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Deutscher Friedensruf in Oberschlesien .

Breslau , 22. März.( WIB.) Das Plebisziffommissariat für Deutschland , gez. Dz. Urbanet, erläßt einen Aufruf, der nach Jeffstellung der deutschen Mehrheit von einer Viertelmillion jagt:

Die Heimat ist gesichert!& rine Macht der Welt darf es magen, gegen den flar ausgesprochenen Willen der überwiegenden Mehrheit diefes Land aus dem Jahrhunderte alten Zusammenhange mit Deutschland zu lösen. Die Kreise Tarnowik. Pleß und Rybnit haben über­wiegend polnisch geftimmt. Darin liegt eine Gefahr. Ihr Brüder von Tarnowih, Dieß und Rybnit: Soll der Oberste Rat aus Eurer 2bfimmung entnehmen, daß Ihr Euch von uns trennen wolf? Ihr habt polnische Stimmzettel abgegeben, aber nimmermehr, um das Band zu zerreißen, welches Euch mit den oberschlesischen Brü­dern perknüpft.

Oberschlesien ist ein einiges, unteilbares Ganzes. Es lebe das einige, unteilbare Oberschlesien ! Diese alte Forde rung erheben wir aufs neue. Bor den Augen der Welt bekennen wir uns zu den Grundfäßen der wahren Demofrafie. In flarer demokratischer Folgerichtigkeit fordern wir, daß jeder Bürger unferes Landes, welcher Nationalität, welcher Konfeffion, welcher politischen efinnung er auch fei, Zutritt haben muß zu allen öffentlichen Nemtern. Wir proflamieren aufs neue

die Gleichberechtigung der Sprachen

in Schulen, Verwaltungen und Gerichten. Wir verlangen, daß innerhalb der felt Jahrhunderten unveränderten Grenzen unseres Cande, der ältesten Europas , der Wille der Mehrheit entscheidet, daß aber die Minderheit geschüht sein muß gegen jede Zurüdfehung. Wir laden unfere polrischen Brüder herzlichst und mit fieffter Aufrichtigkeit ein, uns die Hände zu reichen und mit uns zusammen zu arbeiten an dem Wiederaufbau teffen, was Arieg und Abstim­mungskampf verwüstet haben. Wir wollen zujammen

Wohnungsnot und Mietssteuer.

Distuffiou

Eine der brennendsten Fragen, die feit ber Revolution das Spruch.) Alles, was von diesen Leuten gemacht wird, fällt auf unser wirtschaftliche Leben bemegen, ist die Wohnungsfrage Daher mar Haupt( Starte Zustimmung.) mit welcher Gewissenhaftigkeit die es eine Notwendigkeit, innerhalb unserer Bartel, die Wohnungsfrage Mieterverbände arbeiten, bemeijen die 102 000 m Schulden, zur Distuffion zu stellen und Klarheit darüber zu fchaffen, inwieweit bie bereits vorhanden sind.( Bewegung.) Hoffentlich wird es ge biefe Notlage auch im Rahmen der gegenwärtigen Wirtschaft gelöst fingen, die Mieterverbände zu einer muchtigen Baffe im sozialisti werden tann. In feinem Referat über das abige Thema, bas als fchen Befreiungstampfe zu machen.( Beifall) Die erster Bunft der Tagesordnung auf der geftrigen Ronferenz der Groß- Berliner Bartei- und Gemertschaftsfunktionäre zur Debatte über beibe Referate wird verbunden und liegen dazu 18 Wortmet ftand, sprach der Genoffe Silberschmidt an der Hand zahl bungen vor. Sie ist äußerst befruchtend, weil burchweg Brattifer des reicher Latsachen über dieses Gebiet und führte ungefähr aus: Die allgemeine Wohnungsnot ist eine internationale Erschei. Mieterwesens zu Worte fommen und mit großem Ernst an die 20. nung, herausgemachfen aus dem Kriege, ber überall bie gleichen Note fung dieses Problems herangehen. Gelbentwertung eine fo graße Spannung eingetreten, daß eine Folgende Resolution gelangte einstimmig zur Annahme: zur Folge hat zwischen Mieten und Neubautosten ist durch die Die Funktionäre der S.P.D. Groß- Berlins find gewillt, bie Rentabilität der Neuwohnungen nicht mehr gewährleistet ist. Diese gemeinsame Attion ber fozialistischen Barteien und ber Spannung beträgt in ben Ententelänbern bas 4-5fache, in Gemertschaften zur Sozialisierung der Baustoff unb Deutschland das 12-15fache des Friedenspreises, so daß Reus Wohnungsherstellung mit aller Kraft zu unterstügen. bauten ohne öffentlichen Zuschuß nicht mehr hergestellt werden fön­nen.( Bewegung.)

Die jetzige Mieterschutzgesetzgebung hat zum Ziele die Berhinde rung der Ausnüßung der Wohnungsnot durch Hausbesizer und Grundrentner. Die öffentlichen Zuschüsse für Neubau von Klein­wohnungen betragen bisher 4-5 milliarden Mart, während zur Beseitigung der Bohnungsnot ein Betrag non ungefähr 80-100 Milliarden Mart nötig máren, über beren Beschaffung augenblidlich beraten wird. Zur Errichtung Don Bergarbeiterheim. ftätten wird ein Zuschlag zum Kohlenpreis von 6 m. pro Tonne erhoben, während für die Errichtung der sonstigen Neubauten eine Erhebung von Landesgrundsteuern und Abgaben von Baulichkeiten, die vor dem Juli 1919 erbaut morden sind, geplant ist. die Republik Oberschlesien als freien Bundesstaat S.P.D. und USB. haben in Gemeinschaft mit den Gemert­im Gefüge des Deutschen Reiches errichten. Wir wollen zusammenfchaften ein Sefretariat eingerichtet, daß dem Barlament einen die gerechte Landverteilung durchführen, die Wohnungsnot bejeifigen, Gefeßentwurf zur die soziale Fürsorge ausbauen.

Der Bruderkampf ist zu Ende. Die von den deutschen Parteien geforderte Amneffie ist gesichert. Reichen wir uns als freie Männer die Hand zu friedlicher und fruchtbringender Arbeit, zum Segen der Heimat. Gott schüße das einige, unteilbare Oberschleften!

Der Terror.

Breslau , 22. März.( Eigener Drahfbericht des Borwärts) In kattowitz haben fich bis heute gegen Abend über 1000 deutsche Flüchtlinge aus den Landfreisen angejammelt. Sie hatten es bis zur Abflimmung in ihren Wohnorten ausgehalten, müssen aber jetzt den mit Gummifnütteln umherziehenden und prügelnden Polen weichen. Die Abstimmungspolizei versagt vollständig. Die Grenze nach Polen ist offen. Die Polen von Sosnowice ziehen herüber und hinüber. Die interalliierten Behörden ver­fagen jeden wirksamen Schuh. Während sie am Ab­fimmungstege in Kaftowik über 3000 Mann bereitstehen hatten, haben fie bis jetzt zur Verstärkung des Schukes in den Landkreisen eine Patrouille von 15 Mann entfandt. Unser Gewährsmann, der jeter nationalistischen Verhehung fernsteht und die Verhältnisse heute nad miltag in verschiedenen Orten felber in Augenschein nehmen fonnte, fakt die Cage mit den Worten zufammen: Die Hölle ist jeht hier los."

vorlegen wird.

Lösung der Wohnungsnot

Die Zwangsbewirtschaftung der Wohnungen ist eine Notwendig­teit. Wir hatten vor dem Kriege eine Bersicherung der Immobilien Don 135 milliarden Mart, so daß ber Mietmert 6-7 Milliarden betragen habe. Die Häuser haben eine Lebensdauer von 60 bis 100 Jahren. Im Interesse der Gesamtwirtschaft muß daher eine Belastung mit 5ypotheten verhindert merben, meil bet einer Steigerung des Gelbwerts es fehr schwer fein wird, die M i e- ten zu fenten. Daher muß einer ungerechten Steigerung biefer Berte entgegengewirft werden.( 3uftimmung.)

Der Parteitag hat flar ausgesprochen, daß die Mietsteuer von ber fozialdemokratischen Reichstagsfrattion abzulehnen ist. Dagegen wachsen

die antifozialen Bestrebungen der Hausbefizer, die ausgezeichnet verstehen, ihr Vorgehen zu bemänteln. Sie fordern die Aufhebung der 3wangswirtschaft auf dem Woh nungsmarkt, dann werde alles beffer werden.( Heiterfeit.). Nur durch die Solidarität aller Mieter ist es möglich, die Wohnungen in Ordnung zu halten und Neubauten zu errichten, die Gemeineigen tum sein müssen. Für den Uebergang solcher Häuser in Privatbesig besteht tein moralisches Recht mehr.( Sustimmung.)

Redner behandelte die Parlamentsarbeit auf diesem Reichsrats nach sich gezogen hätte, ber ben Ländern die Gesetzgebung zur Linderung der Wohnungsnot überlassen hätte.

aftowih. 22. März.( Elgener Drahtbericht des Bor- Gebiete und schildert die Gefahren, bie ein Gefeßentwurf bes roarts".) Jn Bogutfchah und Gieschewald iff auf den Kirch- und Rathaustürmen die polnische Reichsfahne gebikt

Saffowth. 22. März( BTB) Die Gegend öftlich und füdöstlich on Stattowik, befonders die Ortschaften Janom, Gieschewald, Nitish fchacht, Rosdzin, Shoppinik mb andere, find von schwerstem polni fchen Terror heimnesucht. Mißhandelte und flüchtige Deutiche aus jener Gegenb treffen dauernd in Kattowig ein. Das Plebiszit­tommiffariat stellt nähere Ermittlungen an. Dem Kreistontrolleur

ist Melbuna erstattet.

Saffowik, 22. März.( DA) Es sind bisher annähernd 700 Flücht linge in der Stadt Ratiomis eingetroffen und vom Plebiszittommiffa

riat untergebracht worden.

Die S.B.D.- Frattion hat hier ertlärt, baß fie bie Beiterberatung dieses Gelegentpurfes ablehnen müsse. Das ist nicht ohne Birkung geblieben. Es fonnte in bie Beratung eines neuen Entwurfes eingetreten werden. Die Rämpfe in den Kommiffionen müssen unter großen Schwierigkeiten leider nur von ber S.B.D. Frattion geführt werden, während die kommunisten sich gar nicht beteiligen und und die Unabhängigen nur 3aungaste find.

Die Funktionäre fordern, daß sich die sozialdemokratische Frattion des Reichstages mit aller Kraft für eine soziale und gerechte Ausgestaltung des Reichsmietengesetzes und des Miet fteuergesezes einsetzt. Sie sind gewillt, in dieser Hinsicht alle Maßnahinen zu unterstützen, durch die der Mieterschaft geholfen werden fann.

Die Funktionäre verurteilen aufs schärfte das under­antwortliche Treiben des unter tommunistischer Beinmg stehenden Berliner Mieterverbandes, die Mieterschaft in einen finn- und zwedlosen Streit zu treiben, mobei die Mieter allein ber leibtragende Teil sein würden. Sie erblicken in dem Borgehen des Mieterverbandes feinen Weg, der Mieterschaft zu helfen, sondern lediglich eine Aktion der Kommunisten, die faum hergestellte staatliche Ordnung zu untergraben; biefem Treiben wird im Interesse der Arbeiterschaft der schärffte Kampf angesagt.

Die Parteigenoffen, soweit fie Mitglieder des Mieterverbandes find, werden aufgefordert, im vorstehenden Sinne innerhalb des Verbandes zu wirten und für die nötige Aufklärung Sorge zu tragen. Die jetzt geplanten Attionen, wie Streit, ends demonstrationen u. bal., find abzulehnen und nicht zu unter­ftigen, da fie rein fommunistische Maßnahmen find, bie mit dem 3med und den Bielen dieser wirtschaftlichen Organi sation unvereinbar sind."

Bor Eintritt in die eigentliche Tagesordnung wurden noch fola gende Resolutionen einstimmig angenommen:

Die Berliner städtische Verwaltung leibet seit Wochen aufs schwerste unter der

Berzögerung der Bestätigung der Bezirksämter. Ein großer Teil der fommunalen Verwaltungsgeschäfte bleibe uns erlebigt, schwere Schädigungen der Interessen der Bevölkerung find die Folge. Die Funktionärfonferenz der G.P.D. Groß- Berlins fordert, daß der Oberpräsident sich sofort über die noch ons stehenden Bestätigungen entscheidet. Eine Bersagung der Be ftätigung darf nur in solchen Fällen eintreten, wo regen die Ber fon eines Gewählten schwerwiegende sa chliche oder mora lische Bedenten vorliegen.

Angenommen wurde ferner folgende Resolution:

Angesichts der wahnwikinen Putschhehe, die in der leh­ten Zeit von den kommunistischen Zeitungen und Orgmifaffonen betrieben wird, ruft die Funktionärtonferen der S.P.D. Groß­Berlins die Arbeiterschaft zur größten Besonnenheit auf. Dem Bestreben der& ommunisten, auf ostaner Dit. fat die Arbeiter in blutige Abenteuer hineinzufreiben, und da durch

die Geschäfte der Reaffion

zu beforgen, muß das flaffenbewußte fojialdemokrattiche Proletariat den entschiedenen Willen entgegenseren, friedliche fosialistische Aufbauarbeit zu leisten. well nur jo die tapitalistische Reaffion und die heutige wirtschaftliche Krije über. wunden werden kann. Den tommunistischen Blutheßern fagen wir schärffien& ampf an.

Der neue Gefeßentwurf, der nun vorliegt, fekt eine Besteuerung von 10 Broz. der Baulichkeiten feft, bie 3,2 Milliarden einbringen foll, mit benen 60-65 000 Sleinmohnungen geschaffen werden Ferner gelangte noch eine vom Genoffen Rakenstein eine follen. gebrachte Entschließung, die fich gegen die Bergewaltigung des fozia­Antonienhütte, 22. Märg( D.) Montag nachmittags wurden Redner schilderte das Zusammenarbeiten der Gemerticaffistischen Freistaates Georgien richtet, einstimmig zur Annahme. auf der Hauptstraße die heimattreuen Baffanten von über 100 Berten mit den politischen Barteien und forderte die Funt. Den tämpfenden georgischen Truppen wird das tiefe Mitempfinden fonen erhalten, beleibigt und geschlagen. Apo- Beamte und fran- tionäre auf, sich mit bem fchwierigen Problem der Wohnungsnot zöfifches Militär schritten ein, wobei von der Waffe Gebrauch ge und des Bauwesens zu befassen. magt wurde. Es wurde eine Berfon erschossen, die Leiche wurde Don dem Böbel mitgengemmen. Bei einem Berhafteten wurden ein Revolver mit 42 Patronen und eine Handgranate vorgefunden.

Ententepreffe und Oberschlesien.

Sodann referierte der Genoffe Gronefeld über ben zweiten Buntt:

ausgesprochen.

Genoffe Battloch berichtete über die Verwendung der für bie Revolutionsopfer gesammelten Gelder. Dazu wurde eine Entschließung ebenfalls einstimmig angenommen, in der es heißt, daß troz des Drängens unserer Genossen eine Rechnungs­Legung nicht erreicht werden konnte, so daß der begründete Berdacht besteht, daß diese Gelber für einseitine Barteizmede von den Kommunisten verwendet worden find. Unsere Partei. genoffen werden daher aufgefordert, sich an diesen Sammlungen nicht mehr zu beteiligen.

Stellungnahme zum Berliner Mieterverband. Das Biel in dieser Frage muß für uns fein, die Mieterverbände Condon, 22. März.( WTB.) Der Sonderberichterstatter der zu einer scharfen Waffe zu machen, menn anders nicht die Mieter Times"( poincaristisch) in Beuthen meldet, die polnischen schaft der allein leidtragende Teil sein soll. Die Leitungen der Mie Bertreter versuchten feineswegs, ihre Enttäuschung über die terverbände ftehen zumeist auf dem Boden der B.K.P.D.( Wider Größe der deutschen Mehrheiten zu verbergen; fie schrieben bies der großen Zahl der zugereiften Stimmberechtigten zu. Korfantn habe jeboch feiner Befriedigung Ausdrud gegeben und dem Times". Die Morning Bost"( vergröberte Times") behauptet, die laus materiellen Gründen deutsch fühle, Secolo" meint, bas bie Berichter atter verfichert, die Polen hätten in nem südöstlichen Bes Deutschen feien entschlossen, im Weften so wenig wie möglich zu Wiedergutmachungsfrage nunmehr leicht erledigt werden könnte. zirten als Blod zusammengefakt 63 Broz. der Gemeinden gegeben und im Osten ihre Herrschaft wieberzuerlangen. Um Deutschland habe Oberschlesien behalten und dadurch sei die Grund­wonnen, und Bolen müsse baher ein sehr wichtiges Stüd ber wonnen, und Bolen müsse daher ein sehr wichtiges Stüd der Elsaß Lothringen wiederzuerhalten, müßten bie Deutschen bedingung für sein Wiederaufblühen gegeben. Proving erhalten. vor allem erst Bolen vernichten, und die Zurüdbehaltung Ober­Daily Chronicle"( lonb George naheftehend) fchreibt, schlesiens werde in Berlin als erster Schritt in dieser Richtung auf die Abstimmungszahlen würden dem Obersten Rat wahrscheinlich genommen werden(!). beträchtliche Schwierigkeiten

Bofferdam, 22. März.( T.11.) ,, Nieuve Rotterdamsche Courant" fchreibt: Läge die Entscheidung bei Frankreich allein, so wäre Der Kampf für Deutschland verloren. Andere Mächte merben jedoch ein Wort mitsprechen. Der französische Standpunkt hat fich jedoch im Obersten Rat so oft durchgefeßt, daß die Deutschen fich lieber einen Jllufionen hingeben sollten. Die Zeit der Santtionen" ist offensichtlich nicht dazu angetan, um eine für Deutschland günstige Urteilsfällung erwarten zu fönnen. Bom euro­päischen Standpunkt aus ist also das Ergebnis der Abstimmung zu bedauern. Es stellt uns vor die Möglichkeit unabsehbarer neuer Berwidlungen, die aus dem Berlust der oberschlesischen Industrie und der als Folge davon von deutscher Seite angekündigten 3 ahlungs­unfähigteit entstehen müssen. Unfere Freunde.

Daily Herald"( soz.) schreibt: Die Schlesier hatten zwei verursachen. Im gefomten Gebiet betrage die Mehrheit der Deut. Jahre lang chen 253 000 Da jedoch die Zahl der zugereiften Stimm die Polen bei der Arbeit gefehen berechtigten, von denen die meisten überhaupt feine wirtlichen Be- und hätten entscheiden fönnen, ob Bolen beffer oder schlechter als ziehungen zu Oberschlesien hätten, etwa 200 000 betragen foll, fo fet Deutschland sei. Dies fei der Grund, weshalb Taufende von die deutsche Mehrheit unter der anfäffigen Bevölkerung nicht Schlesiern, die im erilen Begei'erungsrausch polnisch gestimmt groß. Wenn bie Stimmen der Anfäffigen in den einzelnen Ab- haben würden, deutsch Kimmten. Sie fahen die polnijhe Mart auf ftimmungsbezirten für fich gezählt würden, fo erschiene es möglich, den zehnten Teil der deutschen Mart vermindert, fie fahen die einst daß alle östlich der Dder gelegenen Landesteile eine Mehrheit für unter deutscher und österreichischer Herrschaft reichen Städte Bolen aufweisen würden. Es würde die Aufgabe des Obersten Rates Bosen und Kratau niebergehen, und fahan ganz beutlich, daß bie fehr erschweren, daß die brei Bezirke, die polnisch geftimmt torrupte und unfähige haben, nicht symmetrisch zueinander und zu ben polnischen Grenzen oder zu den Hauptmittelpunkten ber Teile, die deutsch gestimmt Salzburg, 22. März.( WTB.). Der Gemeinderat hat anläß haben, liegen. Der oberfchtefische Sonderberichterstatter bes Blattes werbe, die die Deutschen aufgebaut hatten. Frankreich werde höchftlich des Abstimmungsfieges in Oberschlesien an ben beutschen Reichs meit barauf hin, bak bie Mehrheit ber gelernten und organi. wahrscheinlich dafür fämpfen, daß mindestens ein Teil der Eisen präsidenten ein Glückwunschtelegramm gerichtet. Für morgen ist und Kohlenbergmerte Bolen und damit dem franzöfifchen Rapital fierten Arbeiter für Deutschland geimmt habe. Daily News( squithliberal) brüdt fiefe Befriedigung zufalle Korfantn habe mobl ar ber Stimmurne verloren, werde eine öffentliche Bersammlung aus gleichem Anlaß einberufen. Linz, 22. März.( WTB.) Die Stadt ist anläßlich des deutschen barüber aus, baß die Abstimmung vorüber und daß ber von Deutsch, jedoch das Urteil wahrscheinlich nicht annehmen, folange Gewehre und Munition vorhanden seien. Abstimmungsfieges beflaggt. land errungenè

Sieg entfcheidend genng

ist, um wenig Raum für weitere Agitationen zu laffen. Es sei flar, daß die Provinz fich unwiderruflich für das Verbleiben unter Deutscher Souveränität erklärt habe. Dieses Ergebnis fei in ge­misser Hinsicht überraschend; benn fogar bie Deutschen hätten er­mertet, bak ber Abbruch der Londoner Konferenz ihnen einen ernſten Nachteil bringen würde, da die Abimmenden nicht geneigt fein mürben, bas Bürgerrecht in einem Staate zu wählen, der durch Etrafmaßnahmen bedroht werde. Daß Deutschland trog allebem einen so entscheidenden Sieg errungen hätte, sei eine

unbetingte Rechtfertigung des Protestes,

ben die deutschen Bertreter in Bersailles gegen bie endgültige Bu teiluma dieses Gebietes an Bolen erhoben. Daily News" fährt fort, Oberschlesien werde augenscheinlich nicht an Bolen falien. Bolen würde vielleicht brei oder vier Gemeinben erhalten, je boch nicht mehr. Damit verschwinde der eine Einwand, den Dr. Simons auf der Londoner Konferenz bezüglich seines zweiten Bor­fchlages porbrachte.

polnische Herrschaft die Jndustrie zerstören

" Star" bezeichnet has Ergebnis der Abstimmung als einen fehr ernf'en Schlag für Polen. Der unmögliche französische Traum von der Niederhaltung Deutschlands sei jekt ausgeträumt Das Graebnis der Abstimmung sei ein Schlag für die Politik Frankreichs, Bolen zu einer Bedrohung Deutschlands zu machen.

Polen fann es nicht erwarten. Nach dem Pariser Matin" hat bie polnische Staatsregierung den Obersten Rat ersucht, Schritte dahin zu unternehmen, daß die Teilung Oberschlesiens erfolgen und daß die Bezirke, die für Bolen gestimmt haben, bem polnischen Reich einverleibt werben. Die fran 3ösische Regierung habe grundsäglich befchloffen, den polnischen An­pne

New Bort, 22. März.( Reuter.) New York World" er lärt, der deutsche Sieg fei eine weiterer Triumph für den Grund. fag der Selbstbestimmung in internationalen Angelegen. trag zu unterstügen. heiten. New York Herald fagt: Das Abstimmungsergebnis Warschau, 22. März.( DE.) Die Morgenblätter nom ist in gleicher Weise oder in noch höherem Grad ein Sieg für tag(!) verkündeten turzerhand einen unzweifelhaften polnischen Frankreich und die iierten, weil die schlesischen Hilfsquellen Sieg auf ber ganzen Linie. Dennoch entstand eine gewiffe Ber wesentlich find für die beutsche Probuftion, aus ber die Reparation wirrung und Beunruhigung, als die über Berlin hierher gelangenben bezahlt werden muß. New Yort Times( reibt: Der Berbeutschen Berichte über die vorläufigen Abstimmungsergebnisse be Iuft der oberschlefijojen Gebiete ist ein harter Schlag für das pol- deutschen Berichte über die vorläufigen Abstimmungsergebnisse be nische Prestige und ein noch schwererer Schlag für die polnische fannt wurden, bie in einem diametralen Gegensatz zu den Meldungen der polnischen Agenturen und Korrespondenten standen. Am Nach Industrie.

Mailand, 22. März.( TU.) Corriere della Sera mittag mar die Stimmung bereits merklich gedrückt, und die vers bea fchreibt, daß das Ergebnis der Abstimmung vorauszusehen anftalteten Freudenmanifestationen verliefen in mar, ba bie Mehrheit ber Bevölterung entweder beutsch fei aber fcheidenen Grenzen.