 260 und 185 m. erhöht.

J. A.: Vollmerhaus..

Die Sozialisierung des Braugewerbes. Bor mehr als 2000 Hand- und Kopfarbeitern des Konzerns Schultheiß- Bazenhofer referierte Genoffe Dr. Strie mer über bas Thema:" Sozialisierung des Berliner Brau­gewerbes", das er von allen Seiten aus gründlich durchleuchtete. Papier­Die Versammlung nahm die folgende Entschießung an:

Eine neue Einkauforganisation

Die Wahlhandlung in jedem WahMofal liegt in den Händen eines Wahlborstandes, bestehend aus 1 Obmann und 3 Beisigern, in der Papier - und Grubenholzindustrie. Dem B. T." wird ge­die von dem Wahlausschuß bestimund werden. Ueber die Wahlhand- schrieben: Im Gruben und Papierholzhandel haben sich, begünstigt lung und das Wahl resultat ist ein Protokoll aufzunehmen. Das durch die Hochkonjunktur auf dem Holzmarkt zu Ende des vorigen Wahlresultat ist von dem Obmann nach Feststellung sofort mit dem und Anfang dieses Jahres, Mißstände herausgebildet. Das Gruben­von dem Wahlborstand unterzeichneten Protokoll und den Stimm- und Papierholz wird nicht allein durch einen zu weitgehenden zetteln an den Wahlausschuß, Engelufer 15, Zimmer 13, zu über- 3 wischenhandel, an dem außer den soliden Holzhändlern auch unberufene, nicht sach- und fachlundige Elemente beteiligt sind, sondern Gewerkschaftsfommission Berlins und Umgegend. auch durch überflüssige Transporte und ungenügende Organisation des Marktes verteuert. Die Kosten hiervon haben legten Endes die zahlreichen Verbraucher von Kohlen und Papier zu tragen. Um dem ein Ende zu bereiten, hat sich eine An­zahl Gruben und Papierholzhändler und verbraucher zusammen getan, um diesen Teil des Holzmarktes auf zeitgemäßer Grundlage zu organisieren. Die Vorarbeiten zu dieſer Ge nossenschaft, die den Namen Zentraleinlaufsstelle für die und Grubenholzindustrie" führen und ihren Sitz in Halle haben soll, find soweit gediehen, daß die end­" Die Kopf- und Handarbeiter des Schultheiß- Bazen- gültige Gründung erfolgen wird. Die Zentraleinkaufsgesell Berliner Braugewerbes auf, für die Sozialisierung des des Papier und Grubenholzmarties in der Richtung: 1. daß nicht hofer- Konzerns fordern die gesamte Arbeitnehmerschaft des schaft für Papier - und Grubenholzindustrie erstrebt die Organisation Gewerbes einzutreten, um durch Rationalisierung der Pro- der notwendige gesunde Handel ausgeschaltet wird, wohl aber der buftion und durch planmäßige Zusammenfassung des Vertriebs überflüssige 8 wischenhandel und das Schiebertum auf das Bier zu verbessern und zu berbillig igen. bören, 2. daß eine Art börsenmäßige Festlegung und eine Stabili Die langjährige tilde Konkurrenz der Brauereien hat die fierung der Preise Blaz greift, und daß 3. durch planmäßige ungefunden Verhältnisse im Gastwirtsgewerbe verschuldet, Berteilung der vorhandenen Holzmengen unnötig lange Eisenbahn­das ohne ein nach gemeinwirtschaftlichen Grundsätzen transporte und überflüiiige Jnanispruchnahme des ohnehin geleitetes Braugewerbe nicht gefunden kann. fnappen Wagenmaterials der Eisenbahnen in Zukunft vermieden Die Zusammenfassung der Berliner Brauereien zu einer werden. Produktionsgemeinschaft, die einer gemeinwirtschaft­

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Die letztgenannten Lohnfäße sind die durch den Schiedsspruch lichen Kontrolle unterstellt wird, ist der Weg, um der auf den Bier- Verantwo, für den rebaft. Teil: Dr. Werner Belfer, Charlottenburg ; für Anzeigen: 13. September festgesetten. genuß angewiesenen Berliner und märkischen Bevölkerung billiges wärts- Buchbruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co.. Berlin . Lindenstr. 3. Th. Glocke, Berlin . Verlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5., Berlin . Drud: Bor

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