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Man kommt nicht alle Tage nach Spandau . Wenn man aber mal draußen ist, dann gibt es dort allerlei zu sehen und zu beobachten. Doch darüber ein andermal. Hin ging es mit der Vorortbahn ganz passabel. Zurück wurde die Sache etwas anders. Brummt da durch die friedlichen Straßen der Spandauer Innenstadt ein riesengroßer Wagen der Elektrischen mit dem Richtungsschild R, der bis nach Neukölln fährt. Bis nach Neukölln ist eine hübsche Leiftung! denkt man und springt ohne Besinnen auf. Hätte man's doch nicht getan. Durch frumme Straßen geht es aus Spandau hinaus, immer hübsch langsam und gemessen. Die Höhen des Grunewalds erscheinen romantisch in der Ferne und der Wagen der Linie R der reichshauptstädtischen Straßenbahn nimmt ein Tempo an, das jeden Naturfreund gestattet, besagte Höhen des Grunewalds noch recht lange anzuschauen. Der Wagen hält zuweilen auch an, mal fürzere mal längere Zeit. Immerhin, man müßte fügen, wenn man jagen wollte, man fomme nicht vorwärts. Mitunter geht es so schnell, daß Frauen mit Kinderwagen, sowie Bier- und andere Lastwagen einfach nicht mitkommen und weit weit zurückbleiben. Und dann ist Charlottenburg erreicht und nun allerdings, das muß man fagen, geht es doch wesentlich langsamer. Haltestelle folgt dicht auf Haltestelle. Simm.. braust der Wagen über eine verkehrt gestellte Weiche beinahe in eine ganz falsche Straße hinein. So was fann passieren, besonders auf einer Straßenbahn, die wie die unsere auf Schnellverfehr eingestellt ist. Der Wagen muß zurück und dann geht's weiter. Plöglich, rumms! Der Wagen wird gebremst. Ein Kontrolleur ruft: Schaffner , der Wagen fährt durch die Leibniz straße über den Savignyplay zur Gedächtniskirche, weil das Gleis gesperrt ist. Das ist ungefähr so, als wenn man vom Botsdamer Platz über Bahnhof Friedrichstraße zum Spittelmarkt fährt. Natürlich fann ein Gleis gesperrt sein. Der Ursachen dazu gibt es in Berlin jederzeit viele. Entweder ist der Wagen selbst aus dem Gleise gesprungen, oder ein Kohlenwagen liegt auf dem Gleife. oder die Schienen werden aufgerissen, oder eine Dame ist mit den spitzen Hacken ihrer Schühchen in die Gleise geraten. Auch können Sicherungen durchbrennen, Kontaktbügel ausspringen oder gar brechen und bewirken, daß der Wagen nicht vorwärts fommt; Anhänger werden an- oder abgehängt. Interessante Distuffionen entspinnen sich zwischen Schaffnern und Leuten, die mitwollen und nicht mitkönnen, weil der Wagen zu voll ist. Und wer alle Tage auf der Straßenbahn fährt, der weiß des Interessanten noch weit mehr zu berichten. Und zwischen solchen und ähnlichen Hemmungen findet, das muß man der Straßenbahn lassen, dieses Organ des meltstädtischen Verkehrs dennoch sicher seinen Weg zum Ziel. In dem vorliegenden Fall brauchte der R- Wagen von Spandau bis zum Potsdamer Platz , für eine Strede von etwa 14 Kilometern, 1½ Stunde. Es ist ganz ausgeschloffen, daß man zu Fuß so schnell von Spandau nach Berlin kommt, womit der gewaltige Fortschritt, den uns die modernen großstädtischen Berkehrsmittel gebracht haben, ohne weiteres bewiesen ist. Wer aber mal Logierbesuch aus der Provinz hat und, wenn alle Museen abgeklappert sind, gar nicht mehr meiß, was er mit ihm anfangen soll, der lasse ihn für zweimal vier Mark mit der Straßenbahn von Neukölln nach Spandau und zurückfahren. Er ist dann seinen Besuch einen ganzen Tag für billiges Geld los, verschafft der Straßenbahn ein hübsche Einnahme, die sie brauchen kann, feinen Gästen aber eine abwechselungsreiche Fahrt, die ihnen einen Begriff vom Berliner Schnellverkehr beibringen wird und an die sie noch lange lange denken werden.
Menschenknochen im Müllkaften.
Eine Anzahl Menschentnochen, Schulterblatt, Oberarm, Unterarm und rechte Hand, fanden Arbeiter der Gemeinde Zehlendorf , als sie gestern nachmittag Müllfästen auf dem Abladeplaz am Dahlemer Weg entleerten. Die Kästen stammen aus der Lessingstraße und ihren Nebenstraßen in Zehlendorf , es ließ sich aber noch nicht feststellen, aus welchem Hause. Die Knochen, die auf dem Bolizeiamt Zehlendorf sichergestellt wurden, rochen start nach KarVerbrechen nicht ausgeschlossen. Nachforschungen bei den in jener bol. Es handelt sich wahrscheinlich um Präparate, doch ist auch ein Gegend wohnenden Medizinern waren bisher erfolglos.
ordnetenr rsammlung bezweckte die Bewilligung von 350000 Ein Antrag der SPD. - Fraktion in der gestrigen StadtverMart für die Bolkshochschule Groß- Berlin. Nach der Bestimmung der Geschäftsordnung und der Städteordnung wurde der Antrag dem Etotsausschuß zur Borprüfung überwiesen. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß die nochmalige Prüfung ein günstigeres Resultat ergeben wird als bisher.
Gewerkschaftsbewegung
Der beigische Gewerkschaftskongreß.
Bom 15. bis 17. Juli fand im Brüsseler Volkshaus der 21. Rongreß der belgischen Gewerkschaften statt. Bekanntlich sind die belgifchen Gewerkschaften mit der sozialistischen Partei, der Belgischen sie sich jedoch in seiner Weise von den deutschen Gewerkschaften, mit Arbeiterpartei, organisch verbunden. In ihrer Tattif unterscheiden denen sie auch den organisatorischen Aufbau im wesentlichen gemeinfam haben.
vor dem Kriege die niedrigsten Löhne. Das hat sich infolge der EntBon allen ausgesprochenen Industrieländern hatte Belgien wertung der Währung der mitteleuropäischen Länder seit dem Kriege geändert. Die Folge war, daß Belgien , das vor dem Kriege in Deutschland seine Hauptabnehmer hatte, von einer außerordent lichen Arbeitslosigkeit heimgesucht wurde, die zeitweise bis zu Fahrpreiserhöhung auf der Untergrundbahn Dahlem- Wilmers- 30 Proz. aller Arbeiter umfaßte. Diese Krise konnte trotz der Lohndorf. Die Berkehrsdeputation beschäftigte sich in ihrer Sizung eingehend herabfegungen, die mit der Verbilligung der Bebenshaltung bemit der Frage der Verminderung der außerordentlich hohen Fehl- gründet wurden, und troß der Schutzmaßnahmen, die von der Rebeträge bei der Wilmersdorf - Dablemer Untergrundbahn. Nach einem gierung und dem Parlament getroffen wurden und die schließlich von früher bestehenden ungünstigen Vertrage der Stadt mit der nichts anderes sind, als die Organisierung des Dumping, das Hochbahngesellschaft muß die Stadt den gesamten Fehlbetrag dieser von den Allierten Deutschland vorgeworfen wurde, bisher nicht bilang bei der Wilmersdorfer Untergrundbahn fast 8 Millionen Mar jegigen Gestalt bestehen bleiben, ist diese Krife einfach unausrottbar. Strede tragen. Für das laufende Geschäftsjahr wird die Unter- beseitigt werden. Solange die angeblichen Friedensverträge in ihrer betragen. Zweds Hebung der Rentabilität hat die städtische Vertehrsdeputation beschlossen, den Fahrpreis vorläufig für die Strecke Bei diesen Maßnahmen blieben die Unternehmer nicht stehen. hinter dem Fehrbelliner Blaz- Dahlem um eine Mart au er- Sie gingen zu weiteren Angriffen über, begannen die Durchlöchehöhen. Diese Fahrpreiserhöhung wird voraussichtlich am 1. August rung des Achtstundentages, deffen Aufhebung fie offen fordern. in Kraft treten. Durch diese Verschärfung des Klassenkampfes, über dessen Verminderung, wenn nicht Beseitigung viele unserer belgischen Genossen während des Krieges and unmittelbar nachher fich trügerifchen Julufionen hingegeben haben, hat zu einer allgemeinen Berfchärfung der Kämpfe auf gewerkschaftlichem Gebiete geführt, die ja auch politisch durch den Austritt der Belgischen Arbeiterpartei aus der Regierung ihren Ausdruck sand.
Deutsche Pofifarten nicht ins Ausland. Es wird vielfach nicht beachtet, daß die vor einiger Zeit zwecks Aufbrauchs after Kartenbestände herausgegebenen Postkarten mit den aus 2inienwert hergestellten Ergänzungs- 3ahlenstempeln zu 35 und 85 Pf. nicht ins Ausland verfandt werden dürfen. Solche Poft farten find von fremdländischen Bostanstalten in letzter Zeit wiederbolt beanstandet oder mit Nachgebühr belegt worden. Diese Karten find nur im Inlandsverkehr gültig.
Wetter für morgen.
Berlin und Umgegend. Etwas wärmer, zunächst vielfach beiter, bei mäßiger füdwestlichen Winden. Später wieder zunehmende Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge.
Arbeitersport.
1000- Meter- Film vom Bundesfest.
Troß dieser ungünftigen Situation ist es den belgischen Gemertschaften gelungen, die außerordentliche Bermehrung ihrer Mitglieder, die nach dem Abzug der deutschen Truppen eintrat, aufrechtzuerhalten. Von 135 000 Mitgliedern im Jahre 1913, erhöhte fich die Mitgliederzahl der belgischen Gewerkschaften auf 765 000 im Jahre 1921. Die Zunahme war besonders sprunghaft in den Jahren 1918 bis 1920. Nach den letzten Berichten ist ein unmerklicher Rüdgang Don 20 000 Mitgliedern eingetreten.
Trotz dieser außerordentlichen Zunahme ist die Lage der bel gischen Gewerkschaften sehr schwierig, da nur in wenigen Industrien erst die Mehrzahl der Arbeiter gewerkschaftlich organisiert sind. Immerhin wurde ein Teil des Kongresses mit einer Kommunistender Arbeiterpartei erfpart geblieben, denn die Kommunisten, die es ja in Belgien natürlich auch gibt, sind dort eine einflußlose Sefte. Imerhin wurde ein Teil des Kongresses mit einer Kommunistenentblöden sich nicht, im Lande herumzureisen und die Schuld an der debatte ausgefüllt, denn die paar fommunistischen Gewerkschafter ungünstigen Situation den Gewerkschaften in die Schuhe zu schieben. Außer dieser Debatte beschäftigte sich der Rongreß hauptsächlich mit der Frage der Zurückweisung des Generalangriffs, den die Reaftion auf die Errungenschaften der Arbeiter unternimmt. Befentlich Neues wurde nicht zutage gefördert. In der Hauptsache wurde die Lösung des Problems auf einen außerordentlichen Gemertschaftstongreß vertagt. Aus der Debatte geht jedoch hervor, daß die belgischen Gewerkschaften, analog den skandinavischen Gewerk schaften, einen engeren Zusammenschluß, besonders in finanBieller Beziehung, ins Auge faffen.
Das 1. Deutsche Arbeiter- Turn- und Sportfest in Leipzig , das nunmehr feinen Anfang genommen hat, soll auch im Film festge halten und dadurch der weitesten Oeffentlichkeit vor Augen geführt werden. Der Film wird rund eine Stunde Borführungsdas ganze Bundesfeft von Anfang bis Ende wiederkehren; es fann zeit in Anspruch nehmen. Natürlich kann in diesem Film nicht sich nur um Abschnitte handeln, und zwar um die wertvollsten. Der 1000- Meter- Film wird zunächst das Eintreffen der Festzüge in Leipzig , den Eimpfang und besonders schöne Momente aus dem Feſtaug wiedergeben. Die Sondervorführungen der Kreise, das fchon durch seine Masse wirkende Vereinsturnen, in dem besonders die Süddeutschen Hervorragendes leisten, die Uebungen der Ausfänder, das Springen und die Wettkämpfe der Schwimmer werden auf der Leinwand erscheinen. Im rasenden Endspurt können wir die Läufer bewundern, ebenfo hervorragende Leistungen beim Stab. Das Silber des Herrn v. Knopfloch. hochsprung, Speerwerfen usw. Glanzleistungen an den Geräten hält Berliner Einbrecher in einem märkischen Herrenhaus. der Film fest und den Kampf um die Bundesmeisterschaft Eine fechstöpfige Einbrecherbande, die in einer der Kaschemmen Daneben gewährt der Film einen Einblick in das gewaltige in den Turn- und Fußballspielen fönnen wir uns nochmals ansehen. Von den angenommenen Entschließungen heben wir besonders in der Gegend des Schlesischen Bahnhofs zufamenzukommen pflegte, Getriebe der Bewirtschaftung des Festes, zeigt uns die bei Eröffnung des Kongreffes angenommene Solidaritäts. 1 schmiedete dort einen Plan gegen das Herrenhaus des Ritterguts u. a. die riefigen Lebensmitteltager, die für die Massen- erklärung mit allen um ihre Befreiung ringenden Arbeitern der Welt Buscher in der Mart, das dem Rittmeister v. Knopfloch gehört. fpeifung von 30 000 Perfonen eingerichtet sind, die Massen- hervor. In dieser Entschließung heißt es, u. a.:„ Der Kongreß denkt Nachdem alles vorbereitet war, fuhr die Gesellschaft, mit den speisung selber und anderes mehr. Das feftlich geschmückte Leipzig in erster Linie an das deutsche Proletariat, das nötigen Werkzeugen ausgerüstet, vor einigen Tagen hinaus, drang fowie der Festplak im vollen Betrieb werden vom Flugzeug aus gegenwärtig die ernstesten und schwierigsten Augenblice seiner Ge zur Nachtzeit in das Schloß ein und erbeutete für über 4 Mil gefurbelt. lion Silberzeug aller Art. Im Speisezimmer pacten die schichte durchmacht; er sendet insbesondere ihm den Ausdruck feiner Für die Agitation im Interesse der Arbeitersportbewegung ist Sympathie und die glühendsten Wünsche, es in seinem Rampfe Berbrecher die ganze Beute in eine Plüschdecke und in ein Tischtuch es wesentlich, daß die Arbeiterschaft in allen Orten die Rincinhaber gegen die Reaktion triumphieren zu sehen, für die Erhaltung einer und verschwanden dann unbemerkt, wie sie gekommen waren. Auf auf diesen Film aufmerksam macht. Die führenden Leip: demokratischen Republik und die errungenen sozialen Freiheiten." dem Heimwege nach Berlin trennten sie sich. Zwei Mann, ein 8iger Rines haben schon das Aufführungsrecht 28 Jahre alter polnischer Gärtner Lubasch und ein 27jähriger Ar- erworben, ebenso die Meßterwoche", die Ausschnitte aus dem Das war die Antwort auf die unsinnige Einreiseverweigerung beiter Rosich, ebenfalls ein Pole, begegneten auf der Landstraße Film in ihrer Wochenschau" bringt. Auch aus dem ganzen Reich des Genossen Sassenbach als Vertreter der deutschen Gewerkbei Nauen einem Landjäger. Diefem fielen fie auf und er wollte ist eine große Anzahl Kinos wegen der Vorführung in Unterhand- fchaften. Bemerkt sei noch in diesem Zusammenhange, daß der Konfie nach ihren Ausweispapieren fragen. Da zog Lubasch folung getreten. Der Film läuft erstmalig am Montag, den greß u. a. eine Entschließung annahm, in der den Gewerkschaften fort einen Revolver und schlug auf den Beamten 31. Juli, so daß wir bald Gelegenheit haben, das größte aller bis die entschiedene Bekämpfung des Militarismus zur an. Dieser fam ihm jedoch zuvor, streckte ihn durch einen Schuß herigen Arbeitersportfeste in seinen Hauptpunkten an unserem Auge Pflicht gemacht wird. nieder und nahm dann auch Kosich fest. Beide wurden nach Nauen vorüberziehen zu lassen. Die Herstellung des Films ist der Firma gebracht, Lubasch ins Krankenhaus, fein Begleiter ins Amtsgerichts. Johannes Nizsche A.-G., Leipzig , Karlstr. 1, Karlshof, übertragen. Bauarbeiterstreik in Mitteldeutschland. gefängnis. Diesem gelang es, zur Nachtzeit gestern wieder zu ent- An diese Adresse sind alle Anfragen betreffs ileberlassung des Films Magdeburg , 21. Jufi.( Eigener Drahtbericht.) Die Bau fliehen und hat sich wahrscheinlich wieder nach Berlin gewandt. zu richten. Die Arbeiterschaft wird gebeten, durch weiteste Ber- erbeiter Bei beiden fand man einen geringen Bruchteil der gestohlenen Sil- breitung vorstehender Notiz zur Förderung der Arbeitersportbe- Ein unparteiisches Schiedsgericht in Halle hat in einer Sizung vom bersachen. Der größte Teil soll in einem Walde versteckt sein. An wegung beizutragen.
dem Einbruch waren noch weitere vier Mann beteiligt, die noch
⚫ nicht bekannt sind. Wahrscheinlich hat der eine oder der andere von ihnen einmal auf dem Rittergut gearbeitet und so die Gelegenheit tennen gelernt. Für die Wiederbeschaffung der Silbersachen ist eine Belohnung von 25 000 m. ausgefeht.
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Wirtschaft
Goldvorrat und Goldproduktion der Welt.
3. Juli Bauarbeitern eine Stundenlohnzulage von 7 t., also eine Stundenlohnerhöhung von 28. M. auf 35 m. zugebilligt. Dieser Spruch wurde von den Unternehmern abgelehnt. Ihr Angebot erstreckt sich nur auf eine Summe von 4.50 m. pro Stunde. Der Bauarbeiterverband hat befchloffen, fofort in allen Städten ber Provinz Sachsens , darunter Deffau, Mogdeburg, Naumburg , Zeit, die Arbeit einzustellen.
Streif der Rheinschiffer.
lamiert für alle Rheinschiffe sowie Schleppdampfer, für Fracht 1. Beginnend mit dem heutigen Tage wird der Streif pro= schiffe und deren Schleppdampfer.
Misstände beim Hundefang. Der Goldvorrat der Staatsbanken der Welt hat sich seit 1913 Die Zustände bei Ausübung des Hundefanges find, seitdem der fehr beträchtlich erhöht. In Dollars ausgedrückt betrug er 1913: Fang vom Magiftrat einem Privatunternehmer übertragen ist, 3,4 Milliarden, Ende 1918: 6,3, August 1920: 6,6, Mitte 1922 aber und die Fänger an dem Verdienst aus den erhöhten Aus- 7,9 milliarden Dollars. Indessen ist während dieser Zeit Laut Algemeen Handelsblad" wurden am Donnerstag über lösegebühren beteiligt sind, wie der Deutsche Tierschutzverein Berlin der anderen Länder vor sich gegangen. Vor dem Krieg verfügten 10 Broz. ausgebrochenen Streit der Bemannungen der Rhein . eine gewaltige Verschiebung zugunsten der einen und zuungunsten den in Holland wegen der vorgeschlagenen Lohnherablegung von mitteilt, geradezu unhaltbar. Der Verband der Tierschutzvereine von Berlin ", dem sämtliche in Berlin tätigen die Bereinigten Staaten über 20 Broz des gesamten Gold- fchleppdampfer in Rotterdam Besprechungen gepflogen, die Tierschutzvereine angehören, hat sich daher genötigt gesehen, hier- porrats der Notenbanken der Welt und Frankreich ebenfalls über von Rudolf, dem bevollmächtigten Vertreter des Deutschen Transgegen geeignete Schritte in die Wege zu leiten. Obwohl eine Fülle 20 Prog. Mitte 1922 gehörten mehr als 40 Pro3. des Bold- portarbeiterverbandes, unter Teilnahme der Maschinisten und Heizer, von Beschwerden über die ganze Handhabung des Fanges und die vorrats den Vereinigten Staaten , während Frankreichs Anteil auf zusammen mit dem Borstand des holländischen Zentralbundes der Unterbringung der gefangenen Hunde vorliegt, fo daß dem Ber- fich in dieser Periode wesentlich erhöht, von weniger als 2 Prez. in und den holländischen Organisationen eingeleitet worden waren. meniger als 9 Broz. zurückgegangen ist. Der Anteil Japans hat Transportarbeiter über die Zusammenarbeit zwischen Deutschland band für sein Vorgehen genügend Material zur Verfügung steht, 1913 auf beinahe 8 Broz. in 1922. England, Spanien , Holland Folgende Beschlüsse sind gefaßt worden: bitten wir doch im Intereffe des Tierschutzes alle vorkommenden schen Tierschuhperein zu Berlin ", Berlin M., Pots perzeichnen. Demgegenüber ist der Anteil Deutschlands von 8 auf Mängel und lebergriffe beim Hundefang wie bisher dem Deut. haben ebenfalls eine Erhöhung ihres Anteils an dem Goldvorrat zu damer Straße 125, mitteilen zu wollen, damit dieselben, wie jede 2 Bro3., Belgiens von 1,7 auf 0,7 Broz. zurüdgegangen. 3 Broz., Italiens von 8,5 auf 2,7 Proz., Kanadas von 4,2 auf andere Tierquälereianzeige, von dem Verein verfolgt werden können. Die jährliche Goldproduktion zeigt einen andauernden 2. Den deutschen Organisationen wird die Zustimmung erteilt, Einbruch beim Verband der Krankenkasseu. Rüdgang. Sie vertrat 1913 einen Wert von 460 Millionen Dol- die deutschen Flusschiffe, die in den Niederlanden beladen wurden, lar, um nach einer stufenmeise fortschreitenden Verminderung von am 8. Juli mit der Ladung begonnen haben und am 20. Just beSchreibmaschinendiebe haben in der Zeit vom Mittwoch zum Jahr zu Jahr im Jahre 1921 auf 320 Millionen zu finken. Der laden find, mit deutschen Schleppdampfern rheinaufwärts zu Donnnerstag diefer Woche dem Bureau des Verbandes der Kranken- Ausfall der ruffischen Produktion läßt sich in dieser Bilanz start schleppen. Dagegen find die deutschen Organisationen verpflichtet, kaffen einen Besuch abgestattet und haben drei Schreibmaschi fühlen. Die beträchtliche Abnahme der australischen Produktion ist dafür Sorge zu tragen, daß a) während der Dauer des Streits tein nen, darunter zwei AEG. und eine Remington- Maschine älteren ebenfalls sehr auffallend. Gegenüber 1910 und 1911 ift diese auf Schiff nach Holland gelangt, b) niederländische Flußschiffe in Systems mitgehen heißen. Der Diebstahl muß in den Abendstunden ein Viertel gefunden, von 65 Millionen auf 15 Millionen. Die Pro- Deutschland weder belaben noch gelöscht werden, noch Kohlen ervon Leuten ausgeführt worden sein, die mit den Verhältnissen genau buktion der Vereinigten Staaten fant gegenüber der Bor- halten oder geschleppt werden, c) fein anderes Schiff durch deutsche vertraut gewefen find. Gegen acht Uhr abends hatte eine der betriegsproduktion beinahe auf die Hälfte. Das wesentlichste Schleppdampfer ftromaufwärts. geschleppt wird als die unter 2 auf schäftigten Reinigungsfrauen die Maschinen noch abgewischt, um Broduktionsgebiet, Südafrika , zeigt zwar auch Rückgänge, die geführten. 9 Uhr wurde vom Personal die Tür zum Flur des Vorderausganges, aber prozentual geringer find, als die auf den oben erwähnten Gebie vorher offen war, verschlossen vorgefunden. Die Diebe haben bieten. Daß trok dieses ständigen Rückganges fich der Goldvorrat Verkehrsstreit in Schweden . also, nachdem sie die Situation genau abgepaßt hatten, die Flurtür der Notenbanken wesentlich erhöhte, ist auf den Umstand zurückzu- Die Telephonbeamten in Stockholm und Gothenburg find heute von außen verschlossen, um vor Verfolgung sicher zu sein. Wer führen, daß letztere während des Krieges und feither Gold aus über irgendwelche Verdachtsmomente berichten fann, oder gesehen Brivatbefit in großem Maße herausholten und die Menge des bei hat, wie aus dem Hause Alexanderstraße 39/40 in der Nacht Brivaten angehäuften und auch die des in der Industrie verwenzum Donnerstag Schreibmaschinen abtransportiert wurden, wird deten Goldes wesentlich abnahm. gebeten, diese Angaben an die Geschäftsleitung des Verbandes geLangen zu laffen. Die zwei AEG.- Maschinen sind ohne Schlitten, fie haben die Nummern 4110 und 673, die Remington- Maschine ift ein ganz altes System und trägt die Nummer 9/6502
Deutsche Bauf. Dr. Heim, der Preußenfreffer und bayerische Separatist, ist, wie uns gemeldet wird, in den Aufsichtsrat ber! Deutschen Bant eingetreten.
in den Ausstand getreten. Ortsgespräche können nicht mehr stattfinden. Dagegen wird der Fernverkehr aufrechterhalten. Dagens Nyheter " zufolge hat das Bersonal der großen schwedischen Privateisenbahnen wegen Lohnstreitigkeiten beschlossen, in den Streif zu treten. Der Zeitpunkt für den Beginn des Ausstandes ist noch nicht bestimmt worden.
Bund ber technischen Angestellten und Beamten, heute abeub 7 hr Mitgliederversammlung in Zegel, Restaurant Hanused, Hauptstr. 6