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Das Uebergewicht des sozialistischen Teils der Koalitions­mehrheit und regierung wird sich danach nur verstärken, mit dem Erfolg, daß das Hindrängen auf die Bildung einer rein­fozialistischen Regierung einen immer stürmischeren Charakter annehmen wird. Bei grundsätzlicher Aufrechterhaltung der Rechtsgleichheit in Deutschland hätte man diesem Treiben der Linksparteien mit großer Ruhe entgegensehen können, denn daß wir in Deutschland niemals zu einer sozialistischen Wähler mehrheit tommen würden, wenn und solange die Parteien mit gleichen Waffen zu kämpfen in der Lage sind, darüber besteht wohl weder hüben noch drüben ein ernsthafter Zweifel. Bei der Gestalt indeffen, die die neuesten Gesetze zum Schuge der Republit angenom­men haben. kann von dieser Rechtsgleichheit fernerhin in Deutschland nicht mehr die Rede sein. Es muß anerkannt werden, daß die sozia­liftischen Parteien sehr zielbewußt an die Ausnutzung der Vorteile, die ihnen damit verbürgt erscheinen, herangehen, und es ist nicht abzusehen, wie sich die Parteiverhältnisse unter diesen Um­ständen weiterhin entwickeln werden.

Die Partei der Mörder.

Armes Papier !

schhau", deren Leferpublikum jedoch vorwiegend städtisch ist Solange es eine RPD. in ihrer gegenwärtigen Gestalt und wird aber zu der gleichen Rede ganz anders Stellung ges mit ihren gegenwärtigen limgangsformen gibt, und solange Bon dem verhafteten Studenten Günther ist befannt, nommen: nicht bei den Wählermassen ein entscheidender Umschwung Vor der Annahme des Wuchergesetzes gab der Reichswirts eintritt der eben durch die Existenz der KPD. verhindert daß er außer anderen Organisationen auch dem inzwischen wird, ist die sozialistische Gefahr" ein Schredge- verbotenen Bund der Aufrechten " angehört hat. fchaftsminister Schmidt vielleicht eine in ihrer Erregung vers spenst für Spießbürger. Und die bürgerlichen Bolitiker, die Ciner der Hauptmitarbeiter in diesem Bund der Aufrechten " griffene Erklärung ab, daß die Reichsregierung nicht daran dächte, mit diesem Schreckgespenst arbeiten, bewegen sich bewußt oder ist bekanntlich der deutschnationale Reichstagsabgeord- sich dieses Gesetz verändern zu lassen. Wenn aber Herr unbewußt an Fäden, die von der monarchistischen Re- nete Lizentiat Mumm, der Schwiegersohn und Adlatus Schmidt davon sprach, daß es bedauerlich wäre. des früheren Hof- und Dompredigers Adolf Stöcker , der wenn bei den bürgerlichen Parteien stets von aftion gezogen werden. Es ist ergözlich zu sehen, wie der deutschnationale ,, Ber- als Gründer der Chriftlichsozialen Partei" sich in der Ge- Handel und Industrie, nie vom Verbraucher die liner Lokalanzeiger" schon Morgenluft wittert und die Geschichte einen traurigen Ruhm erworben hat. Bon Stöder Rebe gewesen wäre, fo fann man- in aller Freundschaft legenheit für seine Zwecke wahrzunehmen versucht, indem er stammte der bekannte Scheiterhaufenbrief, der die Anweisung und Hand auss Herz- dem Manne nicht ganz unrecht geben." Dieses Geständnis offenbart den tiefen inneren 3wiespalt, zur Bildung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft gab, wie man den Nationalheros Bismardaus der Hof gunst ausräuchern" fönnte. Seiner Chriftlichsozialen der sich in letzter Zeit in der deutschnationalen, Partei schon Schreibt: Partei gehörten die beiden Attentäter Hödel und Nobiling an, vor dem Rathenau - Mord offenbart hatte. Die nur von den vor dem Rathenau - Mord offenbart hatte. Die nur von den beren Schüsse auf den alten Wilhelm bekanntlich das Sozia- Agrarierinteressen, diktierte Haltung der Deutschnationalen in liftengesetz mit all seinen Schrecken auslösten. Das Berliner der Frage der Getreideumlage hat breiten städtischen Konsu­Tageblatt" erinnert jetzt daran, daß der Sekretär der Christlich- mentenschichten, die bisher den deutschnationalen Phrasen­fozialen Partei, Grüneberg, im Jahre 1884 einige Angaben dreschern nachgelaufen waren, die Augen geöffnet. Indem über den Zusammenhang zwischen den beiden Attentätern des der Täglichen Rundschau" dieses Geständnis entschlüpft, be­Jahres 1878 und Herrn Stöcker machte. Grüneberg sagte stätigt sie nicht nur die Richtigkeit der sozialdemokratischen Er­über Hödel: nährungspolitit, sondern auch die aus Interessengegensägen Herr Stöder war natürlich sehr entrüstet über diese entstandene Verwirrung in den Reihen der Nationalisten am Mitgliedschaft, ließ den Namen sofort flreichen und mahnte zur Vor- Vorabend einer Reichstagsauflösung, die man nicht zu fürch ten vorgibt. sicht bei der Aufnahme. Aber wie hätte ich Vorsicht üben sollen, war doch Herr Stöcker umgeben von einer Schar schiffbrüchiger Existenzen studierender Doktoren und zweifelhafter Größen aller Art. Solche Leute erschienen dann bei mir und verlangten im Namen Stöckers Aufnahme in die Partei. So ging es auch mit Nobiling. Nobiling war ebenfalls Mitglied der Chriftlich- fozialen Partei, und die Chriftlich­soziale Partei fann nur Gott danken, daß die Mitgliedskarte nicht wie bei Hödel so auch bei Nobiling gefunden worden ist. Ich habe Wer denkt da nicht an das alte Berliner Wort: Machti- diesen Menschen nur einmal gefehen, als er mich um Aufnahme bat, gall, ich hör dir laufen?" Der Bürgerblock soll noch geschwind indem er mir versicherte, schon vorher mit Herrn Hof- und Dom­dazu dienen, die Gesetze zum Schuß der Republit zu torpe- prediger Stöder Rücksprache genommen zu haben. So trug ich ihn dieren, und geht das nicht mehr auf dem Weg der Gesetz- in die Mitgliederliste ein und habe von ihm richt eher etwas gehört, als am Tage des Attentats. Damals vernichtete ich sofort die alte gebung, so geht das immer noch auf dem der Verwaltung. Der Gebante des Bürgerblocks, dem neben Herrn Steger- Mitgliederliste und fertigte eine neue unter Weglaffung des Namens wald auch Herr Stresemann Bate gestanden haben soll, Nobiling an. Indessen war die Vorsicht überflüssig, denn die Polizei Schon hat Wels alle fommunistischen Presseäußerungen ist das Probuft einer spießbürgerlichen Angst nahm in diesem Falle Abstand davon, bei uns zu recherchieren." politit. Rann man sich etwas Grotesferes denfen? Unter Damals wie heute leugnete man die Mitgliedschaft der gesammelt, die ein Antikommunistengeset rechtfertigen. dem Eindruck, den die schändliche Ermordung eines bürger- Mordbuben ab und suchte die Empörung auf ganz andere In den Verhandlungen der Spizenorganisationen hat Herr Wels lichen Ministers hervorgerufen hat, schart sich die gesamte unschuldige Kreise abzulenken. Damals wie heute nahm man's fein Material verlesen, und dieser Sozialdemokrat war ganz sprach­sozialdemokratische Arbeiterschaft geschlossen um den bedrohten mit den Mitgliederlisten nicht so genau. Was Herr Grüne- los, als unsere Genossen feststellten, wozu das Material dienen soll. Staat. Unfere politischen Spießbürger aber, statt diese Entwick- berg aus eigener Initiative tat, das hat Herr Hergt für die Und Stampfer wegt bereits die Feder, die im Namen der lung freudig und dankbar zu begrüßen, laffen sich vom Feurio- Deutschnationalen jetzt offiziell angewiesen: Verdächtige Demokratie, die feine persönliche" Meinung ist, die Kommu Gefchrei reaktionärer Nachtwächter aufschreden, laufen aufge- amen aus der Mitgliederliste zu entfernen! niften den reaktionären Scharfmachern regt durcheinander und halten Rat, was sie nun zu ihrem Damals gelang es allerdings unter Bismards großer Autori- liefern foll." Schuhe unternehmen sollen. tät, das geängstigte Bürgertum gegen die Sozialdemokratie aufzuheßen, die mit feinem Attentat das geringste zu tun hatte. Heute wird es nicht gelingen, die Berantwortung von den Mörderparteien abzuwälzen, auch wenn der Bund der Auf­ rechten " nach seinem Berbot noch die neueste Nummer Feitgehalten sei deshalb mit aller Klarheit: die Attentäter von feines Bundesorgans in 500 Eremplaren verschicken fonnte. 1878 gehörten zur Partei Stöder, die Börder von 1922 gehören zur Partei Mumm! Damals christlichsozial", heute Bund der Aufrechten " oder" deutschnational"!

Es ist abzuwarten, ob sich besonnene Männer finden, die imstande sind, dieser Schreckensszene ein Ende zu bereiten.

Die Dena meldet:

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Die bürgerlichen Parteien sind durch die Bildung der sozialisti schen Fraktions- Arbeitsgemeinschaft sehr überrascht und per wirrt worden, besonders bei den Demokraten macht sich eine erhebliche Bestürzung bemerkbar. Man diskutiert eifrig, Pläne ciner Abwehraktion. Der Stresemannsche Plan einer bürger­

Es

Hört! hört!

lichen Frationsgemeinschaft ist wieder aufgenommen worden. wurden Besprechungen zwischen der Deutschen Bolfspartei und dem Zentrum geführt wegen der Bildung einer Arbeits- Die furze, aber energische Erklärung, die der Reichswirt gemeinschaft, die die Deutsche Volkspartei , die Bayerische Volts­partei, das Zentrum und die Demokraten umfaffen soll. Diese Besprechungen sind vorläufig noch unverbindlicher Natur und völlig im Anfangs stadium. Die Aussichten für die Ver­mirklichung eines solchen Planes sind sehr gering. Die Bayerische Boltspartei ist keineswegs gewifft, einer solchen bürgerlichen Fraktionsgemeinschaft sich anzuschließen. Andererseits bestehen aber auch zwischen dem Zentrum und der Deutschen Bolkspartei so mesent liche Differenzen in vielen sozialen und Steuerfragen, daß eine pret­tische Wirkung einer solchen Arbeitsgemeinschaft kaum zu erwarten

märe.

Wie der Teufel mit leeren Händen heimkam.

Bon Emi! Rath- Schönholz.

Die Arbeitsgemeinschaft im KPD.- Spiegel. Die Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Reichstags= fraktionen wird zu einem Schlag gegen die Arbeitera tiasse, wie er schwerer und hinterlistiger in der ganzen Geschichte der Arbeiterbewegung nicht geführt worden ist. Zur selben Zeit, wo die Arbeiterschaft geschlossen sich formiert, um der Reaktion ein Ende zu sehen, zu derselben Zeit treten die Führer der beiden sozialdemokratischen Reichstagsfraktionen zusammen und erklären die Kapitulation der gesamten Arbeiterschaft. Seit dem 1. August ist nicht größerer Berrat am Proletariat ge­übt worden.

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aus#

Das unglückliche Papier, das dies alles und noch mehr aus* halten mußte, ist gestern nachmittag durch die Bresse der Roten Fahne" gelaufen. Mag es ihm ein Troft sein, daß es vielen Lesern in ernster Zeit einige fröhliche Augenblicke verschafft hat! Nur einer ist betrübt: Tobias Pemberlein. Er sagt, da fönnte er nicht mehr mit.

Waffenablieferung in Oberschlesien .

Oppeln , 15. Juli. Eine Verordnung des Regierungspräsidenten von Oppeln fordert die Bevölkerung auf, alle Militärwaffen und Militärmunition freiwillig bis zum 15. August abzuliefern. Für den Zeitverlust und die Transportloften, die durch die Ablieferung entstehen, wird Entschädigung gezahlt. Nach dem 15. August wird mit 8 wangsmaßnahmen gegen alle diejenigen vorgegangen, die sich in unbefugtem Besiz von Militär waffen befinden. Die Jagdscheininhaber fönnen ihre Jagdwaffen behalten. Soweit ein Bedürfnis für das Tragen anderer Waffen als Militärwaffen vorhanden ist, sind die ortspolizeilichen, Behörden

fchaftsminister Genoffe Robert Schmidt am Schlusse der geftrigen Reichstagsdebatte über das Buchergesez unter dem stürmischen Beifall der sozialistischen Parteien abgegeben hat, wird in der Kreuz- Zeitung ", dem Organ der deutschnatio­nalen abligen Großgrundbefizer, wie folgt besprochen: " Der fezialdemokratische Reichswirtschaftsminister Schmidt befugt, neue Waffenfcheine auszustellen. hielt die Gelegenheit für günstig, eine fieine Dividenden= Neue Berbole. Oberpräsident Hörfing hat die Magdeburgische tanonade gegen die Rechte zu richten, was ihm natürlich geitung" wegen eines Artikels mur nicht der Polizeipräsident" den lebhaften Beifall feiner internationalen Gesinnungsauf 14 Tage verboten. Die Ortsgruppe Hamburg des genossen eintrug. 2m 7% Uhr hatte Herr Schmidt ausgetobt." teichs bundes ehemaliger Kadetten ist von der Polizei­In der ebenfalls deutschnationalen ,, Täglichen Rund- behörde aufgelöst worden.

cöhne der Bergarbeiter. Die müffen wir zahlen wegen der enormen

" Tja, verehrter Herr," meinte der bedauernd, das machen die Brotpreise. Geh zum Bäcker!" Der Bäcker machte große Augen, als der Teufel mit Donner­Beelzebubs Großmutter räkelte sich wieder einmal im Lehn- gepolter durch den Backofen gerutscht kam. Zu den teuflischen Vor­stuhl. Manche Chroniſten fagen, es fei im Jahre 1922 gewefen, es würfen machte er allerdings noch größere Augen. mag aber auch einige Jahre früher oder später gewesen sein. Kurz ,, Was? und gut: Des Teufels Großmutter war vom Mittagsschläfchen er den Bund der Landwirte. Die wissen, wie man Preise macht!" Ich bin schuld am hohen Brotpreise? Frage einmal wacht und schrie nach dem Hauptbuch, schlug es Beelzebub, der den Ohne Anmeldung plagte der Teufel in eine Versammlung des dicken Mälzer ihrer Ansicht nach nicht schnell genug brachte, 66 mal Landbundes. Cin Redner eiferte gerade vom Bult herab:" Man um die Ohren, daß ihm die Hörner mackelten, und blätterte mit nach- wirft uns vor, wir seien schuld on den unerhörten Getreidepreisen. denklich benektem Finger bis zum Konto Deutschland .

Kommunisten in die Welt gesetzt haben." Mein, meine Herren, das ist der Achtstundentag, den die verfluchten

Der Teufel sah ein, daß nur die Kommunisten die wirklichen Sündenböcke sein könnten. Er ersuchte um ein Interview bei Lenin , der sich gerade auf einer Propagandareise durch Deutschland befand, und erhielt es auch bewilligt

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Attentäter.

Bor Dr. L. Galin.

Der Prozeß über das Attentat in der Philharmonie ist zu Ende. Die paar kläglichen verwahrloſten Burschen, die, nach dem trefflichen Ausdruck des Staatsanwalts, zugleich den Ankläger, Henter und Richter spielen wollten, und statt Miljukow den Senator Nabotof getötet haben, gehen auf viele Jahre ins Zuchthaus. Ihre Hintermäner bereiten sich auf neue Taten vor und benutzen dezu andere entgleiste Jünglinge, Referrecffiziere. Der politische Mord ist als Machtmittel in unser Leben tief eingedrungen und er­warb sich sein Bürgerrecht".

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Auf der Debetfcite fand sie einen verlorenen Krieg, einige abge­fette Fürsten , 2383 politische Morte, von anderem Kleintram gar nicht zu reden. Auf der Kreditfeite waren nur drei abgeschiedene Seelen gebucht. Die eine gehörte früher einem Redakteur, der an Herzverfettung gestorben war, die zweite einem Beamten, der recht­zeitig die Teuerungszulage erhalten hatte, die dritte einem General Lieber Genosse!". feufzte Lenin und ließ traurig das Haupt a. D., der feine Memoahrer." geschrieben hatte. Des Teufels Groß- finfen. Wir stellen jetzt schon das größte Kontingent an ver- wortung fich zu entziehen, und nie wollten sie dabei einen Nichtbe­mutter fand zwischen Debet und Kredit eine selbst für die Hölle un- dammten" Seelen, und nun möchtest du uns auch noch ein solches erträaliche Differenz und befahl Beelzebub mit nicht mißzuverstehen- Delift aufhalfen. Wären die verfluchten Kapitalisten nicht die der Gebärde, dieses Manko durch fetten Nachwuchs auszugleichen. Beelzebub verschwand mit dem üblichen Abschiedsgruß, aus jenigen, die uns an der Ausführung unseres Programms hinderten, Schwefelgestant und faulem Giergeruch gemischt, und lustwandelte in stände es um die ganze Welt besser; sie wäre ein wirkliches Para­deutschen Gauen die kreuz und quer, allmo er überall argen Zuder- Das Wort Baradies" verursachte dem Teufel Erbrechen, und mangel rügen und beflagen hörte. Er schloß aus dieser Universal­Einen letzten Sprung wollte er noch flage, daß er in diesem Ressort den besten Fang machen werde, und er empfahl sich schleunigft. fuchte zunächst einen Bauern heim, der gerade Zuckerrüben ver- oagen, und so raffelte er in eine Shimmdiele hinein, wo eben ein füttere. Er stellte diefem feiner lleberzeugung nach größten Böse- Kapibalift die ganze Zeche für die Anwesenden bezahlte. Der Teufel, wicht die ärgsten Qualen der Hölle, als da find Wackeltopf, ewige der wußte, was fich ziemt, überreichte ihm höflichst seine Karte und Lektüre von Courths Mahler , einen Sittenfilm in 98 Aften usw., in brachte verschämt sein Anliegen vor, seinem Gegenüber auf pikante Art das Genic umdrehen zu wollen. Aussicht. Doch der Wackere entgegnete mit betrübter Miene:

,, Lieber Satanas, ich sehe bei dem Geschäft nur zu. Es iſt wirklich ein Opfer, wenn ich überhaupt noch Zuckerrüven baue, von denen ich die eine Hälfte den deutschen Wasserköpfen in der Stadt, die andere den Schweinen zur Verfügung stelle, was übrigens auf dasselbe herauskommt. Ich bin wirklich nicht schuld am Zucker­mangel. Bemühe dich nur zum Fabrikanten, der weiß schon, wo

der Schuh nicht drückt

dies!"

"

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Der Kapitalist grinfte unverschämt. Oberrrr! Eine Flasche Pommern ! Und ein neues Glas!" Mein lieber Bruder," sagte der Felthals, als der Seft perite, und trank zwischendurch einen Schluck. Man hat Ihnen einen netten Bären aufgebunden. Wir tragen sicherlich nicht schuld. Wenn Sie schon jemandem das Genid umdrehen wollen, dani wenden Sie sich, bitte, an den Böbel, in sozialdemokratischen Zeitungen Der Teufel begab sich treu und bieder zum Zuckerfabrikanten, Bolt" genannt. Dert fihen die Schuldigen, die durch Streifs und den er unter gleichen Vorwürfen nicht gar sanft beim Kragen pacte. andere Erpressungen die urzweifelhaft nur die durch das Kapital Der Fabrikant frie Zeter und Mordio. Nicht er, das Gyndifat gefchaffenen Werte ihren rechtmäßigen Eigentümern derart schmälern, Preiserhöhung, fünft mache die Preise. Er würde gern billiger verkaufen. Im Groß- daß mir uns durch energische Maßnahmen handel sei der Zucker billiger als im Kleinhandel. Die Kleinliche Hausse, Spekulation auf Devisen und Ausland notdürftig händler strichen unerhörte Gewinne ein. über Baffer holten tönnen. Es tut mir leid, daß Sie sich umsonst Ghmurftreds nahm der Teufel den ersten besten Kleinhandler bemüht haben!" beim Fitch und hatte ihn unter heftigen Anflagen schon ein Stück Beelzebub fah schließlich diese tiefe Wahrheit ein und nahm durch die Luft geschleift, liez den Bedauernswerten" ober fofort den Freinimeg zwischen die Füße oder auch Flügel, trok des un fahren. Denn dieser machte ihm mit unwiderlegbarer Logif flar, meinerlich drehenden arohmütterlichen Gewitters. In feinem fa­bak die teuren Transportpreise am Zuckermangel schuld seien. Er tanischen Herzen hatte nur der eine Gedanke Raum: Dah Deutschland folle sich lieber einmal den Berkehrsminister vornehmen. Der Teufel von einem Millionenheere unbefleckter Engel bewohnt fei, die für dankte für den guten Rat, den er sogleich zur Ausführung zu bringen Himmel und Höile zu gut wären. gedachte. Der Berkehrsminister zuckte die Achseln: Lieber Freund! Mache ich die Kohlenpreise? Geh' zum Kohlensyndikat!"

Ohne 3ägern stattete Beelzebub dem Direktor des Kohlen­fyndifats einen unerwarteten Besuch ab.

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Arthur Sickler left om Sonntag, den 23. oli, mittags 12 Uhr. im leinen Theater aus eigenen Werten. Eintritt acht und zehn Mark.

Wenn wir uns aber auf die Haltung der politischen Attentäter vor dem Gericht fonzentrieren wollen, fo müßten wir uns allerdings vorher an die ruffischen Terroristen Sozialrevolutionäre innern. Mit Mut und Entschlossenheit töteten diese die Tyrannen des russischen Volfes, aber nie dachten sie daran, vor dem Gericht ihre Tat zu verleugnen, durch juristische Spitfindigt it der Berant teiligten verlegen, gefchweige denn töten: Iwan Kaljajew , der den, Großfürsten Eerjus getötet hat, gab eine furze Zeit vordem ein enderes Attentat auf ihn auf, weil er im Wagen mit ihm seine Gattin, die Großfürstin, sah. Von der Polizei erfaßt und vors Ge richt gestellt, gaben die Sozialrevolutionäre mit aller Offenheit ihre Tat zu und schleuderten mutig dem Zarengericht von der Anklage­tank die Worte des Hasses seitens des russischen Voltes, die leiden­schaftliche Anklage gegen das Barenregime ins Gesicht, so daß die Barenrichter öfter ihre Augen sinten ließen und nicht die Rühnheit hatten, die Revolutionäre zum Tode verurteilten. Aber auch die zum Tode Berurteilten gingen zum Galgen mit erhobenem Haupt und ihre legten Worte waren ein hoch auf die Freiheit und die Revo tution. Ich erinnere an Beromstaja, Geljabow, Kaljajem, Barlas schow, Leutnant Schmidt, Gerschuni und andere. Man kann über biefe Attentate urteilen wie man will( die Sozialdemokraten haben fie immer bekämpft), aber eins muß man zugeben, daß diese Men­schen es verstanden haben, mit reinem Herzen für ihre Idee zu fämpfen und zu sterben, und hatten sie sich zu einer Tat entschlossen, so verleugneten sie diefelbe nie. Man lese die Berichte über den jezigen Prozeß der Sozialrevolutionäre in Moskau und man wird sehen, mit welcher Energie trotz des drohenden Todesurteils und mit welcher Offenheit sie vor dem bolichemistischen Gericht ihren Standpunkt verteidigen. Nie werden Sie von diesen Bänken eine Bitte um Gnode hören," sagte der Sozialrevolutionär Gendelmann dem obersten. Tribunal.

Man erinnere sich der deutschen Sozialdemokraten während des Sozialistengeleges und der ruffischen Sozialdemokraten während der Zarenzeit und ihrer Haltung vor Gericht. Haben sie sich jemals hier zu verleugnen versucht, auch wenn Zuchthaus trohta? lind jegt blide man in den Gerichtsjaal, in dem die Mörder Nabokofs figen. Zwei Wilowest- Jünglinge, die, um Miljukom zu töten, eine wilde Schießerei in einem vollgepackten Gaal eröffnen und eine ganze Reihe von Personen, darunter auch Frauen, schmer verlegen. Es gelang, sie zu erfaffen und vor Gericht zu stellen. Schon ihr degeneriertes Antlih wirkte abstoßend: Taborigli mit feinen grauen, ausdrucksiesen Augen und kahlem Schädel", Echas