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Gewerkschaftsbewegung

Betriebsstillegung bei Ludwig Loewe.

freiten. Sie muß zunächst abwarten, ob ihre Vermutung zutrifft und darf nicht einfach ihre Arbeiter fristlos entlassen. Stann bei Ludwig Loewe die Verordnung, betreffend die Be triebsstillegung, nicht angewandt werden, so erwarten wir, daß das Reichswirtschaftsministerium fie im Die Firma Ludwig 2oewe hat Sonnabend furz vor Falle des Typograph" um so energischer anwendet, denn Betriebsschluß durch Anschlag verkünden lassen, daß fie fich zu hier handelt es sich um einen reinen willkürakt, der ihrem Bedauern veranlaßt sieht, die Fabrif vollständig die oben wiedergegebene Meinung der Arbeiterschaft über zu schließen und sämtliche Arbeiter mit Ende der die Gründe, die zur Schließung des Betriebes führten, nur heutigen Schicht fristlos zu entlassen. Sämtliche An- bekräftigt. gestellte find bis auf weiteres beurlaubt mit Ausnahme der jenigen, die mit der Löhnung und der Ausgabe der Ent­laffungspapiere betraut find". Als Grund für die Schließung

Die hohen" Löhne.

Keine Kündigungen in Spandau .

Bu unferer Notiz über die mögliche Schließung bet Spandauer Reichswerte teilt uns die Deutsche Werke Aktiengesellschaft, der das Wert Spandau angehört, mit der Bitte um Veröffentlichung mit:

Schon am 20. Dezember 1920 hat im Reichstag die Direktion der Deutschen Werke Aktiengesellschaft vor dem Betriebsrat des Werkes Spandau , vor Vertretern der Arbeiter und Angestellten beit Interesse hatten, die Gründe dargelegt, die die Zusammen­legung der Metallwarenfabrik mit der Apparate fabrit im Werk Spandau unabweisbar machten. Dabei haben sich die Teilnehmer der Sigung davon überzeugt, daß die aus Anlaß dieser Zusammen Während die großen industriellen Werte fortgefeht ihre Divi-| legung verbreiteten Gerüchte über Schließung oder Verkauf des wird angegeben, daß ein ordnungsmäßiger Betrieb benden steigern, aus den Riesengewinnen Millionen als Wertes Spanbau völlig unhaltbar waren, ebenso wie es fich nicht mehr aufrechterhalten läßt, da in den letzten Tagen Gratisattien verschenken und die Großattionäre, ohne einen die neuerdings auftretenden find. Un richtig ist es weiter, daß nach dieser Sizung 100 Ar wiederholt im Hof Versammlungen der gesamten Belegschaft Finger zu frümmen, aus der Arbeit anderer Einkommen erzielen, beitern ber Metallwarenfabrik gekündigt worden sei, weil teine während der Arbeitszeit ohne unsere Zustimmung, also unter die ihnen ein mehr wie auskömmliches Leben sichern. Aufträge vorgelegen hätten. Seit dem 20. Dezember 1920 Berlegung der Arbeitsordnung und des Beschreit die ganze tapitalistische Gesellschaft über die hohen sind keinerlei Kündigungen oder Entlassungen triebsrätegese ges" stattgefunden haben. Ferner," so 2öhne der Arbeiter. Sie können gar nicht den Moment herbei im Wert Spandau erfolgt. heißt es in dem Anschlag, find an drei Tagen der fehnen, an dem sie mit dem Lohn abbau beginnen und so ihre Die Zusammenarbeit zwischen Direktion und Gesamtbetriebs­Woche die Kurzarbeiter in den Betrieb ge- Riefengewinne noch vergrößern können. Die ganze Unter- rat in Spandau ist von beiden Teilen als aufriedenstellend tommen." nehmerschaft ist sich in diefer Hebe gegen die hohen Löhne und anerkannt worden. Nach unseren Informationen liegt die Sache folgender in dem Ziel, fie abzubauen, einig. Erst dieser Tage ging wieder Ein vornehmer Arbeitgeber. Am 6. Januar brachten wir eine maßen: Die Kurzarbeiter der Firma Loewe verlangten vor eine Notiz durch die schwerindustrielle Presse, die über die fin- Notiz über die Firma Cohrs u. Am, Quiversitätsstr. 2/ 3a. einiger Zeit, in Zukunft vier statt drei Tage in der tende konturrenz des Ruhrrebiers" flagt. Der Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß es sich hierbei unt Woche beschäftigt zu werden und darüber hinaus eine wirt- Grund ist natürlich darin zu suchen, daß die Löhne im me st- die Firma Tohrs u. Ammé , Hamburg , Filiale Ber= fchaftsbeihilfe. Die Firma lehnte diese Forderungen ichen Industriebezirk höher sind, als in den an- lin, Universitätstr. 2/ 3a, handelt und nicht um die Firma ab. Eine Betriebsversammlung beschäftigte sich darauf mit deren Revieren Deutschland 3". Die Stinnes, Saniel, der Frage der Kurzarbeiter und erklärte fich mit deren For Stumm und Konforten scheinen also das Rubrrebier für ein Er­derung, die Kurzarbeiter im Einkommen mit periment geeignet zu halten. Diese Herren, die aus dem Fleiß der den Bollarbeifern gleichzufstellen, einverstanden. Arbeiter riesige Gewinne erzielen, wollen nach jahrelanger Breis­Diese Forderungen lehnte die Firma erst recht ab, nahm aber anreispolitit" gar nicht wissen, daß die höheren Löhne im westlichen in den Verhandlungen die er ste Forderung an. Diesmal be- Industriebezirk bedingt sind durch die Tatsache, daß die Lebens­harrten die Kurzarbeiter auf ihrer lesten Forderung und verhältnisse dort ganz besonders miserabe! find, erichienen an allen Tagen der Woche im Betriebe. Daraufhin ja, daß die Teuerung dort am höchsten ist. Die Herren erfolgte die Schließung. Gruben- und Schlotbarone mögen fich gesagt sein lassen, daß die Uns erscheint die hier eingeschlagene Tattit nicht glüd- Arbeiterschaft sich in gar keinem Falle einen Lohnabbau vor dem lich. Wenn man erst eine Forderung aufstellt und diese nach Breisabbau gefallen lassen wird. Wenn sie die wirtschaftlichen Longvierigen Verhandlungen bewilligt wird, dann soll man kämpfe, die im verflossenen Jahre gerade im Westen sehr scharf nicht plöblich höhere Forderungen stellen, wenn man sich waren, allerdings wieder herbeisehnen, wenn sie Gefallen daran jeiner Sache nicht ganz sicher ist. Durch die Ablehnung der be- finden, daß die deutsche Industrie und das gesamte Wirtschafts- S.B.D. Holzarbeiter aller Branchen. Dienstag 7 Uhr Versammlung in ben pilligten ersten Forderung durch die Arbeiter ist den Unter- leben infolge ihrer Profitgier neuen, unermeßlichen Schaden Wahlen und Abstimmungen im Holzarbeiterverbande. 2. Die kommenden nehmern ein billiger Vorward zur Schließung des Betriebes erleidet, dann mögen sie ihre Absichten ausführen. Die Ar- Landtagswahlen. gegeben und den Gewerkschaften jede Möglichkeit genommen beiterschaft ist gewappnet, die Hoffnungen der Indu Zentralverband bez Angestellten. Heute. Jugendgruppe. Deffentliche Bera worden, dagegen etwas zu unternehmen. Denn nach der striellen auf den Erfolg der kommunistischen Gemert- fammlung 7 Uhr Sophien- Gymnafium, Beinmeiſterſte, 15. Montag: Fach Berordnung über Betriebsstillegungen befchaftssersplitterung werden sich nicht erfüllen. findet sich die Firma formal im Recht, da sie ihren Betrieb

fchließen darf, wenn Arbeitskämpfe vorliegen. In, dem Tarifbewegung der staatlichen Verwaltungsarbeiter. Bericht, den eine bürgerliche Korrespondenz verbreitet, wird In zwei großen Mitgliederversammlungen, einberufen vom natürlich alle Schuld an der Betriebsschließung der Ar- Verband der Gemeindes und Staatsarbeiter, Seftion Staatsbetriebe, beiterschaft zugeschrieben. Demgegenüber ist aber feft- nahmen die Mitglieder den Bericht über das Ergebnis der seit Df­zustellen, daß bis weit in die Streise der besonnenen Arbeiter hinein die Meinung vertreten wird, daß die Firma Ludwig Loewe von den Industriellen dazu ausersehen worden ist, den Anstoß zum Kampf für den Lohnabbau und sonstiger, den Unternehmern am Herzen liegenden Sachen zu geben. Diese Annahme erscheint uns nicht ganz un be­rechtigt.

Cohrs u. Ammé Nachfolger, Burgstr. 27.

Deutscher Holzarbeiterverband. Musikinstrumentenarbeiter aller Branchen. Für die Betriebsräte, Bertrauensmänner und Generalversammlungsdelegierten

ber 6.B.D. findet Donnerstag, den 13. b. M., abends 5 Uhr, im Reichen­berger Hof, Reichenberger Str. 147, eine äußerst wichtige Bersammlung statt. Auch Mitglieder, die nicht Funktionäre find, haben Zutritt. Partei- und Ber­

bandsbuch find mitzubringen.

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Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Dienstag, 6 Uhr, im Ge wertschaftshaus Saal Generalversammlung mit ber Tagesordnung: Er höhung der Beiträge ab 1. Januar 1921". Die Fortegung der Sagesordnung, ber außerordentlichen Generalversammlung vom 30. Dezember findet am Mon tag, den 17. Januar im Gewerkschaftshaus, Saal 4 statt. Es ist Pflicht jedes Die Ortsverwaltung. dienstfreien Kollegen, zu erscheinen. Deutscher Wertmeister- Verband, Fachgruppe 29, Metallschrauben- Industrie. Generalversammlung Dienstag, 7 Uhr, bei Brandenburg , Stralauer Str. 3. Achtung, Aga"! Dienstag Streitversammlung im Gewerkschaftshaus, vor­mittags 10 Uhr. Die Streifleitung.

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Mufikerfälen, Raiser- Wilhelm- Str. 32. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden

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gruppe 10 II a( Belzwaren). Gektionsversammlung 7 Uhr Sophiense, Sophien­ftraße 17/18. Fachgruppe 14b( Geldschrankfabriken, Schloffereien). Settions versammlung 7 Uhr, Verbandslotal, Belle- Allianceftr. 7/10. Fachgruppe 15s ( AEG.- Konzern). Gektionsversammlung 7 Uhr, Mufilersäle, Raiser- Wilhelm­Str. 31. Fachgruppe 17 Ila( Bigaretten- Industrie). Mitgliederversammlung Dienstag: Fachgruppe Uhr, Neue Philharmonie, Köpenicker Str. 96. 13e( Berband- Bellstoffe). Mitgliederversammlung Uhr, Muſikerfäle, Raiser­Wilhelm- Str. 31. Fachgruppe 17 I a- n( Nahrungs- und Genußmittelindustrie und Handel). Fachgruppenversammlung 8 Uhr, Restaurant Baul Mattausch, tober geführten Tarifverhandlungen entgegen. Die Kollegen Brunnenstr. 140. Jugend- Gruppe( Abteilung Südwest). Mitgliederversamm­lung 7 Uhr, Berbandslokal Belle- Alliancestr. 7/10. Fachgruppe 17 Id( Ange Richter und Mai führten aus, daß wohl der soeben abgeschlossene stellte der 6 Tochtergesellschaften der Fa. Meyer u. Co.). Mitgliederversamin­Tarif bei weitem nicht den berechtigten Wünschen der Kollegenschaft lung 8 Uhr, Sophienfäle, Gophienste. 17/18. Rechnung trägt, daß aber von der Reichsregierung in der heutigen Privatwächter. Mittwoch 9 Uhr bei Schirm, Charlottenstr. 7/8, Berfamm Zusammenfeßung nicht das geringste foaiale Verung aller auf Bauten, Holz- und Lagerplägen, Fabriken, Geschäfts- und Tarifvertrag zustande zu bringen, der das äußerste Minimum ständnis zu erwarten ist. Wenn es troßdem möglich war, einen Industriehäusern beschäftigten Wächtern. einer gesicherten Existenz barstellt, fo ist es in erster Linie der Berantto. für den redaft. Teil: Dr. Werner Better, Charlottenburg : für Anzeigen: Hatte die Firma Loetve ein formales Recht, ihren Haupt- intensiven Arbeit eines Vertreters unseres Verbandes zu banken. Th. Glode, Berlin . Verlag: Vorwärts- Verlag G. m. 6. S., Berlin Drud: Bor wärts- Buchbruckerei u. Berlaasanftalt Baul Ginger u. Co.. Berlin , Lindenstr. 3. betrieb zu schließen, so trifft das feineswegs für die erfolgte Dadurch ist es möglich geworden, den Staatsarbeitern, die durch Hiezza 3 Beilagen und ,, Die Wählerin". Schließung des fich auf demselben Grundstück befindlichen Be- die Verschleppungstaktif der Neidsregierung vor einer wirtschaft­triebes, ihrer Tochtergesellschaft Typograph", zu. Diese Lichen Ratastropбe ftanden, im legten Moment vor dem Firma ist auf lange Beit hinaus mit Aufträgen berjehen und Beib nachtsfeit einen Borius autommen zu laffen, der durch beschäftigt mit zwei Ausnahmen ihre Belegschaft voll. Sie ben in greifbare Nabe geridien Abschluß des langersehnten Tarif hat mit dem Konflikt bei Roewe absolut nichts zu tun. Und vertrages angewiesen werden konnte. Die Beriammelten gelobten treu au ihrem Berbande zu halten frozdem wunde auch dieser Betrieb geschlossen mit der Be- und mit zu helfen an dem weiteren Ausbau ihrer Organisation und gründung, daß man feine Sicherheit für die Arin den Reiben der Staatsarbeiter bahin zu wirken, daß bei den beiterfchaft geben könnte, da diese Gefahr laufe, von den tommenden Wahlen jeder Kollege und jede Kollegin einen Wahl. Ausgesperrten am Betreten des Betriebes verhindert zu wer- zettel in die Wahlurne stedt, ber die Gewähr gibt, daß eine Re den. Mit dieser Begründung kann und darf gierung gebildet werden kann, die nicht te attionären Zendenzen des Uebels. Reine schädlichen Nebenwirkungen, wird von vielen bie Firma nicht zur Betriebsschließung buldigt. Aerzten und Alinilen empfohlen. In allen Apotheken erhältlich.

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