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Gewerkschaftsbewegung hänge zur Erkenntnis unserer Klassenlage geläutert wird, wachse der

Ein Notschrei der Geknechteten.

das durch gehörige Aufklärung über die wirtschaftlichen Zusammen- 1 Da ab 15. Auguft mit einer erheblichen Brotverteuerung und damit einer Berteuerung aller anderen Lebensmittel und Bedarfsartikel zu Klaffenkampf. rechnen ist, sollen die Löhne für die Zeit nach dem 17. Auguft erneut fest elegt werden.

Hinsichtlich der Tarifpolitik bemerkte der Redner: Es ist zu beachten, daß wir dabei mit den Privatbetrieben zu rechnen ( RB) Eine Anzahl russischer Genossen, die eine hervorragende haben. Die Tarifpolitik hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung Rolle in der ruffifchen Gewerkschaftsbewegung spielen, haben an den ab und muß je nach der gesamten Wirtschaftslage eingestellt wer Internationalen Gewerkschaftsbund in Amsterdam und an das den. Das Arbeitsrecht befindet sich seit der Revolution in der Um­Sekretariat des Internationalen Buchdruckenverbandes ein Schreiben formung; es bildet sich ein neues Recht heraus, auch für die Be­gerichtet, in dem sie an die öffentliche Meinung der gewerkschaft- amten. Es muß eine einheitliche Rechtsbafis geschaffen werden. lichen Internationale appellieren. Es heißt in diesem Schreiben: Die Buntscheckigkeit der Eisenbahnerorganisationen hat sich als ein Die Entwicklung des privaten Kapitals und der staatlichen Trufte großes Hemmnis erwiesen und jede positive Arbeit fast unmöglich der Sowjetregierung, die die typischen Methoden der kapitalistischen gemacht. Namentlich hat hier die Sonderbrötelei der KPD. - Leute Ausbeutung anwenden, stellt die russischen Arbeiter vor die Not- hemmend gewirkt. Diese sind bereits zu einer kleinen Sefte zu wendigkeit, nach Schuhmaßnahmen Umschau zu halten, um ihre ge- fammengeschrumpft, und solche wird es immer geben. werkschaftlichen Interessen vor dem sich entfaltenden Kapital zu ver­teidigen. Indeffen macht der Mangel freier, unabhängiger Organi­fationen, die wirkliche Verteidigung proletarischer Interessen voll tommen unmöglich.

Das Bündnis der bolchemistischen Gewerkschaften mit der regie­renden Partei und ihre finanzielle Abhängigkeit von dem staatlichen Apparat führt dahin, daß die erwähnten Gewerkschaften die Grund­fäße der Harmonie zwischen Arbeit und Kapital zu verwirklichen trachten. Zugleich führt das Bestreben, die Arbeiter im Sinne der herrschenden Politik zu beeinflussen, zu dem Ergebnis, daß die Gewerkschaften sich zu Vermittlern zwischen den Unternehmern und den Arbeitern degradieren. Unter diesen Umständen hat auch die offizielle Proklamierung einer neuen Gewerkschaftspolitik an den bestehenden Verhältnissen nichts geändert.

Nach wir vor werden jene Berbände, die der kommunistischen Obrigkeit und der Gewerkschaftsbureaukratie wegen ihres unab hängigen Charakters nicht genehm sind, aufgelöst, wie das bei­spielsweise fürzlich in Jekaterinoslam mit dem Buchdruckerverband der Fall war. Funktionäre der Gewerkschaften und der politischen Barteien werden verhaftet und in fernliegende Gouvernements perbannt.

Es wüfet ein polififcher Terror,

Der 11. Gewerkschaftsfongreß hat freie Bahn auf gewerkschaft­lichem Gebiete geschaffen. Unsere Aufgabe muß zunächst sein, uns zu überzeugten Sozialisten und Gewerkschaftlern heranzubilden, um bei der kommenden Umformung der Wirtschaft erfolgreich mitzu­mirfen. Dann können wir auch jeder abwegigen Kritik sachlich ent­gegentreten.

Die Zustände in Rußland sind durchaus kein erstrebenswertes Ideal. Das Wirtschaftsleben Rußlands liegt völlig danieder, Kohle und Naphtha sind Lurus geworden, die Holzfeuerung überwiegt bei den Lokomotiven. Wälder müssen abgeholzt werden und der Ge­treidebau wird geschädigt. In 23 Hungergebieten leiden 26 Millio­nen Menschen Hunger. Wir fönnen unmöglich russische Zustände wollen, sondern blei­ben als freie Gewerkschaftler bei der Amsterdamer Inter­nationale. Jeder möge sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, daß unsere SPD. - Genossen bei der Wahl der Delegierten am 13. Auguft zum Verbandstag gewählt werden. Nach einer kurzen Diskussion, in der die Ausführungen des Vortragenden ergänzt wurden, war die Konferenz beendet. Die Kandidaten der SPD. - Eisenbahner zum Verbandstag find: Paul Beyer, Werkstätte Amt Tempelhof ,; Mar Bonagy, Schloffer, Werkstätte Amt Grunewald; Paul Hahn, Güterboden­

der von den Kommunisten bei allen Wahlen angewendet wird, die arbeiter, Anhalter Güterbahnhof: Fri Jafer, Ortsbureauange übrigens durch öffentliche Stimmabgabe vorgenommen stellter; mag Klein, Maschinenpuzer, Betriebswerkstätte Wuster­werden müssen. In den Gewerkschaften werden die Wahlen des Vor- mart; Karl Schüler, Rangierer, Rangierbahnhof Ringbahn; standes nicht von der Mitgliedermasse selbst auf dem Wege der Ur- fred Szelinsky, Schmied, Werkstätte Amt Tempelhof; abstimmung oder auf Generalversammlungen vorgenommen, sondern Johann Beefer, Ortsbureauangestellter; Bruno Wilde, in dem engen Kreise der Vertreter der einzelnen Betriebe. Die An- Oberschaffner, Schlesischer Bahnhof . gelegenheiten der Gewerkschaften werden ohne Befragung der Generalversammlung geregeit. Die Institution der Be­triebsbevollmächtigten ist aufgehoben. Unter diesen Umständen stehen die Massen vollkommen gleichgültig der Tätigkeit der Gewerk schaften gegenüber, was zur Folge hat, daß sich in der Arbeiterschaft eine völlig unfoziale Atmosphäre ausbreitet.

Der neue Lehrplan der Betriebsräteschule.

Die neuen Löhne der Maßschuhmacher. Zwischen dem Berein Berliner Maßschuhmachermeister und dem Zentralverband der Schuhmacher, Zahlstelle Berlin , ist gestern vor dem Schlichtungsausschuß Groß- Berlin zur Regelung der Lölme der Maßschuhmacher folgender Bergleich abgeschlossen worden: für die Beit vom 31. Juli bis 5. August 1922 erhalten alle Arbeitnehmer auf ihre bisherigen Löhne eine Nachzahlung in Höhe von 3 M. pro Stunee. Für die Zeit vom 5. August bis 2. September 1922 be trägt der Mindeſtſtundenlohn für männliche Zeitlohnarbeiter und als Akkordbafis für neue Arbeiten 39 M., für weibliche Zeitlohn. arbeiter und als Attordbasis für Reparaturen 36 M. Diese Verein­barung gilt vom 31. August bis 2. September 1922.

Die neuen Lokalbeiträge der Buchbinder. Die gestern stattgefundene Urabstimmung über die Erhöhung den Lokalbeiträge hatte folgendes Resultat: Es wurden abgegeben 5705 Stimmen. Mit Ja stimmten 3878, mit Nei 1785, ungültig waren 44 Stimmen. Somit ist die Erhöhung der Lokalbeiträge mit 3weidrittelmehr.. heit beschlossen. Die zum Montag einberufene erweiterte Berwal, tungsfizung fällt aus.

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Achtung! Schildermaler! Der Berein Berliner Schilderfabri fanten hat es abgelehnt, eine den Teuerungsverhältnissen einigermaßen Rechnung tragende Entlohnung der Schildermaler eintreten zu lassen. Daraufhin hat die am 4. Auguft abgehaltene Branchenversammlung beschlossen, vom 1. August ab einen Stunden­lohn von 42,50 m. und vom 16. August ab 45 m. zu fordern. diese Forderug nicht bewilligt wird, treten die Kollegen am 5. August in den Streik.

WD

Verband der Porzellanmaler. Abt. Schildermaler. Achtung! Schallplattenarbeiter! Die Arbeitsaufnahme der

streitenden und ausgesperrten Schallplattenarbeiter des Lindström­tonzerns findet am Montag früh stat.

Verband der Fabritarbeiter. Ortsverwaltung Groß- Berlin. Transportarbeiterverband. Handelshilfsarbeiter trieben bes Sextilgroßhandels: Montag 24 hr sollversammlung in Ber

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bomstr. 12; Moabit : Marg, Oldenburger Str. 10.

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Dienstag 5 Uhr

Bögow- Brauerei. Stellungnahme und Beschlußfassung zur Lohnbewegung. Sandelshilfsarbeiter aus allen Betrieben der Hut-, Mingen- und Pelzwaren­branche: Dienstag 6 Uhr Gruppenversammlung bei Witte, Poftstr. 29. Gruppe Beerdigungskutscher: Dienstag 8 Uhr im Lotal Mogwig, Barnimstr. 13, Bersammlung. Lohnforderungen. Die Betriebsräteschule der freigewerkschaftlichen Betriebsräte- im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Aufg. B, vorn ptr., 8immer 3, Ber­Gruppe Kartontutscher: Dienstag 7 Uhr zentrale für Groß- Berlin hat einen neuen Lehrplan aufgestellt, der fammlung. Bericht über die Entschädigung der Sonntagsarbeit. Branche 3b, 53 Kurse enthält, die in das Arbeitsrecht, in die Privat- und Be- Gruppe Export: Dienstag 5 Uhr im Schultheiß, Alexandrinenstr. 103, Gruppen­versammlung. Bericht der Lohnfommission. triebswirtschaft und in die Bolkswirtschaft einführen und ferner Der russische Arbeiter, der in schlimmeren Verhältnissen und mit eine Reihe von Einzelfragen dieser Gebiete behandeln. Zentralverband der Schuhmacher. Montag 5% Uhr bei Hentschel, Köpenicker Somohl Straße 127a, Vertrauensmännerfigung der Schuhindustrie. Bezirksversamm­größerer Anspannung arbeitet als vor dem Kriege, einen geringeren der Anfänger als auch der bereits Fortgeschrittene hat die Mög- Gantte, Schillerstr. 34; Steglig: Behnte, Heeseste. 1; Westen: Wiemers, Bülow­lungen der Schoßarbeiter Montag 7 Uhr in folgenden Lotalen: Charlottenburg : Lohn erhält, kann dennoch nicht den Fragen der Arbeitslosigkeit, der lichkeit, sich geeignete Kurse auszuwählen. In den Lehrstraße 58; Neukölln: Ahlburg, Ziethenstr. 58; Güdoft: Görlich, Adalbert Wiederherstellung der Industrie, des Arbeiterschutzes usw. gleichberatungssprechstunden der Schule( Montags und Frei- ftraße 8 Oft- Lichtenberg: Hoffmann, Gubener Str. 5; Norden: Lokal, Use­gültig gegenüberstehen. Doch jeder selbständige Schritt der Arbeiter tags von 4-7 Uhr) hat er Gelegenheit, die Wahl der Kurse bzw. bei Boelker, Weberstr. 17, Branchenversammlung der Maschinen, Sand wider auf diesem Gebiete zeigt grell feinen weiteren Ausbildungsgang mit Vertretern der Schule zu und-8miderinnen; Branchenversammlung der Stepperinnen und Vorrichte die tragische Einsamkeit der Arbeiter besprechen. rinnen aus den Fabriken 5 Uhr Röpenider Str. 127a. Hörerfarten zum Preise von 15 M., für Arbeitslose unentgelt- Krüger, Suffitenstr. 34, Frattionsfigung. Wichtige Tagesordnung.. Erscheinen AEG., Brunnenstraße, SD.- Fraktion. Dienstag nachmittag 3 Uhr bei bei der Berteidigung ihrer Interessen, und wirft gleichzeitig helle lich, sind in den Ortsverwaltungen der Gewerkschaften sowie im aller Frattionskollegen unbedingt notwendig. Schlaglichter auf die wirkliche Natur der russischen Gewerkschaften, Bureau der Betriebsrätezentrale, Berlin SD. 16, Engelufer 24/25, die ungeachtet der schönen äußeren Fassade sich die Methoden 2. of I, erhältlich. Die Betriebsräte und Funktionäre nehmen in der gelben Organisationen angeeignet haben. Wenn den Betrieben am besten Sammelbestellungen auf und hinzugefügt wird, daß die Arbeiterklasse sich in völliger Recht überweisen sie dem Bureau der Schule. Iosigteit befindet, weder Pressefreiheit noch Ber= fammlungsfreiheit, und Unantastbarkeit der Person genießt, wenn ferner auf die Herrschaft der offiziellen Presse hingewiesen wird, die entweder die Aktionen der Arbeiter verschweigt oder sie mit Hohn und Berleumdungen überschüttet, wie man sie sonst nur in den gelben Organen der kapitalistischen Presse findet, so treten die Erget­nisse der Herrschaft der Kommunisten in den Arbeiterorganisationen und der Mangel unabhängiger proletarischer Verbände mit aller

Deutlichkeit hervor.

Konferenz der SPD. - Eisenbahner.

Die zum Freitag abend nach dem Gewerkschaftshaus einberufene Konferenz der im DEB. organisierten SPD . Eisenbahner er freute sich einer regen Teilnahme. Auf der Tagesordnung stand ein Bortrag über die Bedeutung der Verbandstages( am 10. Septem­ber in München ) und unsere Aufgaben".

Deutscher Werkmeisterverband. Sämtliche Betriebs- und Vertrauensleute sowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie haben Mittwoch 6 Uhr

im Klubhaus, Ohmstraße, Versammlung. Lage in der Metallindustrie und Tarif.

Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs . Berlin- Lichterfelde ; für An. eigen: Th. Glode, Berlin . Verlag Vorwärts- Verlag G. m. b. H.. Berlin . Drud: Borwärts- Buchbruckerei u. Berlansanſtalt Baul Singer u. Co. Berlin. Lindenstr. 3. Sierzu 1 Beilage und Die Bücherschan".

Einer sagt's dem Undern"

In dem Maße, in dem sich die wirtschaftlichen Verhältnisse fom­plizieren und schwer übersehbare arbeitsrechtliche Bestimmungen die rechtliche Bertretung der Arbeiterschaft erschweren, wächst die Dringlichkeit unserer Aufgabe, uns durch intensive Schulung die für die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen unbedingt not­wendigen Kenntnisse zu erarbeiten. Diese Aufgabe besteht nicht nur bag er in der nächsten Drogerie eine hervorragende Haut- und Gesichts- Ereme mit für die Betriebsräte und Funttionäre, sondern für alle 50 Gramm Federmanns Novalan und 50 Gramm Roſenwaſſer burch ver­freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten, auch für rühren erhält. Die Novalan- Rofenereme wird nie hart, bringt schmell die Arbeiterinnen und vor allem für die Jugend in den Be- in die Haut ein, macht Hände und Gesicht ſammetweich. In einer mitgebrachten Creme oder Galbendose gleich zum mitnehmen. Wo nicht zu haben, bitte Anruf Arbeiter! Angestellte! Betriebsräte! Seid euch der Berant- how 8947. Chem. Fabrik M. Federmann. wortung bewußt, die auf euch ruht. Seid auch in der Bildungs­arbeit Führer eurer Kollegen! Besucht die Kurse der Betriebsräte­schule!

trieben.

Löhne der Spritarbeiter.

Die in den Betrieben der Verwertungsstelle der Reichsmonopol­Der Vortragende Jahn wies in seinen fachlichen Ausführungen verwaltung für Branntwein beschäftigten, im Verband der Lebens­darauf hin, daß es Hauptaufgabe der freien Gewerkschaften sein mittel- und Getränkearbeiter Deutschlands , Ortsverein Berlin ( bisher müsse, die wirtschaftliche Machte zu erlangen. Ein Unding sei es Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter) organisierten Arbeiter aber, wie das nach den kommunistischen Forderungen geschehen solle, und Arbeiterinnen haben am 4. August d. J. eine neue Lohnbe auf die heutige fapitalistische Wirtschaft die kommunistische aufzugung beendet. Die Monopolbetriebe sind dem Arbeit eberverb ind pfropfen. Man fönne teine Zeitepoche überspringen. Wenn von der Getränkeindustrien und verwandter Gewerbe von Groß- Berlin jener Seite so oft und laut zum Klassentampf" aufgerufen werde, angeschlossen. Die mit dem Syndikus dieses Arbeitgeberverbandes so müsse demgegenüber betont werden, daß jede Handlung, die der und dem Vertreter der Monopolbetriebe geführten Lohnverhandlun Arbeiterschaft eine Verbesserung ihrer Lage bringt, ein Stüd Klaffen- gen hatten folgendes Ergebnis: Bom 28. Juli 1922 ab erhalten Ge­fampf darstelle. Das Klassenbewußtsein impfe die tapitalistische lernte usw. 2010 M. Wochenlohn, Ungelernte 2000 m., Arbeiterinnen Epoche den Arbeitern schon ein und aus diesem Bewußtsein heraus, 1610 m. Dieses Lohnabkommen gilt bis einschließlich 17. Augt.

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