Arbeitsmarkt. Fimmen erzählt übrigens, daß die Holländer, obgleich! Die Beweisaufnahme wird geschlossen, nachdem Pfeffer erklärt auf, und legte dem Ingenieur eine Anzahl Papiere vor, aus benen fie im eigenen Lande weder Kohlen noch Eisen haben und ihre hat, er habe mit Roßbach und dem Landbund über einen Selbstschuß er schließen zu müssen glaubte, daß es sich um ein einwandfreies Es fam dann auch zum Abschluß, und der Käufer Arbeitstraft verhältnismäßig teuer bezahlt werden muß, jetzt bet nicht verhandelt. Der Staatsanwalt fährt fort: Dem Zeugen Geschäft handele Amsterdam eigene Hochofen einrichten. Die Grundlage dafür Rabold gehe zum großen Teil das fritische Urteil ab, fritisch ist es händigte dem Proturisten" gegen Quittung 20 000 m. aus. Zuder find die deutschen Kohlenlieferungen. nicht. Es liegt fein Material vor, das die Anflage stügen tönnte. erhielt er jedoch nicht. Als er sich bei der Zuckerverteilungsstelle Souhaug und fein französischer Begleiter Harmel vom Die deutsche Rechtspflege hat in der ganzen Welt den Ruf großer beschwerte, erfuhr et, daß er E windlern in die Hände Pariser Peuple find ebenso wie Fimmen der Meinung, daß die gehen. Dos Gericht darf sich von der Stimmungsmache ber benen ebenfalls Beträge von 20-30 000 m. abgeloft worden Pariser Beuple find ebenso wie Fimmen ber Meinung, baß die Objektivität.(!) Das Gericht wird auch bemgemäß objektiv vorgefallen mar, wie por ihm ichon einige 30 andere Leute, Gewerkschaftsinternationale zum Abbruch der Londoner Ber. Presse gegen den Angeklagten nicht beeinflussen lassen. Es muß waren. Der Kriminalpolizer gelang es jetzt, bie beiden„ Berkäufer". handlungen und zur Einführung der Santtionen fofort der Angeklagte freigesprochen werden. Stellung nehmen müsse. Die Franzosen bedauern das erste Auftreten des deutschen Außenministers in Condon, das ihnen die bis dahin geübte Kritik der Pariser Beschlüsse schr erschwert habe. Auf die Frage, ob ein geschicteres Auftreten der Deutschen Herrn Briand zu einer anderen Seltung hätte bewegen fönnen, eri Plären Sie allerdings, das sei eine Frage der inneren Politif. Die Bemühungen der französischen sozialistischen Partei sieht Inusaur nicht optimistisch an. Die französische Arbeiterschaft tönnte wesentlich nur durch ihre wirtschaftlichen Organi. fationen Einfluß auf die Ereignisse gewinnen.
Eine Erklärung der C. G.T. Paris . 11. März. Der Verwaltungsrat der C.6.2. hat gestern abend eine Erklärung angenommen, in der gesagt wird, daß tie arbeitenden Krelle Frankreichs teine anderen Maßnahmen ins Auge fassen können als ein Abkommen zwischen deutschen und französischen Arbeitern über die gemeinsame Wiederherstellung der Kriegsruinen. Die CG.2. mißbilligt die Anwendung von Gewalt. Die neuen Besetzungen in Deutschland bedrohten den Frieden zwischen den Böllern. Der Verwaltungsrat hat ein Manifest ausgearbeitet, in dem in energischer Weise dagegen profeffiert wird, daß die Interalliierte Kommission im schlefischen Abstimmungsgebiet den Gewerkschaftren die Einreise verweigert hat.
Die Kriegsverbrecher.
Darauf beginnt das Plädoyer des Berteidigers.
Groß- Berlin
Sonderbare Käuze.
Bie mitgeteilt, wurde gestern im Hause Fregeftrake 76 der 80 Jahre alte Frbr. Arno v. Wangenheim unter eigentüm lichen Umständen tot aufgefunden, so daß zunächst Mordverdacht norlag, der sich später aber als gegenitandslos erties. Es gibt sonderbare Räuze in der Großstadt- Menschen, die mitten in dem sie umgebenden Treiben ihr eigenes Leben führen. Die Kinder brüden sich oft scheu an ihnen vorüber, zuweilen aber treiben fie mit ihnen grausamen Spott, die Großen zuden die Achseln und machen sich ihren eigenen Bers zurecht. Zu jedem dieser Sonderlinge tommt eines Tages der Tod; ein Herzschlag, zuweilen auch Altersschwäche sehen ihrem Leben ein Ziel. Nachbarinnen werden aufmerksam, werden unruhig, man forscht nach und entdeckt den Toten in einer unaufgeräumten Wohnung.
-W
Ein Mord? Die Polizei erscheint, die Presse wird benachrichtigt. Der Gerichtsarzt aber stellt die natürliche Todesursache fest, und mit Bedauern hören es die Reporter, die sensationslüstern herbeigeeilt sind. Es ist fein Mord passiert! Die Zeitung ist nicht inter. effant und Frau Rätin hat feinen neuen Anlaß, über die Berberbt heit der Menschen im allgemeinen und die der unteren Schichten im Der Hauptausschuß des Reichstages beriet am Freis In der Wohnung des Toten liegt ein besonderen zu reden. Doch so ein Reporter ist ein gewiegter Junge. allerdings noch nicht auftag ben Haushaltsplan des Reichsjustizminifteriums. Dabei fragte geschnittenes Eremplar des Friedensvertrages. Das Reporterhirn Dr. Rosenfeld( U.S. ) nach dem Stande der Aburteilung für arbeitet fieberhaft! Der Zote entstammte einem alten Adelsgeschlechte Kriegsverbrecher. Der Staatssekretär des ReichsjustizPatriotismus- Deutschlands Niedergang und am andern minifteriums gab Auskunft über die 3eugenvernehmungen Tage steht's in der Zeitung, daß der alte Sonderling ,, aus Gram der englischen und belgischen Zeugen, die vor dem Reichsgericht in über Deutschlands Schmach an gebrochenem Herzen gestorben fel." Leipzig erscheinen sollen. Was den augenblidlichen Stand der BerMit Entrüiftung lefen es männliche und weibliche Kaffeetanten, fahren anlange, so sei in einer Straffache die Anflage er hoben, in mehreren anderen stände der Abschluß der Unter- Hafenfreuzgymnafiasten vernehmen es mit Ehrfurcht, und die Jingofuchungen unmittelbar bevor. Demnach sei im Laufe einiger Wochen preffe schreibt von nationalem Hochgefühl".( Sie irrt natürlich auch mit dem Stattfinden von Hauptverhandlungen zu rechnen. hierin, wie immer, fie meinte nationalistische Verblendung.) Eine Berzögerung durch die neuesten politischen Ereignisse werde Ja, es gibt boch sonderbare Räuze. nicht eintreten.
Das Lohnsteuergesetz.
-AAP
Pläne über einen städtischen Autoverkehr? Innerhalb der städtischen Verwaltung finden gegenwärtig Bes Der Steuerausschuß des Reichstags fette am Freitag, die Beratungen über die Einführung eines städtischen Autoverkehrs statt. ratung der Novelle zum Einkommensteuergeseg und Berlin hatte vor dem Kriege schon zwei städtische Autolinien, die der dazu gestellten Anträge fort und nahm zunächst den§ 39 an, sich aber nicht sonderlich rentierten. Jetzt sind nun zwei Privat der dem Reichsfinanzminister gestattet, mit Zustimmung des Reichsrats die Voraussetzungen zu bestimmen, nach welchen bie gruppen, hinter benen größeres Banttapital steht, mit den zu Steuerpflichtigen zur Abgabe einer Steuererklärung verständigen städtischen Behörden wegen der Einrichtung von Autopflichtet werden können. Auf Anfrage des Abg. Kell( Goz.) teilt linien in Berlin in Verbindung getreten. Die Stadt selbst will vor Ministerialdirektor v. Cahr mit, daß die Steuerpflichtigen mit mehr der Konzeffionserteilung aber erst in Erwägung darüber eintreten, als 10 000 m. Einkommen zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet ob sie nicht selbst einen Autoverfehr einrichten fann, der heute würden.§ 44 erhält im Absah 1 folgende Fassung: Die von dem leichter rentabel zu gestalten ist, als der der Straßenbahn. Bindende Steuerpflichtigen in einem Kalenderjahr entrichtete Steuer, die auf Beschliffe liegen noch nicht vor. Es herrscht aber Neigung, die volle Mart nach unten abgerundete Rapitalertragssteuer Ausführung dieses Blanes, wenn irgend möglich, nicht dem Bri. wird, sofern sie mindestens 5 M. beträgt, auf Antrag auf die von paffapital zu überlaffen, sondern felbft an die Errichtung ihm für das entsprechende Rechnungsjahr endgültig geschuldete Ein. tommensteuer angerechnet, wenn der Steuerpflichtige Don Autolinien heranzugehen. über 60 Jahre alt oder bauernb erwerbsunfähig ist und wenn das fteuerbare Einkommen an sich tatsächlich aus Kapitaleintommen und Bezügen der im§ 9 Nr. 3 bezeichneten Art zu fammengesetzt ist oder hauptsächlich aus einer von beiden Ein tommensarten besteht. angenommen werden ferner Strafbestimmungen für Fälscher von Steuermarten.
Die Vorlage über die Lohnsteuer foll gleich nach Ostern vor. gelegt werden. Bis zum 1. Juli 1921 foll möglichst das Gesetz fertig. geftellt werden und in Kraft treten. Eine von den Regierungsparteien eingebrachte Entschließung, die Ausfälle, die den Gemeinden durch die Aufhebung des§ 30 des Landessteuergefeges entstehen, zu fetzen, wird angenommen. Damit ist die erste Lesung beendet.
Vertagung der Kämmererwahl.
In der gestrigen nicht öffentlichen Sigung der Stadt Derordnetenversammlung berichtete Stadtverordneter Jursch( D. Vp.) über die Berhandlungen des Wahlausschusses zur Borbereitung der Wahl des Stadtfämmerers und empfahl die Wahl des Flensburger Stadtrats Dr. Karding sowie Bewilligung einer persönlichen, ruhegehaltsberechtigten Zulage von 7500 M. Es fam gestern noch zu feinem Beschluß, weil von tommunistischer Seite angesichts der erschwachen Besetzung des Hauses Einspruch erhoben und Bertagung beantragt wurde. Die Beschlußfaffung über das Gehalt des Räm merers, die der Wahl vorausgehen muß, fann infolgedessen erst in der nächsten Sigung am Donnerstag und bie Wahl selbst erst in der übernächsten Woche vorgenommen werden.
mit denen der Ingenieur zu tun hatte, in dem Hause Schönhauser Allee 65 festzunehmen, wo fie in einer Wirtschaft gerade dabei waren, ihrer Erfola feftlich zu feiern. Sie entpuppten fich als ein gewisser of aus der Dandelmannstraße und ein gemisfer liger, der sich ohne Wohnung in Berlin aufhielt. Ein Leil des Geldes fonnte bet ihnen noch beschlagnahmt werden. Betrogene, die der Kriminalpolizei noch nicht bekannt sind, werden ersucht, sich auf dem Polizeirenier 10 M, bei Assistent Schwanz zu melden.
Ein großer Brand beschäftigte in den letzten Stunden die Ber finer Feuerwehr in der Memeler Graße 14. Dort stand eine Tischlerei in Flammen. Diese hatten an Hölzern usw. reiche Nahrung gefunden, so daß bei 7. Bug längere Zeit tüchtig löschen mußte. Gleichzeitig hatte die Schöneberger Feuerwehr einen ver heerenden Dachstuhlbrand in der Gustav Müller, Ede Mit vier Schlauchleitungen Rolonnenstraße zu löschen. mußte die Wehr angreifen und längere Zelt tüchtig Wasser geben, um eine weitere Ausdehnung zu verhüten. Der Dachstuhl fonnte nicht mehr gerettet weroen. Die Entstehung beider Brände war noch nicht zu ermitteln.
Keine Voranmeldung für städfishes Fleisch. Eine Voranmes dung für den Bezug von städtischem Fleisch auf Lebensmittelfarte ift fünftig nicht mehr nötig. Die auf Karten zur Ausgabe, tommenden Fleischwaren tönnen vom 14. März ab bei jedem be liebigen städtischen Fleischverfäufer bezogen werden.
Boll und Zelf", unfere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei.
Die Ausgabe der Karten zur Jugendweihe findet jeben Nach mittag bei Tauschel von 4-7 Uhr statt. Empfangsberechtigt find die Mits glieder der Freireligiösen Gemeinde, die fich durch Vorzeigen der Mitgliedsfaite auszuweisen haben, oder bie Eltern. welche ihre Stinder zu bem Genossen Lagiance zum Unterricht ichiden. Die Familien, beren Kinder durch die Jugendweihe gehen, empfangen die Karten durch den Genossen
Lagrange.
Die freiwilligen Feuerwehren ber nach Berlin eingemeindeten Bororte wollen fich in einer auf Sonntag, ben 13. b. M., vormittags 9 br nach dem Netten Gesellschaftshaus in Berlin - Treptom( am Ringbahnhof Thepton) einberufenen Beifammlung zu einem Verband zusammenschliezen. Den neuen Verband werden 67 freiwillige Feuerwehren mit einem Mitgliederbestand von 2200 Mann bilden.
Groß- Berliner Parteinachrichten.
Bernan. Die heute früh veröffentlichte Mitgliederversammlung findet erst at Sonnabend, ben 12. März, abends 8 Uhr, im Einfium- Gaal neben dem Lebens mittelamt statt. Referent: Willt. Lange. Stellungnahme zum Wahlausfall.
Kreis Hallesches Tor, Abt. 3-8, Süd- West. Montag, ben 14. März, abends 7 Uhr, Bernh. Rose Theater Das Tal des Lebens". Eintritts tarten à 3,30 Mt. intl Garderobe ujm. bet sämtlichen Fanttionären ber betr. Abteis
lungen.
Gewerkschaftsbewegung
Kampf um den Achtstundentag.
Ein großer Wirtschaftskampf, bei dem mit dem Ausstand non etwa 200000 Arbeitern zu rechnen ist, bereitet sich in der amerikanischen Fleischkonservenindustrie vor. Nach einer Draht meldung aus Chifago beabsichtigen die in einem Trust vereinigten Fabrikanten dieser Industrie, den Acht stundentag abzu schaffen und gleichzeitig einen Lohnabbau von 12% Proz vorzunehmen. Die Arbeiter werden voraussichtlich diese unverschämte Forderung mit dem Ausstand beantworten.
Der Schlichtungsausschuß als Konflikterreger. Auf Anruf des Zentralverbandes der Bäder und Konditoren hatte der Schlichtungsausschuß zum Donnerstag Termin zur Be ratung des Tarifes für das Bauergewerbe anberaumt. In diesem Termin verlangten auch die Hirsch Dunderschen als Tarif berater und Tariffontrahent zugelaffen zu werden. Der Antrag entbehrt nicht einer gewissen Tragit oder Komit. Hatten doch die selben Hirsche bei erstmaliger Beratung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Bäderberufes fich fagen lassen müffen, daß sie bei den Verhandlungen nicht teilnehmen fönnten. Auf irgendwelchen Wint haben nun die Hische vom Anruf des Schlichtungsausschusses Kenntnis erhalten und beantragt, zu der Berhandlung zugezogen zu werden. Diesem Anfinnen hat der Schlichtungsausschuß Rech nung getragen. Bei Beginn der Verhandlung erklärte der Zentral verband, daß er es ablehnen müsse, den Hirschen das Recht einzuräumen, über seine gestellten Forderungen mitzuraten, wie er sich selbst nicht anmaße, in die Forderungen der Hirsche hineinzureben, und daß der Schlichtungsausschuß die Ladung unrechterweise an diese habe ergehen lof.n.
Staatsanwalt Ramin als Verteidiger. Stargard , 11. März.( Eigener Drahtbericht des Borwärts".) Am Freitag beginnt Staatsanwalt Ramin sein Plaidoner, obwohl der Redakteur der Freiheit" Rabold noch zu vernehmen ist. Rabold hat telephoniert, daß er neues Material gegen Verhaftete Kriminalbeamte. Schäffer mitbringe. Er trifft aber erst um 11 Uhr in Stargard Oberschlesien als Freiland für Verbrecher. ein. Staatsanwalt Ramin beginnt aber schon um 10 Uhr mit einem Zitat von einem römischen Geschichtsschreiber sein Plaidoyer. In der Borkriegszeit war es üblich, daß die Kriminalbehörden Wegen des Frontbundes fönne Schäffer nicht belangt werden, der verschiedensten Länder sich gegenseitig alle erdenkliche Hilfe lei denn die Berordnung des Reichspräsidenten sei erst am 12. Juni in steten, auf welche Weise es gelang, bem internationalen Verbrecher Kraft getreten. Der Frontbund sei aber schon vorher aufgetum beizutemmen. Die Kriminalpolizei mar so gut wie international I ö ft worden. Für die Arbeitsgemeinschaft trat dann die entsprechend der Organisation des Verbrechertums. Bei uns ist diese Repp- Amnestie in Kraft, aber nicht für Hauptmann Pfeffer als Hilfsbereitschaft geblieben. Erst in der letzten Zeit fand ein Führer, da die Führer von der Amnestie ausgenommen find. Die Kriminalfommissar aus Warschau bei der Verfolgung und Feft Unflagebehörde hatte bei der Untersuchung mit großen Schwierig nahme einer großen Fälscherbande, die für Millionen polnische feiten zu kämpfen. Kronzeugen waren nicht zu erreichen( 1), denn Tausendmarkscheine fälschte und in den Verkehr brachte, in Berlin es bauerte zu lange, bis es zu diesem Brozeß kam. In diesem Bro- und anderen deutschen Städten die bereitwilligste und wirksamste zeß haben sich nun die wichtigsten Angaben der Roten Fahne" als unhaltbar erwiesen. Der Nachweis, daß im Auf- Unterſtügung. Anders erging es fürzlich Berliner Kriminalbeamten trage Pfeffers geworben worden sei, fonnte nicht geführt werden. Die Nachrichten über Waffen befik find Uebertreibungen der im oberschlesischen Abstimmungsgebiet und im neuen Bolen. 3wei Breffe. Die angeblichen Edertschen Flugzeuge haben sich als Beamte der Striminalinspektion A III verfolgten& mei Golb. Motorpflüge entpuppt. Auch nicht in einem einzigen Falle fonnte händler, bie nach großen Unterschlagungen nach Rattowig ge- baß fie es für wünschenswert hielten, menn der Hirsch- Dunder der Arbeitsgemeinschaft Pfeffer Waffen besig nachgewiesen werden. fahren waren. Mit vieler Mühe verschafften fie fich alle erforders Die Waffen der Einwohnerwehr waren wohl da, aber fie lichen Ausweise und setzten, des Erfolges gewiß, den Verbrechern gehörten nicht Pfeffer. Die militärischen Bezeichnungen erflären fich nach. Einen erwischten sie auch noch in Breslau und brachten ihn daraus, daß die Pfeffer- Leute
Ueber diesen Konflift murde ein Rammerbeschluß herbeigeführt, her recht anschaulich zum Ausdruck bringt, wie ein Schlichtungsaus schuß nicht urteilen follte. Sagt doch der Kammerbeschluß, daß die geladene Organisation der Hirsch- Dunderschen berechtigt sei, an der Tarifberatung und tätigung teilzunehmen, da fie der Schlich. tungsausiuß gelaben habe. Begen diesen Kammerbeschluß protestierte der Zentralve band der Bäcker und Konditoren und lehnte Berhandlungen ab. Diesem Protest schlossen sich an die Freie Bereinigung der Bäckermeister sowie der Brotfabrikantenver band. Die Innungen als Bertreter der alten Zeit ließen eine Er. flärung abgeben geleitet van dem Grundsatz teile und herrsche" fche Gewerkvercin zugclaffen werden würde.
Ist nun durch dieses Auftreten der Hirsch- Dunderschen teine Ber handlung zustande gekommen, so ist die Möglichkeit, bis zum Ablauf hinter Schloß und Riegel. Der Haupttäter jedoch war entschlüpft, bes jegigen Tarifes einen neuen zu vereinbaren, dadurch unterbun feine Spur führte nach Ratto wig. Von dort aus brachte er, wie den, und ist die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit gegeben, daß es auch noch als Candarbeiter eingefleischte Soldaten festgestellt wurde, feine Beute in fleinen Boften über die polnische auch im Bädergewerbe zum Kampf fommt. geblieben waren. Die Kronzeugen Ifen bera und Bullemeyer Grenze. As bie Beamten dort zugreifen wollten, wurden sie haben einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Ganz abgesehen davon, felbft festgenommen. Ihre Papiere, darunter auch vom fran Daß wir patriotisch und olgemein menschlich empfinden, hat sich das zöfifchen Konsulat in Berlin , wurden nicht anerkannt. Die franzöfi Material, das man über Pfeffer mir gebracht, nicht als beweischen Stellen in Oberschlesien erklärten sich für unzuständig und verbauer und helfer im Streit. Den Schiedsspruch, in fräftig erwiesen.
Man kann den Angaben des Angeklagten bis zu einem gewiffen Grade beitreten. Daß zwischen Pfeffer und seinen untergebenen ein freundschaftliches Berhältnis auf idealer Grundlage bestand, das war ja auch bei anderen Arbeitsgemeinschaften so. Uns scheint nur der Führer reicher gewesen zu fein. Das Material über die Fest ftellungen genügt nicht zur Anflage. Der Staatsanwalt unterbricht Der Rebatteur Rabold von der Freiheit" ist erschienen und mird vernommen. Unter bem von ihm vorgelegten Material befindet sich auch ein Schriftstüd vom Juni, in dem zu einer
sein Plädoner.
Verhandlung zwischen Pfeffer, Roßbach und dem Landbund eingeladen wird zur Organisierung eines Gelbst. schutes. Pfeffer fordert auch auf, die Leute sollten sich an geeig nete Rameraden wenden, denn in Arnswalde feien noch Pläge frei. Daraus gehe auch hervor, daß es sich nicht bloß um arbeitslose Soldaten handelt, sondern um eine zu Schaffende Organisation.
wiesen an das Ministerium des Innern in Paris . Das Ende war, baß bie beiden Beamten furz vor Abgang eines Zuges in ein Abteil gesezt und nach Berlin zurüd gebracht wurden. Der Berfolgte, ein gewiffer Leo Gesersti, tann unter dem Schutz der Frangosen sein Treiben in Oberschlesien ruhig fortsetzen. Ein Beamter des Falschmünzerbezernats machte sich, ebenfalls mit allen erdenklichen Bapieren versehen, nach der Gegend von Bentschen auf, um einen Münzverbrecher festzunehmen. Ihm erging es nicht besser, statt des Berbrechers wurde auch er angehalten, auf die Bahn gefeßt und nach Berlin gebracht.
Zuckerschwindler.
Achtung, Bauarbeiter!
Seit dem 14. Februar befinden sich die Brunnene dem uns vom Schlichtungsausschuß 30 Bf. zugesprochen wurden, lehnten bie Unternehmer rundweg ab. Es blieb den Kollegen nichts meiter übrig, als die legte Waffe anzuwenden und den Streit zu beschließen. Nun versuchen die Unternehmer, Bresche in die Reihen Der Streifenden zu schlagen, indem sie Karten an die Kollegen ner fenden und sie aufforbern, die Arbeit wieder aufzunehmen. Leider ist es auch den Unternehmern gelungen, einzelne Baustellen zu bea feßen. Wir machen deshalb alle Arbeiter, darauf aufmerksam, bag; wo Brunnenbauer beschäftigt sind, diese als Streitbrecher zu be handeln sind.
Der Schiedsspruch für die Handelshilfsarbeiter und-arbeiterin nen des Einzelhandels fieht nicht, wie heute morgen im Borwärts" irrtümlich berichtet, eine Erhöhung aller Böhne um 7,5 Proz., so bern eine Erhöhung um 15 Broz. vor.
Swei Ruderfchwinbler wurden hinter Schloß und Riegel gebracht. Ihr legter Streich richtete sich gegen einen Diplom- Ingenieur, der für die Beamten einer Banf Eintäufe besorgt. Ihm wurden u. a. Verantwo. für den rebaft. Teil Dr. Werner Beiler, Charlottenburg ; für Arsergent 26 3entner 3uder angeboten. Einer der beiden Verkäufer Th. Glode. Perlin , Berlag: Norwärts- Verlag G. m. b. 5.. Berlin . Drus: Bor trat als Profurift Grün von der amtlichen Zuderverteilungsstelle parts- Budbruderei u. Berlagsanftall Baul Einger a. Co., Berlin , Bindenfte.&