ift, und weil der Baffus, wonach Arbeiter, die sich grober Berstöße fchuldig gemacht haben, nicht wieder eingestellt werden brauchen, eirte Handhabe zur Maßregelung der Kommunisten biete. Es wurde aber nicht erwähnt, daß ja in jedem derartigen Falle der
Unter dem Borfiz des Stadtrats Simonjohn verhandelte am kommunistische Einfluß im Betriebe sei so start, daß er über den Be- Schlichtungsausschus angerufen werden kann, von dem doch Freitag eine Kammer bes Schlichtungsausschusses Groß- triebsrat einfach hinweggehe.
wie sie immer betonte
GMG
nicht zu erwarten ist, daß er eine Maßregelung aus rein politischen
Berlin über den Konflikt bei der Firma Ludwig Loewe . Die Ver- Der Borsigende fagte, er habe den Eindrud empfangen, daß Gründen billigen wird. Mehrere Redner erklärten unter Zutreter der Parteien trugen ben bekannten Sachverhalt vor und die zufälligen Ereignisse am Freitag( Bersammlung während der Stimmung der Versammlung, fie tönnten es nicht verstehen, daß die beleuchteten ihn von ihren entgegengesetzten Standpunkten. Die Ber- Arbeitszeit) von der Firma zum Anlaß genommen jelen, Arbeitnehmerbeifizer im Schlichtungsausschuß( 3wei Unabhäntreter der Firma erklärten, die Schließung des Betriebes set berechtigt, um den Betrieb zu schließen, ohne daß eine sach. Bige und ein Kommunist) dem Vergleichsvorschlag zubenn es handle fich um einen wirtschaftlichen Kampf, der ausgebrochen liche Notwendigkeit dazu vorgelegen habe. Wenn die Firma seftimmt haben. Es wurde beschloffen, diese Beisiger in eine Befei wegen der Forderung, ben Kurzarbeitern den vollen Wochenlohn zu sich mit den Arbeitern verständigen triebsversammlung zu laden, wo sie sich verantworten. zahlen. wolle, dann müsse sie sich doch auch mit der Kurzarbeit abfinden. follen. Auf Antrag des Kommunisten Neumann von der Demgegenüber betonten die Arbeitervertreter, die Schließung Nachdem der Schlichtungsausschuß von 10 bis 4 Uhr getagt hatte, entschlafenen Betriebsrätezentrale in der Münzstraße tourde die Ortsdes Betriebes jei unberechtigt, weil sie durch die Firma verfügt fei, verkündete der Borsigende folgende einstimmig gefaßte Entschließung: Derwaltung des Metallarbeiterverbandes beauftragt, sich mit der Beohne daß der Betriebsrat gehört wurde. Erft durch den triebsrätezentrale und der Gewerkschaftstommission in Verbindung zu Anschlag, der die Schließung befannt gab, habe der Betriebsrat derungen der Kurzarbeiter nicht erzielt werden konnte, eine Ent- allen Industrien Groß- Berlins zu veranstalten, zu der Der Betriebsrat hätte, wenn eine Berfländigung wegen der For- fetzen, um am Sonntag eine Konferenz der Obleute aus Kenntnis von der Schließung erhalten, die ihn sehr überrascht habe, scheidung des Schlichtungsausschusses über diese Streit auch die Vertreter der sozialistischen Parteien geladen werden sollen, meil er annehmen mußte, die Verhandlungen über die Forderungen frage herbeiführen müffen. Da das nicht geschehen ist, und da durch auch die Bertreter der sozialistischen Parteien geladen werden sollen, der Kurzarbeiter würden fortgelegt werden und zu einer Verstän- die Borgänge im Betriebe die Ordnung schwer beeinträchtigt worden es gelte alle Arbeiter und Angestellten aufzurufen zur Solidarität digung führen, wie es bei früheren Konflikten der Fall gewesen sei. it, fonnte sich die Firma für berechtigt half en, ben Bes mit den Arbeitern von Loewe, Autogen, Neuköllner NotstandsNach mehrstündigen Berhandlungen regte der Borfigende einen Ber- frieb ju hließen. Ohne zu der Rechtsfrage Stellung zu neh- arbeitern usw. gleich an. Er richtete an den Obmann des Betriebsrats, Meht. men, empfiehlt der Schlichtungsausschus der Firma, innerhalb Am Montag vormittag foll sich wieder eine Betriebsversammlung hose, die Frage, ob er, falls durch einen Schiedsspruch die Wieder- weler Wochen den Betrieb wieder herzustellen unter im Moabiter Stadttheater mit der Angelegenheit beschäftigen. aufnahme des Betriebes entschieden werde, dafür garantieren könne, herrichten. Arbeiter, die sich schwerer Berstöße gegen die Ordnung den gleichen Bedingungen, die vor der Schließung daß die Kurzarbeiter an den Tagen, wo sie nicht beschäftigt werden, des Betriebes fchuldig gemacht haben, brauchen nicht wieder nicht im Betriebe erscheinen. Mehlhose antwortete, dafür könne er nicht garantieren. Die Bertreter der Firma stellten sich auf den Standpunkt, fie feien berechtigt gewesen, den Betrieb zu schließen und wenn sie ihn wieder eröffnen, dann feien sie nicht mehr an die Berordnung wegen der Kurzarbeiter gebunden. Sie würden dann nur noch Voll- Der Vorschlag des Schlichtungsausschusses wurde gestern abend arbeiter einstellen und fönnten unter diesen Umständen nur einer Betriebsversammlung der Boemeschen Arbeiter unter etwa 80 Prozent der Belegschaft wieber einstellen. breitet, die ihn mit lebhaftem Widerspruch aufnahm. Der Vorschlag Direktor Wallschmidt erklärte, nach den bisherigen Erfahrungen wurde besonders deshalb fritifiert, weil er von den Kurzarbeitern erlaffe fich die Firma nicht mehr auf Kurzarbeit ein. Es würde sonst wartet, daß fie die Arbeit unter denselben Bedingungen wieder auf immer wieder zu Konflikten wegen der Kurzarbeiter fommen. Der nehmen sollen, wegen deren Verbesserung der Kampf ausgebrochen
eingestellt werden. Ueber Einzelstreitfälle, die sich hieraus ergeben, entscheidet der Schlichtungsausschus. Bis Dienstag haben sich die Parteien über die Annahme des Bergleichsvorschläges zu erflären. Versammlung der Ausgesperrten.
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