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treiben.

Gegen den Streichholzwucher. Zurzeit herrscht ein empfindlicher Mangel an Streich hölzern, der durch die erfahrungsgemäß damit verbundene Hamsterei noch erheblich gesteigert wird, so daß die wenige greif­bare Ware in vielen Fällen zu Wucherpreisen angeboten und gekauft wird.

Der Neuköllner Schulstreit.

Die unchristlichen Christen. Deutschnationale Unverfrorenheit.

Elternbeiräten Dom

Reibereien mit den christlichen Kindern.

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indirekt den Streit unterstützt

ben Meter Straßenfront die Hälfte, mithin mindestens 2000 m. betragen. Hieraus dürften sich weitere Schlüsse über die Höhe der Anliegerbeiträge für breitere Grundstücke, namentlich an breiteren und besser zu befestigenden Straßen, ziehen lassen. Allen Baulustigen kann daher dringend empfohlen werden, sich rechtzeitig vor jedem Baubeginn oder richtiger noch vor Erwerb einer Par­zelle erst über die Bedingungen bei der städtischen Bau­Eine Anfrage der SPD. - Fraktion im Bezirk Neukölln über Ber­verwaltung zu unterrichten, damit ihnen spätere Unan- unreinigung und Beschädigung der Klassenzimmer durch Schüler der haben. Unser Redner fragte das Bezirksamt, was es zu tun ge­nehmlichkeiten erspart bleiben. Wirtschaftlicher ist es natürlich, das 37. Schule anläßlich des Umzuges in ein anderes Schulgebäude gab dente, um einen geregelten Schulbetrieb zu veranlassen. Stadtrat Bauen an bereits früher noch zu niedrigeren Preisen bepflasterten, Veranlassung zu einer stundenlangen Aussprache über den von den Dr. Löwenstein mußte die Ausführungen unseres Redners be­aber noch unbebauten Straßen, von denen der Verwaltungsbezirt christlichen Zaune gebrochenen stätigen. Er erklärte, daß zirka 60 Lehrer zur Beauf­Lichtenberg allein noch über 60 000 laufende Meter aufweist, zu be- Schulstreit. fichtigung beim Umzug zugegen waren. Aber nur ein einziger Lehrer hat einen Knaben aufgeschrieben. Einige andere wollen auch Es war bisher in Neukölln üblich, daß die Schwesternschulen die Verwüstung gesehen haben, aber feiner ter Herren Lehrer hat ſtets zusammenlagen. Der Krieg hat hier, wie unser Genosse daran gedacht, die Namen der Kinder zu notieren. Jetzt haben die Grabe ausführte, Unordnung in das Schulwesen gebracht, weil christlichen Elternbeiräte sogar zwölf Forderungen eingereicht, und vielfach Militär in den Schulen untergebracht war. Als das wenn diese von der Schulverwaltung nicht sofort bewilligt werden, Militär die Schulen verließ, verstanden es die Katholiken, das Schul- dann soll der Generalstreit nicht nur für Neukölln , sondern auch für gebäude für sich zu reklamieren. Gleich nach Bildung der weltlichen Groß- Berlin beschlossen werden. Es wird endlich Zeit, daß die Schulen wurden die 5. und 6. Schule in zwei verschiedenen Schul- Elternschaft einsehen lernt, wozu sie sich hat mißbrauchen lassen. gebäuden untergebracht. Das führte des öfteren zu Die Schulverwaltung wird alles tun, um zunächst Klarheit zu schaffen, mer die Verwüstungen der Klassenzimmer vorgenommen hat. Einige Schüler sind schon festgestellt; inwieweit einzelne Lehrer ihre Pflicht Der deutschnationale Deshalb kam man unter Zustimmung des christlichen Elternbeirats verlegt haben, wird festgestellt werden. überein, die 5. und 6. Schule in einem gemeinsamen Schulhaus Redner Grundmann machte sich die Verteidigung für das Ber­unterzubringen. 24 Stunden nach dieser Abmachung wurde, jeden halten der Elternbeiräte sehr leicht. Er versuchte die ganze An­falls auf höhere Weisung, Widerspruch erhoben. Man ging gelegenheit auf ein anderes Geleis zu schieben. Er gab einige bis zum Kultusministerium. Dieses erteilte endlich am 23. Februar 3erstörungen zu, um aber im gleichen Atemzuge zu sagen, den Bescheid, daß der Berlegung der 5. weltlichen Schule nichts im daß auch in den weltlichen Klassen solche Zerstörungen vorgefom­Wege stehe. Obwohl der Kultusminister den christlichen Eltern men seien. Diese Unverfrorenheit rief eine derartige Ent. näher steht als uns, war die Entscheidung desselben das Signal, rüstung in der Bezirksversammlung hervor, daß er nur mit Mühe nunmehr die Elternschaft auf den Plan zu rufen. Der Umzug wurde und Not seine Ausführungen beenden fonnte. Es versteht sich, daß zwar durchgeführt, aber die Kinder hausten dabei wie die Van alle Parteien außer den Deutschnationalen und Bolksparteilern diese dalen. Birla 50 Tintengläser wurden zerschlagen, Beschmutzungen öffentlicher Einrichtungen gebührend kennzeichneten. Deckel von den Tintenfässern abgerissen, Wände und Vorhänge mit Der demokratische Lehrer Erner rückte von diesen Schulstreiflern Tinte bespritzt, zwei Fensterscheiben und eine Türscheibe zerschlagen. weit ab. Die Rechte hatte diesmal einen schwarzen Lag, Wo die Lehrer bei diesem Tumult waren, weiß niemand. Haben den sie so bald nicht vergessen wird. sie etwa diesen Vandalismus stillschweigend geduldet? Wenn so etwas in den weltlichen Schulen passierte, welches Entrüstungs- Hoffentlich ziehen alle Arbeitereltern in Neukölln die Lehre geschrei erhöben alsdann die Christlichen ". Run zum Streit felbst. aus diesem frivolen Streik und verlangen, daß ihren Kindern endlich Streitposten waren aufgestellt, die die Kinder, die zur Schule Unterricht erteilt wird. Die Quittung für diesen Streit müssen die tamen, einfach nicht in das Schulgebäude hineinließen oder sie nach Haufe fchickten. Es besteht der dringende Berdacht, daß viele proletarischen Eltern diesen reattionären Unpolitischen" am 28. Mai Lehrer und auch einige Rektoren samt einigen Haus bei der Wahl der Elternbeiräte ausstellen, indem sie nur die Kandi­daten der drei sozialistischen Parteien wählen.

Diesem Bucher wird, da keine Höchstpreise mehr be­stehen, von der Polizei in der Weise zu Leibe gegangen, daß in den zur Anzeige gelangenden Fällen jedesmal die Gestehungs­kosten an hand der vorzulegenden Einkaufsbelege nach ge prüft werden, um so einer eventuellen Uebergewinn festzustellen. Beim Nichtvorhandensein solcher Belege und der Erklärung, den Lieferanten nicht einmal dem Namen nach zu kennen, wird in der Mehrzahl der Fälle der Verdacht des Preiswuchers die größte Wahrscheinlichkeit für sich haben. Die polizeilichen Dienst stellen sind angewiesen worden, auch ohne das Vorliegen von Anzeigen aus dem Publikum, von sich aus ihr Augenmerk in der angegebenen Weise auf den Streichholzwucher zu richten und die entstandenen Vorgänge nach Bornahme der erforderlichen Fest stellungen und Bernehmungen und unter Beifügung eventueller Be­lege der Abteilung W einzureichen, von wo sie dann nach Vorlage bei der Preisprüfungsstelle Groß- Berlin den zuständigen Staats­anmaltschaften zugeleitet werden.

Deutschnationale, Helden".

Mehr Angst als Vaterlandsliebe.

meistern

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Groß- Berliner Parteinachrichten.

2. Kreis. Tiergarten. Sonnabend, den 29. Avril, 7 Uhr, im Artushof", Perleberger Str. 26. Gigung des Maifestausschusses und fämtlicher Selfer.

5. Kreis. Friebrichshain. Elternbeiräte! Sonnabend, ben 28. April, 7 Uhr, in der Schule Petersburger Str. 4, Zimmer 6, Bollversamm Lung aller sozialistischen Elternbeiräte, Kandidaten, Schrer und Funktionäre der sozialistischen Parteien. Thema: Die tommenden Elternbeiratswahlen".

7. Rreis. Charlottenburg . Sonnabend, ben 29. April, 7% Uhr, Sigung des Maifestausschusses im 8. 1.

Die Deutschnationalen hatten dm 7. September vorigen Jahres nach dem Böhmischen Brauhause in der Landsberger Allee eine öffentliche Bersammlung einberufen. Als die Einberufer unter den Besuchern junge Leute in Wandervogeltracht bemerkten, die sie für eine gegnerische Sprengfolonne" hielten, friegten sie es mit der Ein gefährlicher Jugendfreund und Wandervogel mußte sich in Angst zu tun. Sie verloren den Mut zum Abhalten der Person des Bankbeamten Weller vor der 5. Straffammer einer öffentlichen Versammlung und der Versammlungsleiter for des Landgerichts II verantworten. Der Angeklagte, der es mit derte alle diejenigen, die nicht abgestempelte Deutschnationale feien, Gemeindeschulbildung durch Selbststudium und Fleiß vom Bureau­auf, den Raum zu verlassen. Selbstverständlich erregte dieses Bor- burschen zum Abteilungsvorsteher einer hiesigen Bant gebracht hatte, war im Kriege längere Zeit in Gefangenschaft gewesen, die gehen bei zahlreichen Besuchern lebhafteften Unwillen. Sie weigerten in ihm gewisse Neigungen entstehen ließ. Als er nach Deutschland sich der aus der Angst geborenen deutschnationalen Aufforderung zurückfam, löfte er sofort das Berlöbnis mit seiner Braut, da er nachzukommen. Schließlich versicherten sich die Bersammlungsleiter fich nicht mehr zu Frauen hingezogen fühlte, und wurde nunmehr der Hilfe der Polizei, um den Saal räumen zu lassen und hierbei zu einem recht gefährlichen Kinderfreund. Er gründete durch Zei­leistete ein Bureaugehilfe Hans Steinide energisch en tungsaufrufe und Bekanntmachungen in den Schulen eine an= Widerstand, indem er einen Polizeibeamten an der Brust dervereinigung, an der sich nur junge Burschen im Alter packte, sich mit den Füßen gegen den Boden stemmte und an anderen Don 13 bis 15 Jahren beteiligen durften. Wie die Anflage behauptet, soll sich W. nun in einer großen Anzahl von Fällen an den Personen festklammerte. Dafür hatte er sich nun vor der Straf na ben vergangen haben. Heute, Freitag, den 28. April: Nach dem Gutachten des Sach­kammer des Landgerichts III wegen Widerstandes gegen verständigen Sanitätsrat Dr. Leppmann und des Sanitätsrats 5. Abt. Uhr bei Schrader, Bürgerheim", bringende Sigung bes neuge­die Staatsgewalt zu verantworten. Der Staatsanwalt Dr. Magnus Hirschfeld , ist der Angeklagte unvollkommen ent- 6. bt. Uhr Funktionärfonferens bei Dobroblam, Swinemünder Str. 11. beantragte 300 m. Geldstrafe, während R.-A. Dr. Kurt Rosen- wickelt und durch die Gefangenschaft in abnorme Bahnen gelenkt 42. Abt. Die Funktionäre werben ersucht, von 5 bis 7 Uhr die Maizeitungen von Bogler, Mittenwalber Str. 16, abzuholen. feld darauf hinwies, daß der erst 17jährige Angeklagte sich offen worden, so daß er eine gewisse Milde verdiene. Das Gericht erkannte bar ber Strafbarteit feines Tuns gar nicht bewußt gewesen sei, da auf 1 Jahr Gefängnis, bewilligte jedoch dem Angeklagten, dem Morgen, Sonnabend, den 29. April: man ihn erst an der Saalkontrolle ungehindert hatte passieren lassen. Antrage des Berteidigers entsprechend, die bedingte Begnadigung. 28. Abt. 7 Uhr in der Schule Schönhauser Allee 166a, Sigung der gesamten Funt­Das Gericht erkannte auf 100 Mart Geldstrafe, da der geleistete Widerstant fein besonders erheblicher gewesen sei.- Die deutschnationale Presse benutzt die vom Bismarcbund im Schulgebäude der 288./289. Gemeindeschule veranstaltete religiösen Sosialisten in der alten Bjarrfirche in Bankow , Breite Schöneberg . 79. Abt. Pünktlich Uhr Hauptmitgliederversammlung im Zeichen. Schießerei, über die wir berichteten, zu einer wüst en eße straße, am Sonntag, den 30., abends 8%, Uhr. Die Festrede hält Genosse gegen die Republik und die proletarische Jugend, Dr. Aner. Eintritt frei. obwohl fie gerade in diesem Falle alle Veranlassung hätte, den Mund nicht so weit aufzureißen.

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wählten Borstandes.

tionäre.

triebsvertrauensleute und Elternbeiräte.

Deutsche Friedensgesellschaft, Ortsgruppe Berlin . Freitag 7 Uhr im Bürgersaal des Rathauses, Königstraße, Vortrag von Rud. Rafer 47. bt. 7 2hr bei Rorarius, Adalbertstr. 19, Konferenz der Funktionäre, De­über: Das nationale Einheitsprinzip im Lichte der Kulturentwicklung." Charlottenburg . 54. bt. 8 Uhr Funktionärtonferenz im Lokal Calein, Char Diskussion. Tottenburger Ufer 5.56. Abt. 7% Uhr Funktionärsigung bei Liersch, Rant­Straße 62.

Eine Maifeier mit Orgelvortrag veranstaltet der Bund der

Aus der Partei.

faal der Gemeindeschule Feurigstr. 57. Tagesordnung: Geschäfts- und Raffen. bericht. Bericht der Revisoren, Neuwahl der Abteilungsleitung. Berschiedenes. 80. Abt. Uhr bei Gürlich, Ecke Rubens- und Begasstraße, Bannerweihe mit geselligem Beisammensein. 124. Abt. Mahlsdorf . 8 Uhr bei Anders, Bahnhofstraße, Besprechung der Kon­fumvereinsmitglieder.

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Umzug. Treffpunkt am Bahnhof. Nachmittags 5 Uhr Boltsfeier im Iten und Neuen Schüßenhaus. Eintritt 5 m.

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Bericht über die Generalversammlung stellen wir feft: Troß genügend Stimmen Jungsozialistische Bereinigung( ED.). Man schreibt uns: Bu dem geftrigen haben sowohl wir wie auch sechs weitere Genossen den Eintritt in den neuen Arbeitsausschuß abgelehnt, um dadurch auf das Entschiedenste gegen das anfert. bare Berhalten ber diesjährigen Mehrheit bei dem Wahlvorgang zu protestieren. Infolge diefer Ablehnung ist der neue Arbeitsausschuß zunächst unvollständig ge­blieben. Otto Bach. Robert Reller.

Jugendveranstaltungen.

Berein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin, B. 68, Sinbenftr. 3, 2. Sof, 2 Ep. Telephon Morigplag 121 08-121 10. Eine Bogeltunbewanderung findet am Sonntag, den 30. April, nach Wild . part flatt. Sreffpunkt Potsdamer Bahnhof 8 Uhr. Alle Banderleiter und intereffierte Jugendgenoffen können baran teilnehmen.

Heute, Freitag, den 28. April:

Attentat auf einen Eisenbahnzug. Am Mittwoch abend gegen Der Teutschnationale Reichstagsabgeordnete Schul, der in 11 Uhr ist auf den D- 3ug Düsseldorf - Duisburg , hinter dem der Bersammlung die Jugendlichen in der demagogischsten Weise Duisburger Wald, furz vor der Einfahrt in Duisburg , ein An Königswusterhausen und Umgegend. Montag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr, mit teutfchem Geist erfüllte, versucht jetzt in der Deutschen Tagesschlag verübt worden. Bahnräuber hatten das Signal zeitung( Nr. 192B) und in der Läglichen Rundschau" vom 26. auf" alt" gestellt, um den D- 3ug zum Stehen zu bringen. dieses Monats die Bismarckbündler rein zu waschen. Er will nach Durch die Aufmerksamkeit eines Blockwärters wurde der Anschlag weisen, daß die Bismarcbündler in feiner Weise provoziert hätten. vereitelt. Herbeigeeilte Polizeibeamte wurden von den Bahn­Demgegenüber muß festgestellt werden, daß gerate er in provo- räubern in ein Feuergefecht verwickelt, nach dem wurde ein zierender Weise vom Steuerverrat" unseres Genossen Bern Mann schwer verwundet am Tatort vorgefunden und fest­stein sprach, und ausgerechnet Ludendorff , Tirpig und genommen. andere als Borbilder deutscher Freiheit und Treue pries. Die tät­lichen Auseinandersehungen wurden von den Angehörigen des Bis­mardbundes vom Zaune gebrochen, indem sie gewaltsam später tomment en Jugendlichen den Zutritt verwehren woll. ten, obwohl diese persönlich und auch durch Handzettel eingeladen Die Parteiorganisation Groß- Frankfurt veröffentlicht soeben maren, in denen es zum Schluß heißt: Kommt zu uns! einen sechs Zeitungsfeiten umfassenden Geschäftsbericht für das ab­Werbt und kämpft mit uns, oaß es wieder zur gelaufene Jahr 1921/22. Der Bericht zeigt im ganzen ein recht er­Wahrheit werde: Mit Gott für König und freuliches Bild. Die Mitgliederzahl ist von 13 812 auf 14 892 ge­Vaterland". Aus dem Umstand, daß ein Jugendlicher, der tem stiegen, Davon waren 2164 weibliche Mitglieder. Nach Beendigung Arbeiter- Sameriter- Bund angehört, sein Uebungsmaterial bei sich des Krieges im Jahre 1919 zählte die Organisation 10 766 Mitglieder. hatte, folgert die Rechtspresse, daß die Organisationen die Spren- Diese Tatsache zeigt, daß die Partei in Groß- Frankfurt eine recht gung organisiert hätten. Richtig ist aber, daß die Bismarckbündler erfreuliche Aufwärtsentwicklung durchgemacht hat. Der jetzige Mit­fich auf eine Schlägerei vorbereitet hatten, denn ihnen wurden eine gliederstand reicht mit 3500 weit über den Bestand hinaus, den die Anzahl Gummiknüppel( Marke Knüppel- Kunze ) und auch geeinte Partei vor dem Kriege aufzuweisen hatte. Obwohl die links­ein Revolver abgenommen. gerichteten Arbeiterparteien feine Mitgliederzahlen veröffentlichen, Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Jugend in den rechtsstehen kann doch mit Bestimmtheit angenommen werden, daß die SPD . den Bereinen ganz allgemein für diese Art Meinungsaustausch" mindestens doppelt so start ist als alle übrigen Arbeiterparteien zu ausgebildet wird, denn der Lankwiger Anzeiger" vom 19. April sammen. Der Bericht bedauert bei der Besprechung der Partei­enthält einen Aufruf, in dem darauf hingewiesen wird, daß der finanzen, daß die Kassenverhältnisse leider mit dem organisatorischen Schießverein unter Sr. Exzellenz George es übernommen Erfolge nicht Schritt halten können. Die Entwertung des Geldes, habe, die Mitglieder der deutschnationalen Jugendgruppe im die Arbeitslosigkeit und die wiederholt notwendig gewordene Er Schießen unentgeltlich auszubilden. Auskunft erhöhung der Beiträge tragen die Schuld daran. Trozdem die Ein­teile ter Borsigende der Jugendgruppe meinte, Vittoriaftr. 46. nahmen von rund 389 000 m. im Jahre 1921 auf 528 000 m. im Finanzielle Unterstügung nähme der Schahmeister Direktor Jahre 1922 ftiegen, ging das Vereinsvermögen faft um 20 000 m. Berschmann, Alsheimer Str. 4, entgegen. Sonderbar mutet zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, daß sich die Barteiorganisation es aber an, wenn jetzt die drei sozialistisch en Jugendgruppen Frankfurt verpflichtet hat, 60 statt 50 Proz. der laufenden Ein­von der Schuldeputation folgendes Schreiben erhalten: nahmen abzuliefern. Aber trotz dieser nicht gerade sehr erfreulichen Auf die Anzeige vom 25. April 1922. Aus Anlaß der wüsten Finanzverhältnisse hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ge­Szenen, welche sich am 24. April d. J. abends im Schulgebäude der zeigt, daß das Proletariat die opferwilligsten Kämpfer hat. Diese 288./289. Gemeindeschule abgespielt haben, sperren wir der Ver- Tatsache gibt auch unseren Frankfurter Genossen die Zuversicht, daß einigung der jugentlichen Mitglieder der Mehrheitssozialdemokratie fie allen Widerwärtigkeiten zum Troy die Partei vorwärts bringen der Prenzlauer Vorstadt die Räume der 288./289. Gemeindeschule. werden. gez. Didhoff.

Weil sich der Bismarcbund in den von ihn benutzten Schul­aulen rüpelhaft benimmt, muß natürlich den sozialistischen Jugend­organisationen die weitere Benußung der Schulräume untersagt werden. Oder will man die Arbeiterjugend fürsorglich vor teutfch nationalen Schießhelben bewahren?

Lebensmittelpreise des Tages.

Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft etwas lebhafter. Fische knapp, Geschäft rege. Obst und Gemüse schwach, Geschäft still. Am Donnerstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Klein­handelspreise:

Ein großer Diebstahl an Versicherungsmarken ist jetzt von der Kriminalpostdienststelle aufgeklärt worden. Ein Handel mit solchen Rindfleisch 32-36 M., ohne Knochen 86-45 M. Schweinefleisch Marfen erregte Verdacht. Die Ermittelungen ergaben, daß ein Fri 37-45 M. Kalbfleisch 80-43 M. Hammelfieisch 32-43 M. Rindertalg feur Minde aus der Hufelandstr. 49 der Bertreiber war. Als fein 40-48 M. Sohellfisch 7-10 M. Seelachs 8-10 M. Dorsch 6-7,50 M. Lieferant wurde der 18 Jahre alte Kontorist Franz Kühn aus der In Eis: Schleie 26-29 M. Hechte 21-26 M. Aale 40-45 M. Lebende Hufelandstr. 9 festgestellt, der bei den Deutschen Telephon- Barsche 19-22 M. Karpfen 28-36 M. Blele 16-21 M. Naturbutter werten angestellt war und die Versicherungsmarten dort ge= 54-64 M. Margarine 30-42 M. Schweineschmalz 44-48 M. stohlen hatte. Beide wurden verhaftet. Den Erlös für ihre Beute bis 4,20 M. Erbsen 9-11 M. Weiße Bohnen 10 M. Linsen 15-16 M. hatten sie zum größten Teil durchgebracht. Nur noch für 6000 m. Weizenmehl 11-12,50 M. Roggenmehl 8 M. Gerstengrütze 10 M. Reis 11-18,50 M. Elernudeln 20-21 M. Wirsingkohl 6-8 M. Weißkohl 8 Wertzeichen wurden bei ihnen vorgefunden. Im gangen hatte Kühn, bis 9 M. Blumenkohl 16-25 M. der Kopf Rotkohl 10-14 M. Spinat nach seinem eigenen Geständnis, bei den Werfen, bei denen er im 5-8 M. Zwiebeln 7-9 M. Eßäpfel 9-16 M. Apfelsinen 3-7,50 M. Lohnbureau arbeitete, Marten für 26 000 Mart gestohlen. das Stück.

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Salenfce. Jugendheim Gemeindeschule Johann Georg- Straße, Bortrag: Nikotin und Alfohol". Moabit . Jugendheim Gemeindeschule Waldenfer Reutöln- Süb. Jugend Straße 21, Bortrag: Die Jungfozialistische Bewegung". heim Nogatstr. 53, Bortrag: Schule und Leben". Norboften. Jugendheim Gemeindeschule Heinersdorfer Str. 18, Vortrag: ,, August Bebel ". Betersburger Biertel. Jugendheim Lotal Große Frankfurter Str. 18, Bortvag: Das alte Rom und fein Untergang" Schöneberg I. Jugendheim Rubens, Ede Hauptstraße, Bortrag: ,, Warum bin ich im Berein Arbeiterjugend". Schöneberg II. Jugend­heim Comeniusschule, Frankenstr. 10, Bortrag: Jugend und Mai". Bebbing. Jugendheim Gemeindefchule Müller, Ede Triftfit., Bortrag: ,, Was ist Bildung?"

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Vorträge, Vereine und Versammlungen. Berein der Freibenter für Feuerbestattung E. V. Die Bezirksversammlung des 9. Begiris( Wilmersdorf und Umgegens) findet nicht in der Mula bet Oberrealschule Seepart statt, sondern in der Aula der Viktoria- Luisa- Schule, Gasteiner, Ede Uhlandstraße.

Arbeitersport.

Rund um den Friedrichshain . Sonntag, den 30. April, 3 Uhr. Start: Elbin­ger Straße. 8iel: Spielwiese. Zurner und Sportier! Am Sonnabend, den 29. April, Gründungsfest der Sichte" Spielleute( Sambourkorps des Arbeiter Turn- und Sportvereins Fichte") in der Fichteflause", Turnplag am Schäferfee", Reinidendoct- Oft. Mitwirtung des gesamten Mujittorps der Neuköllner. Abmarsch zum Turnplag um 8 Uhr vom Bahnhof Wedding .

Freie Turnerschaft Groß- Berlin, Sonntag 9 Uhr vormittags Susammen. turnen der Geilbteren( Bundesfeft) Turnhalle Neukölln , Kopfftr. 54. Gonning 8 Uhr nachmittags Schauturnen der Nordabteilungen Turnhalle Braunstraße. Fußballspiele der Märkischen Spielvereinigung am Sonntag, den 80. April: Sparta - Bader 20( Lichtenberg ); Nowawes- Neutolin( Romames, Bart Babels­berg); Frisch- rei- Teutonia 09( Niederschöneweibe, Berliner Straße ); Norbieta­Boruffia( Christiania. , Ede Geestraße); Fichte Südost- Belten( Baumschulenweg, Fichteplat); Britannia- Spandau( Lichtenberg , Wagnerstraße); Rathenow Char. fottenburg( Rathenow , Rennbahn); Arminia- Siemensstadt( Borsigwalde , Miraustraße); Sansa- Hennigsdorf( Hohenneuendorf, Augustastraße): Eintracht­Nieberlehme( Mogen, außerhalb des Dorfes). Beginn der 1. Mannschaften 5 Uhr, Tegel ( Oranienburg , Berliner Straße ); Bittoria- Nord( Eberswalde ); Mogen ber 2. Mannschaften 8% Uhr.

Briefkasten der Redaktion.

E.. 1894. In Frage, tommen für Sie die Turnhallen Graunstraße und Schenfließer Straße 8. Turnzeiten für Knaben Dienstag und Freitag 6-8 Uhr. les Nähere daselbst.

Wetter bis Sonnabend mittag: Siemlich fühl, geittoeise beiter aber jebr veränderlich mit wiederbolten im Norden starten, im Süden schwächeren Regenfällen bei frischen westlichen bis nordwestlichen Winden.