Gewerkschaftsbewegung
Ein treffliches Wort.
Wirkungen des Streifs.
Ein Aufruf der Bergarbeiter an die Eisenbahnerge.1- Der Referent, ber Spartentwarfigende Fröhlich, gab jener Ere wertschaft fordert diese auf, daß die Union zu Hilfe fommen regung lebhaften Ausdrud, indem er fich energisch gegen den Bersuch müffe. Der Getretär ber Eisenbahner hat sich für diese Aktion einer neuen Differenzierung gegenüber der gleichwertigen Beamten ausgesprochen mit der Bedingung, daß auch die Trans. fchaft der Poft und gegen die Ergänzungsprüfung wandte. und Bergarbeiter allein der Lage nicht Herr werden könnten. Die stürmischem Beifall erklärte Bindig als Vertreter der Reichs Einen gleichen harf ablehnenden Standpuntt gegenüber der portarbeiter mitwirten müßten, da die Eisenbahner Regierungserklärung nahmen die, Distuffionsrebner ein. Unter Eisenbahner haben eine Entschließung angenommen, in der der gewerkschaft der Eisenbahnbeamten, daß die Reichsgewert Diftriftsleitung von Birmingham vorgeschrieben wird, die Berg- chaft gefchloffen mit allen ihren Mitgliedern hinter arbeiter zu unterstüßen und für die Entscheidung, die den Forderungen der Eisenbahnaffiftenten stehe, und unter ebenso am tommenden Mittwoch fallen soll, alles zu tun. stürmischer Zustimmung erflärte Thurau, daß seine Sparte ( Unter affiftenten usw.) mit thren 30 000 Mitgliedern mit den bis herigen Affiftenten( Sefretären) nicht nur in geschlossener Kampffront fechten, fondern mit ihrer Masse den Stoßtrupp für ihre ForSchuldt, der erste Borsigende der berungen bilden werde. Reichsgewertschaft, fprach als Reichstagsabgeordneter und im Au trage ber demokratischen Frottion, und Reichstagsabgeordneter Frattion der Unabhängigen Sozialdemokratie für die Forderungen Rozie( Mitglied des Beamtenausschusses) versprach, daß die der ehemaligen Assistenten eintreten werde. Morat( Boftbeamter) sprach als Bertreter der Reichstagsfraktion der Deutschen Boltspartei. Einstimmig angenommen wurde eine sehr ausführliche Re folution, in beren positivem Teil u. a. gefagt mird: Unsere einmütige Forderung ist folgende: Rest Iofe Ueberführung aller zum Eisenbahnafsistenten förmlich geprüften Beamten nach Gruppe VII ohne Ablegung einer besonderen Prüfung lediglich nach dem Dienst alter und in Jahresprozentzahlen, die für alle Verwaltungen gleich sind, bis der letzte Anwärter in Gruppe VII eingerüdt ist.
Condon, 3. April Sämtliche Verfiffungen von ohle find ohne Erlaubnis des Sefretärs für Bergwerte oder bes 3olleinnehmers in jedem Hafen verboten. Die Dorbereiteten Anordnungen über die Einschränkung des Rohlenver. brauchs find heute nacht ergangen. Der Hausverbrauch ist auf 50 Kilogramm möchentlich festgesetzt, der industrielle im allgemeinen auf die Hälfte des regelmäßigen Bedarfs. In Bersammlungen der Transportarbeiter und der Eisenbahner, die in London und anderen Zentren abgehalten wurden, traten die Rebner sehr nach drücklich für eine Aktion zur Unterstüßung der Bergarbeiter ein.
In einem Artikel„ Der Stuttgarter Verbandstag und der Borstand bes Deutschen Metallarbeiterverbandes" schreibt Robert DiB mann in Nr. 14 der Metallarbeiterzeitung" u. a.: Sind doch unfere gegnerischen Organisationen mit schmagen dem Behagen dabei, in jeder Nummer ihres Organs ihren Ans hängern zu fervieren, was von unseren Freunden" täglich gegen uns geschleudert wird. Man braucht nur die gegnerische Bresse zur Hand zu nehmen: Seht, so find fie!" rufen freudeftrahlend ber christliche Metallarbeiter u. c. aus, so geht's im Deutschen Metallarbeiter- Berbanb zu, brum fommt zu uns ufm." Wir tönnen bie Freude im Hause unserer Gegner wohl verstehen. Handelte es fich um eine fachliche Kritif, die an der Hand fonkreter Nach weise von Borstandshandlungen geführt würde, rder aber um die fachliche Aufrollung der einzelnen Probleme innerhalb der mobernen Arbeiterbewegung, bann wäre dagegen nichts einzu wenden. Das fönnte uns nur freuen. Doch der unsachliche, ge hellige Kampf, die in die Masse hineingeschleuderte scheren Angriffe, die in feiner Weise fachlich motiviert meiden, treffen nicht etwa ben Borstand, sondern sie schädigen das Ansehen und die Intereffen dus Organisation und müssen das Berauen zum Berbande untergraben. Wir haben viele hunderttausende von Mitgliebern, bie erst nach der Revolution den Weg zur Organisation gefunden haben oder finden tonnten. Wir haben in den letzten Jahren eine Menge Reuland erobert, Gebiete, in denen unsere Kollegen vorbem jahrzehntelang und vereinzelt auf Vorposten fämpfen mußten.( Nebenbei: von all diesen Dingen, den unend lichen Schwierigkeiten, ben unzähligen Opfern und der unendlichen Arbeit, die jo mancher treue Rollege in langjähriger Arbei leistete, batia ein großer Tell der heute den Mund recht voll Rehmenden feine blaffe Ahnung!) Sehr richtig! Nur wünschten wir, Robert Dißmann hätte biefe Lohn von 6 m. bezahlt. Nur einzelnen Gruppen wie Maurern, Auffaffung auch zu der Zeit vertreten, als er mit seinen Freunden lohn von 6 m. bezahlt. Nur einzelnen Gruppen wie Maurern, bie geheimen Anweisungen an seine Freunde farieb, um die frühere Simmerern, Zementfacharbeitern und Einschalern sei eine Zulage Berbandsleitung abzufägen. Damals war leider in seinem Handeln on 25 Pf. pro Stunde bewilligt werden. Die folgende Aussprache von seinen jezigen Grundsägen teine Spur zu finden. Schließlich brehte sich vornehmlich um die Frage, ob auch alle Rotstandsarbeiten find doch die jetzigen kommunistischen Opponenten nur die gelehrigen unterbleiben sollen. Hierüber soll von Fall zu Fall durch die Streif Schüler Robert Dißmanns, der durch in die Masse hineingeschleu- leitung entschieden merden. Die Abstimmung hatte zum Ergebnis, etma 4 bis berte schwerste Angriffe" den Boden für seine Borstandstätigkeit baß der Streit mit allen gegen etwa 5 Stimmen beschlossen wurde.
Dorbereitete.
Der Bergarbeiterstreik in England. Die Streillage in England hat feine Beränderung erfahren. In allen Rohlenzentren find die Exekutivausschüsse der Gewerkschafter zur Beratung zusammengetreten, um ihre Stellungnahme zur natio nalen Ronferenz, die am kommenden Dienstag stattfindet, zu besprechen In Newcastle , Romford, Bradford , Derby, Leeds und Biverpool haben sich die Eisenbahner bereiterklärt, in den Unterstüßungsstreits zu treten. Das Mitglied des Unterhauses Bottomlen hat die Absicht, morgen im Unterhause einen Antrag einzubringen, wonach dasselbe als Schiedsgericht entscheiden solle. Vertreter der Grubenbefizer und der Arbeiterschaft werden eingeladen, sofort zu erscheinen, um ihre Angelegenheiten darzulegen. Der Schiedsspruch des Unter haufes foll für beide Teile entscheidend sein und die Regierung dafür Sorge tragen, daß derselbe erfüllt wird.
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Streik der Tiefbauarbeiter.
Die in den Tiefbaubetrieben beschäftigten Arbeiter tagten am Sonntag in Boekers Festfälen. um einen Bericht über den Stand der Deutscher Bertmeisterverband, Holzindustrie, Fachgruppe 10. Mitglieder Lohnbewegung entgegenzunehmen und über den Streit Beschluß versammlung am 5. April, abends? Uhr, im Bereinslotal Ghultheiß, Steue zu faffen. Der Bericht wurde von Tornom erstattet. Er führte Jakobftr. 24/26. aus, daß es trotz allen Verhandlungen nicht gelungen sei, eine Cini- Gewerkschaftskartell Rowawes. Mittwoch, ben 6. April, abends 7 1hr, in gung mit den Unternehmern im Tiefbaugewerbe zu erreichen. Es Stellung genommen werben zur Gründung der weltlichen Schule in Rowawes. Klemms Feitfälen, Wilhelmstraße: Gewerkschaftsversammlung. Es soll nochmals handele sich der Hauptsache nach um eine Gleichstellung mit Das Referat hierzu hält der Stadtschulrat Ryball aus Neukölln. ben Hochbauarbeitern. Bei diesen betrage der Stundenlohn 6,85 m. Den Tiefbauarbeitern werde aber nur ein Stunden
Die Eisenbahnsekretäre zur Eingruppierung. Aus allen Gegenden des Deutschen Reiches waren zahlreiche Bertreter der Eisenbahnsekretäre( bisher Affiftenten), deren Spizen organisation die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und anwärter ist, zu einer Tagung zusammengekommen, die am Sonntag im großen Saal der Brauerei Königstadt stattfand. Einziger Bunft der Lageordnung war: Stellungnahme zu der im Namen der Reichsregierung am 14. März abgegebenen Erflärung des Reichs. finanzminifters über die Beförderung der früheren Eisenbahnaffiftenten nach Gruppe VII( des Besoldungsgefeßes). Große Erregung hat es in der beteiligten Beamtenschaft hervorgerufen, daß nach der Erklärung des Ministers für das Aufrücken in Gruppe VII eine besondere Ergänzungsprüfung vorgesehen ist und daß ferner bei ber Ueberführung der ehemaligen Eisenbahnaffiftenten in die tommen soll, während für die Postverwaltung 45 Broz. vor Gruppe VII nur ein Drittel der bisherigen Assistenten in Frage gesehen sind und dabei sogar noch ein weiterer Ausgleich stattfinden fann, falls bei 45 Broz. ältere Jahrgänge unberücksichtigt blieben.
Aus aller Welt.
Gepiejadte Patrioten. Berzögert und erschwert burch behördliche Schikanen fand am 13. März der Deutsche Boltstag für bas früber ungarische, jegt rumänische Banat in Temesvar ftatt. 15 000 Deutsche aus allen Gemeinden marschierten mit 30 Musikkapellen auf. Die Versammlung selbst, deren Abhaltung im Freien unmöglich war, murde in einem Fabriffaale abgehalten. An ihr, fonnten nur die Bertreter der Gemeinden teilnehmen, so daß der Rest der Teilnehmer wieder abmarschieren mußte. In allen Straßen Temesvars entwickelte fich aber ein prächtiges deutsches Volfsleben. Das por. gelegte Programm zur Organisation der Deutschen wurde angenommen. Es sieht eine Zusammenfaffung in sogenannte Nachbar. schaften, in Orts, Bezirks und Gaugemeinschaften vor und hat als oberste Spitze den Boltsrat, dem ein Bureau mit bezahlten und fest angestellten Beamten zur Seite steht. Ein Huldigungs. telegramm an den König von Rumänien wurde abgesandt. Ein Festessen schloß sich an diese Versammlung von Millionenbauern an.
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