Gewerkschaftsbewegung
Ein kommunistischer Gewerkschaftskongrest.
Die zum Reidsarbeitsministerium gefandte Delegation bes| Weltanschauung zu dem Harmonieftandpunkt der bürgerlichen richtete, daß man ihr nur platonisme Liebeserklärungen Handlungsgehilfen - Vereine flar bervortreten zu lassen, um die noch gemacht habe und daß fie fein Intereffe an Unterftüßungserhöhungen, nicht auf dem Boden des laffentampfes stehenden Ansondern an der Schaffung von Arbeitsmögliteiten gestellten zu uns berüberzuziehen. In der Diskussion wurden die babe. Frenzel führt aus, daß der Mikerfolg der Delegation Ausführungen des Referenten unterstrichen. Uns wird ein Rundschreiben, unterzeichnet: Die gewerkschaft. Die Aufforderung, angesichts der in der legten Zeit gefammel. liche Kommission der K.P.D. und U.S.B.D." bekannt, in dem mit- lar erkennen laffe, daß man aur Selbsthilfe fcbreiten müſſe. Intereffant fei die Eröffnuna. bie Herr Befeld bom ten Erfahrungen jeden Parteibaber in den Gewerf. geteilt wird, daß laut Beschluß des tommunistischen Parteitages Minifterium gemacht habe: Man wolle die Unternehmer, denen das ibaften zu unterlaffen und einmütig und ge brei Tage vor dem Einigungsparteitag eine Sonferenz der in Waffer an der Meble stehe, durch die Gewerkschaften unter ihloffen unseren Gegnern gegenüber zutreten, den Gewerkschaften und in den Betriebsraten an fügen, wenn fie fic verpflichten, Arbeitsloie in ihre Betriebe fand allseitige Zustimmung. hervorragender Stelle tätigen Genoffen" stattfinden soll. Die Kon einzustellen. Dafür würden an die Gewerlichaften Millionenkredite ferens foll Stellung nehmen 1. zu den Aufgaben der Gewerkschaf gewährt werden. Er forbert eine gemeinfame Aftion im ten in der Revolution, 2. zu der Frage, was die Kommunisten in aanzen Reich. die zeigt, daß die Erwerbslofen am Ende ihrer den Gewerkschaften zu tun haben und 3. zur Organisierung Schafsgeduld find. ber kommunistischen Propagandatätigteit in den Gewerbschaften. Es ist nach dem Birkular eine Verständigung mit ber linden U.S.P.D. über die Tagung und ihre Tagesordnung er zielt worden. Die Konferenz findet wahrscheinlich am 30. Nobember und 1. Dezember statt. An ihr sollen teilnehmen: Aus jedem Zentralverband der deutschen Gewerkschaften und aus den auf dem Boden der Dritten Internationale stehenden Unionen mindestens je ein Vertreter; aus jedem Parteibezirk mindestens ein Kommunist und ein Genosse von der linken U.S.P.D. Die Bertreter aus den Zentralverbänden sollen den Kern für die zu
Es wird dann ein Reichsausfuß der Erwerblofen rate gebildet und eine fofortige Aktion abgelebnt, ba fie erfolglos bleiben würde. Empfohlen aber wird mit Hilfe der Arbeiter durch die revolutionären Arbeitslofen eine Aftion bor aubereiten, durch die man ganz Deutschland revolutio nieren will.
Reichsdruckerei am 9. November.
Am Donnerstag, den 18., nehmen folgende Grubben gefchloffen die Arbeit wieder auf: Reparaturfchloffer, Heizer, Maschinisten, Vors zeichner, Sattler, Maurer , Elektrifer, Motorwärter, Rohrleitungs arbeiter, Silfearbeiter auf dem Sof. Heizer im Walzwert, Sand arbeiter in der Gießerei. Generatorensteder sowie die Schloffer. folonnen im allgemeinen Maschinenbau. Am Freitag, den 19., alle übrigen Kollegen. Der Betriebsausichuß.
Der Bergarbeiterftreit im Beden von Charleroi ist nach einem mit großer Mehrheit gefaßten Beschluß der Bergarbeiter am Montag beendet worden. Rechtsanwaltsangestellte. Das Schiedsgericht beim Arbeits.
Das Berional der Reichsbruderei war der Aufforderung der bildende Reichsfrattion abgeben. Die Vertreter aus den Gemerfichaftskommiffion gefolat und hatte den 8. November minifterium bat die Gebälter der Lehrlinge und Gebilten einschließ durch Arbeitsrube gefeiert. Um in der Produktion von Bezirken sollen die Zusammenfassung der tommu- nistischen Propaganda in den Gewerkschaften Werten feine Stoduna eintreten au laffen, war dem Reichspofts Stenotypistinnen ab 1. Oftober um 20 Bro, diejenigen der innerhalb der Parteibezirke übernehmen. ministerium vom Betriebsrat der Vorschlag gemacht worden, für Registratoren um 15 Broz. und der Bureauvorsteher um 12% den 9. November am Buktan arbeiten au laffen. Diefen Boriolan Bro erhöht. Die Abstimmung über Annahme oder Ablehnung Alexanderftr. 27c, statt. Wir erwarten zahlreiches Erscheinen. lebnte das Reichspoftministerium ab und gab dem Bersonal fol- des Schiedsspruces findet Donnerstag 7. Ubr im Englischen Hof, Zentralverband der Angestellten. gende Verfügung bekannt: Ich muß es ernftfi mik billigen und auf das lebAllgemeiner Verband der Deutschen Bankangestellten. Freitag, baftefte bedauern, daß im Gegenfake an anderen Reichsbetrieben 71%, br, im Lebrervereinshaus, Alexanderftr. 40/41: Deffentliche Bank die Mehrzahl der Angestellten und Arbeiter der Reichsbruderet angestelltenversammlung. Tagesordnung: Borschläge der Bankleitungen und auch einige Beamte der ausdrücklichen Anordnung der zum neuen Reichstarif. Unsere Stellungnahme und Forderungen. Res Reidsregieruna autvider am 9. November der Arbeit ferenten: Marg und Emonts. ferngeblieben find. Diefeninen, die am 9. nicht aur Arbeit Für alle im Gasthausbetriebe Beschäftigten Freitag, bormittags erichienen find, geben für diefen Tag ibrer Dienst ober 10 Uhr, in den Residenzfestfälen, Landsberger Str. 31: Außerordentliche Lohnbeatae verluftia. Für weitere ähnl'de Borkommitgliederversammlung. Bericht und Beschlußfaffung über den Lohntarif für das Gaftharagewerbe. Nur Mitgliedsbuch legitimiert. niffe muß ich mir andere Maknahmen vorbehalten. Zentralverband der Angestellten. Mitgliederversammlung baben Donnerstag: Fachgruppe 1b, Bost und Telegraphenangestellte. 7 Uhr, Mufiferiale, Sailer- Wilhelm- Str. 31. Fachgruppe 5a, Rechtsanwalts. Fachgruppe 14f, angeftelte. 7, Ubr, Enalischer Hot, Alexanderftr. 27c. Eisen und Eisenwaren, Gußwaren, Draht usw., Haus- und Küchengeräte. Facharuspe 17 I a- n, 7 Uhr, Musikersale, Kailer- Wilhelm- Str. 31. Nabrungs- und Genußmittelindustrie und Handel. 8 Uhr, Café Hegne, Hafenbeide 40-44.
Die Bezirkssekretariate sollen fich nach tüchtigen Genossen umsehen, denen man diese Arbeit anvertrauen lann. Börtlich heißt es: Für die gewerkschaftliche Tätigteit werben fic am besten Angestellte der Gewerkschaffen eignen, weil diese die meiste Erfahrung und Beit für diesen Zwed haben." Die Genossen müssen aber absolut zuberläffig fein." Man hat also scheinbar schon die eigene Unfähigteit entbedt und versucht nun die so arg verschrienen Bongen", fo= weit fie abfolut zuverlässig" sind, für seine Zwede zu gewinnen. Es wird die Sammlung der Adressen aller oppofitionellen Gewerkschaftler und die Einsendung an die Münzstraße angeordnet, die auch die Adressen der für den Rongreß borgeschlage nen Delegierten erbittet.
Vor einigen Tagen sandte uns die Bentrale der Betriebsräte in der Münzstraße auf Grund des§ 11 des Rreßgefezes eine Berichtigung, die wir aber ablehnten, da sie dem erwähnten Baragraphen in feiner Weise entsprach und in der es u. a. hieß: G8 ist unwahr, daß die Rätezentrale in der Münzstraße eine kommunistische ist". Ob man nun, da man sich als Sammel, punft der fommunistischen Agitatoren für die Zerstörung der Gewerkschaften öffentlich ausgibt und sich in einem mit tommunistischem Gruß" schließenden Rundschreiben anpreisen läßt, diese Behauptung immer noch aufrecht erhält? Durch keine Berichtigung können die Münzstraßen- Leute die Tatsachen aus der Welt schaffen, daß fie teine anderen als tommunistische Biele verfolgen und die Arbeiterschaft nur vor den Wagen Mostaus fpannen wollen. Wenn die gewerkschaftliche Kommission" glaubt, burch sofortige Ginjeßung der größten Abwehrtätigkeit die Offensive der freien Gewerkschaften gegen die kommunistischen Bellen abzuidwächen oder gar zu vereiteln, so irrt sie fich. Auch die restlose Eammlung aller zuverlässigen Elemente" wird es nicht verhindern, daß eines schönen Tages der mit jo viel Fleiß aufgebaute Apparat zusammenbricht, weil sich in allen Arbeiter topfen die Erkenntnis durchgerungen hat, daß das Heil niemals bon Mostau und feinen gebantenlosen Nachbetern in der Münzstraße tommen tann.
Reichskongreß der Erwerbslosenräte.
Dem Antrag des Betriebsausfcuffes, ale Fring für den ausgefallenen Arbeitstag am Buktaa. dem 17. November, bort arbeiten zu laffen, fann auch abgefeben von der Bestimmung im Artikel 139 der Reichsverfaffung, nach der der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsrube und ber feelifden Erhebung gefeßlich geschüßt bleiben- nicht entsprochen werden.
Dies ist dem gefamten Perfonal bekanntzugeben. get. Giesberts.
Die Verfüanna wirft befonders arotes! bur die Drobna des Reichspoftministers in bezug auf fünftige ähnliche Fälle. Die Arbeiter und Angestellten, die der Barole ihrer Gewerkschaften folaen, follen die Stärke des Unternehmers( es droht doch wohl im wiederholungsfalle Entlaffuna?) fennen lernen. Hätte der Herr Reichspoftminifter während feiner aewertidaftlichen Tätia feit es nicht für ganz felbstverständlich gehalten. bak Arbeiter und Angestellte den Aufrufen ihrer Draanifationen Folae leiften? Auch der Hinweis auf die feelischen Erhebungen an gefegliden Reiertagen berührt um fo eigenartiger, als bie Tatsache dem Berfonal noch in allzu frischer Erinnerung ist. daß es während des Krieges an fast allen gefeslimen Feiertagen auch aufeiner feelifden Erbebung febr fleißig arbeiten burfte. Ober wollte der Herr Reichsminifter befunden, dak feine republilanische Staatsauffaffung eine Gebenffeier nicht mehr berträgt?
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Gegen den Parteihader in den Gewerkschaften. Die am 15. November nach dem Gewerkschaftshaus einberufene Funktionärverfammlung der Ortsgruppe Berlin des Zentralverbandes der Angestellten stand unter dem Eindrud der be dauerlichen Vorgänge, welche fich zurzeit innerhalb der Arbeiterichaft abipielen und die am Sonntag bei der von der Betriebsräte zentrale einberufenen Versammlung au Tätlichkeiten storichen Arbeitern geführt haben, sowie des Wahlausfalles in Sachien.
Der Rongreß nahm in feiner geftrigen Gigung eine Refolution dit in der er fich bereit erflärt, mit ben Arbeitsinvaliden für wirtschaftliche Berbesserung zu fämpfen und darauf hinzu wirken, daß die Anrechnung von Rentenbezügen bei Auszahlung der Erwerbslofenunterftüßung fallen gelassen wird. Bei der Bes ratung der Verhältniffe der Berliner Erwerbeloien stellte Fit mann von der K.A.B.D. die hanebüchene und aus den Fingern gefogene Behauptung auf. daß die Demonstrationen der Erwerbslosen häufig bon Spigeln geleitet worden sind, die für den Magistratarbeiten und von ihm mit 25 M. pro Tag bezahlt werden. Bei der Neuwahl der Erwerbslosenräte habe der Magistrat 30 000 M. aus. geworfen, um diefe Beute durchzudrüden. Es folgen dann die Berichte der einzelnen Landesverbände. Der Vertreter von Gotha erflärte, daß es nichts nüße, immer noch einen Groschen mehr aus Kollege Bubli sprach über die tommenben auf ber Banterottregierung berauszufchinden. Vielmehr lomme es mannsgerichtswahlen. Er wies auf die Wichtigkeit dieser barauf an, die Arbeitslosen politisch zu schulen und mit dem Ge Wahlen bin und forderte die Stollegenschaft auf, durch rege Agita banten vertraut au machen, daß nach dem fommunistischen Umftur, tion in den Betrieben dafür sorge zu tragen, daß jeder Handlungs bielleicht für die erste Zeit noch schwerere Entbehrungen zu tragen gebilfe fein Wahlrecht unter allen Umständen ausübt. In der find. Agitation fet es unfere dringendste Aufgabe, den Gegensatz unserer
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Den Bericht vom Betriebsrätefongreß gab der Kollege Ja co bo wit, welcher sich voll und ganz auf den Boden der Richtlinien des A.D.G.B. und der Afa stellte. Die Versammelten fchloffen fich ohne Distusfion einmütig der Auffassung des Refe- Fabrik: H. von Gimborn A. G., Pharm. Abt., Emmerich a. Rh. renten an.
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