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Mißbrauch kommunaler Einrichtungen? wiederholter telephoniſcher Nachricht über den Rohrbruch der Zu­

Große Aufregung verursachte insbesondere in rechtsstehenden Kreisen die letzte Bezirksversammhung in Tempelhof . Eine bürger­liche Berliner Korrespondenz bringt darüber einen Bericht, der mit folgendem Sage beginnt: In welcher verhehenden Weise die sozia­ listischen Parteien die kommunalen Einrichtungen mißbrauchen, fo­fern es ihnen die Umstände irgend ermöglichen, bewies die außer ordentliche Bezirksversammlung in Tempelhof ." Die Ursache dieses Wutanfalles ist darin zu suchen, daß die Lintsparteien es angesichts der niederträchtigen Ermordung Walter Rathenaus und auch im Hinblick auf die bekannte Verordnung zum Schuße der Republik es für angebracht hielten, vom Bezirks­cmt Tempelhof zu verlangen, die Entfernung aller jener Ele mente aus der Verwaltung durchzusehen, welche offen oder geheim den Bestand der Republik bedrohen, und ferner weil sie die die Einziehung aller monarchisti fchen Fahnen und Farben sowie die Beseitigung solcher Embleme in allen dem Bezirksamt unterstellten Gebäuden und An­stalten forderten. Wegen dieser Forderungen, deren Erfüllung in einer Republik etwas ganz Selbstverständliches darstellen follte, hatte ie bürgerliche Fraftion"( Deutschnationale, Deutsche Bolfspartei, Zentrum und Wirtschaftspartei) bereits eine Sigung der Bezirks­persammlung, die am 5. Juli tagte, durch Verlassen des Saales be­schlußunfähig gemacht. In der Versammlung vom 10. d. M., die nunmehr unbedingt beschlußfähig war, waren von dieser Fraktion nur die Deutsche Volkspartei und das Zentrum vertreten, während für die übrigen ein Bezirksverordneter gleichsam als Horchposten Bittauer sowie Beder und Neumann von der USP. be­Unsere Genoffen Bürgermeister Huhn und gründeten unter lebhaftem Beifall, in den auch später die Zuhörer einstimmten, was der Vorsteher rügen mußte, die Anträge. Auch der Demofrat& abersti zog einen scharfen Trennungs= strich zwischen sich und den Elementen, durch deren Mordheze die ungeheuerliche Aufregung der letzten Wochen entfacht wurde. Er sprach den Wunsch aus, daß auch die Bolkspartei energisch von ihren rechtsradikalen Freunden abrücken möge. Die Bolkspartei aber gab eine formulierte Erklärung ab, daß die Entfernung aller mon­archistischen Bilder und alles monarchistischen Lehrstoffs in den Lehrbüchern usw. sowie die geforderte Entfernung unzuverlässiger Elemente aus der Verwaltung wedersachlich noch formell für begründet erachtet" würden. Nachdem unfer Genosse Bittauer diese Erklärung gelennzeichnet hatte, wurden die Anträge von den Linksparteien und Demokraten angenommen.

anwesend war.

Nach allen uns zugegangenen Berichten ist es in dieser Ber­sammlung recht stürmisch hergegangen. Das ist bei der natür lichen Erregung, die durch die Terrorakte und durch das provozierende Berhalten der Rechtsradikalen hervorgerufen wurde, nur zu ver­ständlich, und es ist für das Demagogentum der rechtsgerichteten Kreise bezeichnend, daß sie mit scheinheiligem Augenaufschlag nun mehr von der Heze" der Sozialisten und, wie in diesem Falle, von einem Mißbrauch kommunaler Einrichtungen" reden. Sie würden mit Wonne jede Gelegenheit wahrnehmen, um die ihnen verhaßte Republit zu beseitigen. Als die Sozialdemokratie noch unter dem alten Regime für ihre Ideen in durchaus legaler Weise eintrat, entrüfteten sich diese bürgerlichen Elemente genau so, wie fie es heute tun, weil die Sozialisten jede öffentliche Institution be nuten, um die Republik gegen die Anschläge feiger Mordgesellen zu verteidigen. Es gehört schon eine große Dosis Unverfrorenheit da zu, angesichts des rechtsradikalen Handelns sich über die Abwehrmaß nahmen der Republik zu entrüften, die Erregung der Bevölkerung auf die Hetze" der Sozialisten zurückzuführen und von einem Miß brauch tommunaler Einrichtungen zu sprechen.

Aufklärung eines Raubmordes.

Die Täter nach drei Jahren überführt. Ein Raubmord, der vor drei Jahren an der 62 Jahre alten Han­delsfrau Bebera Glas in der Fehrbelliner Straße 17 verübt wurde, ist jetzt endlich aufgeklärt. Zwei der Täter figen hinter Schloß und Riegel, der dritte ist noch flüchtig, aber befannt. Die Witwe Glas hatte die Absicht, ein neues Geschäft zu kaufen, und zu diesem Zwed eine größere Summe von der Bank erhoben. Um ihres Geldes sicher zu sein, nähte sie es in eine Tasche ihres Unter­rocks ein und trug es so ständig bei sich. Am 26. März 1919 wurde die betagte Frau von einer Kundin, die ihr Kartoffeln bringen wollte, pormittags um Uhr in ihrem Laden liegend mit schweren Kopf­verlegungen besinnungslos qufgefunden. Man brachte sie nach dem Krankenhause und dort starb sie nach einigen Tagen, ohne das Be­wußtsein wiedererlangt zu haben.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten im Laufe der Zeit zur Berhaftung mehrerer Personen, die dringend verdächtig erschienen. Allen Befchuldigten aber gelang es, ihre Unschuld nachzuweisen, und fie mußten nach einwandfreien Feststellungen wieder entlassen wer­ben. Endlich rollte der scheußliche Mord an der kleinen Dorothea Schmidt in der Prenzlauer Straße auch das alte Berbrechen wieder auf. Die letzte Spur führte auf zwei junge Män­ner, die in der Nähe der Mordstelle beschäftigt waren, einen 20 Jahre alten Dreher Alfred Kohlhoff aus der Prenzlauer Allee und einen Maschinenschlosser Kurt Flügel. Dazu tam noch ein dritter Mit täter, ein Italiener Palumbe, der bei seinen Eltern, die damals in der Raftanien- dee ein Kellergeschäft betrieben, wohnte. Die Kommissare Galzom und Bünger und ihre Beamten trugen gegen diese drei so viel Belastungsmaterial zusammen, daß fie jest zu ihrer Berhaftung schreiten fonnten, bis auf Palumbe, desjen Familie unterdeffen aus Berlin weggezogen und vielleicht nach Neapel zurüdgefehrt ist. Durch das Belastungsmaterial überführt. legten die Verhafteten nach anfänglichem Sträuben ein Geständ nis ab. Sie hatten, unter der Vorspiegelung, der alten Frau Kar­toffeln zu verschaffen, Eingang in ihre Wohnung erlangt und sie dann mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Der Schädel der Ueber fallenen wurde fo start verlegt, daß an einer Stlle das Gehirn blos­lag. Die Räuber untersuchten nun ihr Opfer, fanden in der zuge nähten Rodtasche 24 000 m. und verschwanden mit der Beute, um sie sich gleich darauf zu teilen.

Der Arzt als Hauswirt."

Gewerkschaftsbewegung

tümerin noch mir bekannt." Ja, das ist seine Schuld, daß trop stand der Mietfaserne in der Pantstraße den Herrschaften in der mutlich vielbeschäftigter Arzt wohl zu wenig Zeit, persönlich sich aus Meinefestraße unbekannt blieb. Herr Dr. Schl. hatte als ver­Berlin W. nach Berlin N. zu bemühen. Unrichtig nennt er auch Reichsbehörden gegen Betriebsrätegeseh. die Angabe des Mieterausschusses über die Dachreparatur. Im wurde von den beteiligten wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeit­In mehreren Berhandlungen mit dem Reichsverkehrsministeriuma Sommer 1920 sei ein neues Dach nicht gut gemacht worden, so daß nehmer eine neu herauszugebende Betriebsräteverordnung für die schon wieder eine Reparatur nötig wurde, die nach Erfolglosigkeit Reichswasserstraßenverwaltung beraten. Im Gegensatz zur preußi­der Verhandlungen mit dem betreffenden Baugewerbetreibenden jetzt einem anderen übertragen werden. Zu der Angabe, daß Dr. Scht. Ichen Betriebsräteverordnung, die bis jetzt auch für das Reich die mehrmals an die Reparatur erinnert wurde, äußert er sich nicht. Er erhältnisse regelte, schlug das Reichsverkehrsministerium vor, im innert wurde er vom Miterausschuß in Briefen vom 12. Mai und§74 der Verordnung die Bestimmungen des§ 66 Biff 1 und 2 den § 71 BRG. nicht aufzunehmen, weil es nicht anerkennen wolle, vom 21. Mai und in einem dem Mieteinigungsamt eingereichten daß die Reichswasserstraßenverwaltung ein Betrieb mit wirtschaft­Schriftstück vom 15. Juni, der ihm vorhielt, daß die Reparatur nach lichen Zwecken sei(!). Im übrigen sei für die Reichspost, die Reichs­zwei Jahren noch nicht ausgeführt" worden sei. Herrn Dr. Schl bank und den Reichsbranntweinmonopolbetrieb die Frage, ob diese ist, wie er uns schreibt, auch das nicht bekannt", daß auf dem Hof Berwaltungen Betriebe mit wirtschaftlichen Zwecken feien, beim die Rellerklappe seit Jahren morsch" und die Scharniere abgefault" feien. Von dieser Morschheit, die der Mieterausschuß in Reichswirtschaftsrat zur Entscheidung anhängig gemacht. Bis zur seiner von uns veröffentlichten Darstellung rügte, hätten weder Bau- Erledigung dieser Streitfälle wolle es durch Erlaß die Verwaltungen fachverständige noch der Mieterausschuß ihm jemals etwas gesagt. anweisen, den Betriebsräten in der Reichswafferstraßenverwaltung Aber hat denn Dr. Schl. das niemals selber gesehen? Die Morschheit alle ihnen aus§§ 66 3iff. 1 und 2 und§ 71 BRG. zustehenden der Klappe ist so arg, daß man geradezu die Polizei auffordern Rechte zu gewähren. Für den Fall, daß die Entscheidung müßte, hier einzuschreiten. In dem zermürbben Holz flafft dort oder eine für die Reichswafferstraßenverwaltung anhängig ge­eine breite Spalte, in die ein Kind leicht mit dem Fuß und dem machte Klage gegen die Arbeitnehmer ausfiele, solle der Erlah ganzen Bein hineinrutschen könnte, was faum ohne Beinbruch ab- aurückgezogen werden. Außer diefer Differenz bestanden noch gehen dürfte. Es wird nötig sein, von der Kellerflappe schleunigst solche bezüglich der Bildung von Gesamtbetriebsräten und der Stel­Die Bertreter der wirtschaftlichen Vereinigungen bestritten dem eine photographische Aufnahme zu machen und diese der Behörde lung der Beamtenanwärter in der Betriebsräteverordnung. vorzulegen. Sehr entschieden bestreitet Dr. Schl. die Aeußerung: Reichsverkehrsministerium das Recht, selbständig Teile des Betriebs­affen Sie die Kinder ruhig hineinfallen; ich bin rätegesetzes außer Kraft zu setzen und betonten, daß nach§ 61 BRG. Wortlaut noch dem Sinne nach jemals von ihm oder von der igen und Gesamtbetriebsräten sowie die Abgrenzung ihrer Befugnisse ja Arzt und kann sie heilen. die Betriebsräteverordnung nur die Bildung von Einzelbetriebsräten tümerin gefallen. Er fündigt gegen den Mieterausschuß eine Klage wegen Ehrenfränfung an. Der Mieterausschuß beruft sich auf eine gegeneinander enthalten dürfe. Beugenaussage; aber in diesen Streit wollen wir uns nicht mischen.

Sie sei weder in diesem

Gerichtsferien und Nechtspflege.

nehmer auf Einbeziehung der Bestimmungen der§§ 66 Abf. 1 Da das Reichsverfehrsministerium die Forderung der Arbeits und 2 sowie des§ 74 nach Verständigung mit den übrigen Ressorta ministerien ablehnte, gaben die Arbeitnehmervertreter folgende Er­tlärung ab:

Nachdem die Bertreter des Reichsverkehrsministers in der Berhandlung über den Entwurf einer Betriebsräteverordnung die jeitens der Vertreter der wirtschaftlichen Bereinigungen der Arbeit­nehmer aufgestellte Forderung, in den§ 74 des Entwurfs die Abfäge 1 und 2 des§ 66 und§ 71 des BRG.(§§ 70 und 71 der Reichseisenbahnverordnung) aufzunehmen, abgelehnt haben, be­dauern die Bertreter der obengenannten Organisationen an mei­teren Beratungen über diesen Entwurf in der vorliegenden Fassung nicht mehr mitwirken zu fönnen.

Am 15. d. M. beginnen die Gerichtsferien, bie am 15. Sep­tember endigen. Während ihrer Dauer ist der Wirkungsfreis für Frau Justitia nicht unerheblich eingeschränkt. Auf diejenigen Rechts­angelegenheiten, die ihrer Natur nach eine schleunige Erledigung er­heifchen, find die Gerichtsferien ohne Einfluß. Diese sogenannten Feriensachen", zu deren Erledigung bei den Landgerichten beson­dere Ferienkammern gebildet werden, umfassen: die Strafsachen, die Arrestsachen und die einstweilige Verfügung betreffenden Sachen, Meß- und Marttfachen, Mietstreitigkeiten, Wechselsachen und Bau­fachen. Das Gericht tann auf Antrag auch andere Sachen, soweit sie besonderer Beschleunigung bedürfen, als Feriensachen bezeichnen. Den Die Beschneidung der Rechte der Arbeitnehmer ist ein Borstoß Gerichten bleibt also auch während der Ferien hiernach ein immerhin gegen den wirtschaftsdemokratischen Geist der republikanischen Ver­noch ansehnlicher Geschäftskreis erhalten. In allen anderen, nicht zu faffung. Sie ist ein Ausfluß des alten bureaukratisch- junkerlichen den Ferienfachen gehörigen Rechtsstreitigkeiten werden während der Geistes. Es ist tief bedauerlich, daß ausgerechnet ein Reichsministe Ferien weder Termine abgehalten noch Entscheidungen erlassen. Am rium den Unternehmern das Beispiel zur Sabotierung eines Ge­andgericht I find 8 Straffammern gebildet, die abwech- fehes gibt. Daß die Reichswasserstraßenverwaltung fein Betrieb feind Montags, Mittwochs, Freitags bzw. Dienstags, Donnerstags mit wirtschaftlichen Zweden fei, ist eine Behauptung, deren un­und Sonnabends tagen. gewollte Ironie nur übertroffen wird von der Beengtheit der Auf­faffung, die sich darin offenbart.

Vor der fünfzigfachen Taye für Autodroschken. Die Einführung der vom Magiftrat und vom Polizeipräsidenten genehmigten vierzigfachen Tare für Elettromobil und Benzin­broschten dürfte bereits in den nächsten Tagen erfolgen. Berhand­lungen über den Zeitpunkt find augenblicklich noch im Gang. Schon jetzt läßt sich aber erkennen, daß auch diese Tage bereits durch die Preisentwidelung überholt worden ist. In­folgedessen ist damit zu rechnen, daß spätestens Anfang August die Tare für Benzindroschten auf das fünfzigfache der Friedenstage heraufgesetzt wird, während es bei den Elektromobilen bei der vierzig­fachen Lare einstwellen bleiben wird.

Die nächste Sihung der Berliner Stadtverordnetenversammlung foll am Donnerstag, den 20. b. m., stattfinden. In dieser sollen die Berträge über die Berpachtung der vier städtischen Güter Dsdorf, Sputendorf, Mühlenbed und Birkholz beraten werden. Auch die Anträge über die Staffelung des Schulgeldes an den höheren Lehr. anstalten und einige andere dürften dann aufs neue zur Abftim­mung tommen.

Ein öffentliches Konzert im Part von Mederschönhausen ver­anftaltet der Männer- Gefangverein 8ut unft, M. d. A. B., am Sonntag, den 16. Juli, vormittags 11 Uhr.

Wachsende Erregung der Eisenbahner. Am Dienstag fand im start überfüllten großen Saale der Böhow- Brauerei eine Mitgliederversammlung des Deutschen Eisen­bahner- Verbandes statt, in welcher als erster Bunft der Tagescrd­nung stand:" Unsere Forderungen zur neuen Lohn- und Gehalts­wirtschaftliche Notlage der Lohn- und Gehaltsempfänger feit der bewegung. Der erste Bevollmächtigte Beeser schilderte die wirtschaftliche Notlage der Lohn- und Gehaltsempfänger seit der lezben Lohn- und Gehaltsbewegung. An Hand statistischen Ma­terials wies Redner darauf hin, daß die Preise für die notwendigen Lebens und Betleitungsmittel feit dem Mord an Rathenau ins un­ermeßliche gestiegen find, so daß die Arbeiter und Beamtenschaft faßt vor der Verzweiflung stehe. Bei Berlefung eines Antwort fchreibens vom Finanzminifterium an die Spigenorganisationen auf Grund neuer Lohn- und Gehaltsforderungen brach unter den Bersammelten ein Sturm der Entrüftung los. In der Diskussion aller Lohn- und Gehaltsempfänger ins grenzenlose mächst und daß tam restlos von allen Rednern zum Ausdruck, daß die Notlage der Hauptvorstand nun endlich zur Tat übergehen müffe.

Das anwesende Hauptvorstandsmitglied Bernhard gibt der Bersammlung bekannt, daß der Hauptvorstand bereits Schritte unternommen hat, um neue Forderungen an die Regierung zu Eine Reihe neuer Braunkohlenvorkommen in der Mart wird stellen. Bernhard erklärte eingehend die Ursachen einer momen­die von der Provinz Brandenburg begründete Märkische Glettanen zurückhaltung für einen eventuellen Streit. Der Hauptvor­trizitätswerte A.-G. zur elektrischen Versorgung der Mart stand ist sich der Notlage aller Lohn. und Gehaltsempfänger voll ausnutzen. Ihr ist jetzt durch Urkunde des zuständigen Oberberg - bewußt und wird im gegebenen Augenblick die Initiative ergreifen. amts Halle zur Gewinnung von Braunkohle im Kreise Es wurde einstimmig eine Entschließung an das Reichsfinanz­Lebus die Bergwerksgerechtigkeit verliehen worden und zwar in minifterium angenommen, in der es heißt: den Gemeindebezirken Müllrose und Biegenbrück für die Gruben Durch diese Braur fohlenaus Bär, Hyäne, Wolf und Leopard. nukung wird die Wirtschaftlichkeit der MEB. eine erhebliche Ber­befferung erfahren.

Von der Marienburger Pferbe- Lotterie fielen bie Hauptgewinne

auf nachstehende Los- Nummmern: 37 732, 76 889, 67 129, 60 625, 31 049, 128 988. Der erste Treffer, ein Sabee mit awet ferben, 110 000 m. Wert,

ist nach Berlin gefallen; der Gewinner hat sich noch nicht gemeldet.

Das Explosionsunglück in Groden.

" Die heutige Mitgliederversammlung des Deutschen Eisen­

bahnerverbandes, Ortsgruppe Groß- Berlin, ist empört über die be­fremdende Art und Leichtfertigkeit, mit der man sich im Reichs­finanzministerium über die Notlage des Personals hinwegseht. Wenn der Minister in seiner Antwort vom 8. Juli an die Spigen organisationen ertlärt, daß eine gegenwärtige Notlage der Beamten­und Arbeiterschaft nicht vorliegt und dies damit begründet, dah die Nachzahlungen auf Grund der Juni- Regelung in der überwie genden Mehrzahl aller Fälle noch nicht ausgeführt seien, so flingt das wie ein Hohn auf die traurigen Wirtschaftsverhältnisse, Don denen man im Reichsfinanzminifterium scheinbar feine blaffe Ah­rung hat.

Zu der Explosionsfatastrophe in Groden bei Cuxhaven tellt die staatliche Pressestelle folgendes mit: Die Ursache ist noch nicht Die Dezember- Provokation des Reichsfinanzministers ist be= festzustellen. Es wurden wie täglich im Minendepot Arbeiten fenders den Eisenbahnern noch in sehr lebhafter Erinnerung. Da­an Minen ausgeführt. Ob im Zündstoff chemische Zersehungen ein- gegen scheint die Auswirkung der damaligen ablehnenden Haltung, traten, wodurch die Katastrophe erklärbar wäre, fonnte bisher eben- die fich gleichfalls auf Einsichtslosigkeit und außenpolitische Erwä falls nicht feftgestellt werden. Der Materialschaden in gungen ftüßte, dem Reichsfinanzminifterium vollständig in Vera Groden und Cuxhaven ist außerordentlich groß. geffenheit geraten zu sein. Selbst nach den Berechnungen des Biele Häufer wurden so starf erschüttert, daß festgestellt werden muß. Reichsstatistischen Amtes reichen die derzeitigen Bezüge noch nicht ob sie überhaupt noch bewohnbar sind. Aufräumungsarbeiten fonn aus, um den Nahrungsmittelaufwand nach dem Inder des Monats ten noch nicht vorgenommen werden, da man in die noch immer Mai decken zu können. Inzwischen sind aber die Preise insbe brennenden Trümmer wegen der Explosionsgefahr nicht vordringen fendere für inländische Erzeugnisse um 50 bis 100 Proz. gestiegen. fonnte. Wenn auch noch einzelne Minen explodieren sollten, darf Solange die Regierung dieser Entwicklung tatenlos zufieht, dem die Gefahr doch als behoben bezeichnet werden. Die Stadt Curhaven frevelhaften Treiben der Geldspekulanten, Bucherer und Sabo stellte einen größeren Kredit zur Beschaffung von Material für den beure unserer Bolkswirtschaft nicht durch wirksamere Maßnahmen Wiederaufbau der vernichteten Wohnftätten zur Verfügung. das Handwerk legt, solange bleibt dem Personal nichts anderes übrig, als sich durch neue Forderungen aus der drohenden Ber­clendung zu retter. Da sich die wachsende Not durch außenpolitische Erwägungen und Beschwichtigungen nicht bannen läßt, ist eine unverzügliche Erhöhung der Bezüge erforderlich. Eine weitere Verschleppung wäre geradezu unverantwortlich und müßte die schwersten Folgen zeitigen."

Zur Explosion in 3 weedorf wird noch gemeldet, daß fie durch Reibungszündung bei der Reinigung eines Kessels in der Perchloratanlage verursacht wurde. Der Betriebsleiter, ein Meister und sieben Arbeiter wurden durch die Explosion in Stücke geriffen, zehn bis fünfzehn andere Arbeiter verlegt. Der Be triebsschaden wird auf viele Millionen geschätzt; der Außenschaden war infolge günstiger Bindrichtung gering. Eine spätere nicht bestätigte Meldung spricht von zwölf Toten.

Mit dieser Ueberschrift brachte der Borwärts"( Sonderausgabe, 10. Juli) über das Berliner Miethaus Pantstr. 59 eine vom Mieterausschuß verfaßte Mitteilung. Der darin als Eigentümer des Hauses bezeichnete Arzt Dr. Otto Schlesinger, wohnhaft Meinefeftr. 5, antwortet uns, daß er überhaupt gar nicht Be Von der Bevollmächtigtenwahl der Metallarbeiter. fizer des Grundstüdes fel. Meine Beziehungen zum Hause Pant­Die Kommunisten lassen alle Minen springen, um sich bei der firaße 59," fchreibt er, bestehen darin, daß ich der Hauseigentümerin bei der Verwaltung behilflich bin und gelegentlich beratend zur Seite Bei Rzeszow ( Galizien ) flog ein Bulvermagazin. in bevorstehenden Wahl der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen stehe." Doch Herrn Dr. Schlesingers Beziehungen zu dem Hause die Luft. Die Projektile fielen in die Stadt, wo fie erplodierten. Metallarbeiterverbandes zu bemächtigen. In einem langen Artikel und der Eigentümerin sind nicht ganz so lose, wie es nach diesem Rzeszow hat wenig gelitten. Ein Dorf ist vollkommen zerfetzt die heutige Morgenausgabe der Berliner Prawba ausein­Wortlaut seiner Erwiderung scheinen tönnte. Das Adreßbuch für stört. Die Zahl der Opfer und der Umfang des Schadens fonnten ander, was die Kommunisten angeblich wollen und nicht wollen. 1922 nennt als Eigentümerin von Banfftr. 59 eine verwitwete Frau noch nicht festgestellt werden. Ebenso ist die Ursache der Katastrophe Auf das Geschimpfe über die Amsterdamer einzugehen, verlohnt sich Sanitätsrat R. Schlesinger, wohnhaft in demselben Hause Meinete- unaufgeklärt. ftraße 5 wie Herr Dr. Otto Schlesinger. Die Dame ist seine Mutter. Dr. Schlesinger erzählt uns von mehreren im Hause Pantstr. 59 in den letzten zwei Monaten vorgekommenen Rohrbrüchen und fagt, daß stets sofort bei Bekanntwerden ein in der Pantstraße wohnender Klempner bestellt" wurde und dieser bisher stets zu all- 1. feitiger Zufriedenheit feine Arbeiten gemacht" habe. Durch diesen fei auch die Reparatur des letzten Rohrbruchs, den allein die Zuschrift bes Mieterausschusses erwähnte, zur Zufriedenheit aller Inter­effenten erledigt" worden. Gleichfalls fofort"? Das sagt Dr. Schl. selber nicht, aber er versichert: daß seit 14 Tagen bas Quergebäude ohne Waff er sein soll, ift weder der Eigen- to iederholten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Binden.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Kreis. Berlin- Mitte. Freitag, den 14. Juli, abends 7% Uhr, im Bürgerheim, Alte Schönhauser Straße 23/24: Gigung der Zeitungskommiffion. Sämtliche Mitglieder aller Abteilungen müssen erscheinen.

nicht. Dabei entschlüpft dem Kommunistenblatt jedoch ungewolft ein Eingeständnis, das wir gern der breiten Deffentlichkeit über­mitteln. Nachdem das Blatt eingesteht, daß auch ihr Kandidat an die wirtschaftlichen Gefeße gebunden ist, schreibt es unter anderem:

" Deshalb find wir Anhänger und Verfechter der Roten Ge­wertschaftsinternationale, im Gegensatz zum Amsterdamer IGB., der als eine Vereinigung von nationalen Gruppen, in der jede Berlin und Umgegend. Kühl und noch überwiegend trübe mit Gettion tut, was sie will, die Arbeitsgemeinschaft mit dem Rapital in internationalem Maßstab betreibt.

Wetter für morgen.