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Gewerkschaftsbewegung

Partei und Gewerkschaften.

Bon ber bei ben Töpfern angegebenen Bahl ist au bemerken,| Das bisherige Arbeitsverhältnis wird durch den Streit nicht unter daß sie sich nur auf Deutschland  , Dänemark   und Schweden   bezieht. brochen. Ueber die Mitgliederzahl der anderen Länder liegen teine Angaben vor.

Die Lohnbewegung im graphischen Gewerbe.

Büschel erstattete in einer Branchenversammlung Bericht über die Verhandlung und empfahl, diese Vereinbarung anzunehmen. Nach einer furzen Aussprache erklärten sich die Anwesenden mit den Ausführungen des Redners einverstanden und wurde die Arbeit am 23. September wieder aufgenommen.

Die Stellungnahme der Buchdrucker. Die Berliner   Buchdrucker nahmen gestern abend in der Neuen Durch diese Vereinbarung ist die 48stündige Wochenarbeitszeif Welt" den Bericht ihres Gehilfenvertreters Massini über die auch in dieser Branche festgelegt und eine Lohnerhöhung von Lohnbewegung entgegen. Er legte flar, daß im Tarifausschuß feine 175 m. pro Woche erzielt. Es liegt nun an den Kollegen, daß Einigung erzielt worden sei und daß das Reichsarbeitsministerium diese Vereinbarungen auch beachtet und eingehalten werden, gebnis diefer Verhandlungen auch den Wünschen der Gehilfen nicht aus sich heraus eine Vermittlung angestrebt habe. Wenn das Er­voll und ganz entspreche, so glaube er doch, daß die Buchdrucker wie derum in der Lohnfrage einen Rud nach vorwärts gekommen feien. Er empfehle das Abkommen, das dahin geht, daß in der höchsten

Die Frage, wie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands   zu den freien Gewerkschaften steht, ist in diesen Tagen wiederholt er örbert worden. Veranlassung dazu gab die Ablehnung eines Antrages durch den Görlizer Parteitag, der die Parteigenoffen ver­pflichten wollte, nur solchen gewerkschaftlichen Verbänden als Mit­glieder anzugehören, die sich dem Allgemeinen Deutschen Gewert. schaftsbund, der Afa oder dem Deutschen Beamten bund angeschlossen haben. Ir.folge der Ablehnung dieses Antrages ist ver schiedentlich die, Meinung aufgetaucht und von gewissen Kreisen zu durchsichtigen Zweden gestärkt worden, daß es der Barbet ganz gleichgültig sei, ob ihre Mitglieder beispielsweise dem Zentralver band der Angestellten oder dem Deutschnationalen Handlungs­ gehilfenverband   angehören. Das ist natürlich Unsinn.. Die Partei steht in bezug auf ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften nach wie vor auf dem Standpunkt der Mannheimer   Resolution von 1906: Die Gemerschaften sind unumgänglich notwendig für die Hebung der Klaffenlage der Arbeiter innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Dieselben stehen an Wichtigkeit hinter der Sozial­demokratischen Partei nicht zurück, die den Kampf für die Hebung am Donnerstag, den 29. September, abends 6 Uhr, im Kriegervereinshaus, Chauffeestr. 94.

SPD  .

Allgemeine Funktionärversammlung

Tagesordnung:

Steglig sowie die Direktion des Schloßparttheaters Aufgehobener Boykott! Nachdem die G. m. b. H. Schloßpart ihre Theaterfäle der organisierten Arbeiterschaft bei allen Partei und Gewerkschaftsfestlichkeiten zur Verfügung stellt, hebt die Ge werkschaftsunterkommission des 12. Bezirks infolge dieser Vereins barung den Boykott mit dem heutigen Tage auf.

Für allgemein verbindlich erklärt ist laut Verfügung des Reichs­arbeitsministeriums vom 15. September der Nachtrag vom 4. Juni 1921 zum Tarifvertrag für die kaufmännischen Angestellten im Hut Einzelhandel Groß- Berlin. Die allgemeine Ver­bindlichkeit beginnt mit dem 1. April 1921. Wir fordern die Kollegen, welche nicht nach den tariflichen Vorschriften entlohnt werden, auf, geber veranlassen fönnen, ihren gefeßlichen Verpflichtungen nachzus sich in unserem Bureau zu melden, damit wir die säumigen Arbeits Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe, Belle- Alliance- Str. 7/10.

fommen.

Achtung, Angestellte der Metallindustrie! Donnerstag abend 7 Uhr findet im Musiker- Bereinshaus, Kaiser- Wilhelm- Str. 31, eine Referenten: Franz Krüger   u. Heinrich Ströbel  . Versammlung der Afa- Funktionäre der Metallindustrie statt. Es wird Bericht erstattet über den bisherigen Verlauf der Tarifver. Mitgliedsbuch und Funktionärkarte müssen vorgezeigt handlungen. Dem Verband Berliner   Metallindustrieller find zu Der Bezirksvorstand. einem Teil neugestaltete Forderungen überreicht worden, die even tuell eine weitere Berhandlungsgrundlage bilden fönnen.

der Arbeiterklasse um ihre Gleichberechtigung mit den anderen Klassen der Gesellschaft auf politischem Gebiet zu führen hat, im weiteren aber über diese ihre nächste Aufgabe hinaus die Be­freiung der Arbeiterflasse von jeder Unterdrückung und Aus­beutung durch Aufhebung des Lohnsystems und die Organisation Stellungnahme zu den Beschlüssen des Parfeitages in Görlig. einer auf der sozialen Gleichheit aller beruhenden Erzeugungs­und Austauschweise, also der sozialistischen   Gesell­schaft, erstrebt. Ein Ziel, das auch der klaffenbewußte Ar­beiter der Gewerkschaft notwendig erstreben muß. Beide Or- werden. ganisationen find also in ihren Kämpfen auf gegenseitige Berständigung und 3usammenwirten angewiesen. Um bei Aftionen, die die Interessen der Gewerkschaften und der Partei gleichmäßig berühren, ein einheitliches Vorgehen her­beizuführen, sollen die Zentraleitungen der beiden Organisationen sich zu verständigen suchen.

Lohntlasse das Minimum für Berlin   am 1. Oftober 385 Mr. und am 15. November 410 Mr. betrage. In der Diskussion wurde von einem Redner eine Resolution eingebracht, die das Abkommen ab­Um aber jene Einheitlichkeit des Dentens und lehnt und sofortige erneute Verhandlungen mit den Berliner   Brin­des Handelns von Partei und Gewerkschaft zu zipalen verlangt. Von anderen Rednern wurde die Annahme des fichern, die ein unentbehrliches Erfordernis für den siegreichen Abkommens befürwortet. Schließlich wurde mit großer Mehrheit Fortgang des proletarischen Klaffentampfes bildet, ist es unbe- eine Resolution K. W. Schmidt angenommen, welche besagt, daß dingt notwendig, dan die gewertschaftliche Bewe- die Berliner   Buchdrucker mit dem Resultat des Abkommens nicht zu­gung von dem Geifte der Sozialdemokratie er- frieden sind, aber unter den jezigen Verhältnissen demselben zuftim­füllt werde. Es ist daher Pflicht eines jeden Parteigenossen, men. Der Gauvorstand wird aber beauftragt, Ende Oftober eine in diefem Sinne zu wirken." neue Generalversammlung einzuberufen, damit in dieser eventuell Wenn der Görlitzer Parteitag den oben erwähnten Antrag ab- neue Lohnforderungen gestellt werden können. gelehnt hat, so geschah das nur, weil seine Formulierung wenig glücklich war und weil es heute noch nicht möglich ist, die Grenze Die Funktionärversammlung der graphischen Hilfsarbeiter zwischen den einzelnen Beamtenorganisationen so scharf nahm am Dienstag im Gewerkschaftshause den Bericht über die zu ziehen, als es für die Zukunft notwendig erscheint. Diese und Lohnbewegung im Buchdruckgewerbe entgegen. Gloth gab den feine andere Auslegung erlaubt der Görlizer Beschluß. Für alle Bericht. Es ist nicht gelungen, für die Hilfsarbeiter die Prozent Parteigenossen besteht nach wie vor die Berberechnung abzuschaffen oder zu verändern. Nach wie vor ist die pflichtung, sich den Gewerkschaften anzuschließen, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen. Da nun unter Wegfall der Gestaltung der Buchdruckerlöhne maßgebend für die Bezüge der die dem ADGB  . oder der Afa angehören. Wirtschaftsbeihilfe den Berliner   Buchdruckern eine Wochenzulage Selbstverständlich steht die Partei nach wie vor fest zu den freien von 75 M. ab 1. Oftober und eine weitere Zulage von 25 M. ab Gewerkschaften. Darüber herrscht vollkommene Klarheit, die auch 15. November zugestanden wurde, so ist das grundlegend auch für durch kein Berwirrungsmanöver getrübt werden kann. die neuen Löhne der Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen. Die Hilfs arbeiter erhalten 85 Proz., die Anlegerinnen 55 Broz. und die fonfti­gen Arbeiterinnen 50 Proz. der Gehilfenlöhne. Für Jugendliche finden örtliche Festlegungen statt. Gloth gab eine Uebersicht über die geldliche Auswirkung der Abmachungen für die Hilfsarbeiter und arbeiterinnen. Die Gauvorsteher haben die Abmachungen ange nommen, und Redner glaubt, auch den versammelten Funktionären die Zustimmung empfehlen zu können. In Berlin   fommen vom 15. November ab verheiratete Hilfsarbeiter über 24 Jahre im Mis nimum auf wächentlich 348,85 m., ledige Hilfsarbeiter über 24 Jahre auf 340,85 M., Anlegerinnen auf 246,45 M., Hilfsarbeiterinnen über 24 Jahre auf 220,25 M. Im übrigen finden die entsprechenden Ab­stufungen statt. Eine gedruckte Zusammenstellung für die beteiligte Arbeiterschaft, die die Löhne ab 1. Oktober und ab 15. November enthält, wird alsbald herauskommen.

Ueber 22 Millionen Gewerkschaftler. Der Internationale Gewerkschaftsbund Amsterdam veröffentlicht eine Uebersicht der ihm angeschlossenen Berufssekretariate und deren Mitglieder, die folgendes Bild gibt: 4 600 000 2713 408 2 614 215

Metallarbeiter.

Transportarbeiter

Bergarbeiter.

Fabritarbeiter

Bandarbeiter

Tertilarbeiter.

Brivatangestellte

.

2 409 300

2 097 033

1 604 000 848 000

804 194 800.000 590 500 522 250

Bauarbeiter.

Holzarbeiter

Schneider

Bost-, Telegraph- und Telephonangestellte

Deffentliche Betriebe

478 142

Lederarbeiter

343 507

Lebens und Genußmittel.

306 300

Buchbinder.

261 203

Staffeehaus und Hotelangestellte

245 950

Steinarbeiter

162 050

Buchdrucker.

160 000

Tabatarbeiter

152 300

Glasarbeiter

Zimmerer  

Maler

Hutmacher

Diamantarbeiter

Lithographen  

Friseurgehilfen

Kürichner

Töpfer

Zusammen

147 500 92 462 83 333

46 859 40 698

24.500

18 500

14 588 12 126 22 182 913

Die für die Leberarbeiter angegebene Zahl umfaßt auch die Berufsiekretariate der Schuh- und Lederarbeiter, Gerber und Sattler, die auf ihrem diesjährigen internationalen Kongreß be­schlossen, eine gemeiniame Internationale zu gründen.

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Es muß erwartet werden, daß jeder Afa- Funktionär der Metallindustrie- Handlungsgehilfe, Bureauange. stellte, Techniker und Werkmeister wesend ist, da wichtige Beschlüsse zu fassen sind. Afa- Bund, Orts in dieser Versammlung an­tartell Groß- Berlin.

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Zum Streit in Nordfrankreich. Das Streitfomitee von Rou baig und Tourcoing  , das die Fortschaffung der Kin. der der Streifenden vorbereitet, richtete einen Aufruf an die Sekretäre der Ortsverbände aller Departements, in dem diese aufgefordert werden, die Kinder in den Arbeiterfamilien ihrer Gegend aufzunehmen.

Die Eisenbahner in Nordamerika   befundeten durch die ersten Ergebnisse ihrer Abstimmung, daß sich eine Mehrheit für den Streit ergibt, falls tie Eisenbahngesellschaften ihren Beschluß aufrechterhalten, die Löhne herabzudrücken.

nerstag nachmittag 4 Uhr Heinrichs Festfäle, Große Frankfurter   Str. 30, großer Saal, Branchenversammlung. Bericht der Lohnkommission und Beschlußfassung. abend 6 Uhr bei Florian, Biegelstr. 31.

Transportarbeiter- Berband. Glas- und Teppich reinigungsbranche. Dotte

Chemische Branche( Gruppe E, Chirurgie). Gruppenversammlung Freitag

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Zentralverband der Maschinisten und Seizer. Bersammlung aller in ben Märkischen Elektrizitätswerten beschäftigten Kollegen am Donnerstag 6 Uhr im 6% Uhr im Lotal von Balensky, Neukölln  , Boddin  , Ecke farstraße, Bersamm­Schultheiß, Alte Jakobstr. 23. Legtes Angebot der Arbeitgeber.. Donnerstag lung aller im Tiefbau beschäftigten Kollegen. Bezirke Oberschöneweide  , Trep. Oberschöneweide  , Wilhelminenhofstraße. Referat des Kollegen Reinefeld. tow und Adlershof  . Gemeinsame Bezirksversammlung Freitag 6 Uhr bei Pamp, Schulz' Festfälen, Am Rönigsgraben 2, Gruppe Gemeindearbeiter, Branchenvers Berband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter. Freitag abend 7 Uhr in fammlung für Groß- Berlin.

Berkehrsbund. Abt. Poft, Fernfprech- und Telegraphenpersonal im OPD.. Bezirk Berlin  . Donnerstag abend 7 Uhr im Bagenhofer, Fidicinstr. 2-3, großer Saal, Deffentliche Versammlung der Beamten und Diätare der Reichspoft und Telegraphenverwaltung vom gesamten OPD.- Bezirk. Der 11. Verbandstag und die Lehren aus der letzten Gehaltsbewegung." Freitag abend 8 Uhr im Ge wertschaftshaus, Engelufer, großer Gaal, Gettionsmitgliederversammlung. Tätig Feitsbericht. Wahlen zum Bezirksbetriebsrat bei der OPD. und zum 8entral betriebsrat beim RPM. Berhandlungsbericht betr. Massenentlaffungen.

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Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Donnerstag 6 Uhr Mitglieder. Bersammlungen für die sechs Berliner   Bezirke. Tagesordnung: 1. Wahl der Bezirksleitung. 2. Verschiedenes. 8utritt nur gegen Borzeigung des Mitglied buches. Die Bersammlungen finden in folgenden Lotalen statt: 1. Berwaltungs bezirk Saverlands Festsäle, Neue Friedrichstr. 35. 2. Berwaltungsbezirk Moa. In der lebhaften Diskussion wurde u. a. angeregt, der Borstand biter Gesellschaftshaus, Wiclefftr. 24. 3. Berwaltungsbezirt Krieger- Bereins. haus, Chauffeeftr. 94. 4. Berwaltungsbezirk Bubifäle, Neue Rönigstr. 26. folle in Spezialverhandlungen versuchen, einen Ausgleich zwischen 5. Berwaltungsbezir! Königsbant, Große Frankfurter   Str. 117.- 6. Berwal den Löhnen der jugendlichen Arbeiter und denen der Anlegerinnen tungsbezirk Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Die Dtsverwaltung. zugunsten der letzteren herbeizuführen. Gloth sagte namens des Sentralverband der Angestellten. Funktionäre im Einzelhandel. Greitas Borstandes zu, daß danach verfahren werden würde. Die Ber  - 7 Uhr im Schultheiß  , Neue Jakobstr. 24/25. Stand der Lohnbewegung. sammlung stimmte gegen wenige Stimmen dem Ab­tommen zu

Die Erfurter   Buchdrucker beschlossen in einer start besuchten Bersammlung, die Berliner   Einigungsbeschlüsse nicht anzuerkennen und gegen sie in einem Telegramm zu protestieren. In der Ver­sammlung fam der Streitwille zu starkem Ausdruc.

Die Lohnbewegung der Mehlfutscher und Mitfahrer ist nach zweitägigem Streit erfolgreich beendet. Es wurden folgende Ber­einbarungen getroffen: Die Beschäftigungszeit der Kutscher   und Mitfahrer beträgt 48 Wochenstunden netto. Die Rutscher und Mitfahrer erhalten einen Wochenlohn von brutto 400 m. Für die außerhalb der regelmäßigen Beschäftigungsdauer leistende Pferdepflege von 12 Wochenstunden erhalten

Berantw. für den rebalt. Teil: Dr. Werner Peiser  , Charlottenburg  ; für Anzeigen: Th. Glocke, Berlin  . Verlag: Vorwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin  . Drud: Vor Hierzu 1 Beilage.

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Friedrichstr. 59/60, Ecke Leipziger Straße  , haben nunmehr wieder ihren Anfang genommen und ihre bewährte Anziehungskraft auf das Publikum ausgeübt. sowie die sehr lustigen, witzigen Vorträge außerordentlich starken Beifall. Besonders erzielen die originellen und phantastischen Tanzvorführungen Der Eintritt ist frei. Beginn 42 Uhr.

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