Gewerkschaftsbewegung
Ende der Demobilmachungsverordnungen?
einander näher fommen, dazu Bat Hoffentlich der heutige Abend Beigetragen. Bon der Partei dürfen wir uns nicht abwenden, wenn uns der eine oder andere Wunsch nicht gleich erfüllt werden kann. Nach einem Schlußwort des Referenten schloß der Vorsitzende Klaus die Bersammlung.
Transportarbeiter der Metallindustrie.
nehmerpertretern führten. Auch diese Besprechungen endeten ohne Ergebnis. Die Unternehmer verlangten bevor Zugeständ niffe gemacht werden sollen nicht nur Rohlenpreiserhöhungen, welche die neuen Lohnzuschläge und den vereinbarten 60prozentigen Zuschlag für Generaluntoften usw. decken, sondern auch noch einen besonderen Zuschlag, damit sie erhöhte Abschreibungen vora nehm.en fönnen. Trog des bisherigen ergebnislofen Berlaufs aller Berhandlungen will man die Besprechungen am Montag fortsetzen. Fortdaner des Mansfelder Streiks.
Nach der Berordnung der Reichsregierung vom 18. Februar 1921 sollen am 31. März 1922 alle Verordnungen, die auf Grund der Demobilmachungsvollmacht erlassen sind, außer Kraft treten. In der Gettion V des Deutschen Transportarbeiterverbandes, die Die Tragweite dieser Anordnung kann man daran ermessen, daß alle in der Groß- Berliner Metallindustrie beschäftigten Mitglieder neben anderen fozialpolitisch sehr wichtigen Berordnungen z. B. auch dieser Organisation umfaßt, steht die Seftionsleitung zur Neuwahl. bie über den Achtstundentag und die Erwerbslosen- Der bisherige Settionsvorsitzende wird von den Kommunisten in einer Art und Weise angegriffen, die das Maß des Zulässigen Nachdem am Mittwoch die Betriebsräte im Mansfeldischen Erzfürsorge unter diese Ausführungsverordnung fallen. Nun ist bei weitem übersteigt. In der„ Roten Fahne" wird ihm zum Vor- abbau zu dem Schiedsspruch Stellung genommen hatten, faßten am aber selbstverständlich gar nicht daran zu denken, daß in allen diesen wurf gemacht, daß er schuld sei an dem Elend der ungelernten Donnerstag die in Mansfeld abgehaltenen Bersammlungen der BeAngelegenheiten, für die zum Teil eine anderweitige gesetzliche Rege- Arbeiter in der Metallindustrie. Weiter wird ihm Kurzsichtigkeit legschaften einstimmig den Beschluß, den Schiedsspruch lung vorbereitet, aber noch nicht zum Abschluß ge- und„ bewußte" Irreführung der Kollegenschaft vorgeworfen. Den abzulehnen und den Streik fortzusetzen. tommen ist, nach dem 31. März die gesetzliche Regelung auf Beweis für diese Behauptungen zu erbringen, würde selbst der hören fann. Roten Fahne" nicht gelingen. Die Tattif des Sektionsvorsitzenden Die Berhandlungen über das Arbeitszeitgefeß werden am Im Vorläufigen Reichswirtschaftsrat ist deshalb ein besonderer bei Berhandlungen mit dem Verband Berliner Metallindustriellen 4. März im Reichsarbeitsministerium fortgesetzt werden. Den BorUnterausschuß zur Prüfung dieser Fragen eingesetzt worden, dem fennenzulernen, hatten die Kollegen wiederholt Gelegenheit. Es war fizz in den Berhandlungen mit den Gewerkschaften führt Ministerialvon den freien Gewerkschaften Tarnow, Albrecht und Strö hardings eine andere, als die der Fraktionsgenossen der„ Roten direktor Dr. Hike. linger angehören und der am 24. Februar seine Beratungen auf- Straße am 29. Dezember 1921, bei denen drei dieser KPD.- FraktionsFahne". Erinnert sei z. B. an die Verhandlungen in der Potsdamer genommen hat. Er kam damit allerdings noch nicht weit, da die genoffen beauftragt waren, die Intereffen der Kollegen der Seftion V geführten Berhandlungen über die Schaffung eines einGescheiterte Berhandlungen. Die in den letzten Tagen in Berlin Regierungsvertreter trog der großen Dringlichkeit noch nicht in der gegenüber dem Verband Berliner Metallindustrieller wahrzunehmen.heitlichen Reichstarifvertrages für das gesamte Lage waren, eine Zusammenstellung auch nur der Berordnungs- Als der Borsigende der Berhandlung, Dr. Kühnemann, fragte, wer beutsche Hoch, Beton- und Riesgewerbe find ers titel vorlegen zu fönnen, die unter die Aufhebungsverordnung fallen. von den Herren zur Begründung das Wort wünsche, trat eisiges gebnistos abgebrochen worden, da es nicht gelang, zu einer EiniBon den gewerkschaftlichen Vertretern wurde ausdrücklichst verlangt, Schweigen ein. Reiner von diesen Helden wagte es, auch nur ein gung zu kommen. daß am 31. März teine der bestehenden Berordnungen Bort zu sagen, so daß der Geftionsverfigende in die Bresche springen automatisch erlöschen dürfe, wenn nicht zuvor eine ander mußte, um die Situation zu retten. weitige gefegliche Regelung erfolgt oder die Aufhebung in jedem einzelnen Falle nach vorheriger gründlicher Prüfung befchloffen worden sei. Erforderlichenfalls müßte der angefeßzte generelle Aufhebungstermin vorläufig um 6 Monate auf den 1. Oftober perlängert werden.
Die Regierungsvertreter fündigten für die nächsten Tage eine Borlage mit den Ausführungsbestimmungen zur Aufhebungsverordnung an und stellten eine Zusammenstellung nicht nur derjenigen Berordnungen, für die eine Berlängerung der Geltungsdauer geplant ist, sondern auch derjenigen, die nach Meinung der Regierung am 31. März erlöschen sollen, in Aussicht.
Darauf vertagte sich der Ausschuß bis zum 7. März.
betrieben. Letzterer richtet sich gegen die Privatunternehmer, ersterer
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geben würde, die Geschicke der Seffion zu lenten. Im übrigen sollten Es wäre verhängnisvoll, wenn diesen Leuten Gelegenheit gebiefe Leutchen doch auch wiffen, daß alle ihre Angriffe danebenhauen, da der bisherige Seftionsleiter gar nicht zur Wahl steht, weil er in der Organisation eine andere Position einnehmen soll. Bie fehen nun die Kandidaten der Liste der Sektionsleitung aus und wie ist sie zustande gekommen? Die Kandidaten wurden von den Rollegen aus den Betrieben in Borschlag gebracht und nur gegen eine Stimme son der gesamten Geftionsleitung mit Einfind 9 USPD - und 3 SPD. - Genossen. Alles Kollegen, die über ein schluß der PD. Frattionsgenossen angenommen. Es Jahrzehnt und noch länger in der Arbeiterbewegung stehen, während bie Life ber RBD.- Geroffen mit wenigen Ausnahmen Kandidaten aufmeift, die es oft fnt er ober na usbruch der Resolution begriffen haben, daß es ihre Pflicht als Arbeiter ift, Hich zu organifieren.
Ber nicht will, daß die Gewerffchaften zertrümmert werden, daß die jahrzehntelange Arbeit für den Sezialismus vernichtet wird, der trete ein für die von der Settionsleitung aufgestellte Liste. 2n alle Anhänger der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale ergeht die Aufforderung, vollzählig in der Generalversammlung am Sonntag, früh 9% Uhr, im Saalbau der Brauerei Friedrichshain zu erscheinen.
Gelbe Verbände sind keine Arbeiterorganisationen.
Lohnbewegung im Friseurgewerbe. Auf Grund der neuen Teueerhöhung zu fordern. Eine am 21. Februar stattgefundene Verhand rungswelle fehen sich die Friseurgehilfen veranlaßt, eine Lohns lung führte zu feinem Ergebnis, doch gehen die Verhandlungen weiter. Die Gehlifenschaft hofft, daß die Arbeitgeber ihren Wünschen so weit entgegenkommen werden, daß die Lebenshaltung des Friseurs
gehilfen einigermaßen sichergeſtellt ist.
Der Streit der Metallarbeiter in Mainz , Wiesbaden und im Rheingau ist nunmehr allgemein geworden. Im Mainzer Bezirk ftreifen etwa 15 000 und im Bezirk Wiesbaden und Rheingau etwa troffen die großen Werke, wie Opel in Rüsselsheim , die Maschinen3000 Metallarbeiter. Bon dem Ausstand find hauptsächlich befabrit Augsburg Nürnberg in Gustavsburg und die Waggonfabrik Gebr. Gastel in Mainz - Mombach .
Kopenhagen in Odense zu heftigen Zusammenstößen ausgesperr Die Ausfperrung in Dänemark führte nach einer Meldung aus ter Arbeiter mit der Polizei, die viele Verhaftungen vornahm.
Lohnbewegung in der österreichischen Metallindustrie. Bei den Tarifverhandlungen haben die Vertreter der österreichischen Metallindustrie eine allgemeine Serabfegung der Löhne gefor dert. Die Betriebsräte der Wiener Metallarbeiter haben gegen diese Forderung schärfstens Stellung genommen und die Einberufung einer Reichsbetriebsrätefonferenz gefordert, der der Verbandsvorstand die von ihm beabsichtigte Tattit porlegen soll. Ein eigener Drahtbericht aus Wien meldet uns, daß gestern die Bertreter der Metallarbeiter mit den Unternehmern verhandelt haben.
Die SPD. - Funktionäre der Eisenbahner zum Streit. In einer gut besuchten Versammlung der SPD. - Funktionäre der Eisenbahner sprach Genosse Wuschid über den Eisenbahnerstreit. Er entschuldigte zunächst die Genossen els und Hermann Müller , denen es leider nicht möglich gewesen sei, zu dieser Berfammlung zu fommen. Dann führte Wuschid u. a. aus: Die Forderungen der Eisenbahner find durchaus berechtigt, aber ein Streif in den Reichsbetrieben ist etwas anderes, als ein Streit in Privatzieht die Intereffen aller Staatsbürger in Mitleidenschaft, denn die Eisenbahnen sind eine der Herzfammern des wirtschaftlichen Lebens. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats perhan Es kommt darauf an, daß der richtige Meg zur Berbefferung der delte am 23. Februar über eine Eingabe, die Klarheit schaffen will Sage der Eisenbahner beschritten wird. Auf feinen Fall darf ein in der Auslegung bes§ 6 der Verordnung vom 1. März 1921 über Die Bildung eines großen Gewerkschaftsbundes mit mehr als Streit, der die ganze Arbeiterschaft trifft, ohne vorherige Ausbildung von Kraftfahrzeugführern. Der§ 6 zwei Millionen Arbeitern wurde auf der Konferenz der Führer der Erschöpfung aller Verständigungsmöglichkeiten und ohne Verständi der betreffenden Berordnung sieht für jede höhere Verwaltungs- Nationalen Eisenbahnergewerkschaft und der Vereinigten Berggung mit den Arbeitervertretungen beschlossen werden. Auch die behörde einen Ausschuß vor, der neben anderen aus Bertretern der arbeiter Amerifas sowie der ihnen angeschlossenen Gewerkschaften Breffe mußte eingehend informiert werden. Unsere Frattion ist Berufsfahrervereinigungen bestehen soll. Die von ein- einstimmig gebilligt. Die Berwirklichung der Pläne würde 17 Gea ebensowenig unterrichtet worden, wie unser Zentralorgan, der„ Bor - seinen Regierungspräsidenten bisher für die Benennung der in die werkschaften unter Führung der Kohlenbergarbeiter und der Eisenwärts". In jedem Falle auch wenn sie gefiegt hätten fen Ausschuß zu entfendenden Bertreter herangezogenen Chauffeur- bahner zusammenschließen. waren die Eisenbahner die Geschädigten. Die Machtverhältnisse lagen so, Bereine werden von dem dem Transportarbeiterverband angeschlosse daß, wenn die Regierung hätte gehen müffen, eine tetsregie: nen raftführerbunde als gelbe" Organisation betrachtet, da sie Bagner, Gottfried Heinersdorf, Bereinigte Berkstätten für Mosait Deutscher Fabritarbeiterverband. Bei der Firma Buhl u. vsn Urbeitgebervereinigungen unterstügt werden. rung gekommen wäre, die mit den Eisenbahnern ein ganz anderes Als Berufskraftfahrersereinigung tommt nach ihrer Ansicht nur bie und Glasmalerei, Treptow , Kiefholzstr. 72-75, befinden sich die KolWort geredet hätte.( Lebhafte Zustimmung.) Aber auch bei einer Neuwahl des Reichstags hätte sich gezeigt, daß die„ Nationalen" gewerkschaftliche Organisation der Kraftfahrer in Frage. Da die legen der Mosaitabteilung wegen Lohndifferenzen feit Donnerstag burch den Eisenbahnerstreif eine erhebliche Stärtung erBeschwerden der zuständigen Organisationen von den RegierungsBei der Firma C. Müller, Weißensee, Belfortfahren haben. Es ist daher zu begrüßen, daß der Weg zur Ber- ftellen bisher ablehnend beantwortet sind und die betreffenden Straße 23-29, find Differenzen ausgebrochen. Die Firma hat jämtständigung, den unsere Genossen Müller und Wels anbahnten, ge- Reichsministerien sich für nicht zuständig erklärt haben, will die Ein- liche Arbeiter und Arbeiterinnen wegen Teilnahme an der Beerdigangen wurde. In Zukunft sollte die Regierung Männer mit den gabe ein Gutachten des Sozialpolitischen Ausschusses des Reichs- gung eines Kollegen ausgesperrt. Wir erfuchen, die Firmen Berhandlungen betrauen, welche die Organisationen als gleichwirtschaftsrats erreichen, in dem der§ 6 der Berordnung in obigem ou meiden! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck berechtigt anerkennen. 28ir müssen uns auch den Gedanken abSinne ausgelegt wird. Zur Annahme gelangte folgender Antrag: gebeten. gewöhnen, daß Parteigenossen, die in amtlichen Stellungen sind, " Der Gozialpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats erflärt Branchenversammlung der Mechanit und Kiaviaturarbeiter im GewerkschaftsDeutscher Solzarbeiternerband. Musikinstrumentenarbeiter: Seute 2 Whe bie Partei repräsentieren. zu dem Antrag des Mitgliedes Reiz betreffend Auslegung des§ 6 haus. Lohnbewegung. der Berordnung über die Ausbildung von Kraftfahrzeugführern vom Ristenmacher: Sonntag 10 Uhr in den Andreas- Feftfalen, Andreasitt. 21, Ber Abends 6 Uhr, Sigung der Branchenkommiffion. 1. März 1921, daß als Berufsfahrervereinigungen nur mit fammlung. Stellungnahme zur Lohnbewegung. Beschlußfaffung über Streit. glieber Don wirtschaftligen Bereinigungen zu verstehen find. Der Begriff wirtschaftliche Bereinigungen der Ar- Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs . Berlin - Lichterfelbe; für Anbeitnehmer" ist wie folgt auszulegen: als wirtschaftliche Bereini- eigen: Sh. Slode, Berlin . Berlag Vorwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin . Drud: gungen gelten nur folche, die 1. die Mitgliedschaft nicht von der Zu Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin , Lindenstr. 3. gehörigkeit von einem bestimmten Betriebe abhängig machen; 2. 2rbeitgeber als Mitglieder nicht aufnehmen und feine Unterstützungen oder sonstige Suwendungen von Arbeitgeberseite annehmen; 3. die Interessen ihrer Mitglieder selbständig und unabhängig wahrnehmen."
In äußersten Fällen muß für die Beamten das Streitrecht als Notwehrrecht anerkannt werden, allerdings mit allen Konsequenzen. Wie die Unabhängigen über dieses Streifrecht denten, hat Lipinski dokumentiert, und in Rußland wäre ein folcher Streit erst recht unmöglich. Mit der Haltung des„ Vorwärts" bin ich auch nicht immer einverstanden. Rindisch ist es aber, aus Verärgerung den Borwärts" abzubestellen oder aus der Partei auszutreten. Wir haben uns der Partei angeschlossen, weil sie unsere Weltanschauung verförpert. Unsere Aufgabe ist es, Strömungen, die wir für falsch halten, in das richtige Beit zu leiten. Nicht durch Verneinung, sondern durch pofitive Politif wird das erreicht. Die Republif, die heute eine demokratische ist, muß in eine fogialistische umgewandelt werden.
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Die Lohnverhandlungen im Bergbau.
motog wandte sich in der Diskussion gegen die Haltung der Bartei und die Spizen der Gewerkschaften. Beilschmidt wies Am Donnerstag fanden nach einer Melbung des Sozialdemo auf die Mitwirkung der kommunistischen Drahtzieher hin und trat frtischen Parlamentsdienstes zwischen den Bergarbeiterorganisationen dafür ein, daß der Beamtenschaft auch das Streifrecht zuerfannt und den Unternehmerverbänden Berhandlungen über die Neumerden müsse. raag erflärte, man hätte sich vor dem Streit regelung der Lohnverhältnisse im Bergbau statt. mit den Gewerkschaften und dem ADGB. in Verbindung fehen sollen. Die Berhandlungen verliefen ergebnisios, und man einigte sich Ein Klassenfämpfer, der gleich zu einer anderen Bartei laufe, wenn deshalb, erneut die Vermittelung des Reichsarbeitsder Karren einmal schief gehe, werde schließlich bei den Nationalen minifteriums anzurufen. Freitag vormittag fanden Berhandenden. Wiegand: Ciner Partei, die folche Stürme bestanden lungen im Reichsarbeitsministerium statt, die zur Einsegung hat, wie die SBD., gehört die Zukunft. Faltenberg: Daß mir einer Untertommiffioz aus je 7 Arbeitgeber- und Arbeit
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