Nr. 41138. Jahrgang
1. Beilage des Vorwärts
Zum Kampf der Holzarbeiter!
Im Kampf der Holzarbeiter um geregelte Arbeitsverhältnisse und auskömmliche Löhne haben sich, abgesehen von der stets steigenden Zahl der Bewilligungen, größere Veränderungen nicht voll
zogen.
Im Streit befinden sich nach Feststellungen vom 29. August 638 Betriebe mit 8997 Arbeitern. Ausgesperrt haben 29 Betriebe mit 189 Arbeitern. Nach Unterschrift des Reichsmantelvertrages und des Lohnabkommens arbeiten in 244 Betrieben 2780 Arbeiter zu den neuen Bedingungen.
Die von Baeth und Genossen angekündigte Aussperrung, die
Donnerstag, 1. September 1921
Bei den angeführten tatsächlichen Hungerlöhnen ist es natürlich erst erkennbar wird, wenn man näher, mit ihnen in Berührung eine Kleinigkeit, mit diesen Almosen sich den Anschein besonderer kommt. Ihre Taktik und die zu befolgenden Richtlinien hat der eheväterlicher Fürsorge zu geben. Heute fährt der Herr Fröhlich malige Neuköllner Gemeindevertreter Sievers in der Kommunisti( Inhaber der Firma) mit seinem Privatauto bei den anderen Ar- schen Rundschau" vom 31. Dezember 1920 grundlegend dargetan und beitgebern dieser Branche herum, um diese zu veranlassen, ihre in die folgende These zusammengefaßt: Arbeiter auszusperren. Für seinen eigenen Betrieb bedient er sich der Hilfe der Schutzpolizei , um die Arbeiter in ihrem Kampf gegen den Hunger zu behindern.
Kommunististische oder sozialistische Gemeindepolitik.
Die standalösen die sich
Endgültig muß der Glaube zerstört werden, daß eine sozialistische Mehrheit Opportunitätspolitik treiben müsse, weil den Kompetenzen einer Gemeinde gesetzliche Schranken gesteckt sind. Wir wollen und suchen den Konflikt mit dem Staate, weil wir ihn stürzen wollen, wir fönnen ihn nie stürzen, wenn wir seine Geseze refpef= tieren.. Nur wenn wir die Gemeindeverwaltung dazu bringen, ihrem bisherigen Besizer den Dienst zu versagen, ist unsere Tätigkeit prattische Arbeit für die So sehen die Richtlinien proletarische Revolution."
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sich nach eigenen Angaben über 15 000 Arbeiter erstrecken follte, Stadtverordnetenversammlung abspielten, zwingen, die Tätigkeit der für Kommunisten in der Gemeindepolitik aus; dementsprechend sind zunichte da die nicht
dem Kommando der Scharfmacher nicht nachkommen.
Mit der Arbeitgebergruppe der Holzbearbeitungsfabriken und Schneidemühlen ist ebenfalls der Vertrag sowie der Lohntarif ab
aufnahmen.
bleiben.
ihre Erfolge und es ergibt uns die ganz felbſtverſtänd liche Schlußfolgerung daraus, im bevorstehenden Wahlkampf der urteil darüber soll der gerecht denkenden Wählerschaft überlassen Raße die Schelle umzuhängen. Zwar werden wir oft genug hören, Die Kommunistische Fraktion im Berliner Stadtparlament hat daß wir in der Interessenvertretung der Berliner Arbeiterschaft vergeschlossen, so daß am 30. August ungefähr 150 Kollegen die Arbeit seit der Bildung an jedem Sigungstag ihre scharfe Gegnerschaft zu fagt haben, aber gerade darum werben wir die Wählermaffen zu geben. In den letzten Tagen entwickelt die grüne Polizei eine Forderungen zum Ausdruck gebracht. Selbst in Fällen, bei denen vertretung einer Dreimillionenstadt wie Berlin zu bewältigen hat, einer organisch aufbauenden Kommunalpolitik im Sinne unserer einem ehrlichen Beto Veranlaffung geben. Greifen wir aus der Fülle der Aufgaben, die dine Rommunalemfige Tätigkeit für die Interessen der Unternehmer. Die Streif- bie beiden sozialistischen Parteien scharfe Kämpfe gegen das geeinte rein willkürlich eins heraus und betrachten dabei den Ernst der posten, die den Abtransport von fertigen und angefangenen Möbelstücken verhindern wollen und die darüber machen, daß feine Bürgertum führen mußten, ging das Verhalten der Kommunisten BKPD., den diese bei der Vertretung der Interessen ihrer Wähler Streifarbeit hergestellt wird, werden von diesen Kapitals. auf eine glatte Unterstützung der Reaktionsparteien hinaus. wächtern" start belästigt und auch Verhaftungen sind Ein grundlegendes Kommunalprogramm, wie es unsere Partei einnimmt. In der Sizung am 23. Dezember 1920 stand die Arbeitsschon vorgekommen. Ein besonders trasfer Fall ereignete sich im besitzt, haben die Kommunisten trog ihrer ohrenbetäubenden Propa- lofenfrage auf der Tagesordnung. Es sollten Mittel ausfindig geOften. Als ein streifender Kollege einen Kutscher fragen wollte, ganda nicht. Die inneren Kämpfe, die feit dem Bremer Barteitag macht werden, die der stark graffierenden Arbeitslosigkeit zu Leibe wohin die auf dem Wagen befindlichen Möbel transportiert wer- 1902 um die Schaffung eines solchen Programms in unserer Partei gehen und den Opfern der kapitalistischen Gesellschaftsordnung Lindeden, wurde er von übereifrigen Schupoleuten verhaftet und nach geführt wurden, find den Kommunisten erspart geblieben, trogdem rungen bringen follten. Den Antrag begründete Stadtrat Brühl , Feststellung seiner Personalien in eine Belle gesperrt. Der Polizei mancher unter ihnen sein mag, dem die grundlegenden Gedanken der dazu etwa ausführte: Auf Grund einer Bereinbarung sämtlicher Barteien haben sich diese auf einen Antrag der Gewerkschaftstomoffizier erklärte, der Rollege müsse in Schuhhaft behalten werden, unseres Kommunalprogramms nicht unbekannt sind. damit er feine weiteren Transporte belästigen könnte. Diesen heißt es grundlegend: In Hebereinstimmung mit der von dem In der Resolution des preußischen Barteitages vom Jahre 1910 miffion festgelegt, der folgende Faffung trägt: „ Die Bersammlung ersucht den Magistrat, nachstehenden Fordejungen Leuten, die zum Schuße des Publikums und nicht zum Parteitag der deutschen Sozialdemokratie in Bremen 1914 beschlosserungen an die Staats- und Reichsregierung beizutreten: 1. Allen Schutze der Unternehmerinteressen bestellt sind, müßten statt des nen Resolution steht die Sozialdemokratische Partei auf dem Stand- Arbeitslosen einmalige geldliche Zuweisungen zu gewähren: a) bei bei den Grünen so beliebten Borsports einige sozialpoli- punft, baß nur durch die Aufhebung der Klassen herr- 6 Wochen Arbeitslosigkeit 150 m., b) bei einem Bereiche 300 N tische Vorträge über Arbeitsrecht gehalten werden, damit derartige völlig ungefeßliche Uebergriffe vermieden werden. fchaft die demokratische Organisation der Gemeinde vollendet c) bei einem halben Jahre 400 m. und steigend aufwärts. 2. ErAls besonders rückständig und scharfmacherisch treten die Ar- und die Bahn für eine Verwaltungstätigkeit freigemacht werden höhung der Invalidenrente, tostenlose Schulspeisung der Kinder, Berforgung der Arbeitslosen mit billiger warmer Winterkleidung, Wäsche beitgeber der Laden und Kontormöbelbranche herfann, welche die Wohlfahrt aller gleichmäßig fördert." vor in dem heißen Bemühen, die Anerkennung ihres Oberhäupt meindevertreter im Rahmen einer fapitalistischen Gesellschafts- nügenb ausgenügten Wohnungen." Weil wir Sozialisten nun wissen, daß die Tätigkeit unferer Ge und Schulzeug, billiges Heizmaterial und Feststellung aller ungelings Paeth zu erringen. Obgleich diese Gruppe zum großen Teil ordnung nur eine begrenzte sein kann, verlangt die oben angezogene Der Kommunist Ostromsti geht gegen den Berichterstatter Arbeiten für Staat und Gemeinde ausführt und Resolution weiter, daß unter den heutigen Gesezen der Wirkungs- äußerst aggressiv vor und glaubt den Zeitpunkt für gekommen, die dabei Riesenprofite erzielt, zahlt sie ihren Arbeitern Hungerlöhne. freis der Gemeindepolitik mehr und mehr im Sinne fommunaler Aermsten der Armen vor den kommunistischen Bartelkarren zu In der Fachzeitung der Tischlermeister" wehren sich die Unter- Sozialpolitik„ in der Richtung des Sozialismus" auszu- Arbeitslosen sich dem Wohlfahrtsministerium und der Reichsregierung ipannen. Jekt" führte der BKPD.- Redner aus müssen die nehmer gegen die von uns aufgestellte Behauptung, daß un gestalten sei. gerlöhne gezahlt werden. Deshalb bringen wir folgendes Beispiel zur Kenntnis der Deffentlichkeit: An dieses Fundament knüpften sich dann unsere Forderungen bemerkbar machen. Ziehe das nicht, so bleibe nichts übrig, als die an die Gesetzgebung und an die Gemeinden. Die ersteren betrafen bürgerliche Regierung zu beseitigen. Brühl weist zwar die demagound Sozialpolitit, bie lekteren Wahlrecht, Bestattungswesen, Armen zurück, muß aber erleben, daß die fich getränkt Fühlenden mit und Baisenpflege, Wirtschafts- und Wohnungsfragen u. a. m. Von Fäusten auf ihn eindringen. Dem Herrn Stadtverordnetenvorsteher Stunde an ging unjere Partei daran, diese Forderungen Dr. Beyl entschlüpft dabei die beschwichtigende Bemerkung:" Welches durchzusehen, um auch hier der Arbeiterschaft Einfluß und Schauspiel bieten Sie der Welt!" Nur dem taktisch klugen Auftreten unserer Fraktion war es zu danken, daß die Arbeitslosen nicht um ihren Erfolg betrogen wurden. Und nun sehen wir uns einmal das Wirken und die positiven Liegt das bisher Erreichte auch noch weit von unseren sozialistiLeistungen der Kommunisten im Berliner Stadtparlament an: Ein fizen sie nicht und konnten in der, geschichtlich betrachtet, furzen Zeit Entledigen wir uns ihrer am 16. Oktober, damit die Bahn frei ist für dem der Sozialdemokratischen Partei ähnliches Parteiprogramm befchen Bielen entfernt, das erste Tor ist erstürmt. Weitere werden fallen. Bei diesem Sturm sind die Kommunisten eine eiserne Fessel. ihres Daseins auch feins schaffen, da das A und O ihrer Agitation
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Brunnenstraße 196, die sich von einer kleinen Kellermert" In der Laden- und Kontormöbelfabrik Rahn, Berlin , Berfassung, Polizei, Finanz- und Bildungswesen, Gesundheitspflege gische und hinterhältige Art dieser Sorte von Gemeindevertretern ſtatt zum Großbetrieb entwickelt hat, herrschen in bezug auf Lohn ungemein traurige Verhältnisse. Wie man Arbeiter entlohnt, die jahrzehntelang ihre beste Arbeitskraft in den Dienst dieser Firma
gestellt haben, zeigt folgende Lohntabelle:
a) 1 Tischler, 40 Jahre beschäftigt, 63 Jahre alt, Stundenlohn 3,50 Mc. b) 1
32
33
c) 1
d) 1
40
e) 1
f) 1
"
28 3
60
55
60
63
30
3,50
4,75
5,00
5,25
4,95
"
Bon großer sozialer Einsicht zeigt folgender Fall: Ein Tischler, 63 Jahre alt, war 38 Jahre als Tischler bei der Firma tätig, wird jezt als Hilfsarbeiter beschäftigt unter Herabsetzung seines Lohnes non fünf auf vier Mark. Die Rutscher erhalten einen Wochenlohn von 215 M., während der Tariflohn 240 m. beträgt.
Schon vor dem Kriege ſtand diese Firma in dem Ruf, ganz besonders niedrige Löhne zu zahlen, dafür aber auf Rosten der Arbeiter ein Prohendasein zu führen.
Einige Wochen vor Beginn des Lohnkampfes ließ der Inhaber Montags an die Arbeiter warme Wurst und Schrippen verteilen und es ist ein Wunder, daß sich nicht Arbeiter gefunden haben, die diesem Kriegsgewinnler den Bettel ins Gesicht geworfen haben.
Das Schloß- Museum.
Die Sammlungen des Berliner Kunstgewerbemuseums find, worüber hier mehrfach berichtet worden ist, während der letzten Monate in die Räume des Berliner Schlosses übergeführt und hier, über drei Geschosse verteilt, unter Leitung des Direktors Falte zu einer eindrucksvollen„ Schausammlung" geordnet worden.
Richtung zu verschaffen.
ja ganz wo anders zu suchen ist. Ihre Tätigkeit erschöpft sich darin, eine demokratisch- sozialistische Gemeindepolitik im Sinne unferes unsere Leistungen zu überwachen und darüber hinaus die Begehr: Programms, im Sinne der Berliner Arbeiterschaft. Gustav Fuß. lichkeit der Massen" in einer Weise wachzurufen, daß bei den minder geschulten Arbeitern die Ueberzeugung auftommt, die Kommune als Arbeitgeber können alle ihre Wünsche und Forderungen reftios be- 10. Jnternationaler Genossenschaftskongreß. willigen, wenn nur die menschemistischen Elemente" dafür zu haben Im großen Saal des„ Stadtkafinos" in Basel begannen am find, wobei der Begriff Menschewist" bis weit in die Reihen der Lintsunabhängigen gezogen wird. Aber selbst wenn die durchweg Montag, den 22. August, die viertägigen Verhandlungen des Interdemagogischen Forderungen der Kommunisten vom sozialistischen" nationalen Genossenschaftstongresses. Die zahlMagistratsfollegium erfüllt werden, würden sie nicht zufriedengestellt reiche Beschichung( aus 25 Ländern waren 500 Bertreter erschienen) fein, weil ihr Wirken im Gemeindeparlament nur eine Ausdehnungs- dieser ersten internationalen genossenschaftlichen Tagung nach Beendiplattform für ihre Parteizwecke darstellt. gung des Weltkriegs, und der Verlauf der Tagung befestigen die Dennoch ist die Tätigkeit der Kommunisten im Berliner Stadt- Hoffnung, daß durch das gemeinnüßige Wirken der Genossenschaftsparlament nicht steuerlos; in ihr liegt eine gewisse Systematik, die bewegung der Gedanke der Menschheitsverständigung und Versöh= teften ihre Dekoration verdanken, ob in den Räumen, die Schlüter| blieben aber nach dem ersten Besuch in angenehmer Erinnerung mit dem Prunk und Pathos des Baroc ausgestattet hat, ob in den späteren Teilen, die von Eosander , von Erdmannsdorf, von Gontard und Langhaus ein neues Gewand erhielten, gleichviel, der repräsen tative Eindruck ist vorherrschend. Der Milieucharakter ist also, bei aller Unterschiedlichkeit der Räume in formaler Hinsicht, durchaus einheitlich, er ist ausgesprochen repräsentativ.
das schlichte, vortrefflich beleuchtete Kabinett, das die Delfter Sammlung birgt, und nicht minder die neue Galerie an der Wasserseite, in deren Spiegelnischen die herrliche Sammlung deutscher Porzellane aus dem 18. Jahrhundert Aufstellung gefunden hat.
Ueber das Schloßmuseum als Ganzes wird noch zu sprechen sein, wenn erst die Studiensammlungen, die bisher noch nicht zugänglich sind, der Besichtigung offen stehen. Walter Curt Behrendt .
Mit diesem Faktor mußte der Direktor der Sammlung, der die Schaufammlungen zu schaffen, im Unterschied gegen die Neuaufstellung leitete, rechnen. Der repräsentative Rahmen aber gelehrsamen historischen Kunstkabinette der früheren Zeit, das ist eignet sich nicht für alle Teile einer tunstgewerblichen Sammlung das Ziel der neuen Museumstechnik. Um den Museumsbesuch für und man spürt, daß ihm die ausgeprägte Einseitigkeit des Milieus Neue Tierschutzverordnungen. Die neuen Jagbnuhungsvorschrif weiteste Kreise anregend und fruchtbar zu gestalten, um die Möglich- bisweilen unbequem war. Mit Geschick und Takt ist mancher allzu ten für die preußischen Staatsforsten enthalten auch, wie im„ St. Hukeiten der Aufnahme zu erleichtern und zu erweitern und vor allem laute Ton gedämpft worden; wo der Vergoldungen zu viele waren, bertus" mitgeteilt wird, manch wichtige Bestimmungen für die um den Kunst genuß aus unmittelbarer Anschauung wo der Schwulst der Dekorationen allzu aufdringlich den Raum be- Schonung der Tierwelt. So ist der Abschuß der Adler am Horst zu ermöglichen, den einzigen, der Anspruch auf Echtheit und Wirkung herrscht, hat man sich durch Ueberhängen von Teppichen, von unter allen Umständen verboten, und es wäre freudig zu begrüßen, erheben kann, sollen aus den immer mehr sich anhäufenden Schätzen Bildern, gelegentlich auch durch Abspannungen mit Wandstoffen in wenn dieses Verbot auf alle Raubvögel ausgedehnt würde, denn der Museen die besten und wertvollsten Stüde ausgewählt und zu deutschen Farbstoffen wirksam geholfen. Im übrigen ist ein Rom - es gibt nichts Graufameres, als die Bernichtung horstender Bögel, einer besonderen Sammlung vereinigt werden. Die übrigen Stüde , promiß versucht worden, und zwar, wie man wird jagen müffen, beren Junge dann dem Hungertobe überantwortet werden. Sobann die mehr historischen oder technischen Wert haben, die das fünft mit wechselndem Glüd. Es ist( foweit man nach dem erstmaligen t das Fangen und Löten der nicht jagdbaren land- und ForstwirtFledermause, Eulen, Bussarbe, Turm- und Rötelfalten, Stare, lerische Streben einer geschichtlichen Epoche also nur nach einer be- flüchtigen Besuch urteilen fann) nicht immer geglückt, bie Schau- chaftlich nüßlichen Säugetiere und Bögel untersagt, besonders der stimmten Seite hin erläutern, sollen ihrer wissenschaftlichen Bedeu fammlungen vor dem Erbrüden durch den Prunk des Milieus zu Spechte, Nachtschwalben, Blauraden. Ebenso dürfen Uhu, Roltrabe, tung entsprechend in einer Studiensammlung vereinigt bewahren. Am besten sind die Räume gelungen, wo der Inhalt im schwarzer Storch, Rohrdommel, Nacht- und Silberreiher, Kormorane, merden. Diefe mag aufsuchen, wer Einzelfragen nachzugehen Charakter mit den Dekorationen zusammengeht, also etwa der Polartaucher nicht geschossen oder gefangen werden. Die Maubwünscht. Die Schaufammlung aber, entlastet vom Ballast des Ent- Königinnensaal, dessen Rokokobildnisse preußischer Königinnen, ge- geugvertilgung mit Gift und Pfahleifen ist verboten, wenn die Rebehrlichen und Nebensächlichen, wird den Besuchern desto besser zum malt von Besne, einen glücklichen Rahmen abgeben für die Vitrinen, gierung nicht ausdrücklich Ausnahmen gestattet. Besondere MaßWesentlichen hinleiten und ihm, als Ganzes wie im Einzelnen, ge- die Kostüme und Trachten des 18. Jahrhunderts, Frauenschmuck usw. nahmen sind auch für den Schutz des Fuchses, Dachses und Baumschlossenere und darum um so tiefere Eindrücke vermitteln. enthalten; der Rittersaal, das üppigste Stück Schlüterscher Deko- marders getroffen, was besonders beim Baummarder freudig zu begrüßen ist, der schon eine seltene Erscheinung im deutschen Wald Um diese Eindrücke zu verstärken, versucht die moderne rationskunft mit dem silbernen Chor und dem großen Silberbüfett, geworden. Diesen Tierarten war ja gerade in letzter Zeit ein rückMuseumstechnik den einzelnen Schauftücken möglichst eine Umgebung das, dieſem pruntvollen Rahmen entsprechend, jetzt die prächtige fichtsloser Krieg erklärt worden, weil die hohen Preise für die Felle zu schaffen, die der des ursprünglichen Entstehungs- oder Aufstellungs- Silbersammlung des Museums birgt; der Majolitajaal, nach Ent- zu ihrer Erlegung verlockten. Wie trübe Erfahrungen man mit der ortes angepaßt ist. Man stellt den Sammlungsgegenstand in ein würfen von Ihne und Haagen im Stil der italienischen Hoch- gesteigerten Raubzeugvertilgung machen fann, zeigte seinerzeit die Milieu, das ihm in formaler und geistiger Hinsicht entspricht. In renaiffance ausgebaut und jetzt mit den prächtigen Stücken der Verwüftung der Buchenbestände in den Putbusschen Forsten auf neuerbauten Museen hat man künstlich solche milieuechten Räume wertvollen Majolikafammlung angefüllt. Ob diese stimmungsvolle Rügen, die von einer ungeheuren Vermehrung der wilden Kaningeschaffenes genügt hier an die italienische Basilika im Raiser- Milieukunft legten Endes nicht doch eine Gadgaffe ist, ob sie nicht chen hervorgerufen war. Friedrich- Museum und an die gotischen Kirchenräume im Berliner einem vertieften Kunstgenuß abträgig ist, weil sie für sich zuviel Aufmerksamkeit fordert und dadurch wieder von der Betrachtung Märkischen Museum zu erinnern. Ein solches geschichtliches Milieu war nun bei der Neuaufstellung des Sammlungsgegenstandes abzieht, das wird sich erst bei wiederEins aber fann schon jetzt geder funstgewerblichen Sammlung in den Räumen des Berliner holten Besuchen feststellen lassen. Schloffes nicht erst zu schaffen, es war hier bereits gegeben. Und fagt werden: wo es die Eigenart der Räume erfordert, wo Andiefes Milieu trägt einen sehr entschiedenen und ausgeprägten Cha- lage, Form und Ausstattung durchaus auf diese Eigenart der ehe rafter. Dieser Charafter ist, was die künstlerische Ausdrucksweise maligen Zmedbestimmung zugeschnitten sind, da muß man diese betrifft, nicht einheitlich, fann es nicht sein, da in wechselnder Folge Räume auch von Bitrinen und Sammlungsgegenständen freihalten zu verschiedensten Zeiten am Ausbau des Schlosses gearbeitet wurde und sie selbst als Schauftücke erhalten. Das gilt vor allem für die und daher wechselnde Geschmacksrichtungen sich hier ausgewirkt Bildergalerie, die durch die Flucht von Vitrinen längs der Fensterhaben. Das Ziel aber war zu allen Zeiten bei dieser Ausbautätigkeit wand um ihre beste Wirkung gebracht wird. das gleiche: es war gerichtet auf repräsentative und mo numentale Wirkungen. In welchem Teile des Schlosses man sich immer befindet, ob in den älteren, die holländischen Archi
Am besten werden vermutlich auch für die Dauer jene Säle wirken, die, neutral in Form und Dekoration, einen ruhigen Hintergrund für die aufgestellten Sammlungen abgeben. In diesem Sinne
Bühnenchronit. Tilla Durieug beginnt ihre Tätigkeit im Lessingbeater am 1. Sept. in Wildes Komödie Ein idealer Gatte". Künstler Theater die bisher im Lessing- Theater dargestellte Titel Leopoldine Konstantin spielt vom 1. September ab im Deutschen rolle in der„ Ballerina des Königs".
Theater. Im Neuen Theater am 800 ist vom Donnerstag ab der Beginn der Vorstellungen auf 8 Uhr angesetzt.
Eine Literaturkonferenz für internationale Verständigung. Aus Anlaß des Vorschlages Gerhart Hauptmanns , auf internatio zwischen den Ländern wiederherzustellen, schlägt das Stockholmer Blatt ralem Boden eine Literaturkonferenz abzuhalten, um die zerrissenen Fäden Dagens Nyheter " vor, diese Schriftstellertonferenz in Stocholm abzuhalten. Das Blatt hat Anfragen an alle befannten europäischen Schriftfteller gerichtet.
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