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Abg. Brüdner- Berlin( Soz.)

Früher fagten die Rechtsparteien, wenn die Rede auf die Ar beitslofen fam, es handle fich um arbeitsscheues Gesindel, wer Arbeit wolle, der finde auch Arbeit. Heute hört man andere Der Krieg war fein Stahlbad.

Töne!

entfehlichen Seelenjuftand des Arbeiters,

Aus aller Welt.

all Ihrer Zurafe werden wir uns nicht von unserem Weg abbringen dessen Erwerbslosigkeit sechs, fieben und acht Monate dauert? Und laffen, und das im Interesse der Arbeiterschaft! Im Interesse der da gibt es dann noch Unternehmer, die nicht den Arbeitsnachweis Rechtsparteien liegt es, alles zu tun, um das Elend zu mildern, benutzen, um so zu billigeren Arbeitskräften zu kommen. Es wenn Ihnen nicht eines Tages das Elend gefährlich werden soll. fönnte soviel Hilfe geschaffen werden, wenn genügend guter( Lebhafter Beifall b. d. Soz.) Wille da märe! Man sehe sich nur das Wohnungselend an! Mittwoch 12 Uhr: Beiterberatung. Schluß 6 Uhr. Wohnungen gibt es in Menge, die man als Räuberhöhlen be­Not und Elend steigen. Der Umstand, daß auch die Landstädte ihre zeichnen muß und in die früher fein Mensch hineingegangen wäre. Arbeitslosen haben, zeigt deutlich, wie wenig sozialer Sinn bei den Die Herstellung dieser Wohnungen könnte Tausenden von Arbeitern Großgrundbesitzern herrscht, denn unter den Arbeitslosen der Land- Brot schaffen. Es geschieht aber nichts, trotzdem die Hausagrarier städte gibt es eine ganze Menge Leute, die die Landwirtschaft ver­so viele Erleichterungen haben. stehen. Trotzdem finden diese Arbeiter feine Arbeit. Man will In Berlin ruht der Bau der Nord- Südbahn. fie nicht, man zieht sie nicht zur Arbeit heran und so müssen die Sadfrüchte im Boden verderben. Weil der Lohn der städtischen Die Gefahr besteht, daß Materialien und Arbeit, die darin stecken, Arbeiter größer ist als der der Wanderarbeiter, deshalb verzugrunde gehen. Energische und große Staatshilfe ist nötia, um die Berlin befit große zichtet man auf die städtischen Arbeitskräfte. Es ist geradezu Arbeiten wieder in Gang zu bringen. toll, daß in einer Zeit, mo so sehr viel auf dem Spiel steht, die Museumsbauten, in denen schon lange Zeit die Reparations: deutschen Arbeiter wegen einer Lohndifferenz vor fremden Wander- arbeiten ruhen. Stulturwerte sind hier in Gefahr. Sie tönnen ge­arbeitern zurück stehen müssen. In der Provinz Sachsen find rettet und zugleich fann Arbeit beschafft werden! In den Biblio thefen liegen Tausende von Büchern, die nicht gebunden werden. Hunderte von Arbeitern und Handwerksmeistern fönnten damit be­schäftigt werden. Vor allem aber müssen die Ziegeleien wieder Doll in Betrieb fommen. Ist erst das Baugewerbe einmal wieder flott, dann kommt Bewegung und Arbeit in eine ganze Zahl von Nachbargewerben.

faufende Polen angefordert

Die Domänen vorlage muß schleunigst beraten und dabei müssen Wege gezeigt werden, wie Land zu gewinnen ist und wie Das eine Gelegenheit ist zur Beschäftigung vieler Arbeitslofer. Man fann die Boltsernährung nicht beffer fördern, als durch Beschaffung von Land,

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Die 10 Punkte

Selbstschutz. Da die Bolen seit einiger Zeit österreichische Ber fonenwagen aurüdbehalten werden, verfügte das öfter­reichische Berkehrsamt, daß österreichische Personenwagen vom 4. Mai ab nur bis Dderberg verfehren dürfen.

Eisenbahnunfall. Die Landeszeitung für beide Mecklenburg meldet: Der Güterzug, der um 6 Uhr 25 Min. früh Güstrow berläßt und um 12 Uhr 35 Min. mittags in Neustrelit eintrifft, ist am Montag vormittag bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Lalen­dorf mit 11 Wagen aus bisher untannter Ursache entgleist. Von dem Zugperional wurde niemand verlegt. Der durch den Unfall entstandene Schaden ist ziemlich erheblich. Infolge der Entgleisung war bie Bahnstrecke einen ganzen Tag gesperrt. Personen- und Güterverkehr wurden durch Umsteigen und Imladen aufrecht er­halten. Der D- Bug Berlin - Warnemünde wurde über Neubranden burg umgeleitet. Dienstag vormittag war eie Bahnstrecke freid gemacht.

worden, ebenso für die Provinz Brandenburg und ebenso für Pommern . Für Pommern hat man fogar ruffische Rofgardisten angefordert. Wenn es sich um den Geldbeutel handelt, dann schwindet Nationalismus und Greuen vor dem Bolschewismus! Wir wollen mit unserer Stellungnahme nicht den Verdacht hervor rufen, als seien wir gegen die fremden Arbeitskräfte überhaupt. Das nicht. Wir wollen nur, daß zuerst für die eigenen Die frommen Schmugglerinnen. Dem Linzer Tagblati" wirb Arbeiter Sorge getragen wird, daß zuerst die deutschen Arbei geschrieben: Bor furzem zogen auf einem einsamen Waldpfad, ter zu einem anständigen Lohn Beschäftigung finden. Die Zahl welcher schon manchen schwerbeladenen Schmuggler in das bes der Arbeitslosen steigt von Stunde zu Stunde. Aber die Zahlen geben noch kein richtiges Bild von all dem Elend. Tausende von des Borstandes des ADGB . zur Behebung der Erwerbslosennot nachbarte Land der besseren Valuta( Bayern ) geführt haben mag. mit zeigen den Weg. Opfern müssen die Unternehmer. Sie ein altes Weiblein und ein junges Mädchen laut betend der werden und Arbeitern sind gezwungen, Kurzarbeiter zu fönnen es man fehe fich nur ihre Riesengewinne an! Ist es nicht naben Grenze zu. Von einem Zollbeamten angehalten, era schmälerem Verdienst die gesteigerten Lebenstosten zu bestreiten. Wenn die befizenden Klassen eine Ahnung hätten von dem Jammer, unglaublich, daß heute sogar 375 Prez. Dividenden verteilt werden? flärten beide, auf den Mariahilfberg bei Passau ( einen be­dann würden sie nicht den Lurus treiben, der heute sich breit macht. Und dann redet man davon, es fönnten die Löhne nicht erhöht wer- liebten Wallfahrtsort) beichten gehen zu wollen. ( Buruf rechts: Ber treibt Lurus?) Die Arbeiter nicht, wohl aber den! Wo bleibt da die Reichsregierung? Wo bleiben die Wucher- würdiger am Tische des Herrn zu erscheinen, täten sie zur Sühne Die Erwerbslosensäke für ihre Sünden den schmerzhafter: Rosenkranz beten. Da jedoch die Herrschaften, die sich Brillanten und kostbare Kleider und alle gerichte?( Lebhafte Zustimmung links.) die Dinge anschaffen, um nur feine Steuern zahlen zu müssen erhöht werden. Die Arbeiterschaft mill kein Almofen, fie das Gehaben der beiden Bilgerinnen nicht ganz einwandfrei war, müffen. Hier steigender Lurus, dort steigendes Elend! Ist es da fordert Arbeit. Große Erbitterung muß die Arbeiterschaft befallen, mußten sie zum nahen Zollamt mitgehen, um dort einer Durch­Dort tonnen sie ihr sündiges nicht begreiflich, daß die Empörung in der Arbeiterschaft wächst wenn fie den urus sieht.( Zuruf b. d. Komm.) Herr Kaz, Sie fudjung unterzogen zu werden. und daß Arbeiter sich zu wilden Ausschreitungen verleiten lassen. werden doch nicht glauben, daß ich mich mit Ihren Späsen ab- Herz etwas vorzeitig in der Gestalt von vier kilogramm Bir verurteilen diese Ausschreitungen, aber wir verstehen fie, gebe. Seien Sie fiberzeugt, in der Arbeiterschaft bricht sich die Er- Butter und zwanzig Stüd Giern, die sie unter den Röden verborgen batten, erleichtern. In der gottlosen Republik weil wir die Seele des Arbeiters verstehen und das Elend kenntnis Bahn, daß Deutschösterreich können eben Zollbeamte solche Religionsstörung tennen, in dem er leben muß. Können Sie( nach rechts) sich ein Bild machen von dem

die Pofifit nicht mit Phrasen gemacht

merden fann, sondern aufbauen muß.( Lärm b. d. Komm.) Trok| wagen.

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3. Die Anträge auf Umtausch oder bare Herauszahlung find an die Bestell- Bostanstalt des Antragstellers zu richten. Wird ein Antrag auf bare herauszahlung gestellt, fo prüft das zuständige B. A. den Sachverhalt und legt ben Antrag mit Bericht der D. B. D. vor.

Bor dem Umtausch usw. sind die Marten auf ihre Echtheit forgfältig zu prüfen.

II. Erfag burch die Finanzverwaltung. In allen Fällen, wo die Boftverwaltung nach Borstehendem den Umtausch oder Ersaz von Steuermarfen nicht vornimmt,

find die Finanzbehörden zuständig.

Beröffentlicht auf Grund des Erfasses des Reichsminifters der Finanzen vom 7. April 1921 III. 10 212. Berlin , den 2. Mai 1921,

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