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Die Tagesordnung für London .

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Die Sozialistenheze.

Viel Geschrei, wenig Wolle.

Unter sensationeller Aufmachung verlangt die Deutsche Zeitung

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Nur keine Illusionen! Paris , 29. April. ( WTB.) Zu der Meldung der Chicago fandtages in Stettin wurde von den Deutschnationalen In der geftrigen Sigung des pommerschen Provinzial. Tribune" über die Feststellung der Reparationstommission( daß die Nichtvollzahlung der 20 milliarden fein Recht zu Sanktionen gebe) und der Deutschen Volkspartei folgender Antrag gegen den ein sofortiges Einschreiten des Reichsanwalts gegen den Chef erklärt die Agence Havas: Die Reparationsfommiffion ist nicht sozialdemokratischen Oberpräsidenten Lippmann ein- der Thüringer Staatspolizei, Major Müller- Brandenburg, wegen Hochverrats. Die Angelegenheit des Majors Müller- Brandenburg berufen, darüber zu entscheiden, ob 3wangsmaßnahmen ergriffen gebracht: Der Provinziallandtag wolle beschließen: werden oder nicht. Die Reparationsfommission feilt den Regierungen Der Provinziallandtag richtet in Gemäßheit des§ 43 der ist, wie bekannt, feit längerer Zeit Gegenstand eingehender untersuchungen. Die große Aufgeregtheit der Deutschen die Berfehlungen Deutschlands gegenüber dem Friedensverfrage mit, Provinzialverordnung an die Staatsregierung die Forderung, die die fie festgestellt hat. Aber es ist Sache der Regierungen und nicht wenn man von den a gi Stellen der politischen Beamten, insbesondere den Bosten Beitung" begreift sich um so weniger der Reparationsfommission, Entscheidungen über die Zwangsmaß­des Oberpräsidenten in einer dem Willen der Wähler- tatorischen Zweden absieht, als sie selbst in ihren Ent nahmen zu treffen. mehrheit gerecht werdenden Weise anderweitig zu be- hüllungen nicht das geringste tonfrete Moment an Uebrigens wird. ja das Recht" auf Santtionen noch mit einer setzen." führen fann, aus dem auch der findigste Reichsanwalt eine Anflage ganzen Reihe anderer Berfehlungen" Deutschlands begründet". Die Anschuldigungen, daß Der Antrag wurde schließlich in namentlicher Abstimmung mit des Hochperrats tonftruieren fönnte. gegen 22 Stimmen angenommen. Müller- Brandenburg Kommunisten in die Sicherheitspolizei einge Paris , 30. April. ( BTB.) Nach Pertinar im Echo de Paris" Es ist eine Heuchelei sondergleichen, daß die pommersche stellt, daß er den Aushang der Roten Fahne" in den Kantinen ga stehen 6 Punkte auf der Tagesordnung des Obersten Rates: 1. Die Reaktion, die noch stets auf den Willen der Volksmehrheit ge- duldet habe, könnte, selbst wenn sie wahr sein sollten, höchstens Gegen Frage des Ultimatums; hier sei der Standpunkt der Franzosen , pfiffen hat, es jetzt wagt, sich an den Willen einer angeblichen stand einer disziplinaren Untersuchung sein, ebenso die ganz daß das Datum des 1. Mai schon an und für sich eine Art Ultimatum Boltsmehrheit zu stügen, wenn es gilt, einen sozialdemokra. page Behauptung, daß Müller- Brandenburg Berbindung mit fom darstelle, 2. das Abkommen von Baris, die Engländer wollten tischen Oberpräsidenten zu stürzen. Das Mißtrauens munistischen Zeitungen" unterhielte. In Wahrheit dürfte sich die feine Forderung herabsetzen, die Franzosen darüber hinausgehen, votum der Rechten ist die beste Vertrauenstundgebung, Sache aber so verhalten, daß in Thüringen die Unabhängigen um auf das Niveau zu gelangen, das die Reparationsfommission die dem Genossen Lippmann für seine Tätigkeit zuteil merden fonnte. Regierunsgpartei sind, daß ihre Mitglieder daher auch in der Schutz­Artikel 235, 4. die Beſekung des Ruhrgebiets, das franzöfifcher Herr Fischbed, Mitglied der Deutschdemokratischen Partei, hat, polizei eingestellt werden und daß in solchen Fällen die Reaktionäre feits nicht als ein Druckmittel, sondern als ein dauerhaftes Bfand wie wir gestern mitteilten, mit der Säuberung" der Regierung und sehr gern Unabhängige und Kommunisten zu verwechseln lieben. Man gewinnt im übrigen den Eindruck, daß die Hetze den Major für die regelmäßige Erfüllung der Berpflichtungen, die Deutschland Berwaltung von sozialdemokratischen Beamten begonnen. Es war unterzeichnet habe, angesehen werde. In London glaube man zu erwarten, daß die pommersche Reaktion sich durch Herrn Fischbed Müller- Brandenburg nur als näch st es Ziel, als ferneres Biet jedoch nicht, daß die Verbündeten in der Lage sein werden, mit Nuhen nicht werde beschämen lassen. In diesem Berhalten liegt dagegen den republikanischen Minifter von Brandenstein hat. das Ruhrgebiet auszubeuten, 5. feien die Einzelheiten der Besetzung System. Die Reaktionäre aller Schattierungen fönnen sich auf des Ruhrgebietes vorgesehen, 6. abgesehen davon ständen die belgischen den heftigsten Widerstand der gesamten Arbeiter und französischen Minister auf dem Standpunkt, daß die Besetzung fchaft gefaßt machen, wenn sie, gestützt auf das arbeiter nicht nur wegen schlechten Willens in der Reparationsangelegenheit, ein bliche Kabinett Stegerwald, den Hinauswurf ihnen sondern auch roegen Berfehlungen in der Entwaffnungsfrage mißliebiger fozialdemokratischer Beamten fortzusetzen gedenken. London , 30. April. ( WTB.) heute nachmittag, wahrscheinlich um 4 Uhr, findet die erste Eihung des Obersten Rates statt.

festgelegt habe, 3. die Frage der 12 Milliarden Rest schuld aus

erfolgen müffe.

In Washington .

Paris , 30. April. ( EE.) Heute lehrte Bräsident Harding von der Besichtigung der atlantischen Flotte nach Washington zurüd. Es ift wahrscheinlich, daß infolge seiner Abwesenheit von der Bundes­hauptstadt teine Entscheidung über die deutsche Note ge­troffen wurde. New York , 29. April. ( Havas.) In gewissen Kreisen rechnet man damit, daß die deutschen Vorschläge derart abgeändert werden, daß sie den Verbandsregierungen zur Wiederaufnahme der Ver­handlungen annehmbar merden können.

Belgisches Mißtrauen!

Brüffel, 30. April. ( TU.) Boltsgazette meist auf die Gefahr der Umzingelung, die Belgien bedroht, hin. Wir haben Frankreich an der Südgrenze, wir befommen Frankreich an die Ostgrenze, so daß im Norden nur noch Holland bleibt. So pollzieht fich langsam die Umzingelung. Bald hängt unser ganzes wirtschaft­liches Leben von unserem gallischen Nachbar ab, dann ist es mif unferer politischen Selbständigkeit aus. Diese Gefahr beginnen viele einzusehen, selbst Minister fühlen, daß die Entwickelung ge­fährlich wird und darum wird die Grnüchterung bald kommen.

Stegerwald und die Landwirtschaft. Bekanntlich entfaltete der Reichslandbund "( Bund der Landwirte) eine außerordentliche Agitation, die darauf hinausging, unseren Genossen Braun als preußischen Land­

Kommunistenkampf gegen Proletariat.

Kritik Däumige am Märzputsch.

Ihm wird der entsetzliche Vorwurf gemacht, daß eine im Republi fanischen Reichsbund"( einer völlig privaten Bereinigung, der D. Brandenstein als Vorstandsmitglied angehört) angestellte Schreib­maschinistin Propaganda für Rätemoskau treibe. In der Tat ein

furchtbares Verbrechen des Ministers! Man wird nicht verlangen tönnen, daß derartige Beschuldigungen in der Deffentlichkeit ernst genommen werden, zumal wenn sie in einem Blatte stehen, dem man nach derfelben Methode staatsgefährlichen Bolschewismus beweisen könnte, da es zum Chefredakteur den Berfasser der Hohen.

8011erniegerte Max Maurenbrecher hat!

Ein Schneidiger Staatsanwalt.

an den Reichsjustiz.

Eine vernichtende Kritif des fommunistischen Märzputsches enthält ein Brief Ernst Däumigs an die Zentrale der BKPD., der am 28. März geschrieben wurde und jetzt ver öffentlicht wird. Däumig legt in diesem Brief der Zentrale feinen ablehnenden Standpunkt gegen die damalige Der unabhängige Reichstagsabgeordnete Dr. Rosenfeld hatte Aktion dar. Er setzt auseinander, daß nach 21jähriger Er- fürzlich im Auftrage des Vorstandes der USPD. ein Schreiben an fahrung für Deutschland die Butschtaftit nicht in Beden Reichspräsidenten und tracht kommen fönne. Voraussetzung für die revolutionäre minister gerichtet, in dem er die Aufhebung der Sonder. Entwicklung in Deutschland sei es, daß die große Proletarier- gerichte fordert. Der Briefsteller weist auf die schwere Schädigung auch die hinter der SPD. und USP. stehenden der Jugend durch die Rechtsprechung der Sondergerichte hin und Massen in Gärung und Bewegung gebracht werden betont die Gefahr, die durch sie der Jugendwohlfahrt müßten und daß dann die VKPD. die Führung in die Hand drohe. Der letzte Absatz des Schreibens lautet: nehme. Diese Voraussetzung müßte erst geschaffen werden durch eine intensive Organisations- und Schulungsarbeit. Däumig fährt dann fort.

maffe

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Unter Außerachtlaffung all dieser Voraussetzungen ist die Partei isoliert in eine hysterische Aftion getrieben worden, die in herostratischer Weise das Schicksal des Kommunismus in Deutschland auf das Spiel sett. Bei allem Bekenntnis zum Prinzip des Zentralismus und zur Parteidisziplin fann ich diese Politit des Wahnsinns nicht attio mitmachen. Schon jetzt hat sich herausgestellt, daß der Kampf gegen die Gegenrevolution zu einem Kampf von Teilen des Proletariats gegen das Proletariat ge­worden ist.

ander. Aus Parteidisziplin habe er sich au die Seite ge­Däumig feßt dann sein persönliches Verhalten ausein

Darum nochmals: Heben Sie die Verordnung auf! Wenn Sie sich aber nicht entschließen können, die ganze Ber ordnung über die Bildung von Ausnahmegerichten aufzuheben, so scheuen Sie nielleicht wenigstens den Teil der Verantwortung, bie Sie gegenüber der deutschen Jugend durch Ihre Bu ftimmung zu der Verordnung auf sich genommen haben. Mit einem Federstrich fönnen Sie die Jugendlichen vor den Aus nahmegerichten schüßen. Tun Sie diesen Federstrich! Dieses Schreiben, das, wie betont werden muß, teinerlei Beleidigungen gegen Regierungspersonen oder verächtliche Bemerkungen über Staatseinrichtungen enthielt, wurde von dem unabhängigen Blatt in Zeiß, dem Beizer Boltsboten", zum Ab­drud gebracht. Und nun geschah das Unglaubliche: es fand sich ein Staatsanwalt, der es fertig brachte, gegen den verantwortlichen Re

Stegerwald erhielt, ehe er sein Rabinett gebildet, ein ftellt, er habe vermieden, seine Auffassung in der Partei- von Staatseinrichtungen"(§ 131 StGB.) einzuleiten; dieser Herr ist

nicht zu Handlungen bereit finden können, die er für politis öffentlichkeit bekanntzugeben, aber er habe sich andererseits Schen Irrsinn" halte. Aus diesem Grunde habe er auch in der Sigung des Berliner Aktionsausschusses geschwiegen.

ou die Spitze der Landwirtschaft zu stellen, der auch das Ver­Oberstaatsanwalts nach sich ziehen würde, falls das Verfahren zu Gaffron. Die Konsequenzen, die dieses Verhalten des trauen der Landwirtschaft" genieße. Herr Ministerpräsident Stegerwald hat diesen Wünschen einer Berurteilung des Blattes führen sollte, sind geradezu unge­entsprochen. Interessant dabei ist aber, daß der Landbund fich heuerlich. Das Recht der Kritit durch die Presse, das dieser an verschiedene Organisationen wandte, welche er um ihre Diefe Resignation nügt Däumig nichts, denn in einem verfassungsmäßig zusteht, würde völlig unterbunden, ja, die Breffe Unterschrift zu diesem Telegramm bat. Aber nur ein win Nachwort zu seinem Brief beschuldigt ihn nun die Zentrale würde sogar so weit gefnebelt, daß sie nicht einmal mehr Mei. ziger Bruchteil leistete dieser Bitte Folge. Uns sind eine der Feigheit, weil er nicht gewagt habe, seine Ansicht im nungsäußerungen und Urteile von ihr nahestehenden ganze Anzahl landwirtschaftlicher und sonstiger Organisationen entscheidenden Moment zu vertreten. Merkwürdig, wie sehr Personen bringen dürfte. Es fällt schwer, über diesen Staatsanwalt, bekannt, die es abgelehnt haben, den 2grariern jetzt plötzlich die Zentrale der BKPD. für offenes Auftreten der ja selbst eine Staatseinrichtung" ift- wenn auch eine unerf Vorspanndienste zu leisten, dies blieb dem ehemaligen der Opposition ist. Ihre Hochschätzung der Meinungsfreiheit liche in einer Weise zu sprechen, bie nicht jene strafbare Handlung Arbeiterführer", jezigen jegigen Ministerpräsidenten innerhalb der BKPD. illustriert der Hinausmurf enthält, um derentwillen das Strafverfahren gegen jenes Blatt ein Stegerwald vorbehalten. Paul Levis! geleitet worden ist....

Die Lebensmüde.

Kleiner Film von Lucian

Vor dem Haus ftanden die Leute und sprachen aufgeregt mitein­ander. Frauen geftitulierten heftig, Kinder drängten sich an die Erwachsenen und hörten ängstlich zu. Am meisten wußte Frau Gubalte. Sie war in alle Einzelheiten eingeweiht. Was war geschehen? Fräulein Lina, die Stütze aus dem ersten Stod, war im Begriff, fich das Leben zu nehmen. So hatte sie an ihre Kollegin vom Nachbarhaus geschrieben, und dieser, ihr letter, Entschluß ging auch aus dem Zettel hervor, den sie auf dem Küchen­tisch zurückgelassen hatte. Frau Gubalfe wußte noch viel mehr. Lina hatte einen Bräutigam, der sie verlassen hatte. Im Kino folgt auf solche Treulosigkeit regelmäßig der Entschluß, zu sterben. Also war

Fräulein Lina feft gewillt, diese böse Welt zu fliehen.

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J. S.

Theatertrififer für die Prominenten. Einige prominente|( Nr. 2) ist efstatische Himmelssehnsucht schon in Haltung, Gefste und Theater fritifer verschiden eine Erflärung an die Preffe, worin sie Gesichtsausdrud ergreifend gegeben. Aber die reinen Formen fich der prominenten Schauspieler gegen die Bühnengenoffenschaft fprechen mit und verstärken die Wirkung: Der Rumpf und die unte annehmen. Sie sagen darin: Es scheint uns unerträglich, der ver ren Gliedmaßen find über die natürlichen Proportionen hinaus in antwortlichen Theaterleitung die Möglichkeit, ein Ensemble nach die Länge gerect, alles dehnt sich nach oben, als strebe es vom fünstlerisch zwingenden Gründen zu erneuern, aus Erwägungen Erdboden fort in reinere Sphären. Im Tänzer"( Nr. 8) offen­sozialer Fürsorge heraus nehmen zu wollen. Ganz abgesehen da- bert sich das wonnige Gefühl, das die Ueberwindung der leiblichen von, daß diese Maßnahme die Schauspieler auch in ihrem wirt Schwere durch törperliche Gewandtheit hervorruft. Sanft empor schaftlichen Fortkommen schwer enttäuschen würde, müssen wir be- flutende elastische Wellenbewegungen der Formen unterstützen den tonen, daß das heute ohnedies in seinem fünstlerischen Möglichkeiten Ausdrud. Und schließlich, mit leise humoristischem Antlang, das schwer gefährdete Theater ohne ein Mindestmaß von Gefahr, Frei- Sehnen der rundlichen netten Urfula"( Nr. 3), die auch gerne heit, Beweglichkeit für alle Beteiligten nicht fünstlerisch zu führen über ihr Niveau hinaus möchte. Aber die Kräfte reichen nicht zu: ist. Das von einigen Kreisen der Genossenschaft angestrebte Syftent Der Körper bringt es nur zu weichen Schraubenwindungen. starrer Versicherungsmaßnahmen für alle Angestellten müßte alle In seinen späteren Werfen wird der Künstler einfacher in seinen Schwachen und das sind hier wesentlich die Minderbegabten Mitteln und diskreter in ihrer Anwendung. Aber der seelische Ge in einem solchen Grade bevorzugen, daß die von jedem wahren halt ist reicher und tomplizierter. Der Besucher, der die späteren sozialen Gesichtspunkt geforderte höchste Produktivität des Berufes Werte in der Beise betrachtet, wie wir die brei Jugendarbeiten völlig in Frage gestellt würde." Die Bewegung der Prominenten vermag felbft in ihrem viel auf uns wirken ließen, der wird den wunderbar tiefen Gefühls Wie wurde Lina jetzt geliebt, wo sie vielleicht nicht mehr unter leicht berechtigten Kern nicht zu überzeugen, weil es ihr an pofi- und Stimmungswert dieser Werke nachempfinden, und ihm wit den Lebenden weilte! Jeder wußte ihr etwas Gutes nachzusagen; fiven, bestimmten Forderungen fehlt. Man hat den Eindrud der vielleicht das Berständnis für die feelische Ausdruckskraft plastischer denn fie fonnte es ja nicht mehr hören. Ihre Kollegin rühmte ihren Verärgerung und dahinter: der Wahrnehmung von Brivatinter. Formen aufdämmern. Ein Verständnis, das der Mehrzahl unserer schlichten Sinn und ihre Bescheidenheit, nachdem sie gestern ihr maß- effen, die fünstlerisch drapiert werden. Das Pronunciamento der Beitgenossen leider fast ganz verloren gegangen ist. lose Verschwendungssucht wegen des neuen Strohhuts vorgeworfen Kritifer ist eine Wiederholung des von den Theaterunternehmern Der Schlagbaum lebt wieder auf. Die oldenburgische Gemeinde hatte. Aber jetzt, wo sie vielleicht im legten Rampf mit dem Wasser oft genug abgelegten individualistischen Glaubensbekenntnisses. des Teufelsfees oder der Havel lag, oder die fühle Pistole an den Aber auch hierüber ließe sich sprechen, da das Theater eine prat Sawei hat, um dem Räuberwefen wirfiam zu begegnen. an allen heißen Busen drückte, da dachte jeder an die eigene letzte Stunde. tische Angelegenheit ist, wenn der Beweis geliefert würde, daß die Ausgängen der Gemeinde die längst vergessen geglaubte Einrichtung foziale Theaterreform, die im kapitalistischen und autokratischen der Chaussee Sperrbäume wieder zu neuem Leben erwedt. Das Leben dünkte allen, die es sonst oftmals wegen seiner Schikanen Theaterbetrieb gewiffenlos verabfäumt wurde, für die Kunst Die Landstraßen tönnen jederzeit auf Anordnung des Gemeinde perflucht hatten, als ein sonniges Glück, und Lina erschien als das Schwierigkeiten und Schäden mit sich führt. Beispiele würden mehr vorstehers abgesperrt werden, was besonders des Rachts geschiebt. bedauernswerteste aller Geschöpfe. Man überbot sich in Mitgefühl wirfen als allgemeine Deflamationen. Und übet Uebergangs- An jedem Sperrbaum sind nachts drei Leute postiert, die verdächtige und flehte den Himmel an, das Unglüd abzuwenden. erscheinungen und gelegentliche Mißbräuche fönnte man sich ver- Fahrzeuge anbalten und mit den Gendarmeriestationen dauernd Befagte Lina war unterdeffen auf dem Weg nach dem Grune- ftändigen. Aber mit dem Ruf nach dem bewährten alten Syftem telephonisch verbunden sind. wald, der letzten Zuflucht unglücklich Liebender, an einem Rummet der Theaterstlaperei tommt man nicht einen Schritt weiter. plaz angelangt. Wie verlockend schimmerten die roten und blauen ist ein für allemal erledigt. Lampen, wie lieblich quietschte die Mufit, wie aufreizend waren die Ernesto de Fiori gehört zu den Bildhauern, die sich unter feinen Wirbel der Karussells und Schaufeln. Lina tamen die Tränen in die der heute herrschenden Jsmen rubrizieren lassen. Er geht seinen Augen, indem sie an ihr verfehltes Leben dachte. Als ein junger eigenen Weg, und dieser Weg ist der des echten Plastters. Sein Mann fie mutig aufforderte, mit ihm das Luftrad zu besteigen, fagte Wert, von dem der Salon Gurlitt, Potsdamer Str. 113, eine fie seufzend nein. Aber plößlich hatte er sie am Arm gepadt und schöne Gesamtübersicht gibt, ist Stein gewordene Empfindung. ohne zu wissen wie, feufte fie mit ihm auch schon in toller Fahrt durch Seelenregungen schlichtester und kompliziertester Art find in der die Luft. Form von menschlichen Gestalten zum Ausdruck gebracht. Und Am nächsten Morgen aber standen die Nachbarinnen wieder vor zwar nicht nur durch die natürliche Haltung und Gebärde, sondern der Haustür. Sie sahen mit erregter Miene nach dem ersten Stock auch durch die Sprache der reinen plastischen Form. In seinen frühesten Arbeiten, die vor etwa zehn Jahren entstanden, sucht er und nahmen eine drohende Haltung ein. das Gefühl des Emporstrebens zu gestalten, die Befreiung der irdischen Masse von den Widerständen, die die laftende Schmere So ein freches Frauenzimmer. So eine gemeine Berson. Läßt dem Drange nach aufwärts entgegenstemmt. Und es ist inter einen glauben, daß sie fterben mird, und heute nacht gegen Zwölf effant zu fehen, wie mannigfaltige rein plastische Ausdrucksmittel tommt euch bas miserable Mensch vergnügt nach Hause." ihm hierfür zu Gebote stehen. In der Statue Großer Jüngling"

Eine besonders laute Stimme ertönte:

Er

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Erstaufführungen der Woche. Sonnt. Theater des Beſtens: Mes. Morgen wieder luft it!". Mont. Kammerspiele: Die goldene alliance." Theater in der Kommandantenstraße: Dienst. Freiheit Deutsches Theater: Bottasch b Der Traum vom Gd Berlmutter." Baliner- Theater: Freit. Schauspielhaus: Fiesco. Bentral- Theater: Ilonta

( Neueinst.)

Urania - Vorträge. Sonntag, Freitag Emma Rottmann: m Schwarzwald ." Montag, Mittwoch Filmvorführung: Edelstahl am Dienstag spricht Prof. Spies über: Flüffige Luft 1" Donnerstag Bor­Sonntag nachmittags: Bon trag: In den Bergen Tirols!" San Remo nach Florenz ." Donnerstag nachm.: hit ringen. Die Sehnsucht nach der Operette. Richard Strauß bat, wie eine Korrespondenz wissen will, eine Operette geschrieben, die im Berliner Metropol- Theater mit Frizi Massary und Mag Ballenberg in den Haupt­rollen zur Aufführung lommen toll. Der Traum, daß noch einmal eine Operette Strauß tommen würde, ift zu verlockend, als daß wir ihn jest etwa durch Kommentare stören mogten.