Einzelbild herunterladen
 

Nr.275 38.Jahrgang Ausgabe A nr. 140

Bezugspreis:

Bierteljährl. 30,-., monatl. 10,-902. frei ins Haus, voraus zahlbar. Boft­bezug: Monatlich 10,- M. einschl. 8u ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland , Danzig , das Saar - und Memelgebiet, sowie die ehemals deut schen Gebiete Polens , Desterreich, Ungarn und Luxemburg 20,- M., fir das übrige Ausland 27,- M. Poft bestellungen nehmen an Desterreich, Ungarn , Tschecho- Glowatet, Däne mart, Holland , Luremburg, Schweden und die Schweiz

9

Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" ericheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin

Morgen- Ausgabe

Vorwärts

Berliner Volksblatt

30 Pfennig

Anzeigenprets:

Die achtgespaltene Nonpareillezetle toftet 5,50 m Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 1,50 W.( au­läffig zwei fettgedruckte Borte), tedes weitere Bort 1- M. Stellengefuche und Schlafstellenanzeigen das erfte Bort M. jedes mettere Wort 50 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwet Worte. Familien- An­zeigen für Abonnenten Beile 8,- L Die Preise verstehen fich einschließlich Teuerungszuschlag

Anzeigen für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags tm Sauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden­Straße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands

Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3

Fernsprecher: Redaktion Morikplats 15195-97

Expedition Morikplay 11753-54

Dienstag, den 14. Juni 1921

Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Ervedition und Inseraten­Abteilung Moritzplatz 11753-54

Die Trauerfeier in München .

Maffenkundgebungen in Berlin .

Die Kundgebungen der Berliner Arbeiterschaft am geftri- anderen Schwierigkeiten fertig geworden als mit dem Herrn gen Nachmittag gegen die bayerische Morbwirt Kahr! Nicht darum handelt es sich, ob sie überwunden fchaft find trotz des unablässig strömenden Regens bei werden, sondern darum, wann und wie sie überwunden massenhafter Beteiligung ruhig und würdig verlaufen. Der werden. Darum handelt es sich, ob das Reich noch einmal bayerische Gesandte in Berlin wird hoffentlich nicht verfehlen, schweres Unheil erdulden soll durch die Blindheit des deutschen in seinem Bericht nach München . ausführlich zu schildern, wie Bürgertums! man in Berlin ohne Belagerungszustand und Versammlungs­verbote, ohne Panzerautos und Lanzenreitern auskommt und wie sich eine disziplinierte Arbeiterschaft benimmt, die nicht durch die Anwendung solcher Mittel gereizt wird.

Indes fährt die bürgerliche Breffe fort, die bayerische Angelegenheit in ihrer Art zu behandeln, indem die rechtsstehenden Blätter auf die Arbeiter los schlagen, während die demokratischen hinter knapp gefaßten neutral flingenden Berichten ihre Verlegenheit und ihr Un behagen zu verbergen suchen und die Zentrumspreffe es un gefähr ebenso macht wie die demokratische. Kein Wunder, denn was im Reich voneinander getrennt ist, hält ja in Bayern

fest und treu zusammen.

Gareis' letzter Weg.

Der Protest der Berliner Arbeiterschaft.

In der Brauerei Königstadt sprach

Genoffe Dr. Adolf Braun :

Bayern zeigt uns, was ein siegreicher Kapp- Butsch für Deutschland geschaffen hätte. In Bayern war der Kapp- Butsch fiegreich und er blieb es bis zur Stunde. Gleichzeitig mit dem Rapp- Butsch zwang der General Möht das sozialistische Ministerium München , 13. Juni. ( Eigener Drahtbericht des Borwärts".) offmann zum Rücktritt. Seitdem herrscht dort die allerſtärkste Das provokatorische Aufgebot der Streitfräfte des Herrn Pöhner Reaktion unter Duldung aller gegenrevolutionären und Eine bayerische überfallen, verprügelf und ermordet werden, ist der Aufmerksamkeit Rönigspartei fonnte sich bilden und öffentlich auftreten. In gegen die Arbeiter, deren Führer unter Pöhners Sicherheitsregime monarchistischen Bestrebungen. der Ententevertretungen um so weniger entgangen, als diese Armee schärffter Weise ging das Ministerium unter Duldung aller gefeß­zum Teil aus der entwaffneten und aufgelösten" Einwohnerwehr lichen Uebergriffe des Münchener Polizeipräsidenten gegen alle fo­besteht, die noch ganz fröhlich am 12. und 15. Juni Preisschießen ver- Bialistischen Richtungen vor. Der Ausnahmezustand wurde anstaltet. Das Aufgebot von Panzerwagen, Canzenreitern, Maschi- zu einer ständigen Einrichtung. Selbst über Koburg, das erst nengewehr- und sonstigen Schühen ist von den Ententevertretungen lange nach den Ereignissen der Räterepublik dem bayerischen Staate einverleibt wurde, wurde ohne die gringste Beranlas­photographisch festgehalten worden. aller wegen des Kapp- Butsches Berfolgten, aller Kriegsver fung der Ausnahmezustand verhängt. Bayern wurde das Asyl brecher, die sich dem Leipziger Reichsgericht nicht stellen wollten. Berbindungen wurden gehalten mit allen Reaktionären, mit den monarchistischen Elementen in Desterreich, mit der Horthy­Reaktion in Ungarn . Noch in der lezten Woche konnte ein Kongreß der schwarzen Hundert der russischen reattionärsten Gruppe in Bayern abgehalten werden.

und Reichswehr vor der Feldherrnhalle , wo Reden gehalten und Am geftrigen Sonntag demonstrierten Studenten, Orgeschleute nationalistische Lieder gesungen wurden; sie zogen dann froß Be­Sowohl Zentrum wie Demokraten scheinen den Bersuch lagerungszustand ungehindert mit Musik durch die Stadt. Die dabei für aussichtslos zu halten, auf die ihnen gesinnungsverwandten gefallene Aeußerung von einer Auslandsreise des Gareis- Mörders Kreise in Bayern hinüberzuwirken, und vergebens fucht man gibt der Münchener Poff" zu der ironischen Vermutung Anlaß, daß in ihren Zeitungen eine Untersuchung darüber, wie fich die das für die Pöhneriche Kriminalpolizei wohl nicht ohne Belang fein Unterstügung des Kahr- Pöhner- Systems mit der christ dürfte. Der von Gelben fortgeführte Straßenbahnbetrieb ist heute von lichen Weltanschauung oder mit demofratischen Grundsägen verträgt. Ihnen, die doch eine Milderung 3 bis 7 Uhr eingereit warden Um 3 Uhr varietien die Arbeiter der Klassengegensäge anstreben, stände es wohl an, Ueber- von den Abteilungslokalen der Organisationen in ftarten Zügen mit rofen Fahain dutch die innere Stadt zum Offfrirchof. Verschiedene legungen darüber anzustellen, wohin es führt, wenn eine ein- Hainers Traprs wurden von der höchff prercfotorisch auftretenden seitig bürgerliche Klaffenregierung die sozialdemokratische Polizei auseinandergesprengt, fanden sich aber bald wieder zu­Arbeiterbewegung mit den Mitteln des Obrigkeitsstaates fammen und schloffen sich den Zügen an, die fich immerfort ver­niederzuhalten versucht und damit nur unverföhnliche Kampf-| größerten. Panzerautos mit Maschinengewehren, Canzenreiter und stimmungen schafft. Doch findet sich in den Spalten ihrer sonstiges Militär durchraften die Stad, nach allen Richtungen. Trok­Presse wenig oder nichts darüber! dem ereignete fich fein Zwischenfall. 70-80 000 Menschen strömten nach dem Oftfriedhof.

Jede Amnestie der zahlreichen wegen politischer Berbrechen Berurteilten wurde abgelehnt, obgleich unter den Berurteilten gar viele waren, die nur mitläufer waren und an den Taten der Räterepublid unschuldig waren. Der Uebermut der Offi. 3iere war so groß, daß der Oberst v. Xylander es wagen konnte, das Ministerium Kahr der Nachgiebigkeit und der mangelnden Energie der Reichsregierung zu bezichtigen und einen Staatsstreich der Offiziere anzudrohen, um das Ministerium Kahr durch ein Kabinett, das die Dittatur der Generale repräsentiert hätte, zu erfeßen. Das war selbst den Führern der Bayerischen Boltspartei, dem Hofrat Held Auch die Hetze der Rechtspresse findet dort nicht die Nach Tausenden zählte die Menge, die den großen Platz vor der und dem Geheimrat e im, zuviel. Aber das Ministerium Kahr gebührende Zurückweisung. Diese Presse verfährt dem bayes Ceichenhalle umstand, der im weiten Bogen abgesperrt war. In der hat ja so schöne Stüßen in der Deutschdemokratischen rischen Streit gegenüber mit denselben Mitteln wie gegenüber mitte Kopf an Kopf die nächsten Leidtragenden und die Kranzdepu- Bartei, daß es hoffen fann, noch immer die Bertretung dem Kapp- Streit im März vergangenen Jahres: fie vergißt fationen. Im Hintergrund in einem Meer von Grün der Sarg. Auf der ganzen Bourgeoisie zu fein. Ob die Offiziere es wagen die Ursache, um sich über die Wirkung wortreich zu entrüsten. vier schwarzen Säulen flanden Opferflammen, auf denen Feuer zum werden, ein so hervorragend reultionäres Rabinett, das auch den Sie hat fühl bis ans Herz hinan über die Ermordung des Abg. Himmel leuchteten. Bergleute in ihrer Berufstracht hielten die deutschdemokratischen Führer Ham ni umschließt, zu beseitigen, ist Gareis berichtet, sie hat gar kein Gefühl dafür, wie es einer Totenwache. Rote Fahnen flatterten in Wind und Regen. Ein abzuwarten. Vorläufig übt das Ministerium Kahr den weißen Volksschicht zu Mute sein muß, deren politische Bertreter einer Sängerchor fang eine ergreifende Totentlage. Dann trat Lehrer Terror in Bayern . Es verbietet alle Zusammenfünfte, Bersamm­nach dem andern überfallen, verlegt, aus dem Hinterhalt ab- Hierl, ein Freund des Toten, auf das schwarz umhüllte Podium lungen, Umzüge der Arbeiterschaft aller Richtungen. Es glaubt und gab mit fief empfundenen Worten ein Bild von dem Ent- wahrscheinlich, damit die ihr innerlich verbündeten Fascisten geschossen werden, desto größer aber ist ihre Entrüstung über schlafenen, den er als rafflojen, nimmermüden Arbeiter, als edlen gegen das arbeitende Volt zu schüßen. Doch das Attentat gegen - ,, das das Berbrechen des Generalftreits". Was soll man dazu Charakter und als Mensch mit edlem Herzen und feltenen Geiftes- Saenger, der Mord des Unabhängigen Gareis fchreien zum fagen, wenn ein vielgelesenes rechtsstehendes Blatt über eine gaben schilderte. Als Bertreter der Unabhängigen Fraktion des Himmel. Die Arbeiterschaft Bayerns wird sich nicht beruhigen. Hungerblodade" zetert, die über die unglückliche Be- Candtages beklagte Redakteur Neumann den unerfehlichen Ver- Bir dürfen nicht meinen, daß es sich hier um eine rein baye­völkerung Bayerns verhängt sein soll, wo es sich um einen luft, den die Partei erlitten habe. Darauf nahm Ledebour das rische Angelegenheit handelt. Demonstrationsstreit von effektiv zwei Arbeitstagen in Mün- Wort im Namen der Reichsleitung der Unabhängigen Partei. Er fagte, Gareis führe die Reihe der Blutzeugen fort, die feit Jaurès ihr Die Sympathie der preußischen Gegenrevolution chen, von einem einzigen Tag im übrigen Bayern handelt? Leben für die Sache des internationalen Proletariats laffen mußten. für das Ministerium Kahr und für die verbleibende Mörder= Dieselbe Presse tischt ihren Lesern das blödsinnige Märchen Die lobernden Flammen der Empörung über den Merd werden taftit ist unbestreitb. Wir sollen uns solidarisch erklären mit auf, daß sich die bayerische Sozialdemokratie in die Gefolg nicht verflattern wie ein Strohfeuer, fie werden fich verdichten und den bayerischen Parteigenoffen. Wir müssen alles baran segen, schaft der Kommunisten begeben habe. Wer die Ber das Elfen erhihen, mit dem die Menschen jene Freiheit erfämpfen daß die Re af tion in Deutschland nicht wieder das Haupt er­hältnisse in Bayern fennt, fann darüber nur lachen. Die werden, um die auch Gareis gefämpft hat. Einen ehrenden Nach- hebt. Wir müssen unseren bayerischen Genossen unsere träftige RPD. ist in Bayern durch ihre eigenen Dummheiten so her ruf hielt ein Vertreter der Unabhängigen Fraffion des Preußischen Solidarität beweisen und ihnen flar machen, daß die Arbeiterschaft Landtages. Die Sozialdemokratische Fraktion des Bayerischen im Süden und Norden eines Sinnes ist, wenn es gilt, gegen untergekommen, daß sie überhaupt nur noch äußerst wenig Candtages rief mit rühmenden Worten durch den Mund des Abg. bayerische Kahrs und gegen preußische Kapps mit aller Kraft aufzu­Gefolgschaft findet, am allerwenigsten die von Sozialdemo- Endres dem Ermordeten den legten Gruß nach. Ein Bertreter treten. fraten. Und die bayerische Sozialdemokratie ist die letzte, die der Reichstagsfraktion der Unabhängigen fprach zugleich im 2n die Rede des Genossen Braun tnüpfte sich die Berlesung man überrabitaler Neigungen verdächtigen kann. Aber wenn Namen der franzöfifchen, englischen und italienischen Brüder den ber Resolution. Dann versammelte sich Ein Vertreter des auf der Straße ein langer Bug von Demonstranten und Demon­ein reaktionäres Willkürregiment in den arbeitenden Massen bayerischen Genoffen das tieffte Beileid aus. Stimmungen schafft, die nur allzu berechtigt sind, dann fann Republifanifchen Reichsbundes und ein Bertreter der pazififfifchen ſtrantinnen. Zahlreiche rote Fahnen wurden getragen. Im überfüllten großen Saale des Lehrervereinshauses und wird sich auch die Sozialdemokratie ihnen nicht ver- Organisation legten im Namen ihrer Verbände Kränze vor dem Sarge nieder. schließen, und sie hat schon das Mögliche getan, wenn sie da­Genosse Franz Krüger . für wirkt, daß der Ausbruch dieser Stimmungen nicht zum größten Unheil für das Ganze, besonders für die Arbeiter fchaft, ausschlägt. Nun find die Kundgebungen vorüber, aber der Kampf ist damit noch nicht zu Ende. Solange das System Kahr Böhner bestehen bleibt, fizt er wie ein Pfahl im Fleisch der deutschen Republik. Solange es nicht gelingt, Bayern auf die Linie der Reichspolitit zu bringen, die nach allen Schwankungen und Verrentungen immer wieder als die derzeit allein mögliche erkannt werden muß, wird es feine auf die Menge ein. Während der Trauerfeierlichkeit und am tate und Morde nicht hat verhüten fönnen, verbietet fried. am Abend wurden kommunistische Flugblätter verteilt mit dem liche Versammlungen und marschiert auf, wo Demonstratio­Ruhe geben. Es ist anzunehmen, daß es eine nicht geringe aufruf, den Streitabbruch zu verhindern. Trotzdem fand der nen des bayerischen Volkes stattfinden sollen. Wenn die Regieren­Zahl von bürgerlichen Politikern gibt, die diese Gefahr richtig Generalstreit in der heutigen nacht in aller Rube sein Ende. Wer den fich darauf berufen, daß es sich um bayerische Angelegen erfennen, aber fie haben, wie man beim Militär zu sagen erwartet hat, daß ganz München die Arbeit niederlegen wird, der heiten handle, so wollen wir ihnen laut und vernehmlich zurufen, pflegte, mehr Angst als Vaterlandsliebe, und sie laffen lieber wird durch den Generalfireit enttäuscht sein. Die Sozialdemofra- daß der Stampf gegen ihre reaftionären Bestrebungen ein Kampf des ganzen deutschen Boltes alles vor die Hunde gehen, als daß sie den Kampf gegen den tie Münchens aber hat ihre Miffion richtig erkannt, die auflodernde ,, Miesbacher Anzeiger" ristieren. Und doch hat jeder Terror, Voltsbewegung in die richtigen Bahnen zu lenken. Gegenüber viel ist. Das foll ihnen auch die heutige Demonftration zeigen. Und auch der bayerische, ein Ende, sobald man nur aufhört, fich blut vergossen werde. Es hat sich gezeigt, daß die alte fozialdemo- und Mörder, fondern um die gesamte Boltsfreiheit. Das weitergehenden Parolen mußte vermieden werden, daß Arbeiter- es handelt sich hierbei nicht bloß um die Bestrafung der Attentäter vor ihm zu fürchten. trafische Führung noch imftande ist, der Arbeiterbewegung auch in deutsche Volk fordert, daß endlich mit der Kahr- Regierung aufge­Gestern standen wie in Bayern so auch in Berlin die fürmischen Tagen fichere Bahnen in der Richtung zum Erreich- räumt wird und wird sich, wenn notwendig, Seite an Seite mit Arbeiter allein. Soll sie das abschrecken? Sie sind noch mit baren zu weisen. ber arbeitenden Bevölkerung Bayerns für diese Forderung einsetzen.

Sprach

Draußen fetten fich die riefigen Massen mit Fahnen und mit Gejang der Arbeiterinternationale in Richtung nach dem Zen- mit wuchtigen Worten tennzeichnete der Redner die politische Atmo­trum der Stadt in Bewegung. Die farbrüden waren durchweg frhäre, die fich in der Beit des reaktionären Regiments in Bayern durch Sicherheitspolizei gesperrt, vor allem der Hauptzugang zur gebildet habe. Auf die in Bayern während der Kahr- Regie. Stadt war mit Drahtverhauen, panzerautos und rung verübten verschiedenen Attentate näher eingehend, hob er raftwagen verrammelt. Mit Rufen der Entrüftung über hervor, daß die reaktionäre bayerische Bresse , inbesondere der die Brücke, um sich auf der anderen Seite wieder zu vereinigen. In rischen Regierung wagen dürfe, zu den schlimmsten Gewalt­diese Maßnahmen zogen die Massen in fleinen Abteilungen über" Miesbacher Anzeiger", es unter den Augen der bane. der Müllerstraße fehte ein lebhafter Auflauf ein. Die tätigkeiten gegen die friedlichen und freiheilliebenden Kreise der Be­Polizei schlug mit Gummifnüppeln Dölferung aufzureizen. Dieselbe Polizei, welche in Bayern die Atten­