einwirfen, daß ihren deutschen Genoffen friellen des Begirfs, der erflärte, er fönne es den Beamten dieses Schidjal eripart bleibt.
Der Fall Biertimpel.
nicht verdenken, daß sie streifen wollten, nachdem die sozialistische Ich habe nichts gegen die Entwaffnung unseres Volkes, Regierung zwei Jahre lang immer nur für die Arbeiter etwas getan da es meine feste Ueberzeugung ist, daß ihr im Laufe der hätte. Ihnen wird offenbar allmählich die Solidarität zwischen ArWir haben bisher zu den höchst bedauerlichen und eigenartigen Jahre die Entwaffnung der Welt zum Segen der Menschheit beiterschaft und Beamtenschaft sehr unbequem. nachfolgen muß. Aber ich halte die Unterbindung des deut- Die tatsächliche Lage zwingt aber unsere Fraktionen im Reichs- Borjällen innerhalb der Leitung der Berliner Studentenschaft öffentfchen Flugzeugbaues und des deutschen Luftverkehrs für eine tag und im preußischen Landtag. mit allen Kräften für die Le lich feine Stellung genommen, um nicht den Ermittlungen des völlig unnötige und schädliche Särte. Pocht die Entente hier seitigung der bringenben Rotstände einzutreten. Haushaltsausschusses vorzugreifen und Angelegenheiten der Stu auf ihr angebliches formales Recht, so muß sich uns der Ge- Der einzige Weg ist der, daß besonders für das Industriegebiet den dentenschaft der Ceffentiicfeit mitzuteilen, ehe die Sachlage die danke aufdrängen, daß dahinter die ausländische Ronkurrenz unteren und mittleren Beamtengruppen eine Erhöhung genügende Klärung erfahren hat. Nachdem aber, wie aus der heute steht, die den deutschen Nebenbuhler rücksichtslos niederhalten der Teuerungszulage gewährt wird. Dies muß aber soberausgabten offiziellen Darstellung hervorgeht, diese Klärung in will, zumal er bereits einen gewissen Vorsprung in der Ron- fort geschehen. Vor allem muß alsbald die Auszahlung eines wesentlichen Bunften erfolgt ist, haben wir keinen Anlaß, die Vorstruktion von Verkehrsflugzeugen haben türfte. Aber diese Vorschusses auf die Teuerungszulage angeordnet werden. Die gänge in der Universität der Oeffentlichkeit vorzuenthalten. Dies Ronkurrenzpolitif ist nicht weniger töricht, als die Repressa Lage bei einem wirklichen Ausbruch eines wilden Beamtenstreits um so weniger, als gerade die sozialistische Fraktion der Stulienpofitif, denn mit dem heutigen Ronfurrenten tötet man im Ruhrbezirk ist ernst. den zukünftigen Kunden. Und wie sollen wir den zahllojen Wiedergutmachungsforderungen des Versailler Vertrages nachkommen, wenn die Entente jetzt wieder ein Stüd unferes sowieso schon schwer zerrütteten Wirtschaftslebens zerschlägt. Deshalb hoffen wir, daß es unserer Regierung gelingt, unsere Vertragsgegner in den kommenden Tagen von der Unsinnig feit und Schädlichkeit ihres Verlangens zu überzeugen.
Beamtenstreikgefahr im Ruhrrevier.
Aus dem rheinisch- westfälischen Industriegebiet wird uns geschrieben: Seit einiger Zeit geht hier das Gespenst eine 8 Beamtenstreifs um, der zwar nicht von der gewerkschaftlichen Organisation der Beamten geplant und genehmigt, ist, sondern von unverantwortlicher Seite propagiert wird.
dentenvertretung es für sich beanspruchen darf, in erster Linie die Aufdedung der Schuldigen herbeigeführt zu haben. Es war der Redner der sozialistischen Fraktion im Stubentenparlament, welcher im Juli d. J. wörtlich sagte, daß die Art
Generalleutnant von Watter tam zu seiner Bersammlung der Kaffenführung zum Himmel stinke" und den Haushaltsam 18. November in Karlsruhe Tage zuvor von Deynhausen in Beausschuß zur genauen Prüfung aufforderte. Ende Oktober, gleitung des Generalmajors August von Tronstein aus Berlin und des Leutnants Walter von Unruh aus Berlin . Bon München war der Hauptmann und
Einwohnerwehrführer Freiherr Delar von Riedheim gekommen und außerdem waren in deren Begleitung der Bahnverwalter Wilhelm Grießhammer und Oberregierungsrat Hans Burkhardt aus Nürnberg .
Generalleutnant von Watter hat in dieser Versammlung öfters auf seine vor ihm liegende Generalstabsmappe flopfend erklärt, in diefer Mappe habe er die neuesten Feldzugspläne der Noten Armee, über welche befanntlich die ,, Deutsche Zeitung" jene Alarmnachrichten verbreitete, die sich mittlerweile nach Untersuchung der Reichsbehörden v18 Schwindel herausstellten.
Man kennt leider an einigen der maßgebenden Stellen noch immer nicht genügend die besonderen Berhältnisse gerade dieses Bezirks. Wer nach längerer Zeit zum erstenmal wiederum in das Ruhrgebiet fommt, ist über die gewaltige Höhe der Preise für die Lebensmittel und die anderen notwendigsten Lebensbedürf Wie wenig harmlos das Treiben des Generalleutnants von Watter niffe peinlich überrascht. Die Besoldungsordnung war nun ist, mag daraus zu ersehen sein, daß er nach deu verschiedensten bisher darauf aufgebaut, daß für alle Teile des Reiches die Gehälter Hauptzentren der deutschen Länder Verbindungen unter gleich bemessen wurden. Man versuche sogar, durch das sogenannte hielt und daß seine Verbindungsoffiziere fortdauernd sich Sperrgesch gewissermaßen Höchstpreise einzuführen, die insbesondere auf Reisen befinden. Der bekannte von den Kommunalverwaltungen nicht sollten überboten werden dürfen, Dazu kommt ferner, daß in einzelnen Staatsverwaltungen,
Hauptmann von Pfeffer
Staatsanwalts Phantasien.
als die ersten Unterfd legungen vermutet wurden, war es wieder die sozialistische Fraktion, welche als erste den Antrag stellte, daß ein gerichtlich bereidigter Sachverstän biger eine Prüfung der Bücher vornehmen solle. Statt dessen wurde jedoch durch Mehrheitsbeschluß des Haushaltsausschusses ein Beamter der Universität hiermit betraut.
Es handelt sich bei diesen Vorgängen um die Studenten Schwabe, Ribinger und Biertimpel. Alle drei find in den Ausschüssen als führende Bertreter der Rechtsgruppen tätig gewesen. Und speziell die Tätigkeit des Herrn Biertimpe! dürfte noch aus den Tagen des Kapp- Butsches her manchem in Erinnerung sein, als er Herrn Staatsanwalt 8umbroich als Vertreter der neuen Regierung" in der Univerfität bewi! Itommnete. Während Schwabe, welcher in der bekannten Nikolai Bersammlung zu den Ruhestörern Stinkbombenwerfern gehörte, nach Unterschlagung einer und Summe von etwa 20 000 Mark flüchtig geworden ist, hat es Herr Biertimpel vorgezogen, an der Stätte seiner Wirksamkeit zu berbleiben und war bis gestern bemüht, die fehlende Summe aufzutreiben. Beide Herren befleideten während des letzten Jahres nacheinander das höchste Amt, nämlich das bes ersten Vorsitzenden des Ausschusses der Studentenschaft. Herrn Bierbimpel wurde für seine Verdienste auf Beschluß von Rektor und Senat unlängst das Lenzsche sechs bändige Wert über die Geschichte der Universität Berlin mit eigenhändiger Unterschrift des Rektors Eduard Meyer überreicht. Der angebliche„ Doftor" Rikinger ist nach Unterschlagung bon 764 Mart flüchtig geworden und hat von seinem Heimatsort aus bielich wissen lassen, daß er noch drei Freitische für die Studentenspeisung zu vergeben habe, ein lobenswertes Lebenszeichen, das wenigstens den Steckbrief erspart.
insbesondere im Verkehrsgewerbe, neben den Funktionären die ist von seinen Helfershelfern der Hauptbeteiligte. In der Beamtenchar after hatten, auch solche im Arbeiterverhältnis Tat muß man fich wundern, wie sich gegenüber solchen militärischen borhanden waren, und diese Arbeiter, z. B. die Eisenbahnarbeiter, Konspirationen das Reichswehrministerium sowohl wie in gewissen Tarifgruppen erheblich besser bezahlt wurden als dies die Staatsanwaltschaften neutral verhalten. jenigen unteren Beamtengruppen die etwa in der Stellung ihnen entiprachen. So ist es gekommen, daß einige Unterbeamte ein Gehalt befamen, welches ihnen eine Eristenz überhaupt Der Bericht der Münchener Staatsanwalt nicht mehr ermöglichte. Ferner bildeten sich große Unterschiede in der wirtschaftlichen Lage der Beamtenschaft in den ver- fchaft über die Dokumente der Gegenrevolution, von dem schiedenen Teilen Deutschlands . So entstand insbesondere die nicht wir in unserer Sonntagsausgabe bereits einen Auszug nach zu leugnende große Notlage der Beamtenschaft im rheinisch- west- nach WTB. brachten, liegt nun im Wortlaut vor. Er stellt Nach alledem ist es wohl geftattet, darauf hinzuweisen, daß die der objektivsten Behörde" ein noch trostloseres 8eug- Parteien der reaktionären Mehrheit der Studentenvertretung bei fälischen Industriebezirk. Blötzlich taucht nun im Ruhrrevier die Drohung mit dem nis aus als die kurze WTB.- Notiz vermuten ließ. der Auswahl ihrer Vertreter für die leitenden Stellen einen höchst Beamtenstreit auf. Auffälligerweise suchten die Führung Wir haben bereits auf die bei Fliegerhauptmann bebentlichen Mangel an Menschenkenntnis und bieses wilden Streits solche Kreise an sich zu reißen, denen alles Berthold aufgefundenen schwerbelastenden Schrift gewissenhafter Vorsicht entfaltet haben, der deutlich zeigt, andere als Beamtenfrundlichkeit oder Treue zum deutschen Beamten- stücke hingewiefen. Wie wird der Staatsanwalt damit fertig? wie wenig gerade diese Kreise imftande sind, die von ihnen so gern bund nachsagen fonnte. Die Feststellungen an Ort und Stelle haben Die Urheber der Berichte an Berthold, die Leutnants Hager, im Munde geführten Ordnungsideale" in die Tat umzusetzen. bestätigt, daß gerade von den Nationalen und Christlichen Meyerl, Mayer usw. hätten selbst zugegeben, daß ihre aum Streif gehebt wird. Diesen Kreisen entgleitet nämlich Berichte 3 um größten Teil objektiv unrichtig" allmählich durch die Aufklärungsarbeit, die insbesondere unfere feien. Herrlich, wundervoll! Welches Motip hatten wohl die Entschlußlose Demokraten. Partei in der Beamtenschaft betreibt, der Einfluß auf die Beamten Mitverschworenen, ihr Oberhaupt fortgesett zu beligen?! schaft. Die Deutschnationalen betrachteten bon jeher die BeamtenZur sächsischen Regierungsbildung. Da bleiben aber noch die Protokolle des Hauptmanns schaft als die Domäne der Reaktion, und die Christlichen fühlten Berthold selber, in denen fortgesetzt von dem vorbereiteten Der Landesausschuß der Deutschen demokratischen immer beutlicher, daß auch die katholischen Beamtenvereine nicht großen Schlag, der geplanten Einfegung einer Partei Sachsens tagte, wie die Demokratische Partei Korre mehr in der Lage bleiben würden, die aufgeklärte latholische Be- Militärdiktatur usw. die Rede ist. D, darüber hilft spondenz meldet, am Sonnabend in Gemeinschaft mit der bisherigen amtenschaft in ihrem Schlepptau zu behanlten. Deshalb fucht man ein objektiver Staatsantvalt sich schnell hinweg. Berthold und der fünftigen demokratischen Landtagsfraktion unter Vorsitz des jetzt einen wil den Streit zu provozieren. Charakteristischer hat gelegentlich seiner Phantasie die Bügel Reichstagsabgeordneten Dr. Külz. Der Ausschuß stellte sich nach weise hezten gerade dieselben Personen zum Streit, welche bisher schießen lassen". Alles nur Phantasie. Der einem Bericht des Vorsitzenden über den Ausfall der Landtags immer erklärten, daß ein Streit der Beamtenschaft überhaupt be- Rapp- Butsch, Bertholds Putschversuch in Harburg , die Ab- mahlen und nach einem Referat des Kultusministers Dr. Seifferth grifflich ausgeschlossen sei und dem Wesen des Beamtentums wider feßung der Münchener Regierung durch General Möhl,- einmütig auf den Standpunft, daß für die Deutsche demokratische spräche. Die wahren Drahtzieher der Bewegung enthüllt am besten alles nur Phantasiel So urteilt ein Münchener Partei Sachsens zurzeit kein Anlaß vorliege, in der Frage der Redie Aeußerung eines deutschnationalen Großindu- Staatsanwalt! gierungsbildung Beschluß zu fassen.
Wir machen unsere Geschichte selbst. fogar die aus der ökonomischen Elenbelage Deutschlands bon 1648 der Age der ökonomischen Entwidlung um so mehr annähernb
II.*)
Unter den ökonomischen Verhältnissen, die wir als bestimmende Basis der Geschichte der Gesellschaft ansehen, verstehen wir die Art und Weise, worin die Menschen einer best mmten Gesellschaft ühren Lebensunterhalt produzieren und die Produkte untereinander austauschen( soweit Teilung der Arbeit besteht). Also die gefamte Technit der Produktion und des Transports ist da einbegriffen. Diese Technit bestimmt nach unserer Auffassung auch die Art und Weise des Austausches, weiterhin die Verteilung der Produkte und damit, nach der Auflösung der Gentilgesellschaft, auch die Einteilung der Klassen, damit die Herrschafts- und Knecht schaftsverhältnisse, damit Staat, Politit, Recht usw. Ferner sind einbegriffen unter den ökonomischen Verhältnissen die geographische Grundlage, worauf diese sich abspielen, und die tatsächlich überlieferten Reste früherer ökonomischer Entwicklungsstufen, die sich forterhalten haben, oft nur durch Tradition oder vis inertiae, natürlich auch das diese Gesellschaftsform nach außen hin umgebende Milieu.
parallel läuft.
Kinderhorte Berlins in Gefahr? Genossen, Genoffinnen und sonstige Personen, die über Finanzierung der Kinderhorte oder über die eventuell bestehende Gefahr einer Berminderung derselben Material baben, werden gebeten, ihre Adressen an Nettor Bablte, N. 58, Senefelder Str. 7, 1. Borsigender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und
Lehrerinnen Grok- Beilins, einzusenden.
durch Schutzölle, Freihandel, gute oder schlechte fistalität, und| Periode und je größer das behandelte Gebiet ist, daß diese Age bis 1830 entspringende tödliche Ermattung und Impotenz des deutschen Spießbürgers, die fich äußerte auerst im Pietismus , dann in Sentimentalität und friechender Fürsten - und Adelsknecht fchaft, war nicht ohne ökonomische Wirkung. Sie war eins der größten Hindernisse des Wiederaufschwungs und wurde erst er schüttert dadurch, daß die Revolutions- und Napoleonischen Kriege das chronische Glend akut machten. Es ist also nicht, wie man sich her und ba bequemerweise vorstellen will, eine automatische Wir tung der ökonomischen Lage, sondern die Menschen machen ihre Geschichte selbst, aber in einem gegebenen, sie bedingenden Milieu, auf Grundlage borgefundener tatsächlicher Verhältnisse, unter denen die ökonomischen, so sehr sie auch von den übrigen politischen und ideologischen beeinflußt werden mögen, doch in letter Justang die entscheidenden sind und den durchgehenden, allein zum VerStändnis führenden roten Faden bilden..
b) Die Menschen mochen ihre Geschichte selbst, aber bis jetzt nicht mit Gesamtwillen nach einem Gesamtplan, selbst nicht in einer bestimmt abgegrenzten gegebenen Gesellschaft. Ihre Bestrebungen durchkreuzen sich, und in allen solchen Gesellschaften herrscht eben deswegen die Notwendigkeit, deren Ergänzung Wenn die Technit, wie Sie fagen, ja größtenteils bom Stande und Erscheinungsform die 8ufälligieit ist. Die Notwendig der Wissenschaft abhängig ist, so noch weit mehr diese vom Stand feit, die hier durch alle Bufälligkeit sich durchsetzt, ist wieder schließund den Bedürfnissen der Technik. Hat die Gesellschaft ein lich die ökonomische. Hier kommen dann die sogenannten großen technisches Bedürfnis, so hilft das der Wissenschaft mehr voran, Männer zur Behandlung. Daß ein solcher und gerade dieser, zu als zehn Universitäten. Die ganze Hydrostatit( Torricelli usw.) diefer bestimmten Zeit in diesem gegebenen Lande aufsteht, ist wurde hervorgerufen durch das Bedürfnis der Regelung der Ge- natürlich reiner Zufall. Aber streichen wir ihn weg, so ist Nach birgsströme in Italien im 16. und 17. Jahrhundert. Von der frage da für Ersaß, und dieser Grfaz findet sich, tant bien que mal, Elektrizität wissen wir erst etwas Nationelles, seit ihre technische aber er findet sich auf die Dauer. Daß Napoleon , gerade dieser Anwendbarkeit entdeckt. In Deutschland hat man sich aber leider Korfe, der Militärdiktator war, den die durch eigenen Krieg er. daran gewöhnt, die Geschichte der Wissenschaften so zu schreiben,
als wäre jie vom Himmel gefallen.
Wir sehen die ökonomischen Bedingungen als das in letter Instanz die geschichtliche Entwidlung bedingende an. Aber die Rasse ist selbst ein ökonomischer Faktor. Nun sind aber hier zwei Buntte nicht zu übersehen:
a) Die politische, rechtliche, philosophische, religiöse, literarische, fünstlerische usw. Entwicklung beruht auf der ökonomischen. Aber sie alle reagieren auch aufeinander und auf die ökonomische Basis. Es ist nicht, daß die ökonomische Lage Ursache, allein attiv ist und alles andere nur passive Wirkung. Sondern es ist Wechsel wirtung auf Grundlage der in letter Instanz stets sich durch sebenden ökonomischen Notwendigkeit. Der Staat z. B. wirft ein
schöpfte französische Republik nötig machte, das war Bufall; daß aber in Ermangelung eines Rapoleon ein anderer die Stelle ausgefüllt hätte, das ist bewiesen dadurch, daß der Mann sich jedesmal gefunden, sobald er nötig mar: Cäsar, Augustus, Cromwell usw. Wenn Marg die materialistische Geschichtsauffassung entdeckte, so beweisen Thierry, Mignet , Guizot , die sämtlichen englischen Ges schichtsschreiber bis 1850, baß darauf angestrebt wurde, und die Entdeckung derselben Auffassung durch Morgan beweist, daß die Beit für sie reif war, und sie eben entdeckt werden mußte.
So mit allem anderen Zufälligen und scheinbar Zufälligen in der Geschichte. Je weiter das Gebiet, das wir gerade unters suchen, sich vom Celonomischen entfernt und sich dem reinen abstraft Ideologifden nähert, desto mehr werden mir finden, daß es in seiner Entwicklung Zufälligkeiten aufweist, desto mehr im Bid *) Dieser vom 25. Januar 1894 batierte Brief beantwortet sad verläuft feine Surve. Beichnen Sie aber die Durchschnittsage mehrere Fragen, die Heinz Starlenburg an Engels gerichtet hatte. I der Kurve, so werden Sie finden, daß, je länger die betrachtete
Zwischenfall in der Staatsoper. In der Staatsoper follte gestern Peter Jonsson als Gast den Tannhäuser singen. Es zeigte sich jedoch sofort, daß der Sänger starf indisponiert war. Nach dem ersten Aft wurde mitgeteilt, daß Jonssen nicht imstande sei, weiter zu fingen und daß Josef Mann für ihn einspringen werde. Das Publikum war so rücksichtslos, dieje Nachricht mit lebbaftem Beifall aufzunehmen. Die Vorstellung wurde dann ohne weitere Störung zu Ende geführt.
Der Lebenskampf der vogtländischen Perlmutterindustrie. Aus dem Vogtlande wurde vor einem Jahre berichtet, daß durch industrielle Abwasser die Perlmuschelbestände des oberen Elstergebiets, besonders des bei Delsnik in die Elster mündenden Görnißbaches, wenn nicht auf alle Zeit vernichtet, so doch auf Jahrzehnte hinaus schver geschädigt worden sind. Das Elstergebiet ist eine der wenigen Gagenten Deutschlands , in der die Flußperimuschel noch in nennenswerter Bahl vorfam. Die Perlenfischerei im Vogtlande gas bor langer Zeit den Anstoß zur vogtländischen Muschelwarenindustrie, die besonders im oberen Vogtlande heimsch geworden ist und früher alljährlich Millionenwerte ausführte. Haupisik dieser Industrie ist das kleine Städtcher Adorf an der oberen Elster, wo sich namhafte Perlmut erfabriken entwid: lt haben. Sie ver arbeiteten zuerst lediglich die Perlmutter aus den Schalen der einheimischen Perlmuscheln, mußten aber später Perlmutter in großen Wengen aus dem Auslande bzw. von Uebersee einführen. Mit Aricgsausbruch hörten diese Zufuhren natürlich auf, jetzt sind sie war wieder möglich, aber doch so erschwert, daß eine der großen Adorfer Perlmutterfabcifen ihren Betrieb einstellte. Das führte zu dem bis ins Ausland verbreiteten Gerücht, daß diese so berühmte Aldorfer Industrie völlig eingehe. Glüdlicherweise bestätigt sich dies nicht. Die größte Adorfer Berlmutterfabrik, zugleich die größte ihrer Art in ganz Deutschland , ist nach wie vor im Betriebe, und es besteht die Hoffnung, daß es gelingen wird, diese Feinindustrie dem Vogtlande und damit der deutschen Kunstindustrie zu erhalten. Theater. Im Kleinen Schauspielb aus findet am 6. Dezember die Ure aufführung des neuen Lustspiels Ehelei von Hermann Babr statt. Im Staatlichen Schauspielhaus werden morgen, Dienstag, in Abänderung des Spielplans die Im Journaliit en gegeben Leiingtheater wird Molières Romödie Amphitryo" in der Jnizenierung von Victor Barnowsky am 6. Dezember eritaufeführt.
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Die Genossenschaft Deutscher Bühnenaugehöriger beruft eine durch dringende Fragen veranlaßte aukerordentliche Vert cterversammlung zum 7. unb 8. Dezember nach dem 300- staiseriaal in Berlin ein.
Tas Märkische Wandertheater eröffnet seine Spielzeit am 2. Deember in Lübben mit Faust"( aust Franz Alland vom Deutschen Theater).